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    <title>museum-digital:blog - Projekte</title>
    <subtitle>Ein Blog über museum-digital und die breitere Digitalisierung im Museumsbereich.</subtitle>
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    <updated>2024-06-06T00:00:00+00:00</updated>
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        <title>Portal schafft neue Zugänge zu Objekten aus museum-digital</title>
        <published>2024-06-06T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2024-06-06T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>swassermann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/">&lt;p&gt;Seit 2012 arbeitet der Museumsverband Brandenburg (MVB) eng mit museum-digital als Objekteingabe- und Veröffentlichungstool für Museen zusammen. In zahlreichen Digitalisierungsprojekten haben wir auf der Grundlage von md zusammen mit den Brandenburger Museen Objekte digitalisiert und veröffentlicht. Mittlerweile sind 133 Museen und über 28.800 Objekte auf &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/&quot;&gt;https://brandenburg.museum-digital.de/&lt;/a&gt; einsehbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine im Jahr 2022 vom MVB in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) durchgeführte Evaluation zeigte jedoch, dass die Digitalisate auf md bisher nur begrenzt landesrelevante Themen abbilden. Im Gesamtblick scheint die digitale Präsentation des brandenburgischen Kulturerbes noch zu sehr ein Flickenteppich der relevanten Fragen und Schwerpunkte der Landesgeschichte und Gegenwart. Es bestand der Wunsch nach der Möglichkeit, anhand einzelner Objekte und Sammlungen überblickshaft Themen herauszustellen und sichtbar zu machen. Auch die Möglichkeit einer niedrigschwelligen, partizipativen Erkundung der Sammlungen wollten wir erproben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So entstand die Idee eines separaten Portals, in dem diese Möglichkeiten gegeben sind, aber auf die Daten aus museum-digital zurückgegriffen wird. Hierfür bietet md eine Datenschnittstelle (API) an, damit Museen ihre Bestände auf einer eigenen Webpräsenz mit eigener Gestaltung präsentieren können. Mit Hilfe einer Förderung des MWFK und in Zusammenarbeit mit einer Webagentur konnten wir im letzten Jahr die Plattform &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.brandenburg-sammelt.de&quot;&gt;www.brandenburg-sammelt.de&lt;/a&gt; aufbauen, die seit dem 15. April online ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/./Screenshot-1.jpg&quot; alt=&quot;Screenshot&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-umsetzung&quot;&gt;Die Umsetzung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Seite bietet verschiedene Zugänge: Die „Heroes“ sind besonders interessante oder kuriose Objekte, die hervorgehoben werden. Ganz wie bei der TV-Show „Dings vom Dach“ können sie näher erkundet und ihre Funktionen erraten werden. Die „Highlight-Sammlungen“ präsentieren stetig wechselnde Beispiele besonderer Sammlungen aus den Museen. Im „Entdecker-Modul“ laden Begriffswolken und Einstiegsfragen zum Erkunden der Sammlungen ein. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sich auch zum Lieblingsgetränk „Cola“ Objekte finden lassen? Und wer wusste, dass es so viele tolle Fotografie-Sammlungen in Brandenburg gibt? So werden assoziative Einstiege ermöglicht und die Nutzer*innen zum Erkunden der Sammlungen angeregt. Darüber hinaus kann man auf einer separaten Seite spezifische Themen erkunden, wie „Spiele und Spielzeug im Wandel der Zeit“ oder „Bräuche in Brandenburg“. Darüber hinaus gibt es auch eine allgemeine Suche, in der über Volltext- oder Schlagwortsuche Objekte aus den Sammlungen gefunden werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Begleitend zur Umsetzung haben wir einen User-Test mit Freiwilligen durchgeführt, um Feedback zur Nutzbarkeit zu erhalten. Die Erkenntnisse fließen in den weiteren Ausbau der Plattform dieses Jahr ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/./Screenshot-2.jpg&quot; alt=&quot;Screenshot&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-portal-als-arbeitstool&quot;&gt;Das Portal als Arbeitstool&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Neben der gezielten Aufbereitung der Inhalte ist es ein weiteres Ziel der Plattform, die Museen zur Verbesserung ihrer Metadaten (z.B. ansprechende Abbildungen, interessante Objektbeschreibungen und gute Verknüpfung zu Ereignissen und Schlagworten) zu motivieren. Es ist ein Schlagwort-Marathon geplant, in dem zusammen mit den Museen die Verschlagwortung zu bestimmten Themengebieten verbessert wird. Das schafft zugleich Aufmerksamkeit und Bewusstsein bei den Museen für das Thema allgemein und soll langfristig zu einer besseren Datenqualität führen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zudem sollen inhaltliche Fehlstellen aufgezeigt und gezielt angegangen, sowie Kooperationsprojekte gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurden hier sehr gute Erfahrungen mit regionalen Verbundprojekten gemacht. Über die Plattform brandenburg-sammelt.de können solche Verbundthemen nun noch besser präsentiert werden. So wird die Seite in diesem Jahr noch um ein Regionen-Modul ergänzt, in dem die Inhalte bestimmter Themen auf einer Karte strukturiert dargestellt werden können. Hiermit soll die Vernetzung der Museen und die Möglichkeit der Präsentation regionaler Verbünde ausgebaut werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/./VerwandteObjekte.png&quot; alt=&quot;Screenshot&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;mitmachen-und-unterstutzen&quot;&gt;Mitmachen und Unterstützen!&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Plattform versteht sich als ein gemeinschaftliches Projekt der Museen in Brandenburg, in dem die Ideen und Themenvorschläge aller Beteiligten gefragt sind. Nur wenn brandenburg-sammelt.de in der Bevölkerung bekannt ist, kann diese die Plattform auch aktiv nutzen. Auch hier sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Teilen Sie die Informationen und den Link zu brandenburg-sammelt.de daher gerne und geben Sie uns Feedback. Wir entwickeln die Seite dieses Jahr weiter und freuen uns über Ihre Rückmeldungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/./Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig.jpg&quot; alt=&quot;Screenshot&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>Hilfe zur Selbsthilfe: Sammlungscoachings in Sachsen</title>
        <published>2024-01-04T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2024-01-04T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>jjahn</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2024/01/04/sammlungscoachings-hilfe-zur-selbsthilfe/">&lt;p&gt;Neben den Ausstellungen haben auch die Depots vieler Museen ihren ganz eigenen Charme. Hier lagern oft weitere wichtige Objekten, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden. Einer der Gründe kann die fehlende Dokumentation der vorhandenen Objekte sein. Ein vollständiger Überblick über die hauseigene Sammlung wäre in Bezug auf eben jene Objekte zweifelsohne wünschenswert, jedoch ist die lückenlose Dokumentation der oftmals großen Menge an Objekten eine wahre Herkulesaufgabe. Ihre Bewältigung wird oftmals zusätzlich durch Umbrüche in der Arbeitsweise erschwert. Teilweise lösen Generationen von Museumsmitarbeitern mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Prioritäten einander ab. Auch Arbeitsmittel wandeln sich und so ersetzt die digitale Dokumentation immer weiter die analoge. Gerade kleinen Museen mit begrenzten Ressourcen erscheint es in solchen Fällen schwierig wieder zu einem guten und einheitlichen Standard aufzuschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch diese Herausforderung müssen sie nicht allein bewältigen: Um Sachsens nichtstaatliche Museen bei der Sammlungsdokumentation – insbesondere im Bereich der Digitalisierung – zu unterstützen, wurde 2019 das Projektteam Digitales Sammlungsmanagement an der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen in Leben gerufen. Ziel des Projektteams ist es, Museen bei der Erschließung, Verwaltung und Öffnung Ihrer Sammlung zu beraten und zu unterstützen. Um dies zu erreichen wurden und werden Handreichungen zu verschiedenen museumsfachlichen Themengebieten erstellt und Fortbildungen durchgeführt. Sowohl vor Ort als auch Online werden die Museen in Theorie und Praxis unterstützt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine besondere Form dieser Unterstützung bietet dabei das Sammlungscoaching. Diese Initiative bietet den Museen seit 2022 eine umfangreiche Möglichkeit zur Evaluation und gegebenenfalls Verbesserung Ihrer Sammlungsdokumentation. Dabei handelt es sich um ein langfristiges Beratungs- und Unterstützungsangebot, bei dem gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museen die Grundlagen einer professionellen Sammlungsverwaltung – vom Objekteingang bis zur Onlinepublikation – geschaffen wird. Das Erstellen einer Sammlungsgliederung, einer Sammlungsbeschreibung sowie einer Schreibanweisung für die verwendete Datenbank sind ebenso Bestandteil des Coachings wie das Anfertigen von hochwertigen Objektfotografien und die Onlinepublikation ausgewählter Bestände. Im Jahr 2023 konnte das Sammlungscoaching an sieben Museen erfolgreich umgesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projektteam Digitales Sammlungsmanagement möchte diese Plattform nutzen, um über Ergebnisse der Sammlungscoachings zu informieren und in unregelmäßigen Abständen über häufige Probleme der Dokumentationsarbeit und möglichen Lösungsansätzen zu berichten, die uns in unserer täglichen Arbeit begegnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle weiteren Informationen und Kontaktangaben zum Projektteam Digitales Sammlungsmanagement der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen finden Sie unter: &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://museumswesen.skd.museum/ueber-uns/projekte/projekt-digitales-sammlungsmanagement/&quot;&gt;https://museumswesen.skd.museum/ueber-uns/projekte/projekt-digitales-sammlungsmanagement/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>Digitalisierung im Wettermuseum Lindenberg - Bestandserhaltung und Vermittlung</title>
        <published>2023-11-23T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2023-11-23T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>ralf-kraak</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag von Ralf Kraak&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-wettermuseum-in-lindenberg-mark&quot;&gt;&lt;strong&gt;Das Wettermuseum in Lindenberg (Mark)&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 1905 wurde in Lindenberg (Mark) das Aeronautische Observatorium eröffnet. Damit nahm die Geschichte der Erforschung der freien Atmosphäre, der Aerologie, einen bedeutenden Aufschwung. Das Observatorium erlangte schnell weltweite Bedeutung. Viele grundlegende aerologische Entdeckungen und Entwicklungen gingen von hieraus um die Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Observatorium besteht noch bis heute. Es ist eines von nur zwei meteorologischen Forschungs-Observatorien in Deutschland. Der Trägerverein des Wettermuseums wurde 2006 gegründet, ein Jahr nach dem initialen Aufruf auf der 100-Jahr-Feier des Observatoriums. Schwerpunkte der Sammlungen sind historische Instrumente, Dokumente von historischen meteorologischen Ereignissen und meteorologische Fachliteratur, darunter viele Werke vergangener Jahrhunderte sowie Veröffentlichungen zur Geschichte der Meteorologie.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;digitalisierung-von-museumsgut&quot;&gt;&lt;strong&gt;Digitalisierung von Museumsgut&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Um möglichst vieles von dem zu zeigen, was sonst im Depot oder Archiv verborgen bleibt, haben wir uns entschlossen, museum-digital zu nutzen. Seit 2019 nutzt das Wettermuseum museum-digital, um Teile seiner Sammlung zu erfassen und online zu veröffentlichen. Highlights der Sammlung, die auf museum-digital eingesehen werden können sind beispielsweise:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;wp-block-group&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-group&quot;&gt;[Spendenmarken](https://brandenburg.museum-digital.de/objects?&amp;sv=luftfahrerdank) der 1913 gegründeten Luftfahrerdank GmbH. Sie dienten dazu, Geld für die Unterstützung Hinterbliebener von verunglückten Luftfahrern zu sammeln.
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/collection/208&quot;&gt;Eine Sammlung historischer Großdrachen&lt;/a&gt;, die in der Meteorologie von 1895 bis 1945 im Einsatz waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Originale historische &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/collection/3349&quot;&gt;Fotos aus den Photogrammetrischen Wolkenvermessungen&lt;/a&gt; von 1896/97.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/./1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-777x1024.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Ehrungsmarke für Reinhard Suering, Wettermuseum / CC BY-NC-SA&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/./1_26111549029-683x1024.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Lindenberger Normaldrachen, Wettermuseum/Juliane Werner CC BY-NC-SA&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/./1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1024x835.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Cirro-Stratus, Cumulus, Nr. 972, Wettermuseum/FH Potsdam Digitalisierungslabor CC BY-NC-SA&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben den Online-Sammlungen nutzen wir die Möglichkeit der Themen bzw. Online-Ausstellungen, um gezielt Themen aufzuarbeiten und auch einem digitalen Publikum verfügbar zu machen. So kann man in der Online-Ausstellung &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;amp;tid=2209&quot;&gt;„AEROARCTIC“&lt;/a&gt; zum Beispiel mehr über die Geschichte der Arktisfahrt des LZ 127 „Graf Zeppelin“ im Jahr 1931 und die Vorbereitungen dazu erfahren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-erforschung-des-luftmeeres&quot;&gt;&lt;strong&gt;Die Erforschung des Luftmeeres&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ganz aktuell ist das Themenportal &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?tid=2650&quot;&gt;„Die Erforschung des Luftmeeres“&lt;/a&gt; mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur entstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Themenportal stellt das Wettermuseum Telegramm- und Briefdokumente einer historischen Akte vor. Ergänzend werden historische Fotos und andere Abbildungen zur Veranschaulichung genutzt. Die Akte wurde im Meteorologisch-Magnetischen Observatorium in Potsdam angelegt und umfasst den Zeitraum von 1893 bis 1904. Sie befindet sich heute im Archiv des Wettermuseums. Die Dokumente befanden sich in einem fragilen und kritischen Zustand. So ging es im Rahmen des geförderten Projektes darum, durch Digitalisierung die Inhalte langfristig zu sichern sowie für Forschung und Vermittlung zugängig zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/./1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-747x1024.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;Registrierballonaufstieg am Windenhaus in Lindenberg; Wettermuseum / CC BY-NC-SA&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/./1_ballonmeteorograph-79907-443589-1014x1024.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;Registrierballon-Meteorograph im Weidenkörbchen; Wettermuseum / CC BY-NC-SA&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Mit der Online-Ausstellung soll das öffentliche Interesse an dieser einmaligen Entwicklungsphase in der Geschichte der Luftfahrt geweckt werden. Denn Brandenburg und Berlin waren damals bedeutende Akteure sowohl in der weltweiten Entwicklung der Luftfahrt, als auch in der Etablierung der Aerologie als neuer Forschungszweig in der Meteorologie. Bei den Dokumenten handelt es sich vor allem um Abstimmungen zu international koordinierten Ballonaufstiegen. Zwischen 1900 und 1904 sind insgesamt 46 solcher Aufstiege in der Akte dokumentiert, die zum Teil monatlich stattfanden. Mit diesen koordinierten Simultan-Aufstiegen versuchten die Aerologie-Pioniere, die Zustände und Vorgänge in der freien Atmosphäre über größeren Teilen der Nordhalbkugel gleichzeitig in Erfahrung zu bringen. Es wurde versucht, nach dem Muster des Netzes von meteorologischen Boden-Beobachtungsstationen, in der Höhe ein ähnliches Netz zu erstellen. Man hoffte, ein zusammenhängendes Bild von den Prozessen in der erdweiten Atmosphäre zu erhalten, um daraus Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, die auch Voraussagen möglich machen würden.&lt;/p&gt;
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        <title>Tech-Insides: Hinter den Kulissen einer AR-Anwendung</title>
        <published>2023-07-31T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2023-07-31T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Catherine Heyart</name>
        </author>
        
        <author>
          <name>Julien Letellier</name>
        </author>
        
        <author>
          <name>Katrina Rizakova</name>
        </author>
        
        <author>
          <name>Elisabeth Thielen</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/</id>
        
        <summary type="html"> Für die Sonderausstellung “Bühnenwelten. Eine immersive Ausstellung zu Bühnenmodellen” des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) sollte ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung entwickelt werden. Hier soll der Prozess der Anwendungsentwicklung geschildert werden.</summary>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/">&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;*Ein Beitrag von Catherine Heyart, Julien Letellier, Katrina Rizakova und Elisabeth Thielen*
&lt;p&gt;Die Forschungsgruppe INKA der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin arbeitet seit 1999 am Schnittpunkt zwischen Informatik und Kultur. INKA steht für Informations- und Kommunikationsanwendungen. Seit über 20 Jahren arbeitet die Gruppe in verschiedenen Drittmittelpro- jekten und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, wie Museen, Konzerthäusern und anderen Kultureinrichtungen. Der Fokus liegt auf dem Schaffen von innovativen Zugängen zu Kultur und kulturellen Inhalten unter der Verwendung moderner Technologien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beispielsweise entstand 2019 in Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg anlässlich der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung eine augmentierte Broschüre sowie augmentierte Postkarten, die 3D-Scans von Objekten verschiedener Brandenburger Museen zeigen. Daran anschließend sollte für die Sonderausstellung “Bühnenwelten. Eine immersive Ausstellung zu Bühnenmodellen” des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) (Februar - August 2022) ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung entwickelt werden. Grundlage der Anwendung waren die im Kleist-Museum vorhandenen Bühnenmodelle. Hier soll der Prozess der Anwendungsentwicklung geschildert werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;eingesetzte-technologien&quot;&gt;Eingesetzte Technologien&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zunächst musste über den Grad der Immersion entschieden werden: Sollen Nutzer:innen noch ihre direkte Umgebung sehen können (&lt;strong&gt;Augmented Reality - AR&lt;/strong&gt;) oder nicht (&lt;strong&gt;Virtual Reality - VR&lt;/strong&gt;)? Während man mit VR in eine andere Welt eintaucht, kann man bei AR noch zusätzlich die Realität und die analogen Bühnenmodelle erleben, während auf dem Bildschirm zusätzliche Inhalte angeboten werden. Wir entschieden uns für eine Augmented-Reality-Anwendung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Verwendung von Augmented Reality auf Mobilgeräten gibt es die Unterscheidung zwischen &lt;strong&gt;nativer App&lt;/strong&gt;, die aus einem entsprechenden Store heruntergeladen und installiert werden muss, und &lt;strong&gt;webbasiertes AR&lt;/strong&gt;, bei dem lediglich eine Website aufgerufen und dieser Zugriff auf die Smartphonekamera gewährt werden muss. Vorteile der nativen Anwendung ist, dass diese ohne Datenverbindung genutzt werden kann. Dagegen kann eine Web-AR-Anwendung ohne Installation einer App verwendet werden, benötigt dafür aber eine Internetverbindung. Da es für die Kataloganwendung und die Museumsanwendung unterschiedliche Anforderungen gab, wurden verschiedene Technologien genutzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Museumsanwendung wurde eine native Anwendung gewählt. Um Probleme mit zu alten oder unterschiedlichen Smartphone- und Betriebssystemversionen zu verhindern und auch die Nutzeroberfläche auf eine bestimmte Bildschirmgröße ausrichten zu können, wurden im Museum Geräte mit der Anwendung für die Besucher:innen zur Verfügung gestellt. Nutzer:innen können so alle dasselbe erleben, ohne vorher eine Anwendung über ihre mobilen Daten herunterladen zu müssen. Es kann zudem auf eine regelmäßige Ladung der Geräte geachtet werden und Nutzer:innen müssen nicht fürchten, durch die Kamera-intensive AR-Anwendung den Akku ihres eigenen Smartphones zu entleeren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Kataloganwendung wurde hingegen eine webbasierte Anwendung gewählt. Diese kann unabhängig von der Ausstellung verwendet werden. Im Katalog soll ein Einblick in die Bühnenmodelle nicht nur in Form von Text und Bild, sondern auch via Augmented Reality möglich sein. Beim Scannen der einzelnen Seiten sollen in AR korrespondierende Bühnenmodelle in 3D zu sehen sein. Die Anwendung soll schnell angewandt werden können, ohne einen aufwändigen Download vorab. Die Anwendung wurde so konzipiert, dass möglichst wenig mobile Daten verbraucht werden. So wurden auf den Seiten des Katalogs eher Modelle mit reduzierter Polygonanzahl verwendet.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;vom-analogen-buhnenmodell-zur-digitalen-erweiterung&quot;&gt;Vom analogen Bühnenmodell zur digitalen Erweiterung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun wurden von einigen Bühnenmodellen 3D-Modelle erstellt. Diese dienen dazu, Aspekte darzustellen, welche die Besucher:innen sonst nicht zu sehen bekommen würden. In einigen Fällen, wie z.B. im Kata- log, entsteht aus einem 2D-Bild mittels AR ein 3D-Modell, welches von unterschiedlichen Winkeln betrachtet werden kann. In der Ausstellung gibt es wiederum animierte 3D-Modelle, welche den Besucher:innen vorführen, wie sich die Bühnenmodelle während einer Vorführung verändern würden. Zur Umsetzung wurden die Techniken &lt;strong&gt;Box-Modellierung&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Photogrammetrie&lt;/strong&gt; genutzt.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image aligncenter size-full is-resized&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/./TechInsides_Bild4.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; title=&quot;1. Meshes 2. Faces 3. Edges 4. Vertices&quot; /&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Box-Modellierung&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Box-Modellierung eignet sich am besten für statische Objekte, wie zum Beispiel Architektur und Möbel. Mithilfe einer Software, in der einfache geometrische Grundformen platziert werden, erstellt man ein Modell. Die Geometrie eines solchen Objekts in einer 3D-Software wird Mesh genannt und ist unterteilt in einzelne Polygone (Vielecke), die wiederum aus Kanten und schließlich Punkten bestehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anhand eines Referenzbildes werden diese Polygone und deren Punkte mit unterschiedlichen digitalen Werkzeugen verändert – verformt, unterteilt oder verschoben –, bis schließlich die gewünschte Geometrie entsteht. Dieses Verfahren schafft viel Freiheit für Aussehen und Aufbau der Modelle. Sie können komplexe oder einfache Geometrien haben. In unserem Fall sind es bevorzugt kleine Datenmengen und unabhängige Teile, um diese später einzeln animieren zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Nachteil dieses Verfahrens ist der hohe Aufwand, da jedes Detail per Hand gebaut werden und auf viele Details geachtet werden muss, um fotorealistisch zu wirken. Während der Phase der Geometrieerstellung sind die Objekte noch farblos und werden anschließend texturiert - sie bekommen Farbe und Struktur. Hierzu werden unterschiedliche Bilder gesammelt und so Texturen erstellt. Sollen die Objekte animiert werden, müssen die zu animierenden Teile Frame für Frame – einzelne Bilder aus einer Animationssequenz – manipuliert werden. Spielt man diese Manipulationen später nacheinander ab, so entsteht eine flüssige Animation.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image aligncenter size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/./TechInsides_Bild3.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Photogrammetrie | Berechnung anhand von 1529 Fotos&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Photogrammetrie werden erst aus unterschiedlichen Winkeln ganz viele Fotos des Bühnenmodells gemacht, welche anschließend mittels einer photogrammetrischen Software zu einem 3D-Modell zusammengefasst werden. In diesem Prozess werden die Geometrie (d.h. die Form) und die Textur (d.h. die Farbe und Muster) gleichzeitig erstellt. Das Vorgehen mit Photogrammetrie hat den Vorteil, dass sehr detaillierte und realitätsgetreue Modelle entstehen. Diese Art von Modellen eignet sich deswegen gut dazu, ein Gefühl von Immersion zu vermitteln. Photogrammetrisch erstellte Modelle haben jedoch den Nachteil, dass es sich um eine einzige zusammenhängende Geometrie handelt und sie sich somit nicht gut dazu eignen, animiert zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;ausblick&quot;&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Aktuell ist für die Entwicklung der beschriebenen Anwendungen noch sehr viel technisches Know-How erforderlich. In den letzten Jahren hat es allerdings vermehrt Bestrebungen gegeben, diesen Prozess zu vereinfachen und auch Nutzer:innen ohne Programmierkenntnisse über ein Autorensystem zugänglich zu machen. Der Prozess ist vergleichbar mit der Erstellung einer einfachen persönlichen Website: Vor 20 Jahren war dies noch ein komplizierter Prozess, heutzutage kann jede:r mithilfe von Autorensystemen eigene Websites erstellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Verschiedene Prototypen solcher Autorensysteme wurden im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte der HTW Berlin bereits entwickelt und kontinuierlich erweitert. Die Augmentierungen im Katalog des Kleist-Museums können bereits durch Anwender:innen ohne Programmierkenntnisse zusammengestellt und getestet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anders sieht es jedoch bei der hier beschriebenen Ausstellungsanwendung aus. Diese bietet viele Interaktionen und Animationen, die sich bisher nur schwer ohne Programmierkenntnisse verwirklichen lassen. Eine wichtige Forschungsaufgabe besteht daher weiterhin in der Konzipierung von modernen Benutzungsschnittstellen und Werkzeugen für unterschiedliche Anwender:innen.&lt;/p&gt;
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        <title>Gemeinsam auf dem Weg in die digitale Welt - Ein Verbundprojekt der Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark</title>
        <published>2022-07-05T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-07-05T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Doris Patzer</name>
        </author>
        
        <author>
          <name>Arne Lindemann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag von Doris Patzer (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Arne Lindemann (Museumsverband Brandenburg)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Museumslandschaft des &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20201202072310/https://www.potsdam-mittelmark.de/nc/de/freizeit-tourismus/reisefuehrer/museen/&quot;&gt;Landkreises Potsdam-Mittelmark&lt;/a&gt; ist im brandenburgischen Vergleich eine besondere. Mit 43 Museen hat sie zum einen die höchste Dichte an Museen. Dabei handelt es sich zu knapp zwei Dritteln um vereinsgetragene Einrichtungen. Zum anderen sind die Museen sehr jung, meist aus ehrenamtlichem Engagement in den 1990er Jahren gegründet, und sie widmen sich weniger der breiten Lokalgeschichte, sondern sammeln oft zu Spezialthemen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Profilschärfung auf Landkreisebene&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 2020 haben sich 23 dieser Museen für ein Digitalisierungsprojekt zusammengetan. Initiator war der Landkreis, der schon seit vielen Jahren die Vernetzung der Museen in Potsdam-Mittelmark fördert und konzeptionelle Impulse setzt. Grundlage dafür ist die im Jahr 2011 entwickelte Museumskonzeption, die der Landkreis in Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg verfasste. Die Konzeption zielt darauf, auf Basis der Sammlungsbestände der Museen, übergreifende Schwerpunktthemen herauszuarbeiten, um das museale Profil der Museumslandschaft zu schärfen und Potenziale für eine abgestimmte Weiterentwicklung der Sammlungen zu schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./Jerusalemraum_blau-1024x681.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./3-Reckahn_-_Herrenhaus_08.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./Spargelmuseum2_2018-1024x576.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./Loewig-Haus-3_1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;1) Bischofresidenz Burg Ziesar; 2) Rochow-Museum Reckahn; 3) Spargelmuseum Beelitz; 4) Roger-Loewig-Haus Bad Belzig (© Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Dafür wurden die vielfältigen Spezialthemen der Museen zu den Schwerpunkten: „Kreativität in der Region“, „Zuhause und unterwegs“, „Grenzüberschreitungen und Mobilität“, „Obst- und Gemüsegarten vor den Toren der Großstadt“ und „Landmarken“ gebündelt. Mit der Digitalisierung von Teilbeständen aus den Museen sollte nun diese Museumskonzeption fortgeschrieben werden. Finanziert wurde das Projekt über die Digitalisierungsförderung des &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/&quot;&gt;Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur&lt;/a&gt;. Antragsteller und Koordinator des Projekts war der Landkreis, der bei der Durchführung vom Museumsverband Unterstützung erhielt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vom Auftaktworkshop in die Praxis&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt startete mit einem ganztägigen Workshop, auf dem diskutiert wurde, ob die 2011 benannten Schwerpunktthemen weiterhin Gültigkeit besitzen bzw. welche Themen hinzugekommen sind oder an Relevanz verloren haben. Dann ging es darum, dazu aussagekräftige Objekte aus der eigenen Sammlung zu identifizieren. Dies war ein nicht immer leichtes Unterfangen, galt es doch, Allgemeines auf Konkretes herunterzubrechen. Letztendlich benannte jedes Museum fünf bis zehn Objekte, die es zu digitalisieren und für die Veröffentlichung vorzubereiten galt. Ein Kurzseminar führte im Rahmen des Auftaktworkshops in die Grundlagen der Objektfotografie ein. Ein kleiner Schreibworkshop beschäftigte sich mit der Frage, wie ein griffiger Objekttext für das Internet aussieht.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./1656059291728-1024x768.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Auftaktworkschop zum Projekt im Februar 2020 in Werder (Havel), CC0&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darüber hinaus erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://nat.museum-digital.de/&quot;&gt;Museumsportal museum-digital.de&lt;/a&gt;, in das die Objektbilder- und Daten eingepflegt werden sollten. Hier ging es darum, welche Metadaten und Bildformate für die Objektpräsentation erforderlich sind. Bei der praktischen Umsetzung, die ungefähr ein halbes Jahr in Anspruch nahm, unterstützten Expertinnen und Experten die Museen: bei der Objektfotografie die Fotografin Kerstin Weßlau (Langerwisch) und der Fotograf Wolfgang Lorenz (Lehnin) sowie bei der Erstellung der Objektdaten und -texte die Digitalisierungsfachfrau Anja Schnapka (Potsdam). Letztendlich wurden knapp 200 Objekte digitalisiert und in &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/&quot;&gt;museum-digital&lt;/a&gt; erfasst.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1024x842.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Ölgemälde “Blick auf Baumgartenbrücke” von Hannah Schreiber-de Grahl, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62571&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Museum der Havelländischen Malerkolonie / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1024x950.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Anker für Vakuum-Strangpresse, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=60914&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Ziegeleimuseum Glindow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-1024x653.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Tafelgemälde zur Gründung des Klosters Lehnin (Siboldlegende), &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61194&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin Museum im Zisterzienserkloster Lehnin / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./pferdemoorschuh-44023-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Pferdemoorschuh, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59145&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./ruebenpresse-44026-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Zuckerrübenpresse, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59148&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1024x682.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Berlinfahrkoffer von “Emilie Schultze”, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=60954&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Stadtmuseum Werder (Havel) +++IN PLANUNG+++ / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1024x819.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Stacheldraht vom Grenzgebiet mit Papierblume, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62756&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Museumsprojekt Kleinmachnow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-1024x758.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Schmetterlingskasten, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61780&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Schulmuseum Reckahn / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-800x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Schumacherwerkzeug, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59668&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Heimatmuseum der Stadt Ziesar / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-898x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Flach-Halbwebstuhl, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62584&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Handweberei „Henni Jaensch-Zeymer“ / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./einsteins-sommerhaus-45452-1024x668.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Zeichnung Einsteins Sommerhaus, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62064&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Initiativkreis Albert-Einstein-Haus Caputh e.V. im Bürgerhaus Caputh / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./portraetbild-christian-morgenstern-44905-767x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Portraitbild Christian Morgensternvon Anna Gestrich, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61258&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Christian Morgenstern Literaturmuseum / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./kugelwaschmaschine-45665-682x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Kugelwaschmaschine Scando, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62502&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Heimatmuseum Stadt Teltow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/./gemaelde-maerkische-landschaft-44864-1024x816.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Gemälde Märkische Landschaften von Roger Loewig, &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61149&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Herkunft/Rechte: Wolfgang Woizick / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)&lt;/a&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gemeinsame&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Online-Ausstellung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Abschluss des Projekts bildete die digitale Ausstellung „&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;amp;tid=1024&quot;&gt;Posthorn, Pinsel, Prinzenapfel – Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark&lt;/a&gt;“. Die mit dem Ausstellungsmodul von museum-digital erstellte Schau führt die digitalisierten Objekte unter den vorher miteinander diskutierten Schwerpunktthemen zusammen. Auf diese Weise ist eine pointierte Gesamtschau zur Geschichte des Landkreises entstanden, die die Vielfalt der Museen abbildet aber auch gleichzeitig den einzelnen Museen Raum gibt, sich selbst zu präsentieren. Positiver und gewollter Nebeneffekt ist, dass durch die gemeinsame Präsentation die Sichtbarkeit der Museen im Internet gefördert wird. Die Ausstellung kann zukünftig mit neuen Themen und Objekten erweitert werden. Sie ist damit ein stets aktuelles Abbild der lebendigen Museumslandschaft Potsdam-Mittelmark.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>Archivalien zur Industriegeschichte digitalisieren und sichtbar machen</title>
        <published>2022-06-23T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-06-23T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Arne Lindemann</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag des Museumsverbands des Landes Brandenburg e. V.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Land Brandenburg ist ein Land der Industriekultur. Zahlreiche Technik- und Industriemuseen, aber auch Stadt- und Regionalmuseen, erzählen in ihren Ausstellungen und museumspädagogischen Angeboten über die industrielle Entwicklung des Landes seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben eindrucksvollen Denkmälern und Objekten, bewahren die Museen oft umfangreiche archivalische Bestände der brandenburgischen Industriegeschichte. Hierzu gehören Dokumente, Briefwechsel, Fotos, Konstruktionspläne, Brigadetagebücher, Filme, Töne usw..&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mehr als 6500 digitalisierte Archivalien&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine erste zusammenfassende &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Publikationen/Schriftgut_Technik_2012_End.pdf&quot;&gt;&lt;strong&gt;Übersicht zu den Beständen von 20 Museen&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; gab der Museumsverband im Jahr 2012 heraus. Diese Übersicht bot einen ersten Einblick in die Vielfalt und den Umfang der Überlieferung, zeigte aber auch, dass die archivgerechte Ordnung und Strukturierung der Bestände, ihre sachgerechte Lagerung sowie ihre Erfassung noch in den Anfängen steckte. In den folgenden Jahren bemühten sich die Museen punktuell um eine Verbesserung der Lage. Damit die Archivalien aber langfristig erhalten, sichtbar und nutzbar sind, fehlt nach wie vor in vielen Museen die archivgerechte Ordnung, Strukturierung und digitale Erfassung der Bestände sowie eine flächendeckende Übersicht darüber, zu welchen Industriezweigen und Betrieben eine Überlieferung in den Museen vorhanden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das im Jahr 2021 vom Museumsverband Brandenburg durchgeführte Verbund-Digitalisierungs-Projekt „Industriearchive digitalisieren und sichtbar machen“ hat hierfür nun eine nachhaltige Basis geschaffen. An dem Projekt beteiligten sich 21 Museen. Es wurden über 6500 Archivalien digitalisiert sowie neue Features für die Erfassung, Präsentation und Datenweitergabe von Archivalien in &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de&quot;&gt;museum-digital.de&lt;/a&gt; entwickelt und implementiert sowie eine Visualisierung der Archivalien mit dem &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://vikusviewer.fh-potsdam.de/&quot;&gt;Vikus-Viewer der FH-Potsdam&lt;/a&gt; veröffentlicht. Darüber hinaus fand für die Projektteilnehmer*innen ein Workshop zum Umgang mit Archivalien statt. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://bb-wa.de/&quot;&gt;Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv&lt;/a&gt; und der Landesfachstelle für &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.fh-potsdam.de/hochschule-karriere/organisation/assoziierte-einrichtungen/landesfachstelle-archive-und-oeffentliche-bibliotheken-brandenburg&quot;&gt;Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg&lt;/a&gt; durchgeführt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Digitalisierung&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die archivalische Überlieferung zur brandenburgischen Industriegeschichte in den Museen ist sehr heterogen. Dies bezieht sich sowohl auf den Umfang als auch auf die Bestandsart, die von großformatige Plänen und Karten über Flyer und Kataloge, gebundenes Schriftgut wie Musterbücher, Betriebschroniken oder Brigadetagebücher, Fotografien, Betriebszeitschriften bis hin zu Videos und Tönen reicht. Ziel des Projekts war es, möglichst jede Bestandsart exemplarisch zu digitalisieren, was auch gelungen ist. Ein Schwerpunkt stellten dabei Karten und Pläne dar, die wegen ihrer meist großen Formate Museen bei der Digitalisierung vor Probleme stellen.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./0029-1024x741.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Technische Zeichnung, Stahlgittermast (Mast 17) auf dem Funkerberg Königs Wusterhausen, Sende und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen, CC BY-NC&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./lfc0007-1024x737.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./pwb0003-1024x649.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;1) Technische Zeichnung, Rückspiegel eines Motorollers, VEB Industriewerke Ludwigsfelde, Museum für Stadt und Techik Ludwigsfelde, CC BY-NC-SA; 2) Bauplan, Zweiflammrohrkessel, VEB Brauerei und Hefefabrik Pritzwalk, Museumsfabrik Pritzwalk, CC BY-NC&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Die Digitalisierung wurde in der Regel über externe Fachfirmen organisiert. Zwei Museen realisierten die Digitalisierung hausintern. Bei der Patentpapierfabrik Hohenofen lagen bereits Digitalisate von teilweise stark beschädigten Plänen vor, deren Lesbarkeit durch die Schäden (dunkle Auflagerungen, Falzmarken, Deformationen und Verfärbungen) stark beeinträchtigt war. Exemplarisch wurde hier erprobt, wie solche Pläne digital wieder aufbereitet werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neue Funktionen in museum-digital&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Plattform &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://nat.museum-digital.de/&quot;&gt;museum-digital.de&lt;/a&gt; hat sich inzwischen als der zentrale Präsentationsort von Kulturgut brandenburgischer Museen entwickelt. Immer mehr Museen entschließen sich außerdem dazu, museum-digital auch als Inventarisierungssoftware zu nutzen. Der Fokus der Plattform auf museale Objektbestände machte bisher die Erfassung und Präsentation archivalischer Bestände schwierig, vor allem wenn es um die Gliederung von Beständen (Tektonik), das Erfassen zusammenhängender Konvolute oder die Präsentation mehrseitigen Schriftguts ging. Im Zuge des Projekts konnte museum-digital in diese Richtung weiter ertüchtigt werden. Zum einen ist es nun mit der Hierarchisierung von Sammlungen möglich Tektoniken abzubilden. Eine neue Funktion ermöglicht das Verschlagworten von Sammlungen, womit eine &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://ex.musdig.org/industriearchive-brandenburg&quot;&gt;museumsübergreifende Auflistung von Archivbeständen in einer Art Findbuch&lt;/a&gt; möglich ist.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1024x461.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;“Findbuch” zur Industriegeschichte Brandenburgs auf museum-digital&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum anderen wurde mit &lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/03/16/iiif-und-museum-digital/&quot;&gt;Mirador ein IIIF-Viewer implementiert&lt;/a&gt;, der das „Durchblättern“ &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=92951&quot;&gt;mehrseitiger Dokumente&lt;/a&gt; wie z. B. Betriebszeitungen, Musterbücher, gebundene Betriebschroniken oder anderes mehrseitiges Schriftgut am Bildschirm wesentlich komfortabler macht.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1024x473.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Mirador-Viewer&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit zukünftig Daten an das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.archivportal-d.de/&quot;&gt;Archivportal-D&lt;/a&gt; weitergegeben werden können, können Daten aus museum-digital nun im passenden Format ausgegeben werde. Eine EAD-Schnittstelle folgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Visualisierung mit dem Vikus Viewer&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Präsentation archivalischer Bestände erscheint auf Grund des meist unspektakulären Erscheinungsbilds der Archivalien wenig attraktiv. Mit dem vom UCLAB der FH-Potsdam entwickelten &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://vikusviewer.fh-potsdam.de/&quot;&gt;Vikus Viewer&lt;/a&gt; existiert seit 2018 eine &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://github.com/cpietsch/vikus-viewer&quot;&gt;Open Source-Lösung&lt;/a&gt;, die hier Abhilfe schafft. Ein Teil der im Projekt digitalisierten Bestände (550 Digitalisate) wurde mit dem &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://industriearchive.museen-brandenburg.de&quot;&gt;Vikus Viewer visualisiert&lt;/a&gt;. Die chronologisch geordneten Archivalien lassen sich hier intuitiv nach Schlagworten (Orten, Industriezweigen, Bestandsart) filtern und das alles in sehr ansprechender Art und Weise.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1024x576.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1024x576.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/./Screenshot-2022-06-23-at-15-26-22-museumsverband-1-1024x576.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ausblick&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Verbund-Digitalisierungsprojekte des Museumsverbands sollen Grundlagen für eine eigenständige Bestandsdigitalisierung in den Museen schaffen. Ein wesentliches Element des Industriearchive-Projekts war neben der exemplarischen Digitalisierung der Teilbestände die Erstellung der Gutachten zur Bestandsentwicklung, aus denen bereits erste neue Förderprojekte hervorgegangen sind. Die digitalisierten Bestände sind bei museum-digital erfasst und speisen bereits das digitale „Findbuch“ zur Industriegeschichte Brandenburgs auf museum-digital. Die Museen sind eingeladen, weitere zu diesem Thema gehörende Bestände zu digitalisieren und das Findbuch sukzessive zu erweitern. Auch der Vikus Viewer ist nicht als abgeschlossenes Projekt gedacht. Weitere Bestände können hier mit Unterstützung des Museumsverbands hochgeladen werden mit dem Ziel, einen repräsentativen Querschnitt über die Archivbestände zur Industriegeschichte in brandenburgischen Museen zu zeigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/pwb0003-1024x649-1.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>Objektfotografie (Folge 4) - Reproduktion von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien usw.</title>
        <published>2022-06-07T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-06-07T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Arne Lindemann</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In unserem vierten Filmmodul erklären wir, wie Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Drucke und Fotografien reproduziert werden können. Das Aufnahmewerkzeug ist eine digitale Kamera mit Standard- oder moderaten Teleobjektiv, das möglichst auch eine Makrofunktion hat. Eine Festbrennweite ist dabei immer einem Zoom vorzuziehen. Wichtig ist, dass das Objektiv wenig bis gar nicht verzeichnet, also gerade Linien auch am Rand der Aufnahme gerade und nicht kissen- oder tonnenförmig wiedergegeben werden. Fotografiert wird mit Blende 8 bis 11, damit alles bis in die Ecken scharf gezeichnet wird. Weiteres Zubehör: Staffelei, Reprosäule oder Aufhängung an einer Wand, Wasserwaage, Drahtauslöser,&lt;br /&gt;
Papierunterlage, 2 Stative, 2 Blitz- oder Dauerlichtlampen, Belichtungsmesser, Farbkarte.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio&quot;&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-embed__wrapper&quot;&gt;https://youtu.be/qA0354jtvdo &lt;/div&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Positionierung des Bildes:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Das Gemälde muss parallel zur Kamera an die Wand gehängt oder auf eine Staffelei gestellt werden, deren Stehwinkel auf 90° gestellt werden kann. (Alternativ kann ein kleines Gemälde auch auf den Fuß einer Reprosäule gelegt werden. Dazu später mehr.) Dabei muss darauf geachtet werden, dass links und rechts ausreichend Platz für die Beleuchtung vorhanden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Die Beleuchtung:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es können Blitz- oder Fotolampen verwendet werden. Vor- und Nachteile: Blitzlicht ist in der Regel ein »sauberes« Licht, genauso Halogenlicht, das korrekte Farben erzeugt. Billige LED Lampen sind nicht zu empfehlen, da sie Farben falsch wiedergeben könnten. Bei der Verwendung von Fotolampen ist ein stabiles Stativ wichtig, damit die Reproduktionen bei längeren Belichtungen scharf werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lichtwinkel 45°: Wir bauen zunächst zwei Blitzköpfe mit Reflektoren (oder Fotolampen) auf, die genau im 45° Winkel zu dem Gemälde stehen müssen. Wichtig ist dabei, dass sie genügend Abstand vom Bild haben, damit das Bild gleichmäßig beleuchtet wird. Es sollten mindestens 150 - 200 cm Abstand sein. Der 45° Winkel entsteht, wenn von der Bildmitte z.B. 200 cm je nach rechts und nach links gemessen wird und dann im 90° Winkel der gleiche Abstand nach vorne. Dort werden die Lampen dann idealerweise aufgestellt.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/./Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lampenhöhe auf Bildmitte: Dann messen wir die (vertikale) Höhe der Bildmitte vom Boden aus, bringen unsere Lampen auf die gleiche Höhe und stellen sie horizontal ins Wasser (mit Hilfe einer Wasserwaage oder nach Augenmaß). Idealerweise ist die Mitte des Leuchtmittels oder der Blitzröhre dann genau auf Höhe der Bildmitte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kontrolle: Die richtige Postion der Beleuchtung kann von der Mitte des zu reproduzierenden Bildes aus&lt;br /&gt;
kontrolliert werden, indem wir von dort aus je zu einer Lampe schauen. Das Leuchmittel/die Blitzröhre sollte sich idealerweise in der Mitte des Reflektors befinden. Minimale Abweichungen sind nicht schlimm, aber je genauer alles eingestellt ist, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung des Gemäldes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Belichtungsmessung:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Steht das Licht in der korrekten Höhe mit dem richtigen Abstand und Winkel, messen wir an allen vier&lt;br /&gt;
Ecken des Bildes mit einem Blitzbelichtungsmesser, ob das Bild tatsächlich gleichmäßig beleuchtet wird.&lt;br /&gt;
Das Licht sollte überall gleich stark sein (Abweichungen von einer 1/10 Blende sind ok). Der Blitz wird dabei so eingestellt, dass wir in der Basis ISO (in der Regel 100 ISO) mit Blende 8 - 11 fotografieren können. Bei Dauerlicht (Fotolampen) wird die Belichtungszeit so gewählt, dass wir in der Basis ISO auf einen Blendenwert zwischen Blende 8 und 11 kommen. Sind die Fotolampen identisch (gleiche Wattzahl) oder die beiden identischen Blitzlampen ggf. auf die gleiche Lichtstärke eingestellt, kann auf eine Belichtungsmessung verzichtet werden. Die ideale Belichtung können wir dann dem Histogramm entnehmen. (Filmtutorial #2)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Kamera aufbauen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Kamera wird auf einem Stativ befestigt und parallel und zentral zum Bild gestellt. Dabei hilft meist ein Zollstock oder eine Linie im Bodenbelag sowie die eingebaute Wasserwaage in der Kamera. Wir bringen die Kamera also parallel (zum Gemälde), mittig und möglichst formatfüllend in Position. Die vorher gemessene Mitte des Gemäldes befindet sich auf gleicher Höhe wie das Objektiv der Kamera. Alle Linien vom Rand des Gemäldes verlaufen parallel zum Sucherbild der Kamera. Manchmal befinden sich Gemälde auch in verzogenen Rahmen, dann muss dies vermittelt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Fotografieren:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
(a) Neben das Bild legen wir eine Farbkarte oder/und Graukarte. Noch besser ist es, diese ganz mittig auf&lt;br /&gt;
dem Bild zu positionieren, um den Weißableich zu ermitteln. (Dazu später mehr.) Nachdem alles eingestellt ist, lösen wir die Kamera auf den gemessenen Einstellungen aus und fotografieren dabei möglichst im RAW Modus, da nur hier der Weißabgleich am Computer eingestellt werden kann. Bei Kunstlicht ist es unbedingt nötig den Selbstauslöser oder einen Fernauslöser zu verwenden, da das Bild nicht verwackeln darf.&lt;br /&gt;
(b) Wir belichten zur Sicherheit auch eine halbe oder drittel Blende über und unter dem gemessenen Wert.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/./Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Die Farbkarte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Hier abgebildet ist eine standardisierte Farbkarte, die wir bei der Reproduktion mitfotografiert haben, um&lt;br /&gt;
eine Referenz für die richtigen Farben und die richtige Helligkeit zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Helligkeit: Wir können anhand der Karte feststellen, ob unsere Reproduktion richtig belichtet wurde.&lt;br /&gt;
Dazu wählen wir von unseren drei Belichtungen die aus, die der Helligkeit der Karte am ehesten entspricht. Am besten ist dies auf der Farbkarte am rechten unteren Schwarzton und dem dunklen Braunton daneben zu erkennen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weißabgleich: Wir sehen unten links unsere Reproduktion mit dem automatischen Weißabgleich der Kamera. Das Bild hat einen Cyan Stich. Wenn wir nun wie empfohlen im RAW Modus fotografiert haben, können wir im RAW Entwickler (Photoshop, Lightroom etc.) mit der Pipette im Entwicklungs- oder Grundeinstellungsmodul einen benutzerdefinierten Weißabgleich durchführen. Dafür gehen wir mit der Pipette auf das weisse Feld der Farbkarte und erhalten so einen neutralen Weißabgleich. Das rechte Bild ist jetzt farbneutraler, der Cyanstich ist verschwunden. Es gibt auch spezielle Graukarten, die nur für den Weißabgleich verwendet werden können und noch genauer sind.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/./Lenin.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;Abbildung: Günther Brendel, Lenin, 1968/70 (Öl auf Hartfaser) Maße: 84.0 x 59.0 cm&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir sehen hier, wie sich die Werte von Temperatur und Tonung des RAW Bildes zwischen dem automatischen und dem manuellen Weißabgleich verändert haben. Für einen noch präziseren Weißabgleich sollte die Farbkarte mittig über das Gemälde gehalten werden. Der dort ermittelte Weißabgleich wird dann auf die nachfolgenden Aufnahme übertragen. Er besteht aus den oben angezeigten Werten aus Temperatur und Tonung, kann kopiert oder auch manuell übertragen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Das Kameraprofil&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Jede Kamera hat hinterlegte Farbprofile, die u.a. die Sättigung und den Kontrast des Bildes beeinflussen.&lt;br /&gt;
Wir empfehlen, möglichst immer das herstellereigene Standard Profil auszuwählen. In der Regel kann das auch noch nach der Aufnahme im Entwicklungsmodul eingestellt werden. Die Profile von Adobe sind bezüglich der Farbtreue den Profilen von Nikon, Fuji und Canon unterlegen. Empfehlenswert sind folgende herstellerabhängige Einstellungen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Nikon Kamera Standard&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Fuji PROVIA/Standard&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Canon Camera Standard&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Reproduktion von Aquarellen/ Zeichnungen und Drucken/Fotografien mit einer Reprosäule&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Positionierung des Bildes:&lt;br /&gt;
Alles was sich auf losen Blättern befindet muss zum Reproduzieren liegen. Um diese »Flachware« zu reproduzieren, eignet sich eine Reprosäule. Die Reprosäule sollte zu beiden Seiten genug Platz für die Beleuchtung haben. Wir legen das Bild auf das Grundbrett der Reprosäule, das wir zuvor mit einem neutralen Karton abdecken können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. Die Beleuchtung:&lt;br /&gt;
Auch hier sollte das Bild mit Licht aus einem Winkel von 45° beleuchtet werden. Die Lampen werden in einem Abstand von z.B. je 150cm von der Bildmitte gemessen links und rechts der Reprosäule aufgestellt. Dann bringen wir die Lampen auf eine Höhe von 150 cm und schwenken sie im 45° Winkel Richtung Bild. Dazu kann eine Wasserwaage mit 45° Anzeige verwendet werden oder alles auf Sicht eingestellt werden. Siehe auch Kontrolle auf Seite 2.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. Belichtungsmessung: (siehe Seite 2)&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/./Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4. Kamera aufbauen:&lt;br /&gt;
Die Kamera wird an der Reprosäule so angebracht, dass sie genau im Wasser steht. Dafür halten wir eine&lt;br /&gt;
Wasserwaage über den gesamten Filterring des Objektivs und messen einmal von links nach rechts in der&lt;br /&gt;
Achse des Lichts und dann von vorne nach hinten. Zur Kontrolle sollte auch das Grundbrett der Reprosäule mitgemessen werden. Steht die Reprosäule auf einer schiefen Fläche und die Wasserblase der Waage ist nicht ganz mittig in der Libelle, muss die Kamera daran angepasst werden. Dabei helfen meist die Markierungen der Libelle. Die Kamera wird außerdem so eingestellt, dass die Reproduktion wieder möglichst formatfüllend aufgenommen werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;5. Fotografieren: (siehe Seite 2)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;6. Die Farbkarte (siehe Seite 2-3 und unten)&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/./Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/lenin2.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>Der romantische Blick auf die Mühle. Digitalsierung eines Objektkonvoluts einer mühlenbegeisterten Sammlerin.</title>
        <published>2022-06-02T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-06-02T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Alexandra Majorov</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag von Alexandra Majorov für die Historische Mühle von Sanssouci, Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zum UNESCO-Weltkulturerbe der Parks und Schlösser gehörende &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.historische-muehle-potsdam.de/&quot;&gt;Historische Mühle von Sanssouci&lt;/a&gt; betreibt die &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.historische-muehle-potsdam.de/&quot;&gt;Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.&lt;/a&gt; im Auftrag der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.spsg.de/startseite/&quot;&gt;Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)&lt;/a&gt;. Aufgabe des Vereins ist es, historische Mühlen als technisches Kulturgut zu erhalten sowie Mühleneigentümer fachlich zu vertreten und zu beraten. Hierzu gehört die Weitergabe von handwerklichem Wissen und Fertigkeiten im Umgang mit historischen Mühlen unterschiedlicher Nutzungsarten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben den technischen Gegenständen besitzt die Mühlenvereinigung seit Sommer 2020 ein Konvolut an kulturhistorischen Gegenständen, die zum größten Teil aus dem Besitz einer mühlenbegeisterten Berlinerin stammen. Die verschiedenen Objekte bilden die Mühle jenseits ihrer Funktion als Maschine und der damit verbundenen harten Arbeit ab. Die Mühle wird als Landschaftselement mit einem verklärten Blick gesehen. Das idyllische Bild eines ländlichen Lebens entsteht und spiegelt die Faszination von Mühlen wider.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./a_Fotos-1_Durchbruchschale-mit-Historischer-Muehle-1024x660.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./a_Fotos-2_Becher-mit-Fotografie-der-Historischen-Muehle-von-Max-Baur-964x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./a_Fotos-3_Eckige-Sammeltasse-mit-Historischer-Muehle-1024x743.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;1) Durchbruchschale mit Historischer Mühle, 2) Becher mit Fotografie der Historischen Mühle von Max Baur, 3) Eckige Sammeltasse mit Historischer Mühle&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Als die Historische Mühle im Herbst 2020 coronabedingt geschlossen werden musste, startete das Digitalisierungsprojekt zu den romantischen Mühlenobjekten. Die neuen Gegenstände wurden fotografiert und in &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/collection/3386&quot;&gt;museum-digital.de&lt;/a&gt; eingepflegt, um auch bei geschlossenem Museum einen Einblick in die komplette „Romantik-Sammlung“ zu geben. Eine Auswahl des Konvoluts wird seit der Wiedereröffnung im Frühjahr 2021 in der kulturgeschichtlichen Abteilung des Mühlenmuseums ausgestellt. Zusätzlich können Besucher:innen die &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?tid=1847&quot;&gt;Online-Ausstellung „Romantischer Blick auf die Mühlen“&lt;/a&gt; und die Sammlung über einen QR-Code bei museum-digital einsehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die meisten der Objekte entstammen einer touristischen Massenproduktion, die an die Vorstellung aus der Zeit der Romantik anknüpft. Die handwerkliche Mühle in ländlicher Idylle ist das Thema, das Klischees bedient und sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Musik und der Literatur seit dem 19. Jahrhundert mit der Mühle in Verbindung gebracht wird. Die Mühle wird nicht als Maschine gezeigt und ist ohne einen Ortsbezug.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./b_Fotos-2_Magnet-mit-Segelwindmuehle-Menorca-1024x818.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./b_Fotos-3_Kokerwindmuehle-mit-gelben-Fluegeln-732x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;1) Galeriewindmühle in sommerlicher Landschaft, 2) Magnet mit Segelwindmühle Menorca, 3) Kokerwindmühle mit gelben Flügeln&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Als Archetypus erscheinen Holländer- und Bockwindmühlen. Gelegentlich sind es Galerieholländermühlen, bei denen für die Bedienung des Sterzes bzw. zum Erreichen der Mühlenflügel eine Galerie dient.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bockwindmühle ist entwicklungsgeschichtlich der älteste Mühlentyp im europäischen Raum. Hier sitzt der gesamte Mühlenkörper auf dem Bock und wird mit Hilfe des Sterzes komplett um die eigene Achse in den Wind gedreht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die abgebildete Segelwindmühlen aus dem Mittelmeerraum bilden eine eigene Kategorie der Souvenirs, die die Sehnsucht nach der Ferne und dem Süden darstellte. Sie sind in Griechenland, Spanien, Portugal und Nordafrika verbreitet, wo der konstanten Küstenwinde kein Drehen der Flügel nötig ist.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel-1018x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./c_Fotos-3_Eckiger-Aschenbecher-mit-Galeriehollaendermuehle-in-Aurich-1024x1007.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;1) *Bockwindmühle „Viktoria“, 2) Segelwindmühle mit Mann und Esel. 3) Eckiger Aschenbecher mit Galerieholländermühle in Aurich*&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Auffällig sind die Farben des Mühlensouvenirs, die häufig in blau und weiß gehalten sind. Das sogenannte „Delfter Blau“ wird seit dem 17. Jahrhundert in der Stadt Delft (Provinz Südholland zwischen Den Haag und Rotterdam) hergestellt. Es handelt sich um Töpferware, die eine günstigere Version des echten chinesischen Porzellans darstellen sollte. Delfter Ware wird aus Ton gefertigt, der nach dem Brennen mit einer Zinnglasur überzogen wird. Obwohl es kein echtes Porzellan ist, erlangte Delfter Ware unnachahmliche Beliebtheit. Zwischen 1600 und 1800 war Delft einer der wichtigsten Steingut-Produzenten in Europa – die Delfter Ware war beliebt und wurde von reichen Familien auf der ganzen Welt gesammelt.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./d_Fotos-1_Hollaendermuehle-mit-drehbaren-Fluegeln-768x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./d_Fotos-2_Kerzenstaender-mit-Hollaendermuehle-768x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-768x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;*1) Holländermühle mit drehbaren Flügeln, 2) Kerzenständer mit Holländermühle, 3) Vase mit drei Paar-Darstellungen von Mühlen*&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der Flügelstellung im Mühlensouvenir wohl hinter das ästhetische Erscheinungsbild tritt. Nach alter Tradition der Mühlensprache kann der Müller durch Stellung der Flügel im ruhenden Zustand verschiedene Aussagen treffen, auch wenn die einzelnen Signalvereinbarungen je nach Ort stark voneinander abweichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die in den Objekten überwiegende Schere im Andreaskreuz entspricht der Aussage: „Die Mühle ist nicht betriebsbereit.“ Diese Flügelstellung ohne Segel hatte bei einem heraufziehenden Gewitter den praktischen Zweck, die Gefahr von Blitzeinschlägen zu minimieren. Die senkrechte Stellung bedeutet bei Flügeln ohne Segeln eine lange Arbeitspause oder das Ende der Tagesarbeit. Waren die Segel in der senkrechten Stellung mit Tuch bespannt, signalisierte der Müller fehlendes Mahlgut; ein möglicher Kunde konnte sofort bedient werden.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;*1) Mühle mit Kirche und Segelschiffen, 2) Galeriewindmühle in idyllischer Bauernszene, 3) Düppeler Galeriemühle*&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Trivialisierung und Reduzierung des Mühlenhandwerks reihen sich die Sammlungsobjekte in die Kategorie des Souvenirs ein. Der Begriff – aus dem Französischen ‚se souvenir‘: „sich erinnern“ – bürgerte sich erst im 19. Jahrhundert als Synonym für Reiseandenken ein. Ihren Ursprung haben die Reisemitbringsel bei den Pilgern und Kaufleuten im Mittelalter, als Reisen viele Gefahren in sich barg. Sie brachten Steine, Wässerchen oder Öle von heiligen Orten mit sich. Wer es sich leisten konnte, kaufte kostbare Reliquien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kunstgegenstände und Bücher brachten die europäischen Adligen von ihren Bildungsreisen seit dem 16. Jahrhundert für ihre Sammlungen mit. Erst der technische Fortschritt ermöglichte die Entwicklung des internationalen Tourismus: Der Grundstein für die Reiseleidenschaft der Gesellschaft wurde mit der Eisenbahn, später dann mit dem Auto und dem Flugzeug gelegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das hatte Auswirkung auf die Reiseandenken. Sie wurden zur Massenware, bei der die Preise und somit der Materialwert der Erinnerungsstücke sanken. Die stilisierten Andenken reduzieren den Ort auf das vermeintlich Charakteristische. Die Auswahl an Souvenirobjekten erweiterte sich hingegen: Dosen, Becher, Schlüsselanhänger, Wandteller, Bekleidung, Regenschirme, Figuren und vieles mehr können Reisende heutzutage als Erinnerungsstück erwerben.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle-683x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./f_Fotos-4_Anhaenger-der-Windmuehle-Solvang-544x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;*1) Porzellan-Klompen mit Historischer Mühle, 2) Flaschenöffner Düppeler Galeriewindmühle, 3) Anhänger der Windmühle Solvang*&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Und obwohl die meisten Objekte wie Gebrauchsgegenstände daherkommen, werden die wenigsten von ihnen wirklich genutzt. So findet sich die Mühle als romantisiertes Objekt auf Tellern, Tassen oder gar Topflappen wieder. Die Mühlensouvenirs stellen sich im kulturhistorischen Kontext auf besondere Weise in die Reihe der Reiseandenken: Sie verkörpern zum einen das Vergessen der eigentlichen Aufgabe einer Mühle als Produktions- und Arbeitsstätte für das tägliche Brot. Zum anderen wird sie aus einer „einfachen Mühle“ in die Sphäre der Kultur gehoben, indem sie auf idyllisch-nostalgische Weise für den Tourismus freigegeben wird.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-735x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/./g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle-1024x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;*1) Topflappen mit zwei Holländermühlen, 2) Mehltüte „Märkische Mehle“ mit Historischer Mühle, 3) Streichholzschachtel mit Historischer Mühle*, illustriert von Heike Isenmann (Mal- und Zeichenschule Kunstgriff.23)&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Alle Abbildungen: Historische Mühle von Sanssouci, Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. / Majorov, Alexandra [CC BY-NC-SA]&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>Künstlerinnen in Berlin und Brandenburg - Start eines digitalen Lexikons</title>
        <published>2022-05-10T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-05-10T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Iris Berndt</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/05/10/kuenstlerinnen-in-berlin-und-brandenburg-start-eines-digitalen-lexikons/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/05/10/kuenstlerinnen-in-berlin-und-brandenburg-start-eines-digitalen-lexikons/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag von Dr. Iris Berndt.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2021 wurde der Grundstein für ein &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.kl-bb.de/&quot;&gt;Berlin-Brandenburgischen Künstlerlexikons&lt;/a&gt; (erst einmal bis Geburtsjahr 1875) gelegt. Es ging bei diesem ersten Schritt auf dem Weg zu einem Lexikon erst einmal um die Biographien von 75 künstlerisch tätigen Frauen. Sie sind jetzt recherchierbar, und zwar nicht nur nach Namen, sondern auch nach Orten, Gattungen, Zeiten – die Vielfalt dürfte überraschen. Neben bekannten Frauen aus den Künstlerfamilien Chodowiecki, Lisiewski oder Tassaert, Dora Hitz, Gertrud Körner, Käthe Kollwitz oder Sabine Lepsius, sind auch bisher nirgendwo sonst nachweisbare Künstlerinnen zahlreich dabei – es ist also eine Entdeckungsreise. Neben dieser Personensuche gibt es auch die Inspirationssuche, die zum Stöbern einlädt: Wo kamen die Künstlerinnen her? Wie verteilen sie sich über die letzten drei Jahrhunderte? Wie ist der Forschungsstand zu ihnen? Die älteste Künstlerin ist übrigens Anna Maria Werner (1683-1753), zu den jüngsten gehören die Schwestern Betty (1868-1941) und Sophie Wolff (1871-1944).&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/05/10/kuenstlerinnen-in-berlin-und-brandenburg-start-eines-digitalen-lexikons/./BBKL1-1024x667.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Lexikon ist aus der Struktur der bekannten Museumsplattform museum-digital.de entwickelt und der technische Aufwand hielt sich dabei in Grenzen – das nennen wir nachhaltig.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Begleitet und ansprechend gestaltet hat das Joshua Enslin, der Programmierer von &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://museum-digital.de&quot;&gt;museum-digital.de&lt;/a&gt;. Nebenbei sind übrigens etliche Verbesserungen bei der museum-digital-de-Suche und für die Eingabe biographischer Angaben in &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de/&quot;&gt;museum-digital.de&lt;/a&gt; passiert. Mit der Software &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de/&quot;&gt;museum-digital&lt;/a&gt;, die heute schon fast 800 Museen in Deutschland verwenden, können Museen nicht nur ihre Objekte publizieren, sondern auch ihre Erkenntnisse zu den Objektverfertigern in eine Struktur eingeben, in der diese leicht und öffentlich zu finden und rasch nachzulesen sind.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/05/10/kuenstlerinnen-in-berlin-und-brandenburg-start-eines-digitalen-lexikons/./BBKL3.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wir haben auch 400 bisher weitgehend unpublizierte Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und sogar Porzellanmalerei von künstlerisch tätigen Frauen publiziert. Diese erscheinen jetzt auch gleich wie Illustrationen zum Lexikoneintrag der betreffenden Person – das bringt Anschaulichkeit.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dabei 2021 waren neun brandenburgische Museen und Sammlungen (Brandenburg/Havel, Cottbus, Ferch, Frankfurt/Oder, Jüterbog, Lübben, Prenzlau, Senftenberg) und das Stadtmuseum Berlin. Aus Jüterbog ist beispielsweise die Malerin Paula Kleinecke, aus Brandenburg (Havel) Gertrud Körner und Gertrud Schaper-Schendel, aus Cottbus und Senftenberg Elisabeth Wolf, aus Lübben Marie Elisabeth Moritz, aus Potsdam und Ferch Hannah Schreiber de Grahl dabei. Daneben hat auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten selbst Objekte ediert, deren Urheberinnen nun Bestandteil des Lexikons sind. Feinste Blumenmalereien von Dilettantinnen etwa, Porträts, Landschaften, Arabeskenmalerei … Erwähnt sei auch aus dem Stadtmuseum Berlin ein Skizzenbuch, in welchem Marie Ulrike Hainchelin und ihr Verlobter und Lehrer, der genialische Friedrich Gilly, sich um 1800 ihre Neckereien zeichneten.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/05/10/kuenstlerinnen-in-berlin-und-brandenburg-start-eines-digitalen-lexikons/./BBKL2-1024x259.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Themenportal &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;amp;tid=1291&quot;&gt;“Künstlerinnen in Berlin und Brandenburg”&lt;/a&gt; fasst die edierten Objekte zum Thema zusammen und lädt zum Stöbern ein.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schnell wird auch klar, dass nicht alle Frauen es wie Käthe Kollwitz oder Anna Dorothea Therbusch schafften, von ihrer Kunst zu leben. So kann auch nach Nebenerwerb oder Dilettantinnen recherchiert werden, dabei ist zu staunen über die mitunter herausragende Qualität und Vielfalt dieser Kunst von Frauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dr. Peter Bahl und Dr. Iris Berndt verantworten das Vorhaben inhaltlich. Brandenburgische Historische Kommission und Stadtmuseum Berlin warben hierfür Digitalisierungsmittel der beiden Bundesländer Brandenburg und Berlin ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Autoren freuen sich auf Nachrichten und Hinweise. Jetzt überlegen sie, wie es weitergehen könnte und hoffen davon bald wieder zu berichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kontakt: &lt;a href=&quot;mailto:mail@irisberndt.de&quot;&gt;mail@irisberndt.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
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        <title>Kurznachrichten: Handbuch bei GitHub, Seitenspezifische Hilfelinks in musdb und das neue Feld &quot;Danksagung&quot;</title>
        <published>2022-04-19T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-04-19T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Joshua Ramon Enslin</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/19/kurznachrichten-handbuch-bei-github-seitenspezifische-hilfelinks-in-musdb-und-das-neue-feld-danksagung/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/19/kurznachrichten-handbuch-bei-github-seitenspezifische-hilfelinks-in-musdb-und-das-neue-feld-danksagung/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/19/kurznachrichten-handbuch-bei-github-seitenspezifische-hilfelinks-in-musdb-und-das-neue-feld-danksagung/">&lt;p&gt;Das Handbuch von museum-digital hat eine Schwäche: Es ist - gemessen, an all den Funktionen die besonders musdb mittlerweile bietet - leider noch immer relativ leer. In der Hoffnung, dass sich das bald ändert und damit sich das bald ändert, gibt es ein paar kleine aber wichtige Änderungen im Handbuch.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-handbuch-bei-github&quot;&gt;Das Handbuch bei GitHub&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Handbuch können Andere besser schreiben, als wir vom Kernteam von museum-digital. Ein gutes Handbuch für Benutzer kommt schließlich am Besten von anderen Benutzern. Deshalb ist das (deutschsprachige) Handbuch ab jetzt &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://github.com/museum-digital/handbook-de/&quot;&gt;allgemein über GitHub bearbeitbar&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Umstellung der technischen Basis des Handbuchs auf mdbook Anfang des Jahres liegen alle Texte als &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Markdown&quot;&gt;Markdown&lt;/a&gt;-Dateien - also quasi als nur leicht formatierte Textdateien - vor, die problemlos mit einem Versionskontrollsystem verwaltet und verteilt bearbeitet werden können. Da GitHub mittlerweile wahrscheinlich die zentrale Stelle für die kollaborative Arbeit an vergleichbaren, versionierten Inhalten (von Handbüchern bis zum Hauptzweck, Programmen) ist, und die Meisten, die sich mit Versionierung auseinandergesetzt haben, wahrscheinlich schon ein GitHub-Konto haben, ist das Handbuch nun also zentral dort zu finden und wird dort gemeinsam mit allen, die mitmachen wollen, weitergeschrieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf jeder Seite des Handbuchs findet sich nun oben rechts ein Link zur äquivalenten Seite zur Bearbeitung, falls es Anmerkungen oder Ergänzungen gibt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;seitenspezifische-hilfelinks-in-musdb&quot;&gt;Seitenspezifische Hilfelinks in musdb&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;In der Navigation von musdb gibt es seit langer Zeit Links zum einigen Seiten des Handbuch. Bisher waren die hier verlinkten Seiten aber immer dieselben - egal, von welcher Seite aus man den Menüpunkt aufgeklappt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ab dieser Woche werden hier - soweit in der jeweiligen Sprache der Benutzer vorhanden - jeweils Links zu den passenden Seiten aus dem Handbuch zu finden sein. So finden sich die Antworten auf die Fragen, die während der Arbeit aufkommen, schneller - und musdb profitiert direkt von einem sich füllenden Handbuch.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/19/kurznachrichten-handbuch-bei-github-seitenspezifische-hilfelinks-in-musdb-und-das-neue-feld-danksagung/./Screenshot-Seitenspezifische-Handbuch.png-1024x1015.webp&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption class=&quot;wp-element-caption&quot;&gt;Auf der Objekt-Übersichtsseite werden jetzt die passenden Seiten im Handbuch - z.B. zur Suchfunktion, zur Stapelverarbeitung, und zur Merkliste - angezeigt.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-neue-feld-danksagung&quot;&gt;Das neue Feld “Danksagung”&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zu guter Letzt soll hier noch eine Neuerung Erwähnung finden, die ausnahmsweise nichts mit dem Handbuch zu tun hat: Auf dem Reiter “Zusatz” kann jetzt im neuen Feld “Danksagung” der Dank an Mitwirkende und Fördermittelgeber ausgedrückt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonders wichtig ist das Feld für die gerade laufenden Projekte im Rahmen der Förderlinie Neustart Kultur. Damit die Angabe des Fördergebers nach den Vorgaben der Deutschen Digitalen Bibliothek im richtigen Feld weitergegeben werden kann (in unserem Fall &lt;code&gt;lido:creditLine&lt;/code&gt;), muss die Angabe der Förderer in das Feld Danksagung eingetragen werden. Damit das, wo nicht eh schon geschehen, einfach umgesetzt werden kann, ist das Feld für die Stapelverarbeitung mit der Funktion “Globales Ändern” freigeschaltet.&lt;/p&gt;
&lt;div
  class=&quot;my-4 flex flex-col rounded-lg bg-(--admonition-bg)&quot;
  style=&quot;--admonition-bg: var(--admonition-info);&quot;
&gt;
  &lt;div class=&quot;flex items-center rounded-t-lg bg-(--admonition-bg) p-1&quot;&gt;
    &lt;div
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      style=&quot;--url: url(icons/info.svg);&quot;
    &gt;
      info
    &lt;/div&gt;
    &lt;span&gt;&lt;strong&gt;License&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;
  &lt;/div&gt;
  &lt;div class=&quot;pl-4&quot;&gt;&lt;p&gt;This content is licensed under a &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/&quot;&gt;Creative Commons Attribution 4.0 International license&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</content>

        
        
        
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    <entry xml:lang="de">
        <title>„Von Revoluzzern &amp; Freiheitskämpfern – drei Tage im Mai und was darauf folgte...“</title>
        <published>2022-04-06T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2022-04-06T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>kluber</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/</id>
        
        <summary type="html">&lt;!-- wp:paragraph --&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen einer Förderung durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz war es dem Stadtmuseum Bad Dürkheim in Zusammenarbeit mit der Museumsgesellschaft möglich einen bedeutenden Bestand seiner Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;umfassend aufzuarbeiten und in Museum Digital zu veröffentlichen. Die Sammlung stellt eine wertvolle Quelle für die Ereignisse rund um das Hambacher Fest dar.&lt;/p&gt;
&lt;!-- /wp:paragraph --&gt;

&lt;!-- wp:paragraph --&gt;
&lt;p&gt;Eingebettet in die historischen Ereignisse der Eroberung der Pfalz durch französische Revolutionstruppen 1792, der zeitweisen Zugehörigkeit zu Frankreich und der folgenden Eingliederung in das Königreich Bayern werden im Stadtmuseum Bad Dürkheim die Vorgänge in Dürkheim rund um das Hambacher Fest bis zur Revolution 1848/49 als Schwerpunkt in der Dauerausstellung präsentiert. Zentrales Exponat ist die Dürkheimer Winzerfahne, mit der Bad Dürkheim über eines der symbolträchtigsten Zeugnisse zum Hambacher Fest verfügt.&lt;/p&gt;
&lt;!-- /wp:paragraph --&gt;

&lt;!-- wp:paragraph --&gt;
&lt;p&gt;Anlässlich des 200. Jubiläums des Hambacher Festes im Jahr 2032 plant die Stadt eine Sonderausstellung zum Hambacher Fest und den Ereignissen in Dürkheim. Die Objekte der Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ sollen in einem Begleitkatalog zur Ausstellung publiziert werden. Die digitale Inventarisierung der Objekte diente hierfür als bedeutende Vorarbeit.&lt;/p&gt;
&lt;!-- /wp:paragraph --&gt;</summary>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/">&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:26px&quot;&gt;&lt;/div&gt;Pilotprojekt Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz: Digitalisierung der „Sammlung Biedermeier“  
&amp;gt;&amp;gt; Stadtmuseum Bad Dürkheim &amp;lt;&amp;lt;
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&lt;p&gt;Im Rahmen einer Förderung durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz war es dem Stadtmuseum Bad Dürkheim in Zusammenarbeit mit der Museumsgesellschaft möglich, einen bedeutenden Bestand seiner Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ umfassend aufzuarbeiten und in Museum Digital zu veröffentlichen. Die Sammlung stellt eine wertvolle Quelle für die Ereignisse rund um das Hambacher Fest dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eingebettet in die historischen Ereignisse der Eroberung der Pfalz durch französische Revolutionstruppen 1792, der zeitweisen Zugehörigkeit zu Frankreich und der folgenden Eingliederung in das Königreich Bayern werden im Stadtmuseum Bad Dürkheim die Vorgänge in Dürkheim rund um das Hambacher Fest bis zur Revolution 1848/49 als Schwerpunkt in der Dauerausstellung präsentiert. Zentrales Exponat ist die „Dürkheimer Winzerfahne“, mit der Bad Dürkheim über eines der symbolträchtigsten Zeugnisse zum Hambacher Fest verfügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anlässlich des 200. Jubiläums des Hambacher Festes im Jahr 2032 plant die Stadt eine Sonderausstellung zum Hambacher Fest und den Ereignissen in Dürkheim. Die Objekte der Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ sollen in einem Begleitkatalog zur Ausstellung publiziert werden. Die digitale Inventarisierung der Objekte diente hierfür als bedeutende Vorarbeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Jahren wurden angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen immer wieder Parallelen zum Biedermeier gezogen. Verschärft durch die Pandemie, fand der während des ersten Lockdowns 2020 entstandene Begriff des „Corona-Biedermeier“ (so Stephan Grünewald in einem Zeit-Interview vom 15. August 2020) regen Widerhall. Die Auseinandersetzung mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte ist insofern höchst aktuell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gefördert wurde das Projekt als Pilotprojekt Digitalisierung aus der Förderung für nichtstaatliche Museen der Landesregierung Rheinland-Pfalz.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;wp-block-group&quot;&gt;---
&lt;/div&gt;### ZUM STADTMUSEUM BAD DÜRKHEIM &amp;amp; SEINER SAMMLUNG
&lt;p&gt;Als Kantonsvorort war Dürkheim zentraler historischer Schauplatz während der Ereignisse rund um das Hambacher Fest. Angefacht von der wirtschaftlichen Not der 1820er Jahre regte sich zunehmend Protest in der Bevölkerung gegenüber den bayerischen Behörden, deren verfehlte Zollpolitik unter anderem die Weinbauern zur Klage veranlasste, dass man zwar nichts zum Essen im Haus habe, dafür aber die Fässer im Keller voll Wein seien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Dürkheimer Unternehmer und Weingutsbesitzer Johannes Fitz (1796–1868) fand man einen wortstarken Fürsprecher. Fitz, Mitglied des „Deutschen Preß- und Vaterlandsvereins“, hatte im Stadtrat als Adjunkt bereits konkrete Hilfen für die Ärmsten durchgesetzt. Als Mitorganisator des Hambacher Fests führte er den Zug der Dürkheimer Winzer aufs Hambacher Schloss an, wo Fitz in seiner Rede um Unterstützung der polnischen Flüchtlinge nach dem niedergeschlagenen Aufstand gegen den russische Zaren 1831 warb.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-medium is-style-default&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./hambachfahne-fahne-die-weinbauern-muessen-trauren-1832-39266-3_web-300x293.jpg&quot; alt=&quot;Hambach-Fahne; schwarze Fahne mit der Aufschrift: &amp;quot;Die Weinbauren müssen trauren&amp;quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full is-style-default&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./hambacher-tuch_web.jpg&quot; alt=&quot;Hambacher Taschentuch mit den Protagonisten der Bewegung am 27.05.1832&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 2&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;: &lt;em&gt;Hambach-Fahne; schwarze Fahne mit der Aufschrift: “Die Weinbauren müssen trauren”. Aus mehrlagigem Stoff genäht; ehemals an einem Holzstab mit Reißzwecken befestigt; der Schaft des Holzstabes ist schwarz bemalt, die Spitze gedrechselt; an der Spitze ist eine schwarze gedrehte Kordel befestigt&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 3&lt;/strong&gt;: Hambacher Taschentuch mit den Protagonisten der Bewegung am 27.05.1832. In der Mitte eine Kopie des bekannten Stiches mit der Darstellung des Zuges auf das Hambacher Schloß. Kreisförmig darum angeordnet 16 benannte Männerporträts. In den Ecken die Personifikationen von Gerechtigkeit (u. re.) - Weisheit (o. re.) – Tapferkeit (o. li.) - Besonnenheit (u. li.). Dargestellt sind bekannte Liberale der damaligen Zeit. Nicht alle von ihnen hatten am Hambacher Fest teilgenommen. Das Taschentuch ist in mehreren Exemplaren überliefert, eines davon heute im Hambacher Schloß.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sammlung, auf die das Stadtmuseum zurückgreifen kann, geht zurück auf das Jahr 1872, dem Gründungsjahr des „Alterthumsvereins für den Kanton Dürkheim“, des ältesten Vereins dieser Art in der Pfalz. Die Bestände befinden sich größtenteils im Eigentum der Museumsgesellschaft Bad Dürkheim und setzen sich neben Ankäufen und Dauerleihgaben vor allem aus Schenkungen örtlicher Familien zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf Exponaten zur Stadtgeschichte. Mit ihren rund 25.000 Objekten aus den Bereichen Archäologie, Bildende Kunst, Kunsthandwerk und Alltagskultur sowie Archivalien zur Stadt-, Wirtschafts- und Regionalgeschichte ist die Sammlung nach der des Historischen Museums der Pfalz Speyer eine der größten in der Pfalz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angesichts der Relevanz der Sammlung ist die Erstellung eines umfassenden Bestandskatalogs ein dringendes Desiderat. Voraussetzung ist die detaillierte Erfassung und Aufbereitung der Objekte nach wissenschaftlichen Kriterien. Bei der digitalen Inventarisierung stützt sich das Museum überwiegend auf ehrenamtliche Kräfte der Museumsgesellschaft sowie auf freiberufliche Mitarbeiter:innen. Inzwischen sind über das Datenbanksystem „museum-digital“ etwa 75 % der Bestände erfasst, insgesamt also 18.929 Objekte, davon sind wiederum 4.253 mit ausführlicher Beschreibung online zugänglich [Stand 03/2021].&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Sammlungsbereich „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ umfasst zahlreiche Zeugnisse aus der Zeit rund um das Hambacher Fest: Flugblätter, Tageszeitungen sowie Souvenirs und Symbole des politischen Protests, darunter auch ein „Hambacher Tuch“ und die „Dürkheimer Winzerfahne“. Die Originaldokumente und -objekte stellen eine wertvolle Quelle für die Ereignisse rund um das Hambacher Fest dar und zeichnen auch die darauffolgenden Ereignisse bis zur Revolution 1848/49 nach.&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./Herunterladen.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./poesiealbum_siebenpfeiffer.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./blatt-eines-poesiealbums-um-1830-blatt-47-81517-1024x863.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 4-6&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;: Blätter aus einem Poesiealbum in Form einer buchförmigen Schatulle, um 1830: Die Schatulle enthält 52 lose Poesiebuchblätter, die von 1831 bis 1839 datiert werden können. Bei den Ortsangaben der Unterzeichnenden handelt es sich um umliegende Städte und Dörfer und um Bad Dürkheim selbst. Von links nach rechts: 1. Blatt 3: Rechts oben ist ein flötespielender Hirte mit Schafen und Hütehund dargestellt. Die Szene wird von zwei Laubbäumen eingerahmt. | 2. Blatt: „Wirth und Sieben Pfeifer lebe hoch“, 1 Seite; Neustadt, um 1832 | 3. Blatt 46: In die Mitte des beschrifteten Blattes ist ein abgeschnittenes Stück Stoffband in den Farben Schwarz - Gold - Rot geklebt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;h3 id=&quot;zum-inventarisierungsprojekt-sammlung-biedermeier&quot;&gt;ZUM INVENTARISIERUNGSPROJEKT: SAMMLUNG BIEDERMEIER&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Im Förderzeitraum 2021 konnte ein zusammenhängendes Konvolut aus 79 relevanten Sammlungsstücken aus dem Sammlungsbereich „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ aufgearbeitet und in Museum Digital vorgelegt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit einer Fördersumme über 10.000 Euro wurden die zu Verfügung stehenden Mittel für die Bestandsaufnahme ergänzt und zusätzlich zu einer hauptamtlichen und einem ehrenamtlichen Mitarbeitenden vier freiberufliche Kräfte (1 Historiker:in, 2 Archäolog:innen, 1 Stadtführer:in) mit der Aufarbeitung des speziellen, historisch fest umrissenen Themenbereiches betraut. In diesem Rahmen wurde außerdem die Inventarisierung von Neuerwerbungen und die Aufarbeitung der Altinventarisierung nach den Maßstäben von „museum-digital“ einheitlich organisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den chronologischen Rahmen der inventarisierten Sammlung bildet die Zeit zwischen 1815 und 1848, deren politische, ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen den Deutschen Bund und besonders die Pfalz nachhaltig geprägt haben. Die nach dem Wiener Kongress vorangetriebene politische Restauration brachte mit dem Biedermeier eine bürgerliche Strömung hervor, die durch den Rückzug ins Private und eine Hinwendung zu Kunst und Kultur charakterisiert war. Zugleich formierte sich eine liberale Opposition, die nach nationaler Einheit und Demokratie strebte und in der Rückschau die Epoche unter dem Begriff Vormärz definierte. Inmitten dieses Spannungsfeldes steht das Hambacher Fest von 1832 als herausragendes Ereignis deutscher Demokratiegeschichte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Museum besitzt einen breit gefächerten Fundus an Gegenständen mit Bezug zum Hambacher Fest bzw. dem beschriebenen Zeitraum. Sie stehen beispielhaft für die Sachkultur des aufstrebenden deutschen Bildungsbürgertums, dessen Selbstverständnis sich in der Bildenden Kunst, der Wohnkultur und der Mode niederschlug, oder sind Sinnbilder für die oppositionelle Gedankenwelt ihrer Zeit. Einige Stücke sind von nationaler Relevanz. Die im Rahmen des Projekts zu erfassenden Bestände umfassten:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;62 Objekte und Dokumente aus dem Umfeld des Hambacher Fests, darunter die sogenannte Winzerfahne, die neben der schwarz-rot-goldenen Fahne mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt“ beim Festzug mitgeführt wurde und literarischen Niederschlag in zeitgenössischen Beschreibungen fand, daneben Flugblätter, Tageszeitungen sowie Souvenirs und andere Zeichen des politischen Protests, z.B. ein sogenanntes „Hambacher Tuch“.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;12 Porträts, darunter Werke der beiden Maler Jakob Wilhelm und Carl Roux, die Bad Dürkheimer Persönlichkeiten zeigen, so den Ungsteiner Pfarrer Georg Philipp Friedrich Leopold und seine Familie, die enge Beziehungen zur Familie des Gelehrten, Dichters und Übersetzers Johann Heinrich Voß unterhielt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kleidungsstücke aus bisher nicht eingehend gesichteten Bestände an Textilien. Dabei handelt es sich vorwiegend um Frauenmode aus dem Besitz wohlhabender Dürkheimer Familien, die ab dem frühen 19. Jahrhundert von den neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten profitierten und besonders im Weinbau erfolgreich waren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Mobiliar, Inventar wie z.B. Gläser und sonstige Gegenstände.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;div class=&quot;wp-block-group&quot;&gt;&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:28px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-full is-style-default&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./hampelmann-reichsverweser-ferdinand-18481849-40174.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large is-style-default&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./freischaerlerkappe_klein_web-1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 7&lt;/strong&gt;: Hampelmann; „Reichsverweser Ferdinand“; Karikatur des Reichsverwesers Erzherzog Johann von Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Abb. 8&lt;/strong&gt;: Freischärlerkappe aus schwarzem Leder; mit Leder überzogenem Schild; rote Kordel am unteren Ende; mit schwarz-rot-goldener Kokarde; Schweißband aus braunem Leder; Innenfutter aus blauer Seide; 1849&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Erfassung der Objekte erfolgte vor Ort sowohl in den Depoträumen der Museumsgesellschaft als auch in den Depoträumen des Stadtmuseums. Alle Objekte wurden hochauflösend fotografiert oder eingescannt. Im Rahmen des Projekts erfolgte außerdem eine vollständige Transkription der Flugblätter und Druckschriften mittels OCR-Systems (automatisierte Texterkennung) für Frakturschrift. Dies hat den Vorteil, dass die eingescannten Schriftdokumente über die Volltextsuche von museum-digital auch inhaltlich recherchierbar sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Aufarbeitung erfüllen alle Objekte den Qualitätsindex von museum-digital (d. h. „der Balken ist grün“). Sie sind durchweg mit Ereignissen, Schlagwörtern und weiterführenden Links versehen, so dass sich die Objekte auch einem Publikumskreis erschließen, der nicht mit der Materie vertraut ist. Zusammengehörige Objekte wie z. B. Schriftreihen wurden miteinander verlinkt. Dies erleichtert die Navigation zwischen den Objekten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben der Erstellung eines Bestandskatalogs „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“, der online abrufbar sein wird und Eingang findet in eine Publikation zum Thema „Bad Dürkheim und das Hambacher Fest 1832“, werden die generierten Daten per LIDO-Austauschformat an die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) weitergegeben und voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 veröffentlicht. Geplant ist außerdem eine entsprechende virtuelle Ausstellung mit dem Themator, in die das digitalisierte Sammlungskonvolut eingebunden sein wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://rlp.museum-digital.de/collection/719&quot;&gt;Sammlung in Museum Digital einsehen&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://e1.pcloud.link/publink/show?code=XZ5ASFZgeuufl8D6gpSHScrnNsjxkonRPB7&quot;&gt;PDF-Katalog „Sammlung Biedermeier“&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;rechte&quot;&gt;RECHTE&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 1&lt;/strong&gt;: Erhard Joseph Brenzinger, Public Domain, via &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zug-zum-hambacher-schloss_1-1200x825.jpg&quot;&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Abb. 2&lt;/strong&gt;: Stadtmuseum Bad Dürkheim, Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. / Stork, Karl&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 3&lt;/strong&gt;: Stadtmuseum Bad Dürkheim im Kulturzentrum Haus Catoir / Gisela Michel&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;&lt;em&gt;]&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 4&lt;/strong&gt;: Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e. V. / Hans-Günter Förster&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;]&lt;em&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://rlp.museum-digital.de/object/81520&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://rlp.museum-digital.de/singleimage?&amp;amp;imagenr=138850&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://asset.museum-digital.org/rlp/images/102/81520-19320057050/stammbuch_um_1830_blatt_5/stammbuch-um-1830-blatt-50-81520.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Abb. 5&lt;/strong&gt;: Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e. V. / Hans-Günter Förster&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;] &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 6&lt;/strong&gt;: Stadtmuseum Bad Dürkheim im Kulturzentrum Haus Catoir / Gisela Michel&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 7:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Stadtmuseum Bad Dürkheim, Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. / Stork, Karl&lt;/em&gt;&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;] &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Abb. 8:&lt;/strong&gt; Stadtmuseum Bad Dürkheim, Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. / Stork, Karl&lt;/em&gt; [&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/&quot;&gt;CC BY-NC-SA&lt;/a&gt;]&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:55px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-image size-large is-resized is-style-default&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/./RP_mehrfarbig_MFFKI-1024x534.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/Zug-zum-hambacher-schloss_1-1200x825-1.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>Von … Bis …</title>
        <published>2021-04-07T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2021-04-07T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Mariam Bachich</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2021/04/07/von-bis/">&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zarkashat Turathia&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ausstellung des partizipativen Forschungsprojekts zu den syrischen Sammlungen des Ethnologischen Museums im Forschungscampus Dahlem&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Zarkashat&lt;/em&gt; ist ein arabisches Wort, das „unterschiedliche Dekorationen“ bedeutet*.* Die Dekorationen können materieller und immaterieller Natur sein. &lt;em&gt;Turathia&lt;/em&gt; ein Adjektiv, das sich vom arabischen Wort/Nomen turath (“Kulturerbe”) ableitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Zarkashat Turathia&lt;/em&gt; deutet also auf unterschiedliche Dekorationen von Kulturerbe hin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Thema „von … bis &lt;em&gt;…&lt;/em&gt;“ ist immer präsent und bezeichnet die Prozesse und Transformationen, denen eine Person ausgesetzt ist. Durch die Person schreiben sich diese auch in die materiellen und/ oder immateriellen Kulturgüter ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bewegungen, Transformationen und auch Stabilität, ..etc. manifestieren sich in der Bewegung von einem Punkt zum anderen - bezogen sowohl auf Zeit, Ort oder Ideen. In diesem Sinne vermittelt die Ausstellung mehrere Themen unter dem Thema „von… bis…“, die in der Beziehung zwischen Menschen und Kulturerbe eine Rolle spielen. Die Idee von Mobilität aus unterschiedlichen Gesichtspunkten und die Verbindung von individuellen Geschichten der Projektbeteiligten mit Sammlungsobjekten bildet die Grundlage für &lt;em&gt;Zarkashat Turathia&lt;/em&gt; (Kulturerbe „Dekorationen“). Auf dynamische und aktive Weise sind die Individuen mit dem materiellen und /oder immateriellen Kulturerbe verknüpft. &lt;em&gt;Zarkashat Turathia&lt;/em&gt; bezeichnet nicht nur auf Kulturerbe im Sinne von wertvollen Schätzen, die individuelle bzw. kollektive Bedeutung steht im Zentrum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von … Bis … bezeichnet keine bestimmte Zeit oder keinen bestimmten Ort. Die Ausstellung erzählt vielmehr von dynamischen Prozessen, von Kontinuitäten und Brüchen. Und in jedem „Bis …“ ist ein neues „Von …“ enthalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ort&lt;/strong&gt;: &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/museum-europaeischer-kulturen/home/&quot;&gt;Museum Europäischer Kulturen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Datum&lt;/strong&gt;: 2 Juni– 5 September 2021&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Förderung&lt;/strong&gt;: Museum &amp;amp; Location&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/04/07/von-bis/./Von...-Bis..-300x168.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das partizipatives Syrien Forschungsprojekt:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/ar/2020/05/25/%D9%87%D9%84-%D9%8A%D9%85%D9%83%D9%86-%D9%84%D9%84%D9%82%D8%B7%D8%B9-%D8%A7%D9%84%D8%AA%D8%B1%D8%A7%D8%AB%D9%8A%D8%A9-%D8%A7%D9%86-%D8%AA%D9%85%D8%AB%D9%84-%D8%A7%D9%84%D9%88%D8%B7%D9%86%D8%9F/&quot;&gt;–&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>Digitalisierungsprojekt des Historischen Museums der Pfalz, Speyer</title>
        <published>2021-02-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2021-02-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>kluber</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;In einem langfristigen Projekt werden Gemälde und Zeichnungen aus den Sammlungen des Historischen Museums der Pfalz in Speyer von Künstlern der Region mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz digitalisiert und der Öffentlichkeit über „museum-digital“ zur Verfügung gestellt. Worin liegt die Bedeutung dieser Maßnahme?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;von Wolfgang Leitmeyer, Abteilungsleiter Sammlunge&lt;/em&gt;n&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:24px&quot;&gt;&lt;/div&gt;**Von der Relevanz alter Zeichnungen**
--------------------------------------
&lt;p&gt;27. Februar 2021. Die Pandemie ruft zum Jahresbeginn recht unerwartete Effekte hervor. Geschäfte, Restaurants, Museen, Ämter, Fitnessinstitute und viele andere Orte des öffentlichen Lebens bleiben geschlossen. Zugleich steigt der Absatz von Outdoor-Produkten im Internet… zum Beispiel von Wanderschuhen. Offenbar finden viele Menschen zurück zu den primären Fortbewegungsformen in der Natur. Was bleibt Ihnen auch übrig, die Museen haben schließlich noch immer geschlossen. Während der ersten Sonnentage haben die Seen, Flüsse, Wälder hohe Besuchsfrequenzen. In der Pfalz sind es die Burgen, der Pfälzerwald, die Weinanbaugebiete und die Rheinpromenaden, die zu Besuchen motivieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor fast genau 200 Jahren, im Mai 1821, wanderte auch der Künstler Friedrich Christian Reinermann von Burg zu Burg in der Pfalz. Er hatte allerdings keine Wahl. Die Überwindung auch großer Strecken zu Fuß war die geläufige Form der Fortbewegung für die ärmeren Schichten der Bevölkerung. Heinrich Jakob Fried, Jakob Wilhelm Roux, aber auch Peter Gayer, der erste Archivar der Pfalz – sie alle reisten in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts zu Fuß und hinterließen Zeichnungen von Orten, die viele von uns in den letzten Tagen vielleicht gerade besucht haben.&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;aligncenter size-large is-resized&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./210227_7_BS_0002Elmstein-1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;&lt;em&gt;[1] Burg und Ort Elmstein (Verbandsgemeinde Lambrecht) im Landkreis Bad Dürkheim&lt;/em&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;In den letzten 200 Jahren veränderte sich das Gesicht der Städte und Landschaften mehr als jemals zuvor. Fried, Roux, Reinermann und Gayer würden staunen, wenn sie ihre alten Wege nochmals gehen dürften. Umgekehrt fehlt uns heute ein genaues Bild der Welt, bevor es Joseph Nicéphore Niépce 1826 gelang, das allererste Foto aufzunehmen. Wir sind auf die Darstellungen von Künstlern angewiesen, um einen Zugang zu der Welt unserer Ururgroßmütter und Ururgroßväter zu finden. Wenn Sie sich fragen: „Wie hat sich der Ort, wo heute mein Haus steht, wo sich heute unser Marktplatz und vieles andere befindet, in den letzten 200 Jahren verändert?“, so kann Ihnen vielleicht der Blick in eine Datenbank wie „museum-digital“ weiterhelfen. Je mehr bildliche Zeugnisse verfügbar sind, desto mehr Nahrung wird Ihre Phantasie finden und vielleicht auch Ihre Neugierde.
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:25px&quot;&gt;&lt;/div&gt;**Beispiel Speyer**
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&lt;p&gt;Die Beseitigung der Stadtbefestigung und vieler Ruinen zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Ergebnis eines langen und schmerzhaften Prozesses seit dem großen Stadtbrand von 1689. Die Maßnahmen veränderten das Gesicht der Stadt dauerhaft. Heute sind die Zeichnungen von Peter Gayer (1793–1836) häufig die einzig verfügbaren Quellen zu vielen architektonischen Zeugnissen der Stadt sowie der pfälzischen Geschichte. Darin liegt die Relevanz seiner Veduten für die Stadt, aber auch für die Region.&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery columns-1 is-cropped&quot;&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;figure&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./1_BS_0027Kloster_zum_Heiligen_Grab_zu_Speyer-2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;*\[2\] Die Klosterkirche des Klosters „Zum Heiligen Grab“ in Speyer*&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:25px&quot;&gt;&lt;/div&gt;**Peter Gayer und die Zeugen der Vergangenheit**
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&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;tadv-color&quot; style=&quot;color:#000000&quot;&gt;„Die alten Ruinen haben schon viel zu lange die Zugänge zu dieser Stadt verunstaltet und könnten wegen Steinschlags gefährlich werden. Das Terrain innerhalb dieser Gemäuer ist Lagerstätte für alles, was man sich vorstellen kann, das die Augen beleidigt und mit seinem Geruch die Passanten belästigt. Es erscheint mir, dass der Wert dieser Steine nicht nur für den Abriss, sondern auch für den Wiederaufbau von Häusern ausreicht.“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;cite&gt;&lt;span class=&quot;tadv-color&quot; style=&quot;color:#000000&quot;&gt;Quelle: „Verschönerung der Straßen der Stadt durch Entfernen der alten Gemäuer“, Archiv der Stadt Speyer Bestand 2 Nr. 163&lt;/span&gt;&lt;/cite&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;In Speyer begann um 1800 eine Zeitenwende: Die Stadt war nun eine Grenzstadt der Französischen Republik, das Arrondissement Spire gehörte zum neuen Département Mont-Tonnère. Die vorangestellten Zeilen des Unterpräfekten Edmond Marie Amable Verny stammen aus einem Memorandum an Georg Friedrich Hetzel vom 26. Juli 1809. Er offenbarte dem neuen Bürgermeister darin seine Gedanken zur Verschönerung der Stadt.
&lt;p&gt;Verny kannte natürlich das Geheimnis der lästigen Gemäuer in Speyer, an welchen sein ästhetisches Empfinden Anstoß nahm: Am Pfingstdienstag, den 31. Mai 1689, abends um 18 Uhr, hatten die verbliebenen Einwohner der Freien Reichsstadt Speyer eine Apokalypse erlebt. Was der Dreißigjährige Krieg nicht vermocht hatte, geschah nun innerhalb von drei Tagen. Am 2. Juni lagen drei Stifte, fünf Klöster, acht Pfarrkirchen, 13 Kapellen, 14 Zunftstuben, 29 städtische Gebäude, 788 Bürgerhäuser sowie fast das gesamte Langhaus des Domes in Schutt und Asche – die Politik der verbrannten Erde hatte eine praktische Anwendung gefunden. Der Anspruch König Ludwigs XIV. auf linksrheinische Reichsterritorien provozierte einen Konflikt, der sich letztlich an den Streitigkeiten um das Erbe des Kurfürsten Karls II. von der Pfalz entzündete. Als Reaktion auf die vorrückenden Kräfte der Großen Wiener Allianz verwüsteten französische Truppen systematisch die Pfalz und angrenzende Gebiete. Zahlreiche Dörfer, Burgen, Festungen, Kirchen, aber auch ganze Städte wie Speyer, Worms, Mannheim und Heidelberg wurden zerstört.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Wiederaufbau Speyers vollzog sich schleppend, zumal die Stadt auf französischen Befehl bis zum Friedensschluss von Rijswijk im Jahr 1697 nicht bewohnt werden durfte. Noch siebzig Jahre später war ein Drittel der Stadt zerstört. Steinerne Relikte zeugten von der großen Vergangenheit Speyers, das auch wirtschaftlich am Boden lag. Immerhin erhoben sich im Jahr 1772 wieder 767 Wohngebäude, 32 kleine Häuschen und 124 Hütten, die Arme in den Ruinenstätten errichtet hatten.&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;aligncenter size-large is-resized&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./210227_4_BS_0029Peterskirche_zu_Speyer.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;&lt;em&gt;[3] St. Peter in Speyer&lt;/em&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;Der Anblick antiker Ruinen hatte schon mehr als zwei Jahrhunderte zuvor in Italien Humanisten und Künstler fasziniert. Auch in Speyer empfand man angesichts der zerfallenden Gemäuer zuweilen Begeisterung. Meistens waren es durchreisende Künstler und Literaten, die ihrer Freude an den Zeugnissen der Vergangenheit Ausdruck verliehen. In den „Briefen eines reisenden Franzosen über Deutschland“ rühmte Kaspar Risbeck 1783 die außerordentlich schönen Ruinen und die malerische Wirkung der zerstörten Stadt. Als Sophie de La Roche mit ihrer Familie 1780 nach Speyer zog, begeisterte sie ihren empfindsamen literarischen Zirkel für die Stadt. Es entstand der Plan, eine Mappe mit Kupferstichen und einigen Texten herauszugeben – eine Aufgabe, die der Landschaftsmaler und Zeichner Jean Francois Gout übernahm. Weitere Künstler wie Franz Stöber und Johannes Ruland folgen seinem Beispiel.
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;aligncenter size-large is-resized&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./3_BS_0433Speyer_Retscherruine_und_Margaretenkapelle-1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;&lt;em&gt;[4] Retscherruine und Margarethenkapelle in Speyer&lt;/em&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;Mit dem Ende der französischen Zeit kam ab 1816 die bayerische Administration nach Speyer und mit ihr der Beamte Peter Gayer. Er trat seinen Dienst als zweiter Registrator bei der bayerischen Regierung des Rheinkreises an, seine Aufgabe war die Verwaltung des Schriftguts. Schriftzeugnisse zu bewahren und ihre Auffindbarkeit zu gewährleisten, gehörte zu seinen Kernaufgaben. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit qualifizierte ihn bereits im Jahr 1820 zur Übernahme der Leitung des neu entstandenen Kreisarchivs. Das Interesse an der Geschichte lag durchaus im Trend der Zeit. Nachdem Freiherr vom Stein 1819 den ersten Historischen Verein ins Leben gerufen hatte, war es König Ludwig I. von Bayern selbst, der die Spitzen des Staates und der Gesellschaft 1827 zur aktiven Beschäftigung mit der Kultur der Vergangenheit aufrief. Selbstredend war Gayer zwei Mal, 1827 und 1834, Gründungsmitglied des Historischen Vereins der Pfalz. Die Rückbesinnung der Bürger, die sich seit vielen Jahren mit der Beseitigung von Ruinen beschäftigt hatten, auf die große Vergangenheit der Reichs- und Kaiserstadt lag auf der Hand. Die Städte als Spiegelbild bürgerlichen Selbstbewusstseins begannen sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts weit mehr zu verändern, als je zuvor. Man benötigte Platz für eine schnell zunehmende Einwohnerschaft, für Manufakturen, später für Fabriken, für Straßen, für eine verbesserte Infrastruktur und für Mobilität. Die Stadtbewohner kultivierten durchaus ein gewisses Interesse an der Vergangenheit, entledigten sich zugleich aber auch der alten Zeugnisse, wenn sie ihren Interessen entgegenstanden, ohne darin einen Konflikt zu sehen. Ein Beispiel dafür mag der Abriss der Ruine von St. Nikolaus nördlich des Domes im Jahr 1825 sein, an deren Stelle im folgenden Jahr die Antikenhalle erbaut wurde, deren einziger Zweck in der Erhaltung und Pflege von Zeugnissen der Vergangenheit – in diesem Fall von römischen Bodenfunden – bestand.
&lt;p&gt;Möglicherweise war der Archivar Gayer nicht erfreut von den radikalen Veränderungen, die sich ringsum in Speyer vollzogen. Immerhin wurden zwischen 1819 und 1826 große Teile der Stadtbefestigung, die Ruinen vieler Kirchen, Klöster und Profanbauten beseitigt. So machte er es sich zur Aufgabe, das verschwindende architektonische Kulturgut der Pfalz in zahlreichen Veduten-Zeichnungen, ganz im Sinne der romantischen Kunst seiner Zeit, zu dokumentieren. Seine favorisierte Technik war die Bleistiftskizze, vor allem aber die Federzeichnung, die er mit Pinsel und Sepia – dem transparenten Farbstoff aus dem Sekret der Tintenfische – übermalte. Gayer interessierte sich nicht nur für Speyerer „Gemäuer“, sondern bereiste auch viele Orte der Region. Systematisch trug er präzise Ansichten von Burgen- und Kirchenruinen der Pfalz zusammen.&lt;/p&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;wp-block-image&quot;&gt;&lt;figure class=&quot;aligncenter size-large is-resized&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./210227_8_BS_0032Amanduskirche_zu_Worms-1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;figcaption&gt;&lt;em&gt;[6] St. Amandus Worms&lt;/em&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery columns-2 is-cropped&quot;&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./210227_5_BS_0023Burgruine-Scharfeneck.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/./210227_6_BS_0011Burgruine_Graevenstein.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;*\[7\] Die Burgruine Neuscharfeneck bei Ramberg, \[8\] Die Burgruine Grävenstein bei Merzalben*&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:20px&quot;&gt;&lt;/div&gt;Die figürliche Staffage, die auf kaum einem seiner Werke fehlen durfte, zeigt dabei häufig Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten. Landarbeiter, Wäscherinnen, Handwerker und viele andere Gestalten bilden ein belebendes Element seiner Darstellungen. Nur wenige Jahre vor der Erfindung der Fotografie wurde er zum aufmerksamen Beobachter und Dokumentar zahlreicher Architekturzeugnissen der Pfalz, die nach und nach verschwanden oder baulich verändert wurden. Eines der Ziele seines kurzen Lebens hat Gayer – er verstarb im Alter von nur 43 Jahren in Speyer – sicherlich erreicht: Seine Zeichnungen bewahren viele architektonische Zeugnisse der pfälzischen Geschichte für die Nachwelt.
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:10px&quot;&gt;&lt;/div&gt;---
&lt;div aria-hidden=&quot;true&quot; class=&quot;wp-block-spacer&quot; style=&quot;height:10px&quot;&gt;&lt;/div&gt;### **Sepiazeichnungen von Peter Gayer im Bestand des Historischen Museums der Pfalz (Auswahl)**
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Burg und Ort Elmstein (Verbandsgemeinde Lambrecht) im Landkreis Bad Dürkheim&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Klosterkirche des Klosters „Zum Heiligen Grab“ in Speyer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;St. Peter in Speyer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Retscherruine und Margarethenkapelle in Speyer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Ruinen von Nikolauskapelle und Domstaffelturm in Speyer&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;St. Amandus in Worms&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Burgruine Neuscharfeneck bei Ramberg&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Burgruine Grävenstein bei Merzalben&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Fotografen: Peter Haag-Kirchner und die Ehrenamtsgruppe des Historischen Museums der Pfalz.&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Rechtestatus: &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/&quot;&gt;CC-BY-NC-ND&lt;/a&gt;.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2021/02/27/digitalisierungsprojekt-des-historischen-museums-der-pfalz-speyer/210227_1_BS_0027Kloster_zum_Heiligen_Grab_zu_Speyer-1.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>101 x Müllrose - Digitalisierung und Online-Präsentation des Fotonachlasses &quot;Ursula Raschke&quot;</title>
        <published>2020-09-01T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2020-09-01T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Lorenz Kienzle</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/">&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag von Lorenz Kienzle für das Heimatmuseum Müllrose&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2014 entdeckte die Müllroser Museumsleiterin Romy Werner bei einer Inventur im Depot des Heimatmuseums Müllrose einen Karton mit Briefumschlägen sowie eine Plastiktüte vom Roten Kreuz mit drei Mappen. Der Inhalt der Briefumschläge waren Negative im Format 6x6 cm und Fotoschachteln mit 9x12 cm Negativen. In den Mappen befanden sich Fotoabzüge. Auf einem beigelegten Zettel stand „Fotografin Ursula Raschke“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Nachlass wächst und wird digitalisiert&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein dazu passender Eintrag im Eingangsbuch des Museums fehlte. Ihr Erbe und Neffe, Dr. Hartmut Felgendreher aus Booßen bei Frankfurt (Oder), konnte nach einiger Recherche ermittelt werden. Er hatte das Archiv 1996, kurz nach dem Tod der 1919 in Kliestow geborenen Fotografin, dem Museum übergeben. 2018 kam es zur Unterzeichnung eines Überlassungsvertrages. Bei dieser Gelegenheit übergab er dem Museum ein weiteres Konvolut an Negativen. Das Museum hat somit 16.800 Einzelnegative sowie 600 Positive aus dem Nachlass Ursula Raschkes in seinem Besitz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ursprüngliche Negativbestand konnte mit Förderung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg 2017 komplett von mir digitalisiert werden, auch die neu hinzugekommenen Negative sind inzwischen digitalisiert. Dabei wurden die sich lose in Briefumschlägen befindenden Negative in archivgerechte Negativhüllen überführt und können sich nun nicht mehr gegenseitig verkratzen. Die eher sporadische Beschriftung der rund 2300 Briefumschläge wurde in eine Exceldatei übertragen und kann somit den Digitalisaten zugeordnet werden.&lt;/p&gt;
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&lt;ul&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Blumenmaedchen_1968-1024x1009.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Schornsteinfeger_Koehler-1968-1022x1024.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Micha_Nobst_1981-1-1024x1009.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;von links: Blumenmädchen, 1968; Schornsteinfeger Köhler, 1968; Micha Nobst mit der Zeitschrift Sibylle, 1981&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Müllrose in den 1960er und 70er Jahren&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der ersten Sichtung der Negative 2014 war klar, dass hier ein Schatz zu heben ist. Ursula Raschke hat mehr als nur das Gewerbe einer ortsansässigen Porträtfotografin betrieben. Die Fotografien dokumentieren das Leben in Müllrose in den 60er und 70er Jahren in sehr sorgfältig inszenierten Porträts, die mitunter in stundenlangen Porträtsitzungen entstanden, wie uns die Beteiligten berichteten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele dieser Arbeiten hat sie aus eigenem Antrieb gemacht. Menschen auch spontan auf der Straße angesprochen und ihnen die Fotos anschließend geschenkt. Sehr interessant ist auch eine Serie von Aufnahmen von Konsum-Märkten in Müllrose aus dem Jahr 1966. Im gleichen Jahr wurden einige dieser Geschäfte geschlossen und dafür ein großer „Neuer-Konsum“ geöffnet. Dieser Wandel in der Müllroser Geschäftswelt wurde von ihr genau dokumentiert und führt zu ganz neuen Fragestellungen für das Museum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ausstellung mit Hindernissen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Anfang an bewegte uns die Frage, ob und wie ihre Arbeiten in einer Ausstellung gezeigt werden können. Als Hürde standen immer die Persönlichkeitsrechte der Porträtierten im Raum, die einer Veröffentlichung zustimmen müssen. Eine erste Veröffentlichung 2019 im Projekt Brandenburger Fotografinnen und Fotografen beschränkte sich deshalb auf Aufnahmen ohne Menschen.&lt;/p&gt;
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&lt;ul&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Hochzeit_Wischke_1969-2-1024x1009.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Konsum-Schrape_1966-1-1024x1022.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;von links: Hochzeit mit Unterbrechung, 1969; Belegschaft Konsum Schrape, 1966&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Aus Anlass des 100. Geburtstages von Ursula Raschke am 23.08.2019 wurde ich von Romy Werner 2018 gefragt, ob ich nicht eine Ausstellung kuratieren und vergrößern wolle, damit sie dann analog im Museum gezeigt werden könne. Geplante Baumaßnahmen im Museum stellten die Realisierung der Ausstellung in Frage. Auch 2020 konnte die Ausstellung wegen der inzwischen verschobenen Baumaßnahmen und wegen der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht im Museum stattfinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Im Stadtraum und Online präsent&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kulturamt des Landkreises Oder-Spree schlug daher die Verwendung der schon beantragten Mittel für eine virtuelle Ausstellung vor. Parallel dazu kam aus der Stadt Müllrose die Idee, Bilder auch im Stadtraum zu zeigen. Im April 2020 entschlossen wir uns, die Pläne umzusetzen und das dreiköpfige Ausstellungsteam, Romy Werner, Lutz Boltz und ich, begann mit der Arbeit.&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Raschke-1024x589.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/./Foto_Omar_Akahare_1-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;von links: Online-Ausstellung; Ausstellung im Stadtraum&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Mit über 100 Personen sprachen wir, um Informationen über die uns meist unbekannten Abgebildeten zu erhalten und dann, um die Genehmigung zur Abbildung von den Porträtierten oder ihren Erben zu bekommen. Da in Müllrose jeder jeden kennt, konnten wir fast alle Personen ermitteln und fast alle haben der Veröffentlichung auch zugestimmt. Bei diesen Gesprächen haben wir viel über Müllroser Familienverhältnisse erfahren, aber auch Ursula Raschke in den Erzählungen über sie besser kennengelernt. Wichtige biografische Fakten aus ihrem Leben blieben hingegen weiter im Dunklen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So ist die virtuelle Ausstellung “&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/scrolltopic.php?m_tid=913&amp;amp;tid=913&quot;&gt;101 x Müllrose (1963 - 1984) Aus dem Archiv der Fotografin Ursula Raschke&lt;/a&gt;”, erstellt mit dem Ausstellungsmodul von &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/&quot;&gt;museum-digital&lt;/a&gt; “&lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/04/06/online-ausstellungen-erstellen-mit-md-story/&quot;&gt;md/story&lt;/a&gt;”, mit 101 Fotos und die begehbare Ausstellung mit 32 Fotos für das Museum ein gelungner Abschluss der Digitalisierungsmaßnahmen, aber auch Auftakt und Anlass, vertieft stadtgeschichtliche und biografische Forschungen aufzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2020/09/01/101-x-muellrose-digitalisierung-und-online-praesentation-des-fotonachlasses-ursula-raschke/Archiv_U.Raschke_70_2020.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>Spielzeuge des VEB Mechanische Spielwaren -  ein Digitalisierungsprojekt des Stadtmuseums Brandenburg an der Havel</title>
        <published>2020-08-07T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2020-08-07T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Anja Grothe</name>
        </author>
        
        <author>
          <name>Heike Köhler</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/">&lt;p&gt;Ein &lt;em&gt;Beitrag von Anja Grothe und Heike Köhler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bereits seit 1957 sammelt das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://stadtmuseum.stadt-brandenburg.de/&quot;&gt;Stadtmuseum Brandenburg an der Havel&lt;/a&gt; in einem eigenständigen Sammlungsbereich Spielzeug. Bis heute liegt der Fokus auf den Produkten der heimischen Spielzeugindustrie, die von 1881 bis 1991 ein bedeutender Wirtschaftszweit in der Havelstadt war. Waren die Zentren der Spielzeugproduktion traditionell rund um Nürnberg und im Erzgebirge angesiedelt, gehörte Brandenburg zu nördlichsten Städten in Deutschland mit einer florierenden Spielzeugindustrie. Inzwischen umfasst die &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/index.php?t=sammlung&amp;amp;instnr=1&amp;amp;gesusa=310&amp;amp;cachesLoaded=true&quot;&gt;Sammlung des Stadtmuseums&lt;/a&gt; annähernd 6000 Objekte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Grundstock der Sammlung bilden die seit 1957 direkt aus der Produktion des „VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (Havel)“ übergebenen Artikel mit ihren Varianten und Weiterentwicklungen, ergänzt durch Stücke aus Privathand. Nach der Schließung des Werkes 1991 wurden auch Maschinen, Ausstattungsgegenstände und Fotos und Schriftgut übernommen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sammlung dürfte eine der größten und bedeutendsten zu DDR-Spielwaren im Land Brandenburg, aber auch darüber hinaus sein, da hier beinahe das komplette Produktionssortiment des Werkes erfasst ist.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery columns-3 is-cropped&quot;&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/./raketentraeger-lkw-ms-25-mit-rakete-36788-2-1-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/./motorroller-fahrerin-36483-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
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&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/./pickvogel-36780-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;&lt;sub&gt;Links: Nach den Sternen konnten Kinder mit dem Raketenträger und aufliegender Rakete 1974 greifen. - Mitte: Die Motorrollerfahrerin ist eines der ältesten Objekte des Digitalisierungsprojektes: 1956 angefertigt, kam sie fabrikneu in die Sammlung des Stadtmuseums. - Rechts: Pickvogel aus Blech&lt;/sub&gt;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;h5 id=&quot;zukunftsstrategie-digitales-brandenburg&quot;&gt;Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg&lt;/h5&gt;
&lt;p&gt;Das Digitalisierungsprojekt gehört zur „&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190805095738/https://digitalesbb.de/wp-content/uploads/2018/12/181211-Strategiepapier.pdf&quot;&gt;Zukunftsstrategie Digitales Brandenburg&lt;/a&gt;” der Landesregierung Brandenburgs von 2018, welches vom Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg aufgelegt wurde. Es bot die Möglichkeit, die notwendige professionelle Erfassung durch Digitalfotos, die wissenschaftliche Beschreibung und im Anschluss die Zugänglichmachung des besonderen Bestandes auf der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/&quot;&gt;Plattform museum-digital.de&lt;/a&gt; durchzuführen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Bestand an MSB-Spielzeugobjekten war natürlich auch vorher erfasst, jedoch nur den Grunddaten und über einfache Arbeitsfotos. Dennoch stellte dies eine gute Basis für das Digitalisierungsprojekt dar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Publikationsfähige Digitalisate in Form professioneller Fotos und Texte konnten mit Mitteln der Stadt Brandenburg und durch die Projektförderung des Landes erstellt werden. Die interne Museumsdatenbank First Rumos wurde ergänzt und vervollständigt, diese Daten für museum-digital.de aufbereitet und online gestellt Die abschließende Bereitstellung der Daten für die &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/&quot;&gt;Deutsche Digitale Bibliothek (DBB)&lt;/a&gt; steht nun noch aus.&lt;/p&gt;
&lt;h5 id=&quot;vom-rennauto-bis-zum-bagger&quot;&gt;Vom Rennauto bis zum Bagger&lt;/h5&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 2019 wurden in einem ersten Schritt &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/index.php?t=listen&amp;amp;gesusa=310&amp;amp;instnr=1&amp;amp;cachesLoaded=true&quot;&gt;125 Spielzeuge&lt;/a&gt; samt ihrer Varianten erfasst, die aus dem Produktionszeitraum von 1948 (mit dem Beginn der Ära der Volkseigenen Betriebe) bis ca. 1972, als es zur Kombinatsbildung auch in der Spielzeugindustrie kam, stammen. In diesem Zeitraum entstanden Aktionsfiguren (Tiere, Personen) aus Blech mit mechanischem Antrieb, Straßenbahnen, Feuerwehren, Personenkraftwagen, Weltraumartikel, Flugzeuge, Liefer- und Transportfahrzeuge, Gnom-Autos, Raupenschlepper, Tankwagen und Rennautos, aber auch einige Artikel aus Holz. Die meist farbenfrohen Spielwaren verfügen über einen mechanischen Antrieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den jüngeren Abschnitt ab 1972 bis zum Ende des Betriebes (inkl. der Brandenburger Spielwaren GmbH) Ende 1991 ist der zweite Fördermittelantrag beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg für das Jahr 2020 derzeit in Arbeit. In dieser zweiten Phase sollen rund 125 mechanisch und elektromechanisch betriebenen Fahrzeuge wie Rennautos, Tankwagen, Jeeps, Hobby-Fahrzeuge, Buggys, Trucks, Kranautos, Bagger und einige Spielwaren, die keine Fahrzeuge sind, erfasst werden.&lt;/p&gt;
&lt;figure class=&quot;wp-block-gallery columns-3 is-cropped&quot;&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;figure&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/./panzer-t-34-36713-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;figure&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/./passagierflugzeug-il-14-36585-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;figure&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/./selbstfahrer-bonzo-36486-1024x683.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/figure&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption class=&quot;blocks-gallery-caption&quot;&gt;Links: Panzer T 34 mit elektromechanischem Antrieb. - Mitte: Passagierflugzeug IL-14 Serienausführung. - Rechts: Selbstfahrer &quot;Bonzo&quot;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;h5 id=&quot;nachhaltigkeit-von-sammlungsarbeit-fordern&quot;&gt;Nachhaltigkeit von Sammlungsarbeit fördern&lt;/h5&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt fördert die Nachhaltigkeit von Sammlungsarbeit und macht durch die digitale Erschließung der Objekte auch die restliche Sammlung gewissermaßen sichtbar. Somit kann der gesamte Bestand für wissenschaftliche Recherchen und für regional- und überregional geschichtlich interessierte Nutzer in den Fokus des Interesses gerückt werden, denn es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass mittlerweile ein großes Interesse an Spielzeug aus der DDR-Produktion besteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem können die Daten auch für zukünftige Dauer- und Sonderausstellungen genutzt werden, beispielsweise in einer MuseumsApp, die als vertiefende Ebene den Besuchern im Museum zur Verfügung gestellt werden kann. Texte und Bilder können für barrierefreie Angebote im Museum genutzt werden (Vorlesefunktion, Vergrößerung auf einem Pad, fremdsprachige Angebote).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Nutzung der Objekte ist unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA erlaubt, für eine kommerzielle Nutzung ist weiterhin die Rücksprache mit dem Stadtmuseum notwendig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museen-brandenburg.de/startseite/&quot;&gt;Brandenburgischen Museumsverband&lt;/a&gt; und der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.fh-potsdam.de/brandenburg-digital/&quot;&gt;Koordinierungsstelle Brandenburg-digital&lt;/a&gt;, die beratend uns zur Seite standen, umgesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/&quot;&gt;„Brandenburgische Museen digital“&lt;/a&gt; und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&quot;&gt;www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2020/08/07/spielzeugen-des-veb-mechanische-spielwaren-brandenburg-an-der-havel/raketentraeger-lkw-ms-25-mit-rakete-36788-2.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
    </entry>
    <entry xml:lang="de">
        <title>&#39;Can Heritage Objekts Represent a Home?&#39; Ein partizipatives Forschungsprojekt der &#39;Syrien&#39;-Sammlung im Ethnologischen Museum - Berlin.</title>
        <published>2020-05-25T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2020-05-25T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Mariam Bachich</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2020/05/25/can-heritage-objects-represent-a-home-ein-partizipatives-forschung-projekt-der-syrien-sammlung/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2020/05/25/can-heritage-objects-represent-a-home-ein-partizipatives-forschung-projekt-der-syrien-sammlung/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2020/05/25/can-heritage-objects-represent-a-home-ein-partizipatives-forschung-projekt-der-syrien-sammlung/">&lt;p&gt;Das Projekt ‚Can Heritage Objects Represent a Home?‘ (September 2017 bis August 2020) ist eine Erweiterung des partizipativen Projekts ‚Geteiltes Wissen‘ zur Amazoniensammlung im Ethnologischen Museum Berlin. Es beschäftigt sich mit Sammlungen aus Syrien und wird wie das Amazonienprojekt von der VolkswagenStiftung gefördert.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;die-syrien-sammlung-im-ethnologischen-museum-berlin&quot;&gt;Die Syrien-Sammlung im Ethnologischen Museum - Berlin&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Sammlung Nordafrika, West- und Zentralasien im Ethnologischen Museum besitzt ca. 220 (ethnographische) Objekte, die mit der Herkunftsangabe ‚Syrien‘ versehen sind. Diese Objekte wurden in unterschiedlichen Regionen des heutigen Syriens und Levante gesammelt und lassen sich größtenteils auf das 19. und 20. Jahrhundert datieren. Ca. 2/3 der Sammlung stammt von bekannten Persönlichkeiten, die als Politiker, Orientalisten und Archäologen gleichermaßen tätig waren, wie z.B. Emil Riebeck, Johann Gottfried Wetzstein, Max von Oppenheim oder Heinrich Petermann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben den materiellen Objekten befinden sich in der Sammlung des Ethnologischen Museums ca. 650 Fotos: davon ca.190 historische Fotos von Hermann Burchardt (den Großteil der Fotos hat er 1895 im Hauran angefertigt), sowie ca. 320 Dias von Einar von Schuler (1930-90), der als Professor für Altorientalistik die Ausgrabung in Tell Habuba Alkebera –Syrien leitete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Abteilung „Medien, Berliner Phonogramm-Archiv, Musikethnologie, Visuelle Anthropologie“ verfügt über eine reiche Sammlung immateriellen Kulturerbes, die auch ‚Syrien‘ betrifft. Es handelt sich sowohl um Audio- als auch um audiovisuelle Aufnahmen auf sehr unterschiedlichen Trägermedien. Neuere musikethnologische Feldaufnahmen verschiedener Sammler entstanden zwischen 1959 und 1998 mit einem Schwerpunkt in den 1970er Jahren und stammen großteils aus dem heutigen Syrien.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;das-projekt&quot;&gt;Das Projekt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt verfolgt das Ziel, die Sammlungen – hauptsächlich- unter Syrer*innen – bekannt zu machen, und nach partizipativen Prinzipien zu erforschen, indem ein Bezug zwischen den Menschen und dem materiellen und nicht-materiellen Erbe hergestellt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Syrer*innen engagieren sich im Projekt als aktive Partner*innen. Dabei verfolgt das Projekt eine doppelte Strategie. Zum einen wurde ein Komitee gegründet, das sich vor Ort in Berlin, Deutschland, mit der Sammlung und anderen museumsbezogenen Themen beschäftigt, neben veröffentlichen Veranstaltungen. Zum anderen werden die Objekte der Sammlung über eine Onlineplattform veröffentlicht und alle Interessierten sind eingeladen, sich in die Beschreibung und Erforschung einzubringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So strebt das Projekt einen doppelten Nutzen an: Die Syrer*innen lernen einen Teil ihres kulturellen Erbes kennen und werden basierend auf den Forschungen zu neuen kreativen Strategien und Projekten ermutigt, vor allem im Exil. Das Wissen der Syrer*innen bereichert auch die Sammlung und im Idealfall entstehen neue und potentiell nachhaltige Beziehungen zwischen dem Museum und den syrischen Partner*innen im Projekt.&lt;br /&gt;
Geplant ist außerdem, die Ergebnisse des Projekts in einer Ausstellung zu präsentieren.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;einladung&quot;&gt;Einladung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Objekte auf der Plattform anzusehen und uns gerne Meinungen, Geschichten, Informationen, Kritik, usw. mitzuteilen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&quot;hinweise-zur-provenienz-und-klassifikation&quot;&gt;Hinweise zur Provenienz und Klassifikation:&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Syrien wird in Anführungszeichnen geschrieben, damit sind sowohl das heutige Syrien, als auch die historische Region Levante gemeint.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Die Objekte der Sammlung sind auf der Plattform so beschrieben wie sie im Museum registriert sind, im Regelfall mit ein paar Basisinformationen. Alle Interessierten sollen sich frei fühlen, die Objekte so zu beschreiben, wie es ihnen selbst richtig erscheint.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bei vielen Objekten war es schwierig, genaue Provenienzen zu finden bzw. zu definieren was “Objekte aus Syrien“ eigentlich sind. Da Provenienzfoschung im engeren Sinne im Projekt keine Priorität hatte, haben wir entscheiden, hier Objekte zu zeigen, die in den Akten des Museums mit ‚Herkunft Syrien‘ verzeichnet sind, oder aus ‚Syrien‘ sein könnten. Wo immer die Provenienz verzeichnet ist, wird sie wie in den Akten benannt. Dies gilt auch für unklare Provenienzen. Wichtig für das Projekt ist die Interaktion und der Austausch zwischen Personen und Objekten; Dabei hängt es von den Beteiligten ab, ob Ästhetik, Kritik, persönliche Erinnerung oder andere Themen im Zentrum stehen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&quot;links&quot;&gt;Links&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die Sammlung bei &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://smb.museum-digital.de/index.php?t=listen&amp;amp;instnr=11&amp;amp;gesusa=59&amp;amp;navlang=de&quot;&gt;museum-digital:smb&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?m_tid=891&amp;amp;tid=891&quot;&gt;Projekt im “Themator”&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Anerkennung:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bedanke mich recht herzlich bei:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frau Dr. Ingred Schindlbeck und Frau Dr. Andrea Scholz für ihr Bemühen um die Verwirklichung des Projekts sowie für ihre unbegrenzte Unterstützung und Betreuung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Team des Projekts:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Mitglieder des Komitees, die ihre Zeit und ihr Engagement dem Projekt freiwillig gewidmet haben. Sie haben das Projekt bereichert und daraus etwas Besonderes gemacht:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Frau Dr. Swiess Al-Battman&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frau Raja Banout&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frau Jehan Daoud&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frau Tamara Duedari&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Frau Dima Nassar&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Herr Salah Hebbo&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Herr Dr. Yasser Al-Hamwi,: Vertreter von Homs League Abroad e. V.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Herr Humam Al-Salim: Vertreter von Syria Art&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Herr Yeser Al-Amin: Vertreter von Union der Syrischen Studenten und Akademiker e.V. (USSA)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Herr Dr. Ahmad Al-Rawi : Vertreter von Syrian International Geography Network&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Recherche der Musiksammlung:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Herr Daisam Jalo&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dokumentarfilm:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Herr Anis Hamdoun&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Ich bedanke mich noch recht herzlich bei allen, die ihre Unterstützung sowie ihre Beteiligung und Interesse am Projekt und dessen Aktivitäten gezeigt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Das Projekt&lt;/strong&gt;: Can Heritage Objects Represent a Home?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Projekt Leiterin&lt;/strong&gt;: Mariam Bachich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dauer&lt;/strong&gt;: August. 2017- Januar 2021&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ort&lt;/strong&gt;: Ethnologisches Museum – Berlin&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Förderung&lt;/strong&gt;: Volkswagen Stiftung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die Ausstellung des Projekts:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
    </entry>
    <entry xml:lang="de">
        <title>Was heißt nochmal &quot;Kopf&quot; auf Litauisch?</title>
        <published>2019-11-06T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2019-11-06T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>mstoelzer</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2019/11/06/was-heisst-nochmal-kopf-auf-litauisch/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2019/11/06/was-heisst-nochmal-kopf-auf-litauisch/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2019/11/06/was-heisst-nochmal-kopf-auf-litauisch/">&lt;p&gt;Seit 2008 bietet die europäische digitale Plattform Europeana Zugang zu mehr als 50 Millionen Objekten aus europäischen Archiven, Bibliotheken und Museen. Mehr als 3.000 europäische Institutionen tragen dazu bei, dass diese virtuelle Bibliothek das reiche kulturelle Erbe Europas abbilden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Europeana sammelt Kontextinformationen (Metadaten) sowie eine kleine Abbildung und belässt die eigentlichen Objektdatensätze in den jeweiligen Ursprungsinstitutionen. Die vorhandenen Metadaten können von den Benutzer*innen durchsucht und (kosten-) frei genutzt werden. Über einen Link gelangt man zur Ursprungsinstitution mit dem originären Datensatz und hat so die Möglichkeit, weiterführende Informationen zu erhalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was nach dem digitalen Elysium klingt, birgt jedoch einige Tücken: die in Europeana enthaltenen Objektinformationen entstammen den unterschiedlichsten Kulturinstitutionen – deren Standards werden einerseits von der Einrichtungsart vorgegeben (Bibliothek, Archiv, Museum etc.), andererseits von fachspezifischen Bedürfnissen bestimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fällt es nun bereits auf nationaler Ebene schwer, Vereinheitlichungen zu schaffen, potenziert sich die Problematik auf internationaler Ebene. Sichtbar wird dies für die Nutzer*innen in der Suche: man muss schon sehr genau wissen, wonach man sucht und in welchem Land sich das Gesuchte befindet, um den Suchbegriff in der entsprechenden Sprache einzugeben, um dann tatsächlich fündig zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Glücklicherweise ist Europeana kein statisches Konstrukt sondern ein dynamisches, das stets verbessert werden soll. Priorität haben dabei folgende Punkte:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;“Make it easy and rewarding for Cultural Heritage Institutions to share high-quality content” (es Kulturerbe-Institutionen leicht und lohnend machen, qualitativ hochwertige Inhalte zu teilen)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;“Scale with partners to reach our target markets and audiences” (mit den Partnern wachsen, um die Zielmärkte und Zielgruppen zu erreichen)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;“Engage people on our websites and via participatory campaigns” (Einbinden von Menschen auf unseren Websites sowie über partizipative Kampagnen)&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Eine Form von Beteiligung ist die Projektarbeit und hier setzt nun auch Europeana Archaeology an.&lt;br /&gt;
In dem CEF-geförderten EU-Projekt (Connecting Europe Facility of the European Union) haben sich 16 Institutionen aus ganz Europa zusammengetan, um von Februar 2019 bis Juli 2020 die Qualität der bereits bestehenden archäologischen Sammlungen von Objekten zu erhöhen und weitere hinzuzufügen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Qualitativ verbessern heißt beispielsweise, einen höheren Standard im &lt;em&gt;Europeana Publishing Framework&lt;/em&gt; zu erlangen, also z.B. höher aufgelöste Abbildungen bereitzustellen und die Rechte zur Nutzung anzupassen. Auch die Metadaten werden im Rahmen des Projektes verbessert. Alle Objekte werden mit einem bedeutungsvollen Titel und einer Beschreibung versehen und kontextualisiert; von allen Textelementen wird weiterhin die entsprechende Sprache identifiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Hauptbestandteil der qualitativen Verbesserung der Metadaten ist die Verschlagwortung: Es werden Schlagworte für den Gegenstand/ das Thema vergeben, geographische Ortsnamen, für Zeiten/Epochen und Akteure. Dafür werden multilinguale und Linked Data Vokabulare genutzt, vorrangig der Art &amp;amp; Architecture Thesaurus des Getty Research Institutes und GeoNames.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So soll am Ende der/die Nutzer*in bei der Suche nach z.B. „Topf“ nicht mehr ausschließlich Objekte aus deutschen Kultureinrichtungen angezeigt bekommen, sondern durch die Verknüpfung mit Linked Data auch solche aus anderen europäischen Institutionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis es soweit ist, fließt noch viel Wasser die Spree hinunter und einige technische Hürden sind zu nehmen. Eine große Schwierigkeit ist der Ort dieser Anreicherung der Metadaten. In den meisten hausinternen Datenbanken der Konsortiumspartner ist eine Eingabe von Schlagworten und deren Verknüpfung mit LOD nicht möglich, sodass eine Alternative geschaffen werden muss. Hier setzt ein Tool an, das im Rahmen des Projektes entwickelt wird. Diese Software soll es den Partnern ermöglichen, in den exportierten Datensätzen Schlagworte anzufügen und sie mit Linked Data Vokabularen zu verknüpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz gibt es jedoch eine zweite Variante: museum-digital.&lt;br /&gt;
Alle Objekte, die bereits auf &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.smb-digital.de&quot;&gt;www.smb-digital.de&lt;/a&gt; gezeigt werden, können auch auf &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de&quot;&gt;www.museum-digital.de&lt;/a&gt; eingesehen werden – insofern eine Objektbeschreibung und eine Abbildung verfügbar sind. Im Eingabetool von museum-digital können Schlagworte, Akteure, Ortsnamen etc. erfasst und mit LOD verknüpft werden – die so angereicherten Datensätze werden anschließend an Europeana geliefert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt lohnt sich für uns also gleich doppelt: nicht nur wird die Sichtbarkeit der Museen auf europäischer Ebene erhöht, auch museum-digital wird damit „reicher“ – und alle Nutzer*innen profitieren gleichermaßen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Einschränkung muss dennoch vorgenommen werden: im Rahmen des Projektes Europeana Archaeology werden von Seiten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausschließlich Objekte aus dem Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin angereichert, die bereits in Europeana enthalten sind und eine größere Anzahl an Objekten der Papyrussammlung, die noch nicht auf Europeana zu finden sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie sehen die Verbesserungen denn real aus und wie funktioniert das Tool zur Verschlagwortung? Über die Fortschritte im Projekt wird an dieser Stelle regelmäßig berichtet – stay tuned!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Europeana Archaeology&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Koordination: Vilnius University&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weitere Partner:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2Culture Associates Ltd&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alma Mater Studiorum - Università di Bologna&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ATHENA R.C. – Athina - Erevnitiko Kentro Kainotomias Stis Technologies Tis Pliroforias Ton Epikoinonion Kai Tis Gnosis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Data Archiving and Networked Services&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Georg August Universitaet Göttingen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Institutul Na?ional al Patrimoniului&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Istituto Centrale per il Catalogo Unico delle biblioteche italiane e per le informazioni bibliografiche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Koninklijke Musea voor Kunst en Geschiedenis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lunida Ltd&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Musée d’Archéologie nationale Domaine national de Saint-Germain-en-Laye&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Muzej za umjetnost i obrt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stiftung Preußischer Kulturbesitz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Technologiko Panepistimio Kyprou&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;The Hunt Museum&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Universidad de Jaén&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Associates:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;CARARE&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;MUSEU&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Projektwebsite: &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://europeanaarchaeology.carare.eu/&quot;&gt;europeanaarchaeology.carare.eu&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Finanziell gefördert durch die Fazilität „Connecting Europe” (CEF)&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2019/11/06/was-heisst-nochmal-kopf-auf-litauisch/Kopf_der_Teje.jpeg</url></post-thumbnail>
        
        
    </entry>
    <entry xml:lang="de">
        <title>EDiM - Sach- und Erfolgsbericht für 2014</title>
        <published>2015-04-10T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-04-10T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2015/04/10/edim-sach-und-erfolgsbericht-fuer-2014/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2015/04/10/edim-sach-und-erfolgsbericht-fuer-2014/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/04/10/edim-sach-und-erfolgsbericht-fuer-2014/">&lt;p&gt;Für alle Interessierten &lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2015/04/10/edim-sach-und-erfolgsbericht-fuer-2014/./Sachbericht-EDiM-Maerz2015.pdf&quot;&gt;hier der Sach-, Erfolgs- und Abschlussbericht für das Jahr 2014.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</content>

        
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        <title>EDiM - Rückblick auf drei Jahre Digitalisierung im Kunstmuseum Moritzburg</title>
        <published>2015-03-12T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-03-12T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/03/12/edim-rueckblick-auf-drei-jahre-digitalisierung-im-kunstmuseum-moritzburg/">&lt;p&gt;Anlässlich eines Fragebogens, den das Kultusministerium von Sachsen-Anhalt 2014 an Museen des Landes ausgegeben hat, um den Stand der Digitalisierung zu ermitteln, haben wir uns einmal systematisch Gedanken gemacht, was eigentlich tatsächlich zu einer erfolgreichen Digitalisierung im Museum dazugehört. Dieser Blog ist gemeint als kleine Zusammenfassung und als Rückblick auf den zurückgelegten Weg. Sicherlich ist er geprägt von der Art des Museums: Das Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) ist ein Haus mit einem Schwerpunkt auf der Kunst des 19. bis 20. Jahrhunderts, mit sechs großen Sammlungsbereichen: Gemälde, Grafik, Plastik, Kunsthandwerk &amp;amp; Design, Photographie sowie das sachsen-anhaltinische Landesmünzkabinett (Münzen. Medaillen, Papiergeld).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben einer gewissen technischen Grundausstattung wie Kameras, Stativen, Scannern, Datenbanken und Ähnlichem benötigt man Personal mit zum Teil umfangreiche Kenntnissen aus recht unterschiedlichen Bereichen. Soweit ich weiß kann man diesen Bereich nicht studieren, sondern muss ihn sich derzeit noch selbst erarbeiten (auch wenn das Studium der Museologie sicherlich in diese Richtung geht, aber aus unserer Sicht nicht alles umfasst). Für gewöhnlich erarbeitet sich ein Wissenschaftler neue Wissensbereiche, ob es sich dabei um wissenschaftliche Themen handelt oder darum, wie ich eine professionelle Foto-Reproanlage benutze und diese bis hin zu den verwendeten Dateiformaten und Langzeitarchivierungsstrategien und einer Sicherung und Nachhaltigkeit des Arbeitsergebnisses durchdenke. Ein Wissenschaftler kennt sich darüber hinaus mit den wissenschaftlichen Informationen in der Datenbank aus. Zusätzlich braucht man jemanden, der sich in der professionellen Verwaltung und Verzeichnung einer Sammlung auskennt: Arbeitsabläufe, konservatorische Rahmenbedingungen, Lagerung, Sicherheit etc. bilden sich auch in der Datenbank ab. Für das Grundverständnis einer Datenbank und deren Bedürfnisse braucht es das technische Wissen bzw. ein entsprechendes Verständnis. Für die Erstellung von guten Abbildungen benötigt man Wissen über die konservatorischen Rahmenbedingungen für das fotografierte bzw. reproduzierte Material, damit es bei dieser Gelegenheit nicht beschädigt wird. Außerdem muss man die Digitalfotografie (immerhin ein voller Ausbildungsberuf bzw. ein Studium) und bei dieser insbesondere die Farbtreue (Colormanagement) beherrschen - eine Grundbedingung in einem Kunstmuseum. Dazu kommt die Kenntnis dessen, was mit der Onlinepublikation der Daten im Internet verbunden ist:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die Referenzierung auf Normdaten und anderen Internetquellen, die in der Ausgangsdatenbank mitgedacht werden sollten (GND, VIAF, Wikipedia, spezielle oder allgemeine Thesauri zu unterschiedlichen Themen: ULAN, Geonames, TGN, AAT u. a.)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kenntnis und Beherrschen von LIDO, das ebenfalls günstigstenfalls in der hauseigenen Datenbank mitgedacht und einbezogen sein sollte&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eingehende Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen sowohl intern als auch für die Onlinepublikation, insbesondere des Urheberrechts.
Grundbedingung und Basis einer effektiven Digitalisierung ist eine gut funktionierende und zu den Anforderungen der Digitalisierung passende IT-Struktur und IT-Betreuung im eigenen Haus.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Eine Datenbank ist etwas grundsätzlich anderes als eine Karteikarte, sie kann viel mehr, eröffnet eine neue Welt von Möglichkeiten. Wenn man sich eine Datenbank kauft, muss einem bewusst sein, dass man sich ein (meist) sehr leistungsfähiges Instrument anschafft, das man beherrschen muss, damit man es für sich nutzen und punktgenau einsetzen kann. Man muss es zunächst verstehen, seine Wirkungsmöglichkeiten, seine Defizite. Dann sollte man sich überlegen, wo die bisher erhobenen Informationen hinkommen sollen, damit sie später für die zu erwartenden Arbeitsabläufe an der richtigen Stelle stehen und voll nutzbar sind. Damit sind Abläufe innerhalb des Hauses im Blick, die mit den Kollegen abgesprochen und auf Tauglichkeit erprobt werden müssen. Eine Erfahrung aus anderen Häusern ist (die Moritzburg ist noch nicht so weit), dass sich sogar durch das Vorhandensein der Datenbank Arbeitsabläufe ändern, sogar effektiver und zeitsparender werden können, wenn man denn willens und in der Lage ist, diese auszuprobieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Übertragung von analog vorliegenden Informationen in die Datenbank wäre man schlecht beraten, wenn man einfach nur den bisherigen Erfassungsstand abschreibt. Es wäre ein ungewöhnlich gut geführtes Museum, dessen Erfassungsunterlagen immer auf dem neuesten, besten Stand sind und alle Angaben immer fehlerfrei sind. Die Realität dürfte in den meisten Häusern eine andere sein. Aus diesem Grund sollte man nicht nur die z. B. für die Online-Publikation zusätzlichen Informationen mit in die Datenbank aufnehmen, sondern auch die Ressourcen im Internet zur Erweiterung und Verbesserung der Informationsgrundlage zu den eigenen Werken nutzen bzw. auch - wenn nötig - die Bibliothek konsultieren. Klar: Befinden sich die analogen Erfassungsunterlagen in schlechtem Zustand und ist infolgedessen der Nachrecherchebedarf groß, können eine geringere Anzahl von Datensätzen erarbeitet werden als wenn auf guten Unterlagen aufgebaut werden kann. Gute Unterlagen können von geringer qualifiziertem Personal übertragen werden. Je mehr Informationen fehlen oder überarbeitet werden müssen, desto höher muss der Bildungsgrad des Personals sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Personal, insbesondere gutes Personal, ist sowieso Dreh- und Angelpunkt von allem: Wofür der eine zwei Monate benötigt, daran arbeitet ein anderer ein ganzes Jahr. Da die Digitalisierung eine Langzeitaufgabe ist, ist neben der ebenfalls sehr wichtigen Qualität der Arbeit auch die Arbeitsgeschwindigkeit des Personals extrem wichtig. Es lässt sich leicht ausrechnen, wohin man mit der Person, die innerhalb von zwei Monaten ein Werk bearbeiten kann, innerhalb von 10 Jahren kommt, und wohin mit der anderen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es mag einige überraschen, aber aus unserer Sicht ist der Arbeitsbereich der Digitalisierung ein neuer innerhalb des Museums, der - wenn man ihn professionell und kompetent betreibt und nicht nur Dinge irgendwo in eine Datenbank hineinschreibt, mit seiner Gemengelage aus Kompetenzen durchaus anspruchsvoll ist. In dieser Aussage liegen verschiedene Problemlagen versteckt, die die Kollegen in den Häusern sicherlich wiedererkennen werden, wenn sie hier kurz angerissen werden. Ältere Kollegen sind oft schwer für die Digitalisierung zu erwärmen. Der strukturierende Aufwand vor Beginn der eigentlichen Digitalisierung bzw. die Folgen, die die Einführung einer Datenbank hat, werden unterschätzt. Es kann kein oder zu wenig Personal eingestellt werden für diese zusätzliche Aufgabe. Das Personal hat nicht die notwendigen Kenntnisse. Es fehlt die Langfristigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eines scheint aber sicher: Die Zukunft ist digital und deswegen ist ein Museum gut beraten, sich früher oder später auf den Weg zu machen und seine eigene Strategie dieser Gewissheit gegenüber zu entwickeln. Was auch klar ist: Es führen mehrere Wege zum Ziel und in jedem Haus gibt es unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche, Anforderungen. Deswegen gibt es kein für alle geltendes Rezept für die Digitalisierung und jedes Haus muss seinen Weg selbst suchen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenmigration 1</title>
        <published>2015-03-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-03-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/03/11/edim-datenmigration-1/">&lt;p&gt;In fünf Abschnitten berichten wir jetzt von unseren Erfahrungen rund um die Datenmigration in der Stiftung Moritzburg - ein etwas kniffliges Thema, weil dabei nicht alles zu 100% gut gelaufen ist. Umso mehr lohnt sich ein genauer Blick auf die neuralgischen Punkte und ein Erfahrungsbericht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Bericht ist “gut abgehangen”: So können wir nicht nur mitteilen, was wir gemacht haben, sondern auch, ob es sich als hilfreich erwiesen hat. Ein weiterer Grund, warum wir nicht aus der Arbeit heraus oder direkt im Anschluss berichtet haben, ist, dass wir uns das Ergebnis zum Teil anders vorgestellt hatten und daher nicht rundum mit unserem Software-Partner zufrieden waren. Es spielte aber auch eine Rolle, dass wir unerfahren waren: Klar, wir haben uns eine Software gekauft, weil wir keine hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ganze Prozess begann vor knapp drei Jahren mit der Auswahl und der Veranschlagung der für die Migration vorgesehenen Dateien/Datenbanken. Auswahlkkriterium Nr. 1 war inhaltlicher Gehalt und Nr. 2 die Anzahl der Datensätze in einer Datei.&lt;br /&gt;
Hat die Datei nur 4-5 Spalten, also Kategorien wie Inventarnummer, was ist es, wie heißt es, Maße und Künstler, ist das inhaltliche Gewicht vermutlich zu gering, um einen hochbezahlten Spezialisten daran zu setzen und eine Migration durchführen zu lassen. Wäre eine solche Datei allerdings viele tausend Datensätze stark, wäre dies schon wieder anders zu bewerten. Die bereits vorhandenen Informationen könnten eine Basis für eine Vertiefung sein.&lt;br /&gt;
Ein Mitarbeiter einer Software-Firma hat mir den Tipp gegeben, dass eine Datei ab 1.000 Datensätzen erst die Kosten lohnt. An diesem Rat haben wir uns orientiert. Im Nachhinein ist diese Information allerdings mit einem “aber” zu versehen, denn muss man hinterher das Migrationsergebnis noch aufwändig bereinigen, lohnt sich vermutlich eine Neueingabe bzw. das copy &amp;amp; paste-Verfahren mehr. Man muss die Kosten für die Migration gegen die Kosten für das Personal abwägen. Wir haben bei der Bereinigung unserer Datensätze tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass eine Bereinigung fast die Zeit einer Neueingabe in Anspruch nehmen &lt;em&gt;kann&lt;/em&gt;. Dabei handelte es sich immerhin um eine “umfangreiche”, 70 Spalten starke Datei. Auf die genauen Gründe dafür komme ich anlässlich der Datenbereinigung, also einige Blogs später zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Stiftung Moritzburg hat insgesamt sechs Dateien migrieren lassen:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;eine Access-Datenbank zu rund 30.000 Geldscheinen (ohne Bilder)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine Access-Datenbank zu 1.665 Münzen (ohne Bilder)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine FileMaker-Datei zu 21.760 Photographien (ohne Bilder)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine Excel-Datei mit rund 4.000 Adressen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine Excel-Liste zu 1.350 Plakaten (ohne Bilder)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eine Datenbank mit 14.400 Datensätzen querbeet durch alle Sammlungen und Abteilungen der Moritzburg, mit je einem JPG-Bild.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;gesamt rund 73.000&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Daten sind nicht etwa durch die Wissenschaftler der Abteilungen erstellt worden, sondern in zwei Fällen (Nr. 1 und 3) durch ehrenamtliche Spezialisten, denen hier und überhaupt für ihr Engagement nicht genug zu danken ist! Eine Datei ist durch eine museologisch ausgebildete Fach-Praktikantin erstellt worden (Nr. 5) und eine im Rahmen einer über mehrere Jahre laufenden AB-Maßnahme, während der vorhandene Erfassungen transkribiert und anlässlich von Buchprojekten entstandene Ektas von Objekten als TIFF gescannt wurden (Nr. 6).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Kosten für eine Migration richten sich grundsätzlich nach der Anzahl der Spalten (nach rechts), während die Anzahl der Datensätze (nach unten) keine Rolle spielt. Unsere Dateien lagen in der Jahreswende 2011/2012 zwischen 410,- plus MWSt. (Excel-Adress- und Plakatdatei = ein halber Arbeitstag eines Software-Mitarbeiters zu 820,-) und 1.640,- plus MWSt. für die Migration der unter 6. genannten 70 Spalten umfassenden Datenbank. Es ist naheliegend, dass einfache und gängige Dateiformate wie Excel und Access weniger kosten als beispielsweise Daten, die aus einem proprietären System herausgeholt werden müssen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenmigration 2</title>
        <published>2015-03-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-03-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/03/11/edim-datenmigration-2/">&lt;p&gt;Keine Datenmigration ist gleich und jeder Prozess und jede Institution hat andere Rahmenbedingungen. Ich kann im Folgenden nur beschreiben, wie der Ablauf bei uns war und welche Vor- oder Nachteile sich dabei ergeben haben. Insgesamt hat es sich zum Beispiel als vorteilhaft erwiesen, dass es im Interesse des Ergebnisses für diesen ganzen Prozess einen Verantwortlichen gab, der oder die alle Fäden in der Hand hält. Und dieser zukünftige Datenbankadministrator sollte die Dateien und die Inhalte genau kennen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Teil des Migrationsprozesses war eine so genannte “Detailspezifikation”, d. h. eine Besprechung der zu migrierenden Dateien mit einem Mitarbeiter der Firma Zetcom über drei Tage hier vor Ort in Halle. Datei für Datei und Spalte für Spalte ist besprochen worden, in welches Feld der neuen Datenbank die Inhalte wandern sollen. Dazu ist ein Dokument erstellt worden, das die Besprechungsergebnisse festhält: Es handelt sich um eine Excel-Liste, in der im Kern schlicht eine Spalte aus der Ausgangsdatei einer Spalte in der Zieldatenbank zugeordnet ist. Jeder, der eine Migration anstrebt, kann sich das zukünftige Ergebnis sehr gut selbst vor Augen führen, wenn er sich die Inhalte der Ausgangsspalte (vollständig bis ganz nach unten!) ansieht und in der zukünftigen vorstellt. Jegliche in der Ausgangsdatei strukturell falsch abgelegte Information wird in der Zieldankenbank in der falschen Spalte erscheinen und wird entweder vorher oder hinterher bereinigt werden müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun geht es in die Details: In unserem Fall hatten wir es mit der Firma Zetcom und ihrem Produkt “MuseumPlus” mit einem Zusatzbereich (=Ausstellungsmanagement) zu tun. Firmenpraxis ist, dass die Datenbank vor dem Ankauf nur auf ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers vor Ort installiert wird. Andere Software-Anbieter stellen eine kostenlos und einfach herunterzuladende Demo-Datenbank zur Verfügung, damit der Käufer Tests und alle denkbaren Arten von Eingaben bzw. Suchabfragen tätigen kann, um die Datenbank zuvor eingehend kennen zu lernen. Auf eine vorherige Installation des Programms und auf umfangreiche Tests im Vorfeld haben wir verzichtet, weil wir überraschend und vorfristig - dankenswerterweise! - bereits Ende 2010 Geld zur Verfügung gestellt bekamen, das innerhalb von 4-5 Wochen, bis Ende des Jahres, ausgegeben werden musste. Insgesamt hatten wir aber auch das Vertrauen, dass dieses Programm, das bei anderen Einrichtungen zufriedenstellend läuft und Spectrum-zertifiziert ist, alle Funktionen aufweist, die die Moritzburg braucht. Offiziell lautet die Begründung dafür, dass die Datenbank “ungern” zu Testzwecken beim Interessenten installiert wird, dass möglicherweise bei der Benutzung des Programms ein falscher Einruck von seiner Leistungsfähigkeit etc. entsteht, weil sich der User mit Datenbank nicht ausreichend auskennt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir den Ankauf in Eile verwaltungsmäßig über die Bühne gebracht hatten und der Installation der Datenbank bei uns freudig entgegen sahen, erhielten wir die Auskunft, dass diese erst &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; der Datenmigration zu uns kommen würde, weil die Migration beim Anbieter vor Ort in Berlin stattfindet. Daraufhin haben wir uns (im Januar) nach dem grundsätzlichen Ablauf der nächsten Monate erkundigt und erhielten von Zetcom einen Zeitplan, der die Monate März bis Mai 2012 von der Detailspezifikation über die Migration bis zur Schulung umfasste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Erfahrungen hat gezeigt, dass wir uns diesen Zeitplan nicht hätten “diktieren” lassen dürfen. Aber wer hätte gedacht, dass das Programm nicht stabil laufen würde und auch das Migrationsergebnis Wünsche offen ließ?&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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        <title>EDiM - Datenmigration 3</title>
        <published>2015-03-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-03-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/03/11/edim-datenmigration-3/">&lt;p&gt;Bei dem Zusammentreffen mit den Mitarbeitern der Firma Zetcom Mitte März, mit denen die zu migrierenden Daten besprochen wurden (Detailspezifikation), stellten sich einige Dinge als nachteilig heraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Eine der zu migrierenden Dateien lag in einem derart veralteten Zustand vor (Access 2000), dass es im Haus nur noch einen einzigen Computer gab, auf dem man die Daten aufrufen konnte. Wir haben darauf spekuliert, dass es reichen würde, wenn zum Migrationsgespräch der Leiter dieser betreffenden Sammlung, der die Inhalte der Datenbank überschauen sollte, hinzukommt und den Mitarbeitern von Zetcom die entsprechenden Auskünfte persönlich erteilt. Dies hat sich als zutreffend herausgestellt. Im Prinzip ist diese Vorgehensweise allerdings nicht zu empfehlen, denn man sollte sich jede Spalte vor der Migration genau von oben bis unten ansehen, auch wenn es sich wie in diesem Fall um 30.000 Datensätze handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. Die Software, mit der wir zur Detailspezifikation die zu migrierende Datei ansehen wollten (FileMaker), war nur mit zwei Lizenzen im Haus vorhanden und nur in einer anderen Liegenschaft ca. 500m Luftlinie entfernt an zwei Computern anderer Kollegen verfügbar. Die Verantwortliche für den Migrationsprozess kannte sich nicht (wie auch kein anderer im Haus, sogar die User) mit der Benutzung, Administration und den Details dieses Programms aus. So war es schwierig bis fast unmöglich, vorher Änderungen an den Daten vorzunehmen, ohne eine gewisse Einführung in das Programm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. Da das Software-Unternehmen, dass eine der zu migrierenden Datenbanken seinerzeit programmiert hat (Nr. 6), insolvent geworden ist, lag zum Zeitpunkt der Migration nur noch ein Datenbank-Dump (eine Kopie der Datenbank) bzw. ein Export in Excel vor, so dass die Datenstruktur live in der Datenbank nicht mehr nachvollzogen werden konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Projektleiterin als Verantwortliche für den Migrationsprozess war es neben diesen technischen Problemen weder auf die Schnelle noch von Wissen her möglich, die Datenqualität im Detail zu beurteilen oder sogar inhaltlich zu verbessern. Dennoch kann man auf eine “strukturelle” “technische” Richtigkeit achten: Es kam bei den Gesprächen über die Details des Migrationsprozesses heraus, dass für eine gute Qualität des Endergebnisses wichtig ist, dass entweder jede Information in einem extra-Feld vorliegt, so dass sie bequem an die richtige Stelle gelenkt werden kann, oder die Angaben mit einer maschinellen, nämlich 100%igen Präzision immer identisch eingetragen sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dazu ein paar Beispiele: Wir hatten ein Feld mit Maßen, dass nach der Struktur der vorherigen Datenbank völlig richtig mit den Maßen von Höhe, Breite und Tiefe mit drei Werten, getrennt durch “x”, befüllt war (also z. B.: 35x34x56 oder 35cm x 34cm x 56cm). Nun sah die neue Datenbank die Trennung der drei Werte in eigene Felder für Höhe, Breite und Tiefe vor. Nur wenn in &lt;em&gt;allen&lt;/em&gt;, aber wirklich &lt;em&gt;allen&lt;/em&gt; Feldern (in diesem Fall z. B. 14.400 Mal) die Einträge immer gleich sind, einschließlich der verwendeten Leerzeichen zwischen den “x”, &lt;em&gt;können&lt;/em&gt; diese Daten maschinell getrennt werden. Sollte mal ein Tippfehler vorkommen, passiert an dieser Stelle bei der Übernahme ein Fehler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Erfahrung lehrt, dass von Menschen erzeugte Daten ebenso wie solche von Museumsobjekten sich dieser 100%-Regel entziehen. So muss man neben schlichten Fehlern z. B. mit Zusätzen zu den Maßen im Sinne eines Kommentars rechnen (z. B. “mit Sockel 15 cm”) und anderen Ausnahmen, für die dann eine eigene Spalte einzurichten wäre. Kennt man die Regeln für die Übernahme genau (und von Firma zu Firma dürften dort Unterschiede sein), kann man vor der Migration seinen Datenbestand nach diesen Kriterien optimieren, ohne in die Inhalte gehen zu müssen. Inhaltliche Fehler bleiben natürlich bestehen und werden auch durch eine neue Datenbank nicht besser. Dort wirken die Fehler nur noch deplazierter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Häufig dürfte es sich bei einer Migration um ein Überspielen einer einfachen Datenstruktur in eine komplexere handeln. Es bietet sich an, &lt;em&gt;sich vor&lt;/em&gt; der Migration den Aufwand der Bereinigung &lt;em&gt;vorher&lt;/em&gt; bzw. &lt;em&gt;hinterher&lt;/em&gt; sehr klar und deutlich vor Augen zu führen. Bei uns war es leider so, dass wir zwar &lt;em&gt;vor&lt;/em&gt; der Detailspezifikation Zeit gehabt hätten, diese Bereinigungen durchzuführen, aber nicht abschätzen konnten, dass dies nötig sein würde. Und &lt;em&gt;nach&lt;/em&gt; der Detailspezifikation war der Zeitplan so eng, dass wir nur noch Details ändern konnten, bevor wir die Dateien endgültig abgeben mussten. Wären wir uns der Konsequenzen für die anschließende Bereinigung, die übrigens derzeit immer noch nicht abgeschlossen ist!, bewusst gewesen, hätten wir natürlich den Zeitplan in Frage gestellt. Es kam uns sogar so vor, als hätte uns die Firma gern vorher über den aus unserer Sicht für erfahrene Datenmigrierer absehbaren Bereinigungsaufwand aufmerksam machen können. Dieser Eindruck kam zustande, weil die Firma zur kostenmäßigen Veranschlagung der Datenmigration gesagt hatte, sie würde die Daten “analysieren”. Bei uns entstand - etwas naiv im Nachhinein - der Eindruck, als würde sich die Firma der Daten in irgendeiner Hinsicht “annehmen”, uns Unerfahrene beraten und die Daten auf der Basis ihrer umfangreichen Migrationserfahrung mit technischen Mitteln womöglich noch “verbessern”, indem die Firma Probleme erkennt und technisch löst oder uns eben auf sie hinweist. Dies war ein folgenschwerer Irrtum.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber dennoch bleibt im Nachhinein der Wunsch, vorher auf den abzusehende Bereinigungsaufwand hingewiesen worden zu sein. Wir hatten zum Bereinigen mehr die Inhalte im Blick. Heute wissen wir, dass sogar eine Migration von einer hochkomplexen Software in eine andere zu z. T. erheblichem Bereinigungsaufwand führt, allein deswegen, weil beide Programme ihre Inhalte technisch oder strukturell auf eine andere Weise ablegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein anderes Beispiel veranschaulicht ein ähnliches Problem: In der FileMaker-Datei zu 21.700 Photographien hat der Eingebende über 20 Jahre für jedes Foto neu den Autor (den Fotografennamen) angelegt und hingeschrieben. In neueren Systemen wie auch im MuseumPlus ist dieses Problem heute überwiegend so gelöst, dass nur noch &lt;em&gt;einmal&lt;/em&gt; ein Künstlername geschrieben wird und dieser dann, wenn man ihn braucht, mit dem entsprechenden Objektdatensatz nur noch verknüpft wird und entsprechend tausende Male zweitverwendet werden kann. Beim Schreiben dieser Namen hat der Eingebene (natürlich!) Fehler gemacht: Mal war das Komma zwischen Namen und Vornamen ein Punkt oder ein Semikolon geworden, mal fehlten Buchstaben etc. Weil die Namensspalte vorher nicht bereinigt war, hat jede andere Schreibweise des Namens, auch wenn es sich nur um ein Komma handelte, einen neuen Künstlerdatensatz verursacht, so dass bis zu fünf Namensvarianten und damit Datensätze pro Person existierten. Bei knapp 10.000 Künstlern wächst sich die Bereinigung allein dieser Spalte zu einer Monate umfassenden Tätigkeit aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein klarer Nachteil war, dass die Datenbank hier nicht vor Ort installiert war, so dass die Möglichkeiten, sich als Laie das Migrationsergebnis Spalte für Spalte vor Augen zu führen, so gut wie unmöglich war.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenmigration 4</title>
        <published>2015-03-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-03-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/03/11/edim-datenmigration-4/">&lt;p&gt;Unmittelbar vor der Schulung Mitte Mai 2012 wurde die Datenbank hier vor Ort installiert, zusammen mit den hinein migrierten Daten. Es stellte sich bereits bei der Schulung heraus, dass die Datenbank Fehlfunktionen zeigte, die auch die beiden Zetcom-Mitarbeiter, die bei der Schulung anwesend waren, mit Fragezeichen im Gesicht zurückließ. Sie versicherten jedoch, dass sie sich nach den Gründen für diese Phänomene erkundigen würden und stellten Antworten in Aussicht. Doch auch die Datenmigration der Künstlernamen war nicht so gelungen wie gewünscht. Dieser Punkt war erst Mitte Juli abgeschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um es kurz zu machen: Im September 2012 trafen wir uns mit den beiden Geschäftsführern der Firma Zetcom zu einem Krisengespräch, bei dem wir den Rücktritt vom Ankauf von MuseumPlus in Aussicht stellten, wenn nicht die Datenbank in absehbarer Zeit stabil und ohne Fehlfunktionen (wie z. B. das selbsttätige Beenden von Arbeitssitzungen) läuft. Erst bei diesem Termin erhielten wir die definitive Auskunft, dass scheinbar die Datenbank-Software Oracle, auf der MuseumPlus bei uns installiert war, für diese Fehlfunktionen verantwortlich sei. Bereits zuvor hatten wir diese Auskunft, formuliert als Vermutungen, erhalten. Immer jedoch ließ uns die Firma Zetcom wissen, dass es sich allein um unser Problem handeln würde, denn &lt;em&gt;ihre&lt;/em&gt; Software liefe einwandfrei. Wenn sie bei &lt;em&gt;uns&lt;/em&gt; nicht liefe, sei etwas in der IT-Struktur bei &lt;em&gt;uns&lt;/em&gt; nicht richtig. Tatsächlich scheint MuseumPlus nur dann fehlerfrei auf Oracle zu laufen, wenn sich jemand im Haus befindet, der dieses Programm sehr gut kennt, alle neuen Systemversionen sofort einspielt und es bis in Details hinein (z. B. Konfiguration von Spracheinstellungen etc.) beherrscht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Anforderung war bei uns im Haus nicht gegeben. Wir war es dazu gekommen? Bis heute steht auf der Homepage von Zetcom zu den Systemanforderungen, dass MuseumPlus für Standardumgebungen entweder auf einem MS SQL-Server oder auf Oracle läuft. Da unser IT-Experte im Haus bei anderen Anwendungen gute Erfahrungen mit Oracle gemacht hat, bevorzugte er dieses Programm und wir kaufen es an, obwohl es teurer als ein MS SQL-Server war. Wir bekamen zu keinem Zeitpunkt eine Warnung oder auch nur ein Hinweis, dass mit Oracle ggf. Schwierigkeiten zu erwarten seien oder größere Anstrengungen zu einbem fehlerfreien Betrieb zu machen seien. Und gingen aufgrund unserer hauseigenen Erfahrungen davon aus, dass es sich um ein Abstimmungsproblem zwischen Oracle und MuseumPlus handelt, bei dem nach unserer Auffassung MuseumPlus mindestens zur Hälfte mitverantwortlich wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir erhielten bei dem oben genannten Krisengespräch von Zetcom daraufhin das Angebot, für die Hälfte der normalerweise in Rechnung gestellten Kosten von dem Oracle-Server auf einen MS SQL-Server umzuziehen. Dieses wurde bis Mitte Oktober 2012 realisiert. Danach kamen keine Fehlfunktionen mehr vor und die Datenbank läuft seitdem stabil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Unsicherheit, ob Arbeiten in der Datenbank ordnungsgemäß gespeichert und am nächsten Tag wieder aufzurufen waren, führte dazu, dass wir bis Oktober 2012 außer Suchabfragen keine Eingaben oder Datenbereinigungen vornahmen, also mit der Datenbank nicht aktiv arbeiteten. Da auch bei der Datenmigration Zweifel an der Qualität des Ergebnisses aufgetaucht waren, wollten wir auch an diesem ggf. zu reklamierenden Ergebnis bis zur Beantwortung dieser Frage keine Veränderungen vornehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese ganzen Verzögerungen waren natürlich an sich ärgerlich. Wir hatten immerhin Personal für Datenbankarbeiten eingeplant, das woanders eingesetzt werden musste. Nicht zuletzt hatten wir einen Dreijahresplan erstellt mit einer nicht unerheblichen Anzahl an Datensätzen und einem durchgerechneten Arbeitsprogramm. So war klar, dass sich dies in den beiden folgenden Jahren “drängen” würde. Dazu später mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachhinein lässt sich sagen, dass es günstiger gewesen wäre, nach Ende der Datenmigration und Installation der Software im Haus deren einwandfreie Funktionsweise zunächst zu prüfen. Und auch die Datenbereinigung hätte erst abgenommen werden müssen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenmigration 5</title>
        <published>2015-03-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2015-03-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2015/03/11/edim-datenmigration-5/">&lt;p&gt;Seit den ersten Erfahrungen mit der Datenmigration zu Beginn des Projektes gab es weitere. Aus ihnen ziehe ich für mich als Projektleiterin das generelle Fazit, dass Datenmigrationen am besten zu vermeiden sind: Sie kosten, sie müssen bis ins Einzelne vorbereitet werden, sie müssen begleitet werden - also ein enger Kontakt zu den Technikern gehalten werden, die die Migration umsetzen, weil es erfahrungsgemäßig dort eine Bereitschaft gibt, bei auftretenden Problemen diese selbst im eigenen Sinne, also möglichst einfach und daher nicht im Sinne eines qualitativ guten Ergebnisses für den Kunden zu lösen -, sie haben fast immer irgendeinen Bereinigungsaufwand zur Folge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus diesem Grund und weil plötzlich die Preise für Migrationen bei unserem Software-Anbieter extrem angestiegen sind, haben wir zuletzt eine “Migration per Hand” beauftragt: Wir haben mit der Hälfte der durch den Software-Anbieter verabschlagten Summe jemanden bezahlt, der die Daten passgenau, ohne Ärger und anschließenden Bereinigungsaufwand, per copy &amp;amp; paste von einer Datenbank in die andere umsetzt - ein sehr schnelles und zufriedenstellendes Ergebnis. Jeder, der eine Migration plant und finanziell das meiste herausholen möchte, sollte genau durchkalkulieren, was auf ihr zukommt. Sonst ergeht es ihm möglicherweise wie uns zu Beginn des Projektes. Ein möglicher Weg könnte sein, die Dauer einer Bereinigung oder des copy &amp;amp; paste-Verfahrens über ein paar Stunden auszuprobieren und anschließend hochzurechnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Handelt es sich um große Mengen Daten, die womöglich auch noch von ausgezeichneter Qualität sind (und damit “Wert” haben), sieht es natürlich anders aus. Es könnte sein, dass sich dann zum Beispiel solche Lösungen empfehlen wie die Daten aus der Datenbank auszugeben (zum Beispiel in Tabellenform) und diese dann zu bearbeiten (zum Beispiel nicht passende Inhalte in eine neu angelegte Spalte direkt daneben umzusetzen oder über Sammelveränderungen Einträge zu vereinheitlichen). Einzelne Arbeiten können aufgrund der Struktur der Zieldatenbank möglicherweise besser in dieser bewältigt werden. Übersteigt die Anzahl der Datensätze eine kritische Menge, ist tatsächlich die Migration nicht zu vermeiden. Zu den Kosten der Migration müssen als natürliche Folge dieses Vorgangs dann auch immer die Kosten für Personal, das eine Bereinigung vornimmt, mitkalkuliert werden. Wo die kritische Menge anfängt, muss jeder für sich selbst ermitteln. Nach meiner Erfahrung liegt sie aber deutlich höher als 1.000 Datensätze.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - ein Fund zum Teilen</title>
        <published>2014-10-21T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-10-21T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/10/21/edim-ein-fund-zum-teilen/">&lt;p&gt;Reisen bildet, so auch hier: Der Besuch der Herbsttagung der Fachgruppe Dokumentation des Dt. Museumsbundes hat wieder viele Kontakte gebracht, aber auch Flyermaterial in unseren hungrigen Rachen gespült.&lt;br /&gt;
Das aus unserer Sicht interessanteste Heftchen ist die “Handreichung - Rechliche Rahmenbedingungen für Digitalisierungsprojekte von Gedächtnisinstitutionen” von John H. Weitzmann und Paul Klimpel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://irights.info/wp-content/uploads/2014/10/Handreichung_Digitalisierung_Recht_Gedaechtnisinstitutionen.pdf&quot;&gt;http://irights.info/wp-content/uploads/2014/10/Handreichung_Digitalisierung_Recht_Gedaechtnisinstitutionen.pdf &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Bildrechte: eine gute Nachricht!</title>
        <published>2014-07-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-07-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/07/11/edim-bildrechte-eine-gute-nachricht/">&lt;p&gt;Für ein Museum wie das Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale) mit Werken überwiegend aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist bei der Onlinepublikation das gegenwärtig geltende Urheberrecht eine spürbare Hürde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier ein kurzer Überblick über die Bedingungen in diesem Bereich, selbstverständlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder juristisches Niveau: Damit ein Museum Werke kostenfrei online publizieren kann, muss der Künstler 70 Jahre verstorben sein. Erst dann werden die Werke nach dem deutschen Urheberrechtsgesetz “gemeinfrei”, d. h. die Urheberrechte, die der Künstler an seinem Werk hatte, sind abgelaufen. Zuvor hat er ein Anrecht auf eine finanzielle Kompensation, es sei denn, dass er oder seine Erben ausdrücklich und am besten schriftlich auf sie verzichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben dem Werk-Urheberrecht sind darüber hinaus die Urheberrechte des Fotografen bei der Online-Publikation zu berücksichtigen: In seinem Arbeitsvertrag oder auch Werkvertrag müssen die Nutzungsrechte des Museums an den Fotos so klar benannt sein, dass das Museum diese Abbildungen ohne weitere Kosten publizieren darf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kunstmuseum Moritzburg möchte natürlich eine profilbestimmende Auswahl seiner Werke online zeigen, d. h. vor allem Werke der Klassischen Moderne. Nur rund ein Drittel der Künstler (geschätzt) aus dieser Zeit sind bereits 70 Jahre verstorben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch in einem anderen Projekt der Moritzburg, bei dem moderne Kunstmedaillen aus der Zeit zwischen 1870 bis zur Gegenwart erfasst und online publiziert werden, war der Wunsch nach einer Publikationserlaubnis durch die Künstler, die zum Teil von der VG Bild-Kunst (Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst) vertreten werden, groß. Viele dieser Künstler leben noch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um zumindest ein Stück weit aus diesem Dilemma herauszukommen, war schon lange angedacht, einige derjenigen Künstler, die noch leben und deren Adresse wir kennen, anzuschreiben und höflich und nett um Erlaubnis zu einer kostenfreien Publikation zu bitten. Vorbild für diese Vorgehensweise war das Berliner Münzkabinett, dass schon öfter diesen Weg erfolgreich gegangen ist, und tatsächlich in seiner Online-Datenbank IKMK (Interaktiver Katalog des Münzkabinetts der Berliner Museen) viele Werke noch lebender bzw. noch nicht 70 Jahre verstorbener Künstler zeigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das dabei verwendete Abfrage-&lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/07/11/edim-bildrechte-eine-gute-nachricht/./SMB-Abfrage-Erlaubnis.pdf&quot;&gt;Formular&lt;/a&gt; hat das Kunstmuseum Moritzburg für seine eigenen Zwecke angepasst. Zunächst haben wir die Künstler, die &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; von der VG Bild-Kunst vertreten werden, &lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/07/11/edim-bildrechte-eine-gute-nachricht/./SMB-Serienbrief-Kenom.pdf&quot;&gt;angeschrieben&lt;/a&gt;. Erfragt wurde zur Sicherheit, ob der Künstler von der VG Bild-Kunst vertreten wird oder nicht. Immerhin kann es sein, dass der Künstler erst kürzlich Mitglied geworden ist oder dass - dies ist tatsächlich gleich mehrfach vorgekommen - die online stehende Datenbank der Künstler, die von der VG Bild-Kunst vertreten werden (siehe Homepage der VG Bild-Kunst), nicht ganz korrekt bzw. aktuell ist. Anschließend haben wir abgefragt, ob die Moritzburg kostenfrei die Werke der Künstler sowohl in gedruckten Publikationen als auch im Internet publizieren darf. Nach drei Wochen haben ungefähr die Hälfte der rund 70 Künstler geantwortet und alle positiv.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten zufällig auch einige Künstler, die von der VG Bild-Kunst vertreten werden, in unserer Adressliste: Mit ihrer Unterschrift hatten wir plötzlich die Erlaubnis von Künstlern, die von der VG Bild-Kunst vertreten werden, ihre Werke online zu publizieren. Was war passiert? Wir hatten zunächst keine Antwort darauf.&lt;br /&gt;
Wir dachten, dass dies gerade &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; ginge: Denn die Aufgabe der VG Bild-Kunst ist, die Urheberrechte der bei ihnen gemeldeten Künstler zu vertreten bzw. die Tatiemen aus den Nutzungsrechte an ihren Werken einzuziehen und an ihre Mitglieder auszuschütten. Die Zustimmung der Künstler schien dem zu widersprechen.&lt;br /&gt;
Ermutigt durch einen hilfreichen Kontakt aus dem Ulmer Museum riefen wir direkt bei der VG Bild-Kunst an und erhielten die ermutigende und wirklich gute Nachricht, dass auch diejenigen Künstler, die ihre Online-Publikationsrechte über die VG Bild-Kunst vertreten lassen, mit einer recht formlosen Email oder auch einem etwas aufwändigeren Formular wie dem unsrigen auf die Gebühren für die Online-Publikation ihrer Werken verzichten können. Nur auf die Tatiemen aus der Publikation in gedruckten Werken dürfen sie nicht verzichten. Aus diesem Grund ist in unserem Formular dieser Passus gelb markiert: Sollten Sie Lust haben, unser Formular für ähnliche Abfragen in Ihrem Haus zu verwenden, müssten Sie das Formular für Künstler, die von der VG Bild-Kunst vertreten werden, an dieser Stelle ändern. Natürlich muss die VG Bild-Kunst von Ihrer Absprache mit den Künstlern erfahren: Leiten Sie die Mails einfach an die VG Bild-Kunst weiter oder senden Sie ihr die Kopien Ihrer Formulare.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein erstmal nicht lösbares “Problem” ist, die Erben verstorbener Künstler zu ermitteln - ob nun von der VG Bild-Kunst vertreten oder nicht. Dafür müsste ein erheblicher Rechercheaufwand geleistet werden. Diesen Weg werden wir - zumindest im Augenblick - nicht gehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ingesamt scheint mir, dass die Abfragemöglichkeit nach den Online-Publikationsrechten bei den noch lebenden Künstlern eine gute Lösung für Museen mit viel moderner Kunst ist und eine sehr gute Nachricht zum Wochenende! Ich wünsche viel Erfolg!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - ein kleiner Schritt vorwärts bei den Bildrechten</title>
        <published>2014-05-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-05-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/27/edim-ein-kleiner-schritt-vorwaerts-bei-den-bildrechten/">&lt;p&gt;Im Rahmen der Frühjahrstagung des Deutschen Museumsbunds Anfang Mai 2014 haben die VG Bild-Kunst und der Deutsche Museumsbund einen neuen Rahmenvertrag unterzeichnet, der Verbesserungen für diejenigen Museen bringen soll, die mit der VG Bild-Kunst Verträge abschließen müssen, um Abbildungen von Werken publizieren zu können, deren Schöpfer von der VG Bild-Kunst vertreten werden.&lt;br /&gt;
Details dazu unter:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/news/detailansicht/article/neue-vertragskonditionen-fuer-museen.html&quot;&gt;http://www.bildkunst.de/vg-bild-kunst/news/detailansicht/article/neue-vertragskonditionen-fuer-museen.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsbund.de/de/das_museum/themen/bildrechte/&quot;&gt;http://www.museumsbund.de/de/das_museum/themen/bildrechte/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rahmenvertrag:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.bildkunst.de/fileadmin/User_upload/bilder/newsletter_2014/Museumsvertrag_Dt_Museumsbund.pdf&quot;&gt;http://www.bildkunst.de/fileadmin/User_upload/bilder/newsletter_2014/Museumsvertrag_Dt_Museumsbund.pdf&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch nicht abgedeckt werden konnte der für das Kunstmuseum Moritzburg und das Projekt “moderne_digital” wichtige Bereich der Online-Datenbanken. Die VG Bild-Kunst und der Deutsche Museumsbund waren sich über den diesbezüglichen Handlungsbedarf einig und vereinbarten weitere Gespräche. Man darf gespannt sein.&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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        <title>Glasplattendigitalisierung IV</title>
        <published>2014-05-09T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-05-09T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/">&lt;figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/./SMB-Scanner_mit_Maske_und_Brste_resized.jpg&quot; alt=&quot;Masken&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;
Moosgummi-Abstandshalter auf Scanner mittig: ausgeschnittenes Sichtfenster oberhalb: schmaler Kalibrierungsstreifen
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/./SMB-Detail_Masken.jpg&quot; alt=&quot;Masken&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;
Detail: Abstandshalterung
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;p&gt;Ab Anfang März 2014 haben wir mit der Digitalisierung von Glasplattennegativen begonnen. Wie schon in den Blogbeiträgen I bis III erwähnt, nutzen wir den Flachbettscanner Epson Perfection V750 pro (ca. 750 € Neupreis) in Verbindung mit der Software LSI Silverfast Studio 8 (ca. 300€ Neupreis) und Adobe Photoshop Elements 10 (nicht mehr erhältlich, Neupreis für Version 12 ca. 80€).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben uns entschlossen, die Glasplatten nicht direkt auf das Scannerglas aufzulegen. Ansonsten würde Glas auf Glas liegen und so bestünde die Gefahr, dass die Glasplatte des Scanners oder die Glasnegative selbst zerkratzen. Zwei direkt und plan aufeinanderliegende Flächen sind zudem schwierig voneinander zu trennen – in diesem Fall also: das Glasnegativ nach dem Scanvorgang wieder von dem Scannerglas aufzunehmen. Aus diesem Grund haben wir einen Abstandshalter gebastelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während bei Foto Marburg Halterungen aus Hartplastik verwendet werden, entschlossen wir uns, unsere Halterungen aus einfachem Moosgummi zu basteln. Für die Materialwahl sprach der geringe finanzielle Aufwand, aber auch der Umstand, dass Glasplatten unterschiedlichster Größen zur Digitalisierung anstehen und dabei nahezu für jede Größe eine eigene Halterung entworfen werden muss. Das Moosgummi ist in verschiedenen Materialstärken kostengünstig verfügbar und lässt sich mit einem scharfen Cuttermesser relativ einfach und schnell zurechtschneiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jede Abstandshalterung besteht zunächst aus einer Maske, die nahezu die gesamte Scanfläche abdeckt. In diese Maske wird ein Sichtfenster in Größe der zu scannenden Vorlage geschnitten. Außerdem muss die Maske oberhalb einen schmalen freien Streifen aussparen. Wird dieser Streifen nicht freigelassen, wird folgend schlichtweg eine durchgehend schwarze Fläche gescannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Zuschneiden des Moosgummi-Abstandshalters müssen alle Kanten möglichst gerade und rechtwinklig ausgeschnitten werden (Für nähere Erläuterungen zur Ausrichtung der Scans vgl. Blogbeitrag „EDiM - Funktionsweise und Workflow an der Reproanlage“ insbesondere Abschnitt „Warum ist uns die Rechtwinkligkeit so wichtig?“).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim bequemen und geraden Auflegen der Glasnegative helfen zwei erhöhte Kanten. Diese Kanten haben wir ebenfalls aus Moosgummi ausgeschnitten und mit einem lösemittelfreien Bastelkleber auf Wasserbasis angebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wahl der Moosgummi-Materialstärke von 2 mm liegt in der Spezifik des Scanners begründet. Andere Scanner mögen eventuell eine andere Materialstärke erfordern. Der hier zum Einsatz kommende Scanner Epson Perfection V750 pro verfügt während des Durchlichtbetriebs im Wesentlichen nur über zwei verschiedene Scanmodi. In der Software Silverfast lauten die Bezeichnungen dieser Modi „Durchlicht“ und „Durchlicht groß“. Wird der Modus „Durchlicht groß“ gewählt, kann der Scanner Durchlichtvorlagen auf der nahezu A4-großen Scanfläche komplett erfassen. Der Fokuspunkt liegt innerhalb dieses Modus direkt über dem Glas. Vorlagen müssten also – um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen – direkt auf das Scannerglas aufgelegt werden, was in unserem speziellen (Glasnegativ-)Fall bereits nicht möglich ist. Ein weiterer Nachteil dieses Scanmodus scheint darin zu bestehen, dass die seitlichen Bereiche der Scanfläche nicht direkt über einen Sensor, sondern nur über Spiegel erfasst werden. In den Randbereichen wird also weniger präzise abgebildet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wird der Modus „Durchlicht“ gewählt, verfügt der Scanner zunächst über einen deutlich verkleinerten Scanbereich. Es wird nur noch ein schmaler Streifen mittig der Gesamtfläche abgebildet. Hierbei handelt es sich um den Bereich, der tatsächlich direkt von dem Sensor – ohne Spiegel – erfasst werden kann. Außerdem liegt der Fokuspunkt nicht direkt über dem Scannerglas, sondern leicht erhöht, da dieser Modus speziell zur Verwendung mit den mitgelieferten Epson-Filmhaltern (nur für Kleinbild oder Mittelformat) gedacht ist, welche die Vorlage ebenfalls leicht erhöht positionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Dokumentation des Scanners sind die hier beschriebenen Eigenarten des Geräts leider nicht sehr ausführlich behandelt. Die angeführten Werte resultieren aus einem Telefonat mit der Firma Laser Soft Imaging, können aber sinngemäß auch in deren Web-Forum nachgelesen werden: http://forum.silverfast.com/v750-negtiv-dunkles-vorschubild-t6578.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die gestellten Anforderungen sind die Moosgummi-Abstandshalter durchaus geeignet. Dennoch gibt es einige Nachteile: Selbst mit einem sehr scharfen Cuttermesser und schnellen, kräftigen Schnitten lässt sich keine absolute Präzision erreichen. Durch die Flexibilität des Materials gibt dieses stellenweise nach oder verzieht sich beim Beschneiden. Das Ergebnis sind Schnittkanten, die leicht ausfransen können oder keine hundertprozentige Geradlinigkeit erreichen. Zudem kann bei Dauernutzung eines Moosgummi-Abstandshalters dieser am Ende des Arbeitstages – durch die Wärmeentwicklung des Scanners – leicht verzogen sein. Das ‚Offenlassen’ der Abdeckung zwischen den Scanvorgängen kann dem jedoch ausreichend vorbeugen. Aufgrund der insgesamt einfachen und unkomplizierten Handhabung ist das Moosgummi trotz der genannten Nachteile generell zu empfehlen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;kalibrierung-des-scanners&quot;&gt;Kalibrierung des Scanners&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Vor dem Scannen sollte der Scanner kalibriert werden. Dieses kann über ein Durchlicht IT-8-Target (ca. 60€) erfolgen. Zum Kalibrieren wird das Target einfach auf der Scannerfläche positioniert und in der Silverfast Software der Button mit der Beschriftung „IT-8“ gewählt, worauf die automatische Kalibrierung erfolgt. Nach Abschluss des Vorgangs muss lediglich der Dialog geschlossen und der Speicherort für das Profil bestätigt werden.&lt;br /&gt;
Die Kalibrierungs-Automatik der Software funktioniert erstaunlich gut und erkennt sogar schief aufliegende Targets präzise.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir scannen unsere Glasplatten als TIFF mit 1800 dpi und 48 Bit Farbtiefe. Dies führt zu einer durchschnittlichen Dateigröße von ungefähr 500Mb pro Scan.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/./SMB-MOSPhFi00951_master.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;
Negativ mit farbiger Retusche (Finsler)
&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h2 id=&quot;warum-werden-schwarz-weiss-negative-in-farbe-gescannt&quot;&gt;Warum werden Schwarz-Weiß Negative in Farbe gescannt?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was bei der dpi-Einstellung noch nachvollziehbar scheint, nämlich möglichst hohe Auflösung für möglichst hohe Detailwiedergabe, sorgt bei der Farbtiefe eventuell für Verwirrung. Warum sollten Schwarz-Weiß Negative, welche bloß Schwarz-Weiß Abzüge vorbringen sollen, plötzlich farbig gescannt werden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Digitalisierung der Glasplattennegative stellt für uns zunächst eine Bestandssicherung und gleichzeitige Dokumentation des aktuellen Zustands dar. Auch wenn die Negative stets für die Herstellung von Schwarz-Weiß Abzügen gedacht waren, existieren die Glasplatten ‚in der Wirklichkeit’ in Farbe. Lagerungsspuren, generelle Materialalterung, aber auch Feuchtigkeitsschäden, Bakterien, beginnende Zersetzung oder andere Spuren haben teilweise zu beachtlichen Verfärbungen geführt. Außerdem soll das Digitalisat möglichst einem digitalen Faksimile entsprechen. Häufig wurden und werden auf den Negativen Retuschen vorgenommen. Diese wurden meist durch das Aufbringen von sogenannten Abschwächern oder Verstärkern durchgeführt. Gerade letztere hinterlassen eine rötliche Verfärbung auf den behandelten Flächen. Ein Schwarz-weiß Scan würde diese durch den Fotografen vorgenommene Bearbeitung nicht mehr erkennbar machen. Der farbige Scan gewährleistet hingegen, dass das Digitalisat sämtliche Informationen – auch die farbigen – bereithält, die auch in der Vorlage selbst enthalten sind. Die 48 Bit stellen für uns einen Kompromiss aus möglichst hoher Farbtiefe und Dateigröße dar. Zwar hält die Software die Möglichkeit bereit, Dateien mit 68 Bit Farbtiefe zu erzeugen, jedoch wird die Datei durch diese Einstellung auch unangemessen groß.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&quot;bildoptimierungen&quot;&gt;Bildoptimierungen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn die Software einige Möglichkeiten bereithält, das Scanergebnis zu optimieren, werden im Arbeitsablauf sämtliche dieser Verbesserungen ausgeschaltet. Da es uns um ein digitales Faksimile der Vorlage geht, wären Funktionen wie „Automatische Filmkornglättung“ oder „Automatische Kontrastoptimierung“ dem anvisierten Ziel eher abträglich, da das Ergebnis keine exakte Kopie mehr darstellen würde. Insgesamt bleiben also sämtliche Optimierungsfunktionen deaktiviert. Auch am Tonwertumfang nehmen wir keine Veränderungen oder Anpassungen vor.&lt;/p&gt;
&lt;figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/./SMB-MOSPhFi00066_vs_resized1000_beschn.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;Digitalisat eines Abzugs von Finsler&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/./SMB-MOSPhFi00961_abzug_resized.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;Digitalisiertes Negativ zum obigen Abzug, nur invertiert&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;figure&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/./SMB-MOSPhFi00961_abzug_bearbeitet.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;figcaption&gt;Digitalisiertes Negativ zum obigen Abzug, invertiert und leicht nachbearbeitet&lt;/figcaption&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;h2 id=&quot;arbeitsablauf-scannen-und-ablegen&quot;&gt;Arbeitsablauf: Scannen und Ablegen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bevor wir mit dem Scannen beginnen, reinigen wir das Glasnegativ. Wir säubern allerdings nur auf der Glasseite mit einem feinen Marderhaarpinsel. Mit diesem können Staub und andere Verschmutzungen gut entfernt werden. Für gröbere Verschmutzungen eignet sich ein feines Mikrofasertuch, durch welches auch leichter (!) Druck ausgeübt werden kann. Die Schichtseite lassen wir gänzlich unbehandelt, da zu schnell irreversible Schäden entstehen könnten und wir keine ausgebildeten Foto-Restauratoren sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Auflegen des Glasnegativs auf die Moosgummi-Abstandshalterung starten wir den Vorschauscan. In dem sich öffnenden Fenster wird dann mittels beweglicher Begrenzungsrahmen der tatsächlich zu scannende Bildausschnitt festgelegt. Diesen wählen wir so, dass das Motiv nicht durch die Begrenzungsrahmen angeschnitten wird, dass aber auch nicht zu große Bereiche der Abstandshalterung mitgescannt werden. Anschließend kann der eigentliche Scanvorgang ausgelöst werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die dabei erzeugte Datei legen wir danach unter der entsprechenden Inventarnummer mit dem Namenszusatz „_master“ ab. Diese Master-Datei wird nicht weiter bearbeitet oder beschnitten. Von ihr wird allerdings eine Kopie erzeugt und diese mit dem Programm Adobe Photoshop Elements 10 bearbeitet. Innerhalb des Programms beschneiden wir den Bildausschnitt dann weiter, so dass nur noch das Motiv – ohne Abstandshalterung – zu erkennen ist. Anschließend wird das Bild in Graustufen konvertiert, horizontal gespiegelt und die Farben umgekehrt – also ein digitaler Abzug erzeugt. Die durch die Bearbeitung entstehende Datei wird dann unter der jeweiligen Inventarnummer mit dem Namenszusatz „_abzug“ in dem gleichen Ordner wie die Master-Datei als TIFF abgespeichert. Natürlich wird der auf diese Art entstandene Abzug nicht dem entsprechen, was dem damaligen Urheber vorschwebte. Allerdings stellt dieser digitale Abzug auch nur einen zusätzlichen ‚Service’ für potentielle Betrachter dar und soll nur eine grobe Vorstellung des letztendlichen Motivs liefern, da es für viele Betrachter schwierig ist, Negative zu interpretieren. Der Hauptaufgabe, dem Digitalisieren und Faksimilieren des Glasnegativs, ist bereits durch die Master-Datei nachgekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dadurch, dass dem Fotografen beim Belichten und Vergrößern mehrere Möglichkeiten offenstehen, weiteren Einfluss auf das Motiv und den letztendlichen Abzug zu nehmen, stellt unsere Methode, das bloße Invertieren des Negativs, nicht unbedingt das Ergebnis dar, welches sich auch der Fotograf vorstellte. Schließlich stellt auch das Papier, auf welches das Foto ausbelichtet wurde, einen weiteren Einflussfaktor dar. Allerdings kann das Motiv mittels digitaler Bildbearbeitung weiter angeglichen werden. Einerseits bedeutet eine solche Nachbearbeitung jedoch einen erhöhten Zeitaufwand und andererseits stellt sich diese dort als besonders schwierig dar, wo kein Künstlerabzug, sondern nur das Negativ vorhanden ist. Hier gibt es keine Möglichkeiten, den digitalen Abzug mit dem Künstlerabzug abzugleichen. Stattdessen bedeutet hier jedes Erzeugen eines Abzugs gleichzeitig auch Interpretation des Motivs. Der Bildbearbeiter muss sich stets fragen, wie hell oder dunkel der Abzug ausfallen oder welche Tonwerte das Motiv aufweisen sollte. Links ist erkennbar, wie weit fotografischer Abzug und der – mit unserer Methode erstellte – digitale Abzug auseinanderliegen können und wie der digitale Abzug dem fotografischen Abzug mit etwas Zeitaufwand angeglichen werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei den beschriebenen Einstellungen kommen wir auf eine Scanzeit, die pro Scanvorgang bei circa acht Minuten liegt. Hinzu kommen noch der Vorschau-Scan, das ordnungsgemäße Ablegen der Datei, das Erstellen des Abzugs sowie ein eventuelles Umpacken des Glasnegativs und die Beschriftung der Neuverpackung, so dass bis zu 15 Minuten für den gesamten Vorgang veranschlagt werden können (ohne digitale Nachbearbeitung).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der aus den Einstellungen resultierenden Dateigröße um 500 MB bewegen sich die Bilddateien in dem Bereich, der auch durch die Reproanlage erzeugt wird. Zur Moosgummi-Abstandshalterung lässt sich sagen, dass die Maske an jeder Seite circa 2mm des aufgelegten Negativs verdeckt. Bei vielen Glasplatten ist dies unproblematisch, jedoch gibt es auch Glasplatten, bei denen das Motiv bis an den Rand reicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein letzter Kritikpunkt betrifft die Software Adobe Photoshop Elements 10. Leider kann das Bildbearbeitungsprogramm nicht mit höheren Farbtiefen umgehen und unterstützt zudem Farbmanagement nicht im vollen Umfang. Für eine tiefgreifende Bearbeitung der Digitalisate ist es daher nicht geeignet. Die Dateien müssten zuvor in eine geringere Farbtiefe umgewandelt werden, wodurch Informationen verloren gingen. Scheinbar muss an dieser Stelle doch auf die aktuelle CS Variante des Bildbearbeitungsprogramms zurückgegriffen werden. Dieses unterstützt sämtliche angesprochenen Funktionen, ist jedoch auch mit erheblich höheren Kosten verbunden.&lt;/p&gt;
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        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2014/05/09/glasplattendigitalisierung-iv/SMB-Scanner_mit_Maske_und_Brste_resized.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>EDiM - Glasplattendigitalisierung Antistaub-Tipp</title>
        <published>2014-02-28T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-02-28T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/28/edim-glasplattendigitalisierung-antistaub-tipp/">&lt;p&gt;Wer Glasplatten in großer Zahl digitalisieren möchte, kann ein Hilfsmittel gut gebrauchen: Ein Gerät, dass Staub und Fussel von den Oberflächen nimmt. Je kleiner die Vorlage (z. B. Kleinbilddia) desto mehr sieht man auch die mitgescannten Fussel. Und die automatische Fusselentfernung der Software sollte man nicht verwenden, wenn man auf Abbildungsqualität Wert legt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein praktisches Hilfsmittel bei der Glasplattendigitalisiererei ist ein Gerät von der Firma Kinetronics. Siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.kinetronics.de/seiten/d_frame.html.&quot;&gt;http://www.kinetronics.de/seiten/d_frame.html.&lt;/a&gt; Ein Praxistest und Empfehlung von Foto Marburg siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.fotomarburg.de/bestaende/digitalisierung.&quot;&gt;http://www.fotomarburg.de/bestaende/digitalisierung.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - ein Bergfest</title>
        <published>2014-02-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-02-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/27/edim-ein-bergfest/">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/27/edim-ein-bergfest/./SMB-Kuenstlermodul1.jpg&quot; alt=&quot;SMB-Kuenstlermodul1&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/27/edim-ein-bergfest/./SMB-Kuenstlermodul2.jpg&quot; alt=&quot;SMB-Kuenstlermodul2&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir möchten Sie an unserer Feier teilhaben lassen, denn ein wichtiges Etappenziel wurde erreicht: Das Künstlermodul, über dessen chaotischen Zustand nach der Datenmigration ein bald erscheinender Blog Auskunft geben wird, ist jetzt nach längeren Anstrengungen bereinigt! Ein dreimaliges “Hoch” auf alle, die daran mitgewirkt haben!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Glasplattendigitalisierung III</title>
        <published>2014-02-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-02-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/27/edim-glasplattendigitalisierung-iii/">&lt;p&gt;Am letzten Dienstag waren wir bei Foto Marburg zu Besuch, um uns ein Glasplattendigitalisierungsprojekt aus der Nähe anzusehen (“Fotografische Negative. Infrastruktur zur Erschließung und Digitalisierung historischer Fotografien in kunsthistorischen Bildarchiven”, Laufzeit seit 2012, siehe http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/203631055).&lt;br /&gt;
Wir wollten unsere vorhandenen Kenntnisse überprüfen und Details erfragen. Vollgestopft mit Wissen und Tipps, also satt und glücklich sind wir wiedergekommen. Die Fotografen Thomas Scheidt und Horst Fenchel haben uns viel mehr ihrer Zeit gewidmet als wir erwartet haben. Jetzt haben wir das Gefühl, dass wir auch als Laien die Glasplattendigitalisierung in Angriff nehmen können, ohne durch Unwissenheit oder Ungeschicklichkeit an den kostbaren Originalen etwas kaputt zu machen. Wir müssen zwar noch eine Menge vorbereiten und auch lernen, aber das Prinzip haben wir verstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zunächst durften wir das Depot besichtigen: Rund 2 Mio. Fotos stehen dort Reihe an Reihe, 1,8 km Regalmeter, gleichmäßig klimatisiert auf 18°. Wie der Fotorestaurator Horst Fenchel sagte, ist die Klimatisierung - und dabei zunächst gar nicht so sehr die tiefe, sondern die gleichbleibende Temperatur - der erste wichtige Schritt, die Lebensdauer der Fotos erheblich zu verlängern. Depotfragen sind auch für die Digitalisierung relevant: Digitalisierung heißt auch immer, sich Gedanken zu machen über den Ort, woher man die Objekte holt, ihre Lagerungsbedingungen und ihr langfristige Erhaltung. Denn einer der wichtigen Vorteile der Digitalisierung ist, dass das Objekt bis auf wenige Ausnahmen anschließend im Schrank verbleibt, auch wenn man sich sonst intensiv mit ihm beschäftigt, da hochauflösende Abbildungen bei vielen Objekten fast alle Fragen an das Original beantworten. Die Digitalisierung sollte auch immer ein Anlass sein, die Lagerungsbedingungen im Depot zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen. Wir haben im Rahmen des Projektes festgestellt, dass die professionelle Archivierung von Fotos jede Menge Geld kostet, wenn man es “richtig” und nach den gegenwärtigen, durch die Restaurierungswissenschaften ermittelten Standards tun will. Nicht nur die Klimatisierung, die bald, nach dem Umzug des Depots für unsere Photographische Sammlung, realisiert werden soll, sondern auch die richtige Verpackung jedes Fotos erfordern große Geldmengen für Material, ganz zu schweigen vom Personal, das das Material verarbeitet und die Objekte professionell verzeichnet. Wir geben die von uns digitalisierten Fotos nur gut verpackt in das Depot zurück, so dass die Lagerungsbedingungen in der Photographischen Sammlung weiter verbessert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend haben wir eine Reproanlage von Foto Marburg besichtigt, mit der die Glasplatten digitalisiert werden. Weil wir die eigentliche Digitalisierung auf einem Flachbettscanner vornehmen werden und Foto Marburg eine Phase One 60-Megapixel-Kamera verwendet, sind die Bedingungen nicht ganz vergleichbar. Aber Thomas Scheidt, der Leiter der Fotowerkstatt, hat sich und uns das Vergnügen gemacht, zunächst ein Glasnegativ mit der Kamera zu fotografieren und anschließend mit einem Epson V750 zu scannen. Bei der Gelegenheit konnten wir die Arbeitsschritte beim Scannen und bei der anschließenden Bildbearbeitung live miterleben und einem Experten über die Schulter schauen. Die Qualitätsunterschiede waren erstaunlicherweise gering, so dass wir den Eindruck gewannen, dass unsere Technik – wenn auch nicht finanziell und technisch „high end“ –akzeptable Ergebnisse liefern wird. Unser Ziel ist das „digitale Faksimile“: Technisch sind die digitalen Reproduktionsverfahren derzeit in der Lage, alle Bildinformationen der Vorlage zu kopieren und damit das Original tatsächlich zu 100% wiederzugeben (ohne es zu sein!). Dies war lange Zeit nicht der Fall: Die digitale Auflösung hinkte über viele Jahre der analogen Realität hinterher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit unserem Scanner haben wir eine ältere Version der Scansoftware SilverFast mitgeliefert bekommen. Wir werden sie für rund € 150,- von Version 6 auf 8 „upgraden“, mit unseren mittlerweile erworbenen IT-8-Targets (€ 180,-) eine Kalibrierung des Scanners vornehmen und die Glasplatten farbig, als “Glaspositiv“ scannen. Damit erhalten wir auch die sich oft farbig niederschlagenden Informationen zu Schadensbildern der Glasplatten wie Aussilberungen oder Retuschen. Von diesem farbigen Scan werden wir ein Graustufen-Bild erzeugen, in Photoshop das Negativ zum Positiv umwandeln und eine gewisse Bildbearbeitung zur Optimierung der Darstellung vornehmen. Unser Master wäre aber das Farb-TIFF des Glasnegativs, während das bearbeitete Bild in die Datenbank verknüpft wird und nur die Information liefert, welches Motiv sich auf dem Negativ befindet. Sofern sich in der Sammlung Hans Finsler zeitgenössische (Vintage-Print) oder nachträgliche Abzüge (Estate-Print) von diesem Negativ befinden, können wir in der Datenbank diese Datensätze miteinander verknüpfen und als zusammengehörig kenntlich machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grundbedingung für eine anständige Bildbearbeitung ist ein guter Bildschirm. Wenn man ein Bild in Farben und Tonwerten bearbeitet, muss man sicher sein können, dass das, was man auf dem Bildschirm sieht und bearbeitet auch dem entspricht, was tatsächlich an Farbinformationen in der Datei abgelegt ist. Dies scheint eine selbstverständliche Forderung, doch viele günstige Bildschirme können dies nicht bzw. die Preisspanne bei den Bildschirmen, die es besser können, liegt zwischen € 500,- und 5.000,- (und mehr, wenn man will). Zwar haben wir vor zwei Jahren ein recht gutes Modell erworben (HP LP2475w), aber es erfüllt sicherlich keine Ansprüche eines professionellen Grafik-Büros. Auch haben wir unter den Mitarbeitern des Projektes nicht wirklich jemanden, der solide Bildbearbeitungskenntnisse hat. So beschränken wir uns auf das Scannen des Masters in optimaler Qualität und erstellen als Service für die Datenbank-Benutzer ein kleineres „Ansichtsbild“, also keinen professionell bearbeiteten digitalen Abzug, der z. B. gedruckt werden könnte, sondern nur ein „Motiv-Wiedererkennungsbild“. Wie auch bei unseren Scans von Grafiken und historischen Fotografien beschränken wir uns auf den ersten Arbeitsschritt der Bilderstellung und überlassen die Weiterverarbeitung der Bilddateien für bestimmte Zwecke anderen, die mehr davon verstehen. Das Master stellt so etwas wie eine Sicherungskopie des Objektes zu seinem gegenwärtigen Zustand dar. Fotografische Materialien reagieren über Jahre und Jahrzehnte weiter – wenn auch langsam, aber stetig. Sollten etwa Glasplatten beim Umzug zerbrechen oder andere Schäden erleiden, haben wir mit unserem Master die Bildinformation gesichert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Foto Marburg hat uns Materialien zum Projekt zur Verfügung gestellt, die aber von uns nicht publiziert werden können (Teile des Antrags, den Workflow und den „Leitfaden zum Erkennen von Schäden und Retuschen an Negativen“). Aber eine Basis für jeden Antrag bei der DFG im Bereich der Digitalisierung sind die „Praxisregeln zur Digitalisierung“ der DFG (siehe http://www.dfg.de/formulare/12_151/12_151_de.pdf), die sich jeder ansehen sollte, der die gegenwärtig üblichen technischen Parameter im Detail kennen lernen will.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine kleine Änderungen gegenüber dem Tipp der Deutschen Fotothek haben wir noch: Foto Marburg hat sich für ihre Standardformate eigene Scan-Halterungen gebaut, so dass die Glasplatten nicht mit der Schichtseite auf dem Scannerglas liegen. Dieser Lösung für 150.000 Glasplatten kann man eine andere, selbstgebastelte entgegensetzen: Moosgummi 1-2 mm dick: Diese Idee werden wir ausprobieren.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Glasplattendigitalisierung II</title>
        <published>2014-02-24T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2014-02-24T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/24/edim-glasplattendigitalisierung-ii/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2014/02/24/edim-glasplattendigitalisierung-ii/">&lt;p&gt;Nach einem ersten Blog zur Glasplattendigitalisierung mit einem Flachbettscanner folgt die Fortsetzung: Nach der Beschaffung eines geeigneten Geräts (Epson V750) stand als nächstes die Frage nach dem Wie im Raum: &lt;span&gt;&lt;span&gt;-&lt;span style=&quot;font: 7pt &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Welche konservatorischen Rücksichten habe ich zu nehmen, dass die Glasplatten nicht zerbrechen, zerkratzen, beim Scannen zu warm werden oder durch die Lichtimission Schaden nehmen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;-&lt;span style=&quot;font: 7pt &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Mit welchen Schadensbildern an den Glasplatten habe ich zu rechnen und welche Gegen- oder Schutzmaßnahmen muss ich gegebenenfalls ergreifen? Geeignetes Einpackpapier, das das derzeitige holz- und säurehaltige ersetzen soll, hatten wir bereits in der Vergangenheit recherchiert und angekauft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;-&lt;span style=&quot;font: 7pt &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Mit welcher Software scanne ich: Sind die Programme alle gleich bzw. gleich gut? Kann ich das mitgelieferte Software-Paket verwenden oder muss ich weitere Software ankaufen? Wie unterstützt die Software den Workflow?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;span&gt;-&lt;span style=&quot;font: 7pt &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;&quot;&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;Muss ich meinen Scanner wie die Kamera und die Bildschirme kalibrieren? Welche Software ist dafür die richtige?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der letzten Frage anfangend haben wir über das Internet (“Glasplattendigitalisierung”) und anschließend bei dem entsprechend Verantwortlichen bei der Deutschen Fotothek A. Rous die ersten Rechercheergebnisse erzielt: Glasplattennegative, wie wir sie überwiegend haben, scannt “man” derzeit nicht mit Colormanagement, sondern “nur” hochauflösend in Graustufen. Ein farbiger Scan eines Schwarz-Weiß-Negativs würde zu einer Verdreifachung der Datenmenge führen, aber meist nur weitere Informationen liefern, wenn die Glasplatte durch entsprechende Schadensbilder farblich verändert ist. SilverFast ist die derzeit führende und beste Software zum Scannen in diesem Bereich (dies heißt nicht, dass nicht auch andere Programme gute Ergebnisse liefern können).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Glasplatten werden vor dem Scannen auf der Glasseite mit einem weichen, sauberen, leicht feuchten Tuch gereinigt. Auf der Schichtseite sollte höchstens ein antistatischer Pinsel zum Einsatz kommen. Sowohl das Handling als auch die Erfahrung im Umgang erfordern jemanden, der weiß, was er tut. Am besten sollte dies ein Fotorestaurator sein, sonst ein mit Glasplatten erfahrener Fotograf oder eine restauratorisch geschulte Person. Laien können großen Schaden anrichten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil unser Scanner über keine verstellbare Schärfentiefe verfügt, müssen die Platten mit der Schichtseite auf das Scannerglas gelegt werden. Dabei besteht nicht nur die Gefahr, dass die Verunreinigungen der Schichtseite diese zerkratzen, sondern Schmutz auf dem Scannerglas die Schichtseite beschädigt. Doch auch das Scannerglas kann durch die scharfen Kanten des Glases zerkratzt werden. In einem solchen Fall bleibt nur das Ersetzen der Scheibe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl der Scanner eine viel höhere dpi-Zahl für die Auflösung anbietet, sollten man nicht mehr als 2.-3.000 dpi auswählen, weil die optische Qualität nicht mehr besser wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soweit die Recherchen und somit die Theorie. Wir werden als Laien das Scannen der Glasplatten an einem nicht so wertvollen Bestand an Glasplatten ausprobieren und üben. Ziel ist das digitale Faksimilieren der rund 800 Glasplattennegative, die im Rahmen des Projektes aus dem Hans-Finsler-Nachlass zu bearbeiten sind. Für Morgen ist der Besuch bei Foto Marburg geplant, wo derzeit ein DFG-Projekt zur Glasplattendigitalisierung läuft (“Fotografische Negative. Infrastruktur zur Erschließung und Digitalisierung historischer Fotografien in kunsthistorischen Bildarchiven”). Da sie allerdings die Reproduktion der Glasplatten mit einer hochauflösenden Kamera realisieren, sind die Grundbedingungen nicht gänzlich vergleichbar. Freundlicherweise gewährt uns Foto Marburg einen Einblick in ihre Werkstatt und schenken uns ihre Zeit. Ich werde auch diese Erfahrungen anschließend mit ihnen teilen. &lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehr:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.scandig.eu/Grundlagen.html&quot;&gt;http://www.scandig.eu/Grundlagen.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.filmscanner.info/KnowHow.html&quot;&gt;https://www.filmscanner.info/KnowHow.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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    <entry xml:lang="de">
        <title>EDiM - 1. Fotoaktion</title>
        <published>2013-12-20T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-12-20T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2013/12/20/edim-1-fotoaktion/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2013/12/20/edim-1-fotoaktion/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/12/20/edim-1-fotoaktion/">&lt;p&gt;In den letzten vier Wochen hatten wir für den Sammlungsbereich Plastik zwei Fotografen im Haus. Sie haben insgesamt 87 Skulpturen aus dem Projektzeitraum 1900-1937 fotografiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Verständnis kurz vorweg: Dreidimensionale Objekte wie Kunsthandwerk oder Skulpturen können nicht durch einen fotografischen Laien angefertigt werden. Sofern man mehr als ein Arbeitsfoto anstrebt, das nur ein “Wiedererkennungsfoto” für das Objekt ist, benötigt man nicht nur umfangreiches und professionelles Equipment zur differenzierten Ausleuchtung, sondern auch “einen Blick”. Wir können als Laien mit unserer Reproanlage “Flachware” wie Fotos und Grafik scannen. Die Parameter für eine immer gleich ausgeleuchtete Fläche sind im Prinzip immer gleich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anders bei räumlichen Dingen, zumal bei Figuren, die eine körperliche Präsenz und oft eine 360°-Allansichtigkeit mitbringen: Die Kamera funktioniert fundamental anders als das menschliche Auge, so dass eine erhebliche “Übersetzungsleistung” des Fotografen erforderlich ist, um das Ding so ähnlich abzubilden, wie es der Mensch sieht, der vor ihm steht. Hinzu kommt, dass das Ding ein Kunstwerk ist, also eine bis mehrere beabsichtigte Aussagen in sich trägt, von der zumindest eine getroffen werden sollte. Dazu war während des Fotografierens eine enge Abstimmung zwischen Fotograf und Wissenschaftler wichtig, bzw. wird zum Schluss von mehreren Ansichten, die die Fotografen gemacht haben, zusammen mit dem Wissenschaftler eine Hauptansicht ausgewählt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ziel ist es, für jedes Objekt des Projektzeitraums mindestens eine treffende Abbildung zu haben, die sowohl für die Objektdatenbank als auch für die Onlinepublikation, für einen (hoffentlich zukünftigen) Bestandskatalog, für Ausstellungskataloge, Poster, Plakate, Postkarten usw. geeignet ist. Sofern möglich sollte eigentlich &lt;em&gt;jeder&lt;/em&gt; Zweck mit diesem Foto bedient werden können. Dieser Wunsch wird in jedem Fall bei den Grafiken und Photographien durch die Reproanlage erfüllt. Noch stärker als beim Kunsthandwerk ist jedoch bei der Skulpturfotografie “der (künstlerisch interpretierende) Blick” immer ein subjektiver. Das heißt, jeder Wissenschaftler würde im Zweifelsfall aus seiner Kenntnis und Auffassung der Figur “das Treffende” anders definieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von “dem Treffenden” unabhängig wären bei einer Plastik natürlich Zweit- bis Fünftaufnahmen wünschenswert und zusätzlich Details, Signaturen und Oberflächen interessant. Zu dieser Dokumentationstiefe gelangen wir zunächst jedoch nicht. Wir sind aber sehr froh, dass wir aus Projektmitteln zumindest diese Fotoaktion möglich machen konnten, um eine aktuelle Farbaufnahme dieses kleinen Teils der Sammlung zu erhalten.&lt;br /&gt;
Nicht unwichtig ist natürlich die Auflösung der Kamera: Je höher die Auflösung, desto mehr Details kann man über den Zoom aus der Abbildung herausziehen. Bei dieser ersten Fotoaktion haben wir nicht diese Komplikation zusätzlich herbeiführen wollen. Doch ist schon jetzt klar, dass die Gemälde-Fotografie im nächsten Jahr mit einer digitalen Mittelformatkamera, die notfalls von den Fotografen bei einem professionellen Verleih geliehen werden muss, erfolgen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessant sind vielleicht einige Randaspekte dieser Fotoaktion:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Große Bedeutung kommt der Auswahl eines geeigneten Fotografen zu. Wir haben nicht die Leistung an eine größere Zahl an Fotografen ausgeschrieben und den günstigsten Anbieter ausgewählt. Weil es sich um eine künstlerische Leistung handelt, haben wir uns an Fotografen gewandt, die entsprechende Aufträge bereits erfolgreich bewältigt haben oder eine Mappe vorweisen konnten, aus der hervorgeht, dass sie mit den auftauchenden Schwierigkeiten umgehen können. Bei diesem Auftrag waren sicherlich die fast schwarzen, hochglänzenden Bronzen der größte Schwierigkeitsfaktor: Die Fotografie bildet beleuchtete Oberflächen zwischen Schwarz und Weiß ab. Bei schwarzen hochglänzenden Bronzen liegt fast kein Grau- bzw. Farbbereich zwischen der schwarzen Oberfläche und den überstrahlten Glanzpunkten. Es war die größte Herausforderung für die Fotografen, “das Treffende” mit so viel wie möglich an Binnenzeichnung zu verbinden. Als ein großer Pluspunkt stellte sich heraus, dass einer der Fotografen nicht nur selbst Bildhauer ist, sondern auch Erfahrungen mit dem Material Bronze hat. So konnte er in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlerin auf Stellen an den Figuren hinweisen, die vor dem Fotografieren retuschiert werden mussten, während er andere als materialimmanent, also als zugehörige Oberflächeneigenschaften erkannte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Die Preise für die Fotos staffelten sich nach der Größe der Objekte: bis 60 cm € 65,-, bis 120 cm € 80,-, bis 180 € 95,- und Sonderformat € 120,- plus 7% MWSt. Dazu muss man jedoch sagen, dass nicht unbedingt eine kleinere Skulptur einfacher zu fotografieren ist, als eine große.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Die Juristin des Hauses hat anlässlich unserer Fotoaktion den Standardvertrag für Fotoarbeiten nochmals überarbeitet und daraus ist eine vielleicht für andere Institutionen interessante Vorlage bzw. ein Vergleichsbeispiel entstanden. Dies Datei möchten wir &lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2013/12/20/edim-1-fotoaktion/./SMB-Produktionsvertrag-Fotografie.pdf&quot;&gt;hiermit&lt;/a&gt; zur Verfügung stellen. Ein weiterer Vertrag zum Vergleich findet sich im &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsbund.de/fileadmin/geschaefts/dokumente/Leitfaeden_und_anderes/LeitfadenDokumentation.pdf&quot;&gt;Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten von 2011, S. 31f.&lt;/a&gt;. Auf ein vielleicht nicht unwichtiges versicherungsrechtliches Detail würden wir gern noch hinweisen: Ein vom Museum authorisierter Mitarbeiter sollte die Kunst anliefern, hochheben und ggf. auch für den Fotografen drehen. Nach unserem Vertrag ist der Fotograf nicht gegen das Fallenlassen von Kunst versichert, sofern er nicht selbst diese Versicherung z. B. in Form einer Berufshaftpflicht mitbringt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Für das Fotografieren hat es sich als notwendig erwiesen, dass zwei einfache kanten- und schnörkellose Sockel angefertigt werden mussten (MDF, 100 x 30 x 30 cm und 60 x 50 x 50 cm, Farblack nach RAL Code S2000-N mit wasserverdünnbarem, seidenmatten Basislack). Durch Querlegen dieser Sockel und untergelegte andere Podeste konnten wir alle Objekte bis auf die lebens- und überlebensgroßen Stücke, die auf eine einfache 3 x 4 m Platte in demselben Farbton gestellt wurden, durchfotografiert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Bei der größeren Anzahl von zu fotografierenden Werken hat es sich als günstig herausgestellt, zunächst alle Werke nebeneinander zu versammeln und gemeinsam mit dem Fotografen alle Aspekte des Vorgehens, der Arbeitsabfolge und der Qualitätskontrolle zu besprechen. Dabei lernen alle Beteiligten die jeweilen Erwartungen und Ansprüche kennen und können sich aufeinander einstellen. Sofern möglich, sollte eine solche Zusammenkunft einige Zeit vor dem Fototermin stattfinden, damit noch Zubehör besorgt werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;- Beiden Fotografen haben wir die Verwendung des Colorchecker Passports von x-Rite vorgeschrieben. Mit diesem Colorchecker, einer Software mit Farbchart (€ 60-80), kann man unkompliziert das digitale Colormanagement in den RAW-Workflow bzw. die TIFF-Ausgabe einbinden. Ziel war, von den Fotografen eine mit ICC-Profil versehene Bilddatei zu erhalten, in der folglich für alle anschließenden Arbeitsschritte und Nutzungen - von der Bildschirmwiedergabe über die Gestaltung beim Grafiker und den Druck in der Druckerei - die Basis für eine originalgetreue Farbwiedergabe des Objektes gelegt ist. Wir haben im Vertrag neben dem TIFF um die Abgabe der RAW-Datei, die als proprietäres Format nicht langzeitarchivierbar ist, gebeten, weil wir uns die Option auf die Nachbearbeitung des weitaus vielfältiger nachzubearbeitenden Rohformats der Bilddatei offen lassen wollten. Sobald das Rohformat veraltet ist, steht als dauerhaft archivierbares Format nur noch das profilierte TIFF zur Verfügung.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Der aristokratische Blick</title>
        <published>2013-12-20T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-12-20T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/12/20/edim-der-aristokratische-blick/">&lt;p&gt;Hier ist ein Blick in die Nordbox zu sehen, umfunktioniert zum Fotoatelier: Vor der Linse steht Karl Müllers Relief “Aristokraten” von 1930: Anlässlich dieses Fotos war es nötig, das mittlerweile oxidierte Silber der Augen wieder sichtbar zu machen. Dies gelang in echtem Teamwork: durch die Spende von Zigarettenasche des Direktors der Moritzburg und des Verwaltungsleiters von Dome und Schlösser, gut gemischt mit dem Speichel der zuständigen Wissenschaftlerin. Wie man gut erkennen kann, strahlen seitdem diese Augen wieder, auch auf die Entfernung: Etwas kalt und unnahbar.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Tagung verpasst?</title>
        <published>2013-12-16T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-12-16T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/12/16/edim-tagung-verpasst/">&lt;p&gt;Für alle, die wie ich die spannende Tagung “Zugang gestalten! - Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe” verpasst haben, ist es nun möglich, Fotos, Videos und den Medienspiegel von der Tagung einzusehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Siehe http://www.zugang-gestalten.de/dokumentation-2013/&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich zähle dies zu den “Segnungen” der Digitalisierung. Es ist natürlich nicht dasselbe wie dort gewesen zu sein.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - noch eine Tagung</title>
        <published>2013-09-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-09-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/09/27/edim-noch-eine-tagung/">&lt;p&gt;Eine weitere interessante Tagung ist die Eva-Tagung in Berlin, 6. bis 8. November 2013. Siehe http://www.eva-berlin.de/&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Tagung ist leider nicht kostenfrei, hat aber moderate Preise. Nach eigenen Aussagen werden “ambitionierte Digitalisierungsprojekte mit Bezug zum kulturellen Erbe, netzbasierte Forschungs- und Vermittlungskooperationen sowie informationstechnische Serviceangebote für Museen, Biliotheken und Archive” vorgestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Tagungsprogramm des letzten Jahres, bei dem 3-D-Features mit Mittelpunkt standen, und nach dem Studium des diesjährigen, bei dem die audiovisuelle Kommunikation Schwerpunkt ist, kann ich das “Ambitionierte” und “Anvancierte” der Tagung nur bestätigen. Für jemanden wie mich, die mit elementaren Schwierigkeiten zu kämpfen hat, wie die Mitarbeiter des Hauses zur Arbeit in der Objektverwaltungssoftware zu motivieren, sind die Themen dieser Tagung goldene Streifen am Horizont: ebenso faszinierend wie fern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber: Um die Orientierung nicht zu verlieren, braucht der Mensch nicht dann und wann einen Blick zum Horizont?&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Tagungsankündigung</title>
        <published>2013-09-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-09-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/09/27/edim-tagungsankuendigung/">&lt;p&gt;Wie alle Jahre findet auch in diesem Oktober wieder die große Herbst-Tagung der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbunds in Berlin statt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn diese Tagung macht die Mitarbeiter aus den Bereichen Dokumentation und Digitalisierung bekannt mit den neuesten Ideen, Trends und Wissenswertem aus der deutschen und europäischen community. Nicht zu unterschätzen sind die wichtigen Pausen und Abendveranstaltungen, bei denen brennende Fragen und Ungereimtheiten aus dem Alltag geklärt und Meinungen zu Verfahrensweisen ausgetauscht werden können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom 14.-16. Oktober 2013, Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin, Takustr.7, 14195 Berlin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zugang zu allen Informationen diese wichtige Tagung betreffend finden Sie unter &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsbund.de/de/fachgruppen_arbeitskreise/dokumentation_fg/&quot;&gt;http://www.museumsbund.de/de/fachgruppen_arbeitskreise/dokumentation_fg/&lt;/a&gt; und das vorläufige Programm unter http://www.museumsbund.de/fileadmin/fg_doku/termine/2013_Oktober/TOPHerbst2013.pdf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie immer ist die Tagung kostenfrei!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Farbmanagement in MuseumPlus: Wer weiß was?</title>
        <published>2013-09-10T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-09-10T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/09/10/edim-farbmanagement-in-museumplus-wer-weiss-was/">&lt;p&gt;Seit geraumer Zeit kümmern wir uns um etwas, was Zeit kostet, aber keine Datensätze oder andere vorzeigbare Ergebnisse hervorbringt: Wir entdecken Feinheiten unserer Objektverwaltungssoftware MuseumPlus (Firma Zetcom). &lt;em&gt;Eine&lt;/em&gt; Feinheit, die sicherlich auch für andere von Interesse ist, hat das Zeug dazu, ein festes Kriterium bei der Auswahl der Software zu werden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Konkret geht es um die farbtreue Darstellung in der Software. Bekanntlich gehört zu jedem Datensatz ein Foto, das Ähnlichkeiten mit dem Original haben soll. Ausgangspunkt unserer Recherche war die Empfindung, dass viele der historischen Schwarz-Weiß-Fotografien, die wir scannen, in der Datenbank recht dunkel erscheinen. Dies war zwar kosmetisch unschön, aber erst als wir ein neueres Foto scannten, dessen Witz darauf beruht, dass das Gesicht eines Schauspielers im schwarzen Hintergrund verschwindet bzw. daraus hervorkommt, fiel auf, dass man auf diesem Foto in der Datenbank außer dem Schwarz kaum noch etwas erkennen kann. Leider können wir aus urheberrechtlichen Gründen keine Bildbeispiele geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun haben wir uns erkundigt, woran das liegen könnte: Einflussfaktoren sind die Computer (Grafikkarte, Treiber, Betriebssystem, Bildschirm), aber eben auch die Software selbst, die - so denkt man - in der Lage ist, eine profilierte Bilddatei farbrichtig darzustellen, - oder eben nicht. Dafür bekannt, dies zu können, sind nach ersten Rechercheergebnissen eigentlich nur die professionellen Bildbearbeitungsprogramme (Photoshop, Gimp u. a.), weniger Browser oder die übliche Windows Bild- und Fax-Anzeige. Ohne bereits das Ergebnis zu wissen: Sofern Sie einen Ankauf planen, stellen Sie den Anbietern die Frage nach dem Farbmanagement in der Software: Hat sie eine solche oder nicht? Sie sollte eine haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Uns würde interessieren: Wer hat mit seiner Objektverwaltungssoftware ähnliche Erfahrungen gemacht?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gibt es sogar jemanden unter den Lesern, der oder die MuseumPlus von Zetcom hat und Auskunft geben kann?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hinweise zur Lösung dieser Frage würden uns bei unseren Recherchen sehr willkommen sein! Bitte melden unter eva Punkt Heinecke at kunstmuseum minus moritzburg Punkt de oder 0345 - 212 59-74.&lt;/p&gt;
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        <title>Auftakt-Workshop zu neuem Digtialisierungsprojekt in Brandenburg</title>
        <published>2013-09-03T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-09-03T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
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        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2013/09/03/auftakt-workshop-zu-neuem-digtialisierungsprojekt-in-brandenburg/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/09/03/auftakt-workshop-zu-neuem-digtialisierungsprojekt-in-brandenburg/">&lt;p&gt;Gestern startet der Museumsverband Brandenburg ein neues Digitalisierunsprojekt mit einem museum-digital-Workshop an der BTU-Cottbus. Ziel des Projekts ist es, ein Online-Themenportal „Brandenburg-Sachsen“ zu initiieren, das 2014 mit der Eröffnung der ersten brandenburgischen Landesausstellung in Doberlug “&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://gesellschaft-kultur-geschichte.de/haus-der-brandenburgisch-preussischen-geschichte/&quot;&gt;Preussen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft&lt;/a&gt;” online gehen soll. Museen, vor allem in Südbrandenburg, präsentieren in diesem Themenportal Objekte, die Geschichten zu den Beziehungen zwischen beiden Ländern erzählen. An dem Workshop nahmen Mitarbeiter aus sechs südbrandenburgischen Museen teil: das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://nat.museum-digital.de/institution/276&quot;&gt;Stadtmuseum Cottbus&lt;/a&gt;, die &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://nat.museum-digital.de/institution/274&quot;&gt;Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz&lt;/a&gt;, das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/institution/24&quot;&gt;Kreismuseum Bad Liebenwerda&lt;/a&gt;, das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/institution/20&quot;&gt;Eisenhütten- und Fischereimuseum Peitz&lt;/a&gt;, das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/institution/26&quot;&gt;Technische Denkmal Brikettfabrik “Louise”&lt;/a&gt; und das &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://brandenburg.museum-digital.de/institution/19&quot;&gt;Niederlausitz-Museum Luckau&lt;/a&gt;. Der Kreis, der am Projekt teilnehmenden Museen, wird in den nächsten Wochen weiter wachsen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Workshop in Cottbus begann mit einer Einführung in die Objektfotografie. Erste publikationsreife Digitalbilder der mitgebrachten Objekte entstanden. Danach vertieften sich die Teilnehmer unter Anleitung von Stefan Rohde-Enslin in die Eingabemasken von museum-digital. Erste Sammlungen wurden angelegt und es sind auch schon die ersten Objekteinträge zu verzeichnen. Bis zur Eröffnung der Landesausstellung ist noch viel zu tun. In den nächsten Wochen soll die Struktur des Themenportals entstehen. An den teilnehmenden Museen müssen Objekte ausgewählt, fotografiert und beschrieben werden. Wir sind uns sicher, dass das fertige Themenportal, mit seinem Blick auf die Sammlungen und Objekte aus den Museen der Region, die erste brandenburgische Landesausstellung bereichern wird. Wir werden an dieser Stelle fortlaufend über das Projekt berichten.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Neue Perspektiven</title>
        <published>2013-07-18T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-07-18T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/07/18/edim-neue-perspektiven/">&lt;p&gt;Da die Stiftung Moritzburg seit dem 1. Januar 2013 Teil der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt geworden ist, gibt es neue Perspektiven für die Digitalisierung in der Moritzburg. Da sind plötzlich 17 weitere Liegenschaften (nicht alle mit Sammlungen), Kollegen, die Ähnliches tun, und neue Bedürfnisse zu berücksichtigen. Zum Beispiel entsteht die Frage, warum in einer einzigen Einrichtung zwei Objektverwaltungsprogramme weiterhin existieren sollen. Dome &amp;amp; Schlösser hat seit einigen Jahren Adlib von der Firma Adlib Information Systems, während sich die Moritzburg im letzten Jahr MuseumPlus von der Firma Zetcom zugelegt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die berechtigte Frage besteht, ob sich Mitarbeiter, die in unterschiedlichen Liegenschaften arbeiten, in zwei Systeme einarbeiten und beide beherrschen müssen. Ein wesentlicher Vorteil einer insgesamt größeren Institution ist schließlich für die kleineren Einrichtungen, von einer größeren Flexibilität unter anderem beim Personal profitieren zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Beantwortung der Frage, welche Software für die Zwecke der Moritzburg, aber auch der Gesamt-Stiftung geeigneter ist, werden wir über Start gehen und beide Programme und ihre Passgenauigkeit für die Institutionen nochmals miteinander vergleichen. Es wird interessant sein, jetzt mit einem höheren Wissensstand und nach den Erfahrungen mit den Firmen dieselben Fragen noch einmal zu stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es steht noch nicht fest, dass dabei tatsächlich eine Entscheidung Entweder-Oder herauskommt. Vielleicht stellt sich heraus, dass die Moritzburg mit MuseumPlus gut versorgt ist, während Adlib das bessere Produkt für die anderen Einrichtungen ist. Ein nicht zu unterschätzender Faktor an Zeit und Geld ist schließlich die Datenmigration von einem System in das andere. Die Sache selbst kostet nicht nur Geld, sondern erfordert IMMER eine anschließende Bereinigung der Daten, die nach einer systemimmanenten Struktur in dem einen Programm erzeugt und nun für das andere System passend gemacht werden müssen. Dies ist etwas, was wir derzeit sehr hart lernen: Wir haben von einem Datenbestand von rund 22.000 Datensätzen nach sechs Monaten erst wenige Buchstaben bereinigt (A, C, D, E, X, Y, Z, Ausstellungsmodul). 16.000 Datensätze müssen noch einzeln “in die Hand” genommen werden. Im Augenblick kann ich nur davon abraten, ein solche Unternehmen zu wagen. Zumindest haben wir aktuell 72.600 Datensätze in der Datenbank, die dann nochmal, vielleicht nicht weitgehend, aber immerhin, bereinigt werden müssten. Jemand, der mit Datenmigrationen mehr Erfahrung hat als ich, hat einmal gesagt, dass jede Migration auch zwangläufig einen Datenverlust mit sich bringen: Diesen kann man zwar durch gute Vorbereitung versuchen zu minimieren, aber ganz umgehen kann man dieses Problem wohl nicht. Deswegen bin ich gespannt, was bei dieser Frage herauskommt. Bericht folgt.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Steuerungskorrektur II</title>
        <published>2013-06-26T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-06-26T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2013/06/26/edim-steuerungskorrektur-ii/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2013/06/26/edim-steuerungskorrektur-ii/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/06/26/edim-steuerungskorrektur-ii/">&lt;p&gt;Die Ursachen für unser “Durcheinander” sind vielschichtig und sollen hier etwas aufgeblättert werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon mal erwähnt und zusätzlich eine Binsenweisheit, macht jeder Fehler beim Arbeiten. In der Digitalisierung (wie beim Rechnen) scheint dies aber strukturell nicht “erlaubt” zu sein, weil dann das Ergebnis nicht stimmt. Gerade bei komplexen, aufeinander aufbauenden Berechnungen (wie z. B. für eine Brücke) ist jedem einsichtig, dass alle Berechnungen stimmen müssen, sonst stürzt sie ein. Weniger dramatisch, aber im Prinzip gleich wie bei uns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der schwerwiegendste Fehler ist, wenn die Inventarnummern falsch sind, denn Bilddatei, Datensatz und Objekt sind allein über diese Nummer miteinander verbunden. Ist die Nummer an irgendeiner Stelle falsch, lassen sich diese drei Dinge nur mit viel Glück, Wissen oder viel Zeitaufwand wieder miteinander verbinden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Qualität der Arbeit hängt an der Qualität der Mitarbeiter, die das Verabredete umsetzen sollen. Sie müssen zunächst einmal ganz einfach das Vermögen haben, die Komplexität der Arbeit zu verstehen und ohne Abstriche ihr zu entsprechen. Vermögen? Was ich meine ist im Kern: Was tue ich, wenn ich merke, ich war eben unkonzentriert und es könnte gut sein, dass ich gerade Fehler gemacht habe? Sage ich “Stopp” und gehe die letzte Arbeit noch mal durch? Oder hoffe auf das Beste? Wie reagiere ich in solchen “Stresssituationen”? Stelle ich mich oder weiche ich aus. Für ein Arbeitsgebiet wie die Digitalisierung braucht es auch ohne einstürzende Brücken der ersten Typ Mitarbeiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei dieser Sache handelt es sich um einen seltsamen, fast privaten Punkt in jedem Menschen, einen Ort der Selbstbefragung und ein Ort, an dem sich die Menschen (und dann auch deren Arbeit) unterscheiden: Es stellt sich heraus, etwas ist nicht so einfach zu machen wie man dachte. Nehme ich eine Abkürzung? Tue ich so, als hätte ich das Problem gar nicht gemerkt? Oder weiß ich und akzeptiere, dass ich Fehler mache und plane dies gleich mit ein, z. B. indem ich regelmäßige Kontrollen durchführe, Gegenproben mache, Pausen einplane, Abwechslung suche oder Ähnliches? Und ganz wichtig: Wie bewusst bin ich mir in diesem Augenblick meiner Reaktion angesichts einer zunächst einmal frustrierenden Erkenntnis? Welche innere Spannkraft habe ich, noch die Wahl zu haben?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich leite zum ersten Mal Mitarbeiter an und hatte als Vergleichbasis daher nur mich oder Leute meiner Bekanntschaft. Ich bin es geradezu gewohnt, in Spannungsfeldern zu arbeiten und meinen Weg beizubehalten. Wie sehr gewohnt wurde mir erst jetzt klar, als ich feststellte, dass es für andere nicht so ist bzw. ein hoher Anspruch.&lt;br /&gt;
Worauf ich hinaus will, ist einfach: “Die Digitalisierung” ist eine recht komplexe Tätigkeit mit einer Schnittmenge aus mehreren Wissensbereichen. Man kann sie (noch) nicht studieren. Sie hat etwas mit Museologie zu tun, doch braucht man auch differenzierte Kenntnisse aus dem Bereich der Digitalfotografie (insbesondere Colormanagement). IT-Kenntnisse sind wichtig, das Fachwissen zur jeweiligen Wissenschaft nicht zu vergessen. Sogar da, wo es “händisch” zugeht, sind komplexe Ablagen, Handgriffe oder Routinen auszuführen. Einfache Arbeiten des immer Gleichen gibt es (zumindest bei uns) nicht. Immer gibt es eine Varianz in der Tätigkeit, immer einen Grund, die Konzentration zu halten, obwohl keine ausgesprochenen Intelligenzleistungen verlangt werden. Eine lange Liste ähnlicher Nummern auf Fehler durchzusehen, braucht eine erhebliche Konzentration! Und immer müssen alle Arbeitsschritte passgenau ineinander greifen, d. h. für die richtige Ausführung von Arbeitsschritt 25.-35. muss ich sowohl die davor als auch die danach kennen, ständig im Bewusstsein haben und beim Tun gegebenenfalls berücksichtigen (können).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insofern benötigt die Digitalisierung qualifiziertes Personal - wie mir dankenswerter Weise die Kollegen auf der letzten Tagung Sammlungsmanagement in Hamburg (10.-11.6.) noch mal ganz klar vor Augen geführt haben. Vom Arbeitsamt vermittelte Ungelernte einzusetzen, von ihnen innere Klarheit, Konzentration und Bewusstheit zu verlangen, ist kein Ausweg aus der Situation, dass die Museen von ihren Trägern oft genug kein Geld für die neue Aufgabe der Digitalisierung bekommen. Die Fehler hinterher auszubügeln, beständig die Arbeit noch mal zu kontrollieren bringt für keinen Punkte. Besser sind studentische Mitarbeiter, die allerdings etwas kosten, vielleicht auch längerfristige Praktikanten aus dem Bereich der Museologie oder Kunstgeschichte. Und die Mitarbeiter aus dem eigenen Haus. Dazu komme ich im dritten Teil.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Steuerungskorrektur III</title>
        <published>2013-06-26T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-06-26T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/06/26/edim-steuerungskorrektur-iii/">&lt;p&gt;Seit eineinhalb Jahren läuft das Projekt, wir haben Halbzeit: Dies ist Anlass, zurückzublicken und nach vorn. Wir haben die Erfahrung, wie es bisher gelaufen ist, und daraus können und sollten wir ableiten, wie es die restliche Zeit laufen sollte. Vor dem Hintergrund des in den beiden letzten Beiträgen Dargelegten, haben wir uns leider von einem Mitarbeiter trennen müssen. Und wir müssen uns eingestehen, dass die Arbeit nicht so schnell fortschreitet, wie geplant. Es hat keinen Sinn, schnell zu sein, aber kein belastbares Ergebnis dabei zu erzeugen. Und wir haben bemerkt, dass unsere Kräfte geringer sind als gedacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deswegen müssen wir uns als Mitarbeiter des Digitalisierungsprojekts auch aus Bereichen wieder zurückziehen, die wir als Dienstleistung für die sehr beschäftigten Mitarbeiter des Hauses übernommen hatten: Wir haben im Bereich der Sammlung Photographie Fotos mit Inventarnummern beschriftet, Material zum konservatorisch angemessenen Verpacken besorgt, das Einpacken und die Beschriftung der Verpackung übernommen, wir haben im Grafischen Kabinett selbst die Blätter aus den Schränken herausgesucht und zur Reproanlage transportiert und wieder zurück usw. usw. usw.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von einer weiteren „Ressource“ im Haus war noch sehr wenig die Rede, obwohl ihr eigentlich die Hauptlast der Arbeit im Projekt zufällt: die wissenschaftlichen Mitarbeiter. Hier gilt es noch Bewusstsein zu schaffen. Wir haben versucht, in den letzten Wochen sowohl bei diesen selbst als auch bei den Vorgesetzten darauf hin zu arbeiten, dass die Kustoden die im Projekt verabredete Arbeitsleistung endlich anfangen. Seit die Datenbank läuft (seit Mitte Oktober 2012) stehen die Mitarbeiter in der Pflicht, die Datenerfassung in ihren Sammlungsbereichen umzusetzen. Für die Vorplanungen hatten sie seit Projektbeginn (Februar 2012) ausreichend Zeit. Vor Weihnachten haben wir angefangen zu drängen. Ende Februar 2013 kam auf unsere Initiative in der ersten Sammlung ein erstes Treffen für einen Datenfeldkatalog (siehe Blog „Datenbank die Erste“ vom 15. März 2013) zustande. Seitdem ist wenig geschehen. Wer in eineinhalb Jahren noch 2.-3.000 Datensätze zu schaffen hat, ist nicht zu beneiden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Krisensitzung hat stattgefunden, es wurden Termine und längere Arbeitsphasen in der Datenbank für jeden Mitarbeiter benannt, die Priorität des Projektes nochmals in Erinnerung gebracht. Es war die Intervention von oben notwendig, um dies zu erreichen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Steuerungskorrektur I</title>
        <published>2013-06-21T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-06-21T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/06/21/edim-steuerungskorrektur-i/">&lt;p&gt;Trotz guter Vorsätze war doch wieder ein längeres Schweigen: Hinter den Kulissen hat es aber kräftig rumort. In dem vorherigen Beitrag war von einer Steuerungskorrektur die Rede: Wir sind hoffentlich über den Berg, denn das Problem war größer als gedacht. Es hat ein wenig gedauert, ehe klar wurde, welcher Weg zukunftsträchtig ist.&lt;br /&gt;
Schlichte Neugier, wie weit wir bei der Datenbereinigung sind, hatte dazu geführt, dass grundlegende Daten zusammengetragen werden mussten. Wieviele Datensätze hatten wir, wie viele haben wir jetzt? Wieviele davon sind neu angelegt, wieviele davon alt (also noch zu bereinigen). Aus der Differenz sollte sich die Zahl der schon Bereinigten ergeben. Es stellte sich aber heraus, dass schon die grundlegenden Zahlen irgendwie fehlerhaft waren. Als dann die Anzahl der bisher erstellten Bilddateien mit denen der Datensätze in der Datenbank nicht übereinstimmt, offenbarte sich ein größeres Problem, als zuvor angenommen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es schien die Notbremse angemessen: Jegliche Art von Datensatzerzeugung bzw. das Scannen neuer Objekte wurde eingestellt und alle Kräfte darauf geworfen, das bisher Erarbeitete zu sichten und zu überprüfen (obwohl dies in verschiedenen kleineren Wellen immer mal wieder der Fall gewesen war). Wir haben bisher drei größere Konvolute gescannt: 940 Fotos von Hans Finsler (1891-1972), 250 von Heinrich Koch (1896–1934) und 140 von Gerda Leo (1909-1993). Also nehmen wir uns jedes einzelne Foto noch mal vor (holen sie also wieder aus dem Depot zurück in unser Digitalisierungslabor) und vergleichen hinten auf dem Objekt die Inventarnummer mit der Bilddateinummer, die der Inventarnummer entsprechen soll, und mit der Inventarnummer in der Datenbank. Bei dieser Gelegenheit packen wir die Fotos gleich in professionelles Fotoarchivierungspapier ein, erzeugen von den hochauflösenden Bilddateien kleine JPG für die Datenbank und nehmen eine neue, bessere Bilddateibenennung vor. Wenn dies beendet sein wird, können wir abends ins Bett steigen mit dem Gefühl, alle Schmuddelecken ausgeputzt und einen Zustand der „Reinheit“ erreicht zu haben. Die dann in der Datenbank vorhandenen Infos sind belastbar und einen gute Grundlage für das Weiterarbeiten: Ein toller Erfolg!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wie war es dazu gekommen? Fortsetzung folgt.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Revision I</title>
        <published>2013-05-24T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-05-24T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/05/24/edim-revision-i/">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2013/05/24/edim-revision-i/./MOSPh01737_45.jpg&quot; alt=&quot;Ausschnitt&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier ein stark gezoomter (200%) Ausschnitt aus einem Foto von Gerda Leo “Straße mit Wagen vor unserem Fenster” von 1928. Es ist ein Luftballon am Bande zu sehen, umgeben von dunklem Grau. Pferdewagen und vorüberfahrende Straßenbahn nebst Passanten sind abgeschnitten.&lt;br /&gt;
Jedes historische Foto hat Kratzer und Macken. Ein Teil der in diesem Ausschnitt sichtbaren Unregelmäßigkeiten sind aber “hausgemacht”: Was man hier sieht, ist der mitgescannte Staub: ganz klein und fast unscheinbar, aber doch störend.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben unser Möglichstes getan: Wir haben uns eine antistatische, extrem weiche Marderhaarbürste besorgt, geeignet für Fotografien. Wir putzen (eigentlich, denn es kommt durchaus vor, dass dieser Arbeitsschritt mal vergessen wird) vor jedem Scan das Foto sorgfältig ab. Aber dennoch: Wischt man das Foto ab, bleiben mit dem bloßen Auge sichtbare Körnchen und Fussel zurück. Wischt man nochmal, sieht es schon besser aus, doch legt man zum Schutz wieder ein Seiden- und Silversafe-Papier drüber, geht man mehrfach an diesem Foto vorüber, legt es erst an den Computer zur Eingabe der Maßangaben in die Datenbank, macht dann Mittag und legt es anschließend unter die Reproanlage, findet sich auf dem Foto bald wieder neuer (oder alter?) Staub.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was tun? Ich glaube, man kann es nur versuchen, so wenig Staub wie möglich im Raum zu haben. Der meiste Staub soll übrigens aus dem Reiben der Kleider aneinander stammen. In unserem historischen Gemäuer einer fünfhundertjährigen Burg rieselt es auch ein wenig von der Wand. Aber natürlich müssen alle mit dran denken, dass unmittelbar sorgfältig VOR dem Scannen das Abbürsten stattfindet. Ansonsten lässt sich das kaum etwas besser machen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Revision II: der menschliche Faktor</title>
        <published>2013-05-24T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-05-24T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/05/24/edim-revision-ii-der-menschliche-faktor/">&lt;p&gt;Wie in dem vorherigen Beitrag schon anklang, machen wir derzeit (mal wieder) eine Revision des bisher Geleisteten. Damit verbunden ist eine Steuerungskorrektur für das gesamte Projekt. Es hat sich etwas überraschend gezeigt, dass das bisher Geleistete nicht so gut war, wie wir dachten. Da und dort Fehler in den Bilddateibezeichnungen, bei den Inventarnummern, fehlende Zusammenhänge von beiden untereinander, Staub auf den Oberflächen, ein liegengelassenes, “durchgerutschtes” Foto, eines, das auf dem falschen Stapel abgelegt wurde …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die erste Groß-Erfahrung ist, dass es nicht reicht, wenn wir gut arbeiten und sowohl beim Tun als auch direkt im Anschluss unsere Arbeit überprüfen. Die subjektive Wahrnehmung nach Beendigung der Arbeit ist das Gefühl, es überwiegend richtig gemacht zu haben. Sicherlich: Jeder macht Fehler und so werden auch bei dieser Arbeit welche entstanden sein. Aber das Grundgefühl ist doch, dass das meiste gut gelaufen ist. “Gut” scheint bei der Digitalisierung aber “nicht gut genug” zu sein. Denn zu einem guten oder sehr guten Ergebnis sind eine ganze Reihe, wenn nicht sogar eine Vielzahl von kleinen, manchmal unscheinbaren Arbeitsschritten und Handgriffen (wie zum Beipiel das Abbürsten der Fotos vor dem Scannen) nötig. Wird beim Scannen vergessen, ein kleines Häkchen wegzunehmen, wird die Bilddatei nur geschärft und nicht in ihrer Roh-Version gespeichert. Das Foto geht zurück ins Depot und bei der Menge an zu bearbeitendem Material und der zu leistenden Aufgaben ist es undenkbar, für diese “Fehlerchen” nochmal über Start zu gehen. Dennoch ist der Sinn der Bilderzeugung nicht erreicht, denn für jedes Objekt soll eine für jeden Zweck benutzbare hochauflösende Rohdatei im richtigen Format usw. existieren (kein schon irgendwie vorbearbeitetes Produkt).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es scheint so zu sein, dass wir für ein gutes Ergebnis bei den unterschiedlichen Arbeitsschritten und zu jedem Zeitpunkt zu 100% richtig arbeiten müssen. Das ist unrealistisch und daher auch ein wenig “unmenschlich”. Aber ein als normal anzusehende Fehlerquotient von 3 bis 5 auf hundert bei der einen Tätigkeit (abbürsten) und ein Fehlerquotient von 3 bis 5 auf hundert beim Häkchen-Setzen und ein Fehlerquotient von 3 bis 5 auf hundert beim Ablegen auf den falschen Stapel (ich möchte nicht langweilen mit einer Aufzählung der einzelnen Arbeitsschritte bei der Digitalisierung eines einzelnen Objektes, aber vielleicht könnte dies Thema eines einzelnen Blogs sein?), aber es sind aus dem Bauch geschätzt sicherlich ein- bis zweihundert Arbeitsschritte, bei denen etwas falsch laufen kann. Bei der Online-Publikation kommen noch ein paar -zig dazu. Ein perfektes, d. h. zu 100% richtiges Ergebnis, scheint unrealistisch. Eine fehlerfreie Bilddatei, ein richtig bezeichneter Datensatz (sein wissenschaftlicher Inhalt liegt nicht im Bereich unseres Projektes), ein richtig hergestellter Bezug zwischen dem Inhalt der Schübe mit den Fotografien (der Realität) und der Datenbank (pro Objekt ein Text-Datensatz und zwei Bilder (Vor- und Rückseite)) ist demnach eine glückliche Leistung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es scheint eine Eigenschaft der Digitalisierungsarbeit zu sein, dass sie so einfach und händisch aussieht, aber doch ein hohes Maß an Konzentration und Perfektion erfordert. Es ist auch schwierig zu sagen, wie es besser laufen kann. Mehr Kontrolle? Zum Beispiel durch Unbeteiligte, die einen frischen Blick auf die Sache haben? Kontrollläufe sind aber schon erfolgt, eine nochmalige Kontrolle (die absolut nötig ist) erfordert Zeit, Kapazitäten und damit Geld. Oder liegt das Heil in der Auswahl extrem penibler Mitarbeiter? Oder gibt es unverzeihliche (Inventarnummern) und verzeihliche Fehler? Oder müssen bei allen wichtigen Arbeitsschritten immer zwei Mitarbeiter “draufgucken”?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Fazit im Augenblick ist auf jeden Fall: Wir müssen alle enger zusammenrücken und mehr Kontrolle muss her. Vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass auf dieser Plattform in der letzten Zeit weniger Beiträge gekommen sind: Es waren zu viele Anforderungen, die seit der Aktivierung der Datenbank anzugehen waren: Die kunsthistorisch richtige Verschlagwortung (siehe die angekündigte Tagung, von der ich hier schon länger berichten wollte), die Datenfeldkataloge für sechs Sammlungsbereiche der Moritzburg, das Beherrschen der Datenbank selbst, Anleiten der Mitarbeiter, die Arbeiten rund um die Datenbereinigung, die Auseinandersetzungen mit der Datenbank-Firma über wunderliche Verhaltensweisen der Datenbank und verschwundene Verknüpfungen zwischen Objekt und Künstler-Datensatz, Weiterführen des museum-digital-Themenportals “moderne_digital” und Publizieren auf museum-digital, Aufbau einer einheitlichen Standortverzeichnung für das Haus in der Datenbank, die Problematik der Sonderzeichen in der Datenbank, Mitarbeiterschulung in der Datenbank, Weiterbildung, Ankäufe im Rahmen des Projekts …Für kunsthistorische Arbeit ist dabei derzeit überhaupt keine Zeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darüber ist das Bloggen, das Erzählen von dem, was wir machen und wie wir es machen, etwas kurz gekommen. Versprochen aber ist, dass es noch berichtet wird!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenbank die Vierte</title>
        <published>2013-04-26T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-04-26T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/04/26/edim-datenbank-die-vierte/">&lt;p&gt;Die von uns geplanten Datenfeldkataloge (siehe die letzten beiden Beiträg) sind zugegebener Maßen ein harter Brocken zum Einstieg in eine Datenbank, deren Ankunft und Funktionieren zwar angekündigt und zum Teil - zumindest im Prinzip - auch herbeigewünscht wurde. Nun aber steht die Beschäftigung und das Arbeiten darin bevor, aber keiner der Verantwortlichen stürzt sich darauf. Dies ist wohlgemerkt keine Kritik an den Kollegen, sondern eine Zustandsbeschreibung. Im Vergleich zu dem, was wir aus anderen Häusern gehört haben, sind die Mitarbeiter hier im Haus zumindest aufgeschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit Mitte des letzten Jahres, spätestens seit vor Weihnachten 2012 haben wir die Notwendigkeit eines solchen Katalogs und dieses Vorgehen erklärt und erbeten, doch geschehen ist bis heute recht wenig. Dies liegt natürlich auch an der intensiven Einbindung der Betreffenden in arbeitsintensive Projekte, selbstverständlich. Manche Mitarbeiter versehen zwei bis drei (hochkarätige) Jobs und müssen sich zusätzliche Zeit (und Ruhe) für eine Beschäftigung mit der Datenbank aus den Rippen schneiden. Aber es muss sein: Irgendwann muss einmal der Punkt kommen, dass dieser Stier bei den Hörnern gepackt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben in der Vorbereitung dieses Projekts von Kollegen gehört, dass die Einführung einer Datenbank in das Haus zwei bis drei Jahre gedauert hat und dieser Zeitraum einzuplanen ist. Wir konnten uns bisher nicht erklären, was daran so lange dauern kann. Mittlerweile denke ich, dass dieser Zeitraum realistisch ist. Grob überschlagen sind die Phasen bei uns:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;im Herbst 2011 Vorstellung der Datenbanken durch die Anbieter&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;im November/Dezember 2011 Entscheidung innerhalb des Hauses für ein Produkt, Ankaufsformalitäten mit Veranschlagung der zu migrierenden Daten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;im März/April 2012 sogenannte “Detailspezifikation”: Drei Tage lang Besprechen der zu migrierenden Daten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;im Mai 2012 erste Schulung der Mitarbeiter in der Datenbank&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Bei uns: Wegen fehlerhafter Datenmigration und Problemen der Datenbank auf der Serversoftware stagnierte der Fortschritt von Mai bis Mitte Oktober. (Information für alle, die Ähnliches wie wir planen: MuseumPlus läuft NICHT ohne größere Anstrengungen auf oracle! Uns hätte dieses Wissen sehr viel Ärger erspart.)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ab Oktober 2012 erste Arbeiten in der Datenbank und parallel Vorbereitung zur Publikation von 320 neuen Datensätzen zur Klassischen Moderne auf museum-digital und im Themenportal moderne_digital auf museum-digital (Dezember 2012)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anfang 2013: Beginn der Datenbereinigungen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Februar 2013: Beginn der Arbeiten in der Datenbank in der Sammlung Photographie (neue Datensätze)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Ende April 2013: Erkenntnis, dass die Datenbereinigung des zugegebener Maßen mit rund 70.000 Datensätzen recht umfangreichen Bestandes länger dauern wird, als gedacht.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;(Falls sich jemand fragt, warum wir so lange für mache Sachen gebraucht haben: Die Datenbank ist nur ein Teil unserer Arbeit.)&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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        <title>EDiM - Datenbank die Dritte</title>
        <published>2013-04-12T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-04-12T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/04/12/edim-datenbank-die-dritte/">&lt;p&gt;Hier eine erste Statusmeldung zur Datenbereinigung, die seit einiger Zeit läuft: Wir haben uns zunächst den 21.444 Datensätzen des Fotokino-Bestands aus dem Bereich der Sammlung Photographie zugewandt (davon publiziert siehe http://www.museum-digital.de/san/index.php?t=sammlung&amp;amp;instnr=17&amp;amp;gesusa=586): Ohne dass der Datenfeldkatalog für diese Sammlung vorher fertig geworden wäre (siehe die letzten beiden Blogs), haben wir die Bereinigung begonnen. Wir dachten, dass die hier zu putzenden Dinge klar und eindeutig sind und durch einen Datenfeldkatalog nicht verändert würden, was sich im Wesentlichen auch bestätigt hat. Punktuell kann es natürlich sein, dass die Datensätze nochmal angefasst werden müssen. Aber sonst hätten wir auf dieses Dokument warten müssen und würden immer noch hier sitzen …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die allererste Großerfahrung war: Der kleinere Teil der Fotografen, die sich im Künstlermodul tummeln, haben biographische Daten, geschweige, dass sie in den entsprechenden Spezialfotolexika verzeichnet sind. D. h. Tippfehler, die beim Schreiben der Namen passiert sind, Namensvarianten (Künstlernamen etc.) oder Zweit- und Drittvornamen bzw. deren Abkürzung sind schwer zu verifizieren und zu einem validen Künstlerdatensatz zu fusionieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nächste, einige innere Spannkraft erfordernde Erfahrung war, dass unsere Software MuseumPlus keine Toleranz gegenüber Ziffernvarianten kennt. Das heißt ss oder ß sind für die Datenbank völlig verschiedene Zeichen und genauso gilt dies für ausländische Sonderzeichen (wir sind verwöhnt von google). Möglicherweise kann man es ihr beibringen, aber wir müssen noch herausfinden wie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ganze Problem lautet folgendermaßen (und ich erlaube mir mal, dieses hier in aller Vollständigkeit auszubreiten, weil hieran exemplarisch deutlich wird, mit welchen “komplexen” Details wir derzeit kämpfen):&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Fotokinoverlag, der in Halle und Leipzig von 1957 bis 1992 bestand, publizierte in seinen Zeitschriften überwiegend Abzüge von Fotografen aus der DDR und aus Osteuropa. Dabei handelt es sich zum größeren Teil um noch lebende Personen (darunter auch sehr viele Amateure), deren Werk oft (noch) nicht zu einer systematischen Würdigung gefunden hat, bzw. deren Biografie schwer zu ermitteln ist. Und “Osteuropa” heißt dabei: Es sind über 1700 Fotografen aus Polen, Weißrussland, Russland, Ungarn, aus der Ukraine, Tschechien, der Slowakei, aus Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Bulgarien sowie aus (Ex-)Jugoslawien. Dies ist natürlich extrem spannend, bringt aber die Schwierigkeit mit sich, dass Sonderzeichen aus mutmaßlich 20 (zwanzig) Sprachen in den Namen vorkommen. Die richtige Schreibweise (mit allen Sonderzeichen) bzw. die Toleranz der Datenbank gegenüber den Sonderzeichen, die automatisch in deutsche Buchstaben übersetzt werden müssen (z. B. c mit einem ungedrehten Dach zu c), ist von fundamentaler Bedeutung, weil die Suche in der Datenbank zum ganz überwiegenden Teil (ich schätze zu 90%) über die Namen läuft. (Übrigens hat die Blogsoftware mein erstes c mit einem umgedrehten Dach, das ich aus unserer Datenbank herauskopiert habe, in ein ? umgewandelt. Das aus der Zeichentabelle meines Computers (Start &amp;gt; Programme &amp;gt; Zubehör &amp;gt; Systemprogramm &amp;gt; Zeichentabelle) genommene Zeichen blieb zwar nach dem Speichern erhalten, hat aber den Logout nicht überstanden. So helfe ich mir mit “c mit einem umgedrehten Dach”:)))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich sind wir nicht die Ersten, die dieses Problem entdecken. Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland eingewandert sind, mussten schon immer die Buchstaben ihres Namen “transliterieren” (Substantiv = “Transliteration”), d. h. es gibt Tabellen, in denen steht, aus welchem (ausländischen) Zeichen welches deutsche wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für dieses Verfahren benötigten wir aber eine verlässliche Grundlage. Die Daten sind über 20 Jahre und damit zu einem großen Teil noch in den Anfangsjahren des Computers erzeugt worden. Sonderzeichen einzufügen war zum Teil nicht möglich (seit wann gibt es die Zeichentabelle in Computern?), zum Teil lagen aber auch die Grundlagen dafür nicht vor, weil die Namen auch auf der analogen Vorlage nicht immer richtig oder mit den Sonderzeichen geschrieben waren …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Angenommen die Grundlage stimmt: Die deutsche und englische Transliteration der Namen unterscheidet sind, weil sie sich natürlich an der möglichst ähnlichen Aussprache des Wortes in der Zielsprache orientiert (bzw. sch ist im Englischen sh). Nun hat sich in den letzten Jahren eingebürgert, die Namen englisch zu transliterieren, was bei der insgesamt von der englischen Sprache dominierten Welt und beim ebenfalls überwiegend englischsprachigen Internet natürlich die zukunftsweisendere Form ist. So haben wir aus Herrn Nikolai Akimow die Variante “Akimov” gemacht und selbiges im dafür vorgesehen Wiederholfeld in MuseumPlus eingetragen. Als wir allerdings das Finden dieser Namensvarianten ausprobieren wollten, stellten wir fest, dass man größere Verrenkungen machen muss, um in der Suche diese Variante angezeigt zu bekommen. Jedenfalls ermöglicht die Datenbak NICHT, dass in Wiederholfeldern abgelegte Namensvarianten (z. B. auch Künstlernamen, Mädchennamen etc.) bei der Künstlernamenssuche mit angezeigt werden. Diese muss man über die Erweiterte Suche ansteuern und zwar so kompliziert, dass man schon wissen muss, dass dort etwas eingetragen ist, um es anschließend zu suchen …&lt;br /&gt;
Um die fehlenden Lexika auszugleichen (aber wahrscheinlich auch sonst) und sich anderweitig zu helfen, hat sich gezeigt, dass Literatur, in der die Fotos publiziert worden sind, unbedingt hinzugezogen werden muss, weil oft Wissen zur richtigen Einschätzung von Zusammenhängen, die sich in den Datensätzen niederschlagen und bereinigt werden müssen, notwendig ist. Dafür ist der Zugriff auf eine Bibliothek nötig, aus der sich jeder die Titel holen kann, die er oder sie gerade braucht. Um kompetent agieren zu können, müsste eigentlich die Gelegenheit gegeben sein, sich bis zu einem gewissen Grad einlesen zu können. Erst dann wird es möglich, in der Datenbank Zusammenhänge anzulegen und Unvollständiges oder Fehler, die keine Tippfehler sind, zu bemerken. Insofern ist Datenbankarbeit keine Praktikantenarbeit. Dafür sind die Spezialdatenbanken heutzutage zu komplex und ausdifferenziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obwohl wir das Gefühl haben, nur das Notwendigste zu bereinigen, ist die Zahl an Dingen, die noch zu tun bleibt überwältigend. Dazu muss ich hinzufügen, dass man sich in der Datenbank kaputt arbeiten kann, ohne nennenswert voran zu kommen: Wenn man jedes Feld so gut wie möglich ausfüllen will, stirbt man über der Erledigung der Aufgabe. Das ist also nicht unser Ziel und auch nicht unser Problem. Aber das Einfüllen der migrierten Informationen in die richtigen Felder in MuseumPlus und in der richtigen Reihenfolge kommt einem teilweisen Neuschreiben der Informationen nahe. Wir werden über kurz oder lang nicht darüber herum kommen, genau auszuwerten, welche Dinge wegfallen müssen. Denn natürlich ist es so, dass der eine oder andere schneller bzw. langsamer arbeitet. Aber bei der jetzigen Geschwindigkeit sind wir nicht in drei oder vier Monaten mit allem fertig, wie dies geplant war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Schluss noch einige konstruktive Infos:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Bereinigung der Künstlernamen arbeiten wir viel mit der “Gemeinsamen Normdatei” (GND), die von der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) online bereitgestellt und gepflegt wird, aber erst vom Bibliothekszentrum Konstanz (BSZ) als OGND online durchsuchbar gemacht wird. Dorthin wenden wir uns mit der Frage, ob die entsprechenden Namen einen Normdatensatz und -nummer (und ggf. weitere Information) haben. Die dort gewählte Ansetzung der Namen ist für uns verbindlich. Die ausländischen Namen suchen wir unter viaf.org (Virtual International Authority File), der internatationalen Normdatei für Personennamen und anderes, wobei sich dort das Problem ergibt, dass zum Beispiel bei ungarischen Namen ungarische Informationen stehen, die gelesen und verstanden werden wollen. Doch wer versteht alle diese Sprachen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach suchen wir in Wikipedia (auch die entsprechenden landessprachlichen Seiten) und nehmen sofern weiterführend die Informationen zu dem jeweiligen Künstler unter Angabe des Datums in die Datenbank auf (nicht den gesamten Eintrag).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jüngst haben wir für jüngere Fotografen das fotografenwiki.org gefunden. Dort waren genauere Infos als auf Wikipedia vorhanden. Anschließend hilft die blanke Suche des in Anführungszeichen geschriebenen Names in google oft weiter. Sofern sich sonst im Netz Informationen zu dieser Person finden, werden sie so gefunden. Anschließend haben wir die Fotografendatenbanken auf fotoerbe-sachsen-de und die der Deutschen Fotothek befragt. Außerdem können die online stehende Allgemeine Deutsche Biografie (ADB) und Neue Deutsche Biografie (NDB) hilfreich sein. Diese Liste ist sicherlich nicht vollständig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die OGND nutzen wir mittlerweile auch für die korrekte und vollständige Schreibung und Verzeichnung der Ausstellungen in der Datenbank: Durch die Datenmigration sind zum Teil bis zu zehn Ausstellungen in ein einziges Feld gewandert. Diese müssen fein aufgedröselt und fehlende Infos recherchiert werden. Die ebenfalls dort bereitgestellten Geografica, Institutionen und Schlagworte werden wir uns nach und nach erobern: Fortsetzung folgt.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Tagung &quot;Berliner Gespräche zur Digitalen Kunstgeschichte&quot; am 8. Mai 2013</title>
        <published>2013-04-10T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-04-10T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/04/10/edim-tagung-berliner-gespraeche-zur-digitalen-kunstgeschichte-am-8-mai-2013/">&lt;p&gt;Wie es der Zufall will, fiel mir durch eine Kollegin hier in der Moritzburg eine Tagungsankündigung in die Hände, die ich hiermit weiter geben möchte: Am 8.5.2013 findet in Berlin in der Humboldt-Universität eine Tagung statt zum Thema “Klassifikationen und Vokabulare” in der digitalen Kunstgeschichte (siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.kunstgeschichte.hu-berlin.de/2013/03/berliner-gespraeche-zur-digitalen-kunstgeschichte-ii/&quot;&gt;http://www.kunstgeschichte.hu-berlin.de/2013/03/berliner-gespraeche-zur-digitalen-kunstgeschichte-ii/&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn zufällig beschäftigt uns momentan die Frage, wie wir abteilungs- und damit gattungsübergreifend für die Datenbank der Moritzburg eine inhaltliche Verschlagwortung hinbekommen, die (anders als iconclass) sowohl schnell zu bedienen als auch genau genug ist, um relevante Ergebnisse zu bringen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider überschneidet sich dieser Termin mit der Frühjahrstagung der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbunds in München (siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsbund.de/de/fachgruppen_arbeitskreise/dokumentation_fg/terminordner/2013_fachtagung/%29.&quot;&gt;http://www.museumsbund.de/de/fachgruppen_arbeitskreise/dokumentation_fg/terminordner/2013_fachtagung/.&lt;/a&gt; Das Überblicksprogramm unter &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsbund.de/fileadmin/geschaefts/termine/eigene/2013_DMB_Jahrestagung/DMB_Bro_JT_2013_web.pdf&quot;&gt;http://www.museumsbund.de/fileadmin/geschaefts/termine/eigene/2013_DMB_Jahrestagung/DMB_Bro_JT_2013_web.pdf&lt;/a&gt;) Aber noch ist kein detailliertes Programm für München erschienen, so dass ich hoffe, die richtige Entscheidung zu treffen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenbank die Zweite</title>
        <published>2013-03-19T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-03-19T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/03/19/edim-datenbank-die-zweite/">&lt;p&gt;Gestern haben der Kustos der Sammlung Photographie der Stiftung Moritzburg, eine Praktikantin und ich die Berlinische Galerie und das Bauhaus-Archiv in Berlin aufgesucht, um uns über die Arbeitsweise der Kollegen in den jeweiligen MuseumPlus-Datenbanken der fotografischen Sammlungen zu informieren. Ein herzlicher Dank nochmals von dieser Stelle an die beiden, die uns ihre Zeit geschenkt haben, um uns ihre Erfahrungen und Kompetenz weiterzugeben!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hintergrund unserer Reise war die Verbesserung und Überprüfung unseres Datenfeldkatalogs für die Photographische Sammlung hier in der Moritzburg. Wie schon im letzten Blog erläutert, wollen wir mit dieser dreispaltigen Liste erreichen, dass eine verbindliche Grundlage für alle Eingaben in der Photographischen Sammlung entsteht,- auch über Jahre und wechselndes Personal hinweg, über alle Wissensabstufungen der Eingebenden hinweg und von Anfang an möglichst tragfähig für alle hier vorkommenden Fälle. Meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Realität immer komplexer ist als die Theorie, sprich: die Varianten bei den einzugebenden Objekten dürften sich als vielfältiger herausstellen, als unser Datenkatalog jetzt am Anfang sein kann). Dennoch wollen wir es versuchen, diesen Katalog so vollständig wie möglich gleich am Anfang hinzubekommen, damit möglichst später wenig Nacharbeiten nötig werden. Die eine oder andere Zeile kann später noch dazu kommen, aber keine grundsätzliche Umstrukturierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Besuch in den beiden anderen Häusern hat allerhand Interessantes ergeben: So arbeitet die Berlinische Galerie immer noch mit ihren Karteikarten (und legt die Datenbankausdrucke dazu). Außerdem führt sie parallel zu ihrer Datenbank herkömmliche Stichwort-, Orts- und Personenkarteien (aus Papier)! Das, was wir jetzt mit der inhaltlichen Verschlagwortung der Sammlungen in der Datenbank erreichen wollen, existerte dort bereits vor Einführung der Datenbank und wird weitergeführt, weil es so gut funktioniert!&lt;br /&gt;
Auch war es vielleicht für unseren nicht besonders computer- und datenbankaffinen Kustos gut zu sehen, dass wichtige Entscheidungen, die ich für die Einführung der Datenbank getroffen habe, von seiner Kollegin für sehr gut gehalten wurden. Dazu gehört z. B., vor dem Beginn der Eingaben eine solche Eingabeverabredung wie den Datenfeldkatalog zu erstellen. Dieser macht nämlich durchaus sehr viel Mühe und fordert von jemandem, der ungeübt in der Datenbankbenutzung ist (klar, die Datenbank wird ja gerade erst eingeführt), dass er sagen soll, wie seine Daten strukturiert sein sollen, und fordert theoretisch von ihm, alle damit verbundenen Funktionen, wie z. B. die aus der Datenbank generierte Objektbeschriftung in der Ausstellung, zu überblicken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich helfe ich, wo ich kann, aber die Datenfeldkataloge sind wissenschaftlich eine Spezialistentätigkeit: Eigentlich müssten sich mehrere Fotografie-Kustoden zusammentun und einen solchen Katalog, beispielgeben für andere Häuser, die ihn (ggf. modifiziert) nachnutzen können, erarbeiten. In diesem Sinne ist auch die derzeit laufende Ausschreibung der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.dfg.de/foerderung/programme/infrastruktur/lis/&quot;&gt;DFG&lt;/a&gt; zur Standardisierung von Erfassungen objektbezogener Sammlungen zu verstehen. Leider fehlt mir das Spezialwissen zur Fotografie, um unserem Kustos eine gute Sparringpartnerin zu sein. Ich hatte bisher nie das Vergnügen, mich wissenschaftlich in der Fotografie zu tummeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Eingabemasken der beiden anderen Einrichtungen sind nicht extrem, aber doch etwas anders strukturiert als bei uns. Mein Eindruck war, dass unsere Eingabemaske kürzer und komprimierter ist. Es war interessant darauf hingewiesen zu werden, dass bei neu angekauften Objekten gleich die Ankaufs- und Versicherungswerte für die Verwaltung eingetragen werden müssen bzw. die Präsentationsbedingungen (Lux-Zahlen und relative Feuchte) für die Abwicklung der Leihverträge. Anders herum hat es uns gefreut, zu sehen, dass wir in unserem Datenbestand bereits drin haben, dass die den Abzug machenden Fotografen (Printer) unter Beteiligte namentlich genannt werden. (Manchmal hat sich von einem Fotografen nur das Negativ erhalten, das nur “zum Sprechen” gebracht werden kann, wenn ein möglich kongenial veranlagter Fotograf den Abzug macht. Dieser Abzug ist zwar in Wert geringer als ein vom Fotografen selbst gemachter (vintage print), ist aber unter Umständen die einzige Möglichkeit, wie man Werk und Bildinformation rekonstruieren kann.) Und für den Augenblick erscheint mir unser Datenfeldkatalog eine gute Grundlage für den Beginn der Eingaben zu sein. Seine Feuerprobe erhält er bei den nun beginnenden Arbeiten.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Datenbank die Erste</title>
        <published>2013-03-15T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-03-15T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/03/15/edim-datenbank-die-erste/">&lt;p&gt;Seit einigen Wochen arbeiten wir in und mit der Datenbank: Ein Arbeitsgebiet, bei dem mehr oder weniger “plötzlich” “ein ganz neues Fass” aufgeht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es geht nicht nur um die Beherrschung der Datenbank selbst und ihre Funktionen, sondern gleichzeitig auch um die Inhalte in voller Breite: Die Moritzburg verfügt über sechs Sammlungsgebiete, die in Gattungen, nicht nach Zeitepochen aufgeteilt sind (Gemälde, Grafik, Plastik, Fotografie, Kunsthandwerk, Münze &amp;amp; Medaillen, jeweils durch alle Epochen). Und so hat jede Sammlung und damit jeder “Spezialwissensbereich” einen eigenen Datenfeldkatalog.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ein Datenfeldkatalog ist? So nennen wir nach Viktor Pröstler (Datenfeldkatalog zur Grundinventarisation, 1993) die Listen bzw. Tabellen, in die links in der ersten Spalte die Bezeichnungen der Datenfelder in der Datenbank kommen. In der Mitte der Tabelle steht das, was in das jeweilige Feld einzutragen ist. In eine dritte Spalte schreiben wir gleich eine Schreibanleitung für das jeweilige Feld ein, die die Inhalte (auch für Laien) erklärt und klare Schreibregeln für dieses Feld definiert. Nur um einen Eindruck von diesem Dokument zu vermitteln, hänge ich &lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2013/03/15/edim-datenbank-die-erste/./Datenfeldkatalog_Photographie2013-03-15.pdf&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; den Anfang unseres (unfertigen!) Datenfeldkatalogs für die Sammlung Photographie an. Sind die Datenfeldkataloge aus den einzelnen Sammlungen so weit, werden wir sie hier natürlich vollständig publizieren!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum so ein Aufwand? Warum so kompliziert? Man stelle sich vor, die Datenbank ist da, alle freuen sich und fangen an, darin zu arbeiten wie sie denken, dass es richtig ist. Ein Kustos denkt, durch die Datenmigration steht in dem Feld “Objektbezeichnung” schon “Photographie”. Dies führt er fort und trägt gewissenhaft bei allen Datensätzen, die er in den kommenden Jahren schafft, “Photographie” ein. Natürlich befinden sich in der Sammlung Photographie zum allergrößten Teil Photographien, so dass diese Eingabe fast sinnlos ist, weil für dieses Feld eine weit genauere Bezeichnung möglich und nötig ist: Niemand würde im Bereich der Sammlung Photographie nach einer “Photographie” suchen. Daher braucht es diese Eingabe nicht.&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel: Im Bereich des Landesmünzkabinetts unterscheiden sich nicht nur die Objektbezeichnungen der “Großgruppen” Münze, Medaille und Papiergeld voneinander, sondern zum Beispiel auch im Bereich der Medaillen diejenigen, die aufgrund eines bestimmten Anlasses wie Geburten, Thronbesteigungen, Todesfälle etc. gemacht worden sind. Trenne ich die Eingabe dieser Großgruppen voneinander und trenne dann nochmals die Untergruppen voneinander in einem extra Feld, kann ich später auch zielgerichtet danach suchen. Ich kann mir mit wenigen Klicks alle Medaillen, die anlässlich einer Geburt gemacht sind, aufrufen.&lt;br /&gt;
Bei dem, was ich in die Datenbank eingebe, muss ich mich also immer fragen, was ich hinterher suchen werde, oder besser gesagt, was ich später (wieder-)finden möchte. Beim Eingeben geht’s um das Wiederfinden: Bevor ich eingebe, muss ich eine Vorstellung davon haben, welche Suchanfragen für meinen Sammlungsbestand jetzt und zukünftig in Frage kommen, ich muss ein Netz spannen aus strukturierten Eingaben, damit ich das Material nach unterschiedlichen Kriterien wieder aus der Datenbank ausgeworfen bekomme. Und ich muss mich mit meinen Kollegen im Haus verabreden, die Eingaben so vorzunehmen, dass ich in dem Sammlungsbereich eines anderen Kustos auch in gleicher Art suchen kann. Ein Beispiel: Sofern ich und meine Kollegen beide nach einer vereinbarten Art und Weise Schlagwörter vergeben habe, kann ich sammlungsübergreifend nach Landschaften der 1970-er Jahre suchen und bekomme aussagekräftige Trefferergebnisse. Dann macht eine Datenbank Spaß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und weil in jedem Paradies eine Schlange sitzt, gibt es mich: Als Datenbankadministratorin wache ich wie ein Zerberus über die strukturierte Eingabe in den Sammlungen und erarbeite derzeit zusammen mit den Kustoden eben jene Datenfeldkataloge, nach denen dann die Eingabe stattfinden kann. Positiver Nebeneffekt dieser Dokumente ist, dass auch geringer ausgebildete Menschen als die Spezialwissenschaftler zumindest teilweise nach den Schreibanleitungen Eingaben vornehmen können, - vorausgesetzt, dass hinterher nochmal “drübergeschaut” wird. Datenbankarbeit ist keine Praktikantenarbeit!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeit an sinnvollen Datenfeldkatalogen ist eine hoch spezialisierte Tätigkeit. Denn der, der sie macht, muss alle einzelnen wissenschaftlichen und museumsintern objektverwaltungsmäßig relevanten Punkte zusammentragen und hier unterbringen. Nacharbeiten sind absolut zu vermeiden, weil niemand Lust und Zeit hat, nach zum Beispiel 8.000 eingegebenen Datensätzen allen “nochmal schnell” z. B. Schlagwörter zu verpassen. Ohne Schlagwörter sind die Objekte aber fast nur nach Künstlern (wenn man den Namen noch erinnert) und Inventarnummern zu suchen: Man muss also schon wissen, was in der Datenbank drin ist, um zu Treffern zu kommen. Und wer hat schon den Überblick über 40.000 grafische Blätter oder 75.000 Photographien? Und es ist nicht jeder seit 25 oder 30 Jahren Kustos, hat die meisten seiner Schäfchen schon persönlich gesehen und Bilder im Kopf. Auch die anderen sollen mit dem Datenbestand sinnvoll und effektiv arbeiten können: Forscher, Studierende, Laien etc., die anfragen und aus ihrem eigenen Wissenskontext möglicherweise nach abgelegenen Spezialdetails fragen.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Über 2000 Objekte der Stiftung Moritzburg auf museum-digital</title>
        <published>2013-03-08T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-03-08T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/03/08/edim-ueber-2000-objekte-der-stiftung-moritzburg-auf-museum-digital/">&lt;p&gt;Als kleines Geschenk zum Wochenende stellen wir unser zweitausendstes Objekt online.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es erfüllt uns schon ein wenig mit Stolz, das erste Museum deutschlandweit zu sein, dass in museum-digital über zweitausend Museumsobjekte präsentieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier sehen sie unsere Zweitausend, die “Dame beim Sonnen” von Hans Finsler. Siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://st.museum-digital.de/object/17441&quot;&gt;http://www.museum-digital.de/san/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=17441&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2013/03/08/edim-ueber-2000-objekte-der-stiftung-moritzburg-auf-museum-digital/./MOSPhFi00235a_internet.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hans Finsler “Dame beim Sonnen” 1929&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Glasplattendigitalisierung I</title>
        <published>2013-01-25T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-01-25T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/01/25/edim-glasplattendigitalisierung-i/">&lt;p&gt;Alle Jahre wieder kommt es vor Weihnachten dazu, dass plötzlich Gelder zur Verfügung stehen, die vorher unerreichbar schienen. So auch dieses Jahr: Wir hatten uns zwar darauf vorbereitet, doch wurden wir überrascht, weil es nicht für „Archivierungsmaterial“, sondern für „Geräte“ ausgegeben werden musste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eilens machten wir uns auf die Suche, bei der jetzt kommenden Text-Digitalisierung (= Eingaben in die Datenbank im Unterschied zur Bild-Digitalisierung an unserer Repro-Anlage) zweckmäßige Geräte zusammen zu tragen. Neben einigen Kleinigkeiten wir z. B. digitale Messschieber für die Durchmesserbestimmung bei Münzen und Medaillen oder gute Lupen für die Verfahrensbestimmung in der Fotografie oder Grafik gelang uns auf die Schnelle auch ein Ankauf eines A4-Scanners, der offenbar seit vielen Jahren unter anderem für die Glasplattendigitalisierung sehr erfolgreich eingesetzt wird. Dieses Gerät (Epson V750) konnten wir nur in dieser kurzen Zeit ankaufen, weil wir auf die Erfahrungen in anderen Einrichtungen zurückgreifen konnten. Ein Hoch also auf diese Kollegen (SPSG und Landesmuseum Hannover), die uns das, was wir normalerweise selbst hätten herausfinden müssen, auf dem Silbertablett serviert haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Denn auch wenn der Laie vielleicht denkt, dass Scannen ganz einfach ist, handelt es sich beim Scannen von historischen Glasplatten um ein diffiziles Geschäft, bei dem nicht nur konservatorischen Überlegungen zum Anfassen (Spezialhandschuhe), ihrer Reinigung, Schutz vor Verkratzen beim Auflegen auf die Glasplatte des Scanners, Grenzwerte für die Erwärmung durch den Scanner, Schutz vor zu viel Licht zu berücksichtigen sind. Der Scanner muss eine solche Auflösung (auch für sehr kleine Formate) mitbringen, dass er in der Lage ist, ein vollständiges Abbild der Glasplatte zu liefern, denn normalerweise haben so große analoge Vorlagen immer noch mehr Bildinformationen als digitale Abbilder. Welche Rolle die Anforderungen an „die Dichte“ eines Scanners in diesem Zusammenhang spielt, muss ich noch herausfinden. Der Scanner muss die Leistung haben, die der Hersteller verspricht (nicht immer gegeben!) und die Software muss so praktisch, einfach und effektiv strukturiert sein, dass sie Qualität und einen Massendurchsatz unterstützt. Und schließlich muss für die Dateiablage gesorgt sein. Diese Scans erzeugen einige zig-MB-Dateien, die in unterschiedlichen Formaten und Auflösungen vorgehalten und gesichert werden müssen. Anschließend müssen sie in professionelles Verpackungsmaterial umgelagert werden, denn in den letzten 10-20 Jahren haben sich die Erkenntnisse zur konservatorisch richtigen Lagerung der Kunstgegenstände, die bares Geld an Restaurierung spart, in neuen und besseren Produkten niedergeschlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch den Erfahrungstransfer durch die Kollegen war gewährleistet, dass die notwendigen technischen Eckparameter (Auflösungen, Farbtiefe, Formate, Dichte) bereits - durch Erfahrung bewiesen und geläutert - durch unser Gerät erfüllt sind. Auch der Workflow, der durch die mitgelieferte Software unterstützt (und nicht behindert) werden muss, hatte sich bei diesen Institutionen bewährt. Zusätzlich haben wir noch einen Tipp für einen Anbieter erhalten, bei dem wir das Gerät knapp 300 Euro günstiger als sonst kaufen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun müssen wir „nur noch“ das handling der Glasplatten lernen: Das sichere Greifen der Glasplatten mit speziellen, dafür vorgesehenen Handschuhen, das Reinigen vor dem Scannen, das anschließende Verpacken in angemessenes Archivspezialpapier.&lt;br /&gt;
Ich schlage vor: Wenn wir unsere Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben, werden wir hier in diesem Forum dazu detailliert berichten.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Nutzungsrechte des Finsler-Nachlasses</title>
        <published>2013-01-25T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2013-01-25T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2013/01/25/edim-nutzungsrechte-des-finsler-nachlasses/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2013/01/25/edim-nutzungsrechte-des-finsler-nachlasses/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2013/01/25/edim-nutzungsrechte-des-finsler-nachlasses/">&lt;p&gt;Vielleicht hat sich jemand gewundert, dass wir in unserem Themenportal “moderne_digital” (siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/t/227/227&quot;&gt;https://themator.museum-digital.de/t/227/227&lt;/a&gt;) Fotografien von Hans Finsler, einem prominenten Vertreter des Neuen Sehens in der Fotografiegeschichte, gestorben 1972, zeigen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Tochter Hans Finslers, Regula Lips-Finsler, hat in den 1970-er Jahren bereits einen sehr weitsichtigen Passus in den Schenkungsvertrag aufgenommen, der es der Moritzburg erlaubt, für alle eigenen (Werbe-, Publikations- etc.) Zwecke, ohne nachzufragen oder bezahlen zu müssen, die Fotos zu nutzen. Sie übertrug “die ausschließlichen Nutzungsbefugnisse an den Leistungsschutzrechten” der Fotografien an die neue Eigentümerin Moritzburg, “auch das Recht der Vergabe von Nutzungsbefugnissen an Dritte” mit einem ausdrücklichen “Verzicht auf Vergütungsansprüche” durch die Erbin. Damit ist heute die Moritzburg in den Stand gesetzt, die Fotos von Finsler im Internet zu zeigen - eine Nutzung, die damals noch niemand bedenken konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute stellen die gegenwärtigen Urheberrechtsregelungen für Kulturerbe-Institutionen wie Museen, Archive und Bibliotheken, die Material aus dem 20. und 21. Jahrhundert verwahren und online stellen wollen, eine Fessel dar. Sie können es nicht präsentieren, ohne die Angst, wegen Urheberrechtsverstößen verklagt zu werden oder zu bezahlen. Gerade letzteres ist bei oftmals sinkenden Zuwendungen der Träger unmöglich. Da erst 70 Jahre nach dem Ableben des Künstlers das Urheberrecht, also das Recht auf eine finanzielle Vergütung bei Abbildung des Objekts, erlischt und eine bildliche Wiedergabe “gemeinfrei” wird (vorbehaltlich der Fotografen-Rechte natürlich), wird es in unserem Portal außer Finsler nichts von einem Künstler zu sehen geben, der nach 1942 gestorben ist - ein merkwürdiges Auswahlkriterium für ein Portal zur Klassischen Moderne, aber nicht zu umgehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hätte sich die Moritzburg bei allen Erwerbungen von Künstler, die noch leben oder noch nicht 70 Jahre verstorben sind, die für die eigenen Zwecke bestimmten Nutzungsrechte an ihrer Abbildung vertraglich übertragen lassen, könnten wir deren Werke online publizieren: neben der Verwaltung, Sicherung etc. eine nicht unerhebliche Arbeit, die die Museen zur Bekanntmachung der Kunst und Künstler leisten!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Feininger</title>
        <published>2012-12-14T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-12-14T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/12/14/edim-feininger/">&lt;p&gt;Wir freuen uns über einen neuen Schwung für unsere Reproanlage: Gerade hatten wir uns in Finsler eingesehen und erkannten auf den ersten Blick seine fotografischen Tricks, da kommt Feininger ins Haus: Die Feininger-Galerie in Quedlinburg braucht für einen Katalog, der Mitte nächsten Jahres für eine neue Sonderausstellung fertig sein soll, druckfähige Abbildungen. So breitete sich heute Morgen eine andächtige Stille im Reproraum aus, als wir die Blätter mit der geboteten Vorsicht nach Formaten sotierten. Darunter waren auch zwei Drucke der “Kathedrale”.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer sich Feininger in der Moritzburg anschauen will, kann dieses bis Mitte Januar 2013 höchstpersönlich tun (danach gibt es eine kurze Schließzeit bis zum 9. Februar 2013) oder hier sich ein Eindruck über unsere Website verschaffen &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://stiftung-moritzburg.de/rundgang/lyonel-feininger-empore/&quot;&gt;http://stiftung-moritzburg.de/rundgang/lyonel-feininger-empore/&lt;/a&gt;. Darüber hinaus werden in Quedlinburg, in der Lyonel-Feininger-Galerie, gerade die Meisterwerke der Sammlung Dr. Hermann Klumpp gezeigt, siehe http://www.feininger-galerie.de/content/blogcategory/1/5/lang,de/. Wegen der Urheberrechte (Feininger starb erst 1956) dürfen wir nicht hier oder im Themenportal, sondern nur auf unserer Homepage Abbildungen von Feiningers Werk zeigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht haben Sie es schon gesehen: Das Themenportal wächst. Es gibt neue Datensätze zu Wilhelm Lehmbruck (1881-1919) und Ernst Barlach (1870-1938). Noch vor Weihnachten kommt mehr hinzu.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Nikolausi</title>
        <published>2012-12-06T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-12-06T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/12/06/edim-nikolausi/">&lt;p&gt;Wir freuen uns, mitzuteilen, dass ab sofort unter &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/t/227/227&quot;&gt;http://www.museum-digital.de/themator/ausgabe/showthema.php?m_tid=227&amp;amp;tid=227&amp;amp;ver=nat&lt;/a&gt; unser Themenportal zur Klassischen Moderne in der Moritzburg online geschaltet ist! Insgesamt 320 neue Datensätze zu Werken von Paul Klee, El Lissitzky, Georg Schrimpf, Franz Marc, Otto Mueller, Ernst Ludwig Kirchner, Wilhelm Lehmbruck, Ernst Barlach und Hans Finsler erwarten die Neugierigen, die zum Nikolaus gerne Neues entdecken wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies ist nur der erste Anfang zu einem Online-Auftritt, der noch mindestens über zwei Jahre beständig weiter wachsen wird. Schauen Sie immer mal wieder herein!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Mutec-Messe</title>
        <published>2012-11-28T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-28T00:00:00+00:00</updated>


        
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          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/28/edim-mutec-messe/">&lt;p&gt;In der letzten Woche Donnerstag und Freitag 22.-24.11.2012 war die MUTEC-Messe in Leipzig (“Internationale Fachmesse für Museums- und Ausstellungstechnik). Sie ist nicht groß, hat aber unser Interesse stillen können, ob es notwendig ist, neben der Objektverwaltungssoftware (in unserem Fall MuseumPlus) eine mit dieser verknüpfte Bildverwaltungssoftware zu haben. Das Ergebnis ist ein klares Jein: Es wäre sicherlich schön, so etwas zu haben. Es ist aber (aus unserer Sicht zumindest im Augenblick) nicht nötig. Vielleicht später mal, wenn die Bilddateien zu überübsichtlichen Konglomeraten angewachsen sind. Aber im Augenblick sind wir erst dabei, einen (hoffentlich gut strukturierten) Bilderserver aufzubauen, auf dem man alles wiederfinden soll, was wichtig ist. Gut zu wissen ist allerdings, dass es eine scheinbar maßgeschneiderte Lösung für unser Produkt bereits gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wichtig waren auch die kleinen Gespräche am Rande mit Ausstellern, die gerade freie Zeit hatten: Wir haben wieder Neues über Wikipedia erfahren und über die neuesten Entwicklungen beim Colormanagement, die auf der letzten Photokina, die wir nicht besucht haben, vorgestellt wurden. Und wir haben einen ehemaligen Kollegen getroffen, dem wir gleich mit der Auskunft, dass wir in der nächsten Woche unser Themenportal “moderne_digital” auf &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de&quot;&gt;www.museum-digital.de&lt;/a&gt; freischalten und zwar zunächst mit vielen Fotos von Hans Finsler (Fotograf des Neuen Sehens), glücklich machen konnten. Er suchte speziell eine Abbildung der Kröllwitzer Brücke (Halle) im Bau, die für die derzeitigen Konservierungsarbeiten an den Skulpturen hilfreich sein könnte. Also: Es lebe die Digitalisierung!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Vernetzung des digitalen Kulturerbes online</title>
        <published>2012-11-28T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-28T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/28/edim-vernetzung-des-digitalen-kulturerbes-online/">&lt;p&gt;Vielleicht ist es für manchen eine Kleinigkeit, aber uns hat es gefreut: Wie wir schon mal erwähnt haben, arbeiten wir derzeit an einer Beta-Version (warum nicht auch wir? heute ist die Beta-Version der Deutschen Digitalen Bibliothek online gegangen) eines Themenportals zu unserem Projektzeitraum, der Klassischen Moderne mit dem Namen “moderne_digital” auf &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de&quot;&gt;www.museum-digital.de&lt;/a&gt; (ab Mitte nächster Woche). Diejenigen Bild- und Text-Digitalisate, die publikationsfähig sind, stellen wir zur allgemeinen Benutzung und Freude online. Da wir von Werken Hans Finslers (1891-1972), Fotograf und führender Vertreter des Neuen Sehens in der Fotografie seiner Zeit, derzeit die meisten Scans erstellt haben, wird der erste Schwung überwiegend ihm gewidmet sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Suche nach Publikationen, in denen Finsler-Fotos auftauchen und um noch mehr Informationen zu dem Dargestellten und dem Kontext der Entstehung zu bekommen, fanden wir eine digitale Ressource, d. h. eine digitalisierte Publikation, die die Unibibliothek Weimar dankenswerterweise online gestellt hat:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; title=&quot;Wilhelm Lotz: Licht und Beleuchtung. Berlin 1928.&quot; href=&quot;http://goobipr2.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3279470&quot;&gt;Wilhelm Lotz: Licht und Beleuchtung. Berlin 1928&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort findet sich auch Finslers berühmte Osram-Glühbirne: Sehr praktisch, wenn die Dinge nur einen Klick weit entfernt sind. Manchmal gibt es allerdings auch den Fall, dass die Ressourcen gerade nicht abklickbar sind, so wie gerade eben, beim Test. Nun ja.&lt;br /&gt;
(Sollte der Link nicht funktionieren, bitte über &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.zvdd.de/startseite/&quot;&gt;www.zvdd.de&lt;/a&gt; (Zentrales Verzeichnis digitalisierter Drucke) gehen und “Lotz” und “Licht” eingeben.)&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Handreichungen zur Erfassung von Photographie</title>
        <published>2012-11-21T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-21T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/21/edim-handreichungen-zur-erfassung-von-photographie/">&lt;p&gt;Hiermit möchten wir einen Tipp weitergeben, den wir von Frau Dr. Ziegner vom Bauhaus erhalten habe. Es handelt sich um die Internetseite &lt;s&gt;fotoerbe-sachsen.de&lt;/s&gt;, die Tipps und Handreichungen bzw. Thesauri für die Erfassung von Photographie in Archiven und Museen bereithält. Weil sich die Seite selbst erläutert, sparen wir uns dies hier. Nur soviel: Die Seite wächst noch, also immer mal wieder vorbei schauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Uns scheint, dass sie aber bei unserem “Problem”, Best-Practice-Beispiele oder Anleitungen für die professionelle Verzeichnung von künstlerischen Photos im Museumsbestand zu geben, sie zu inventarisieren und die Sammlung mit Normdateien und Thesauri zu erschließen, nur beim ersten Schritt weiterhilft. Die Handreichungen sind zum Teil an Stellen summarisch, an denen wir gern mehr wüssten. Wahrscheinlich müssen wir einfach noch den Literaturhinweisen nachgehen. Doch Claudia Zenker-Oertel spricht in ihrer Transferarbeit von 2005 &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/120/45304/transf_zenker_oertel.pdf&quot;&gt;(http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/120/45304/transf_zenker_oertel.pdf&lt;/a&gt;) davon, dass die Richtlinien für die Verzeichnung von Photos in Archiven immer noch im Fluss seien. Unser Eindruck nach Lektüre dieser Arbeit ist, dass es einen Unterschied macht, ob wir Photos mit historisch-dokumentarischem Inhalt (wie bei ihr) vor uns haben oder solche, die in erster Linie zu künstlerischen Zwecken (wie bei uns) gesammelt wurden. Wo finden wir jemanden, der uns an dieser Stelle weiterhelfen kann? Nach der Berlinischen Galerie werden wir es als nächstes im Museum für Fotografie in Berlin versuchen. Die haben auch MuseumPlus, das kann nicht schaden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Ergebnisse demnächst hier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update 10.02.2023&lt;/strong&gt;: Toten Link entfernt.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Tipp zum Wochenanfang</title>
        <published>2012-11-19T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-19T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/19/edim-tipp-zum-wochenanfang/">&lt;p&gt;Für alle, die etwas Ähnliches planen wir wir, ein Digitalisierungsprojekt aufbauen oder sich nur mit dem Gedanken tragen, sollten das Buch “Bildarchiv digital” von Kathryn Pfenninger (2001) studieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am letzten Wochenende, als ich den größten Teil davon durchgelesen habe, musste ich mir mehrfach an den Kopf greifen, weil ich dachte: “Wäre es doch schön gewesen, dies alles &lt;em&gt;vorher&lt;/em&gt; oder zumindest gleich zu Anfang gelesen zu haben!”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Basierend auf der Praxiserfahrung eines Digitalisierungsprojekts am Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich stellt die Autorin in genau richtiger Knappheit bzw. Ausführlichkeit alle Punkte dar, die auch mir bei der Planung und bei der praktischen Umsetzung begegnet sind. Kurz zusammengefasst sind dies auf der einen Seite die Möglichkeiten und Erfordernisse der technischen Seite und die Notwendigkeiten bei einer inhaltlichen Erschließung des Materials. Dabei bezieht sie die personellen und finanziellen Voraussetzungen ebenfalls ein und gibt damit eine exzellente Handreichung, die auch heute nicht veraltet ist, weil sich vielleicht die Leistungsfähigkeit der Computer und die Ansprüche an Auflösungen geändert haben, aber die Grundprinzipien von optimaler Projektsteuerung und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus meiner Sicht: Spitze!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Nachschub!</title>
        <published>2012-11-16T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-16T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/16/edim-nachschub/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/16/edim-nachschub/">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/16/edim-nachschub/./Heinrich_Koch_Kamel_ohne_Jahr.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor einem Monat stand es in der Mitteldeutschen Zeitung und jetzt ist sie bei uns angekommen: die Dauerleihgabe Heinrich Koch (&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&amp;amp;atype=ksArtikel&amp;amp;aid=1349164450154&quot;&gt;http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&amp;amp;atype=ksArtikel&amp;amp;aid=1349164450154&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Rund 230 Fotografien aus dem Nachlass des Fotografen Heinrich Koch (1896-1934), Schüler und Nachfolger von Hans Finsler als Leiter der Fotoklasse der Burg Giebichenstein, werden demnächst erst im Original und dann auch auf museum-digital zu sehen sein. Ab Ende November wird ein Teil seiner Fotografien auf der Empore über der Moderne I gezeigt. Der andere Teil wird seit heute durch uns digitalisiert und anschließend in unser Themenportal “moderne_digital” (Start 6. Dezember 2012) eingestellt. Nach Abschluss der Ausstellung im Museum werden wir uns auch den zweiten Teil der Fotos vornehmen und anschließend auf museum-digital sichtbar machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Dauerleihgabe wird der Bestand an Koch-Fotografien der Stiftung Moritzburg wesentlich ergänzt. Die Berliner Galerie Kicken, in der sich dieser Teil des Nachlasses von Koch befand, bemühte sich darum, dass die Arkudes Foundation in Köln den Bestand ankaufte und der Stiftung Moritzburg als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der in Uherské Hradište (Ungarisch Hradisch) geborene Koch kam als Schüler bzw. als Partner Finslers Ende 1929 bzw. Anfang 1930 vom Bauhaus an die Burg Giebichenstein. Seine Aufnahmen zeigen einerseits einen engen Bezug zu den Arbeiten Finslers, andererseits setzte er eigene Bildvorstellungen um. Ende des Wintersemesters 1931/32 übernahm Koch die Fotoklasse. Er hatte die Leitung jedoch nur ein Jahr inne, da die Fotoklasse 1933 durch die Nationalsozialisten geschlossen wurde und allen Mitarbeiter, die vom Bauhaus kamen, gekündigt wurde. Im Mai 1933 siedelte er nach Prag über und fand dort im Februar 1934 eine feste Anstellung als Fotograf am Prager Nationalmuseum. Wenig später, am 1. März 1934, verunglückte er bei einem Verkehrsunfall tödlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da sich Koch nur wenige Jahre der Fotografie widmete, konnte er weder quantitativ noch qualitativ ein umfangreiches Lebenswerk schaffen. Dennoch zeigen seine Arbeiten ein breites Spektrum an Bildgestaltungen, die dem Neuen Sehen und damit einer der Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie zuzuordnen sind.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Vorbereitungen für das Themenportal &quot;moderne_digital&quot;</title>
        <published>2012-11-13T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-13T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/13/edim-vorbereitungen-fuer-das-themenportal-moderne_digital/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/13/edim-vorbereitungen-fuer-das-themenportal-moderne_digital/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/13/edim-vorbereitungen-fuer-das-themenportal-moderne_digital/">&lt;p&gt;Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Start unseres Themenportals “moderne_digital” auf &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.museum-digital.de&quot;&gt;www.museum-digital.de&lt;/a&gt; auf vollen Touren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir wollen nach den drei Themen “&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/t/13&quot;&gt;Archäologie der anhaltischen Fürsten&lt;/a&gt;”, “Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert” und “&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://themator.museum-digital.de/t/70&quot;&gt;Friedrich, unser Held&lt;/a&gt;” das vierte Thema auf museum-digital werden (hoffentlich kommt uns niemand zuvor!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser Beitrag zum Nikolaus-Tag werden ein paar hundert Datensätze zum Fotografen Hans Finsler (1891-1972) sein sowie zahlreiche neue Blätter aus dem Grafischen Kabinett. Darunter sind Werke von Franz Marc (1880-1916), Paul Klee (1879-1940) und El Lissitzky (1890-1941), die bisher noch nie online zu sehen waren. Einige von ihnen können erst jetzt gezeigt werden, weil sie vor kurzer Zeit “gemeinfrei” geworden sind, d. h. volle 70 Jahre nach dem Tod der Künstler verstrichen und die Urheberrechte abgelaufen sind. Alle Interessierten sind aufgerufen zu stöbern und ihre favorites zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Themenauftritt “moderne_digital” zum Bestand der Klassischen Moderne zwischen 1900 und 1937 in der Stiftung Moritzburg wird über die Projektdauer beständig wachsen und ausgebaut. Starten werden wir klein: Aus über 900 Scans von Finslers halleschem Werk (von ungefähr 1750 Finsler-Photographien, die innerhalb des Projektes digitalisiert werden) sind bisher schon 140 zugeschnitten, auf Internet-Größe (1000 Pixel Kantenlänge) skaliert und mit einem Datensatz versehen. Weil viele Motive in mehrfacher Ausführung vorliegen, wird die Zahl der publizierten Datensätze nie denen der Scans bzw. real existierenden Objekte entsprechen. Einige Motive sind bis zu zehn Mal vertreten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier im Bild sehen Sie die emsige Tätigkeit der Eingebenden: Unser neues MuseumPlus ist im Hintergrund geöffnet, die Eingabemaske von museum-digital links, der Dateibrowser und vorne die Bildbearbeitungssoftware gimp, in dem der Zuschnitt der Bilder und die Skalierung vorgenommen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider stellte sich bei diesen Arbeiten und beim Erzeugen von hochauflösenden JPG, die in die Datenbank sollen, heraus, dass das Zuschneiden und Skalieren der Bilder mit einem Verlust des Erstellungsdatums innerhalb der XMP-Metadaten des Bildes verbunden ist. Ein Nachteil unserer eigentlich antiken, weil zu 100 Prozent analogen Kamera mit digitalem Rückteil ist nämlich, dass keine Exif-Daten also Kamera-Daten in die Bilder geschrieben werden. In den Exif-Daten stehen auch viele uninteressante Daten (z. B. mit welcher Blende fotografiert wurde), aber es stehen auch die Copyright- und Fotografen-Angaben bzw. das Datum der Aufnahme drin. Insofern über das Datum der Zustand eines Objektes zu einem bestimmten Zeitpunkt dokumentiert wird, ist es von größerer Bedeutung als nur von beiläufigem Interesse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun wird uns nichts anderes übrig bleiben, als das Aufnahmedatum in die Datenbank einzutragen: Eigentlich Arbeit, die einem heutzutage die moderne Technik abnimmt. Und wieder mal ein Beispiel dafür, dass man gar nicht so komplex planen und mitdenken kann, dass nicht doch an irgend einer Stelle etwas nicht so funktioniert, wie es wünschenswert wäre. Sollte ich eine Einschätzung abgeben, wieviel man bei einer Planung “vorausdenken” kann und wieviel nicht, würde ich von einem 80/20-Wert ausgehen.&lt;/p&gt;
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        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.orgde/2012/11/13/edim-vorbereitungen-fuer-das-themenportal-moderne_digital/SMB_Blog12.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>EDiM - Die &quot;Entnahme&quot; der zu digitalisierenden Grafik aus den Depotschränken</title>
        <published>2012-11-02T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-11-02T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/11/02/edim-die-entnahme-der-zu-digitalisierenden-grafik-aus-den-depotschraenken/">&lt;p&gt;Der Vorgang der “Entnahme” der zu digitalisierenden Grafiken wirkt auf den ersten Blick recht banal, in der Praxis jedoch stellt sich diese Angelegenheit komplexer dar.&lt;br /&gt;
Da wir im Rahmen unseres Projektes Digitalisate/ Scans von Kunstwerken der Moderne anfertigen, erscheint es sinnvoll die Grafiken künstlerbezogen herauszusuchen. Bei der praktischen Arbeit stellt sich diese Herangehensweise allerdings als ungünstig heraus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Grafischen Depot der Stiftung Moritzburg sind die Grafiken weitestgehend nach Passepartout-Standardgrößen abgelegt. D.h. in Schrank Nr. x befinden sich beispielsweise die DIN A4-formatigen und im Schrank xy die DIN A3-formatigen Blätter. Nehmen wir als Beispiel den Künstler Karl Schmidt-Rottluff, so sind allein schon diese ca. 40 Werke in 9 verschiedenen Schränken des Grafischen Kabinetts deponiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um effektiver zu arbeiten und ein häufiges Berühren/ Bewegen der Grafiken zu vermeiden, ist es sinnvoll, bei der Entnahme schrankweise vorzugehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die den Grafikschränken zugehörigen Werklisten werden mit der vorbereiteten Künstlerliste abgeglichen, um dann die Grafiken „Personen-unsystematisch“ zu entnehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wird Fach für Fach und Schrank für Schrank durchgegangen und die entnommenen Grafiken standortbezogen in Transportkisten sortiert. Dieses Vorgehen erleichtert nach Beenden des Digitalisierens das Rücksortieren erheblich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Entnahme der Grafiken werden die entsprechenden Karteikarten hinzugeordnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die auf der Kartei befindlichen Daten können nun mit der Originalgrafik abgeglichen und gegebenenfalls berichtigt oder ergänzt werden (Maße, Bezeichnungen, Signaturen u.a.).&lt;br /&gt;
Zu guter letzt werden die entnommenen Werke in einer Excel-Liste vermerkt, in spezielle Transportschachteln verpackt und in das “Digitalisierungslabor” zum Scannen gebracht.&lt;br /&gt;
Bei dem gesamten Vorgang der Digitalisierung ist der tabellarische Vermerk der Ein- und Ausgänge im Grafik-Depot von enormer Bedeutung, da nur so der Überblick über den Bestand und den Digitalisierungszustand der Werke (entnommen, gescannt, zurücksortiert oder in Restaurierung) gewährleistet werden kann.&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM – Recherchen für die Vorbereitung der Datenbank</title>
        <published>2012-10-30T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-10-30T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/30/edim-recherchen-fuer-die-vorbereitung-der-datenbank/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/30/edim-recherchen-fuer-die-vorbereitung-der-datenbank/">&lt;p&gt;Wie gehen wir vor? Welche Materialien benutzen wir?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser Einfallstor in die Welt der Dokumentation ist der 2011 vom Deutschen Museumsbund herausgegebene “Leitfaden für die Dokumentation von Museumsobjekten” (siehe http://www.museumsbund.de/fileadmin/geschaefts/dokumente/Leitfaeden_und_anderes/LeitfadenDokumentation.pdf). Dieses kurze, aber gewichtige Werk bietet auf seinen 50 Seiten eine Ein- und Hinführung zum Thema. Das Beste daran sind aber die Literaturangaben und die Linkliste. Diese arbeiten wir Punkt für Punkt ab. Zum Teil gibt es die Literatur im Netz, zum Teil in Halle, zum Teil müssen wir Fernleihen machen.&lt;br /&gt;
Hier einige Links zu nützlicher Literatur, die wir online gefunden haben:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Viktor Pröstler: Datenfeldkatalog zur Grundinventarisation. Ein Bericht der “Arbeitsgruppe Dokumentation” des Deutschen Museumsbundes, Karlsruhe 1993. (48 S.)&lt;br /&gt;
http://www.museumsbund.de/fileadmin/fg_doku/publikationen/Datenfeldkatalog.pdf&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Friedrich Waidacher, Museologische Grundlagen der Objektdokumentation, Berlin 1999 (24 S.).&lt;br /&gt;
http://www.smb.museum/ifm/dokumente/mitteilungen/MIT015.pdf&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Hans-H. Clemens, Christof Wolters, Sammeln, Erforschen, Bewahren und Vermitteln. Das Sammlungsmanagement auf dem Weg vom Papier zum Computer, Berlin 1996 (75 S.).&lt;br /&gt;
http://www.smb.museum/ifm/dokumente/mitteilungen/MIT006.pdf&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Auf der Museumsvokabular-Seite &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsvokabular.de&quot;&gt;(www.museumsvokabular.de)&lt;/a&gt; haben wir auch schon nützliche Infos für Wortlisten sammeln können: In der “Hessischen Systematik” haben wir zum Beispiel Material für Gattungsbeschreibungen von Gemälden und Grafiken gefunden (Stilleben, Landschaft, Portrait, historisches Ereignisse …). Auch für die Kategorie “Material/Technik” sind wir fündig geworden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also: Es geht voran.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings langsam, weil vorher bzw. parallel noch verschiedene andere Dinge vorankommen müssen: Ende des Monats findet in der Moritzburg eine auf die KNK- und KGO-Institutionen beschränkter Workshop zur Digitalisierung statt, der vorbereitet werden will. Die Mapping-Verhandlungen und die Überprüfung der Funktionsweise der Datenbank müssen beendet werden (Ein retrospektiver, vermutlich wieder längerer Bericht über dieses Thema folgt noch. Weil es dabei auch unerfreuliche Ereignisse gab, würde ich gerne erst darüber berichten, wenn das Thema abgeschlossen ist.) Die Ordnung in den Depots muss daraufhin überprüft werden, ob eine Standortverzeichnung, wie sie die Datenbank vorsieht, möglich ist. Zuvor müssen zum Teil passende Schränke und Regale angekauft werden, wofür erst Mittel gefunden werden müssen usw. Und nicht zuletzt möchten wir endlich eine kleine Pressemeldung zum Projekt und zu unserem Thema auf museum-digital vorbereiten: Es soll im Themenportal von museum-digital über die Jahre hinweg wachsend über “moderne_digital” in der Moritzburg berichtet werden. Dort sollen einige der gescannten und aufbereiteten Datensätze mit einer thematischen Aufbereitung der Inhalte verbunden werden. Wie dies genau aussehen soll, erarbeiten wir noch.&lt;/p&gt;
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        <title>museum-digital wirkt!</title>
        <published>2012-10-27T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-10-27T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
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        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/27/museum-digital-wirkt/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/27/museum-digital-wirkt/">&lt;p&gt;Aus dem Naturhistorische Museum in Mainz kam folgende Mitteilung …&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;“Liebe Kollegen,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;es gibt mal wieder ein paar Projekte, die auch durch museum-digital vorangebracht wurden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frenz, Lothar (2012): Lonesome George oder Das Verschwinden der Arten. 346 S., Rowohlt. Berlin Das momentan “vielgelobte” Buch enthält auch einen Beitrag über den Pyrenäen-Steinbock und die Quaggas. Lothar Frenz konnte für seine Recherchen u.a. auf museum-digital zugreifen und auf diesem Weg auch Kontakt zu uns aufnehmen. Auf S. 62 des Buchs ist auch ein Bild unseres Pyrenäen-Steinbockks zu sehen. Ohne museum-digital hätten wir von unserem Bock vermutlich bis zum heutigen Tag keine Bilder. Was ich bezogen auf unsere Quaggas von Herrn Frenz lernen konnte: Die DNA-Sequenzen von unseren Quaggas Anfang der 1980er Jahre inspirierten Michael Crichton zu seinem Film Jurassic Park. Dann wird es ganz international: Woutersen, Kees (2012): El Bucardo de los Pirineos. 207 S., Huesca. In diesem Buch wird das Aussterben des Pyrenäen-Steinbocks geschildert. Auf den Seiten 32-38 finden sich viele Informationen, die auch in museum-digital enthalten sind, darüber hinaus auch viel Bildmaterial.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mal sehen was als nächstes kommt. …“&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM – Import-Export-Fragen</title>
        <published>2012-10-26T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-10-26T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/26/edim-import-export-fragen/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/26/edim-import-export-fragen/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/26/edim-import-export-fragen/">&lt;p&gt;Man wächst ja an seinen Aufgaben.&lt;br /&gt;
Aber ich hätte die jetzt anstehende Vorbereitung der Datenbank für die allgemeine Benutzung (also die Überprüfung der Funktionsweise der Datenbank, die umfangreiche Datenbereinigung, die Recherche von Normdateien, Wortlisten und Thesauri für alle sechs Sammlungsbereiche, die Anlage derselben in der Datenbank, die Schulung der Mitarbeiter) für völlig ausreichend für die nächsten Monate erachtet. Diese Arbeiten sind schließlich für alle im Projekt neu und müssen neben den anderen täglichen Aufgaben erst recherchiert, verarbeitet und dann umgesetzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch es geht auch anspruchsvoller: Ulf Dräger, Kustos für das Münzkabinett, hat zusammen mit fünf Einrichtungen, die Numismatika verwalten, einen DFG-Antrag genehmigt bekommen (Glückwunsch!): Fünf Partner erfassen in ihrem jeweiligen Spezialgebiet (antike, mittelalterliche und neuzeitliche Münzen und Medaillen bzw. Geldscheine) Einzelobjekte bzw. Typen und stellen sie online. Die Nutzer aus dem deutschen Sprachgebiet können sich dann diese musterhaft erfassten Datensätze einfach herunterladen, wenn sie feststellen, dass sie ein solches Objekt in der Sammlung haben. Dieses Verfahren ist deswegen so nutzbringend für alle, weil es im Bereich der Numismatik nur verhältnismäßig wenige Einrichtungen gibt, die diese Spezialkompetenz vorhalten. So ist Ulf Dräger beispielsweise für ganz Sachsen-Anhalt der zentrale Ansprechpartner. Über die Bilder (Vorder- und Rückseite) und die Beschreibung können die Nutzer die naturgemäß in größerer Auflage hergestellten Münzen, Medaillen und Geldscheine identifizieren und in ihre Erfassung übernehmen bzw. an den Stellen abwandeln, wo ihr Objekt differiert (z. B. Seriennummern).&lt;br /&gt;
Auf diese Weise entsteht online ein virtuelles Münzkabinett, das auch in Zukunft weiter wachsen kann. Eine “Zweit-” und “Drittverwertung” der Informationen in den jeweiligen regionalen Portalen, denen die Institutionen angehören bzw. in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB, ab November 2012) oder der europeana steht natürlich nichts im Wege.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was heißt KENOM?&lt;br /&gt;
“Kooperative Erschließung und Nutzung der Objektdaten von Museen - Ein Online-System zur nachhaltigen Digitalisierung von Münzen, Medaillen und Papiergeld”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer macht mit?&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Georg-August-Universität Göttingen, Archäologisches Institut und Sammlung der Gipsabgüsse, Dr. Daniel Graepler&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, Dr. Jens Ahlers&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Münzkabinett, Dr. Reiner Cunz&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Mario Schlapke&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Münzkabinett, Ulf Dräger&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Verbundzentrale des GBV (VZG), Frank Dührkohp&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Links zum Projekt:&lt;br /&gt;
DFG:http://gepris.dfg.de/gepris/OCTOPUS/;jsessionid=3E5F9557EBC7DF61D720D20D28386D56?module=gepris&amp;amp;task=showDetail&amp;amp;context=projekt&amp;amp;id=203817485&lt;br /&gt;
GBV: http://www.gbv.de/Verbundzentrale/04Projekte/kenom-kooperative-erschliessung-und-nutzung-der-objektdaten-von-muenzsammlungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt stellt an uns besondere Ansprüche, weil alle Partner zentral in einer anderen, browserbasierten Software arbeiten werden. Die redaktionelle Überarbeitung und die Neuerfassungen der eigenen Bestände im Rahmen dieses Projektes müssen also am Projektende zurückfließen in unsere eigene heimische Objektverwaltungssoftware. Dass dies ohne Datenverlust und aufwändige Nacharbeiten reibungslos funktioniert, muss jetzt, zu Beginn des Projektes geplant und durchdacht werden. Der Ex- bzw. Import muss – so mein gegenwärtiges Verständnis davon – LIDO-konform sein. Und LIDO - so die Erkenntnis aus dem Workshop neulich - ist nicht trivial.&lt;br /&gt;
Außerdem kommt hier ein Aspekt ins Spiel, den wir bei unserem Software-Ankauf nicht in dem Maß in Erwägung gezogen haben, wie dies zukünftig wohl Praxis werden wird und berücksichtigt werden sollte: Der Im- und Export von Daten aus und in die Objektverwaltungssoftware, der für viele Zwecke, nicht nur für DFG-Projekte sinnvoll ist. Wir haben uns mit MuseumPlus ein Produkt ausgesucht, das sowohl für den Import als auch für den Export eine Extra-Software und eine gewissermaßen “händische” Anpassung braucht. Diese muss nun bei der Firma Zetcom beauftragt werden, weil wir dies nicht selbst machen können. Die Vernetzung der Institutionen untereinander, der Export in Portale, der Import von Objektinformationen z. B. anlässlich von Ausstellungen dürfte zukünftig die Im- und Export-Funktion einer Software stärker in den Blickpunkt rücken.&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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        <title>EDiM – Grenzen der Reproanlage</title>
        <published>2012-10-19T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-10-19T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/19/edim-grenzen-der-reproanlage/">&lt;p&gt;Von Anfang an wussten wir, dass wir Gemälde nicht mit der Reproanlage aufnehmen können: Zu wenig ist die Beleuchtung flexibel einzustellen, um die in alle Richtungen reflektierenden Oberflächen der ölhaltigen und gefirnisten Oberflächen ohne Reflexe, also ohne „verbrannte“, inhaltsleere Stellen, aufzunehmen. Die Gemäldefotografie ist eine langwierige, Platz, Equipment und Erfahrung erfordernde Angelegenheit, die wir professionellen Fotografen überlassen wollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um Arbeitsfotos geringerer Qualität herzustellen, haben wir es trotzdem versucht. Nach einer langen Reihe von Versuchen gelang es uns dann. Dazu stellten wir die Beleuchtung so ein, dass die Scheinwerfer nur noch indirekt den Reprotisch beleuchteten. Dazu mussten wir bei jeder Änderung der Scheinwerfereinstellung einen neuen Ausleuchtungsscan erstellen. Hier sind die Grenzen der Reproanlage erreicht: Irgendwann kann die Software die fehlende Beleuchtung nicht mehr ausgleichen bzw. „wegrechnen“ und kein reines Weiß mehr darstellen, sondern nur noch Grau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unerwartet trat dieses Problem ein zweites Mal auf: Unsere derzeitige Hauptaufgabe ist die (Bild-) Digitalisierung des Nachlasses von Hans Finsler, des bedeutenden Fotografen des Neuen Sehens und des ersten Leiters der Fotografie-Klasse an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle 1927-1932. Die Reflexionen traten nicht – wie man denken könnte – bei hochglänzendem, sondern bei seidenmattem Fotopapier aus den 1920er/1930er Jahren auf. Diese Fotografien wirken auf den ersten Blick matt, in den dunklen Bildbereichen bläulich bis silbern glänzend. Dies liegt am Aussilbern der alten Fotografien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um diese in alle Richtungen reflektierenden Fotografien dann doch befriedigend aufnehmen zu können, griffen wir auf einen gänzlich anderen „Trick“ als bei den Gemälden zurück. Um die Reflexionen zu reduzieren, verringerten wir die Beleuchtung, diesmal jedoch auf eine andere Weise. Wir beleuchteten die Fotografie nur von einer Seite, womit die Reflexionen nur noch gering einseitig bis überhaupt nicht mehr auftraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Scan zeigt, dass nur noch eine schwache Reflexion in der rechten oberen Ecke übrig geblieben ist.&lt;br /&gt;
(Werkgruppe Norddeutscher Lloyd, die „Bremen“, Juli 1929)&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        <post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/19/edim-grenzen-der-reproanlage/SMB_MOSPhFi00628.jpg</url></post-thumbnail>
        
        
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        <title>EDiM - Tagungsimpressionen</title>
        <published>2012-10-19T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-10-19T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/19/edim-tagungsimpressionen/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/19/edim-tagungsimpressionen/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/19/edim-tagungsimpressionen/">&lt;p&gt;Eigentlich hätte ich vor Beginn der Tagung noch mal schnell informieren sollen: In der letzten Woche hat über drei Tage die alljährliche Tagung der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbunds in Berlin stattgefunden. Es ist neben der eintägigen Frühjahrstagung die eine, wichtigste und größte Tagung für alle, die in Deutschland in der Dokumentation arbeiten (http://www.museumsbund.de/de/fachgruppen_arbeitskreise/dokumentation_fg/). Und weil die Dokumentation heutzutage datenbankgestützt ist, bietet sie Infos rund um die Digitalisierung in den unterschiedlichen Sparten der Museen oder verwandter Einrichtungen, den neusten Stand bei laufenden Projekten wie der europeana, wichtige Neuigkeiten (diesmal über Wikipedia, den AAT, das Lowcost 3D), Arbeitsgruppen zu Themen von besonderem Interesse und und und. Das Programm und etwas später auch die PowerPointPDF der Vorträge sind online abzurufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich versuche, diese Tagung regelmäßig zu besuchen, weil ich finde, dass ich sonst etwas verpasse, da die Digitalisierung äußerst facettenreich ist und sich dieser Bereich ständig und mit großer Dynamik weiter entwickelt. Ich bedaure es immer noch, nicht bei der letzten Frühjahrstagung dabei gewesen zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Programm war dieses Mal wieder reichhaltig und vielseitig, ungeheuer lohnend für mich, nicht nur allgemein, sondern ganz konkret zum Beispiel als Vorbereitung für die jetzt anstehenden Arbeiten an unserer Datenbank, die nun, nachdem sie auf einen anderen Server umgezogen ist, hoffentlich stabil und fehlerfrei läuft. Es ist mir klar geworden, dass und wie extrem wichtig es ist, die Eingabe in die Datenbank zu standardisieren (und zu reglementieren): Sofort bei der jetzt beginnenden Datenbereinigung müssen Wortlisten, Thesauri und Normdaten eingefügt und verwendet werden. Diese Aufgabe, die Detailrecherchen dazu und die Durchführung werden mich sicherlich die nächsten Monate intensiv beschäftigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der anschließende eintägige LIDO-Workshop hat mich darin bestärkt, dass ein erfolgreicher LIDO-Export auf einer wohl geordneten Datenbank beruht (www.lido-schema.org). Die Verwendung von Normdateien und Thesauri in der Datenbank ermöglicht zusätzlich die automatisierte Anreicherung der Daten bei der Übergabe an Online-Portale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Inwiefern die strenge Reglementierung bei der Eingabe in die Datenbank realistisch ist, kann ich im Augenblick noch nicht abschätzen. Jedenfalls würde dies mit sich bringen, dass jeder Eingebene im Haus zuerst umfangreich geschult wird, anschließend das Eingebene überprüft und ggf. korrigiert wird und ständig eine Qualitätskontrolle stattfinden muss. Die normierte Eingabe wird sicherlich auch länger dauern: Es ist die Frage, ob sich die Arbeit mit normiertem Vokabular bewähren wird. Sinnvoll und wünschenswert ist es jedenfalls.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wegen der Kontakte und des Erfahrungsaustauschs mit anderen hat sich die Tagung wieder gelohnt. Wenn alles gut läuft, kommt eine MuseumPlus-Usergroop zustande!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielleicht noch kurz ein paar Infos und Termine für den Kalender in diesem und im nächsten Jahr:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vom 7.-9.11.2012 findet in Berlin die EVA-Tagung 2012 statt: http://www.eva-berlin.de/ Hier geht es zum einen um 3D, Portale und Möglichkeiten, Kultur online zu präsentieren.&lt;br /&gt;
Letzteres leitete auch die Tagung „Zugang gestalten“ im Jüdischen Museum Berlin, 22.-23.10.2012, http://www.zugang-gestalten.de/&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nächste Tagung der Fachgruppe Dokumentation wird am 8. Mai 2012 in München stattfinden.&lt;br /&gt;
Vom 23.-24. Mai 2013 ist die MAI-Tagung in der Bundeskunsthalle Bonn angenehme Pflicht.&lt;br /&gt;
Im Juni 2012 wird eine Tagung der AG Sammlungsmanagement stattfinden.&lt;br /&gt;
Und die nächste Herbsttagung der FG Dokumentation ereignet sich wieder am 14.-16. Oktober 2013.&lt;br /&gt;
Für alle, die per Mailingliste auf dem Laufenden bleiben wollen, eignet sich die museums-themen-Liste der HTW Berlin, https://lists.htw-berlin.de/mailman/listinfo/museums-themen&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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        <title>EDiM - Funktionsweise und Workflow an der Reproanlage</title>
        <published>2012-10-08T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-10-08T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/">&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_01.jpg&quot; alt=&quot;Bild 1&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Arbeitstag an unserer Reproanlage beginnt mit dem Einschalten der Scheinwerfer: Sie brauchen ca. 15 min., bis sie ihre volle Leistung erreicht haben und man anfangen kann zu arbeiten. Diese Zeit nutzen wir für Sortierarbeiten, Kaffee kochen, Wasser des Entfeuchters herunterbringen oder Ordner und Dateien vom Vortag überprüfen.&lt;br /&gt;
Mit der Aktualisierung des Datums, das neben dem Copyrightvermerk der Institution in die Metadaten jedes Bildes geschrieben wird, fängt die Arbeit am Computer und in der Scansoftware an. Wir hätten gern noch mehr Metadaten geschrieben, aber die Inventarnummer im Dateinamen, das Datum und der Copyrighthinweis genügen, weil die restlichen Informationen in der Objektverwaltungssoftware (MuseumPlus von der Firma Zetcom) enthalten sind und auf diese Weise mit den Bildern verknüpft sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_02.jpg&quot; alt=&quot;Bild 2&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach erfolgt jeden Tag neu die Ausleuchtungskorrektur: Die Anlage ist ein in sich geschlossenes System. Die Scansoftware gleicht mit der so genannten Ausleuchtungskorrektur einerseits die in geringfügigem Maß sich verändernde Lichtstärke der Scheinwerfer, die altern, aus. Vor allem aber gleicht sie in einem Rechenprozess die ungleichmäßig auf den Reprotisch fallende Lichtmenge aus. Die Scheinwerfer, die beide auf die Mitte des Tisches gerichtet sind, addieren in der Mitte ihr Licht, das zu den Rändern abfällt. Ein Objekt würde also in der Mitte stärker beleuchtet als weiter außen, und dies wäre auf der Aufnahme auch so zu sehen. Außerdem wirft die Kamera, wenn sie tief steht, einen gewissen Schatten. Diese Ungleichmäßigkeiten gleicht die Ausleuchtungskorrektur innerhalb der Scansoftware aus. (Dauer der Ausleuchtungskorrektur als Rechenprozess mit Abspeichern und Verknüpfen: 5 min.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_03.jpg&quot; alt=&quot;Bild 3&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entweder täglich oder aber mindestens einmal in der Woche wird anschließend ein aktuelles ICC-Profil erstellt: Ein Colorchecker (hier x-Rite Digital Colorchecker SG) wird gescannt, anschließend in eine Profilierungssoftware geladen (hier i1Match). Einfach gesprochen: Der Colorchecker “sagt” der Software, wie sie fest definierte Farben innerhalb eines fest definierten Farbraums zu interpretieren hat. Damit wird eine (möglichst große) Farbtreue zum Original und eine geräteunabhängige Interpretation der Farben über alle Arbeitsprozesse hinweg bis zur Ausgabe im Druck oder am Bildschirm sichergestellt. (Dauer: ca. 5 min.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_04.jpg&quot; alt=&quot;Bild 4&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach kann es losgehen: Wir arbeiten meistens zu zweit. Einer sitzt an der Scansoftware, der andere “legt auf” und erledigt nebenher mehrere Aufgaben wie z. B. die Rückseiten der Fotos auf einem Flachbett-Scanner aufnehmen, Datensätze in unserer Objektverwaltungssoftware MuseumPlus anlegen und Objektmaße in die Datenbank eintragen, einfache Datenbereinigungsarbeiten usw., je nachdem wie viel Zeit bleibt und was ansteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Objekt, z. B. ein grafisches Blatt oder eine Photographie, wird auf den Reprotisch aufgelegt. Hier ergibt sich eine Schwierigkeit, die recht viel Zeit in Anspruch nimmt: Das 100%ige Geradelegen des Objektes unter der Kamera. Zwar haben wir uns Schachbrettlinien gezogen und Papierwinkel zum Anlegen der Kanten gemacht. Aber manchmal sind Drucke oder Photographien schief auf das Blatt aufgebracht oder die Photographien haben einen unregelmäßigen Rand, weil sie zum Beispiel mit der Schere von Hand ausgeschnitten sind. Es gibt zum Teil auch bei den Kanten der Darstellung auf dem Blatt keine Rechtwinkligkeit in sich, an der man sich beim gerade Darunterlegen orientieren könnte! Dies macht das eine oder andere Geraderücken notwendig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum ist uns die Rechtwinkligkeit so wichtig?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir erzeugen mit der Scannerkamera recht hochwertige Bilddaten: Bei vollem Bildausschnitt erzeugt die Kamera Dateien mit 8.000 x 13.000 Pixeln und 595 MB bei 48 Bit Farbtiefe RGB. Sie liefert eine maximale Auflösung von 104 Megapixeln im Vergleich zur (Ende 2011) größten Vollformatkamera von Nikon, die D3X, die “nur” 24,5 Megapixel bringt. Auf unserem Grundbrett im Format A0 (84 x 118 cm) kann sie eine Fläche von fast A0 abbilden (72 x 118 cm). Sie hat also ein etwas in die Länge gezogenes Format. Sie liefert bis zu einem Format zwischen A1 und A0 noch 300dpi. Die Qualität der hier erzeugten Daten wird voraussichtlich noch die nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte ausreichen. Beim Geraderichten in einer Bildbearbeitungssoftware würden wir das korrekte Umrechnen aller Bildpunkte der Software überlassen. Versuche haben gezeigt, dass der Qualitätsverlust dabei mit bloßem Auge sichtbar ist. Dieser Umstand hat dazu geführt, dass wir nicht das Blatt gerade richten, sondern aus der freien Hand und mit geübtem Auge das auf dem Blatt befindliche Motiv – sofern möglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Je besser derjenige, der das Blatt auflegt, ein Gefühl für die Rechtwinkligkeit entwickelt, desto weniger halbminütige Prescans benötigen wir, um gerade zu richten. Das Objekt ist schneller “im Kasten” und aus dem Licht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus Zeitgründen wird die ungeschärfte Aufnahme des Objektes (ca. 550MB in TIFF), auch “Master” genannt, zunächst auf der lokalen Festplatte des Computers gespeichert. Am Ende des Arbeitstages wird die gesamte Tagesausbeute auf dem Server gespeichert und in der Nacht zur Sicherheit auf einem weiteren Server gespiegelt. Wegen der großen Datenmengen hat sich eine sehr schnelle Netzwerkverbindung als vorteilhaft erwiesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_05.jpg&quot; alt=&quot;Bild 5&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Master kommt in einen Ordner mit der Inventarnummer und wird ebenfalls mit der Inventarnummer und dem Zusatz “a” für die Vorderseite dort gespeichert. Damit bei eventuellem Fehler in der Dateibezeichnung das Objekt weiterhin zugeordnet werden kann, ist die Inventarnummer neben dem Objekt mitgescannt. Zur Größenbestimmung ist außerdem ein Maßstab und zur Überprüfung von Farbfehlern eine Graukarte mit in das Bild gelegt. Diese “Nebeninformationen” liegen überwiegend im Unschärfebereich des Objektivs (ca. 2 cm) und nehmen dem Objekt daher nur wenig Auflösung weg. Weil das TIFF-Format sehr gut langzeitarchivierbar ist, werden alle Dateien, die auf lange Sicht erhalten werden sollen, im unkomprimierten TIFF-Format abgelegt. In einer Datenbank kann aber meistens nur ein JPG verwendet bzw. angezeigt werden, so dass entsprechende Derivate erzeugt werden müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_06.jpg&quot; alt=&quot;Bild 6&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem Abspeichern des Masters: Die Scansoftware erlaubt, von demselben Scan eine weitere, beliebig geschärfte Variante abzuspeichern, die wir in denselben Ordner ablegen und als Ausgangsdatei für die hochaufgelöste JPG-Datei und die internet-optimierte JPG-Version (längste Seite 1.000 Pixel) verwenden. Diese beiden Dateien werden über einen Batch-Prozess erzeugt, indem man – sehr einfach – die zu skalierende Datei auf einem entsprechenden Icon ablegt. Dieses Hilfsmittel hat uns der IT-Experte der Moritzburg hergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend wird die Rückseite gescannt und in demselben Ordner unter dem Zusatz “b” abgespeichert: bei grafischen Blättern und Fotos mit Formaten über A4 von der Scan-Kamera, bei kleineren Fotoformaten von einem normalen A4-Flachbett-Scanner. Mit der Vorder- und Rückseite liegen dem Bearbeiter und Datenbank-Nutzern alle Bild-Informationen zum Objekt vor, so dass es nur noch zu Ausstellungen oder anderen seltenen Gelegenheiten hervorgeholt werden muss. Dies schont das Original erheblich und erleichtert gleichzeitig die Verfügbarkeit des Objektes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dem Objektordner können weitere Dateien abgelegt werden, z. B. die Scans der Karteikarten, die so zur Einführung der Datenbank archiviert werden, oder alte Aufnahmen des Objekts mit Vorzuständen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir schaffen zu zweit an der Reproanlage einen Durchsatz von 30-50 Objekten in sechs Stunden (Vorder- und Rückseite). Dieser Wert ist abhängig davon, wie oft die Kamerahöhe verändert werden muss (incl. Ausleuchtungskorrektur 6 Min.), wie oft die Arbeitsabläufe, in die wir uns erst einarbeiten müssen, zum Beispiel bei Formatänderungen, angepasst werden müssen oder wie oft Räum- und Sortierarbeiten dazwischen geschoben werden müssen. Eine gute Ordnung und Organisation erweist sich als ganz besonders hilfreich und Zeit sparend! Auch allein kann man an der Anlage arbeiten: Man schafft 5-7 Objekte pro Stunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Einstellung der Schärfe verwenden wir eine handelsübliche DIN A3-“Testkarte für Kameras und Objektive”, mit 400 dpi gedruckt. Sie enthält mehrere Siemenssterne, mit denen man auch unter anderem vor Inbetriebnahme der Anlage die Schärfe und Verzerrung des Objektivs über die ganze Aufnahmefläche überprüfen kann. Den Umschärferand des Objektivs haben wir mit Millimeterpapier, das wir gescannt haben, herausbekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_07.jpg&quot; alt=&quot;Bild 7&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hilfsmittel rund um die Reproanlage sind zum einen Handschuhe, die die Blätter vor Fingerabdrücken und Schmutz (Fett und Handschweiß) schützen (2x die Woche wechseln). Die Inventarnummer-Beschriftung auf der Rückseite erfordert einen weichen Bleistift (5B). Der Pinsel dient zum Abbürsten der Fotooberfläche, damit nicht der Staub mitgescannt wird. In der Mitte sind die praktischen “Greifer” zu sehen: kleine Kartonstücke aus Archivpapier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_08.jpg&quot; alt=&quot;Bild 8&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier sieht man den Einsatz der aus festem Papier oder Karton hergestellten “Greifer”, mit denen man in Handschuhen die Blätter ohne Knicke oder Biegen von einer glatten Oberfläche hochheben kann. Grafiken brauchen zum Abdecken und Einschlagen Seidenpapier, während Photographien spezielles Foto-Archivierungspapier (z. B. Silversafe oder Monosafe) benötigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_09.jpg&quot; alt=&quot;Bild 9&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Originale liegen bei uns auch in der Nähe der Reproanlage vor Licht geschützt und sind jederzeit abgedeckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/10/08/edim-funktionsweise-und-workflow-an-der-reproanlage/./SMB2012-10-08_10.jpg&quot; alt=&quot;Bild 10&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den Transport und die angemessene Verpackung haben wir Verpackungsmaterialien, Transportkisten und -mappen gekauft. Auspolstern kann man mit Luftpolsterfolie. Anlässlich der Digitalisierung sollten die Objekte nach dem gegenwärtigen Stand der Restaurierungswissenschaft verpackt werden, so dass sie anschließend so gut geschützt wie möglich im Depot lagern. Die Gelegenheit ist dazu so günstig wie kaum sonst: Die Objekte werden in großer Zahl herausgesucht, zur Digitalisierung transportiert, in die Datenbank eingegeben, die Maße eingetragen oder überprüft: Bei dieser Gelegenheit sollten die gegenwärtig zur Archivierung verwendeten Materialien überprüft, ersetzt und neu beschriftet werden. Leider haben die Mittel im Projekt nicht gereicht, dies in dem Maß vorzunehmen, wie es wünschenswert gewesen wäre. Wichtig sind auch großflächige Tische als Ordnungs- und Rangieroberflächen sowie viel Ablageflächen für Kisten und Mappen. Hier im Bild sehen Sie ein fahrbares Regal, einen Transportwagen, den einer unser Mitarbeiter dankenswerter Weise günstig bei ebay gefunden hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben für den Digitalisierungsraum einen Klimaschreiber aus dem Bestand der Moritzburg bekommen, damit die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit überprüft werden kann. Seitdem mit Beginn des Sommers die Luftfeuchtigkeit zu hoch wurde, regeln zwei Entfeuchter sie auf ca. 55 % herunter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Oberste Priorität bei allen Handlungen der Digitalisierung ist der Schutz der Kunstwerke, z. B. vor zu viel Licht, mechanischen Schäden, aber auch vor umstürzenden Trinkflaschen oder Kaffeebechern!&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM  – Ankauf der Reproanlage</title>
        <published>2012-09-18T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-09-18T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/09/18/edim-ankauf-der-reproanlage/">&lt;p&gt;Nach einer längeren Pause jetzt endlich die Fortsetzung zum Ankauf unserer Reproanlage: Ich war völlig absorbiert von unseren Problemen bei der derzeit laufenden Einführung der Software MuseumPlus in unserem Haus: Ich nehme es schon mal vorweg: Wir hatten einigen Ärger, sowohl technischer Natur als auch bei der Datenmigration. Aber davon berichte ich später. Zunächst geht es um den Ankauf eine Profi-Reproanlage, in einer scheinbar lange vergangenen Zeit, vor Weihnachten 2011:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie schon zuvor erwähnt, war der Ankauf der Reproanlage für mich das Anspruchvollste bisher, weil es bei kaum Vorkenntnissen innerhalb eines Monats zu leisten war. Für die veranschlagten € 25.000 lagen wir, wie sich herausstellte, am unteren Rand dessen, was es auf dem Markt an professioneller Bilderstellungstechnik gibt. Die “Mittelklasse” nehmen die Mittelformat- bzw. die Scanner-Kameras ein, während High-End-Technik etwa aus der Schmiede der Firma Cruse GmbH im sechsstelligen Bereich liegt. Neben der Anbieter- und Modellrecherche bei den Einzelkomponenten Kamera, Stativ, Lampen, Computerausstattung (Soft- und Hardware) sowie Überlegungen zum Workflow, zu konservatorischen Rücksichten und zum notwendigen Zubehör stellte sich das so genannte Colormanagement als knifflig heraus. Kurz umrissen bedeutet dies, wie schaffe ich es, bei der Abbildung Farbtreue zum Original bzw. zur Vorlage und damit einen hohen Farbwidergabeindex zu erzielen. Denn mit der derzeit auf dem Markt befindlichen Technik ist eine hundertprozentige Farbkonsistenz nicht möglich!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt unterschiedliche Mittel und Wege, wie man es “so gut wie möglich” machen kann, kürzere und längere, teurere und günstigere. In dieser “Gemengelage” von Möglichkeiten kommt hinzu, dass sich für die Auswahl des besten Weges Erfahrung als unverzichtbar herausstellte. Aus diesem Grund zogen wir mit Herrn Dr. Stefan Rohde-Enslin (Institut für Museumsforschung SMPK Berlin) und Claus Cordes, Fotografenmeister am Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig (u. a. Virtuelles Kupferstichkabinett), Experten hinzu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gerade hatten wir uns eine Anlage zusammengestellt und unter Rückgriff auf die gesammelten Kompetenzen im Haus einen Weg gefunden, da erhielten wir ein unwiderstehliches Angebot für eine “Rundum-Sorglos-Anlage” mit Scanner-Kamera für (nicht ganz) denselben Preis, aber mit vervielfachter Auflösung (statt 24 Megapixeln 104 MP). Sie bot eine bedeutend höhere Qualität und die Aussicht darauf, dass die Bilddateien sehr langfristig (mindestens 15-30 Jahre) ausreichend bleiben und nicht durch den technischen Fortschritt überholt werden. Durch sie wird es möglich sein, die ca. 40.000 Grafiken und 75.000 Photographien zu digitalisieren und nicht anschließend wieder von vorne anzufangen, weil der Stand der Technik dies erfordert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Firma Anagramm (jetzt Rencay) bot uns die komplette Anlage inkl. aller Komponenten, Software und eines integrierten Colormanagements an. Einzig das Fehlen eines Raums mit erschütterungsfreiem Steinfußboden drohte die Sache zum Scheitern zu bringen. Doch nun haben wir einen kleinen Raum innerhalb der Ausstellung (um die Ecke von Marie Henneberg von Gustav Klimt, gleich am Anfang des Rundgangs), wodurch wir problemlos immer wieder öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zur Digitalisierung durchführen können – wie schon anlässlich des diesjährigen Internationalen Museumstages am 20. Mai 2012.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlag auf Schlag ging es weiter: Zum 1. Februar 2012 fingen zwei Mitarbeiter im Rahmen des vom Europäischen Sozialfonds geförderten Modellprojektes zur “Bürgerarbeit” im Sachgebiet “Digitalisierung” an. Die erste Aufgabe war das Verstehen und Bedienen der Reproanlage, die am 21. Februar 2012 aufgebaut wurde und nach einer Schulung in Betrieb ging. Dazu beim nächsten Mal mehr…&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Software</title>
        <published>2012-06-29T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-06-29T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/06/29/edim-software/">&lt;p&gt;Zurück zur Anschaffung der Objektverwaltungssoftware und der Reproanlage: Innerhalb des Hauses galt es, schnellstmöglich die Entscheidung für ein Produkt herbeizuführen: Als ich im Sommer 2011 die Software- und Datenbank-Angelegenheit von zwei Mitarbeitern übernahm, war noch keine konkrete Präferenz vorhanden außer einer häufigeren Erwähnung von Adlib (von Adlib Information Systems) und MuseumPlus (von der Firma Zetcom). Die Kustoden der Moritzburg hatten sich seit 2002 durch Fortbildungen und im Kontakt mit Kollegen mit der Frage einer für ihre Bedürfnisse passenden Software auseinandergesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem beide Firmen zu einer Vorstellung ihres Produkts in die Moritzburg gekommen waren, kam eine klare Präferenz für MuseumPlus zum Vorschein. Dies ging vermutlich auf das ästhetisch ansprechende Äußere der Software-Oberfläche zurück und die übersichtlich angeordneten Informationen auf dem Bildschirm: In der oberen Hälfte links stehen die Stammdaten zum Objekt, rechts oben gibt es ein kleines Wiedererkennungsbild und unten quer über die untere Hälfte des Bildschirms mit einem System von Reitern Vertiefungsinformationen zum Objekt. Außerdem sind über verschiedene Buttons weitere Informationen, so genannte Module (zum Beispiel zur Literatur, zu Archivalien, zum Künstler oder sonst am Werk Beteiligten, zu weiteren Abbildungen, zur Restaurierung etc.) aufzurufen. Vom Datensatz und damit vom Objekt aus sind alle mit ihm verbundenen Funktionen und Informationen direkt erreichbar und dies scheinbar in einer bildhaften Klarheit. Mal sehen, ob sich dies bei der Arbeit mit der Datenbank bestätigt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Letztendlich war der Gedanke ausschlaggebend, dass sich sowohl die zum Teil etwas älteren und wenig technik-affinen Mitarbeiter als auch neu einzuarbeitende temporäre Kräfte leichter und damit schneller in MuseumPlus zurecht fänden. Dies war aber kein Votum gegen das Konkurrenzprodukt oder auch andere Anbieter. Gleich zu Beginn war mir klar, dass es sich für die Moritzburg nicht lohnen würde, einen Softwarevergleich mit fast wissenschaftlicher Präzision und entsprechendem Aufwand vorzunehmen wie es für Verbünde wie zum Beispiel D:Kult im Düsseldorf nötig war oder wie es der Landschaftsverband Rheinland 1998 gemacht hat: http://www.museumsdokumentation.lvr.de/reload.asp?U=http://www.museumsdokumentation.lvr.de/. Auch reichte für die Moritzburg die Expertise von Herr Dr. Rohde-Enslin vom Institut für Museumsforschung aus, dass beide Produkte für uns in Frage kämen und akzeptabel wären. Die geringen Preisunterschiede beider Produkte wurden als vernachlässigungswürdig erachtet gegenüber den Kosten, die z. B. das Personal für das Befüllen der Datenbank verursacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies waren natürlich nicht die einzigen Überlegungen und Kriterien für die Software-Auswahl. Sie alle vollständig aufzuzählen, denke ich, ist auch hier nicht am Platz. Aber die Wichtigsten sollten doch erwähnt werden:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Die Datenbank sollte die Arbeit nach dem Spectrum-Standard des Collections Trusts (GB) ermöglichen. Gegenwärtig gibt es nur drei deutschsprachige Programme, die dies ermöglichen, unter anderem Adlib und MuseumPlus. Dies schränkte unsere Wahl ein und bestätigte die Vorauswahl. Siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.collectionslink.org.uk/spectrum-standard&quot;&gt;http://www.collectionslink.org.uk/spectrum-standard&lt;/a&gt;und auf Deutsch in der vorfinalen Version der Spectrum-Standard auf deutsch unter &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.ag-sammlungsmanagement.de/&quot;&gt;http://www.ag-sammlungsmanagement.de/&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. Es sollte keine Software eines örtlichen Software-Anbieters, also kein proprietäre Produkt sein. In dieser Hinsicht lagen genügend Erfahrungen von anderen und bei der Moritzburg selbst vor, die gegen etwas „Selbstgebasteltes“ sprachen. Es sollte also ein kommerzielles, gut eingeführtes und gut laufendes Produkt sein, bei dem die Hoffnung besteht, dass es auch weiterhin gut läuft und dass man, wenn die Firma eingehen sollte, viele Kollegen im selben Boot hat, mit denen man gemeinsam eine Lösung des Problems suchen kann. Andere in Erwägung gezogene Produkte wie GOS oder auch Hida 4 von Startext schieden aufgrund unterschiedlicher Faktoren an irgendeiner Stelle des Rennens aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;3. MuseumPlus bietet die Möglichkeit, zentral die Adressen der Institution und auch ihre Ausstellungen zu verwalten. Für das gemeinsame Arbeiten in der Moritzburg verspricht diese Funktion eine wesentliche Unterstützung der Kommunikation innerhalb des Hauses. Ein Archiv sollte nach Auskunft von Herrn Kanter von Zetcom ebenfalls in MuseumPlus zu verzeichnen sein, wenn auch nicht nach den vollen Regeln der Kunst dieses Faches, aber zumindest in ausreichender, pragmatischer Weise. Daneben hatten wir uns vorher einen Fragenkatalog und eine Anforderungsliste für die speziellen Bedürfnisse der Moritzburg gemacht, die wir zuerst in einem schriftlichen Fragebogen („Checkliste für den Softwarevergleich“, erarbeitet von der AG Softwarevergleich der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes vom 28. Juli 1997, siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museumsbund.de/fileadmin/fg_doku/publikationen/softwarevergleich_Teil_5.pdf&quot;&gt;http://www.museumsbund.de/fileadmin/fg_doku/publikationen/softwarevergleich_Teil_5.pdf&lt;/a&gt;) abgeklopft hatten und später bei den Präsentationsveranstaltungen der beiden Software-Anbieter systematisch abgefragt haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;4. Während der Recherche von ca. einem halben Jahr war es wichtig, von Kollegen zu hören, wie sie mit ihren Datenbanken und dem Support der Anbieter zufrieden waren. Dabei stellte sich ein gewisser Grundtenor heraus, den ich aus meiner bisherigen Erfahrung bestätigen kann. Weil dieses Hörensagen aber in unzulässiger Weise zufällig und auch persönlich gefärbt ist, möchte ich diesen Eindruck hier nicht formulieren. Aber ich kann nur raten, sich auf der Suche nach einer richtigen Software für das eigene Haus möglichst umfangreich bei Kollegen die Datenbanken anzusehen und auf ihre Kriterien zur Beurteilung zu hören. Erfahrungsberichte in schriftlicher Form finden sich in der Zeitschrift „museum aktuell“ vom Mai 2008 und online („Anwender-Erfahrungsberichte zu Inventarisierungsprogrammen. Ein Download-Zusatzservice der Zeitschrift „museum aktuell“, Ausgabe und Stand Mai 2008, Update August 2008. Siehe &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.museum-aktuell.de/download/d_36.pdf&quot;&gt;http://www.museum-aktuell.de/download/d_36.pdf&lt;/a&gt;). &lt;span&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle soll nicht verschwiegen werden, dass das von uns ausgewählte Produkt (MuseumPlus von Zetcom) auch aus unserer Sicht Nachteile hat. So bekommt man keine Demoversion der Software zur Verfügung gestellt, so dass man nicht die Eingabe eines oder mehrerer auch schwieriger Objekte ausprobieren kann und sich die Funktionsweise des Programms mit allen Menüpunkten ansehen kann. Ein dickes Minus. Man muss den Versicherungen des Anbieters glauben, was prinzipiell natürlich in Frage zu stellen ist. Niemand würde ein Auto kaufen, das er nicht zuvor probegefahren ist. Man kauft die Katze im Sack, und man begibt sich in die Hand des Anbieters: Was ist, wenn es heißt, „Ja, dies und das kann die Software“, aber sich herausstellt, dass es ein „Ja, aber …“ ist?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das nächste Mal berichte ich endlich vom Ankauf der Reproanlage. Schauen Sie also mal wieder rein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kontakt: &lt;a href=&quot;mailto:eva.heinecke(at)kunstmuseum-moritzburg.de&quot;&gt;eva.heinecke(at)kunstmuseum-moritzburg.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Lauft, lauft!</title>
        <published>2012-06-26T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-06-26T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2012/06/26/edim-lauft-lauft/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2012/06/26/edim-lauft-lauft/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/06/26/edim-lauft-lauft/">&lt;p&gt;Wie ging es weiter? Auf jeden Fall spannend. Und sportlich. Gerade zurückgekehrt aus einem kleinen Urlaub erfuhr ich von der Förderzusage für Sachkosten, die für das erste Projektjahr beantragt waren: Wir hatten je € 25.000 für die Anschaffung der Objektverwaltungssoftware (ohne Datenmigration und Schulungen) und eine professionelle Reproanlage vorgesehen. Beides war noch im selben Jahr zu realisieren, besser gesagt zwischen dem 22.11.2011 und Weihnachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle muss ich meine Vorkenntnisse für die Digitalisierung darlegen: Außer einer Neugier für alles Neue und damit auch einer Aufgeschlossenheit für technische Fragen, allerdings ohne ausgeprägte Talente in dieser Richtung, brachte ich nur die Sicherheit mit, alles, was ich wissen will oder muss, recherchieren zu können. Das hatte ich beim Konzipieren und Schreiben meiner Dissertation gelernt. Vorwiegend geht es dabei um die Sicherheit, zu wissen, wann ich ausreichend über ein Themengebiet informiert bin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin promovierte Kunsthistorikerin mit zwei Jahren Erfahrung in der Öffentlichkeitsarbeit und habe mich schon häufiger – weil es dazu gehörte – im Job und für meine Dissertation in abgelegene Themen eingearbeitet. Darunter war zum Beispiel, mich in den Wissensstand zur Ägyptologie um 1850 oder auch in die Interpretation der nordischen Sagas und der beiden Edda-Bücher auf dem Stand von 1850 einzuarbeiten. Ich war mir sicher, ob Dinosaurierspuren oder Digitalisierung: Das ist lernbar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings hatte ich mir vorgestellt, ausreichend Zeit für die Vorbereitung und Recherche zu haben. Nicht nur vier Wochen Zeit für das Sammeln von Informationen, Auswertung und Ankauf. Und das alles mit der Aussicht darauf, Irrtümer und Fehlkäufe hinterher per Blog publizieren zu dürfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier betritt ein weiterer Akteur die Bühne: der IT-Spezialist der Moritzburg. Ohne ihn hätte zumindest beim Ankauf der Reproanlage alles nicht in so kurzer Zeit so gut geklappt. Denn ich selbst hatte sowohl von professioneller Digitalfotografie, insbesondere dem zentralen Punkt des so genannten Colormanagements, als auch von der handwerklichen Arbeit an einer Reproanlage noch von dazugehöriger Hard- und Software anfangs keine nennenswerte Vorstellung. Denn hier ging es um hochauflösende Profitechnik und natürlich die Anforderung, für hochwertige Kunstwerke wie Kandinsky- und Klee-Aquarelle maximale Farbtreue in der Abbildungsqualität zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was denken Sie? Werden wir es schaffen, rechtzeitig alles zu besorgen? Es kam schließlich anders, als wir dachten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Übrigens: Falls mich jemand kontaktieren möchte oder eine Nachfrage hat: eva.heinecke(at)kunstmuseum-moritzburg.de&lt;/p&gt;
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        <title>EDiM - Stiftung Moritzburg beginnt mit dem &quot;Erfahrungstransfer Digitalisierung im Museum (EDiM)&quot;</title>
        <published>2012-05-16T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-05-16T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Eva Heinecke</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/05/16/edim-stiftung-moritzburg-beginnt-mit-dem-erfahrungstransfer-digitalisierung-im-museum-edim/">&lt;p&gt;Digitalisierung ist in aller Munde. Haben Sie sich schon immer gefragt, wie die Digitalisierung im Museum eigentlich vor sich geht? Oder wie andere Häuser es tun? Die Stiftung Moritzburg - &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.stiftung-moritzburg.de/&quot;&gt;www.stiftung-moritzburg.de&lt;/a&gt; - wird in den nächsten 2,5 Jahren ihr Digitalisierungsprojekt veröffentlichen, per Text, Foto oder - da und dort - auch per Video. So können Sie nachvollziehen, welche Wege wir gehen und warum. Vielleicht werden Sie uns Fehler machen sehen, vielleicht Anregungen für sich entdecken? Sinn und Zweck dieses vom Land Sachsen-Anhalt geförderten Projektes ist, einmal die Digitalisierung in einem Museum vom Anfang bis zum Ende transparent werden zu lassen: Welche Kenntnisse benötige ich, wenn ich die Digitalisierung in meinem Haus beginnen will, welche Kompetenzen habe ich, welche muss ich noch erwerben, welche technische Ausstattung brauche ich, wieviel und was für Personal schafft ungefähr welche Menge Arbeit in welcher Zeit?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Noch in diesem Jahr soll die “Deutsche Digitale Bibliothek” starten, ein Portal, auf dem zukünftig 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen Deutschlands weltweit und rund um die Uhr ihre Bestände präsentieren sollen. Mit der DDB wie auch mit der Europeana &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.europeana.eu/de&quot;&gt;(www.europeana.eu)&lt;/a&gt;soll ein Menschheitstraum in Erfüllung gehen: Kultur und Wissen komfortabel suchbar und sinnvoll miteinander verknüpft zur Verfügung zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beginnen wir mit der Veröffentlichung des Projektantrags an das Landesverwaltungsamt. Er entstand in fliegender Eile innerhalb von drei Monaten: Obwohl sich die Stiftung Moritzburg seit 2002 um die digitale Erfassung ihrer Kunstwerke bemüht und seitdem in unterschiedlichen Datenbanken bereits ca. 60.000 Datensätze erzeugt hat, ergab eine Prüfung, dass nicht in allen Sammlungsbereichen der Moritzburg ein ausreichender Bestandsnachweis gegeben war und dass eine Vereinheitlichung des Zugriffs auf die Objekte unumgänglich ist. Seit langem war der Ankauf einer professionellen Objektverwaltungssoftware geplant, in die alle vorhandenen Datensätze eingespielt werden sollten und in die - nach und nach - die (analoge) Inventarisierung auf Karteikarten in digitale Form übertragen werden sollte. Die Erfahrung des langsamen Fortschritts beim Übertragen der Karteikarten in Datenbanken (es waren lediglich ein paar Tausend pro Jahr durch zwei AGH-Arbeitskräfte) und die völlige Auslastung der wissenschaftlichen Mitarbeiter durch Ausstellungsvorbereitungen und das Tagesgeschäft ergaben, dass nur durch weiteres Personal und zusätzliche Fördermittel die Digitalisierung in der Moritzburg in überschaubarem Zeitrahmen realisierbar ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch die Unterstützung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt konnte das Projekt &lt;strong&gt;E&lt;/strong&gt;rfahrungstransfer &lt;strong&gt;D&lt;/strong&gt;igitalisierung &lt;strong&gt;i&lt;/strong&gt;m &lt;strong&gt;M&lt;/strong&gt;useum (kurz: EDiM) entwickelt werden: Die Moritzburg digitalisiert ihre Objekte zur Klassischen Moderne und stellt ihre dabei gewonnenen Erfahrungen allen interessierten Museen zur Verfügung. Diese können die Moritzburg als Ansprechpartner bei Fragen zur Planung ihrer eigene Projekte nutzen und die Erfahrungen für die eigenen Ziele nutzen. Ausdrücklich vereinbart ist, Hemmnisse und Irrtümer nicht zu beschönigen oder zu verbergen, weil nur vollständige Transparenz und Offenheit einen wirklichen Nutzen bringt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Soweit für das erste Mal. Den Projektantrag finden Sie &lt;a href=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2012/05/16/edim-stiftung-moritzburg-beginnt-mit-dem-erfahrungstransfer-digitalisierung-im-museum-edim/./ProjektantragEDiM_2012-09-30.pdf&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: 150 Objekte online / Import</title>
        <published>2012-02-08T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-02-08T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/02/08/das-projekt-150-objekte-online-import/">&lt;p&gt;Aktuelle Zwischenstand des Projektes: Heute wurde das 150te Objekte online geschaltet. Die Digitalisierung der Funde aus Bad Salzuflen/Kr. Lippe ist noch lange nicht abgeschlossen, es harren noch viele interessante Funde ihrer Bearbeitung. Da hier viele Altgrabungen aus den 1930er Jahren vorliegen geht es etwas langsamer, die Bearbeitung dieser Altakten macht etwas mehr Mühe und die Funde müssen z.T. neu bewertet werden. Innerhalb der letzten 80 Jahre hat sich die archäologische Forschung doch sehr weiter entwickelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Massenimport der Digitalisate funktioniert mittlerweile sehr gut. Durch die vorrangegangenen Erfahrungen und den permanente Austausch mit Herrn Rohde-Enslin vom Institut für Museumsforschung (Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz) konnte ein Stand erreicht werden, bei dem der Import von Digitalisaten über Excel-Listen und dem Upload der dazugehörigen Bilder in ein “elektronisches Postfach” innerhalb weniger Stunden (je nach Auslastung der Beteiligten) möglich ist.&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: 100 Objekte Online</title>
        <published>2012-01-17T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2012-01-17T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2012/01/17/das-projekt-100-objekte-online/">&lt;p&gt;Zwischenstand des Projektes: Inzwischen sind 100 Objekte online gestellt, und es werden Täglich mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Objekte der Gemeinde Augustdorf / Kr. Lippe sind vollständig erfaßt und die Digitalisierung der Fundstücke aus der Gemeinde Bad Salzuflen/Kr. Lippe ist im vollen Gange. Die ersten Objekte aus Bad Salzuflen sind ebenfalls schon online.&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: Geplante Publikation</title>
        <published>2011-12-20T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-12-20T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/12/20/das-projekt-geplante-publikation/">&lt;p&gt;Für das nächste Jahr ist die Publikation des Vortrags über das DAS-Projekt auf dem Archäologie-Kongress in Bremen (2011) im Rahmen der AG “Archäologie im Museum” geplannt. Es wird zum einen das DAS-Projekt vorgestellt und zum anderen auf Ausführung, Struktur und Probleme eingegangen. Der Artikel soll im Archäologischen Nachrichtenblatt erscheinen.&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: Die ersten Datensätze bei museum-digital</title>
        <published>2011-12-13T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-12-13T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/12/13/das-projekt-die-ersten-datensaetze-bei-museum-digital/">&lt;p&gt;Nach einer kleinen Zwangspause ist es nun endlich so weit! Die ersten Datensätze wurden in museum-digital importiert und werden nun nach und nach freigeschaltet. Die erste Charge beinhaltet die Funde aus der Gemeinde Augustdorf / Kreis Lippe. Es sind hauptsächlich Feuersteinartefakte aus dem Mesolithikum, aber auch die Objekte aus einigen eisenzeitlichen Urnengräbern sind darunter sowie zwei bronzezeitliche Bernsteinperlen. Anfang des nächsten Jahres folgen die ersten Objekte aus der Gemeinde Bad Salzuflen.&lt;/p&gt;
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        <title>Das Projekt zur Erfassung und Digitalisierung historischer Bekleidung setzt zum Endspurt an</title>
        <published>2011-11-07T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-11-07T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/11/07/das-projekt-zur-erfassung-und-digitalisierung-historischer-bekleidung-setzt-zum-endspurt-an/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/11/07/das-projekt-zur-erfassung-und-digitalisierung-historischer-bekleidung-setzt-zum-endspurt-an/">&lt;p&gt;Im September und Oktober standen mit dem Danneil-Museum in Salzwedel und dem Freilichtmuseum Diesdorf die beiden letzten Stationen des Bekleidungsprojekts auf dem Programm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beide Einrichtungen hatten über längere Zeit eine gemeinsame Leitung, so dass die Sammlungskonzepte miteinander abgestimmt wurden. Dies zeigt sich auch im Bereich der Textilsammlung und entsprechend im Hinblick auf die historische Bekleidung. Entsprechend dem Sammlungskonzept beider Häuser wurden in Salzwedel überwiegend Textilien und Kleidung aus dem städtischen Kontext gesammelt, während das Freilichtmuseum Diesdorf für den ländlichen Bereich „zuständig“ war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dementsprechend finden sich in Salzwedel ähnliche bürgerliche Kleidungstücke wie die Bearbeiterinnen sie schon in den zuvor besuchten Museen kennen gelernt hatten. Der Schwerpunkt liegt wiederum auf der Zeit um 1900, dazu kommen einzelne ältere Stücke. Bemerkenswert ist eine kleine Sammlung von Kopfbedeckungen aus der zweiten Hälfte des 19.&lt;span&gt; &lt;/span&gt;bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, welche im Rahmen des Projekts zu etwa 90 Prozent bearbeitet werden konnte. Interessant ist außerdem eine Sammlung von Uniformjacken, welche auch einzelne Stücke aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bürgerliche Kleidung findet sich zwar auch in Diesdorf, dort liegt der Schwerpunkt aber eindeutig auf der Kleidung der Landbevölkerung einschließlich oder insbesondere der Tracht. Hier ist bemerkenswert, dass nicht nur Trachtbestandteile aus der Altmark sondern darüber hinaus auch aus anderen, meist benachbarten Regionen gesammelt wurden, darunter aus dem Wendland, der Börde, der Gegend um Hamburg und aus dem Raum Braunschweig-Halberstadt. Hierbei handelt es sich vor allem um Hauben und Schultertücher, aber auch Röcke, Schürzen, Mieder sind vertreten. Interessant sind auch einige wenige Stücke aus dem Bereich der Alltagsbekleidung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, welche eindeutig aus der westlichen Altmark stammen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach der Erfassung der Sammlungen in den Museen steht nun die Überarbeitung der vor Ort erfassten Daten an, um möglichst bald mit der Einstellung der Sammlungen und ausgewählter Stücke im Portal zu beginnen.&lt;/p&gt;
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        <title>Zwei Artikel über das Projekt &quot;Historische Kleidung&quot; erschienen</title>
        <published>2011-10-14T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-10-14T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/10/14/zwei-artikel-ueber-das-projekt-historische-kleidung-erschienen/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/10/14/zwei-artikel-ueber-das-projekt-historische-kleidung-erschienen/">&lt;p&gt;Heute sind über das Projekt “Historische Kleidung der Altmark” gleich zwei Artikel in regionalen Zeitungen veröffentlicht worden, zum einen in der Altmark Zeitung unter dem Titel “&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.az-online.de/nachrichten/altmarkkreis-salzwedel/salzwedel/verborgene-schaetze-bald-weltweit-zugaenglich-1446187.html&quot;&gt;Verborgene Schätze bald weltweit zugänglich&lt;/a&gt;” und zum anderen in der Volksstimme unter dem Titel: “&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/salzwedel/578418_-170-Jahre-alte-Kleider-gehoeren-zu-Raritaeten.html&quot;&gt;170 Jahre alte Kleider gehören zu Raritäten&lt;/a&gt;”. Beide Artikel berichten von der Arbeit der Projektbearbeiterinnen (Textilrestauratorin Hannelore Hogger und Historikerin Corrie Leitz) im Freilichtmuseum Diesdorf.&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: Vortrag auf dem 7. Deutschen Archäologiekongress</title>
        <published>2011-10-07T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-10-07T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/10/07/das-projekt-vortrag-auf-dem-7-deutschen-archaeologiekongress/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2011/10/07/das-projekt-vortrag-auf-dem-7-deutschen-archaeologiekongress/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/10/07/das-projekt-vortrag-auf-dem-7-deutschen-archaeologiekongress/">&lt;p&gt;Der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.nwdv.org/pages/archE4ologiekongress-2011.php&quot;&gt;7. Deutschen Archäologiekongress in Bremen&lt;/a&gt; hat sich wirklich gelohnt, es gab viele frischen Informationen und neue Ideen. Außerdem wurde der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.nwzonline.de/Region/Stadt/Bremen/Artikel/2706012/St%EF%BF%BDrker-f%EF%BF%BDr-das-Erbe-k%EF%BF%BDmpfen.html&quot;&gt;Dachverband für Archäologie&lt;/a&gt; gegründet, mit Hermann Parzinger als Vorsitzenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vortrag über das DAS-Projekt stieß auf Interesse bei den Kollegen und es wurden in der anschließenden Diskussion interessante Fragen gestellt. Wenn alles klappt wird der Vortrag als Beitrag in nächsten Tagungsband der &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;http://www.aim-info.de/44.html&quot;&gt;AG Archäologie im Museum&lt;/a&gt; im kommenden Jahr erscheinen.&lt;/p&gt;
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        <title>„Halbzeit“ im Projekt zur Erfassung und Digitalisierung historischer Bekleidung</title>
        <published>2011-09-23T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-09-23T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/23/halbzeit-im-projekt-zur-erfassung-und-digitalisierung-historischer-bekleidung/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/23/halbzeit-im-projekt-zur-erfassung-und-digitalisierung-historischer-bekleidung/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/23/halbzeit-im-projekt-zur-erfassung-und-digitalisierung-historischer-bekleidung/">&lt;p&gt;Nach dem erfolgreichen Start im Juli in Genthin haben die Restauratorin Hannelore Hogger und die Historikerin Corrie Leitz im Auftrag des Museumsverbandes Sachsen-Anhalt inzwischen auch die Bestände der Museen in Tangermünde, Osterburg, Havelberg und Stendal im wahrsten Sinne des Wortes „unter die Lupe“ genommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Während der Tangermünder Bestand überschaubar war und im Rahmen der geplanten Woche vollständig gesichtet und größtenteils bearbeitet werden konnte, reichte die wiederum eine Woche, in welcher die Bekleidungsbestände der Museen Osterburg, Havelberg und Stendal zu bearbeiten waren, keinesfalls aus, um überhaupt nur alle Untergruppen der jeweiligen Sammlungen zur historischen Bekleidung in Augenschein zu nehmen oder gar zu bearbeiten. - Letztere drei Museen sind in einer Arbeitsgemeinschaft der Museen des Landkreises Stendal zusammengeschlossen und beteiligten sich daher gemeinsam als eine Station am Projekt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daher entschlossen sich die Bearbeiterinnen, aus diesen Museen vor allem solche Objekte auszuwählen und genauer zu untersuchen, welche jeweils eine in sich relativ geschlossene, zeitlich und inhaltlich eingrenzbare Gruppe bildeten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So verfügt das Kreismuseum Osterburg über einen interessanten Bestand von Kleidung und zugehörigen Accessoires aus der Mitte der 1940er Jahre, d. h. der Endphase des Zweiten Weltkrieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus Havelberg erschien in Korrespondenz zum Genthiner Bestand eine Gruppe von Damenkleidern aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert interessant, zumal hier erstmals bei den zweiteiligen Kleidern teils auch die zugehörigen Röcke präsent waren, welche sonst fast immer fehlen, da sie oftmals zu anderen Textilien umgearbeitet wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Stendal, wo ein besonders umfangreicher und bereits um die Mitte des 18. Jahrhunderts einsetzender Bestand an historischer Bekleidung vorhanden ist, wurde eine Gruppe von Kleidungsstücken ausgewählt, welche aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts stammt und dem gut situierten Stadtbürgertum und der bäuerlichen Oberschicht zuzuordnen ist. Dazu gehören fein gearbeitete seidene oder baumwollene Herrenwesten, eine Herrenjacke und ein kompletter Anzug (18. Jh.) ebenso wie seidene oder wollene Kleider, Schürzen oder auch ein besonders gut erhaltenes Mieder aus dem 18. Jahrhundert. Demgegenüber konnte der gesamte Bestand aus dem Bereich der Tracht – z. B. mehrere Dutzend Hauben sowie andere interessante Objektgruppen wie etwa zehn Freimaurerschürzen oder ein größerer Bestand an historischer Puppen- oder Modellkleidung in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht gesichtet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Tangermünde waren vor allem drei helle und eine schwarze Herrenwesten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, sämtlich sehr schön und sorgfältig gearbeitet, bemerkenswert. Daneben sind ein Damenmantel und ein reich verziertes Samt-Cape (beide um 1900) sowie mehrere zeitgleiche Oberteile von Damenkleidern erwähnenswert, allesamt zeitlich passend zu den Stücken aus der Genthiner Sammlung. Ein außergewöhnliches Stück bildet ein vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammender Pluvialebesatz, welcher allerdings stark geschädigt und nicht mehr restaurierungswürdig oder gar ausstellungsfähig ist. Auf seiner Rückseite wurden Fragmente historischer Schriftstücke als Steifung verwendet, bei welchen es sich möglicherweise um liturgische Texte handelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bereits in der kommenden Woche steht mit dem Danneil-Museum in Salzwedel die älteste der altmärkischen musealen Sammlungen auf dem Programm, bevor es dann Mitte Oktober zur letzten Station in das Freilichtmuseum Diesdorf geht.&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: DAS-Projekt bei Wikipedia verlinkt</title>
        <published>2011-09-21T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-09-21T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/21/das-projekt-das-projekt-bei-wikipedia-verlinkt/">&lt;p&gt;Der Bericht zum DAS-Projekt vom Day of Archaeology 2011 ist jetzt auch bei Wikipedia verlinkt !&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sowohl unter den &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung#Literatur&quot;&gt;Literaturangaben&lt;/a&gt; des Artikels “Digitalisierung” also auch unter &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologie#Online-Publikationen&quot;&gt;Online-Publikationen&lt;/a&gt; des Artikels “Archäologie” findet man nun einen Link zum Bericht über das Projekt.&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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    <entry xml:lang="de">
        <title>DAS-Projekt: Bericht zum Projekt in AFAKTOR</title>
        <published>2011-09-19T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-09-19T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
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        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/19/das-projekt-bericht-zum-projekt-in-afaktor/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/19/das-projekt-bericht-zum-projekt-in-afaktor/">&lt;p&gt;Heute habe ich die Belegexemplare zum Bericht über das DAS-Projekt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift AFAKTOR bekommen. Sehr gelungene Darstellung und viele Bilder. Meinen Dank an die Macher der Zeitschrift!&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
    </entry>
    <entry xml:lang="de">
        <title>DAS-Projekt: Stand der Dinge: ...bald kommt die erste Daten-Charge</title>
        <published>2011-09-08T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-09-08T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/09/08/das-projekt-stand-der-dinge-bald-kommt-die-erste-daten-charge/">&lt;p&gt;So… wenn alles klappt kann nächste Woche der Export der ersten Daten-Charge der digitalisierten Objekte aus unserer Datenbank stattfinden. Dann noch etwas “Feinschliff” und das erste Datenpaket kann an museum digital geliefert und dort importiert werden. Zu Beginn führe ich das mit einem kleineren Datenpaket durch um den Ablauf weiter zu optimieren. Das ganze Prozedere ist noch neu und ich hoffe das es ohne größere Komplikationen abläuft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Derweil gab es einige Pressemitteilungen zum Projekt:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?fbid=217597458291524&amp;amp;set=a.199668100084460.67155.199313343453269&amp;amp;type=1&quot;&gt;Webseite von Radio Lippe vom 10.8.2011&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?fbid=220041384713798&amp;amp;set=a.199668100084460.67155.199313343453269&amp;amp;type=1&quot;&gt;Lippischen Landeszeitung vom 12.8.2011&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?fbid=229991773718759&amp;amp;set=a.199668100084460.67155.199313343453269&amp;amp;type=1&quot;&gt;Detmolder Kurier vom 2.9.2011&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;In der nächsten Ausgabe von AFAKTOR gibt es ebenfalls einen größeren Bericht über das Projekt. Auf Archaeolet, eine Webseite für und über Archäologie die sich hauptsächlich an Studenten richtet, habe ich einen kleinen Beitrag zum Projekt gepostet, der im Endeffekt die deutsche Version meines Beitrags für den “Day Of Archaeology 2011” darstellt. Auf Archaeolet plane ich demnächst auch einen Beitrag zur posten, der sich mehr mit der technischen Seite der Digitalisierung von archäologischen Objekten beschäftigt (und dann ist da ja noch der Vortrag in Bremen im Oktober der vorbereitet werden muss).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Updates: Links entfernt, weil Archaeolet und AFAKTOR nicht mehr verfügbar sind&lt;/p&gt;
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        <title>DAS-Projekt: PRESSEMITTEILUNG - Das digitale Schaufenster</title>
        <published>2011-08-11T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-08-11T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/11/das-projekt-pressemitteilung-das-digitale-schaufenster/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/11/das-projekt-pressemitteilung-das-digitale-schaufenster/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/11/das-projekt-pressemitteilung-das-digitale-schaufenster/">&lt;p&gt;**PRESSEMITTEILUNG&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das digitale Schaufenster**&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lippisches Landesmuseum Detmold digitalisiert seinen Magazinbestand aus der Bodendenkmalpflege&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Detmold, 11. August 2011. Das Magazin des Lippischen Landesmuseums Detmold beherbergt zahlreiche Objekte und archäologische Artefakte von Grabungen oder Einzelfunden im Rahmen der Aktivitäten in der Bodendenkmalpflege. Nur ein kleiner Ausschnitt kann in Form von Ausstellungen und Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Vieles aus der reichhaltigen archäologischen Geschichte der Region Lippe bleibt so dem Museumsbesucher und auch den Fachwissenschaftlern vorenthalten. Aus diesem Grund hat das Museum das Projekt „Digitalisierung der archäologischen Sammlung“ initiiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;„Das Projekt schafft ein ‚digitales Schaufenster‘, durch das der Magazinbestand im Internet für jedermann frei, transparent und dauerhaft zugänglich gemacht wird“, lobt Anke Peithmann, Verbandsvorsteherin des Landesverbandes Lippe – Träger des Lippischen Landesmuseums –, das Projekt. „Hierzu werden die Informationen zu den Objekten, wie zum Beispiel seine Herkunft, Datierung, Maße sowie eine oder mehrere Abbildungen in einer Datenbank erfasst und anschließend in das Objekt-Portal museumdigital.de importiert“, ergänzt Dr. Elke Treude, Leiterin der Abteilung Bodendenkmalpflege und stellv. Museumsleiterin, die das Projekt betreut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/11/das-projekt-pressemitteilung-das-digitale-schaufenster/./LLM_Digitalisg_verkleinert.jpg&quot; alt=&quot;Bild&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Bildunterschrift: Sind von der Möglichkeit, ein Objekt wie das „Barntruper Schwert“ weltweit im Internet bekannt machen zu können, begeistert (v.l.): Guido Nockemann vom Lippischen Landesmuseum, Verbandsvorsteherin Anke Peithmann, Dr. A. Heinrike Heil von der Stiftung Standortsicherung und Dr. Elke Treude, stellv. Leiterin des Lippischen Landesmuseums (Foto: Stiftung Standortsicherung).&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Objekt-Portal museum-digital.de macht über seine Online-Datenbank Museumsgut im Internet verfügbar. Seit seinem Start im Jahr 2009 sind dort Objekte aus über 175 Museen und Einrichtungen online. „Hier kann man nach Objekten suchen und Informationen zu ihnen finden“, berichtet Guido Nockemann von der Firma SCRIPTORIUM Münster, der für die Durchführung des Projekts verantwortlich zeichnet. „Durch die Vergabe von Schlagwörtern kann der virtuelle Museumsbesucher nun nach thematisch verwandten Objekten suchen und sich so seine eigenen museumsübergreifenden Themen-Sammlungen anlegen“, erläutert Nockemann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit Juni 2011 läuft das Projekt zur Digitalisierung. Ermöglicht wird es durch die Förderung der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe. „Hier wird wichtige Grundlagenarbeit geleistet, es ist ein fortschrittlich gedachtes Projekt, das wir gern unterstützen“, so Dr. A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung. Während einer Pilotphase wurden bereits im Vorfeld archäologische Funde aus dem Magazin des Lippischen Landesmuseums bei &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://owl.museum-digital.de/collection/7&quot;&gt;museum-digital&lt;/a&gt; eingestellt (http://www.museum-digital.de/owl/index.php?t=sammlung&amp;amp;instnr=1&amp;amp;gesusa=7). Später können die Objekte auf europäischer Ebene auch über das Internet-Portal &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://www.europeana.eu/de&quot;&gt;europeana.eu&lt;/a&gt; (http://www.europeana.eu), recherchiert werden. Die europeana ist ein Zugangspunkt zu den Sammlungen von Bibliotheken, Archiven und Museen in ganz Europa.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Landesverband Lippe – Pressereferat -, Schloßstr. 18, 32657 Lemgo&lt;br /&gt;
Tel.: 05261 / 250238, FAX: 05261 / 250283, E-Mail: info@landesverband-lippe.de&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;www.landesverband-lippe.de&lt;/p&gt;
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    <entry xml:lang="de">
        <title>DAS-Projekt: Zwischenstand</title>
        <published>2011-08-04T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-08-04T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/04/das-projekt-zwischenstand/">&lt;p&gt;Zwischenstand: Heute konnte ich die Digitalisierung aller Funde aus der Gemeinde Augustdorf/Kr. Lippe abschließen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Hintergrund: Die archäologische Sammlung ist nach Städten und Gemeinden, aus denen die Funde die ich digitalisiere stammen, unterteilt. Also arbeite ich die Sammlung einfach von A bis Z ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als nächstes kommen die Funde aus den Grabungen, Prospektionen und Notbergungen der Stadt Bad Salzuflen dran. Bei ersten groben Durchsehen vielen mir schon einige schöne Stücke auf. Das wird spannend :-).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Parallel dazu muß ich mich noch auf unsere offizielle Pressekonferenz zum Projekt vorbereiten und auch noch der Vortrag über das Projekt auf dem Archäologiekongress in Bremen. Außerdem werde ich versuchen die Digitalisate aus Augustdorf in den nächsten Wochen aus unsere Datenbank zu exportieren um sie nach museum digital zu importieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Lippisches Landesmuseum ist eine Kultureinrichtung des Landesverband Lippe. Finanziert wird das Projekt durch das Lippische Landesmuseum und durch eine Förderung der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe.&lt;/p&gt;
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    <entry xml:lang="de">
        <title>DAS-Projekt am Lippischen Landesmuseum Detmold gestartet</title>
        <published>2011-08-01T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-08-01T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/01/das-projekt-am-lippischen-landesmuseum-detmold-gestartet/">&lt;p&gt;Das Projekt „Digitalisierung der archäologischen Sammlung“ (DAS-Projekt) am Lippischen Landesmuseum Detmold ist gestartet! Ziel des Projekts ist die Digitalisierung der archäologischen Sammlungsbestände und des Magazinbestands der Bodendenkmalpflege.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da nur ein Ausschnitt der archäologischen Sammlung, der Einzelfunde und der Artefakte von Grabungen aus Aktivitäten der Kreisarchäologie Lippe durch Ausstellungen oder Publikationen der Öffentlichkeit und auch interessierten Wissenschaftlern zugänglich gemacht werden können, wurde ein Projekt zur Digitalisierung dieser Objekte ins Leben gerufen. Hierdurch wird ein digitales Schaufenster geöffnet, durch das dem virtuellen Besucher ein freier und dauerhafter Zugang zum Magazinbestand gewährt wird. Die Daten der Objekte werden in einer Datenbank erfasst und anschließend in das Objekt-Portal museum-digital.de importiert. Später sollen die Objekte auch auf europäischer Ebene über das Internet-Portal europeana recherchiert werden können. Einige Objekte aus der archäologischen Sammlung wurden in einer Testphase bereits digitalisiert und sind hier bei museum-digital in der Rubrik Ostwestfalen-Lippe (OWL) als Digitalisate der archäologischen Sammlung des Lippischen Landesmuseums zu finden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt läuft seit Juni 2011 und ist bis Mai 2012 finanziert. Betreut wird es von Dr. Elke Treude, Leiterin der Abteilung Bodendenkmalpflege und stellv. Museumsleiterin des Lippischen Landesmuseums. Für die Durchführung ist der Archäologe Guido Nockemann von der Firma SCRIPTORIUM Münster verantwortlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Lippisches Landesmuseum ist eine Kultureinrichtung des Landesverband Lippe. Finanziert wird das Projekt durch das Lippische Landesmuseum und durch eine Förderung der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe.&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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    <entry xml:lang="de">
        <title>DAS - Projekt bei &quot;Day of Archaeology 2011&quot;</title>
        <published>2011-08-01T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-08-01T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>gnockemann</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/01/das-projekt-bei-day-of-archaeology-2011/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/01/das-projekt-bei-day-of-archaeology-2011/">&lt;p&gt;Für den “Day of Archaeology 2011”, ein Internet-Projekt bei dem über 400 Archäologen aus aller Welt einen kurzen Bericht über ihre Arbeit am 29.7.2011 geben, habe ich auch einen kleinen Beitrag geliefert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das DAS-Projekt @ Day of Archaeology 2011&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort gebe ich einen kleinen Einblick wie so ein Tag für das Projekt abläuft und was ich dabei so alles mache.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Lippisches Landesmuseum ist eine Kultureinrichtung des Landesverband Lippe. Finanziert wird das Projekt durch das Lippische Landesmuseum und durch eine Förderung der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe.&lt;/p&gt;
</content>

        
        
        
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    <entry xml:lang="de">
        <title>Erfolgreicher Start des Projekts in Genthin</title>
        <published>2011-08-01T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-08-01T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/01/erfolgreicher-start-des-projekts-in-genthin/"/>
        <id>https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/01/erfolgreicher-start-des-projekts-in-genthin/</id>
        
        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/08/01/erfolgreicher-start-des-projekts-in-genthin/">&lt;p&gt;Am 11. Juli 2011 startete das durch das Land Sachsen-Anhalt geförderte Projekt zur Digitalisierung historischer Bekleidung in einigen Museen der Altmark, des Jerichower Landes und der Prignitz. Für den Projektstart wurde das Kreismuseum Genthin ausgewählt, da hier sowohl eine besonders umfangreiche als auch gut sortierte Textilsammlung vorhanden ist. Im Rahmen dieser Arbeitswoche wurde durch die mit dem Projekt betraute Textilrestauratorin Hannelore Hogger und die Historikerin und langjährige Museumsfachfrau Corrie Leitz - begleitet durch Genthins engagierte Museumsleiterin Antonia Beran - die Sammlung insgesamt gesichtet und mit 111 Objekten etwa ein Fünftel des Bestandes an historischer Kleidung bearbeitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonderes Augenmerk lag auf historischer Alltagsbekleidung, da diese – bedingt durch die Art ihrer Nutzung vor allem in ärmeren Bevölkerungsschichten (mehrfach genutzt/umgenutzt bis zum Verschleiß) - nur selten in Museen gelangt ist. Entsprechende Stücke aus dem Bereich der Oberbekleidung waren daher auch in Genthin eher die Ausnahme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zeitliche Schwerpunkt der Genthiner Sammlung liegt auf dem ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Darunter befindet sich ein Teilbestand von Damenoberbekleidung aus dem Zeitraum von 1875 bis in die 1960er Jahre, welcher durch seine Struktur geeignet ist, die Entwicklung der Mode jener Zeit widerzuspiegeln, und daher besondere Erwähnung verdient. Dazu passend sind Kopfbedeckungen, insbesondere Kapotthüte und Damenwintermützen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert sowie eine Gruppe von Capes und Schultertüchern aus der Zeit um 1900 mit einigen sehr qualitätvollen Stücken vorhanden. Außerdem verfügt die Sammlung über einen umfangreichen Bestand an Unterwäsche (auch für Herren) einschließlich von Strümpfen, welcher jedoch in zahlreichen Museen vorhanden ist und daher nur exemplarisch erfasst wurde. Ebenfalls zugehörig ist eine Sammlung von Damenschuhen der 1920er bis 1960er Jahre, welche wiederum exemplarisch erfasst wurde, da ein Großteil bereits durch die Museumsleiterin in museum-digital publiziert worden ist. Hervorzuheben sind außerdem einige Stücke aus dem Bereich Damen-Badebekleidung der 1920/30er Jahre, welche in den nächsten Wochen im Portal publiziert werden sollen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wiederum aus dem Komplex der Damenbekleidung besonders bemerkenswert ist ein relativ umfangreicher Bestand an Trachtteilen des Elb-Havel-Raums, vor allem eine nahezu komplette Frauentracht aus Schönhausen. Als besonders interessant erwies sich aber vor allem eine kleine Gruppe von Hauben, welche offenbar sämtlich aus einer „Werkstatt“ stammten und vermutlich unter dem Einfluss veränderter Bekleidungsgewohnheiten nicht mehr fertig gestellt und getragen worden waren. Anhand eines in eine dieser Hauben als Einlage (Aussteifung) eingeklebten Briefes konnte diese in die Zeit nach 1845 datiert und somit durch diesen originalen Beleg gleichzeitig der Zeitraum eingegrenzt werden, in welchem es in dieser Gegend zur Aufgabe der traditionellen Tracht kam.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Innerhalb der Sammlung historischer Kleidung befinden sich außerdem einige wenige Stücke an Kinderbekleidung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre, erwähnenswert ist darunter ihrer Vollständigkeit wegen eine komplette Säuglingsausstattung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs im zugehörigen Weidenkoffer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Männerbekleidung sind insbesondere einige Objekte aus dem Bereich Berufsbekleidung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts interessant. Damit korrespondieren fünf gut erhaltene Charlottenburger (Tücher, in welche wandernde Gesellen ihre Habe schnürten) aus den 1920/30er Jahren, welche zwar nicht zur Bekleidung an sich gehören, aber des inhaltlichen Bezugs wegen exemplarisch erfasst wurden. Aus Zeitgründen nicht mehr bearbeitet werden konnte dagegen eine Reihe von Uniformen (in der Hauptsache militärisch, aber auch Post, Feuerwehr, Bergleute). In die Reihe der im Portal zu publizierenden Objekte wurde stattdessen eine originale Häftlingskleidung aufgenommen. Sie stammt aus dem Nachlass von Wilhelm Seeger, einem Genthiner Kommunisten, welcher in verschiedenen Konzentrationslagern interniert war und am 28. April 1945 von der Roten Armee aus dem Zuchthaus Brandenburg befreit wurde. Einem ähnlichen historischen Kontext zuzuordnen sind fragmentarisch erhaltene Pantoffeln, welcher in neuerer Zeit als Bodenfunde auf dem Gelände des früheren Silva-Werkes Genthin geborgen wurden, einer Munitionsfabrik, in welcher während des Zweiten Weltkriegs auch Kriegsgefangene zum Einsatz kamen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen der Bearbeitung der einzelnen Sammlungsobjekte wurde die Analyse der Materialien und textilen Techniken, welche oftmals bis ins Detail beschrieben wurden, sowie die chronologische und systematische Einordnung durch die Textilrestauratorin Hannelore Hogger vorgenommen. Sie gab - wenn nötig – auch Hinweise zur konservatorisch richtigen Lagerung und Präsentation der verschiedenen Gruppen historischer Bekleidung, wobei dabei natürlich die räumlichen und materiellen/finanziellen Möglichkeiten des Museums einen gewissen Rahmen bilden. Diese Hinweise wurden auch seitens des zuständigen Amtsleiters bei der Kreisverwaltung mit Interesse zur Kenntnis genommen, ebenso wie jene zum Restaurierungsbedarf bzw. zur Restaurierungswürdigkeit einzelner Stücke.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die fotografische Dokumentation sowie die Erfassung aller relevanten Objektdaten (zunächst in Form einer Excel-Tabelle) zeichnete die Historikerin Corrie Leitz verantwortlich. Ihr obliegt in den folgenden Wochen auch die noch recht umfangreiche Nachbearbeitung der erhobenen Daten, deren Ergänzung durch die jeweilige Objektgeschichte (Zuarbeit seitens des Museums) und die Publikation im Portal museum-digital. Dazu gehört auch die Durchsicht und Auswahl sowie ggf. Bearbeitung der knapp 1900 in Genthin entstandenen Objektfotos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem werden alle Beteiligten gemeinsam die vorläufige Sammlungsbeschreibung überarbeiten, welche neben allgemeinen Charakteristika auch eine Herausarbeitung von Untergruppen und Herausstellung besonderer Einzelstücke umfassen soll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der letzten Augustwoche steht dann bereits die nächste Station – das Museum in Tangermünde - auf dem Programm.&lt;/p&gt;
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        <title>Erstes Treffen der Arbeitsgruppe &quot;Historische Kleidung&quot; am 11.7.2011</title>
        <published>2011-07-13T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-07-13T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
        <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blog.museum-digital.org/de/2011/07/13/erstes-treffen-der-arbeitsgruppe-historische-kleidung-am-11-7-2011/"/>
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/07/13/erstes-treffen-der-arbeitsgruppe-historische-kleidung-am-11-7-2011/">&lt;p&gt;Am 11.07.2011 traf sich erstmals die Arbeitsgruppe der Museen im Kreismuseum Jerichower Land Genthin, um sich über die gemeinsamen Arbeitschritte in den kommenden Wochen abzustimmen. Gemeinsam mit der Historikerin Corrie Leitz und der Textilrestauratorin Hannelore Hogger einigte sie sich darauf, welche Objekte in diesem Projekt zu historischer Kleidung zählen, um sie in &lt;a rel=&quot;external&quot; href=&quot;https://st.museum-digital.de/&quot;&gt;museum-digital/san&lt;/a&gt; zu publizieren. So wird alles an Kleidung erfasst, was Menschen am Körper tragen. Schmuck, Hutnadeln, Schnallen etc. zählen nicht dazu. Bei Uniformen wird „Beikleidung“ wie eine Waffe in Form eines Querverweises erfasst. Bei der Digitalisierung wird keine zeitliche Begrenzung gezogen. Archäologische Grabfunde, frühneuzeitliche Paramente (liturgische Kleidung) zählen ebenso dazu wie das FDJ-Hemd. Ziel ist es, einen repräsentativen Querschnitt der jeweiligen Sammlungen zu zeigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Häufig befinden sich in den Sammlungen Nachbildungen von Trachten. Diese werden digitalisiert, wenn etwas über den Gebrauch und Anlass der Anfertigung bekannt ist. Eine andere Beurteilung ergibt sich dagegen bei nachgeschneiderten Objekten, die als Requisite für Veranstaltungen und museumspädagogische Angebote dienen. Diese werden nicht publiziert, da sie nicht zum Sammlungsbestand gehören. Die Frage des Umgang mit Kopien von Originalen, die z.B. im Freilichtmuseum Diesdorf zu Dokumentationszwecken angefertigt wurden, weil das Original zunehmend zerfällt, kann dagegen noch nicht abschließend beantwortet werden. Hier soll zunächst die Durchsicht der jeweiligen Bestände abgewartet werden, um anhand weiterer Informationen eine Entscheidung treffen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Publikation in museum-digital/san wird der neueste Forschungsstand zum Objekt dargestellt. So werden z.B. aus Achselklappen korrekt Schulterklappen, aus Leinengewebe ein Baumwollgewebe. Praktischerweise kann sich das Museum die Publikation des Objektes in museum-digital/san auch als Knorr-Karteikarte ausdrucken und sie der vorhandenen Knorr-Dokumentation anfügen. Dies erspart ihm einen zusätzlichen Arbeitsschritt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beschäftigung mit den Beständen vor Ort geschieht im Zeitraum von Juli bis Oktober. Am 14.10.2011 trifft sich die Arbeitsgruppe im Freilichtmuseum Diesdorf, um sich über die Zwischenergebnisse auszutauschen.&lt;/p&gt;
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        <title>Historische Kleidung aus Altmark, Jerichower Land und Prignitz</title>
        <published>2011-07-05T00:00:00+00:00</published>
        <updated>2011-07-05T00:00:00+00:00</updated>


        
        <author>
          <name>Stefan Rohde-Enslin</name>
        </author>
        
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        <content type="html" xml:base="https://blog.museum-digital.org/de/2011/07/05/historische-kleidung-aus-altmark-jerichower-land-und-prignitz/">&lt;p&gt;Zur materiellen Überlieferung gehört auch historische Kleidung, die sich nahezu in jedem Stadt- und Regionalmuseum befindet. Bisher sind diese Bestände aus Sachsen-Anhalt beim Publikum, den Museen untereinander und der Wissenschaft kaum bekannt. Ausgehend von der Frage, wie sich diese Interessen miteinander verbinden lassen, haben die Stadt- und Regionalmuseen im Norden Sachsen-Anhalts (Freilichtmuseum Diesdorf, Kreismuseum Jerichower Land Genthin, Prignitz-Museum Havelberg,Museum Osterburg, Danneil-Museum Salzwedel,Museen der Stadt Tangermünde) beschlossen, ihre Sammlungen in museum-digital/san zu publizieren. Sie werden dabei von der Historikerin Corrie Leitz, der Textilrestauratorin Hannelore Hogger und dem Museumsverband Sachsen-Anhalt unterstützt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Durch informative Sammlungsbeschreibungen und Publikation von Objekten, die den Charakter der jeweiligen Sammlung prägen, erfahren die Museen, die interessierte Wissenschaft und vor allem das breite Publikum mehr über diese Bestandsgruppe. Darüber hinaus erweitern die Museen ihr Wissen zur Digitalisierung, zur Fotografie komplizierter Objekte und zur Erfassung historischer Kleidung. Zudem wird das Projekt Aufschluss über den Konservierungs- und Restaurierungsbedarf geben. Am 11.7. 2011 trifft sich die Arbeitsgruppe in Genthin, um sich über die Aufgaben aller Beiteiligten bis zum Jahresende zu verständigen. Parallel zur Publikation der Sammlungsbeschreibungen und Objekte in museum-digital/san wird an dieser Stelle über den Arbeitsprozess und die Erfahrungen berichtet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Projekt umfasst einen Kostenrahmen von 15.000 € und wird vom Land Sachsen-Anhalt und den Museumsträgern finanziert. Das Projekt endet am 31.12.2011.&lt;/p&gt;
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