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	<title>Brandenburg | museum-digital: blog</title>
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	<description>A blog on museum-digital and the broader digitization of museum work.</description>
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	<title>Brandenburg | museum-digital: blog</title>
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		<title>Museen digital und Open Access. Gedanken zu Open Access und Kulturdaten.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 13:21:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Ben Kaden, Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access des Landes Brandenburg Die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg betrachtet Open Access bisher weitgehend aus der Perspektive des wissenschaftlichen Publizierens. Das ist angesichts ihrer Ausrichtung nachvollziehbar, nach der sie den durchaus erheblichen Vernetzungs- und Beratungsbedarf in den Hochschulen des Landes auffängt. Denkt man Open <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/11/museen-digital-und-open-access-gedanken-zu-open-access-und-kulturdaten/" class="more-link">...</a>]]></description>
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<p>Ein Beitrag von Ben Kaden, Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access des Landes Brandenburg</p>



<p>Die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg betrachtet Open Access bisher weitgehend aus der Perspektive des wissenschaftlichen Publizierens. Das ist angesichts ihrer Ausrichtung nachvollziehbar, nach der sie den durchaus erheblichen Vernetzungs- und Beratungsbedarf in den Hochschulen des Landes auffängt. Denkt man Open Access aber in einem größeren Zusammenhang, sieht man unmittelbar die Potentiale, die über das klassische wissenschaftliche Publizieren hinausreichen. Offene Objektdaten werden, in die passende Form gebracht, bekanntlich schnell offene Forschungsmaterialien. Akademische Forschung, aber auch Bürger*innenwissenschaft, profitieren enorm von einem reichhaltigen und nachnutzbaren Angebot an digitalen Kulturdaten. Da überrascht es wenig, dass sich Museen zunehmend an dieser Stelle einbringen. Oder zumindest einbringen wollen. Sie digitalisieren Bestände und versuchen Zielgruppen über digitale Browserpräsentationen zu erreichen. Vermehrt findet man interaktive Angebote. Partizipation und Interaktivität sind die Schlagwörter der Stunde.</p>



<p><strong>Nachnutzbarkeit und kulturelles Erbe</strong></p>



<p>Für uns als Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg ist diese Entwicklung naturgemäß besonders dann relevant, wenn es um die digitale Nachnutzbarkeit in Forschungszusammenhängen geht. Die Voraussetzungen sind hier wie generell bei Open Access die Sichtbarkeit, die Verfügbarkeit und eine über Lizenzen abgesicherte Verwendbarkeit. Klingt einfach, ist in der Umsetzung und im Detail allerdings komplex. Für uns kommt hinzu, dass wir die Arbeitspraxis und Rahmenbedingungen der Museen im Land Brandenburg, die wir durchaus zu unserem erweiterten Kreis der Stakeholder*innen zählen, bisher wenig kennen. Wenn wir also wie am vergangenen Montag, den 6.12.2021, einer Veranstaltung des <a rel="noreferrer noopener" href="https://museen-brandenburg.de/" target="_blank">Museumsverbands des Landes Brandenburg e.V.</a> mit der Themenstellung “<a rel="noreferrer noopener" href="https://museen-brandenburg.de/fortbildung/online-kurse/#OpenGLAM" target="_blank">Open Access – Offenheit im Umgang mit dem digitalisierten kulturellen Erbe</a>” besuchten, dann auch, um selbst etwas zu lernen.</p>



<p><strong>Definitionen und Perspektiven</strong></p>



<p>Eingeladen wurden wir allerdings, um Input zu geben und um darzulegen, wo wir generell Schnittstellen zwischen Museen, digitalisierten Museumsbeständen und Open Access sehen. Aus unserer Sicht gibt es eine ganze Reihe dieser Schnittpunkte, auch auf ganz elementarer Ebene. Genaugenommen erscheinen Museen nämlich in den meisten Fällen bereits aus ihrer institutionellen Logik heraus für Offenheit prädestiniert. Sie sind generell Zugangs-, Präsentations- und Vermittlungsinstitutionen. Sie adressieren eine weit gefasste Öffentlichkeit und stehen im Prinzip allen Interessierten voraussetzungsfrei zur Verfügung. Sie werden in vielen Fällen von öffentlichen Trägern unterstützt oder sogar komplett abgesichert. Oder, wie es die noch gültige Definition für “Museum” des <a rel="noreferrer noopener" href="https://icom.museum/en/" target="_blank">international council of museums </a>(ICOM) formuliert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>“Museums are democratising, inclusive and polyphonic spaces for critical dialogue about the pasts and the futures. Acknowledging and addressing the conflicts and challenges of the present, they hold artefacts and specimens in trust for society, safeguard diverse memories for future generations and guarantee equal rights and equal access to heritage for all people.<br>Museums are not for profit. They are participatory and transparent, and work in active partnership with and for diverse communities to collect, preserve, research, interpret, exhibit, and enhance understandings of the world, aiming to contribute to human dignity and social justice, global equality and planetary wellbeing.”</p><cite>ICOM:<em> <a href="https://icom.museum/en/news/icom-announces-the-alternative-museum-definition-that-will-be-subject-to-a-vote/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ICOM announces the alternative museum definition that will be subject to a vote</a></em>. In: icom.museum. 25.07.2019</cite></blockquote>



<p>Unübersehbar ist die grundlegend politischere Positionierung sowie eine Betonung von Inklusivität und, buchstäblich, Vielstimmigkeit. Weitere Aspekte neben dem Charakter der Gemeinnützigkeit sind Teilhabe und Transparenz und die verstärkte Betonung einer aktiven Auseinandersetzung mit Materialien, Objekten und ihren Bedeutungen. Der Aspekt der Freude lässt sich möglicherweise als unter “Planetary wellbeing” eingeschlossen vermuten.</p>



<p><strong>Anwendungsfälle</strong></p>



<p>Viele Museum versuchen, diesen Ansprüchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Rechnung zu tragen. Besonders ausgeprägt scheint die Öffnung zur digitalen Aktivierung und Einbeziehung der Besucher*innen. Ein Beispiel aus Brandenburg ist die digitale Plattform des Museums “Utopie und Alltag”, das bereits aufgrund seiner Lokalisierung zwischen zwei Standorten, nämlich Beeskow und Eisenhüttenstadt, Lösungen für dynamische Sammlungspräsentationen finden muss. Da liegt ein Schritt ins Digitale nur nah. Entsprechend findet man eine Plattform namens “Museum Utopie und Alltag digital” und darauf die programmatische Selbstbeschreibung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>““Mit der Digitalisierung unserer Sammlung geben wir allen Interessierten die Möglichkeit, selbst Geschichte und Erinnerungen an andere zu vermitteln. Wir wünschen uns einen regen Austausch, auch untereinander, über das Gestern, aber auch über das Heute und Morgen. Anhand dieser Erinnerungs-Impulse möchten wir nicht nur die gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart aktivieren””</p><cite>Museum Utopie und Alltag: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.utopieundalltag.de/digital/" target="_blank">www.utopieundalltag.de/digital</a> . o.J.</cite></blockquote>



<p>In diesem Fall bleibt Open Access noch auf einen Aspekt, nämlich die aktive Teilhabe der Besucher*innen bezogen, die auf Objektebene eigene Geschichten beisteuern können. Offenheit betrifft hier also den offenen, objektbezogenen Diskurs.</p>



<p>Eine andere, erweiterte Perspektive auf die Chancen von Openness im Museumskontext boten Juliane Stiller und Violeta Trkulja in ihrer Präsentation “<a rel="noreferrer noopener" href="https://de.slideshare.net/stillinsky/open-access-in-museen-vorteile-der-offenheit-und-wie-museen-mehr-offenheit-wagen-knnen" target="_blank">Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können</a>“.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-slideshare wp-block-embed-slideshare"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können" src="https://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/key/edmiBow75rp3xW" width="427" height="356" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" style="border:1px solid #CCC; border-width:1px; margin-bottom:5px; max-width: 100%;" allowfullscreen> </iframe> <div style="margin-bottom:5px"> <strong> <a href="https://www.slideshare.net/stillinsky/open-access-in-museen-vorteile-der-offenheit-und-wie-museen-mehr-offenheit-wagen-knnen" title="Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können" target="_blank">Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können</a> </strong> from <strong><a href="https://www.slideshare.net/stillinsky" target="_blank">Juliane Stiller</a></strong> </div>
</div><figcaption><strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.slideshare.net/stillinsky/open-access-in-museen-vorteile-der-offenheit-und-wie-museen-mehr-offenheit-wagen-knnen" target="_blank">Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können</a></strong> from <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.slideshare.net/stillinsky" target="_blank">Juliane Stiller</a></strong></figcaption></figure>



<p>Ihr Anwendungsfall war das <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rijksmuseum_Amsterdam" target="_blank">Rijksmuseum in Amsterdam</a>, das mit seinem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.rijksmuseum.nl/en/rijksstudio" target="_blank">Rijksstudio</a> und seiner ausnehmend progressiven Rechtepolitik maximale Teilhabemöglichkeiten für seine zugegeben gemeinfreien und damit rechtlich unproblematischeren Bestände bietet. Die den Vortrag prägende Heraushebung von Aspekten wie Markenstärkung und Kosteneinsparungen sind möglicherweise nicht der <em>Unique Selling Point</em> für Open Access, der in der Open-Access-Community zuerst verfängt. Aber dies sind am Ende auch Effekte, die unter Umständen für Museen und ihre Träger eine Rolle spielen. Aus Sicht der Informationsethik und der ICOM-Definitionen wiegt vermutlich schwerer, dass die Öffnung der digitalen Bestandsobjekte für Nachnutzungen tatsächlich zu vielgestaltigen Verarbeitungen in Bildung, Forschung und kreativ-künstlerischer Auseinandersetzung führt. Entsprechend können wir zum Beispiel diesen wunderbaren Fantasievogel, der eigentlich eine Schnupftabakdose ist, aus der Sammlung des Hauses hier ohne Probleme als Illustration verwenden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://web.archive.org/web/20211214090735/https://open-access-brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Snuifdoos_in_de_vorm_van_een_vogel_ge_illeerd_met_veelkleurige_bloemen_en_met_een_tak_op_het_deksel..jpeg-650x650.jpeg" alt=""/><figcaption>Snuifdoos in de vorm van een vogel, geëmailleerd met veelkleurige bloemen en met een tak op het deksel.. Rijksmuseum Amsterdam. <a href="http://hdl.handle.net/10934/RM0001.COLLECT.50415">http://hdl.handle.net/10934/RM0001.COLLECT.50415</a> . Lizenz: CC0 1.0</figcaption></figure>



<p><strong>Herausforderungen</strong></p>



<p>Nun mag das Rijksmuseum ein Musterbeispiel und Leitstern für die offene Bereitstellung von Sammlungsdigitalisaten sein. Für die meisten Museen wird dieser Weg aber nicht direkt gangbar sein. Allein schon die Ressourcenlage spricht dagegen. Dazu addiert sich, dass Digitalisierung mit dem Zweck einer Nachnutzung nichts ist, was nebenbei realisiert werden kann. Auch in den größten Häusern sind Digitalisierungsprojekte in der Regel Sondervorhaben, oft mit Drittmittelbezuschussung. Kleinere Häuser brauchen andere Lösungen. In vielen Fällen brauchen sie zunächst einmal sogar noch etwas anderes: Beratung und Kompetenzaufbau.</p>



<p>Wie komplex die Sachverhalte für eine Open-Access-taugliche Aufbereitung von Sammlungsgut sind, zeigte der dritte Vortrag der Veranstaltung. Marco Klindt vom <a href="https://www.digis-berlin.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin – digiS</a> begann seine Präsentation zu den Lizenzierungs-Varianten von Creative Commons mit dem Disclaimer, dass er natürlich keinerlei rechtsverbindliche Hinweise geben kann, sondern das Thema der offener Lizenzen nur aus einer informativ-individuellen Interpretation präsentieren wird. Klingt bekannt? Jede*r, die/der sich zum Thema äußert, sichert sich so ab. Und zwar aus gutem Grund.</p>



<p>Darin zeigt sich zugleich bereits ein Grunddilemma der Sammlungsdigitalisierung. Das Urheberrechtsgesetz wurde einst für rein analoge Medienwelten geschaffen. Nachbesserung zu digitalen Aspekten waren häufig tatsächlich nur das: Nachträge. Die rechtliche Unsicherheit ist überall groß, denn die Passung zwischen digitaler Medienpraxis und rechtsverbindlichen Regelungen ist nach wie vor nicht besonders gut.</p>



<p><strong>Creative Commons</strong></p>



<p>Auch wenn die <a href="https://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Creative Commons</a> hier für einen gewissen Ausgleich sorgen, machen sie unser Leben nur ein Stück weit leichter. Sie sind nämlich auch nur teilweise einfach und unproblematisch anwendbar. In gewisser Weise lassen sie sich als Absichtserklärungen dahingehend verstehen, dass sie es Rechteinhaber*innen ermöglichen, zwei Dinge formalisiert auszudrücken: Erstens, dass selbige es wünschenswert oder zumindest akzeptabel finden, wenn die von ihnen veröffentlichen Inhalte nachgenutzt werden. Und zweitens, dass sie bestimmte Nutzungsformen bevorzugen und andere möglichst ausschließen wollen. Daher gibt es auch die Variationsbreite der <em>ND</em> (keine Bearbeitung), <em>NC</em> (keine kommerzielle Nutzung) und <em>SA</em> (Weitergabe unter gleichen Bedingungen). Alle drei sind miteinander und der Angabe <em>BY</em>, die eine Urheber*innennennung einfordert, kombinierbar.</p>



<p>Da im Zweifel eine Rechtsdurchsetzung bei eventuellen Verstößen aufwendig oder sogar unmöglich sein wird, raten Expert*innen in der Regel direkt von Kombinationsspielen ab. Wo Inhalte nicht gemeinfrei sind und daher nicht einfach mit einer<em> <a href="https://irights.info/artikel/was-ist-cc0/28750" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC0</a></em> gekennzeichnet werden können, wird <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC-BY </a>empfohlen. In der Laienübersetzung bedeutet das:<em> Verwende meinen Inhalte wie du magst, aber schreibe bitte dazu, dass es mein Inhalt ist, den du verwendest</em>. Möglich ist das den Museen jedoch nur, wenn sie entweder selbst Inhaber*innen der entsprechenden Rechte sind. Oder, wenn sie mit den jeweiligen Rechtinhaber*innen eine entsprechende Vereinbarung getroffen haben. Beides ist aufwendig und oft de facto unmöglich umzusetzen.</p>



<p>Aus diesem Grund werden wir vermutlich auch zukünftig sehen, dass große Teile der digitalisierten Bestände nicht unter einer freien Lizenz bereitgestellt werden. Umso wichtiger, dies vielleicht als Ergebnis der Diskussion zum Vortrag, ist, dass Museen freie Lizenzen dort verwenden, wo sie es können.</p>



<p><strong>Brandenburgs Museen und die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg</strong></p>



<p>Das Urheberrecht als Herausforderung für Open Access und Open Science begegnet uns auch regelmäßig im Dialog mit den Bibliotheken. Creative Commons ist auch in vielen wissenschaftlichen Zusammenhängen nicht unbedingt die optimale Lösung. Aber, das muss man auch einräumen, es ist aktuell die beste Lösung, die wir haben. Diese Botschaft vermitteln wir regelmäßig im Austausch mit Bibliotheken und natürlich auch sehr gern im Dialog mit Museen. Angesichts unserer aktuellen Schwerpunktsetzung mit Zuschnitt auf die Hochschulen im Land zählen die Zweitgenannten momentan nur zu unseren mittelbaren Zielgruppen, auch wenn der Bedarf, wie sich zeigt, ebenfalls groß ist. Bei der strategischen Weiterentwicklung der Vernetzungs- und Kompetenzstelle sollte daher die Perspektive <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Culture" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open Culture</a> bzw. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open_GLAM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open GLAM</a> insgesamt möglichst berücksichtigt werden.</p>



<p>Ein Kulturwandel zu mehr Offenheit ist notwendig integrativ und zwar nicht nur auf der Nutzungsebene selbst. Hinter den Portalen zur Objektpräsentation verbirgt sich bekanntlich all das, was aus medialer Sicht die Essenz digitaler Darstellung, Kommunikation und auch Forschung darstellt.: die Kompatibilität auf der Ebene der Metadaten und Formate, also im datentechnischen Bereich. Nur wenn Objektauszeichnungen standardisiert sind, kann das Potential von<em> Linked-Data</em>-Strukturen, semantischen Netzen und integrativen Retrievalsysteme für digitale Objekte überhaupt genutzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die digitale Schnupftabakdosensammlung eines Museums oder wissenschaftliche Aufsätze handelt.</p>



<p><strong>Open Access wird in Brandenburg gemacht</strong></p>



<p>Wo also derartige übergreifende Fragestellungen des Open Access Museen und Wissenschaft gleichermaßen betreffen, werden wir als Vernetzungs- und Kompetenzstelle bereits jetzt eine integrativ bereitstehen. Open Access Brandenburg heißt, den in der Open-Access-Strategie des Landes beschriebenen Kulturwandel so zu gestalten, dass Brandenburg als Open-Access-Land optimal aufgestellt ist. Uns geht es dabei darum, dass alle Stakeholder*innen, uns eingeschlossen, wechselseitig voneinander lernen und Open Access gemeinsam gestalten und entwickeln. Die Open-Access-Strategie ist da sehr eindeutig: Open Access ist die Zukunft. Und wir wissen: <a href="https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~30-04-2021-professorenernennung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zukunft wird in Brandenburg gemacht</a>.</p>



<p>Wenn Sie zur Strategieentwicklung zu Open Access in Brandenburg mit uns in Kontakt treten wollen, <a rel="noreferrer noopener" href="https://open-access-brandenburg.de/kontakt/" target="_blank">freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht</a>.</p>



<p><em>Der Beitrag ist am 10.12.2021 im <a href="https://open-access-brandenburg.de/news/" data-type="URL" data-id="https://open-access-brandenburg.de/news/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">News-Blog</a> der <a href="https://open-access-brandenburg.de/" data-type="URL" data-id="https://open-access-brandenburg.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access des Landes Brandenburg</a> erschienen.</em></p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a>. Er wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<title>Brandenburgische Museen in der Deutschen Digitalen Bibliothek</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 12:25:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[DDB]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist ein Internet-Portal, in dem Kultur- und Wissenseinrichtungen – Archive, Bibliotheken, Museen, Denkmalpflege- und Forschungsinstitutionen – ihre Bestände online sichtbar und recherchierbar machen können. Gibt eine Nutzerin oder ein Nutzer in den Suchschlitz der DDB beispielsweise das Wort &#8222;Brandenburg&#8220; ein, so werden über 100 000 Objekte angezeigt, die mit diesem <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2021/11/18/brandenburgische-museen-in-der-deutschen-digitalen-bibliothek/" class="more-link">...</a>]]></description>
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<p></p>



<p></p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p> Die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/" target="_blank">Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)</a> ist ein Internet-Portal, in dem Kultur- und Wissenseinrichtungen – Archive, Bibliotheken, Museen, Denkmalpflege-  und Forschungsinstitutionen  –  ihre Bestände online sichtbar und recherchierbar machen können. Gibt eine Nutzerin oder ein Nutzer in den Suchschlitz der DDB beispielsweise das Wort &#8222;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&amp;query=Brandenburg" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&amp;query=Brandenburg" target="_blank">Brandenburg</a>&#8220; ein, so werden über 100 000 Objekte angezeigt, die mit diesem Schlagwort verbunden sind. Das sind Digitalisate von Fotografien, Akten, Büchern, Urkunden, Briefen, Gemälden, Grafiken, Münzen und Medaillen. Insgesamt präsentieren momentan deutschlandweit 619 Institutionen über 13 Millionen Objekte in der DDB  – darunter sind auch 233 Museen. Die Zahl der brandenburgischen Museen, die sich mit Daten an der DDB beteiligen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Waren es zunächst nur die &#8222;großen&#8220; Einrichtungen, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten oder das Potsdam Museum, tragen heute 16 Museen aus Brandenburg mehr als 2400 Objekte zum digitalen Wissensnetzwerk bei. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="304" height="350" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog2-1.jpg" alt="" class="wp-image-1791" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog2-1.jpg 304w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog2-1-261x300.jpg 261w" sizes="(max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption>Registrierte Museen in der DDB (Kartenausschnitt), <a href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/about-us/institutions#map" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/about-us/institutions#map">Link</a></figcaption></figure>
</div>
</div>



<p><strong>Vom Aryballos bis zum Zeltnagel</strong></p>



<p>Die thematische Vielfalt der gezeigten Objekte ist beeindruckend. Sie reicht von einem altgriechischen Salbgefäß, einem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ?isThumbnailFiltered=true&amp;query=aryballos+p%C3%BCckler&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ?isThumbnailFiltered=true&amp;query=aryballos+p%C3%BCckler&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" target="_blank">Aryballos</a>, aus der Sammlung des Fürsten Pückler (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/5TFUZAZJ5ILBY4MFKYQMYNELKVIRTT3E" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/5TFUZAZJ5ILBY4MFKYQMYNELKVIRTT3E" target="_blank">Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz</a>) bis zu den <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN?isThumbnailFiltered=true&amp;query=zeltn%C3%A4gel&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN?isThumbnailFiltered=true&amp;query=zeltn%C3%A4gel&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" target="_blank">Zeltnägeln</a> der letzten Grönlandexpedition von Alfred Wegener (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/I36XE6KCECO5GTDIEP2NPWAJSTP7JP7V" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/I36XE6KCECO5GTDIEP2NPWAJSTP7JP7V" target="_blank">Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte</a>). Zu den Objektbildern stellen die Museen zahlreiche Informationen, sogenannte Metadaten, zur Verfügung. Dazu gehören neben der Inventarnummer, den Maßen und dem Material, aus dem das Objekt besteht, auch eine Objektbeschreibung, Literaturverweise und natürlich diverse Angaben zur Objektgeschichte. Diese werden hier als Ereignisse bezeichnet. Ein auf ein Objekt bezogenes Ereignis, z. B. seine Herstellung, kann mit bis zu drei Aussagen verbunden werden: &#8222;wann&#8220;, &#8222;wo&#8220; und &#8222;von wem&#8220; wurde das Objekt hergestellt. Diese Ereignisse ermöglichen es, alle Datensätze in der DDB miteinander zu verknüpfen. So lassen sich z. B. alle Objekte herausfiltern, die, wie der Aryballos, in Korinth oder im 7. Jahrhundert vor Christus hergestellt, oder von der Person Fürst Pückler gesammelt wurden. Auf diese Weise entsteht ein gigantisches, immer weiter wachsendes Wissensnetzwerk, zu dem nun auch immer mehr brandenburgische Museen beitragen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1-1024x510.jpg" alt="" class="wp-image-1787" width="778" height="388" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1-1024x510.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1-300x149.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1.jpg 1309w" sizes="(max-width: 778px) 100vw, 778px" /></figure>



<p><strong>museum-digital und die DDB</strong></p>



<p>Neben der DDB existiert mit <a rel="noreferrer noopener" href="https://museum-digital.de" data-type="URL" data-id="https://museum-digital.de" target="_blank">museum-digital.de</a> ein zweites großes Internet-Portal in Deutschland, in dem Museen digitale Objektbilder und -informationen präsentieren können. Bei museum-digital veröffentlichen, Stand heute, 751 Museen über eine halbe Million Objekte. Was unterscheidet die beiden Portale eigentlich voneinander und reicht es nicht vielleicht, bei einem der beiden präsent zu sein? Der erste große Unterschied ist, dass die DDB im Grunde &#8222;nur&#8220; Daten von verschiedenen Kulturerbe- und Forschungsinstitutionen einsammelt, die bereits permanent im Internet verfügbar sind. Diese bereits verfügbaren Daten werden in die DDB eingespeist, wobei jeder Datensatz einen Link zu dem ursprünglichen Datensatz des Datengebers enthält. Museum-digital ist solch ein Datengeber. Hier können Museen über einen personalisierten Zugang eigenständig ihre Daten und Bilder einpflegen und bearbeiten und, wenn sie es möchten, über einen Export an die DDB weitergeben. Dieses eigenständige Pflegen der eigenen Daten ist bei der DDB nicht möglich. Museum-digital ist eine vollwertige Inventarisierungssoftware und Präsentationsplattform in einem &#8211; und ein Tor für Museen in die DDB. Dies bedeutet auch, dass die Präsenz in beiden Portalen keine doppelte Datenpflege bedeutet. Man legt seine Daten bei museum-digital an oder importiert sie dort und gibt sie dann an die DDB weiter. Ändern sich Daten bei museum-digital, ist ein neuer Export nötig, mit dem die alten Daten in der DDB überschrieben werden. </p>



<p><strong>Mitmachen</strong></p>



<p>Ist es nun nötig, mit den gleichen Daten zweimal im Internet präsent zu sein? Es schadet auf jeden Fall nicht! Beide Netzwerke profitieren davon, dass viele Institutionen mit vielen Daten mitmachen. Sie unterstützen sich damit gegenseitig dabei, im Internet sichtbarer zu werden. Wer bei der DDB mitmachen möchte, erhält unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/" target="_blank">https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/</a> erste Informationen. Ansprechpartner für Museen ist die <a rel="noreferrer noopener" href="https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/daten-liefern/fachstellen/fachstelle-museum" type="URL" id="https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/fachstelle-museum" target="_blank">Fachstelle Museen</a> der DDB. </p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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