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	<title>Digitalisierung | museum-digital: blog</title>
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	<description>A blog on museum-digital and the broader digitization of museum work.</description>
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		<title>Versuch einer Blaupause zur strategischen Digitalisierung in und von Museen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2026/03/17/versuch-einer-blaupause-zur-strategischen-digitalisierung-in-und-von-museen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 17:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Diskussionen zu Digitalstrategien gibt es seit Jahren. Wir sollten den Begriff umdrehen und fragen: Was macht strategische Digitalisierung aus? Und welche Methoden, Ziele, Infrastrukturen und Rahmenbedingungen braucht das? Ein Debattenbeitrag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieser Blog war einmal als Austauschforum gedacht, nicht als Verlautbarungsplattform. Und das sollte er im Idealfall wieder werden. Hier also ein kleiner Debattenbeitrag als Crosspost aus meinem <a href="https://www.jrenslin.de/post/strategische-digitalisierung-im-museum/">persönlichen Blog</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="einleitung">Einleitung</h2>



<p>Diskussionen über die Digitalisierung in Museen werden in Deutschland seit Jahrzehnten geführt. Der Aufbau von Datenbanken zur Bestandserschließung geht in vielen Häusern mindestens bis in die 1990er Jahre zurück. Die Nutzung digitaler Mittel für die Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit in Museen ist seit spätestens Mitte der 2000er Jahre nicht mehr zu vermeiden. Und mit der Verbreitung des World Wide Web wurde klar, dass Interoperabilität und Verknüpfbarkeit in Zukunft relevante Themen sein würden.</p>



<p>Die personelle Infrastruktur der Museen und in breiteren, museumsübergreifenden Infrastrukturen und Institutionen (Museumsverbände, den Landesstellen für Museen, etc.) wurde dementsprechend in den letzten Jahren zunehmend angepasst. Gerade größere Einrichtungen haben heute Social Media Manager, verschiedene Rollen für die digitale Sammlungsarbeit, etc. In Einklang damit gab es seit ca. 2015 den Druck, digitale Strategien in den Museen zu entwickeln. Diese Entwicklungen sind an sich sinnvoll und richtig.</p>



<p>Sie bleibt nichtsdestotrotz unvollständig. Einerseits ist die Museumslandschaft extrem divers, und besonders viele kleinere Einrichtungen haben bis heute keine dezidierte Digitalstrategie. Andererseits greift das Digitale auf alle Lebensbereiche über: Kann es eine Digitalstrategie geben, die nicht eine allgemeine Museumsstrategie darstellt? Und, sollte das im Konkreten für korrekt befunden werden: Wie sorgt man dafür, dass die Strategie auch tatsächlich auf der operativen Ebene verfolgt und umgesetzt wird?</p>



<p>Welchen Nutzen haben die vielen einzelnen Strategien, wenn es keine stringente, übergreifende Strategie gibt? Auf welchem Grund sollen die digitalen Bemühungen gedeihen, wenn es kein passendes Ökotop gibt? Real gibt es auch heute schon eine Fülle von Angeboten für die digitale Arbeit von und in Museen &#8211; Hardware, Infrastrukturen, Austauschforen, Hilfsangebote. Diese strategisch zu sortieren, ein gemeinsames Ziel zu formulieren und Reibungsverluste zu reduzieren, das sollte gerade heute, in Zeiten knapper Kassen, im allgemeinen Interesse sein.</p>



<p>Im Folgenden wird versucht, einen Entwurf für eine derartige Zielvorstellung anhand eines &#8222;digitalen Idealmuseums&#8220; zu skizzieren, wichtige Hürden und Vorschläge für den Umgang und die Überwindung dieser zu benennen. Die hier formulierten Überlegungen stützen sich auf die langjährige praktische Erfahrungen von <a href="https://www.museum-digital.org/"><em>museum-digital</em></a> als offener, kooperativ entwickelter Infrastruktur für die Erschließung, Verwaltung und Publikation von Museumsdaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-digitale-idealmuseum">Das Digitale Idealmuseum</h2>



<p>Der zentrale Wissensspeicher des digitalen Idealmuseums ist seine Museumsdatenbank. In dieser werden die Objekte sowie alle standardisierbaren und planbaren Vorgänge im Museum abgebildet und verzeichnet. Hier wird für jedes Objekt und jeden Vorgang eine eindeutige Kennung generiert, mit der diese in allen Tätigkeitsbereichen des Museums klar und eindeutig referenziert werden können.</p>



<p>Zu den vom Museumsteam sauber erfassten Objekt- und Sammlungsdaten gesellen sich automatisch erfasste und in die Datenbank übermittelte Daten von Klimasensoren und aus dem mit QR-Codes kostengünstig umgesetzten Standort-Tracking. Besucherzahlen werden von den in den Ausstellungsräumen eingebauten Lichtschranken automatisch in die Datenbank übermittelt.</p>



<p>Ein Display im Foyer des Museums präsentiert ein Dashboard, in dem Besuchern die Aktivitäten des Museums transparent dargestellt werden. Besucher erhalten einen Überblick über den Fortschritt der Erschließungsarbeit, kommende Veranstaltungen und Ausstellungen werden angekündigt, es gibt eine Liste der neuesten Veröffentlichungen der Mitarbeiter des Museums. Eine Anzeige informiert über die Verfügbarkeit von Plätzen im Museumscafé und von Toiletten.</p>



<p>Die so präsentierten Daten werden direkt aus der Museumsdatenbank bezogen. Ebenso können vollautomatisch Listen und Berichte für Fördermittelgeber, Beirat und Trägerinstitutionen erstellt werden. Mitarbeitende des Museums sehen für sie relevante Aufgaben und Termine aus der Museumsdatenbank automatisch im Kalender auf ihren Endgeräten.</p>



<p>Leihverkehre und Ausstellungen sind in der Datenbank erfasst. Vordrucke für z.B. Leihverträge und eine Übersicht über alle im Rahmen des jeweiligen Vorgangs erstellten Dokumente &#8211; gekennzeichnet mit der durch die Datenbank generierten ID &#8211; können in dieser generiert und eingesehen werden. Über offene Standards wie <a href="https://cidoc.mini.icom.museum/working-groups/documentation-standards/eodem-home/">EODEM</a> können die Objektdaten verliehener Objekte automatisch, schnell und verlustfrei an Leihnehmer übermittelt und in deren Datenbanken übertragen werden.</p>



<p>Die Zusammenarbeit mit externen Kuratierenden, Ausstellungsplanern und Gestaltern wird durch eine feingliedrige Rechteverwaltung und eingeschränkten Zugriff auf die Datenbank vereinfacht. Mit einem Nutzerkonto mit rein lesendem Zugriff erhalten sie Einsicht in die Sammlung und können allgemeine wie ausstellungsspezifische Texte und Objektbeschriftungen direkt aus der Datenbank beziehen &#8211; oder diese direkt in der Datenbank kollaborativ mit den Mitarbeitenden des Hauses erstellen.</p>



<p>Für die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses ist die Museumsdatenbank, nebst einem ggfs. vorhandenen und eng mit ihr verzahntem Digital Asset Management-System, ebenfalls eine zentrale Quelle. Beispielobjekte und Bilder für Social Media-Posts und Newsletter sowie Übersichten über die Arbeit des Hauses finden sich zuallererst in der Datenbank. Gleichzeitig übernimmt eine standardkonforme Speicherung und Publikation einige Aufgaben vollständig: Die Listung von Veranstaltungen und Ausstellungen bei Google geschieht etwa vollautomatisch mithilfe eingebetteter JSON-LD-Metadaten bei der Publikation auf der eigenen Webseite.</p>



<p>Die Publikation der Sammlungsdaten erfolgt vollständig automatisiert. Mit einem einfachen Freigabefeld entscheiden Mitarbeitende, ob ein Datensatz beim einmal täglich automatisch angestoßenen Abgleich der Daten veröffentlicht werden soll oder nicht. Ziel des Abgleichs ist eine einzige primäre Publikationsplattform, etwa die Webseite des Museums. Durch saubere Datenerfassung, die Verwendung von Normdaten und eine eng abgestimmte Synchronisations-Routine kann der Abgleich der Daten ohne weitere menschliche Intervention geschehen.</p>



<p>Die primäre Publikationsplattform dient nicht nur der direkten Ansprache der Öffentlichkeit, sondern auch als Ausgangspunkt für die Weitergabe an fachspezifische Portale wie das <a href="https://www.graphikportal.org/">Graphikportal</a> oder spartenübergreifende wie die <a href="https://www.jrenslin.de/post/strategische-digitalisierung-im-museum/www.deutsche-digitale-bibliothek.de">Deutsche Digitale Bibliothek</a> und <a href="https://www.europeana.eu/">Europeana</a>. Offene Schnittstellen wie <a href="https://www.openarchives.org/pmh/">OAI-PMH</a> und die Verwendung offener, weit verbreiteter Austauschstandards wie <a href="https://www.jrenslin.de/post/strategische-digitalisierung-im-museum/www.lido-schema.org">LIDO</a> ermöglichen eine regelmäßige, vollautomatische Übernahme und Aktualisierung der Daten durch die Portale, ohne zusätzlichen Aufwand für das Personal des Museums.</p>



<p>Eine Publikation unter offenen Lizenzen und das Angebot offener Schnittstellen erlauben eine reibungslose und vielfältige Nachnutzung durch Forschung, Bildung, Kulturvermittlung und die Kreativindustrie. So können neue und vom Museum selbst möglicherweise unvorhergesehene Potentiale geschöpft werden, die dem Museum Reichweite und neue Erkenntnisse bieten können.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Das digitale Idealmuseum existiert in der beschriebenen Form wahrscheinlich noch nirgends. Und das, obwohl die meisten beschriebenen Konzepte und Methoden Jahre und Jahrzehnte alt und in anderen Bereichen wohl etabliert sind. Eine derartige, stringend um einen zentralen Wissensspeicher aufgebaute Struktur wäre beliebig erweiterbar und schon eine partielle Nachbildung der oben beschriebenen Struktur könnte deutliche Arbeitserleichterungen, eine bessere Nachvollziehbarkeit und Krisenfestigkeit für Museen bedeuten.</p>



<p>Im Folgenden werden die grundlegenden organisatorischen Anforderungen für die Etablierung vergleichbarer Strukturen beschrieben. Eine sicher unvollständige Auflistung der realen Hindernisse zur Schaffung einer solchen leitet im Anschluss zum abschließenden Entwurf einer Strategie für eine weitere Verbreitung und Schaffung effizienterer, digitaler Strukturen &#8211; im einzelnen Museum wie darüber hinaus &#8211; über.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="anforderungen">Anforderungen</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>Der zentrale Wissensspeicher des digitalen Idealmuseums ist seine Museumsdatenbank.</strong></em></p>
</blockquote>



<p>Der hier gewählte Begriff der <em>Museumsdatenbank</em> ist gezielt überspitzt. Der in der Wahl des Begriffs formulierte Anspruch, eine zentrale Zusammenführung des Wissens und der Aktivitäten eines Museums zu erreichen, ist aber essentiell. Nur so lässt sich eine wirklich eindeutige und stabile Referenzierbarkeit schaffen. Nur so können skalierbar, abteilungsübergreifend und nachhaltig Übersichten erstellt werden. Und nur so lässt sich zumindest ein Mindestmaß an grundsätzlicher Strukturgleichheit der Daten sicherstellen, das zukünftige Automatisierungen deutlich vereinfacht. Grundsätzlich gilt, dass eine möglichst weitgehende Einschränkung der Zahl verschiedener Anwendungen in einem Museum (wie auch sonst) sowohl für eine einfachere Administration der Systeme als auch für eine bessere Zugänglichkeit für die oft nicht technisch ausgerichteten Mitarbeitenden sorgt.</p>



<p>Eine einzige, zentrale und gemeinsame Datenbank bedeutet, dass alle Mitarbeiter in irgendeiner Form mit demselben System arbeiten. Es bedeutet das oft geforderte <em>Aufbrechen von Informations-Silos</em> und eine zunehmende Transparenz des Arbeitens zwischen den Mitarbeitenden. Auf institutioneller Ebene ist dies lohnend und viel besprochen. Auf persönlicher ist dafür gerade in großen und größeren Museen ein grundlegendes Umdenken nötig. Befürchtungen, dass zunehmende Informationen über den eigenen Zuständigkeitsbereich zu einem verstärkten, uninformierten Hinterfragen der eigenen Entscheidungen führen, können und müssen mit besserer Kommunikation und Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Abteilungen beantwortet werden. Eine effektive Digitalisierung kann nur mit den Mitarbeitenden des Museums und nicht gegen diese geschehen.</p>



<p>Andererseits gibt es getrennte Systeme, bei denen eine Trennung tatsächlich sinnvoll sein kann. Eine enge Integration von Personaldaten, Lohnabrechnungen und Sammlungsdaten ist rechtlich sicherlich problematisch, praktisch nicht von Vorteil und schon an sich dystopisch. Die Verwaltung und Bearbeitung von beliebigen Dokumenten etwa zu einer Ausstellung wird von den jeweils darauf spezialisierten Anwendungen &#8211; Dateimanagern und Office-Anwendungen &#8211; besser und effektiver erledigt, als das mit einer Museumsdatenbank möglich wäre. Eine Anbindung dieser Dokumente an die Datenbank ist aber gerade im Fall von Ausstellungen naheliegend. Welche Arbeitsbereiche es in einem gegebenen Museum gibt und welche tatsächlich logisch grundlegend abgetrennt arbeiten sollen, sollte frühestmöglich besprochen und festgelegt werden.</p>



<p>Zu guter Letzt ist ein Datenbankdesign nötig, das eine Integration der vielen verschiedenen Funktionalitäten ermöglicht. Dies bedeutet einerseits &#8211; auf Ebene der konkreten Datenbank &#8211; das grundlegende Felder für die verschiedenen Entitäten und Prozesse definiert werden müssen. Andererseits erfordert das Ziel der Integration, dass die Datenbanksoftware entweder eine API liefert, Exporte idealerweise in nicht museumsspezifischen Formaten ermöglicht oder die Daten zumindest in einer niedrigschwellig zu nutzenden Form abspeichert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>Zu den sauber erfassten Sammlungsdaten [&#8230;]</strong></em></p>
</blockquote>



<p>Die Vollständigkeit und Einheitlichkeit von Sammlungsdaten ist nicht zuletzt durch die in vielen Museen mittlerweile entscheidende Rolle von Digitalisierungsprojekten für die Erschließungsarbeit durchwachsen. Mit der Festlegung allgemeiner, museumsweiter &#8222;Hausregeln&#8220; sowie ggfs. projekt- oder (teil-)sammlungsspezifischer Regeln für die Erschließung lassen sich trotz der Diversität der erfassten Daten grundlegende Erwartungsmaßstäbe definieren, auf deren Basis in der Folge gut weitergearbeitet und automatisiert werden kann. Um allerdings überhaupt sinnvolle und langfristig gültige Regeln zu definieren, braucht es in den Museen ein gutes Verständnis der Relevanz und Logik von Inventarisierung und Erschließung.</p>



<p>Eine besondere Schwierigkeit, sowohl bezüglich der Sauberkeit als auch der Einheitlichkeit der Daten, ergibt sich oft durch projektspezifische Anforderungen an die Erfassung. Die Versuchung, eigene, projektspezifische Datenbanken (oder Excel-Tabellen) zu schaffen, ist groß. Um die vollen Vorzüge der Digitalisierung im Museum zu gewährleisten, sollten solche museumsinternen Sonderwege unbedingt vermieden werden. Eine später immer wieder notwendige Migration der projektspezifischen Daten in die zentrale Datenbank ist teuer und kompliziert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Durch eine eng abgestimmte Synchronisations-Routine, saubere Datenerfassung und die Verwendung von Normdaten kann der Abgleich der Daten ohne weitere menschliche Intervention geschehen.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Eine vollständig automatisierte Weitergabe von Daten aus einem in ein anderes System besteht grundsätzlich aus drei Aspekten. Zuerst müssen die relevanten Daten vom Ursprungssystem ausgespielt werden, dann müssen sie zum gegebenen Zielsystem gelangen, und schließlich müssen sie dort eingelesen werden können. Sowohl das Ursprungssystem als auch das Zielsystem müssen dazu entsprechende Schnittstellen bieten. Dies betrifft die Anbindung externer Datenbanken<sup data-fn="156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db" class="fn"><a href="#156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db" id="156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db-link">1</a></sup> an die zentrale Museumsdatenbank ebenso wie den Abgleich von Daten aus der Datenbank des Hauses mit z.B. dem museumseigenen Online-Katalog oder zwischen jenem und museumsübergreifenden Portalen.</p>



<p>Der mittig liegende Arbeitsschritt des Transportes und ggfs. der Transformation der Daten um sie ins Zielsystem zu integrieren kann dabei &#8211; wie im Fall des automatischen Bezugs von Normdaten z.B. aus der GND meist der Fall &#8211; direkt im Ursprungs- oder Zielsystems integriert sein. Durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Systeme ist die Notwendigkeit der Schaffung einer museumsspezifischen Integration oft gegeben und verständlich. Bisher sind es oft Mitarbeiter des Museums, die die Integration händisch durchführen, etwa indem sie Exporte auslösen, Tabellenspalten umbenennen oder Exportdaten vor einer Weitergabe anreichern. Gerade Formatanpassungen und Anreicherungen müssen so bei jeder Aktualisierung der Daten von neuem durchgeführt werden.</p>



<p>Um einen regelmäßigen, automatischen Abgleich zu ermöglichen, muss dieser Arbeitsschritt entweder automatisiert oder in Ex- oder Import (d.h. in Ursprungs- oder Zielsystem) integriert werden. Eine nachhaltige und für Museen langfristig realistisch wartbare <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Integration">Integration</a> verlangt stabile Schnittstellen, da jede Anpassung der Schnittstellen auch eine Anpassung der damit interagierenden Komponenten bedeuten kann.</p>



<p>Da bei jeder Anpassung der Ex- oder Importschnittstellen eine Anpassung museumsspezifischer <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Integration"> / Anbindungen</a> notwendig sein kann, verlangt e</p>



<p>Die Bereitstellung von Schnittstellen, die händische Formatanpassungen überflüssig machen, ist in vielen Fällen sinnvoller bei der Ursprungs- oder Zielsoftware angesiedelt als in einem nicht vollständig automatisierten Zwischenschritt. Ist die Bereitstellung eines Export- oder Importformats Teil eines der Systeme, so kann eine entsprechende Entwicklung vielen Museen zu gute kommen. Dies setzt allerdings eine museumsübergreifende Einheitlichkeit der Formate &#8211; zumindest innerhalb eines Programms &#8211; voraus, die nicht jede übliche Sammlungsmanagement-Lösung bietet.</p>



<p>Gerade die Weitergabe an nicht museumsspezifisch angepasste Anwendungen und Portale profitiert massiv von eindeutigen, institutions-übergreifend gültigen Referenzierungen von zentralen Begriffen wie etwa Ortsangaben. Diese lassen sich durch die Verwendung übergreifender Terminologien und Normdatenkataloge herstellen. Die Anreicherung von z.B. Ortsangaben mit Normdaten geschieht nicht zuletzt durch die bessere Verfügbarkeit entsprechender Software <em>(wie z.B. <a href="https://openrefine.org/">OpenRefine</a>)</em> derzeit zunehmend manuell im Zwischenschritt. So sehr dies einen Gewinn gegenüber der vollständigen Abwesenheit von Normdatenbezügen darstellen mag, so sehr stellt es bei einer irgendwann nötigen Aktualisierung der Daten Schwierigkeiten dar. Und umso mehr verunmöglicht es eine wirkliche Automatisierung des Datenaustausches.</p>



<p>Um eine Automatisierbarkeit herzustellen, sollten Anreicherungen entweder direkt im Ursprungssystem oder automatisch beim Import ins Zielsystem geschehen. Der Nutzen einer Anreicherung im Ursprungssystem ist offensichtlich &#8211; ist eine Anreicherung im Ursprungssystem schwieriger als eine Anreicherung in einem Zwischenschritt des Datentransfers, sollte primär auf eine Verbesserung des offenbar verbesserungswürdigen Ursprungssystems hingewirkt werden.</p>



<p>Andererseits erlauben es die in vielen Museen verfügbaren Mitarbeiterzahlen oft nicht, eine Anreicherung aller Sammlungsdaten des Hauses in einem realistischen Zeitraum umzusetzen, ohne die Arbeit der Institution zu lähmen. Dies macht einen pragmatischen Umgang mit imperfekten Daten an möglichst zentraler Stelle (und das heißt meist im Zielsystem) sinnvoll.</p>



<p>Selbst ohne zugehörige ID ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zeichenkette &#8222;Berlin&#8220; &#8211; in einem deutschen Museum, das deutschsprachig formulierte Daten in ein primär deutschsprachiges Portal importieren möchte &#8211; die deutsche Hauptstadt bezeichnet extrem hoch. Eine Zuordnung kann hier automatisch auf Basis des Namens geschehen, ohne dass es eine substanzielle Gefahr einer Verfälschung der Daten gäbe. Wäre das Museum in Ohio, oder wäre die Zeichenkette &#8222;Frankfurt&#8220; gäbe es eine deutlich größere Gefahr der Verfälschung. Ein pragmatischer Umgang heißt also einerseits, eindeutige Begriffe zu akzeptieren und wo möglich automatisch passend zuzuordnen. Andererseits heißt es auch, negativ abzuwägen, wo dies angemessen ist. Solche Abwägungen sind aber bei zentralen Portalen mit entsprechender Expertise und Infrastruktur deutlich sinnvoller anzusiedeln als bei jedem einzelnen Museum. Auch, weil manche Abwägungen so nur einmal, statt tausende Male und für jedes Museum neu gemacht werden müssen.</p>



<p>Der generelle Ansatz pragmatischer Abwägungen und einer möglichst starken Automatisierung des Zielsystems ist hier primär am Beispiel des Datenaustauschs mit Portalen beschrieben, gilt aber ebenso für alle anderen Systeme. Und sei es zwischen dem Klimasensoren aus Ursprungssystem und der museumseigenen Datenbank als Ziel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="realitaeten-und-die-diversitaet-der-hindernisse">Realitäten und die Diversität der Hindernisse</h2>



<p>Alleine in Deutschland gibt es nach <a href="https://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/ifmzm/issue/archive">Zählung des Instituts für Museumsforschung</a> circa 7000 Museen. Von kommunal getragenen Museen zu Privatmuseen, von Kunstmuseen zu Naturkundemuseen, von kleinen Heimatmuseen zu Landes- und Bundesmuseen mit hunderten Mitarbeitern und mehreren Standorten versteckt sich in dieser Zahl eine enorme Spannbreite von verschiedenen Erfahrungen.</p>



<p>Durch die Diversität der Museen, sind notwendigerweise auch die konkret denkbaren Ziele der Digitalisierung in einem konkreten Museum, die Ausgangsbedingungen und Hindernisse divers und schwer zu verallgemeinern. Manche Probleme betreffen alle Arten von Museen, sind aber nicht notwendigerweise in jedem Museum kritisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="kenntnisse">Kenntnisse</h3>



<p>Um von einer groben Gesamtstrategie in konkretere strategische und taktische Erwägungen überleiten zu können, sind eine gute Kenntnis der Ausgangssituation, von Best Practices und die Entwicklung konkreter Ziele und Zwischenziele entscheidend.</p>



<p>Gerade im Fall der Sammlungen können die meisten Museen aber selbst grundlegende, naheliegend erscheinende Fragen nicht exakt beantworten. Besonders die Gesamtzahl der von einem Museum gesammelten Objekte &#8211; so nützlich sie für die Festlegung von Kennzahlen und Meilensteinen wäre &#8211; können die wenigsten exakt beziffern. Über die Jahrzehnte wurden Konvolute entgegengenommen und angekauft und nicht aufgeschlüsselt und einzeln inventarisiert, ein konkretes Sammlungskonzept wurde erst spät oder nie festgelegt und verbindlich niedergeschrieben, die Entscheidung zum Umgang mit Konvolutobjekten (ist eine Zeichenmappe mit 12 lose eingelegten Blättern ein Objekt, ein Objekt mit 12 Unterobjekten, oder 13 Objekte?) hing jahrzehntelang von einzelnen, wechselnden Mitarbeitern ab.</p>



<p>Um also eine Gesamtzahl auch nur schätzen zu können, bedarf es erst einmal Festlegungen zur praktischen Definition des Objekt- und Sammlungsbegriffs innerhalb des Museums. Um zu ermitteln, wie weit die (digitale oder analoge) Inventarisierung der Sammlung fortgeschritten ist, braucht es eine Bestimmung dessen, was als inventarisiert gilt. Es braucht Grundkenntnisse der Inventarisierung und des Sammlungsmanagements. Gerade in Westdeutschland, wo die Museologie als eigenes Studienfach eine eher geringere Bedeutung hat, aber auch allgemein durch Personalfluktuation und die oft große Zahl von fachfremden ehrenamtlich Mitarbeitenden in Museen, gilt es diese regelmäßig zu vermitteln.</p>



<p>Mithilfe von Gesamtzahlen lassen sich <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Performance_indicator">KPI</a>s leichter bestimmen, Meilensteine definieren, und ein leichter Fortschritt projezieren. Es ist also nützlich, Gesamtzahlen auch nur Schätzungsweise festzulegen, auch wenn der schätzungsweise Charakter der Zahlen dabei niemals unerwähnt bleiben sollte. Damit solche Schätzungen einen Nutzen entfalten können, müssen sie aber klar und für die gesamte Institution einsehbar und verbindlich festgelegt werden.</p>



<p>Das Problem fehlender Inventarisierungskenntnisse betrifft primär kleinere Museen. In größeren, oft direkt forschungsorienterten Institutionen gibt es ein artverwandtes Dilemma: Durch die konkreten Anforderungen von Materialgattungen und Projekten ist es hier oft naheliegend, material-, sammlungs- oder projektspezifische Datenbanken oder Datenschemata zu erstellen und Parallelstrukturen zu entwickeln. Aus reiner Forschungsperspektive ergibt dies oft Sinn &#8211; aus Perspektive der nachhaltigen Arbeit in der gesamten Institution verhindert es Transparenz und die Hebung positiver Synergieeffekte. Umso wichtiger sind hier also frühe und verbindliche Absprachen zwischen den Abteilungen oder zwischen Fachabteilung und Mitarbeitenden im Projekt. So können pragmatische Entscheidungen ohne folgende Animositäten getroffen werden, die ihrerseits der Bildung von Synergieeffekten entgegenstehen würden. Auch wenn Pragmatismus oft ein kleines Abweichen von fachlich korrekten Termini benötigt: Gibt es etwa wirklich einen Unterschied zwischen einer Signatur und einer Inventarnummer oder bezeichnen beide Begriffe &#8211; in verschiedenen Disziplinen &#8211; doch dasselbe?</p>



<p>Gerade in kleineren und mittleren Museen ergeben sich weitere Probleme aus der je nach konkreter Person oft stark divergierenden Kenntnis von Erschließungssystemen, starker Personalfluktuation, und der Seltenheit einer schriftlichen Dokumentation der eigenen Arbeitsweise. Statt die Digitalisierung strategisch zu gestalten preschen einzelne motivierte Mitarbeitende voran, etablieren in sich sinnvolle, aber wenig dokumentierte projekt- oder personenspezifische Datenbanken. Durch die fehlende Dokumentation und Einbindung in ein übergeordnetes, geplantes Gesamtsystem müssen diese Datenbanken später entweder mühsam und kostspielig migriert oder verworfen werden. Dies gilt umso mehr, wenn die ursprünglichen Ersteller des Systems nicht mehr zur Verfügung stehen und &#8211; so die Stellen überhaupt nachbesetzt werden &#8211; ihre Nachfolger ein anderes Aufgabenprofil und andere Kenntnissen und Motivationen haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="show-don-t-tell-sichtbarkeit-der-vorteile-eines-strukturierten-arbeitens">Show, don&#8217;t tell &#8211; Sichtbarkeit der Vorteile eines strukturierten Arbeitens</h3>



<p>Digitalisierung kann ohne die Unterstützung derer, die sie primär betrifft, nicht erfolgreich und nachhaltig geschehen. Dies gilt umso mehr für eine strukturierte, nachhaltige Digitalisierung.</p>



<p>Menschen von den Potentialen der Digitalisierung zu überzeugen gelingt am leichtesten, wenn diese einerseits intuitiv, nachvollziehbar und einfach umzusetzen, und Vorzüge andererseits direkt spürbar sind.</p>



<p>Eine einfache, strukturierte und nachhaltige Datenerfassung zu ermöglichen ist eine Aufgabe für Softwareanbieter wie Institutionen. Etablierte Designpatterns wie Drag- and Drop, sinnvolle Vorschläge, oder die Möglichkeit, Eingaben zu wiederholen, können direkt als Teil der Datenbank implementiert werden und die Arbeit deutlich erleichtern. Hemmnisse wie eine fehlende Netzwerkanbindung in denkmalgeschützten Depoträumen liegen in der Verantwortung der Museen selbst oder ihrer Träger. Sie zu beseitigen ist essentiell und fast immer kostentragend &#8211; die durch die Beseitigung derartiger Hemmnisse entfallenden Reibungsverluste (auch bezüglich der Arbeitszeiten) wiegen Investitionen in Netzwerkinfrastruktur fast immer schnell wieder auf &#8211; und Betriebsklima und Akzeptanz von Digitalisierungsmaßnahmen gewinnen deutlich.</p>



<p>Einige Vorzüge der strukturierten und allgemeinverbindlichen Datenerfassung sind ihr inhärent und sofort spürbar. Der Gewinn, wenn über verschiedene Sammlungen hinweg gesucht werden kann, ist merklich und braucht keiner weiteren Erklärung. Wenn in einer Datenbank nach verschiedenen Datenfeldern gefiltert oder sortiert werden kann, ist der Vorteil gegenüber einem analogen Zettelkasten offensichtlich. Die Möglichkeit zur ortsungebundenen Arbeit mit webbasierten Systemen ist sofort einleuchtend.</p>



<p>Aber auch diese Vorteile relativieren sich über die Zeit und zeigen nur einen kleinen Teil der Potentiale auf. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auch unerwartete Synergieeffekte zu zeigen. Immer sichtbare Visualisierungen, automatisch erzeugte Berichte, oder frühzeitig implementierte Integrationen und Automatisierungen können hier von großer Hilfe sein. Ob dies direkt als Teil der Benutzeroberfläche eines zentralen Datenbanksystems im Museum umgesetzt werden kann, liegt nicht zuletzt wieder daran, wie sehr die Datenbank an das Museum oder Teilbereiche angepasst ist. Je weiter verbreitet eine Konfiguration oder eine Datenbank, desto leichter lassen sich allgemeingültige Lösungen schaffen und desto kostengünstiger sind sie.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="arbeitskraft">Arbeitskraft</h3>



<p>Das größte und offensichtlichste Hemmnis der Digitalisierung im Museum, das alle Museen betrifft, ist die Verfügbarkeit von Arbeitskraft. Dies betrifft sowohl die inhaltliche Arbeit mit Objekten, Planung von Ausstellung, etc., als auch technische Unterstützung etwa zur Implementation von Integrationen und Automatisierungen.</p>



<p>Dass eine Person nicht hunderttausende Objekte innerhalb eines Jahres bis in ihre Tiefe ergründen und digital erschließen kann, ist offensichtlich. Ein realistischer Umgang mit Erwartungen und ein abgestimmtes Planen von Projekten zur Schaffung von Synergieeffekten (etwa die Beantragung von Projektmitteln zur Erschließung einer Teilsammlung in den Jahren vor der dazu geplanten Ausstellung) sind naheliegend.</p>



<p>Technische Lösungen können die Arbeit deutlich effizienter und nachhaltiger machen. Bestimmte Teilaspekte der Arbeit bleiben zwangsläufig aufwändig, insbesondere Rechercheaufgaben in historischen Quellen.</p>



<p>Andere Aufgaben lassen sich mit technischer Hilfe und der vorausschauenden Entwicklung von Strategien und Infrastrukturen vollständig automatisieren. Gerade Aufgaben der Datenübertragung und Integration von Systemen sind meist wie oben beschrieben inhärent automatisierbar und können den Mitarbeitenden im Museum so nachhaltig abgenommen werden &#8211; solange Datenformate und Schemata stabil gehalten und Prozesse möglichst reibungslos gestaltet sind.</p>



<p>Die Kapazität zur Entwicklung von derartigen Integrationen unterscheidet sich zunehmend zwischen größeren bis großen und kleinen Museen. In Ersteren wurden seit 2015 zunehmend spezifisch für die Digitalisierung Stellen und so oft auch direkt Kapazitäten für die Programmierung von Integrationen geschaffen. Neben der Integration und Automatisierung erfordern die spezifischen Anforderungen größerer Museen &#8211; Koordination zwischen Abteilungen, Vermittlung und Mediation, Schaffung von Akzeptanz gegenüber allgemeinerer Transparenz &#8211; von den für Digitalthemen eingestellten Mitarbeitenden aber oft quasi die Aufgaben von Change Managern.</p>



<p>Kleinere Museen haben oft geringere Anforderungen und vor allem einfachere Strukturen &#8211; die Einbindung und Anzeige der Tageskarte des Museumscafés macht wenig Sinn, wenn es schlicht kein Museumscafé gibt. Bisher verschließen sich selbst leicht umzusetzende Automatisierungen vielen kleineren Museen, weil es keine passenden Ansprechpartner im oder für die Museen gibt. Für die Beauftragung kommerzieller Anbieter fehlen die Mittel, und der Aufbau entsprechender Stellenkontingente und Kapazitäten sind illusorisch. Ob Automatisierungen, die nicht Teil des bestehenden Datenbanksystems sind, geschaffen werden können, hängt allzu oft davon ab, ob sich willige und fähige Freiwillige finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="conclusio-ein-entwurf">Conclusio: Ein Entwurf</h2>



<p>Wie können Museen also, gerade in Zeiten allgemeiner Verunsicherung und wirtschaftlicher Schwierigkeiten, die Vorzüge der Digitalisierung in volleren Zügen genießen, ihr strategisch begegnen, und dabei unterstützt werden?</p>



<p>Zuerst ist ein grundlegendes Bedenken und gemeinsames Erörtern der Rolle der Digitalisierung in den Museen nötig, mit allen potentiell betroffenen Mitarbeitenden &#8211; und das sind im Zweifelsfall schlicht alle. Ein frühes Sammeln der Befürchtungen und &#8211; wichtig &#8211; der Erwartungen und Hoffnungen macht es möglich, diese offen mit unterstützenden Institutionen und Dienstleistern zu besprechen und Lösungen und Umsetzungen früh zu planen.</p>



<p>Die Moderation eines solchen Prozesses erfordert selbst ein gutes Verständnis von digitaler Museumsarbeit. Gibt es in einem gegebenen Museum niemanden, der <em>Museum</em> und <em>Digitales</em> zusammenbringen und den Prozess moderieren kann, so gibt es auch heute schon Angebote der Museumsverbände und vergleichbarer staatlicher Stellen, ihn zu begleiten. Die Bündelung von Expertise in übergreifenden Strukturen macht gerade für kleinere Museen viel Sinn; noch hinken die Kapazitäten den Bedarfen aber oft hinterher.</p>



<p>Die Konkretisierung und Verbindlichmachung von gemeinsam getroffenen Grundannahmen und Zielvorstellungen sowie eine regelmäßige Reflektion und eine Offenheit zur Anpassung dieser, falls sie sich als unrealistisch herausstellen, ist wichtig.</p>



<p>Knapp 75 Jahre nach der Entwicklung der ersten Computer, über 30 Jahre nach dem Beginn des World Wide Web und ca. 20 Jahre nach dem Durchbruch von Smartphones steht so gut wie kein Museum dabei wirklich am Anfang. Zur Kommunikation wird gechattet, Mail ist verbreitet, Sammlungsdaten sind fast überall in irgendeiner Form digital erfasst (ob in einer sich regelmäßig wandelnden Excel-Tabelle oder in einer strukturierten Datenbank; oder in 15 verschiedenen). Die Ausgangssituationen sind dadurch nur diverser geworden, und die Diskussion muss sich vor allem um die Digitalisierung als strukturierten und strukturierenden Prozess und Gelegenheit zur Besserung der Arbeitssituation und Effektivität drehen. Dies erfordert umso mehr Expertise und im Fall von externen Unterstützenden Zeit und Fähigkeit, die Ausgangssituationen angemessen und in die Tiefe zu ergründen.</p>



<p>Ist eine Strategie mit konkreten Zielvorstellungen gefasst, gilt es diese Umzusetzen und dabei auch im Konkreten den gemeinsam festgelegten Vorgehensweisen zu folgen. Verbindlichkeit einzufordern und besprochenes Umzusetzen statt langfristig teurere, aber im konkreten scheinbar naheliegende Sonderwege zu gehen, ist ein Problem das mit der (inhaltlichen wie personellen und räumlichen) Größe eines Museums wächst. Ein Konzept oder eine Zuständigkeit für das Change Management existiert in größeren Häusern oft sinnvollerweise schon. Kapazitäten für die Entwicklung der fast notwendigerweise museumsspezifischen Integrationen bestehen zunehmend, und das Schreiben des oft sehr übersichtlichen Codes von Integrationen lässt sich heute mit KI-Unterstützung weiter vereinfachen.</p>



<p>In kleineren Museen ist der Aufbau eigener Kapazitäten zur Erstellung von Integrationen und Automatisierungen meist unrealistisch, während die Beschäftigung von kommerziellen Dienstleistern die Budgets gerade ehrenamtlich geführter Museen schnell übersteigt. Hier würde eine Bündelung und der Aufbau von geteilten Kapazitäten Sinn machen. Schon eine Person, die organisatorisch bei einem der Museumsverbände (oder vergleichbarer Institutionen von übergreifender Zuständigkeit) angesiedelt wäre, und jeweils für einige Tage in die Museen reist, um neben der Beratung konkrete Automatisierungen und Integrationen zu schaffen, könnte vielen Museen kostengünstig und effektiv helfen.</p>



<p>Besonders in kleineren Museen bleibt das Onboarding neuer Mitarbeiter eine Herausforderung, der durch eine enger integrierte Arbeit der Beschäftigen mit denselben Systemen einerseits und einer verschriftlichen Strategie und der Dokumentation von Arbeitsschritten begegnet werden kann. Auch hier können die Museumsverbände als zentrale Stelle, die die Bedeutung und Logik der Maßnahmen erläutert und konkrete Vor-Ort-Beratung bietet, helfen.</p>



<p>Eine vollständige Automatisierung erfordert dabei aber einerseits die nötigen Grundlagen, die früh genug geplant sein sollten (etwa die Anbindung an Normdaten), und eine ausreichende Kontrolle über die eigenen Anwendungen und Systeme. Bietet die eigene Sammlungsdatenbank etwa schlicht keine dokumentierte offizielle Schnittstelle, so ist das Schaffen einer solchen unter Umständen mit enormen zusätzlichen Aufwänden und absehbarer Instabilität verbunden. Damit Integrationen und Automatisierungen nicht regelmäßig angepasst werden müssen, braucht es eine Stabilität der konfigurierten Datenbankschemata. All diese Aspekte, können, früh bedacht, in der Auswahl und Konzeption von Hard- und Software helfen.</p>



<p>Manche Komponenten entziehen sich zwangsläufig der Kontrolle einer gegebenen Institution &#8211; besonders museumsübergreifende Lösungen und Portale. Bei der Fortentwicklung dieser wäre es wichtig, die Reibungslosigkeit von Integrations- und Importprozessen in den Vordergrund zu stellen, ohne die angestrebte Qualität und Interoperabilität aufzugeben. Dies bedeutet einerseits eine stete Verbesserung der zentralisierten Dienste, die Schaffung naheliegender Autokorrekturlösungen bei Importen, und andererseits einen Willen, Prozesse und Strukturen zu vereinfachen. Korrektur- und Überprüfungsphasen in der Weitergabe zu Portalen machen etwa bei einem ersten Import unbedingt Sinn, sind aber bei Updates strukturell gleich gebliebener Daten eine unnötige Verkomplizierung des Prozesses, die einer vollständigen Automatisierung der Datenweitergabe im Weg steht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-1024x724.png" alt="Schaubild: Technische Infrastruktur des &quot;digitalen Idealmuseums&quot;" class="wp-image-4643" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-1024x724.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-300x212.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum.png 1123w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Exemplarische Skizze einer strukturierten Digitalinfrastruktur im Museum</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="anhaenge">Anhänge</h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="1-roadmap">1: Roadmap</h3>



<ol class="wp-block-list">
<li>Bestandsaufnahme der im Haus bestehenden Kapazitäten und etwaige Einholung externer Beratung und Unterstützung
<ol class="wp-block-list">
<li>Falls nötig: Frühe Schulung bezüglich der Grundsätze eines effektiven Sammlungsmanagements</li>
</ol>
</li>



<li>Bestandsaufnahme der im Haus vorhandenen technischen Systeme und Aufgaben; erster Entwurf einer Übersicht, bei welchen eine Anbindung an einen zentralen Wissensspeicher sinnvoll sein kann</li>



<li>Besprechung in zunehmend größer werdenden Gruppen bis zu einer Vollversammlung der Mitarbeitenden, Ermittlung von Bedarfen, Befürchtungen und Wünschen. Verbindliche Festlegung von Zielen auf taktischer und strategischer Ebene.</li>



<li>Anschaffung, Konfiguration der nötigen Hard- und Software</li>



<li>Schaffung von nachhaltiger Akzeptanz
<ol class="wp-block-list">
<li>Automatisierung und Integration von Systemen auf technischer und prozedualer Ebene</li>



<li>Kontinuierliche Ermittlung und Beseitigung von Hemmnissen</li>
</ol>
</li>



<li>Effektiveres Arbeiten &amp; regelmäßiges Feedback</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading" id="2-museum-digital">2. museum-digital</h3>



<p>museum-digital ist eine Initiative, die 2009 mit dem Ziel gegründet wurde, Museen zu ermöglichen, ihre Objekte kostenfrei und einfach gemeinsam zu publizieren. Bald zeigte sich, dass viele der teilnehmenden Museen keine dezidierte Sammlungsmanagement-Lösung hatten und die damals noch primär auf die Publikation ausgerichtete Eingabeoberfläche <em>musdb</em> als Ersatz für ein solches nutzten. Entsprechend wurde es &#8211; weiterhin eng mit der Publikation verzahnt &#8211; zu einem vollwertigen Sammlungsmanagement-Tool erweitert. Spätere Angebote beinhalten Tools zur Erstellung digitaler Ausstellungen, Qualitätsschätzung, und mehr.</p>



<p>Die Kombination eines immer hohen Stellenwertes der Publikation und Interoperabilität einerseits, und des Anspruchs möglichst kosteneffektiv zu arbeiten andererseits, erforderte frühe entsprechende Weichenstellungen. So benutzen alle Museen, die mit museum-digital arbeiten, eine gemeinsame Datenstruktur, eine zwar anpassbare, aber grundlegend einheitliche Benutzeroberfläche, und ein gemeinsames Set von kontrollierten, mit Normdateien verknüpften Vokabularen, die zentral für alle Museen gemeinsam angereichert und verbessert werden.</p>



<p>Die Erkenntnis, dass die Kernkompetenz von Museen in der Bewahrung, Beforschung und Vermittlung ihrer Sammlungen und nicht die Kenntnis technischer Details (z.B. von Austauschformaten) ist, führte zu einer frühen Betonung reibungsloser Prozesse: Die oben beschriebenen Automatisierungen zur Erkennung und automatisierten Bereiningung von Importdaten sind schon heute bei museum-digital weitgehend umgesetzt.</p>



<p>Museen können museum-digital nutzen, um ihre Bestände zu publizieren, zu verwalten, oder um beides zu tun. Ist letzteres der Fall, ergibt sich ein deutlich vereinfachtes Bild: Klimasensoren, Lichtschranken, etc. können direkt mit museum-digital verknüpft werden, die Publikation ist &#8211; solange die vom Gesamtsystem vorausgesetzten Qualitätsmaßstäbe eingehalten werden &#8211; immer nur einen Klick entfernt, und ein maschinenlesbarer Zugriff sowohl auf einzelne Datensätze wie für den massenweisen Abruf zum Zwecke der Synchronisation &#8211; etwa durch die Deutsche Digitale Bibliothek &#8211; sind über einfach zugängliche, gut dokumentierte und offene Schnittstellen möglich. Durch die museumsübergreifend einheitlichen Datenstrukturen und Schnittstellen lassen sich für ein Museum geschaffene Anbindungen zudem auch einfach von anderen Museen nachnutzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="724" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital-1024x724.png" alt="Schaubild: Technische Infrastruktur eines Beispielmuseums mit museum-digital" class="wp-image-4644" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital-1024x724.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital-300x212.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital.png 1123w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Exemplarische Skizze einer strukturierten Digitalinfrastruktur im Museum; vereinfacht mit museum-digital</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="3-die-deutsche-digitale-bibliothek">3. Die Deutsche Digitale Bibliothek</h3>



<p>Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) hat sich seit ihrer Gründung zum zentralen Abschluss im Lebenszyklus von Daten aus der Bestandserschließung in deutschen Kulturerbeeinrichtungen entwickelt. Aus Perspektive der Museen bietet sie einerseits den Anschluss an weitere Kulturerbesparten &#8211; Bibliotheken und Archive &#8211; und andererseits an die Europeana als gesamteuropäische Plattform.</p>



<p>Dadurch, dass sie ein gesamtdeutsches Vorhaben ist, und dass viele Förderprogramme für Digitalisierung eine Datenlieferung an die DDB voraussetzen, bildet die Datenlieferung an die DDB eine vereinende Aufgabe &#8211; und damit einen (wenn auch kleinen) Identifikationspunkt &#8211; für alle, die mit der Digitalisierung in Museen in Deutschland befasst sind.</p>



<p>Schon unabhängig von ihrer konkreten Arbeit ist die Deutsche Digitale Bibliothek damit ein wichtiges strukturierendes Element im übergreifenden Ökosystem der Museumsdigitalisierung. Ihre Existenz bietet einen Fokuspunkt, an dem sich digitale Strategien ausrichten können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="danke">Danke</h2>



<p>Mein ausdrüklicher Dank gilt den verschiedenen Kollegen, besonders aus den Museumsverbänden, die verschiedene Entwürfe des vorliegenden Papiers gegengelesen und hilfreiche Anmerkungen beigesteuert haben.</p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db"> Im Museum, wie übergreifend etwa die <a href="https://www.dnb.de/EN/Professionell/Standardisierung/GND/gnd_node.html">Gemeinsame Normdatei [GND]</a>, den <a href="https://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/aat/">Art and Architecture Thesaurus [AAT]</a> oder <a href="https://www.geonames.org/">geonames</a>. <a href="#156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Gemeinfreie Nachschlagewerke verfügbarer machen: resources.museum-digital.org</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 13:22:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Technik/Design]]></category>
		<category><![CDATA[Terminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinfreie Werke]]></category>
		<category><![CDATA[Quellen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein kleines Nebenprojekt soll gemeinfreie Nachschlagewerke einfacher verfügbar machen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Über die letzten Jahrzehnte wurden abertausende gemeinfreie Werke von Bibliotheken und Initiativen wie dem <a href="https://archive.org/">Internet Archive</a> und Google Books gescannt und im Netz verfügbar gemacht. Das ist an sich eine Arbeit von unschätzbarem Gewinn.</p>



<p>Etwas geschmälert wird der Nutzen leider dann doch oft durch die schlechte tatsächliche Zugänglichkeit der Inhalte. Selbst wenn die Quellen frei erreichbar sind, bedeutet die oft schlechte Texterkennung, dass sie nicht systematisch durchsuchbar sind. Im kleinen ist das verkraftbar: Suche ich in von &#8211; je band &#8211; immerhin meist drei parallel verfügbaren Ausgaben von Naglers Künstlerlexikon nach einem Eintrag, ist die Chance hoch, dass ich ihn nur beim manuellen Durchblättern finde. Durch den alphabetischen Aufbau ist das leicht getan.</p>



<p>Wenn ich aber die Quelle noch nicht kenne, bzw. nicht weiß, ob ich bei Nagler, oder z.B. in einem Lexikon speziell nur für Kupferstecher suchen soll, dann summiert sich die Arbeit. Abhilfe schüfe eine bessere OCR und eine Aufbereitung in einer für Suchmaschinen gut lesbaren Form. Und was können Suchmaschinen besser lesen als Webseiten?</p>



<p>Also: <a href="https://resources.museum-digital.org/">resources.museum-digital.org</a>!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Motivation: Vokabulararbeit</h2>



<p>Ein zentraler Bestandteil der Arbeit im Hintergrund von museum-digital ist die Vokabulararbeit. Die eindeutige Bestimmung, in-Beziehung-Setzung und Anreicherung von Begriffen zu Akteuren, Orten, Schlagworten / Konzepten und Zeiten. Entsprechend oft wünscht man sich &#8211; besonders für weniger bekannte Entitäten &#8211; Nachschlagewerke. Und umso hilfreicher sind einfach und bedenkenlos zugängliche und nachnutzbare, gemeinfreie Nachschlagewerke. Diese haben in ihrer Masse zudem oft den Vorteil, das aus heutiger Sicht weniger Relevante Einträge aufgeführt werden, die zur Zeit der Veröffentlichung noch als der Nennung wert eingeschätzt wurden.</p>



<p>Dazu kommt, dass gerade in der Vokabulararbeit oft nur wenig Kontext vorhanden ist. Die beste Kenntnis oder zumindest den besten Zugang zu den Objekten haben schließlich die Museen und nicht entfernt und meist ehrenamtlich arbeitende Vokabular-Redakteure. Umso nützlicher wäre es, Inhalte aus historischen Nachschlagewerken in der Breite durchsuchen zu können, ohne schon vorher wissen zu müssen, welches Nachschlagewerk man nun heranziehen muss.</p>



<p>Es ist also in unserem unbedingten Interesse, mehr der eigentlich schon verfügbaren Quellen in der Breite schnell durchsuchen zu können. Am besten einfach mit Google (oder der Suchmaschine der Wahl). Dabei ist die Menge der besser verfügbaren Nachschlagewerke im Zweifelsfall wichtiger als 100%-ige Korrektheit &#8211; diese lässt sich, sobald man einen passenden Eintrag gefunden hat immer noch durch das zurateziehen der Scans herstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">resources.museum-digital.org</h2>



<p>Als kleines Nebenprojekt im museum-digital-Kosmos soll <a href="https://resources.museum-digital.org/">resources.museum-digital.org</a> nun also dazu dienen, historische Nachschlagewerke durch eine neu durchgeführte Texterkennung mit der heute verfügbaren Technik und eine Präsentation nach Web-Logik verfügbarer zu machen. Den Aufschlag machen dabei die 22 Bände vom schon erwähnten <em>Neuen Allgemeinen Künstlerlexikon</em> von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Kaspar_Nagler">Georg Kaspar Nagler</a>. Die Grundlage bildeten dabei die im Internet Archive durch verschiedene Bibliotheken verfügbar gemachten und auf der Seite verlinkten Scans der Bände.</p>



<p>Wichtig dabei war von Anfang an, dass eine rein automatische Bearbeitung gut genuge Ergebnisse für eine Präsentation bieten sollte, und das die Präsentation der fast zwangsläufig imperfekten, automatisch generierten Daten einerseits an sich schon gewinnbringend und andererseits manuell verbesserbar sein sollte. Dazu war und bleibt es wichtig, die rein maschinell erstellten Transkriptionen als eben solche zu Kennzeichnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ansatz: Hin zur neuerlich durchgeführten Texterkennung</h3>



<p>Um halbwegs leserliche und verwertbare Textvorlagen für die Erstellung der Seite zu bekommen, versuchten wir zuerst, mit der bestehenden OCR zu arbeiten. Diese war im Falle Naglers oft gut genug, um die grobe Struktur des Werkes abzubilden, beinhaltete aber soviele Fehler, dass schon eine regelbasierte Aufspaltung der Einträge (eigentlich im konkreten Fall recht leicht, da fast jeder Eintrag mit &#8222;&lt;Nachname&gt;, &lt;Vorname&gt;,&#8220; anfängt) deutlich unzuverlässig wurde. Der Versuch eine LLM-basierten Korrektur der OCR half etwas, aber nicht in einem zufriedenstellenden Maße.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorgehen: Neue OCR</h3>



<p>Stattdessen sollte es also eine gänzlich neue OCR sein. Glücklicherweise bieten die Uploads im Internet Archive neben den PDFs wenig komprimierte <code>.jp2</code>-Versionen der einzelnen Seiten eines Buches zum Download an, die eine fast ideale Basis für das weitere Vorgehen boten. Für eine bessere Interoperabilät mit verschiedenen Programmen wandelten wir diese ohne weitere Kompression in <code>.png</code>-Dateien.</p>



<p>Grob sollten die einzelnen Scans nun mit <a href="https://github.com/tesseract-ocr">Tesseract</a> transkribiert und in der Folge mit dem multimodalen LLM Qwen3-VL, später Qwen3.5, gegengeprüft werden.</p>



<p>Es ist &#8211; zumindest in interessierten Kreisen &#8211; fast schon eine Binsenweisheit, dass Tesseract mit entsprechend vorbereiteten Bilddateien deutlich besser umgehen kann als mit anderen. Idealerweise sollten Scans mindestens 600 DPI haben (bzw. eine entsprechende Pixelzahl bieten &#8211; im Schlimmstfall kann selbst ein naives Hochskalieren der Bilder zu besseren Ergebnissen führen) und Schwarzweiß oder in Graustufen gehalten sein. Entsprechend werden die Scans in einer Arbeitskopie den Vorgaben angepasst und dann mit Tesseract OCR-ed.</p>



<p>Im nächsten Arbeitsschritt werden einzelnen Scan-Seiten gemeinsam mit den Ergebnissen von Tesseract als Vorlage an das KI-Modell übergeben.</p>



<p>Wichtige Erkenntnisse dabei gibt es zweierlei: Besonders bei unsauber gescannten Seiten bietet Qwen3.5 oft bessere Ergebnisse als ein nicht nachtrainiertes Tesseract. Es passiert allerdings relativ häufig, dass ganze Seitenbereiche (z.B. Absätze) einfach &#8222;übersehen&#8220; werden. Das lässt sich durch die Mitgabe auch einer mit Schreib- oder Lesefehlern gespickten Vorlage umgehen. Zweitens erziehlt Qwen3.5 bessere Ergebnisse mit den nicht nachbearbeiteten Bilddateien (mehrfarbig, nicht verstärkter Kontrast / wenig Tonwertkorrektur, etc.) als mit den für Tesseract optimierten.</p>



<p>In diesem Arbeitsschritt kam es hin- und wieder zu deutlichen Zeitüberschreibungen. Wo ein üblicher Scan vielleicht 5 Sekunden brauchte, brauchten einzelne mehrere Stunden. Hintergrund waren besonders unsaubere Scans (bzw. Nachbearbeitungen beim ursprünglichen Ansatz, Qwen3.5 mit den nachbearbeiteten Scans arbeiten zu lassen): Hier ergab die OCR mit Tesseract schon nur ein Durcheinander, und auch mit Qwen3.5 konnten keine Ergebnisse erzielt werden. Abhilfe schaffte das Einführen eines Timeouts. Nach zwei Minuten wird die Abfrage abgebrochen und Qwen3.5 um eine selbstständige OCR der Seite angefragt. Ergibt auch das keine Ergebnisse, wird die Seite übergangen.</p>



<p>Die so erstellte, maschinell nachgeprüfte OCR der Einzelseiten wird nun mit einem Script in eine <code>JSON</code>-Datei zusammengefasst und in die einzelnen Einträge aufgespalten. Die Erkennung von einzelnen Einträgen ist dabei kontextabhängig. Im Falle von Nagler war der Beginn der Einträge durch die Nennung der Namen verhältnismäßig einfach durchführbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mehr Sinn erkennen</h3>



<p>Eine gute Webseite präsentiert nicht nur Daten, sondern verlinkt diese intern wie extern. Je mehr Sinn also (automatisch) aus den einzelnen Einträgen gezogen werden kann, desto besser lassen sich die Einträge präsentieren &#8211; und später suchen.</p>



<p>Statt also die einzelnen Einträge einfach so im Web wiederzugeben, werden sie erst einmal einer <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Named-entity_recognition">Named Entity Recognition</a> mit <a href="https://github.com/fastino-ai/GLiNER2">GLiNER2</a> unterzogen, um im Eintrag genannte Personen, Orte, Zeiten, Berufe und Kunstrichtungen zu erkennen.</p>



<p>Um falsch erkannte oder nach Ansicht von museum-digital kategorisch falsch zugeordnete Entitätsnamen (z.B. die Person &#8222;Prinzessin&#8220;) zu filtern, werden die so erkannten Begriffe mit der <a href="https://openrefine.org/docs/technical-reference/reconciliation-api">Reconciliation API</a> <a href="https://blog.museum-digital.org/2024/07/03/reconciliation-apis-arrive-to-museum-digital/">von md:term</a> abgeglichen. In der Folge werden nur solche Begriffe als verknüpfte Entitäten weiterverwertet, die bei museum-digital schon bekannt sind.</p>



<p>Zuletzt werden zumindest in Naglers Fall auch die Titel der Einträge reconciled. In diesem Fall gegen Wikidata, da dieses einerseits mehr der Namen kennen dürfte, und die verfügbaren Reconciliation APIs andererseits weniger kritisch mit der Verfügbarkeit oder Abwesenheit von Lebensdaten umgehen. Sollte Wikidata einen Treffer abwerfen, wird über die entsprechende <a href="https://term.museum-digital.de/beacon/persinst/gnd">BEACON</a>-Datei nach demselben Eintrag in museum-digital gesucht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verfügbar machen</h3>



<p>Die so gewonnenen Daten werden in den letzten Arbeitsschritten in einfach menschlich bearbeitbare Markdown-Dateien überführt, aus denen schlussendlich mithilfe des Seiten-Generators <a href="https://www.getzola.org/">Zola</a> eine Webseite generiert wird. Die verschiedenen Zwischenschritte, die Scripte zur Named Entity Recognition und Reconciliation, sowie die Markdowndateien finden sich zur freien Nachnutzung und für Korrekturen <a href="https://codeberg.org/museum-digital/resources.museum-digital.org">auf Codeberg</a>.</p>



<p>Eine Suche hat <a href="https://codeberg.org/museum-digital/resources.museum-digital.org">resources.museum-digital.org</a> selbst nicht. Gerade in Anbetracht der Schwierigkeiten, die wir in den letzten Monaten mit Serverauslastung und Resourcenverbrauch hatten, soll die Seite im laufenden Betrieb keine erhöhten zusätzlichen Kosten oder Aufwände benötigen &#8211; und ohne Suchfunktion können wir sie trotz ihrer Größe sehr einfach und quasi ohne Wartungsaufwand als statische Seite hosten. Andererseits ist das Ziel ja gerade eine Verbesserung der Auffindbarkeit durch Suchmaschinen, wofür es eine Suche als Bestandteil der Webseite selbst fast nicht mehr bräuchte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Auch wenn das Ausprobieren verschiedener Ansätze einige Zeit gebraucht hat, haben wir jetzt einen Workflow, um historische Nachschlagewerke fast ohne menschlichen Aufwand deutlich besser durchsuchbar verfügbar machen können. Alle eingesetzten KI-Tools laufen lokal, verursachen also außer dem Strom keine weiteren Kosten. Die Ergebnisse können sich &#8211; gemessen an Aufwand und Erwartung &#8211; sehen lassen. Zum Start macht die Seite 33000 Einträge aus Naglers Künstlerlexikon besser verfügbar.</p>



<p>Das Nachschlagen &#8211; und das Lob für das Scannen! &#8211; der tatsächlichen Quellen bleibt dabei unerlässlich. Ensprechend verlinkt jede Unterseite von resources.museum-digital.org die je relevante Quelle (d.h. auch den konkreten Scan) prominent.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="640" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot_resources-museum-digital.org_-1024x640.webp" alt="Screenshot eines Eintrags aus resources.museum-digital.org." class="wp-image-4639" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot_resources-museum-digital.org_-1024x640.webp 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot_resources-museum-digital.org_-300x188.webp 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot_resources-museum-digital.org_-1536x960.webp 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/Screenshot_resources-museum-digital.org_.webp 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot des Eintrags zu Johann Baptist Cacchi in resources.museum-digital.org.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Danksagung</h2>



<p>Danke an <a href="https://orcid.org/0009-0008-4184-5217">Felix Schenke</a>, dessen Berichte über seine eigenen Arbeiten an der OCR von Handschriften viele Ansätze aufzeigten, die im Rahmen der Arbeit an resources.museum-digital.org hilfreich waren.</p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>
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		<item>
		<title>Das Importieren automatisieren</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2025/03/08/das-importieren-automatisieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2025 13:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Importer]]></category>
		<category><![CDATA[Technik/Design]]></category>
		<category><![CDATA[Automatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Golang]]></category>
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		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[Windows]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Museen importieren ihre Daten zu museum-digital. Wie auch die allgemeine Benutzung von museum-digital gibt es dabei eine Reihe von Gründen und Motivationen. Museen, die bisher ein anderes Tool zum Sammlungsmanagement genutzt haben migrieren ihre Daten einmal mit Hilfe des Importtools &#8211; oft mit dem generischen CSVXML-Import &#8211; um dann in musdb weiterzuarbeiten. Museen, die <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2025/03/08/das-importieren-automatisieren/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Viele Museen <a href="https://blog.museum-digital.org/de/tag/importe/">importieren</a> ihre Daten zu <a href="https://www.museum-digital.org/">museum-digital</a>. Wie auch die allgemeine Benutzung von museum-digital gibt es dabei eine Reihe von Gründen und Motivationen.</p>



<p>Museen, die bisher ein anderes Tool zum Sammlungsmanagement genutzt haben migrieren ihre Daten einmal mit Hilfe des Importtools &#8211; oft mit dem generischen <a href="https://csvxml.imports.museum-digital.org/">CSVXML-Import</a> &#8211; um dann in <a href="https://de.about.museum-digital.org/software/musdb/">musdb</a> weiterzuarbeiten. Museen, die ein anderes Sammlungsmanagement-System haben und damit zufrieden sind nutzen museum-digital rein zur Publikation und fallen dabei in zwei bis drei Kategorien. Die wahrscheinlich größte Gruppe sind dabei Museen, die zum Abschluss eines Digitalisierungsprojektes die im Rahmen des Projektes digitalisierten Bestände importieren und dann gesammelt publizieren. Andere, oft eher größere Institutionen wie das <a href="https://bawue.museum-digital.de/institution/1">Landesmuseum Württemberg</a> oder die <a href="https://hessen.museum-digital.de/institution/35">Staatlichen Schlösser und Gärten Hessens</a> importieren und veröffentlichen regelmäßiger um die neuesten gut erfassten Objekte auch unabhängig von Projektkontexten schnell publiziert zu sehen. Dazu kommen Institutionen wie die in den <a href="https://www.ikmk.net/home?lang=de">Interaktiven Katalogen des Münzkabinetts</a> arbeitenden Münzsammlungen, die eine eigene primäre Publikationsplattform betreiben und für einen regelmäßigen Datenabgleich daraus importieren.</p>



<p>Zu guter Letzt gibt es Häuser, die zwar direkt in musdb erfassen, aber schlicht zu viele Bild-Digitalisate erstellen, als das ein manueller Upload Sinn machen würde &#8211; etwa das <a href="https://hessen.museum-digital.de/institution/1">Freie Deutsche Hochstift in Frankfurt</a> mit seiner <a href="https://hessen.museum-digital.de/collection/5">Handschriftensammlung</a>. Hier werden die Bilder entsprechend ihrer Dateinamen zu den bestenfalls schon bestehenden Objektdatensätzen importiert.</p>



<p>Für alle, die regelmäßig und immer wieder mit denselben Methoden bzw. im selben Format importieren, macht es Sinn zu lernen, <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/04/importe-kann-man-jetzt-selbst-machen/">wie man Importe selbst durchführt</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Importe selbst durchführen</h2>



<p>Für das eigenständige Importieren von Objektdaten zu museum-digital steht eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/WebDAV">WebDAV</a>-Schnittstelle zur Verfügung. Grob funktioniert der Upload dann wie mit einem Netzwerklaufwerk (bzw. ist genau das) &#8211; man verbindet sich und bekommt Zugriff auf einen Ordner.</p>



<p>In diesem befinden sich zwei leere Unterordner, einer für Metadaten und einer für Mediendateien. Nun können die Objektdaten hochgeladen werden. Zuletzt muss man dem Server mitteilen, dass der Upload bereit steht und welche Einstellungen für den Import genutzt werden sollen. Das passiert über eine Konfigurationsdatei. <a href="https://de.handbook.museum-digital.info/import/index.html">Mehr dazu im Handbuch</a>.</p>



<p>Einerseits ermöglicht das Prozedere Usern einen &#8211; einmal probiert &#8211; halbwegs einfachen und stabilen Import. Andererseits ist es bei häufigen und regelmäßigen Importen doch weiter mit manueller Arbeit verbunden. Man muss sich eben erstmal verbinden, Uploads auswählen und hochladen, und die Konfiguration erstellen (oder kopieren). Bei großen Datenmengen kann die notwendigerweise chronologische Abfolge der Arbeitsschritte zudem aller Vereinfachung zum Trotz einen nicht zu verachtenden Zeitaufwand bedeuten.</p>



<p>In anderen Worten: Da ist Raum für weitere Automatisierung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Automatisieren</h2>



<p>Gesagt, getan. Mit einem neuen <a href="https://gitea.armuli.eu/museum-digital/museum-digital-webdav-uploader">Upload-Tool</a> (erst einmal unkreativ museum-digital:uploader genannt) lässt sich der Upload einfacher gestalten und/oder weiter automatisieren.</p>



<p>Das Tool basiert auf der Annahme, dass man als Museum nur eine Art von Import regelmäßig durchführen möchte &#8211; die Einstellungen für den Import also stabil bleiben. Entsprechend beginnt die Nutzung des Tools mit der Konfiguration.</p>



<p>Hier wird neben der ID der Institution, der Mailadresse der importierenden User und dem Importformat auch nach einem Ordner für die Uploads gefragt. Dieser wird in der Folge regelmäßig überprüft. Befinden sich darin Metadaten-Dateien (XML, JSON, CSV) und/oder Mediendateien, so wird ein Import initiiert. Dazu werden die Dateien hochgeladen und die Importkonfiguration auf Basis der Anfangs einmal eingegebenen Einstellungen generiert. Zuletzt werden die Dateien aus dem Ordner gelöscht. Dabei werden sowohl auf lokaler Seite als auch auf dem Server Checks durchgeführt, damit der Upload nicht durchgeführt werden kann, wenn die Ordner gerade noch befüllt werden (etwa lokal erst vor 20 Sekunden ein neu hereinkopiertes Bild vorliegt oder auf dem Server noch ein vorheriger Upload geplant ist).</p>



<p>Damit sich das Tool möglichst flexibel genutzt werden kann, kann es sowohl über Kommandozeilen-Parameter als auch über ein browserbasiertes Interface genutzt werden. Ersteres könnte etwa bei Nutzung eines externen, regelmäßigen Aufrufs genutzt werden. Das Browser-Interface andererseits kommt sowohl mit einer Möglichkeit zum manuellen Anwerfen des Uploads als auch mit einem eingebauten Scheduler, der die Prüfung des Ordners und das etwaige Uploaden alle drei Stunden automatisch durchführt.</p>



<p>Somit ist mit dem Tool der einzige verbleibende Schritt zum vollständig automatisierten Datenabgleich. Für die Häuser, die über einem festgelegten Schema Bild-Digitalisate importieren um sich den manuellen Upload zu sparen heißt das ein einfaches Kopieren der Dateien in den Ordner. Ggfs. schwieriger wird es für die, die häufiger aus einem hausinternen Sammlungsmanagement-System (CMS) importieren. Wie leicht &#8211; und ob &#8211; sich daraus automatisiert Exporte erstellen lassen, hängt vom jeweiligen CMS und seinen Schnittstellen ab. Es wäre interessant, hier mehr über die Möglichkeiten der einzelnen CMS zu erfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Code-Signing, Windows, Leiden</h2>



<p>Schon beim ersten Ideensammeln zum Uploader standen ein paar Grundanforderungen fest.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der Uploader muss auf einem lokalen Rechner genutzt werden können.</li>



<li>Er muss unabhängig von der Wahl des Betriebssystems eingesetzt werden können. Während der überwiegende Teil der Museen Windows nutzt, sind MacOS-Systeme doch immer wieder anzutreffen. Und die Entwicklung geschieht primär unter Linux.</li>



<li>Alle nötigen Ressourcen für das Programm müssen entweder im Programm enthalten oder über das Netz nachgeladen werden. Die Bedingungen in vielen Museen sind nicht so, dass man sich auf Ordnerstrukturen verlassen könnte, oder als das das zusätzliche Installieren eines Interpreters nicht eine große zusätzliche Hürde darstellen würde.</li>



<li>Das Programm muss stabil sein. Im Idealfall sollte es einmal eingerichtet quasi unsichtbar im Hintergrund arbeiten.</li>
</ul>



<p>Für die Wahl der Programmiersprache heißt das, dass es eine kompilierte Sprache brauchte, deren Compiler Cross-Compilation (also das Kompilieren von Programmen für ein Betriebssystem unter einem Anderen) unterstützt. Die Wahl fiel auf <a href="https://go.dev/">Go</a>. Die Implementation gestaltete sich damit sehr angenehm, sodass die erste volle Release-Version jetzt zum Download zur Verfügung steht. Die Anwendung ist nach <a href="https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.de.html">GPL 3</a> lizensiert, kann also frei weiterentwickelt werden (solange man die eigenen Anpassungen auch wieder teilt).</p>



<p>Unter anderem durch die Wahl der Programmiersprache tauchen aber an anderen Stellen Schwierigkeiten auf. Unter Linux läuft das Programm flüssig &#8211; unter Windows blockiert der Windows Defender SmartScreen die Benutzung. Und so eröffnet sich eine ganz neue Problemklasse.</p>



<p>Zur Abwehr von Malware blockiert der SmartScreen Anwendungen, die a) verdächtig aussehen, b) nicht von einer vertrauenswürdigen Stelle signiert sind und/oder c) noch keine breite Verwendung haben. Wie genau die verschiedenen Aspekte zusammenspielen ist nicht öffentlich bekannt.</p>



<p>Da das Programm neu ist, ist klar, dass es noch keine breite Benutzerbasis hat. Und mit seiner Zielgruppe und seinem Zweck wird es die wohl auch nie bekommen.</p>



<p>Dass Go-Programme von Microsoft als &#8222;verdächtig&#8220; eingeschätzt werden ist ein so bekanntes Problem, dass es dazu einen <a href="https://go.dev/doc/faq#virus">eigenen Eintrag im FAQ der Programmiersprache</a> gibt. Auch daran scheint sich wenig ändern zu lassen.</p>



<p>Bleibt ein Zertifikat: Die zum Signieren von Programmen für Windows nötigen Zertifikate werden in einer Struktur ausgegeben, die sehr an die Vergabe von TLS-Zertifikaten vor 20 Jahren erinnert (und tatsächlich sind dabei dieselben Firmen vertreten). Man beantragt ein Zertifikat und wird kurz überprüft &#8211; je nach Art des Zertifikats muss man eine Kopie eines Ausweisdokuments einsenden oder Nachweisen, dass man eine seit mehreren Jahren registrierte Firma/Organisation ist. Dazu muss man &#8211; wieder unterschiedlich je nach Anbieter und Zertifikatstyp &#8211; einige hundert Dollar zahlen (<a href="https://www.reddit.com/r/electronjs/comments/140vmz1/where_to_get_ov_code_signing_certificates_now/">z.B. hier</a>). Dazu bieten alle außer dem &#8222;größten&#8220; Zertifikatstyp (EV) keine Garantie, dass die Warnungen damit vermieden werden können. Schon vor dem Hintergrund jedes einzelnen dieser Aspekte ist das Signieren der Anwendung keine Option. Falls jedoch jemand ein Zertifikat hat und zur Verfügung stellen möchte, wären wir darüber froh.</p>



<p>Einen Ausweg &#8211; oder zumindest einen Schritt dahin &#8211; könnte es doch geben. <a href="https://www.microsoft.com/en-us/wdsi/filesubmission">Microsoft bietet einen Service</a> an, bei dem man sein Binary hochladen und sich über fälschliche Kategorisierungen beschweren kann. Um diesen zu nutzen braucht man einerseits ein Benutzerkonto (warum ist nicht ersichtlich, aber immerhin ist die Hürde gering), andererseits die Fehlermeldungen / Warnungen, über die man sich beschweren möchte. Und das heißt dann doch wieder, dass man einen Windows-Rechner braucht, um die richtigen Fehlercodes zu ermitteln. Cross-Compilation funktioniert heute also technisch eigentlich problemlos &#8211; eine cross-compilation tatsächlich nutzbarer und verteilbarer Programme bleibt schwierig.</p>



<p>So oder so führt wohl mittelfristig kein Weg an einer Meldung bei Microsoft vorbei. Ob das ausreicht, damit das Programm ohne Warnungen genutzt werden kann, bleibt unklar. Auch dazu hält sich Microsoft bedeckt, und es gibt verschiedene Erfahrungsberichte. Aber immerhin scheint es die wahrscheinlich zu erhöhen, dass es (zumindest innerhalb eines Releases) problemlos genutzt werden kann.</p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>
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		<item>
		<title>3D-Digitalisate in md auch für kleine Museen &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/11/19/3d-digitalisate-in-md-auch-fuer-kleine-museen-ein-erfahrungsbericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 12:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[musdb]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[3D]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungsmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Marleen Schindler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut Bautzen Wenn Exponate aus kleinen Heimatstuben oder umfangreichen städtischen Sammlungen unabhängig von Zeit und Ort von Interessierten bequem von zu Hause gefunden und interaktiv von allen Seiten betrachtet werden können, ist das sicher ein großer Mehrwert für eine nutzerfreundliche Museumslandschaft. Möglich wird das beispielsweise durch <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/11/19/3d-digitalisate-in-md-auch-fuer-kleine-museen-ein-erfahrungsbericht/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Marleen Schindler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a href="https://www.serbski-institut.de/">Sorbischen Institut Bautzen</a></em></p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/nandu.mp4"></video></figure>



<p>Wenn Exponate aus kleinen Heimatstuben oder umfangreichen städtischen Sammlungen unabhängig von Zeit und Ort von Interessierten bequem von zu Hause gefunden und interaktiv von allen Seiten betrachtet werden können, ist das sicher ein großer Mehrwert für eine nutzerfreundliche Museumslandschaft. Möglich wird das beispielsweise durch 3D-Digitalisierung und Veröffentlichung von Objekten über museum-digital. Doch 3D-Projekte schrecken ab, benötigen sie doch oft Zeit und Ressourcen, die in den meisten Museen nicht fest eingeplant sind. Besonders finanzielle Fragen stehen den ersten Schritten auf dem Weg zu 3D-digitalisierten Objekten oft im Wege. Müssen Sie aber nicht!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Niedrigschwellige 3D-Lösungen</strong></h2>



<p>Inzwischen gibt es gute Lösungen, um mit wenig finanziellem Aufwand 3D-Modelle von Objekten zu erstellen und sie zu veröffentlichen. Ein möglicher Weg soll hier knapp skizziert werden und dabei aufzeigen, dass 3D Technik durch museum-digital niedrigschwellig zugängig ist.</p>



<p>Im Rahmen eines Drittmittelprojektes zur <a href="https://www.serbski-institut.de/projekte-kulturwissenschaften/fotografische-erfassung-und-digitalisierung-der-sammlung-von-lotar-balke/">fotografischen Erfassung der Sammlung von Lotar Balke</a> stand das Sorbische Institut Bautzen vor einem ähnlichen Problem. Etwa 2000 Sorbische Ostereier sollten fotografiert und mit Hilfe von museum-digital Schritt für Schritt dokumentiert werden (<a href="https://brandenburg.museum-digital.de/objects?s=collection:3380">Ostereiersammlung</a>, in Bearbeitung). Die so geschaffenen Metadaten sollen zukünftig in das <a href="https://www.serbski-institut.de/wp-content/uploads/2021/11/2023-01-18_RSK-Konzept.pdf">Sorbische Kulturregister</a> fließen. Die Anschaffung teurer 3D-Technik war im Projekt jedoch nicht vorgesehen. Trotzdem hielten wir es in Hinblick auf die Entwicklungen im Bereich 3D-Digitalisierung für sinnvoll, zumindest einige dreidimensionale Digitalisate anzufertigen und Workflows zu erproben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="477" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-1024x477.jpg" alt="" class="wp-image-4200" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-1024x477.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-300x140.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-1536x715.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01.jpg 1882w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Teure Technik – woher nehmen, wenn nicht stehlen?</strong></h2>



<p>Der Markt für 3D-Technik ist in den letzten Jahren stark gewachsen und die verschiedenen angebotenen Geräte reichen über kostengünstige 360 Grad Kameras für Social Media-Anwendungen bis hin zu professionellen Großgeräten für mehrere zehntausend Euro. Die Mitarbeitenden musealer Sammlungen sehen sich damit einem unübersichtlichen Angebot verschiedener Ansätze zur dreidimensionalen Abbildung der physischen Welt gegenüber. Um sich intensiv in die dahinterstehende Technik einzuarbeiten und informierte Entscheidungen zu den eigenen Bedarfen zu fassen, reicht oft die Zeit nicht aus. Trotzdem werden die Anforderungen an die Digitalisierungsvorhaben von Museen und Archiven immer höher.</p>



<p>Umso erfreulicher ist es, dass in urbanen Räumen nach und nach Orte entstehen, die den Zugang zu moderner Technik vereinfachen. Diese Orte laufen oft unter englischen Namen, die auf den Mitmach-Charakter verweisen. So gibt es in Dresden einen <a href="https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace">Makerspace</a>, in Cottbus das <a href="https://www.b-tu.de/colab/">CreativeOpenLab (COLab),</a> in Bautzen den Coworking- und Makerspace Tagwerk. Ihr Ziel ist es, Menschen kostenlos oder für wenig Geld zu ermöglichen, Projekte selbst umzusetzen, für die andernfalls teure Geräte angeschafft werden müssten. Von den Trägerinstitutionen wird ein gemeinsam genutzter Maschinenpark aufgebaut. Das fördert Nachhaltigkeit und Skillsharing im Gegensatz zu individuell angeschaffter Technik.</p>



<p>Im Makerspace der <a href="https://www.slub-dresden.de/">SLUB Dresden</a> gibt es mehrere <a href="https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace/geraetebuchung/3d-objektscanner-artec-eva">3D-Scanner</a>, die nach einer digitalen Arbeitsschutzschulung und einer technischen Einweisung vor Ort von den Nutzer:innen der SLUB kostenlos verwendet werden können. Die technische Einweisung vermittelt wichtige Grundkenntnisse zum Thema 3D-Scan und bietet die Möglichkeit, unter Anleitung eigene Objekte zu scannen und am Computer nachzubearbeiten. Für unsere Ostereier wurde uns der 3D-Scanner Artec Spider empfohlen. Dabei handelt es sich um ein handgehaltenes Gerät, das besonders für kleine Objekte geeignet ist und Details sehr gut abbilden kann. In vier Sitzungen konnten ohne weitere Vorkenntnisse 16 3D-Scans von Sorbischen Ostereiern unterschiedlicher Größe angefertigt werden. Dabei wurde der Scanner zusammen mit dem zugehörigen Drehteller genutzt. Das Ei wurde mit einem Ständer mittig auf dem Teller platziert. Beim Start des Scans beginnt dieser Teller automatisch, sich zu drehen und der Scanner muss nur noch gleichmäßig von oben nach unten bewegt werden. Am Computer kann in Echtzeit nachverfolgt werden, welche Bereiche gerade erfasst werden. </p>



<p>Um ein vollständiges Modell zu erhalten, ist es je nach Objekttyp bei dieser Scanmethode notwendig, mindestens zwei Aufnahmen zu machen und das Objekt zwischendurch auf die zuvor nicht sichtbare Seite zu drehen. So können die zwei Aufnahmen am Computer zu einem kompletten Modell zusammengefügt werden. Die Nachbearbeitung am Computer ist damit unbedingt notwendig und ist im Vergleich zum Scan, der nur etwa fünf Minuten benötigt, relativ zeitaufwändig. Für die Ostereiermodelle wurde eine halbe bis etwa eine Stunde Zeit für die Nachbearbeitung pro Ei benötigt. Danach kann das Modell im benötigten Format exportiert und gespeichert werden.  </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verarbeitung von 3D-Daten</strong></h2>



<p>Wer noch nie zuvor mit 3D-Dateien gearbeitet hat, steht an dieser Stelle vor einer herausforderungsvollen Frage: welches Dateiformat brauche ich überhaupt? Für den Upload bei museum-digital wird ein .zip-Archiv verwendet. Darunter versteht man ein komprimiertes Dateiformat, in dem mehrere Dateien (wie mit einem Reißverschluss, engl. „zipper“) zusammengefasst werden können. Darin muss mindestens eine obj. Datei enthalten sein. Das „Object“-Format ist derzeit eines der Standard-Formate für 3D-Modelle. Meist werden darin nur die 3D Informationen gespeichert, nicht aber die Oberflächenfarbe des Objektes, die sogenannte Textur. Texturen werden dann separat in Form eines Bildes im .jpeg-Format abgespeichert. Um 3D-Datei und Textur zusammenzubringen bedarf es des Mappings, also einem Vorgang, der das zweidimensionale Bild über das dreidimensionale Objekt legt. Man kann sich das vorstellen, als würde man einen Teig in Frischhaltefolie einpacken. Dazu werden allerdings zusätzliche Informationen benötigt, die separat in einer .mtl-Datei (material template library) gespeichert werden. </p>



<p>Damit die Verarbeitung funktioniert, sind in den Dateien Bezüge zueinander eingeschrieben. Verändert man nachträglich die Dateinamen, ist es wichtig, auch die Bezüge in den Dateien zu ändern. Andernfalls laufen die Befehle ins Leere und man wundert sich, warum man auf einen schwarzen Bildschirm schaut, anstatt das 3D-Modell zu sehen. Das Ändern der Bezüge lässt sich einfach im Texteditor erledigen. Sowohl die .mtl- als auch die .obj-Datei lassen sich damit öffnen. Angezeigt werden dann plain text Informationen, die zwar wenig verständlich, aber menschenlesbar sind. Meist gleich zu Beginn werden die Bezugsdateien ausgezeichnet, deren Namen man einfach ändern kann. Wenn alle Bezüge stimmen, kann das .zip-Archiv erstellt werden. Unter Windows funktioniert das einfach per Rechtsklick und „komprimieren in…“. Das Archiv bekommt automatisch den Namen der ersten ausgewählten Datei und sollte unbedingt mit dem Namen der .obj-Datei übereinstimmen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="846" height="1024" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02-846x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4201" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02-846x1024.jpg 846w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02-248x300.jpg 248w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 846px) 100vw, 846px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Veröffentlichung mit museum-digital</strong></h2>



<p>Für die Veröffentlichung über museum-digital wird das Objekt wie gewohnt angelegt und mit Basisdaten versehen. Anschließend wird im Reiter „Ansicht“ die Schaltfläche „3D-Objekt“ ausgewählt. Eine Eingabemaske öffnet sich und man erhält die Möglichkeit, eine Datei vom lokalen Speicher auszuwählen. Hierfür sollte das zip-Archiv verwendet werden. Je nach Hardware und Internetverbindung kann es einen Moment dauern, bis der Upload und die Verarbeitung fertiggestellt sind. In jedwedem Fall zeigt sich, wenn man alles richtig gemacht hat, das fertige 3D-Modell vor schwarzem Grund. Es kann in alle Richtungen gedreht und vergrößert werden. So werden es auch die Nutzerinnen und Nutzer von museum-digital sehen. Am linken Seitenrand können außerdem Informationen zum Rechtestatus des Modells eingestellt werden. Ratsam ist auch die Wahl eines geeigneten Vorschaubildes. Der Upload funktioniert ähnlich wie bei herkömmlichen Fotos. Eine einfache Lösung für ein ansprechendes Vorschaubild könnte zum Beispiel ein Screenshot des 3D-Modells im Viewer von museum-digital sein. Fotos des Objektes sind nur dann als Vorschaubild zu empfehlen, wenn sie nicht ohnehin als Ansichten zusätzlich zum Modell zur Verfügung stehen. Ist das hingegen der Fall, kann man das 3D-Modell in der Vorschauansicht nicht deutlich genug von den anderen Fotos unterscheiden, denn es wird dort gemeinsam mit den Fotos angezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="735" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03-1024x735.jpg" alt="" class="wp-image-4202" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03-1024x735.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03-300x215.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03.jpg 1110w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Last but not least: Vernetzen!</strong></h2>



<p>Wenn das fertige 3D Modell veröffentlicht ist, darf man gern ein bisschen stolz sein – und es unbedingt auch zeigen! Der 3D-Viewer, den museum-digital kostenfrei und niedrigschwellig zur Verfügung stellt, ist ein großer Gewinn, wenn es darum geht, museale Sammlungen digital verfügbar zu machen. Ermutigen Sie gern auch andere Institutionen, die Technik auszuprobieren und geben Sie Ihre Erfahrungen weiter. Natürlich bleiben auch Probleme bei der Erprobung neuer Workflows nicht aus. Bei Fragen oder technischen Herausforderungen steht Ihnen das Team von museum-digital gern unterstützend zur Seite. Auch die Vernetzung mit anderen Institutionen, die bereits 3D-Modelle veröffentlicht haben, kann helfen, Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Damit die Angebote genutzt werden, können Sie Ihre Besucherinnen und Besucher auf Ihre digitalen Angebote aufmerksam machen und zum Stöbern auf Ihren Plattformen einladen.</p>
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		<title>Portal schafft neue Zugänge zu Objekten aus museum-digital</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2024 09:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[API]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 2012 arbeitet der Museumsverband Brandenburg (MVB) eng mit museum-digital als Objekteingabe- und Veröffentlichungstool für Museen zusammen. In zahlreichen Digitalisierungsprojekten haben wir auf der Grundlage von md zusammen mit den Brandenburger Museen Objekte digitalisiert und veröffentlicht. Mittlerweile sind 133 Museen und über 28.800 Objekte auf https://brandenburg.museum-digital.de/ einsehbar. Eine im Jahr 2022 vom MVB in Kooperation <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Seit 2012 arbeitet der Museumsverband Brandenburg (MVB) eng mit museum-digital als Objekteingabe- und Veröffentlichungstool für Museen zusammen. In zahlreichen Digitalisierungsprojekten haben wir auf der Grundlage von md zusammen mit den Brandenburger Museen Objekte digitalisiert und veröffentlicht. Mittlerweile sind 133 Museen und über 28.800 Objekte auf <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/">https://brandenburg.museum-digital.de/</a> einsehbar. </p>



<p>Eine im Jahr 2022 vom MVB in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) durchgeführte Evaluation zeigte jedoch, dass die Digitalisate auf md bisher nur begrenzt landesrelevante Themen abbilden. Im Gesamtblick scheint die digitale Präsentation des brandenburgischen Kulturerbes noch zu sehr ein Flickenteppich der relevanten Fragen und Schwerpunkte der Landesgeschichte und Gegenwart. Es bestand der Wunsch nach der Möglichkeit, anhand einzelner Objekte und Sammlungen überblickshaft Themen herauszustellen und sichtbar zu machen. Auch die Möglichkeit einer niedrigschwelligen, partizipativen Erkundung der Sammlungen wollten wir erproben.</p>



<p>So entstand die Idee eines separaten Portals, in dem diese Möglichkeiten gegeben sind, aber auf die Daten aus museum-digital zurückgegriffen wird. Hierfür bietet md eine Datenschnittstelle (API) an, damit Museen ihre Bestände auf einer eigenen Webpräsenz mit eigener Gestaltung präsentieren können. Mit Hilfe einer Förderung des MWFK und in Zusammenarbeit mit einer Webagentur konnten wir im letzten Jahr die Plattform <a href="http://www.brandenburg-sammelt.de">www.brandenburg-sammelt.de</a> aufbauen, die seit dem 15. April online ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="605" height="503" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-1.jpg" alt="" class="wp-image-4122" style="width:863px;height:auto" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-1.jpg 605w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-1-300x249.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<p><strong>Die Umsetzung</strong></p>



<p>Die Seite bietet verschiedene Zugänge: Die „Heroes“ sind besonders interessante oder kuriose Objekte, die hervorgehoben werden. Ganz wie bei der TV-Show „Dings vom Dach“ können sie näher erkundet und ihre Funktionen erraten werden. Die „Highlight-Sammlungen“ präsentieren stetig wechselnde Beispiele besonderer Sammlungen aus den Museen. Im „Entdecker-Modul“ laden Begriffswolken und Einstiegsfragen zum Erkunden der Sammlungen ein. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sich auch zum Lieblingsgetränk „Cola“ Objekte finden lassen? Und wer wusste, dass es so viele tolle Fotografie-Sammlungen in Brandenburg gibt? So werden assoziative Einstiege ermöglicht und die Nutzer*innen zum Erkunden der Sammlungen angeregt. Darüber hinaus kann man auf einer separaten Seite spezifische Themen erkunden, wie „Spiele und Spielzeug im Wandel der Zeit“ oder „Bräuche in Brandenburg“. Darüber hinaus gibt es auch eine allgemeine Suche, in der über Volltext- oder Schlagwortsuche Objekte aus den Sammlungen gefunden werden können.</p>



<p>Begleitend zur Umsetzung haben wir einen User-Test mit Freiwilligen durchgeführt, um Feedback zur Nutzbarkeit zu erhalten. Die Erkenntnisse fließen in den weiteren Ausbau der Plattform dieses Jahr ein.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="605" height="532" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-2.jpg" alt="" class="wp-image-4124" style="width:808px;height:auto" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-2.jpg 605w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-2-300x264.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<p><strong>Das Portal als Arbeitstool</strong></p>



<p>Neben der gezielten Aufbereitung der Inhalte ist es ein weiteres Ziel der Plattform, die Museen zur Verbesserung ihrer Metadaten (z.B. ansprechende Abbildungen, interessante Objektbeschreibungen und gute Verknüpfung zu Ereignissen und Schlagworten) zu motivieren. Es ist ein Schlagwort-Marathon geplant, in dem zusammen mit den Museen die Verschlagwortung zu bestimmten Themengebieten verbessert wird. Das schafft zugleich Aufmerksamkeit und Bewusstsein bei den Museen für das Thema allgemein und soll langfristig zu einer besseren Datenqualität führen.</p>



<p>Zudem sollen inhaltliche Fehlstellen aufgezeigt und gezielt angegangen, sowie Kooperationsprojekte gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurden hier sehr gute Erfahrungen mit regionalen Verbundprojekten gemacht. Über die Plattform brandenburg-sammelt.de können solche Verbundthemen nun noch besser präsentiert werden. So wird die Seite in diesem Jahr noch um ein Regionen-Modul ergänzt, in dem die Inhalte bestimmter Themen auf einer Karte strukturiert dargestellt werden können. Hiermit soll die Vernetzung der Museen und die Möglichkeit der Präsentation regionaler Verbünde ausgebaut werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="980" height="878" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/VerwandteObjekte.png" alt="" class="wp-image-4127" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/VerwandteObjekte.png 980w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/VerwandteObjekte-300x269.png 300w" sizes="auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px" /></figure>



<p><strong>Mitmachen und Unterstützen!</strong> </p>



<p>Die Plattform versteht sich als ein gemeinschaftliches Projekt der Museen in Brandenburg, in dem die Ideen und Themenvorschläge aller Beteiligten gefragt sind. Nur wenn brandenburg-sammelt.de in der Bevölkerung bekannt ist, kann diese die Plattform auch aktiv nutzen. Auch hier sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Teilen Sie die Informationen und den Link zu brandenburg-sammelt.de daher gerne und geben Sie uns Feedback. Wir entwickeln die Seite dieses Jahr weiter und freuen uns über Ihre Rückmeldungen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="420" height="437" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig.jpg" alt="" class="wp-image-4139" style="width:100px;height:auto" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig.jpg 420w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig-288x300.jpg 288w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></figure>
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		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Startseite_-Brandenburg-sammelt-1.png</url><width>600</width><height>284</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Sammlungscoaching im Heimatmuseum Radeburg</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/03/sammlungscoaching-im-heimatmuseum-radeburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Projektteam Digitales Sammlungsmanagement SLfM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 10:44:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungscoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungsmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurzbericht zum Sammlungscoaching der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen am Heimatmuseum Radeburg Das Heimatmuseum Radeburg ist ein kulturgeschichtliches Museum, das in der Stadt Radeburg und der Region verankert ist und zudem als Gedenkort des in Radeburg geborenen Malers und Grafikers Heinrich Zille ein über die unmittelbare Region hinauswirkendes Alleinstellungsmerkmal innehat. Die kulturhistorische Sammlung des Museums umfasst <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/03/sammlungscoaching-im-heimatmuseum-radeburg/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2> Kurzbericht zum Sammlungscoaching der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen am Heimatmuseum Radeburg </h2>
<p>Das Heimatmuseum Radeburg ist ein kulturgeschichtliches Museum, das in der Stadt Radeburg und der Region verankert ist und zudem als Gedenkort des in Radeburg geborenen Malers und Grafikers Heinrich Zille ein über die unmittelbare Region hinauswirkendes Alleinstellungsmerkmal innehat. Die kulturhistorische Sammlung des Museums umfasst über 5500 Objekte, darunter Möbel des 19. Jahrhunderts, historische Waffen, Uniformen und Zeugnisse des Schützenwesens, Gegenstände zur Geschichte hiesiger Vereine, Objekte zum Haushalt und Handwerk der Radeburger Bürgerschaft, historische Ansichten der Stadt und eine umfangreiche Zinnsammlung. Hinzu kommen bronzezeitliche Funde zur Lausitzer Kultur sowie zahlreiche Objekte zum Maler und Grafiker Heinrich Zille. </p>
<p>Die um 1900 begonnene Sammlungsarbeit des Hauses erfolgte seit den 1950er und verstärkt ab den 1970er Jahren mit Inventarbüchern und Karteikarten. Dabei kam es teilweise zur Mehrfachvergabe von Inventarnummern oder zur Inventarisierung einzelner Objekte unter verschiedenen Inventarnummern in verschiedenen Inventarbüchern. Die Sammlungsgliederung orientierte sich dabei an der hauseigenen Sammlungsstruktur ohne gängige Gliederungssysteme, wie etwa das System nach Knorr, zu berücksichtigen. Im Jahr 2022 begann das Heimatmuseum museum-digital zu nutzen und einzelne Objekte darüber zu publizieren. </p>
<p>Im Zeitraum vom Juni bis Dezember 2023 wurden wir vom Projektteam der Landesstelle im Rahmen eines Sammlungscoachings unterstützt. Dabei besuchte das Team das Museum regelmäßig und führte mehrere Vor-Ort-Termine durch. Nach einer Analyse der vorhandenen Sammlungsdokumentation und Sichtung des Bestandes wurde eine Festlegung auf eine neue Sammlungsgliederung auf Grundlage der Hessischen Systematik getroffen. Das Projektteam arbeitete die neue Gliederung in Kooperation mit uns aus und nahm Anpassungen an den Bestand und die Sammlungsstruktur vor Ort vor. Die Gliederungsstruktur wurde von ihnen gleichzeitig auf museum-digital angelegt, so dass sie uns für die weitergehende Nutzung der Plattform direkt zur Verfügung steht. </p>
<p>Im Rahmen des Sammlungscoachings wurde auch mit der Fotografie von Objekten, zunächst in der Dauerausstellung, begonnen. Die Bilddateien wurden im Nachgang durch das Team professionell bearbeitet und uns für die weitere Nutzung zur Verfügung gestellt. Einzelne Objekte hat das Projektteam zudem auch auf museum-digital angelegt, womit die Anzahl der publizierten Objekte des Hauses substantiell gestiegen ist. Während des gesamten Zeitraums war es möglich, das Team bei seiner Arbeit zu begleiten und so zahlreiche Tipps und Hinweise zu bekommen, gerade auch im Hinblick auf die Objektfotografie oder die Nutzung geeigneter Bildbearbeitungsprogramme war das sehr wertvoll. Aber auch bei Fragen im Umgang mit museum-digital oder der Handhabung von Objektbeschriftungen wurde Unterstützung geben. </p>
<p>Zum Abschluss des Coachings erhielten wir noch umfangreiches Material, digital und analog, das die Sammlungsgliederung, eine Dokumentationsrichtlinie, ein neues Handout zum Workflow Inventarisierung und eine an das Museum angepasste Schreibanweisung für die Objekterfassung in museum-digital umfasste. Außerdem wurden uns alle bearbeiteten Objektfotos und ein Kit zur Objektbeschriftung übergeben. </p>
<p>Durch die Arbeit des Projektteams Digitales Sammlungsmanagement verfügt das Heimatmuseum Radeburg nun über eine völlig erneuerte, an modernen Anforderungen an die Museumsarbeit ausgerichtete Sammlungsgliederung. Damit wurde ein Grundstock angelegt, der uns die weitere Sammlungsarbeit deutlich erleichtert und einen stark verbesserten Workflow bietet. Außerdem ist so der Umgang mit museum-digital und die Erstellung ansprechender Objektfotografien deutlich erleichtert worden. </p>
<p>Wir können uns bei allen Mitgliedern des Teams für die professionelle und gleichzeitig angenehme und freundliche Arbeit in unserem Haus nur bedanken und empfehlen sie sehr gern weiter!</p>
<p>Radeburg, 01.03.2024<br />
Robert Rösler<br />
Projektmanager Museum Radeburg	</p>
<p> <i> Im Rahmen des Sammlungscoachings fotografierte Objekte des Heimatmuseums Radeburg sind auf Museum-Digital <a href="https://sachsen.museum-digital.de/objects?instnr=149">hier</a> einsehbar. </i> </p>
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		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/03/Radeburg_Blogbild_1-scaled.jpeg</url><width>450</width><height>600</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Hilfe zur Selbsthilfe: Sammlungscoachings in Sachsen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/01/04/sammlungscoachings-hilfe-zur-selbsthilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Projektteam Digitales Sammlungsmanagement SLfM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2024 14:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungscoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungsmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Neben den Ausstellungen haben auch die Depots vieler Museen ihren ganz eigenen Charme. Hier lagern oft weitere wichtige Objekten, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden. Einer der Gründe kann die fehlende Dokumentation der vorhandenen Objekte sein. Ein vollständiger Überblick über die hauseigene Sammlung wäre in Bezug auf eben jene Objekte <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/01/04/sammlungscoachings-hilfe-zur-selbsthilfe/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Neben den Ausstellungen haben auch die Depots vieler Museen ihren ganz eigenen Charme. Hier lagern oft weitere wichtige Objekten, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden.  Einer der Gründe kann die fehlende Dokumentation der vorhandenen Objekte sein. Ein vollständiger Überblick über die hauseigene Sammlung wäre in Bezug auf eben jene Objekte zweifelsohne wünschenswert, jedoch ist die lückenlose Dokumentation der oftmals großen Menge an Objekten eine wahre Herkulesaufgabe. Ihre Bewältigung wird oftmals zusätzlich durch Umbrüche in der Arbeitsweise erschwert. Teilweise lösen Generationen von Museumsmitarbeitern mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Prioritäten einander ab. Auch Arbeitsmittel wandeln sich und so ersetzt die digitale Dokumentation immer weiter die analoge. Gerade kleinen Museen mit begrenzten Ressourcen erscheint es in solchen Fällen schwierig wieder zu einem guten und einheitlichen Standard aufzuschließen.</p>



<p>Doch diese Herausforderung müssen sie nicht allein bewältigen: Um Sachsens nichtstaatliche Museen bei der Sammlungsdokumentation – insbesondere im Bereich der Digitalisierung – zu unterstützen, wurde 2019 das Projektteam Digitales Sammlungsmanagement an der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen in Leben gerufen. Ziel des Projektteams ist es, Museen bei der Erschließung, Verwaltung und Öffnung Ihrer Sammlung zu beraten und zu unterstützen. Um dies zu erreichen wurden und werden Handreichungen zu verschiedenen museumsfachlichen Themengebieten erstellt und Fortbildungen durchgeführt. Sowohl vor Ort als auch Online werden die Museen in Theorie und Praxis unterstützt.</p>



<p>Eine besondere Form dieser Unterstützung bietet dabei das Sammlungscoaching. Diese Initiative bietet den Museen seit 2022 eine umfangreiche Möglichkeit zur Evaluation und gegebenenfalls Verbesserung Ihrer Sammlungsdokumentation.  Dabei handelt es sich um ein langfristiges Beratungs- und Unterstützungsangebot, bei dem gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museen die Grundlagen einer professionellen Sammlungsverwaltung – vom Objekteingang bis zur Onlinepublikation – geschaffen wird. Das Erstellen einer Sammlungsgliederung, einer Sammlungsbeschreibung sowie einer Schreibanweisung für die verwendete Datenbank sind ebenso Bestandteil des Coachings wie das Anfertigen von hochwertigen Objektfotografien und die Onlinepublikation ausgewählter Bestände.  Im Jahr 2023 konnte das Sammlungscoaching an sieben Museen erfolgreich umgesetzt werden.</p>



<p>Das Projektteam Digitales Sammlungsmanagement möchte diese Plattform nutzen, um über Ergebnisse der Sammlungscoachings zu informieren und in unregelmäßigen Abständen über häufige Probleme der Dokumentationsarbeit und möglichen Lösungsansätzen zu berichten, die uns in unserer täglichen Arbeit begegnen.</p>



<p>Alle weiteren Informationen und Kontaktangaben zum Projektteam Digitales Sammlungsmanagement der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen finden Sie unter: <a href="https://museumswesen.skd.museum/ueber-uns/projekte/projekt-digitales-sammlungsmanagement/">https://museumswesen.skd.museum/ueber-uns/projekte/projekt-digitales-sammlungsmanagement/</a> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1995_2.jpg</url><width>600</width><height>381</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Digitalisierung im Wettermuseum Lindenberg &#8211; Bestandserhaltung und Vermittlung</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 13:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Themator]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=3927</guid>

					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Ralf Kraak Das Wettermuseum in Lindenberg (Mark) Im Jahr 1905 wurde in Lindenberg (Mark) das Aeronautische Observatorium eröffnet. Damit nahm die Geschichte der Erforschung der freien Atmosphäre, der Aerologie, einen bedeutenden Aufschwung. Das Observatorium erlangte schnell weltweite Bedeutung. Viele grundlegende aerologische Entdeckungen und Entwicklungen gingen von hieraus um die Welt. Das Observatorium <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Ralf Kraak</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Wettermuseum in Lindenberg (Mark)</strong></h2>



<p>Im Jahr 1905 wurde in Lindenberg (Mark) das Aeronautische Observatorium eröffnet. Damit nahm die Geschichte der Erforschung der freien Atmosphäre, der Aerologie, einen bedeutenden Aufschwung. Das Observatorium erlangte schnell weltweite Bedeutung. Viele grundlegende aerologische Entdeckungen und Entwicklungen gingen von hieraus um die Welt.</p>



<p>Das Observatorium besteht noch bis heute. Es ist eines von nur zwei meteorologischen Forschungs-Observatorien in Deutschland. Der Trägerverein des Wettermuseums wurde 2006 gegründet, ein Jahr nach dem initialen Aufruf auf der 100-Jahr-Feier des Observatoriums. Schwerpunkte der Sammlungen sind historische Instrumente, Dokumente von historischen meteorologischen Ereignissen und meteorologische Fachliteratur, darunter viele Werke vergangener Jahrhunderte sowie Veröffentlichungen zur Geschichte der Meteorologie.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Digitalisierung von Museumsgut</strong></h2>



<p>Um möglichst vieles von dem zu zeigen, was sonst im Depot oder Archiv verborgen bleibt, haben wir uns entschlossen, museum-digital zu nutzen. Seit 2019 nutzt das Wettermuseum museum-digital, um Teile seiner Sammlung zu erfassen und online zu veröffentlichen. Highlights der Sammlung, die auf museum-digital eingesehen werden können sind beispielsweise: </p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p><a href="https://brandenburg.museum-digital.de/objects?&amp;sv=luftfahrerdank" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spendenmarken</a> der 1913 gegründeten Luftfahrerdank GmbH. Sie dienten dazu, Geld für die Unterstützung Hinterbliebener von verunglückten Luftfahrern zu sammeln.</p>



<p><a href="https://brandenburg.museum-digital.de/collection/208" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Sammlung historischer Großdrachen</a>, die in der Meteorologie von 1895 bis 1945 im Einsatz waren.</p>



<p>Originale historische <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/collection/3349" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fotos aus den Photogrammetrischen Wolkenvermessungen</a> von 1896/97.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="777" height="1024" data-id="3934" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-777x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3934" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-777x1024.jpg 777w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-228x300.jpg 228w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-1166x1536.jpg 1166w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958.jpg 1208w" sizes="auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrungsmarke für Reinhard Suering, Wettermuseum / CC BY-NC-SA</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="3936" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3936" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-683x1024.jpg 683w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-200x300.jpg 200w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-1024x1536.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029.jpg 1296w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lindenberger Normaldrachen, Wettermuseum/Juliane Werner CC BY-NC-SA</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="835" data-id="3939" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1024x835.jpg" alt="" class="wp-image-3939" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1024x835.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-300x245.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1536x1253.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cirro-Stratus, Cumulus, Nr. 972, Wettermuseum/FH Potsdam Digitalisierungslabor CC BY-NC-SA</figcaption></figure>
</figure>
</div></div>



<p>Neben den Online-Sammlungen nutzen wir die Möglichkeit der Themen bzw. Online-Ausstellungen, um gezielt Themen aufzuarbeiten und auch einem digitalen Publikum verfügbar zu machen. So kann man in der Online-Ausstellung <a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;tid=2209" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„AEROARCTIC“</a> zum Beispiel mehr über die Geschichte der Arktisfahrt des LZ 127 „Graf Zeppelin“ im Jahr 1931 und die Vorbereitungen dazu erfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Erforschung des Luftmeeres</strong></h2>



<p>Ganz aktuell ist das Themenportal <a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?tid=2650" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Die Erforschung des Luftmeeres“</a> mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur entstanden.</p>



<p>Mit dem Themenportal stellt das Wettermuseum Telegramm- und Briefdokumente einer historischen Akte vor. Ergänzend werden historische Fotos und andere Abbildungen zur Veranschaulichung genutzt. Die Akte wurde im Meteorologisch-Magnetischen Observatorium in Potsdam angelegt und umfasst den Zeitraum von 1893 bis 1904. Sie befindet sich heute im Archiv des Wettermuseums. Die Dokumente befanden sich in einem fragilen und kritischen Zustand. So ging es im Rahmen des geförderten Projektes darum, durch Digitalisierung die Inhalte langfristig zu sichern sowie für Forschung und Vermittlung zugängig zu machen. </p>
</div></div>
</div></div>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="747" height="1024" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-747x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3955" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-747x1024.jpg 747w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-219x300.jpg 219w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-1121x1536.jpg 1121w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889.jpg 1419w" sizes="auto, (max-width: 747px) 100vw, 747px" /></figure>



<p style="font-size:14px"><strong>Registrierballonaufstieg am Windenhaus in Lindenberg</strong><br>Wettermuseum / CC BY-NC-SA</p>
</div>



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<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="font-size:14px"><strong>Registrierballon-Meteorograph im Weidenkörbchen</strong><br>Wettermuseum / CC BY-NC-SA </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1014" height="1024" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-1014x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3957" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-1014x1024.jpg 1014w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-297x300.jpg 297w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-1520x1536.jpg 1520w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-2027x2048.jpg 2027w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 1014px) 100vw, 1014px" /></figure>
</div>
</div>



<p>Mit der Online-Ausstellung soll das öffentliche Interesse an dieser einmaligen Entwicklungsphase in der Geschichte der Luftfahrt geweckt werden. Denn Brandenburg und Berlin waren damals bedeutende Akteure sowohl in der weltweiten Entwicklung der Luftfahrt, als auch in der Etablierung der Aerologie als neuer Forschungszweig in der Meteorologie. Bei den Dokumenten handelt es sich vor allem um Abstimmungen zu international koordinierten Ballonaufstiegen. Zwischen 1900 und 1904 sind insgesamt 46 solcher Aufstiege in der Akte dokumentiert, die zum Teil monatlich stattfanden. Mit diesen koordinierten Simultan-Aufstiegen versuchten die Aerologie-Pioniere, die Zustände und Vorgänge in der freien Atmosphäre über größeren Teilen der Nordhalbkugel gleichzeitig in Erfahrung zu bringen. Es wurde versucht, nach dem Muster des Netzes von meteorologischen Boden-Beobachtungsstationen, in der Höhe ein ähnliches Netz zu erstellen. Man hoffte, ein zusammenhängendes Bild von den Prozessen in der erdweiten Atmosphäre zu erhalten, um daraus Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, die auch Voraussagen möglich machen würden.</p>
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		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_aufstieg-eines-drachenballons-in-tegel-80388-204153-1-scaled.jpg</url><width>600</width><height>396</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Tech-Insides: Hinter den Kulissen einer AR-Anwendung</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 08:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
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					<description><![CDATA[ Für die Sonderausstellung “Bühnenwelten. Eine immersive Ausstellung zu Bühnenmodellen” des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) sollte ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung entwickelt werden. Hier soll der Prozess der Anwendungsentwicklung geschildert werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-cover is-light"><span aria-hidden="true" class="wp-block-cover__background has-background-dim"></span><img loading="lazy" decoding="async" width="431" height="304" class="wp-block-cover__image-background wp-image-3766" alt="" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild1.jpg" data-object-fit="cover" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild1.jpg 431w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild1-300x212.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 431px) 100vw, 431px" /><div class="wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-right">Tech-Insides: Hinter den Kulissen</p>



<p class="has-text-align-right">einer AR-Anwendung</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-right has-large-font-size"></h2>
</div></div>



<p><em>Ein Beitrag von Catherine Heyart, Julien Letellier, Katrina Rizakova und Elisabeth Thielen</em></p>



<p>Die Forschungsgruppe INKA der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin arbeitet seit 1999 am Schnittpunkt zwischen Informatik und Kultur. INKA steht für Informations- und Kommunikationsanwendungen. Seit über 20 Jahren arbeitet die Gruppe in verschiedenen Drittmittelpro- jekten und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, wie Museen, Konzerthäusern und anderen Kultureinrichtungen. Der Fokus liegt auf dem Schaffen von innovativen Zugängen zu Kultur und kulturellen Inhalten unter der Verwendung moderner Technologien. </p>



<p>Beispielsweise entstand 2019 in Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg anlässlich der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung eine augmentierte Broschüre sowie augmentierte Postkarten, die 3D-Scans von Objekten verschiedener Brandenburger Museen zeigen. Daran anschließend sollte für die Sonderausstellung &#8222;Bühnenwelten. Eine immersive Ausstellung zu Bühnenmodellen&#8220; des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) (Februar &#8211; August 2022) ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung entwickelt werden. Grundlage der Anwendung waren die im Kleist-Museum vorhandenen Bühnenmodelle. Hier soll der Prozess der Anwendungsentwicklung geschildert werden.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Eingesetzte Technologien</h2>



<p></p>



<p>Zunächst musste über den Grad der Immersion entschieden werden: Sollen Nutzer:innen noch ihre direkte Umgebung sehen können (<strong>Augmented Reality &#8211; AR</strong>) oder nicht (<strong>Virtual Reality &#8211; VR</strong>)? Während man mit VR in eine andere Welt eintaucht, kann man bei AR noch zusätzlich die Realität und die analogen Bühnenmodelle erleben, während auf dem Bildschirm zusätzliche Inhalte angeboten werden. Wir entschieden uns für eine Augmented-Reality-Anwendung.</p>



<p>Bei der Verwendung von Augmented Reality auf Mobilgeräten gibt es die Unterscheidung zwischen <strong>nativer App</strong>, die aus einem entsprechenden Store heruntergeladen und installiert werden muss, und <strong>webbasiertes AR</strong>, bei dem lediglich eine Website aufgerufen und dieser Zugriff auf die Smartphonekamera gewährt werden muss. Vorteile der nativen Anwendung ist, dass diese ohne Datenverbindung genutzt werden kann. Dagegen kann eine Web-AR-Anwendung ohne Installation einer App verwendet werden, benötigt dafür aber eine Internetverbindung. Da es für die Kataloganwendung und die Museumsanwendung unterschiedliche Anforderungen gab, wurden verschiedene Technologien genutzt. </p>



<p>Für die Museumsanwendung wurde eine native Anwendung gewählt. Um Probleme mit zu alten oder unterschiedlichen Smartphone- und Betriebssystemversionen zu verhindern und auch die Nutzeroberfläche auf eine bestimmte Bildschirmgröße ausrichten zu können, wurden im Museum Geräte mit der Anwendung für die Besucher:innen zur Verfügung gestellt. Nutzer:innen können so alle dasselbe erleben, ohne vorher eine Anwendung über ihre mobilen Daten herunterladen zu müssen. Es kann zudem auf eine regelmäßige Ladung der Geräte geachtet werden und Nutzer:innen müssen nicht fürchten, durch die Kamera-intensive AR-Anwendung den Akku ihres eigenen Smartphones zu entleeren.</p>



<p></p>



<p>Für die Kataloganwendung wurde hingegen eine webbasierte Anwendung gewählt. Diese kann unabhängig von der Ausstellung verwendet werden. Im Katalog soll ein Einblick in die Bühnenmodelle nicht nur in Form von Text und Bild, sondern auch via Augmented Reality möglich sein. Beim Scannen der einzelnen Seiten sollen in AR korrespondierende Bühnenmodelle in 3D zu sehen sein. Die Anwendung soll schnell angewandt werden können, ohne einen aufwändigen Download vorab. Die Anwendung wurde so konzipiert, dass möglichst wenig mobile Daten verbraucht werden. So wurden auf den Seiten des Katalogs eher Modelle mit reduzierter Polygonanzahl verwendet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom analogen Bühnenmodell zur digitalen Erweiterung</h2>



<p>Nun wurden von einigen Bühnenmodellen 3D-Modelle erstellt. Diese dienen dazu, Aspekte darzustellen, welche die Besucher:innen sonst nicht zu sehen bekommen würden. In einigen Fällen, wie z.B. im Kata- log, entsteht aus einem 2D-Bild mittels AR ein 3D-Modell, welches von unterschiedlichen Winkeln betrachtet werden kann. In der Ausstellung gibt es wiederum animierte 3D-Modelle, welche den Besucher:innen vorführen, wie sich die Bühnenmodelle während einer Vorführung verändern würden. Zur Umsetzung wurden die Techniken<strong> Box-Modellierung </strong>und <strong>Photogrammetrie</strong> genutzt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="432" height="109" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild4.jpg" alt="" class="wp-image-3804" style="width:540px;height:136px" title="1. Meshes 2. Faces 3. Edges 4. Vertices" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild4.jpg 432w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild4-300x76.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption class="wp-element-caption">Box-Modellierung</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Box-Modellierung eignet sich am besten für statische Objekte, wie zum Beispiel Architektur und Möbel. Mithilfe einer Software, in der einfache geometrische Grundformen platziert werden, erstellt man ein Modell. Die Geometrie eines solchen Objekts in einer 3D-Software wird Mesh genannt und ist unterteilt in einzelne Polygone (Vielecke), die wiederum aus Kanten und schließlich Punkten bestehen.</p>



<p>Anhand eines Referenzbildes werden diese Polygone und deren Punkte mit unterschiedlichen digitalen Werkzeugen verändert – verformt, unterteilt oder verschoben –, bis schließlich die gewünschte Geometrie entsteht. Dieses Verfahren schafft viel Freiheit für Aussehen und Aufbau der Modelle. Sie können komplexe oder einfache Geometrien haben. In unserem Fall sind es bevorzugt kleine Datenmengen und unabhängige Teile, um diese später einzeln animieren zu können. </p>



<p>Der Nachteil dieses Verfahrens ist der hohe Aufwand, da jedes Detail per Hand gebaut werden und auf viele Details geachtet werden muss, um fotorealistisch zu wirken. Während der Phase der Geometrieerstellung sind die Objekte noch farblos und werden anschließend texturiert &#8211; sie bekommen Farbe und Struktur. Hierzu werden unterschiedliche Bilder gesammelt und so Texturen erstellt. Sollen die Objekte animiert werden, müssen die zu animierenden Teile Frame für Frame – einzelne Bilder aus einer Animationssequenz – manipuliert werden. Spielt man diese Manipulationen später nacheinander ab, so entsteht eine flüssige Animation.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="642" height="291" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild3.jpg" alt="" class="wp-image-3801" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild3.jpg 642w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild3-300x136.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px" /><figcaption class="wp-element-caption">Photogrammetrie | Berechnung anhand von 1529 Fotos</figcaption></figure>
</div>


<p>Bei der Photogrammetrie werden erst aus unterschiedlichen Winkeln ganz viele Fotos des Bühnenmodells gemacht, welche anschließend mittels einer photogrammetrischen Software zu einem 3D-Modell zusammengefasst werden. In diesem Prozess werden die Geometrie (d.h. die Form) und die Textur (d.h. die Farbe und Muster) gleichzeitig erstellt. Das Vorgehen mit Photogrammetrie hat den Vorteil, dass sehr detaillierte und realitätsgetreue Modelle entstehen. Diese Art von Modellen eignet sich deswegen gut dazu, ein Gefühl von Immersion zu vermitteln. Photogrammetrisch erstellte Modelle haben jedoch den Nachteil, dass es sich um eine einzige zusammenhängende Geometrie handelt und sie sich somit nicht gut dazu eignen, animiert zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Aktuell ist für die Entwicklung der beschriebenen Anwendungen noch sehr viel technisches Know-How erforderlich. In den letzten Jahren hat es allerdings vermehrt Bestrebungen gegeben, diesen Prozess zu vereinfachen und auch Nutzer:innen ohne Programmierkenntnisse über ein Autorensystem zugänglich zu machen. Der Prozess ist vergleichbar mit der Erstellung einer einfachen persönlichen Website: Vor 20 Jahren war dies noch ein komplizierter Prozess, heutzutage kann jede:r mithilfe von Autorensystemen eigene Websites erstellen.</p>



<p>Verschiedene Prototypen solcher Autorensysteme wurden im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte der HTW Berlin bereits entwickelt und kontinuierlich erweitert. Die Augmentierungen im Katalog des Kleist-Museums können bereits durch Anwender:innen ohne Programmierkenntnisse zusammengestellt und getestet werden.</p>



<p>Anders sieht es jedoch bei der hier beschriebenen Ausstellungsanwendung aus. Diese bietet viele Interaktionen und Animationen, die sich bisher nur schwer ohne Programmierkenntnisse verwirklichen lassen. Eine wichtige Forschungsaufgabe besteht daher weiterhin in der Konzipierung von modernen Benutzungsschnittstellen und Werkzeugen für unterschiedliche Anwender:innen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aktualisierte Fassung der DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/02/27/aktualisierte-fassung-der-dfg-praxisregeln-zur-digitalisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2023 23:47:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=3617</guid>

					<description><![CDATA[In der letzten Woche wurde eine aktualisierte Fassung der DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung veröffentlicht. Die Praxisregeln werden in vielen Förderlinien für Digitalisierungsprojekte als Maßstab für die im Projekt geplanten Maßnahmen verwendet und dürften deshalb für viele Museen von Interesse sein. Die Praxisregeln sind unter Creative Commons Attribution 4.0 International lizensiert und finden sich unter https://zenodo.org/record/7435724. Siehe: <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2023/02/27/aktualisierte-fassung-der-dfg-praxisregeln-zur-digitalisierung/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In der letzten Woche wurde eine aktualisierte Fassung der DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung veröffentlicht. Die Praxisregeln werden in vielen Förderlinien für Digitalisierungsprojekte als Maßstab für die im Projekt geplanten Maßnahmen verwendet und dürften deshalb für viele Museen von Interesse sein.</p>



<div class="wp-block-pdfjsblock-pdfjs-embed pdfjs-wrapper"><div class="pdfjs-fullscreen"><a href="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/pdfjs-viewer-shortcode/pdfjs/web/viewer.php?file=https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/02/DFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf&#038;attachment_id=3618&#038;dButton=true&#038;pButton=true&#038;oButton=false&#038;sButton=true&#038;editButtons=true&#038;v=3.0.4&#038;_wpnonce=bb42d759ab#zoom=0&#038;pagemode=none"  aria-label="PDF als Vollbild öffnen">View Fullscreen</a></div><a href="#pdfjs-viewer-skip" class="screen-reader-text">Zum PDF-Inhalt springen</a><div role="region" aria-label="PDF-Anzeiger" id="pdfjs-viewer-skip"><iframe width="100%" height="800" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/pdfjs-viewer-shortcode/pdfjs/web/viewer.php?file=https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/02/DFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf&#038;attachment_id=3618&#038;dButton=true&#038;pButton=true&#038;oButton=false&#038;sButton=true&#038;editButtons=true&#038;v=3.0.4&#038;_wpnonce=bb42d759ab#zoom=0&#038;pagemode=none" title="PDF-Dokument: DFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf" aria-label="PDF-Dokument: DFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf" class="pdfjs-iframe" tabindex="0" loading="lazy" style="max-width: 100%;"></iframe></div></div>



<p>Die Praxisregeln sind unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode">Creative Commons Attribution 4.0 International</a> lizensiert und finden sich unter https://zenodo.org/record/7435724. Siehe: Altenhöner, Reinhard, Berger, Andreas, Bracht, Christian, Klimpel, Paul, Meyer, Sebastian, Neuburger, Andreas, Stäcker, Thomas, &amp; Stein, Regine. (2023). DFG-Praxisregeln &#8222;Digitalisierung&#8220;. Aktualisierte Fassung 2022. Zenodo. <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.7435724">https://doi.org/10.5281/zenodo.7435724</a> </p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>
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		<title>Gemeinsam auf dem Weg in die digitale Welt &#8211; Ein Verbundprojekt der Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 12:41:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Doris Patzer (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Arne Lindemann (Museumsverband Brandenburg) Die Museumslandschaft des Landkreises Potsdam-Mittelmark ist im brandenburgischen Vergleich eine besondere. Mit 43 Museen hat sie zum einen die höchste Dichte an Museen. Dabei handelt es sich zu knapp zwei Dritteln um vereinsgetragene Einrichtungen. Zum anderen sind die Museen sehr jung, meist aus <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Doris Patzer (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Arne Lindemann (Museumsverband Brandenburg)</em></p>



<p>Die Museumslandschaft des <a href="https://web.archive.org/web/20201202072310/https://www.potsdam-mittelmark.de/nc/de/freizeit-tourismus/reisefuehrer/museen/" type="URL" id="https://www.potsdam-mittelmark.de/nc/de/freizeit-tourismus/reisefuehrer/museen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Landkreises Potsdam-Mittelmark</a> ist im brandenburgischen Vergleich eine besondere. Mit 43 Museen hat sie zum einen die höchste Dichte an Museen. Dabei handelt es sich zu knapp zwei Dritteln um vereinsgetragene Einrichtungen. Zum anderen sind die Museen sehr jung, meist aus ehrenamtlichem Engagement in den 1990er Jahren gegründet, und sie widmen sich weniger der breiten Lokalgeschichte, sondern sammeln oft zu Spezialthemen.</p>



<p><strong>Profilschärfung auf Landkreisebene</strong></p>



<p>Im Jahr 2020 haben sich 23 dieser Museen für ein Digitalisierungsprojekt zusammengetan. Initiator war der Landkreis, der schon seit vielen Jahren die Vernetzung der Museen in Potsdam-Mittelmark fördert und konzeptionelle Impulse setzt. Grundlage dafür ist die im Jahr 2011 entwickelte Museumskonzeption, die der Landkreis in Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg verfasste. Die Konzeption zielt darauf, auf Basis der Sammlungsbestände der Museen, übergreifende Schwerpunktthemen herauszuarbeiten, um das museale Profil der Museumslandschaft zu schärfen und Potenziale für eine abgestimmte Weiterentwicklung der Sammlungen zu schaffen. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" data-id="3309" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-3309" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-1024x681.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-1536x1022.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-2048x1362.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="3306" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/3-Reckahn_-_Herrenhaus_08.jpg" alt="" class="wp-image-3306" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/3-Reckahn_-_Herrenhaus_08.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/3-Reckahn_-_Herrenhaus_08-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3308" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3308" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-1024x576.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-300x169.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-1536x864.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="968" height="648" data-id="3307" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Loewig-Haus-3_1.jpg" alt="" class="wp-image-3307" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Loewig-Haus-3_1.jpg 968w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Loewig-Haus-3_1-300x201.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 968px) 100vw, 968px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) Bischofresidenz Burg Ziesar; 2) Rochow-Museum Reckahn; 3) Spargelmuseum Beelitz; 4) Roger-Loewig-Haus Bad Belzig (© Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt)</figcaption></figure>



<p>Dafür wurden die vielfältigen Spezialthemen der Museen zu den Schwerpunkten: „Kreativität in der Region“, „Zuhause und unterwegs“, „Grenzüberschreitungen und Mobilität“, „Obst- und Gemüsegarten vor den Toren der Großstadt“ und „Landmarken“ gebündelt. Mit der Digitalisierung von Teilbeständen aus den Museen sollte nun diese Museumskonzeption fortgeschrieben werden. Finanziert wurde das Projekt über die Digitalisierungsförderung des <a rel="noreferrer noopener" href="https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/" data-type="URL" data-id="https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/" target="_blank">Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur</a>. Antragsteller und Koordinator des Projekts war der Landkreis, der bei der Durchführung vom Museumsverband Unterstützung erhielt.</p>



<p><strong>Vom Auftaktworkshop in die Praxis</strong></p>



<p>Das Projekt startete mit einem ganztägigen Workshop, auf dem diskutiert wurde, ob die 2011 benannten Schwerpunktthemen weiterhin Gültigkeit besitzen bzw. welche Themen hinzugekommen sind oder an Relevanz verloren haben. Dann ging es darum, dazu aussagekräftige Objekte aus der eigenen Sammlung zu identifizieren. Dies war ein nicht immer leichtes Unterfangen, galt es doch, Allgemeines auf Konkretes herunterzubrechen. Letztendlich benannte jedes Museum fünf bis zehn Objekte, die es zu digitalisieren und für die Veröffentlichung vorzubereiten galt. Ein Kurzseminar führte im Rahmen des Auftaktworkshops in die Grundlagen der Objektfotografie ein. Ein kleiner Schreibworkshop beschäftigte sich mit der Frage, wie ein griffiger Objekttext für das Internet aussieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3305" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-1024x768.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-300x225.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-1536x1152.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Auftaktworkschop zum Projekt im Februar 2020 in Werder (Havel), CC0</figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in das <a href="https://nat.museum-digital.de/" data-type="URL" data-id="https://nat.museum-digital.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museumsportal museum-digital.de</a>, in das die Objektbilder- und Daten eingepflegt werden sollten. Hier ging es darum, welche Metadaten und Bildformate für die Objektpräsentation erforderlich sind. Bei der praktischen Umsetzung, die ungefähr ein halbes Jahr in Anspruch nahm, unterstützten Expertinnen und Experten die Museen: bei der Objektfotografie die Fotografin Kerstin Weßlau (Langerwisch) und der Fotograf Wolfgang Lorenz (Lehnin) sowie bei der Erstellung der Objektdaten und -texte die Digitalisierungsfachfrau Anja Schnapka (Potsdam). Letztendlich wurden knapp 200 Objekte digitalisiert und in <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/" data-type="URL" data-id="https://brandenburg.museum-digital.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">museum-digital</a> erfasst.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="842" data-id="3321" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1024x842.jpg" alt="" class="wp-image-3321" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1024x842.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-300x247.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1536x1263.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ölgemälde &#8222;Blick auf Baumgartenbrücke&#8220; von Hannah Schreiber-de Grahl, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62571"><br>Herkunft/Rechte: Museum der Havelländischen Malerkolonie / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="950" data-id="3318" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1024x950.jpg" alt="" class="wp-image-3318" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1024x950.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-300x278.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1536x1424.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783.jpg 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Anker für Vakuum-Strangpresse, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=60914"><br>Herkunft/Rechte: Ziegeleimuseum Glindow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="653" data-id="3314" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-1024x653.jpg" alt="" class="wp-image-3314" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-1024x653.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-300x191.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tafelgemälde zur Gründung des Klosters Lehnin (Siboldlegende), <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61194"><br>Herkunft/Rechte: Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin Museum im Zisterzienserkloster Lehnin / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="3312" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-3312" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023-1024x683.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Pferdemoorschuh, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59145"><br>Herkunft/Rechte: Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="3311" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-3311" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026-1024x683.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zuckerrübenpresse, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59148"><br>Herkunft/Rechte: Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="3316" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-3316" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1024x682.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1536x1024.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Berlinfahrkoffer von &#8222;Emilie Schultze&#8220;, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=60954"><br>Herkunft/Rechte: Stadtmuseum Werder (Havel) +++IN PLANUNG+++ / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="819" data-id="3317" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1024x819.jpg" alt="" class="wp-image-3317" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1024x819.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-300x240.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1536x1229.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Stacheldraht vom Grenzgebiet mit Papierblume, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62756"><br>Herkunft/Rechte: Museumsprojekt Kleinmachnow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="758" data-id="3320" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-1024x758.jpg" alt="" class="wp-image-3320" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-1024x758.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-300x222.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Schmetterlingskasten, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61780"><br>Herkunft/Rechte: Schulmuseum Reckahn / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1024" data-id="3322" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-800x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3322" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-800x1024.jpg 800w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-234x300.jpg 234w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-1199x1536.jpg 1199w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schumacherwerkzeug, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59668"><br>Herkunft/Rechte: Heimatmuseum der Stadt Ziesar / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="898" height="1024" data-id="3310" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-898x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3310" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-898x1024.jpg 898w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-263x300.jpg 263w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749.jpg 1052w" sizes="auto, (max-width: 898px) 100vw, 898px" /><figcaption>Flach-Halbwebstuhl, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62584"><br>Herkunft/Rechte: Handweberei „Henni Jaensch-Zeymer“ / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="668" data-id="3319" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-1024x668.jpg" alt="" class="wp-image-3319" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-1024x668.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-300x196.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-1536x1002.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zeichnung Einsteins Sommerhaus, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62064"><br>Herkunft/Rechte: Initiativkreis Albert-Einstein-Haus Caputh e.V. im Bürgerhaus Caputh / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="1024" data-id="3323" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-767x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3323" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-767x1024.jpg 767w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-225x300.jpg 225w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-1150x1536.jpg 1150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905.jpg 1498w" sizes="auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px" /><figcaption>Portraitbild Christian Morgensternvon Anna Gestrich, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61258"><br>Herkunft/Rechte: Christian Morgenstern Literaturmuseum / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" data-id="3313" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-682x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3313" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-682x1024.jpg 682w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-200x300.jpg 200w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-1024x1536.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665.jpg 1333w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption>Kugelwaschmaschine Scando, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62502"><br>Herkunft/Rechte: Heimatmuseum Stadt Teltow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="816" data-id="3315" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864-1024x816.jpg" alt="" class="wp-image-3315" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864-1024x816.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864-300x239.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gemälde Märkische Landschaften von Roger Loewig, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61149"><br>Herkunft/Rechte: Wolfgang Woizick / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>
</figure>



<p><strong>Gemeinsame</strong> <strong>Online-Ausstellung</strong></p>



<p>Den Abschluss des Projekts bildete die digitale Ausstellung „<a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;tid=1024" data-type="URL" data-id="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;tid=1024" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Posthorn, Pinsel, Prinzenapfel – Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark</a>“. Die mit dem Ausstellungsmodul von museum-digital erstellte Schau führt die digitalisierten Objekte unter den vorher miteinander diskutierten Schwerpunktthemen zusammen. Auf diese Weise ist eine pointierte Gesamtschau zur Geschichte des Landkreises entstanden, die die Vielfalt der Museen abbildet aber auch gleichzeitig den einzelnen Museen Raum gibt, sich selbst zu präsentieren. Positiver und gewollter Nebeneffekt ist, dass durch die gemeinsame Präsentation die Sichtbarkeit der Museen im Internet gefördert wird. Die Ausstellung kann zukünftig mit neuen Themen und Objekten erweitert werden. Sie ist damit ein stets aktuelles Abbild der lebendigen Museumslandschaft Potsdam-Mittelmark.</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226.jpg</url><width>600</width><height>444</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Archivalien zur Industriegeschichte digitalisieren und sichtbar machen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 13:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Technik/Design]]></category>
		<category><![CDATA[Industriegeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag des Museumsverbands des Landes Brandenburg e. V. Das Land Brandenburg ist ein Land der Industriekultur. Zahlreiche Technik- und Industriemuseen, aber auch Stadt- und Regionalmuseen, erzählen in ihren Ausstellungen und museumspädagogischen Angeboten über die industrielle Entwicklung des Landes seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben eindrucksvollen Denkmälern und Objekten, bewahren die Museen oft <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag des Museumsverbands des Landes Brandenburg e. V.</em></p>



<p>Das Land Brandenburg ist ein Land der Industriekultur. Zahlreiche Technik- und Industriemuseen, aber auch Stadt- und Regionalmuseen, erzählen in ihren Ausstellungen und museumspädagogischen Angeboten über die industrielle Entwicklung des Landes seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben eindrucksvollen Denkmälern und Objekten, bewahren die Museen oft umfangreiche archivalische Bestände der brandenburgischen Industriegeschichte. Hierzu gehören Dokumente, Briefwechsel, Fotos, Konstruktionspläne, Brigadetagebücher, Filme, Töne usw..</p>



<p><strong>Mehr als 6500 digitalisierte Archivalien</strong></p>



<p>Eine erste zusammenfassende <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Publikationen/Schriftgut_Technik_2012_End.pdf" target="_blank"><strong>Übersicht zu den Beständen von 20 Museen</strong></a> gab der Museumsverband im Jahr 2012 heraus. Diese Übersicht bot einen ersten Einblick in die Vielfalt und den Umfang der Überlieferung, zeigte aber auch, dass die archivgerechte Ordnung und Strukturierung der Bestände, ihre sachgerechte Lagerung sowie ihre Erfassung noch in den Anfängen steckte. In den folgenden Jahren bemühten sich die Museen punktuell um eine Verbesserung der Lage. Damit die Archivalien aber langfristig erhalten, sichtbar und nutzbar sind, fehlt nach wie vor in vielen Museen die archivgerechte Ordnung, Strukturierung und digitale Erfassung der Bestände sowie eine flächendeckende Übersicht darüber, zu welchen Industriezweigen und Betrieben eine Überlieferung in den Museen vorhanden ist.</p>



<p>Das im Jahr 2021 vom Museumsverband Brandenburg durchgeführte Verbund-Digitalisierungs-Projekt „Industriearchive digitalisieren und sichtbar machen“ hat hierfür nun eine nachhaltige Basis geschaffen. An dem Projekt beteiligten sich 21 Museen. Es wurden über 6500 Archivalien digitalisiert sowie neue Features für die Erfassung, Präsentation und Datenweitergabe von Archivalien in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.museum-digital.de" data-type="URL" data-id="https://www.museum-digital.de" target="_blank">museum-digital.de</a> entwickelt und implementiert sowie eine Visualisierung der Archivalien mit dem <a rel="noreferrer noopener" href="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" data-type="URL" data-id="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" target="_blank">Vikus-Viewer der FH-Potsdam</a> veröffentlicht. Darüber hinaus fand für die Projektteilnehmer*innen &nbsp;ein Workshop zum Umgang mit Archivalien statt. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem <a rel="noreferrer noopener" href="https://bb-wa.de/" data-type="URL" data-id="https://bb-wa.de/" target="_blank">Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv</a> und der Landesfachstelle für <a href="https://www.fh-potsdam.de/hochschule-karriere/organisation/assoziierte-einrichtungen/landesfachstelle-archive-und-oeffentliche-bibliotheken-brandenburg" data-type="URL" data-id="https://www.fh-potsdam.de/hochschule-karriere/organisation/assoziierte-einrichtungen/landesfachstelle-archive-und-oeffentliche-bibliotheken-brandenburg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg</a> durchgeführt.</p>



<p><strong>Digitalisierung</strong></p>



<p>Die archivalische Überlieferung zur brandenburgischen Industriegeschichte in den Museen ist sehr heterogen. Dies bezieht sich sowohl auf den Umfang als auch auf die Bestandsart, die von großformatige Plänen und Karten über Flyer und Kataloge, gebundenes Schriftgut wie Musterbücher, Betriebschroniken oder Brigadetagebücher, Fotografien, Betriebszeitschriften bis hin zu Videos und Tönen reicht. Ziel des Projekts war es, möglichst jede Bestandsart exemplarisch zu digitalisieren, was auch gelungen ist. Ein Schwerpunkt stellten dabei Karten und Pläne dar, die wegen ihrer meist großen Formate Museen bei der Digitalisierung vor Probleme stellen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="741" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-1024x741.jpg" alt="" class="wp-image-3095" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-1024x741.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-300x217.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-1536x1112.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-2048x1483.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Technische Zeichnung, Stahlgittermast (Mast 17) auf dem Funkerberg Königs Wusterhausen, Sende und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen, CC BY-NC</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="737" data-id="3094" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-1024x737.jpg" alt="" class="wp-image-3094" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-1024x737.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-300x216.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-1536x1105.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="649" data-id="3093" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1024x649.jpg" alt="" class="wp-image-3093" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1024x649.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-300x190.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1536x974.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-2048x1298.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) Technische Zeichnung, Rückspiegel eines Motorollers, VEB Industriewerke Ludwigsfelde, Museum für Stadt und Techik Ludwigsfelde, CC BY-NC-SA; 2) Bauplan, Zweiflammrohrkessel,  VEB Brauerei und Hefefabrik Pritzwalk, Museumsfabrik Pritzwalk, CC BY-NC</figcaption></figure>



<p>Die Digitalisierung wurde in der Regel über externe Fachfirmen organisiert. Zwei Museen realisierten die Digitalisierung hausintern. Bei der Patentpapierfabrik Hohenofen lagen bereits Digitalisate von teilweise stark beschädigten Plänen vor, deren Lesbarkeit durch die Schäden (dunkle Auflagerungen, Falzmarken, Deformationen und Verfärbungen) stark beeinträchtigt war. Exemplarisch wurde hier erprobt, wie solche Pläne digital wieder aufbereitet werden können.</p>



<p><strong>Neue Funktionen in museum-digital</strong></p>



<p>Die Plattform <a rel="noreferrer noopener" href="https://nat.museum-digital.de/" data-type="URL" data-id="https://nat.museum-digital.de/" target="_blank">museum-digital.de</a> hat sich inzwischen als der zentrale Präsentationsort von Kulturgut brandenburgischer Museen entwickelt. Immer mehr Museen entschließen sich außerdem dazu, museum-digital auch als Inventarisierungssoftware zu nutzen. Der Fokus der Plattform auf museale Objektbestände machte bisher die Erfassung und Präsentation archivalischer Bestände schwierig, vor allem wenn es um die Gliederung von Beständen (Tektonik), das Erfassen zusammenhängender Konvolute oder die Präsentation mehrseitigen Schriftguts ging. Im Zuge des Projekts konnte museum-digital in diese Richtung weiter ertüchtigt werden. Zum einen ist es nun mit der Hierarchisierung von Sammlungen möglich Tektoniken abzubilden. Eine neue Funktion ermöglicht das Verschlagworten von Sammlungen, womit eine <a href="https://ex.musdig.org/industriearchive-brandenburg" data-type="URL" data-id="https://ex.musdig.org/industriearchive-brandenburg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">museumsübergreifende&nbsp; Auflistung von Archivbeständen in einer Art Findbuch</a> möglich ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="461" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1024x461.png" alt="" class="wp-image-3288" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1024x461.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-300x135.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1536x692.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg.png 1605w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;Findbuch&#8220; zur Industriegeschichte Brandenburgs auf museum-digital</figcaption></figure>



<p>Zum anderen wurde mit <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/03/16/iiif-und-museum-digital/" data-type="URL" data-id="https://blog.museum-digital.org/de/2022/03/16/iiif-und-museum-digital/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mirador ein IIIF-Viewer implementiert</a>, der das „Durchblättern“ <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=92951" data-type="URL" data-id="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=92951" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrseitiger Dokumente</a> wie z. B. Betriebszeitungen, Musterbücher, gebundene Betriebschroniken oder anderes mehrseitiges Schriftgut&nbsp; am Bildschirm wesentlich komfortabler macht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="473" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1024x473.png" alt="" class="wp-image-3290" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1024x473.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-300x139.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1536x710.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg.png 1798w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mirador-Viewer</figcaption></figure>



<p>Damit zukünftig Daten an das <a href="https://www.archivportal-d.de/" data-type="URL" data-id="https://www.archivportal-d.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archivportal-D</a>&nbsp; weitergegeben werden können, können Daten aus museum-digital nun im passenden Format ausgegeben werde. Eine EAD-Schnittstelle folgt.</p>



<p><strong>Visualisierung mit dem Vikus Viewer</strong></p>



<p>Die Präsentation archivalischer Bestände erscheint auf Grund des meist unspektakulären Erscheinungsbilds der Archivalien wenig attraktiv. Mit dem vom UCLAB der FH-Potsdam entwickelten <a href="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" data-type="URL" data-id="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vikus Viewer</a> existiert seit 2018 eine <a href="https://github.com/cpietsch/vikus-viewer" data-type="URL" data-id="https://github.com/cpietsch/vikus-viewer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open Source-Lösung</a>, die hier Abhilfe schafft. Ein Teil der im Projekt digitalisierten Bestände (550 Digitalisate) wurde mit dem <a href="http://industriearchive.museen-brandenburg.de" data-type="URL" data-id="http://industriearchive.museen-brandenburg.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vikus Viewer visualisiert</a>. Die chronologisch geordneten Archivalien lassen sich hier intuitiv nach Schlagworten (Orten, Industriezweigen, Bestandsart) filtern und das alles in sehr ansprechender Art und Weise.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3293" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3293" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1024x576.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-300x169.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1536x864.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3294" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3294" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1024x576.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-300x169.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1536x864.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3295" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-22-museumsverband-1-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3295" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-22-museumsverband-1-1024x576.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-22-museumsverband-1-300x169.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-22-museumsverband-1-1536x864.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-22-museumsverband-1.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<p><strong>Ausblick</strong></p>



<p>Die Verbund-Digitalisierungsprojekte des Museumsverbands sollen Grundlagen für eine eigenständige Bestandsdigitalisierung in den Museen schaffen. Ein wesentliches Element des Industriearchive-Projekts war neben der exemplarischen Digitalisierung der Teilbestände die Erstellung der Gutachten zur Bestandsentwicklung, aus denen bereits erste neue Förderprojekte hervorgegangen sind. Die digitalisierten Bestände sind bei museum-digital erfasst und speisen bereits das digitale „Findbuch“ zur Industriegeschichte Brandenburgs auf museum-digital. Die Museen sind eingeladen, weitere zu diesem Thema gehörende Bestände zu digitalisieren und das Findbuch sukzessive zu erweitern. Auch der Vikus Viewer ist nicht als abgeschlossenes Projekt gedacht. Weitere Bestände können hier mit Unterstützung des Museumsverbands hochgeladen werden mit dem Ziel, einen repräsentativen Querschnitt über die Archivbestände zur Industriegeschichte in brandenburgischen Museen zu zeigen.</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1024x649-1.jpg</url><width>600</width><height>380</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Objektfotografie (Folge 4) &#8211; Reproduktion von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien usw.</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/</link>
					<comments>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 07:46:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Objektfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Reproduktion]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara. In unserem vierten Filmmodul erklären wir, wie Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Drucke und Fotografien reproduziert werden können. Das Aufnahmewerkzeug ist eine digitale Kamera mit Standard- oder moderaten Teleobjektiv, das möglichst auch eine Makrofunktion hat. Eine Festbrennweite ist dabei immer einem Zoom vorzuziehen. Wichtig ist, <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara.</em></p>



<p>In unserem vierten Filmmodul erklären wir, wie Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Drucke und Fotografien reproduziert werden können. Das Aufnahmewerkzeug ist eine digitale Kamera mit Standard- oder moderaten Teleobjektiv, das möglichst auch eine Makrofunktion hat. Eine Festbrennweite ist dabei immer einem Zoom vorzuziehen. Wichtig ist, dass das Objektiv wenig bis gar nicht verzeichnet, also gerade Linien auch am Rand der Aufnahme gerade und nicht kissen- oder tonnenförmig wiedergegeben werden. Fotografiert wird mit Blende 8 bis 11, damit alles bis in die Ecken scharf gezeichnet wird. Weiteres Zubehör: Staffelei, Reprosäule oder Aufhängung an einer Wand, Wasserwaage, Drahtauslöser,<br>Papierunterlage, 2 Stative, 2 Blitz- oder Dauerlichtlampen, Belichtungsmesser, Farbkarte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Objektfotografie #4 - Reproduktion von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien usw." width="1778" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/qA0354jtvdo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p><strong>1. Positionierung des Bildes:</strong><br>Das Gemälde muss parallel zur Kamera an die Wand gehängt oder auf eine Staffelei gestellt werden, deren Stehwinkel auf 90° gestellt werden kann. (Alternativ kann ein kleines Gemälde auch auf den Fuß einer Reprosäule gelegt werden. Dazu später mehr.) Dabei muss darauf geachtet werden, dass links und rechts ausreichend Platz für die Beleuchtung vorhanden ist.</p>



<p><strong>2.  Die Beleuchtung:</strong><br>Es können Blitz- oder Fotolampen verwendet werden. Vor- und Nachteile: Blitzlicht ist in der Regel ein »sauberes« Licht, genauso Halogenlicht, das korrekte Farben erzeugt. Billige LED Lampen sind nicht zu empfehlen, da sie Farben falsch wiedergeben könnten. Bei der Verwendung von Fotolampen ist ein stabiles Stativ wichtig, damit die Reproduktionen bei längeren Belichtungen scharf werden.</p>



<p>Lichtwinkel 45°: Wir bauen zunächst zwei Blitzköpfe mit Reflektoren (oder Fotolampen) auf, die genau im 45° Winkel zu dem Gemälde stehen müssen. Wichtig ist dabei, dass sie genügend Abstand vom Bild haben, damit das Bild gleichmäßig beleuchtet wird. Es sollten mindestens 150 &#8211; 200 cm Abstand sein. Der 45° Winkel entsteht, wenn von der Bildmitte z.B. 200 cm je nach rechts und nach links gemessen wird und dann im 90° Winkel der gleiche Abstand nach vorne. Dort werden die Lampen dann idealerweise aufgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="834" height="467" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3102" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 834w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-300x168.png 300w" sizes="auto, (max-width: 834px) 100vw, 834px" /></figure>



<p><br>Lampenhöhe auf Bildmitte: Dann messen wir die (vertikale) Höhe der Bildmitte vom Boden aus, bringen unsere Lampen auf die gleiche Höhe und stellen sie horizontal ins Wasser (mit Hilfe einer Wasserwaage oder nach Augenmaß). Idealerweise ist die Mitte des Leuchtmittels oder der Blitzröhre dann genau auf Höhe der Bildmitte.<br><br>Kontrolle: Die richtige Postion der Beleuchtung kann von der Mitte des zu reproduzierenden Bildes aus<br>kontrolliert werden, indem wir von dort aus je zu einer Lampe schauen. Das Leuchmittel/die Blitzröhre sollte sich idealerweise in der Mitte des Reflektors befinden. Minimale Abweichungen sind nicht schlimm, aber je genauer alles eingestellt ist, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung des Gemäldes.</p>



<p><strong>3. Belichtungsmessung:</strong><br>Steht das Licht in der korrekten Höhe mit dem richtigen Abstand und Winkel, messen wir an allen vier<br>Ecken des Bildes mit einem Blitzbelichtungsmesser, ob das Bild tatsächlich gleichmäßig beleuchtet wird.<br>Das Licht sollte überall gleich stark sein (Abweichungen von einer 1/10 Blende sind ok). Der Blitz wird dabei so eingestellt, dass wir in der Basis ISO (in der Regel 100 ISO) mit Blende 8 &#8211; 11 fotografieren können. Bei Dauerlicht (Fotolampen) wird die Belichtungszeit so gewählt, dass wir in der Basis ISO auf einen Blendenwert zwischen Blende 8 und 11 kommen. Sind die Fotolampen identisch (gleiche Wattzahl) oder die beiden identischen Blitzlampen ggf. auf die gleiche Lichtstärke eingestellt, kann auf eine Belichtungsmessung verzichtet werden. Die ideale Belichtung können wir dann dem Histogramm entnehmen. (Filmtutorial #2)</p>



<p><strong>4. Kamera aufbauen:</strong><br>Die Kamera wird auf einem Stativ befestigt und parallel und zentral zum Bild gestellt. Dabei hilft meist ein Zollstock oder eine Linie im Bodenbelag sowie die eingebaute Wasserwaage in der Kamera. Wir bringen die Kamera also parallel (zum Gemälde), mittig und möglichst formatfüllend in Position. Die vorher gemessene Mitte des Gemäldes befindet sich auf gleicher Höhe wie das Objektiv der Kamera. Alle Linien vom Rand des Gemäldes verlaufen parallel zum Sucherbild der Kamera. Manchmal befinden sich Gemälde auch in verzogenen Rahmen, dann muss dies vermittelt werden.</p>



<p><strong>5. Fotografieren:</strong><br>(a) Neben das Bild legen wir eine Farbkarte oder/und Graukarte. Noch besser ist es, diese ganz mittig auf<br>dem Bild zu positionieren, um den Weißableich zu ermitteln. (Dazu später mehr.) Nachdem alles eingestellt ist, lösen wir die Kamera auf den gemessenen Einstellungen aus und fotografieren dabei möglichst im RAW Modus, da nur hier der Weißabgleich am Computer eingestellt werden kann. Bei Kunstlicht ist es unbedingt nötig den Selbstauslöser oder einen Fernauslöser zu verwenden, da das Bild nicht verwackeln darf.<br>(b) Wir belichten zur Sicherheit auch eine halbe oder drittel Blende über und unter dem gemessenen Wert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="213" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3104" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 748w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-300x85.png 300w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /></figure>



<p></p>



<p><strong>6. Die Farbkarte</strong><br>Hier abgebildet ist eine standardisierte Farbkarte, die wir bei der Reproduktion mitfotografiert haben, um<br>eine Referenz für die richtigen Farben und die richtige Helligkeit zu bekommen.</p>



<p>Helligkeit: Wir können anhand der Karte feststellen, ob unsere Reproduktion richtig belichtet wurde.<br>Dazu wählen wir von unseren drei Belichtungen die aus, die der Helligkeit der Karte am ehesten entspricht. Am besten ist dies auf der Farbkarte am rechten unteren Schwarzton und dem dunklen Braunton daneben zu erkennen.<br><br>Weißabgleich: Wir sehen unten links unsere Reproduktion mit dem automatischen Weißabgleich der Kamera. Das Bild hat einen Cyan Stich. Wenn wir nun wie empfohlen im RAW Modus fotografiert haben, können wir im RAW Entwickler (Photoshop, Lightroom etc.) mit der Pipette im Entwicklungs- oder Grundeinstellungsmodul einen benutzerdefinierten Weißabgleich durchführen. Dafür gehen wir mit der Pipette auf das weisse Feld der Farbkarte und erhalten so einen neutralen Weißabgleich. Das rechte Bild ist jetzt farbneutraler, der Cyanstich ist verschwunden. Es gibt auch spezielle Graukarten, die nur für den Weißabgleich verwendet werden können und noch genauer sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="813" height="808" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin.jpg" alt="" class="wp-image-3107" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin.jpg 813w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin-300x298.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 813px) 100vw, 813px" /><figcaption>Abbildung: Günther Brendel, Lenin, 1968/70 (Öl auf Hartfaser) Maße: 84.0 x 59.0 cm</figcaption></figure>



<p>Wir sehen hier, wie sich die Werte von Temperatur und Tonung des RAW Bildes zwischen dem automatischen und dem manuellen Weißabgleich verändert haben. Für einen noch präziseren Weißabgleich sollte die Farbkarte mittig über das Gemälde gehalten werden. Der dort ermittelte Weißabgleich wird dann auf die nachfolgenden Aufnahme übertragen. Er besteht aus den oben angezeigten Werten aus Temperatur und Tonung, kann kopiert oder auch manuell übertragen werden.</p>



<p><strong>7. Das Kameraprofil</strong><br>Jede Kamera hat hinterlegte Farbprofile, die u.a. die Sättigung und den Kontrast des Bildes beeinflussen.<br>Wir empfehlen, möglichst immer das herstellereigene Standard Profil auszuwählen. In der Regel kann das auch noch nach der Aufnahme im Entwicklungsmodul eingestellt werden. Die Profile von Adobe sind bezüglich der Farbtreue den Profilen von Nikon, Fuji und Canon unterlegen. Empfehlenswert sind folgende herstellerabhängige Einstellungen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Nikon Kamera Standard</li><li>Fuji PROVIA/Standard</li><li>Canon Camera Standard</li></ul>



<p><strong>Reproduktion von Aquarellen/ Zeichnungen und Drucken/Fotografien mit einer Reprosäule</strong></p>



<p>1. Positionierung des Bildes:<br>Alles was sich auf losen Blättern befindet muss zum Reproduzieren liegen. Um diese »Flachware« zu reproduzieren, eignet sich eine Reprosäule. Die Reprosäule sollte zu beiden Seiten genug Platz für die Beleuchtung haben. Wir legen das Bild auf das Grundbrett der Reprosäule, das wir zuvor mit einem neutralen Karton abdecken können.</p>



<p>2. Die Beleuchtung:<br>Auch hier sollte das Bild mit Licht aus einem Winkel von 45° beleuchtet werden. Die Lampen werden in einem Abstand von z.B. je 150cm von der Bildmitte gemessen links und rechts der Reprosäule aufgestellt. Dann bringen wir die Lampen auf eine Höhe von 150 cm und schwenken sie im 45° Winkel Richtung Bild. Dazu kann eine Wasserwaage mit 45° Anzeige verwendet werden oder alles auf Sicht eingestellt werden. Siehe auch Kontrolle auf Seite 2.</p>



<p>3. Belichtungsmessung: (siehe Seite 2)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="524" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3108" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 748w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-300x210.png 300w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /></figure>



<p></p>



<p>4. Kamera aufbauen:<br>Die Kamera wird an der Reprosäule so angebracht, dass sie genau im Wasser steht. Dafür halten wir eine<br>Wasserwaage über den gesamten Filterring des Objektivs und messen einmal von links nach rechts in der<br>Achse des Lichts und dann von vorne nach hinten. Zur Kontrolle sollte auch das Grundbrett der Reprosäule mitgemessen werden. Steht die Reprosäule auf einer schiefen Fläche und die Wasserblase der Waage ist nicht ganz mittig in der Libelle, muss die Kamera daran angepasst werden. Dabei helfen meist die Markierungen der Libelle. Die Kamera wird außerdem so eingestellt, dass die Reproduktion wieder möglichst formatfüllend aufgenommen werden kann.<br><br>5. Fotografieren: (siehe Seite 2)<br><br>6. Die Farbkarte (siehe Seite 2-3 und unten)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="787" height="844" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3109" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 787w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-280x300.png 280w" sizes="auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px" /></figure>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<title>Museen digital und Open Access. Gedanken zu Open Access und Kulturdaten.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2022 13:21:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Ben Kaden, Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access des Landes Brandenburg Die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg betrachtet Open Access bisher weitgehend aus der Perspektive des wissenschaftlichen Publizierens. Das ist angesichts ihrer Ausrichtung nachvollziehbar, nach der sie den durchaus erheblichen Vernetzungs- und Beratungsbedarf in den Hochschulen des Landes auffängt. Denkt man Open <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/11/museen-digital-und-open-access-gedanken-zu-open-access-und-kulturdaten/" class="more-link">...</a>]]></description>
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<p>Ein Beitrag von Ben Kaden, Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access des Landes Brandenburg</p>



<p>Die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg betrachtet Open Access bisher weitgehend aus der Perspektive des wissenschaftlichen Publizierens. Das ist angesichts ihrer Ausrichtung nachvollziehbar, nach der sie den durchaus erheblichen Vernetzungs- und Beratungsbedarf in den Hochschulen des Landes auffängt. Denkt man Open Access aber in einem größeren Zusammenhang, sieht man unmittelbar die Potentiale, die über das klassische wissenschaftliche Publizieren hinausreichen. Offene Objektdaten werden, in die passende Form gebracht, bekanntlich schnell offene Forschungsmaterialien. Akademische Forschung, aber auch Bürger*innenwissenschaft, profitieren enorm von einem reichhaltigen und nachnutzbaren Angebot an digitalen Kulturdaten. Da überrascht es wenig, dass sich Museen zunehmend an dieser Stelle einbringen. Oder zumindest einbringen wollen. Sie digitalisieren Bestände und versuchen Zielgruppen über digitale Browserpräsentationen zu erreichen. Vermehrt findet man interaktive Angebote. Partizipation und Interaktivität sind die Schlagwörter der Stunde.</p>



<p><strong>Nachnutzbarkeit und kulturelles Erbe</strong></p>



<p>Für uns als Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg ist diese Entwicklung naturgemäß besonders dann relevant, wenn es um die digitale Nachnutzbarkeit in Forschungszusammenhängen geht. Die Voraussetzungen sind hier wie generell bei Open Access die Sichtbarkeit, die Verfügbarkeit und eine über Lizenzen abgesicherte Verwendbarkeit. Klingt einfach, ist in der Umsetzung und im Detail allerdings komplex. Für uns kommt hinzu, dass wir die Arbeitspraxis und Rahmenbedingungen der Museen im Land Brandenburg, die wir durchaus zu unserem erweiterten Kreis der Stakeholder*innen zählen, bisher wenig kennen. Wenn wir also wie am vergangenen Montag, den 6.12.2021, einer Veranstaltung des <a rel="noreferrer noopener" href="https://museen-brandenburg.de/" target="_blank">Museumsverbands des Landes Brandenburg e.V.</a> mit der Themenstellung “<a rel="noreferrer noopener" href="https://museen-brandenburg.de/fortbildung/online-kurse/#OpenGLAM" target="_blank">Open Access – Offenheit im Umgang mit dem digitalisierten kulturellen Erbe</a>” besuchten, dann auch, um selbst etwas zu lernen.</p>



<p><strong>Definitionen und Perspektiven</strong></p>



<p>Eingeladen wurden wir allerdings, um Input zu geben und um darzulegen, wo wir generell Schnittstellen zwischen Museen, digitalisierten Museumsbeständen und Open Access sehen. Aus unserer Sicht gibt es eine ganze Reihe dieser Schnittpunkte, auch auf ganz elementarer Ebene. Genaugenommen erscheinen Museen nämlich in den meisten Fällen bereits aus ihrer institutionellen Logik heraus für Offenheit prädestiniert. Sie sind generell Zugangs-, Präsentations- und Vermittlungsinstitutionen. Sie adressieren eine weit gefasste Öffentlichkeit und stehen im Prinzip allen Interessierten voraussetzungsfrei zur Verfügung. Sie werden in vielen Fällen von öffentlichen Trägern unterstützt oder sogar komplett abgesichert. Oder, wie es die noch gültige Definition für “Museum” des <a rel="noreferrer noopener" href="https://icom.museum/en/" target="_blank">international council of museums </a>(ICOM) formuliert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>“Museums are democratising, inclusive and polyphonic spaces for critical dialogue about the pasts and the futures. Acknowledging and addressing the conflicts and challenges of the present, they hold artefacts and specimens in trust for society, safeguard diverse memories for future generations and guarantee equal rights and equal access to heritage for all people.<br>Museums are not for profit. They are participatory and transparent, and work in active partnership with and for diverse communities to collect, preserve, research, interpret, exhibit, and enhance understandings of the world, aiming to contribute to human dignity and social justice, global equality and planetary wellbeing.”</p><cite>ICOM:<em> <a href="https://icom.museum/en/news/icom-announces-the-alternative-museum-definition-that-will-be-subject-to-a-vote/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ICOM announces the alternative museum definition that will be subject to a vote</a></em>. In: icom.museum. 25.07.2019</cite></blockquote>



<p>Unübersehbar ist die grundlegend politischere Positionierung sowie eine Betonung von Inklusivität und, buchstäblich, Vielstimmigkeit. Weitere Aspekte neben dem Charakter der Gemeinnützigkeit sind Teilhabe und Transparenz und die verstärkte Betonung einer aktiven Auseinandersetzung mit Materialien, Objekten und ihren Bedeutungen. Der Aspekt der Freude lässt sich möglicherweise als unter “Planetary wellbeing” eingeschlossen vermuten.</p>



<p><strong>Anwendungsfälle</strong></p>



<p>Viele Museum versuchen, diesen Ansprüchen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Rechnung zu tragen. Besonders ausgeprägt scheint die Öffnung zur digitalen Aktivierung und Einbeziehung der Besucher*innen. Ein Beispiel aus Brandenburg ist die digitale Plattform des Museums “Utopie und Alltag”, das bereits aufgrund seiner Lokalisierung zwischen zwei Standorten, nämlich Beeskow und Eisenhüttenstadt, Lösungen für dynamische Sammlungspräsentationen finden muss. Da liegt ein Schritt ins Digitale nur nah. Entsprechend findet man eine Plattform namens “Museum Utopie und Alltag digital” und darauf die programmatische Selbstbeschreibung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>““Mit der Digitalisierung unserer Sammlung geben wir allen Interessierten die Möglichkeit, selbst Geschichte und Erinnerungen an andere zu vermitteln. Wir wünschen uns einen regen Austausch, auch untereinander, über das Gestern, aber auch über das Heute und Morgen. Anhand dieser Erinnerungs-Impulse möchten wir nicht nur die gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart aktivieren””</p><cite>Museum Utopie und Alltag: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.utopieundalltag.de/digital/" target="_blank">www.utopieundalltag.de/digital</a> . o.J.</cite></blockquote>



<p>In diesem Fall bleibt Open Access noch auf einen Aspekt, nämlich die aktive Teilhabe der Besucher*innen bezogen, die auf Objektebene eigene Geschichten beisteuern können. Offenheit betrifft hier also den offenen, objektbezogenen Diskurs.</p>



<p>Eine andere, erweiterte Perspektive auf die Chancen von Openness im Museumskontext boten Juliane Stiller und Violeta Trkulja in ihrer Präsentation “<a rel="noreferrer noopener" href="https://de.slideshare.net/stillinsky/open-access-in-museen-vorteile-der-offenheit-und-wie-museen-mehr-offenheit-wagen-knnen" target="_blank">Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können</a>“.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-slideshare wp-block-embed-slideshare"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können" src="https://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/key/edmiBow75rp3xW" width="427" height="356" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" style="border:1px solid #CCC; border-width:1px; margin-bottom:5px; max-width: 100%;" allowfullscreen> </iframe> <div style="margin-bottom:5px"> <strong> <a href="https://www.slideshare.net/stillinsky/open-access-in-museen-vorteile-der-offenheit-und-wie-museen-mehr-offenheit-wagen-knnen" title="Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können" target="_blank">Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können</a> </strong> from <strong><a href="https://www.slideshare.net/stillinsky" target="_blank">Juliane Stiller</a></strong> </div>
</div><figcaption><strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.slideshare.net/stillinsky/open-access-in-museen-vorteile-der-offenheit-und-wie-museen-mehr-offenheit-wagen-knnen" target="_blank">Open Access in Museen. Vorteile der Offenheit und wie Museen mehr Offenheit wagen können</a></strong> from <strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.slideshare.net/stillinsky" target="_blank">Juliane Stiller</a></strong></figcaption></figure>



<p>Ihr Anwendungsfall war das <a rel="noreferrer noopener" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rijksmuseum_Amsterdam" target="_blank">Rijksmuseum in Amsterdam</a>, das mit seinem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.rijksmuseum.nl/en/rijksstudio" target="_blank">Rijksstudio</a> und seiner ausnehmend progressiven Rechtepolitik maximale Teilhabemöglichkeiten für seine zugegeben gemeinfreien und damit rechtlich unproblematischeren Bestände bietet. Die den Vortrag prägende Heraushebung von Aspekten wie Markenstärkung und Kosteneinsparungen sind möglicherweise nicht der <em>Unique Selling Point</em> für Open Access, der in der Open-Access-Community zuerst verfängt. Aber dies sind am Ende auch Effekte, die unter Umständen für Museen und ihre Träger eine Rolle spielen. Aus Sicht der Informationsethik und der ICOM-Definitionen wiegt vermutlich schwerer, dass die Öffnung der digitalen Bestandsobjekte für Nachnutzungen tatsächlich zu vielgestaltigen Verarbeitungen in Bildung, Forschung und kreativ-künstlerischer Auseinandersetzung führt. Entsprechend können wir zum Beispiel diesen wunderbaren Fantasievogel, der eigentlich eine Schnupftabakdose ist, aus der Sammlung des Hauses hier ohne Probleme als Illustration verwenden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://web.archive.org/web/20211214090735/https://open-access-brandenburg.de/wp-content/uploads/2021/12/Snuifdoos_in_de_vorm_van_een_vogel_ge_illeerd_met_veelkleurige_bloemen_en_met_een_tak_op_het_deksel..jpeg-650x650.jpeg" alt=""/><figcaption>Snuifdoos in de vorm van een vogel, geëmailleerd met veelkleurige bloemen en met een tak op het deksel.. Rijksmuseum Amsterdam. <a href="http://hdl.handle.net/10934/RM0001.COLLECT.50415">http://hdl.handle.net/10934/RM0001.COLLECT.50415</a> . Lizenz: CC0 1.0</figcaption></figure>



<p><strong>Herausforderungen</strong></p>



<p>Nun mag das Rijksmuseum ein Musterbeispiel und Leitstern für die offene Bereitstellung von Sammlungsdigitalisaten sein. Für die meisten Museen wird dieser Weg aber nicht direkt gangbar sein. Allein schon die Ressourcenlage spricht dagegen. Dazu addiert sich, dass Digitalisierung mit dem Zweck einer Nachnutzung nichts ist, was nebenbei realisiert werden kann. Auch in den größten Häusern sind Digitalisierungsprojekte in der Regel Sondervorhaben, oft mit Drittmittelbezuschussung. Kleinere Häuser brauchen andere Lösungen. In vielen Fällen brauchen sie zunächst einmal sogar noch etwas anderes: Beratung und Kompetenzaufbau.</p>



<p>Wie komplex die Sachverhalte für eine Open-Access-taugliche Aufbereitung von Sammlungsgut sind, zeigte der dritte Vortrag der Veranstaltung. Marco Klindt vom <a href="https://www.digis-berlin.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin – digiS</a> begann seine Präsentation zu den Lizenzierungs-Varianten von Creative Commons mit dem Disclaimer, dass er natürlich keinerlei rechtsverbindliche Hinweise geben kann, sondern das Thema der offener Lizenzen nur aus einer informativ-individuellen Interpretation präsentieren wird. Klingt bekannt? Jede*r, die/der sich zum Thema äußert, sichert sich so ab. Und zwar aus gutem Grund.</p>



<p>Darin zeigt sich zugleich bereits ein Grunddilemma der Sammlungsdigitalisierung. Das Urheberrechtsgesetz wurde einst für rein analoge Medienwelten geschaffen. Nachbesserung zu digitalen Aspekten waren häufig tatsächlich nur das: Nachträge. Die rechtliche Unsicherheit ist überall groß, denn die Passung zwischen digitaler Medienpraxis und rechtsverbindlichen Regelungen ist nach wie vor nicht besonders gut.</p>



<p><strong>Creative Commons</strong></p>



<p>Auch wenn die <a href="https://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Creative Commons</a> hier für einen gewissen Ausgleich sorgen, machen sie unser Leben nur ein Stück weit leichter. Sie sind nämlich auch nur teilweise einfach und unproblematisch anwendbar. In gewisser Weise lassen sie sich als Absichtserklärungen dahingehend verstehen, dass sie es Rechteinhaber*innen ermöglichen, zwei Dinge formalisiert auszudrücken: Erstens, dass selbige es wünschenswert oder zumindest akzeptabel finden, wenn die von ihnen veröffentlichen Inhalte nachgenutzt werden. Und zweitens, dass sie bestimmte Nutzungsformen bevorzugen und andere möglichst ausschließen wollen. Daher gibt es auch die Variationsbreite der <em>ND</em> (keine Bearbeitung), <em>NC</em> (keine kommerzielle Nutzung) und <em>SA</em> (Weitergabe unter gleichen Bedingungen). Alle drei sind miteinander und der Angabe <em>BY</em>, die eine Urheber*innennennung einfordert, kombinierbar.</p>



<p>Da im Zweifel eine Rechtsdurchsetzung bei eventuellen Verstößen aufwendig oder sogar unmöglich sein wird, raten Expert*innen in der Regel direkt von Kombinationsspielen ab. Wo Inhalte nicht gemeinfrei sind und daher nicht einfach mit einer<em> <a href="https://irights.info/artikel/was-ist-cc0/28750" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC0</a></em> gekennzeichnet werden können, wird <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC-BY </a>empfohlen. In der Laienübersetzung bedeutet das:<em> Verwende meinen Inhalte wie du magst, aber schreibe bitte dazu, dass es mein Inhalt ist, den du verwendest</em>. Möglich ist das den Museen jedoch nur, wenn sie entweder selbst Inhaber*innen der entsprechenden Rechte sind. Oder, wenn sie mit den jeweiligen Rechtinhaber*innen eine entsprechende Vereinbarung getroffen haben. Beides ist aufwendig und oft de facto unmöglich umzusetzen.</p>



<p>Aus diesem Grund werden wir vermutlich auch zukünftig sehen, dass große Teile der digitalisierten Bestände nicht unter einer freien Lizenz bereitgestellt werden. Umso wichtiger, dies vielleicht als Ergebnis der Diskussion zum Vortrag, ist, dass Museen freie Lizenzen dort verwenden, wo sie es können.</p>



<p><strong>Brandenburgs Museen und die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg</strong></p>



<p>Das Urheberrecht als Herausforderung für Open Access und Open Science begegnet uns auch regelmäßig im Dialog mit den Bibliotheken. Creative Commons ist auch in vielen wissenschaftlichen Zusammenhängen nicht unbedingt die optimale Lösung. Aber, das muss man auch einräumen, es ist aktuell die beste Lösung, die wir haben. Diese Botschaft vermitteln wir regelmäßig im Austausch mit Bibliotheken und natürlich auch sehr gern im Dialog mit Museen. Angesichts unserer aktuellen Schwerpunktsetzung mit Zuschnitt auf die Hochschulen im Land zählen die Zweitgenannten momentan nur zu unseren mittelbaren Zielgruppen, auch wenn der Bedarf, wie sich zeigt, ebenfalls groß ist. Bei der strategischen Weiterentwicklung der Vernetzungs- und Kompetenzstelle sollte daher die Perspektive <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Culture" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open Culture</a> bzw. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open_GLAM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open GLAM</a> insgesamt möglichst berücksichtigt werden.</p>



<p>Ein Kulturwandel zu mehr Offenheit ist notwendig integrativ und zwar nicht nur auf der Nutzungsebene selbst. Hinter den Portalen zur Objektpräsentation verbirgt sich bekanntlich all das, was aus medialer Sicht die Essenz digitaler Darstellung, Kommunikation und auch Forschung darstellt.: die Kompatibilität auf der Ebene der Metadaten und Formate, also im datentechnischen Bereich. Nur wenn Objektauszeichnungen standardisiert sind, kann das Potential von<em> Linked-Data</em>-Strukturen, semantischen Netzen und integrativen Retrievalsysteme für digitale Objekte überhaupt genutzt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um die digitale Schnupftabakdosensammlung eines Museums oder wissenschaftliche Aufsätze handelt.</p>



<p><strong>Open Access wird in Brandenburg gemacht</strong></p>



<p>Wo also derartige übergreifende Fragestellungen des Open Access Museen und Wissenschaft gleichermaßen betreffen, werden wir als Vernetzungs- und Kompetenzstelle bereits jetzt eine integrativ bereitstehen. Open Access Brandenburg heißt, den in der Open-Access-Strategie des Landes beschriebenen Kulturwandel so zu gestalten, dass Brandenburg als Open-Access-Land optimal aufgestellt ist. Uns geht es dabei darum, dass alle Stakeholder*innen, uns eingeschlossen, wechselseitig voneinander lernen und Open Access gemeinsam gestalten und entwickeln. Die Open-Access-Strategie ist da sehr eindeutig: Open Access ist die Zukunft. Und wir wissen: <a href="https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~30-04-2021-professorenernennung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zukunft wird in Brandenburg gemacht</a>.</p>



<p>Wenn Sie zur Strategieentwicklung zu Open Access in Brandenburg mit uns in Kontakt treten wollen, <a rel="noreferrer noopener" href="https://open-access-brandenburg.de/kontakt/" target="_blank">freuen wir uns sehr über Ihre Nachricht</a>.</p>



<p><em>Der Beitrag ist am 10.12.2021 im <a href="https://open-access-brandenburg.de/news/" data-type="URL" data-id="https://open-access-brandenburg.de/news/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">News-Blog</a> der <a href="https://open-access-brandenburg.de/" data-type="URL" data-id="https://open-access-brandenburg.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access des Landes Brandenburg</a> erschienen.</em></p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a>. Er wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<title>„Von Revoluzzern &#038; Freiheitskämpfern – drei Tage im Mai und was darauf folgte&#8230;“</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2022/04/06/von-revoluzzern-und-freiheitskaempfern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kathrin Luber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2022 13:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Landesförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsverband Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Pilotprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtmuseum Bad Dürkheim]]></category>
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					<description><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Im Rahmen einer Förderung durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz war es dem Stadtmuseum Bad Dürkheim in Zusammenarbeit mit der Museumsgesellschaft möglich einen bedeutenden Bestand seiner Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“<strong> </strong>umfassend aufzuarbeiten und in Museum Digital zu veröffentlichen. Die Sammlung stellt eine wertvolle Quelle für die Ereignisse rund um das Hambacher Fest dar.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Eingebettet in die historischen Ereignisse der Eroberung der Pfalz durch französische Revolutionstruppen 1792, der zeitweisen Zugehörigkeit zu Frankreich und der folgenden Eingliederung in das Königreich Bayern werden im Stadtmuseum Bad Dürkheim die Vorgänge in Dürkheim rund um das Hambacher Fest bis zur Revolution 1848/49 als Schwerpunkt in der Dauerausstellung präsentiert. Zentrales Exponat ist die Dürkheimer Winzerfahne, mit der Bad Dürkheim über eines der symbolträchtigsten Zeugnisse zum Hambacher Fest verfügt.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p>Anlässlich des 200. Jubiläums des Hambacher Festes im Jahr 2032 plant die Stadt eine Sonderausstellung zum Hambacher Fest und den Ereignissen in Dürkheim. Die Objekte der Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ sollen in einem Begleitkatalog zur Ausstellung publiziert werden. Die digitale Inventarisierung der Objekte diente hierfür als bedeutende Vorarbeit.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Pilotprojekt Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz: Digitalisierung der „Sammlung Biedermeier“<br>&gt;&gt; Stadtmuseum Bad Dürkheim &lt;&lt;</h2>



<p>Im Rahmen einer Förderung durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz war es dem Stadtmuseum Bad Dürkheim in Zusammenarbeit mit der Museumsgesellschaft möglich, einen bedeutenden Bestand seiner Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“<strong> </strong>umfassend aufzuarbeiten und in Museum Digital zu veröffentlichen. Die Sammlung stellt eine wertvolle Quelle für die Ereignisse rund um das Hambacher Fest dar.</p>



<p>Eingebettet in die historischen Ereignisse der Eroberung der Pfalz durch französische Revolutionstruppen 1792, der zeitweisen Zugehörigkeit zu Frankreich und der folgenden Eingliederung in das Königreich Bayern werden im Stadtmuseum Bad Dürkheim die Vorgänge in Dürkheim rund um das Hambacher Fest bis zur Revolution 1848/49 als Schwerpunkt in der Dauerausstellung präsentiert. Zentrales Exponat ist die „Dürkheimer Winzerfahne“, mit der Bad Dürkheim über eines der symbolträchtigsten Zeugnisse zum Hambacher Fest verfügt.</p>



<p>Anlässlich des 200. Jubiläums des Hambacher Festes im Jahr 2032 plant die Stadt eine Sonderausstellung zum Hambacher Fest und den Ereignissen in Dürkheim. Die Objekte der Sammlung „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ sollen in einem Begleitkatalog zur Ausstellung publiziert werden. Die digitale Inventarisierung der Objekte diente hierfür als bedeutende Vorarbeit.</p>



<p>In den letzten Jahren wurden angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen immer wieder Parallelen zum Biedermeier gezogen. Verschärft durch die Pandemie, fand der während des ersten Lockdowns 2020 entstandene Begriff des „Corona-Biedermeier“ (so Stephan Grünewald in einem Zeit-Interview vom 15. August 2020) regen Widerhall. Die Auseinandersetzung mit diesem Abschnitt der deutschen Geschichte ist insofern höchst aktuell.</p>



<p><em>Gefördert wurde das Projekt als Pilotprojekt Digitalisierung aus der Förderung für nichtstaatliche Museen der Landesregierung Rheinland-Pfalz.</em></p>



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<h3 class="wp-block-heading">ZUM STADTMUSEUM BAD DÜRKHEIM &amp; SEINER SAMMLUNG</h3>



<p>Als Kantonsvorort war Dürkheim zentraler historischer Schauplatz während der Ereignisse rund um das Hambacher Fest. Angefacht von der wirtschaftlichen Not der 1820er Jahre regte sich zunehmend Protest in der Bevölkerung gegenüber den bayerischen Behörden, deren verfehlte Zollpolitik unter anderem die Weinbauern zur Klage veranlasste, dass man zwar nichts zum Essen im Haus habe, dafür aber die Fässer im Keller voll Wein seien.</p>



<p>Im Dürkheimer Unternehmer und Weingutsbesitzer Johannes Fitz (1796–1868) fand man einen wortstarken Fürsprecher. Fitz, Mitglied des „Deutschen Preß- und Vaterlandsvereins“, hatte im Stadtrat als Adjunkt bereits konkrete Hilfen für die Ärmsten durchgesetzt. Als Mitorganisator des Hambacher Fests führte er den Zug der Dürkheimer Winzer aufs Hambacher Schloss an, wo Fitz in seiner Rede um Unterstützung der polnischen Flüchtlinge nach dem niedergeschlagenen Aufstand gegen den russische Zaren 1831 warb.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-medium is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="293" data-id="2061" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambachfahne-fahne-die-weinbauern-muessen-trauren-1832-39266-3_web-300x293.jpg" alt="Hambach-Fahne; schwarze Fahne mit der Aufschrift: &quot;Die Weinbauren müssen trauren&quot;" class="wp-image-2061" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambachfahne-fahne-die-weinbauern-muessen-trauren-1832-39266-3_web-300x293.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambachfahne-fahne-die-weinbauern-muessen-trauren-1832-39266-3_web.jpg 988w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="798" height="798" data-id="2078" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambacher-tuch_web.jpg" alt="Hambacher Taschentuch mit den Protagonisten der Bewegung am 27.05.1832" class="wp-image-2078" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambacher-tuch_web.jpg 798w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambacher-tuch_web-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hambacher-tuch_web-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 798px) 100vw, 798px" /></figure>
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<p class="has-text-align-center has-small-font-size"><em><strong>Abb. 2</strong></em>: <em>Hambach-Fahne; schwarze&nbsp;Fahne&nbsp;mit der Aufschrift: &#8222;Die Weinbauren müssen trauren&#8220;. Aus mehrlagigem Stoff genäht; ehemals an einem Holzstab mit Reißzwecken befestigt; der Schaft des Holzstabes ist schwarz bemalt, die Spitze gedrechselt; an der Spitze ist eine schwarze gedrehte&nbsp;Kordel&nbsp;befestigt</em>.<br><em><strong>Abb. 3</strong>: Hambacher&nbsp;Taschentuch&nbsp;mit den Protagonisten der Bewegung am 27.05.1832. In der Mitte eine&nbsp;Kopie&nbsp;des bekannten Stiches mit der Darstellung des Zuges auf das Hambacher Schloß. Kreisförmig darum angeordnet 16 benannte Männerporträts. In den Ecken die Personifikationen von&nbsp;Gerechtigkeit&nbsp;(u. re.) &#8211; Weisheit (o. re.) – Tapferkeit (o. li.) &#8211;&nbsp;Besonnenheit&nbsp;(u. li.). Dargestellt sind bekannte Liberale der damaligen&nbsp;Zeit. Nicht alle von ihnen hatten am&nbsp;Hambacher Fest&nbsp;teilgenommen. Das&nbsp;Taschentuch&nbsp;ist in mehreren Exemplaren überliefert, eines davon heute im Hambacher Schloß.</em></p>



<p>Die Sammlung, auf die das Stadtmuseum zurückgreifen kann, geht zurück auf das Jahr 1872, dem Gründungsjahr des „Alterthumsvereins für den Kanton Dürkheim&#8220;, des ältesten Vereins dieser Art in der Pfalz. Die Bestände befinden sich größtenteils im Eigentum der Museumsgesellschaft Bad Dürkheim und setzen sich neben Ankäufen und Dauerleihgaben vor allem aus Schenkungen örtlicher Familien zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf Exponaten zur Stadtgeschichte. Mit ihren rund 25.000 Objekten aus den Bereichen Archäologie, Bildende Kunst, Kunsthandwerk und Alltagskultur sowie Archivalien zur Stadt-, Wirtschafts- und Regionalgeschichte ist die Sammlung nach der des Historischen Museums der Pfalz Speyer eine der größten in der Pfalz.</p>



<p>Angesichts der Relevanz der Sammlung ist die Erstellung eines umfassenden Bestandskatalogs ein dringendes Desiderat. Voraussetzung ist die detaillierte Erfassung und Aufbereitung der Objekte nach wissenschaftlichen Kriterien. Bei der digitalen Inventarisierung stützt sich das Museum überwiegend auf ehrenamtliche Kräfte der Museumsgesellschaft sowie auf freiberufliche Mitarbeiter:innen. Inzwischen sind über das Datenbanksystem „museum-digital“ etwa 75 % der Bestände erfasst, insgesamt also 18.929 Objekte, davon sind wiederum 4.253 mit ausführlicher Beschreibung online zugänglich [Stand 03/2021].</p>



<p>Der Sammlungsbereich „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ umfasst zahlreiche Zeugnisse aus der Zeit rund um das Hambacher Fest: Flugblätter, Tageszeitungen sowie Souvenirs und Symbole des politischen Protests, darunter auch ein „Hambacher Tuch“ und die „Dürkheimer Winzerfahne“. Die Originaldokumente und -objekte stellen eine wertvolle Quelle für die Ereignisse rund um das Hambacher Fest dar und zeichnen auch die darauffolgenden Ereignisse bis zur Revolution 1848/49 nach.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1805" height="865" data-id="2049" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/Herunterladen.png" alt="" class="wp-image-2049" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/Herunterladen.png 1805w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/Herunterladen-300x144.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/Herunterladen-1024x491.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/Herunterladen-1536x736.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1805px) 100vw, 1805px" /></figure>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="863" data-id="2057" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/blatt-eines-poesiealbums-um-1830-blatt-47-81517-1024x863.jpg" alt="" class="wp-image-2057" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/blatt-eines-poesiealbums-um-1830-blatt-47-81517-1024x863.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/blatt-eines-poesiealbums-um-1830-blatt-47-81517-300x253.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/blatt-eines-poesiealbums-um-1830-blatt-47-81517.jpg 1135w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<p class="has-text-align-center has-small-font-size"><em><strong>Abb. 4-6</strong></em>: Blätter aus einem Poesiealbum in Form einer buchförmigen Schatulle, um 1830: Die Schatulle enthält 52 lose Poesiebuchblätter, die von 1831 bis 1839 datiert werden können. Bei den Ortsangaben der Unterzeichnenden handelt es sich um umliegende Städte und Dörfer und um Bad Dürkheim selbst. Von links nach rechts: 1. Blatt 3: Rechts oben ist ein flötespielender&nbsp;Hirte&nbsp;mit Schafen und Hütehund dargestellt. Die Szene wird von zwei Laubbäumen eingerahmt. | 2. Blatt: „Wirth und Sieben Pfeifer lebe hoch“, 1 Seite; Neustadt, um 1832 | 3. Blatt 46: In die Mitte des beschrifteten Blattes ist ein abgeschnittenes Stück Stoffband in den Farben Schwarz &#8211; Gold &#8211; Rot geklebt.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">ZUM INVENTARISIERUNGSPROJEKT: SAMMLUNG BIEDERMEIER</h3>



<p>Im Förderzeitraum 2021 konnte ein zusammenhängendes Konvolut aus 79 relevanten Sammlungsstücken aus dem Sammlungsbereich „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“ aufgearbeitet und in Museum Digital vorgelegt werden.</p>



<p>Mit einer Fördersumme über 10.000 Euro wurden die zu Verfügung stehenden Mittel für die Bestandsaufnahme ergänzt und zusätzlich zu einer hauptamtlichen und einem ehrenamtlichen Mitarbeitenden vier freiberufliche Kräfte (1 Historiker:in, 2 Archäolog:innen, 1 Stadtführer:in) mit der Aufarbeitung des speziellen, historisch fest umrissenen Themenbereiches betraut. In diesem Rahmen wurde außerdem die Inventarisierung von Neuerwerbungen und die Aufarbeitung der Altinventarisierung nach den Maßstäben von „museum-digital“ einheitlich organisiert.</p>



<p>Den chronologischen Rahmen der inventarisierten Sammlung bildet die Zeit zwischen 1815 und 1848, deren politische, ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen den Deutschen Bund und besonders die Pfalz nachhaltig geprägt haben. Die nach dem Wiener Kongress vorangetriebene politische Restauration brachte mit dem Biedermeier eine bürgerliche Strömung hervor, die durch den Rückzug ins Private und eine Hinwendung zu Kunst und Kultur charakterisiert war. Zugleich formierte sich eine liberale Opposition, die nach nationaler Einheit und Demokratie strebte und in der Rückschau die Epoche unter dem Begriff Vormärz definierte. Inmitten dieses Spannungsfeldes steht das Hambacher Fest von 1832 als herausragendes Ereignis deutscher Demokratiegeschichte.</p>



<p>Das Museum besitzt einen breit gefächerten Fundus an Gegenständen mit Bezug zum Hambacher Fest bzw. dem beschriebenen Zeitraum. Sie stehen beispielhaft für die Sachkultur des aufstrebenden deutschen Bildungsbürgertums, dessen Selbstverständnis sich in der Bildenden Kunst, der Wohnkultur und der Mode niederschlug, oder sind Sinnbilder für die oppositionelle Gedankenwelt ihrer Zeit. Einige Stücke sind von nationaler Relevanz. Die im Rahmen des Projekts zu erfassenden Bestände umfassten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>62 Objekte und Dokumente aus dem Umfeld des Hambacher Fests, darunter die sogenannte Winzerfahne, die neben der schwarz-rot-goldenen Fahne mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt“ beim Festzug mitgeführt wurde und literarischen Niederschlag in zeitgenössischen Beschreibungen fand, daneben Flugblätter, Tageszeitungen sowie Souvenirs und andere Zeichen des politischen Protests, z.B. ein sogenanntes „Hambacher Tuch“.</li><li>12 Porträts, darunter Werke der beiden Maler Jakob Wilhelm und Carl Roux, die Bad Dürkheimer Persönlichkeiten zeigen, so den Ungsteiner Pfarrer Georg Philipp Friedrich Leopold und seine Familie, die enge Beziehungen zur Familie des Gelehrten, Dichters und Übersetzers Johann Heinrich Voß unterhielt.</li><li>Kleidungsstücke aus bisher nicht eingehend gesichteten Bestände an Textilien. Dabei handelt es sich vorwiegend um Frauenmode aus dem Besitz wohlhabender Dürkheimer Familien, die ab dem frühen 19. Jahrhundert von den neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten profitierten und besonders im Weinbau erfolgreich waren.</li><li>Mobiliar, Inventar wie z.B. Gläser und sonstige Gegenstände.</li></ul>



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<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1347" height="1898" data-id="2160" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hampelmann-reichsverweser-ferdinand-18481849-40174.jpg" alt="" class="wp-image-2160" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hampelmann-reichsverweser-ferdinand-18481849-40174.jpg 1347w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hampelmann-reichsverweser-ferdinand-18481849-40174-213x300.jpg 213w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hampelmann-reichsverweser-ferdinand-18481849-40174-727x1024.jpg 727w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/hampelmann-reichsverweser-ferdinand-18481849-40174-1090x1536.jpg 1090w" sizes="auto, (max-width: 1347px) 100vw, 1347px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="404" height="512" data-id="2161" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/freischaerlerkappe_klein_web-1.jpg" alt="" class="wp-image-2161" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/freischaerlerkappe_klein_web-1.jpg 404w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/freischaerlerkappe_klein_web-1-237x300.jpg 237w" sizes="auto, (max-width: 404px) 100vw, 404px" /></figure>
</figure>



<p class="has-text-align-center has-small-font-size"><em><strong>Abb. 7</strong>:  Hampelmann; „Reichsverweser Ferdinand“;&nbsp;Karikatur&nbsp;des Reichsverwesers Erzherzog Johann von&nbsp;Österreich.<br><strong>Abb. 8</strong>: Freischärlerkappe aus schwarzem&nbsp;Leder; mit&nbsp;Leder&nbsp;überzogenem Schild; rote&nbsp;Kordel&nbsp;am unteren Ende; mit schwarz-rot-goldener Kokarde; Schweißband aus braunem&nbsp;Leder; Innenfutter aus blauer&nbsp;Seide; 1849</em></p>



<p>Die Erfassung der Objekte erfolgte vor Ort sowohl in den Depoträumen der Museumsgesellschaft als auch in den Depoträumen des Stadtmuseums. Alle Objekte wurden hochauflösend fotografiert oder eingescannt. Im Rahmen des Projekts erfolgte außerdem eine vollständige Transkription der Flugblätter und Druckschriften mittels OCR-Systems (automatisierte Texterkennung) für Frakturschrift. Dies hat den Vorteil, dass die eingescannten Schriftdokumente über die Volltextsuche von museum-digital auch inhaltlich recherchierbar sind.</p>



<p>Nach der Aufarbeitung erfüllen alle Objekte den Qualitätsindex von museum-digital (d. h. „der Balken ist grün“). Sie sind durchweg mit Ereignissen, Schlagwörtern und weiterführenden Links versehen, so dass sich die Objekte auch einem Publikumskreis erschließen, der nicht mit der Materie vertraut ist. Zusammengehörige Objekte wie z. B. Schriftreihen wurden miteinander verlinkt. Dies erleichtert die Navigation zwischen den Objekten.</p>



<p>Neben der Erstellung eines Bestandskatalogs „Biedermeier – zwischen Restauration, Hambacher Fest und Vormärz“, der online abrufbar sein wird und Eingang findet in eine Publikation zum Thema „Bad Dürkheim und das Hambacher Fest 1832“, werden die generierten Daten per LIDO-Austauschformat an die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) weitergegeben und voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 veröffentlicht. Geplant ist außerdem eine entsprechende virtuelle Ausstellung mit dem Themator, in die das digitalisierte Sammlungskonvolut eingebunden sein wird.</p>



<p class="has-white-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background" style="font-size:22px"><strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://rlp.museum-digital.de/collection/719" target="_blank">Sammlung in Museum Digital einsehen</a></strong></p>



<p class="has-white-color has-cyan-bluish-gray-background-color has-text-color has-background" style="font-size:22px"><strong><a rel="noreferrer noopener" href="https://e1.pcloud.link/publink/show?code=XZ5ASFZgeuufl8D6gpSHScrnNsjxkonRPB7" data-type="page" target="_blank">PDF-Katalog „Sammlung Biedermeier“</a></strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">RECHTE</h3>



<p><em><strong>Abb. 1</strong>: Erhard Joseph Brenzinger, Public Domain, via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zug-zum-hambacher-schloss_1-1200x825.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia Commons</a><br><strong>Abb. 2</strong>: Stadtmuseum Bad Dürkheim, Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. / Stork, Karl</em> [<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a>]<br><em><strong>Abb. 3</strong>: Stadtmuseum Bad Dürkheim im Kulturzentrum Haus Catoir / Gisela Michel</em> [<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a><em>]</em><br><em><strong>Abb. 4</strong>: Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e. V. / Hans-Günter Förster </em>[<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a>]<em><a href="https://rlp.museum-digital.de/object/81520"></a><a href="https://rlp.museum-digital.de/singleimage?&amp;imagenr=138850"></a><a href="https://asset.museum-digital.org/rlp/images/102/81520-19320057050/stammbuch_um_1830_blatt_5/stammbuch-um-1830-blatt-50-81520.jpg"></a><br><strong>Abb. 5</strong>: Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e. V. / Hans-Günter Förster </em>[<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a>]<em><br><strong>Abb. 6</strong>: Stadtmuseum Bad Dürkheim im Kulturzentrum Haus Catoir / Gisela Michel</em> [<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a>]<br><em><strong>Abb. 7: </strong><em>Stadtmuseum Bad Dürkheim, Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. / Stork, Karl</em> </em>[<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a>]<em><strong><br>Abb. 8: </strong>Stadtmuseum Bad Dürkheim, Museumsgesellschaft Bad Dürkheim e.V. / Stork, Karl</em> [<a rel="noreferrer noopener" href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/" target="_blank">CC BY-NC-SA</a>]</p>



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<figure class="wp-block-image size-large is-resized is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/RP_mehrfarbig_MFFKI-1024x534.jpg" alt="" class="wp-image-2197" width="256" height="134" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/RP_mehrfarbig_MFFKI-1024x534.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/RP_mehrfarbig_MFFKI-300x156.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/04/RP_mehrfarbig_MFFKI.jpg 1180w" sizes="auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px" /></figure>
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		<title>Objektfotografie (Folge 2) &#8211; Fototechnik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2022 10:26:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Objektfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara. In unserem zweiten Filmmodul erklären wir die technischen Grundlagen des Fotografierens. Es handelt sich dabei auf Seiten der Kamera um die Blende, die Belichtungszeit, die Empfindlichkeit (ISO), den Weißabgleich, und die verschiedenen Brennweiten der Objektive, sowie die Größe der Sensoren. Weiterhin behandeln wir <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/01/31/objektfotografie-folge-2-fototechnik/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara.</em></p>



<p>In unserem zweiten Filmmodul erklären wir die technischen Grundlagen des Fotografierens. Es handelt sich dabei auf Seiten der Kamera um die Blende, die Belichtungszeit, die Empfindlichkeit (ISO), den Weißabgleich, und die verschiedenen Brennweiten der Objektive, sowie die Größe der Sensoren. Weiterhin behandeln wir die Blitzsynchronisierung und die Belichtungsmessung bei Verwendung verschiedener Bildhintergründe.</p>



<p><a href="https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Handreichungen/Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik.pdf" data-type="URL" data-id="https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Handreichungen/Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Skript zum Download.</a></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Objektfotografie Folge 2 - Fototechnik" width="1778" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/cvT9UA_um8Y?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p><strong>Die richtige Belichtung</strong></p>



<p>Die richtige Belichtungszeit eines Fotos kann durch drei Dinge beeinflusst werden: die Blende, die Belichtungszeit und die Empfindlichkeit (ISO).</p>



<p><strong>1. Die Blende</strong></p>



<p>Die Blende ist die Öffnung im Objektiv, die aus Lamellen gebildet wird und bestimmt, wieviel Licht zum Sensor durchgelassen wird. Sie wird in der Regel am Blendenring des Objektivs oder elektrisch über ein Rädchen an der Kamera eingestellt. Typische Blendenwerte sind 2.8, 4.0, 5.6, 8, 11, 16, 22. Bei Blende 2.8 ist das Loch im Objektiv ganz groß, es trifft viel Licht auf den Sensor, das Bild wird dadurch heller. Bei Blende 22 ist das Loch ganz klein und wenig Licht trifft auf den Sensor, das Bild wird dunkler. Die verschiedenen Blenden beeinflussen die Schärfentiefe des Fotos. Bei offener Blende (2.0, 2.8) stellt ein Objektiv nur eine Ebene im Bild scharf, bei geschlossener Blende (11, 16) wird ein tieferer Bereich scharf gestellt. In der Regel ist es sinnvoll das Objektiv zwei bis dreimal abzublenden, z.B. auf Blende 5, 6 oder 8, da Objektive dann bis in die Ecken des Bildes am schärfsten sind. Gleichzeitig erhöht sich auch die Schärfentiefe, also der Schärfebereich von der Kamera hin zu entfernteren Bildbereichen.<br>In der Objektfotografie wollen wir in der Regel das Objekt vollständig scharf abbilden. Deshalb verwenden wir meist Blende 11, manchmal auch Blende 13 oder 16. Jedes Objektiv erlaubt auch Zwischenschritte bei der Blendeneinstellung.<br>WARNUNG: In der Regel führt bei Objektiven die Einstellung von kleineren Blendenöffnungen ab Blende 16<br>zu Qualitätsverlusten, da die Lichtstrahlen zu stark umgelenkt werden. Dies wird auch als Diffraktion oder<br>Beugung bezeichnet. Deshalb bleiben wir in der Regel zwischen Blende 11 und 16.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="842" height="463" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-10-28-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf.png" alt="" class="wp-image-1863" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-10-28-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf.png 842w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-10-28-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf-300x165.png 300w" sizes="auto, (max-width: 842px) 100vw, 842px" /><figcaption>Bei geschlossener Blende (hier Blende 11) werden beide Kugeln scharf.  © kienzle I oberhammer </figcaption></figure>



<p><strong>2. Die Belichtungszeit</strong></p>



<p>Die Belichtungszeit sollte erst nach Einstellung der Blende gewählt werden, da wir in der Objekt- und in der Architekturfotografie über die Blendeneinstellung die Bildgestaltung beeinflussen (Schärfentiefe). Über die Belichtungszeit bestimmen wir dann die richtige Menge des Lichtes, die auf den Sensor trifft. Je länger die Belichtungszeit, desto mehr Licht trifft auf den Sensor und desto heller wird das Bild. Damit können wir bei Aufnahmen mit großen Blenden (große Zahlen wie 11, 16, 22) bei denen weniger Licht durch das Objektiv auf den Sensor fällt, zu dunkle Aufnahmen ausgleichen, indem wir eine längere Belichtungszeit wählen. Bei der Objektfotografie sollte möglichst immer mit Stativ oder Blitz fotografiert werden. Die Fotografie mit Stativ verhindert verwackelte Aufnahmen bei längeren Verschlusszeiten wie eine 1/60sek, 1/30sek, 1/15sek, 1/8tsek, 1/4sek, 1/2 sek, 1 Sekunde, 2 Sekunden, 4 Sekunden. Wird ein Blitz verwendet, wird die richtige Belichtung über die Blitzstärke eingestellt, indem die Helligkeit des Blitzes geregelt wird. Die Belichtungszeit lässt sich beim Blitz nicht steuern. In der Regel blitzt er mit einer 1/250stel Sekunde und kürzer. Deshalb wird an der Kamera eine Belichtungszeit von nur 1/125stel Sekunde eingestellt. Ein externer Blitz, dessen Verwendung wir dringend empfehlen, wird entweder über ein Kabel oder einen Transmitter mit der Kamera synchronisiert. Wir raten zu einem Transmitter, da Kabel mechanischer Abnutzung unterliegen. Tritt dennoch der Fall ein, dass weder Blitz noch ein Stativ zur Verfügung stehen, sollte als Belichtungszeit aus der Hand mindestens eine 1/125stel Sekunde gewählt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="828" height="483" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-11-26-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf.png" alt="" class="wp-image-1864" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-11-26-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf.png 828w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-11-26-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf-300x175.png 300w" sizes="auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px" /><figcaption>Hier beträgt die Belichtungszeit 1/4 Sekunde und die Aufnahme ist aus der Hand fotografiert. Das Bild ist verwackelt.  © kienzle I oberhammer </figcaption></figure>



<p><strong>3. Die Empfindlichkeit</strong></p>



<p>Mit der Empfindlichkeit (ISO) wird die Lichtempfindlichkeit des Sensors eingestellt. Je höher sie eingestellt ist, desto mehr Licht kann der Sensor einfangen. Solange wir mit Stativ oder/und Blitz oder bei genügend Helligkeit fotografieren, empfiehlt es sich immer bei der niedrigsten Empfindlichkeit (Grundempfindlichkeit) zu bleiben. Das ist in der Regel 100 ISO, kann aber auch abhängig von der Kamera 50 ISO oder 200 ISO sein.<br>Die Fotos werden bei niedriger Empfindlichkeit feiner und rauschärmer dargestellt. Nur wenn nicht genügend Licht und kein Stativ vorhanden sind und auch die Blende des Objektivs nicht weiter geöffnet werden kann, sollte ein höherer ISO Wert eingestellt werden. Denn erst dann ist es möglich, eine entsprechend kurze Belichtungszeit einzustellen und ein Verwackeln des Bilds zu verhindern. Wird die Empfindlichkeit zu hoch eingestellt, beginnt das Bild zu rauschen. Abhängig von der Kamera können auch noch Werte von 400 bis 800 ISO ohne große Qualitätseinbußen verwendet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="848" height="457" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-13-46-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf.png" alt="" class="wp-image-1865" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-13-46-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf.png 848w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-11-13-46-Script_Tutorial_Folge2_Fototechnik-pdf-300x162.png 300w" sizes="auto, (max-width: 848px) 100vw, 848px" /><figcaption>Belichtungszeit/ISO: 25000, das Bild rauscht. © kienzle I oberhammer</figcaption></figure>



<p><strong>Wie prüfe ich die richtige Belichtung des Fotos?</strong></p>



<p>1Wir haben nun mit der Blende, der Belichtungszeit, der Blitzstärke und der Empfindlichkeit (ISO) die Werkzeuge zur richtigen Belichtung kennengelernt. Nur wie wissen wir, wann wir ein Bild richtig belichtet haben? In der Objekt- und Architekturfotografie raten wir von automatischen Belichtungsprogrammen und Auto-ISO ab.</p>



<p><strong>1. Der Belichtungsmesser</strong></p>



<p>In jeder Digitalkamera gibt es einen eingebauten Belichtungsmesser. Das ist meist eine Skala von Minus bis Plus. In der Mitte wird die richtige Belichtung angezeigt. Die Kamera misst immer das Licht, das vom Objekt reflektiert wird. Diese Messung ist nicht immer ganz genau, da der Belichtungsmesser helle und dunkle Objekte immer mittelhell oder mittelgrau belichten will. Ein Objekt vor einem weissen Hintergrund würde dadurch immer zu dunkel belichtet. Deshalb verlassen wir uns bei der Belichtung besser auf die richtige Interpretation des Histograms.<br>Bei Blitzaufnahmen kann nur ein externer Belichtungsmesser verwendet werden, mit dem wir die Messung zur Lichtquelle hin vornehmen. Wir messen das ankommende Licht des Blitzes (Lichtmessung) und bekommen so stets einen neutralen Belichtungswert. In der Regel wird dabei der Belichtungsmesser mit einer aufgesetzten Kalotte (einer weissen Halbkugel) parallel zur Kamera gerichtet. In der Praxis verwenden wir den externen Belichtungsmesser nur, um zu überprüfen, ob unsere Blitze ein Bild gleichmäßig ausleuchten, was bei Reproduktionen wichtig ist. (siehe Tutorial 4 – Die Reprofotografie)</p>



<p><strong>2. Das Histogram</strong></p>



<p>Die Digitaltechnik macht es uns möglich, Bilder gleich nach der Aufnahme zu beurteilen und die Belichtung gegebenenfalls anzupassen, indem das Histogram des Fotos beurteilt wird. Das Histogramm (rechte Spalte) kann bei vielen Kameras zusätzlich zum gemachten Foto in der Wiedergabe (linke Spalte), mit angezeigt werden. In der Regel können wir die Helligkeit natürlich auch am wiedergegeben Bild auf dem Kameramonitor beurteilen. Das Histogramm hilft zusätzlich bei der Beurteilung.</p>



<p><strong>Und noch zu beachten&#8230;</strong></p>



<p><strong>1. Der Weißabgleich</strong></p>



<p>Stimmt die Belichtung und ist das Bild wie gewünscht scharf, könnten wir eigentlich zufrieden sein. Allerdings haben wir eine wichtige Einstellung die ganze Zeit außen vor gelassen, den Weißabgleich. Dabei errechnet die Kamera einen möglichst neutralen Farbwert, so wie das Gehirn dies auch für das von uns Gesehene macht. Er ist normalerweise bei der Kamera auf Automatik eingestellt, was eine gute Voraussetzung für die spätere Bearbeitung ist. Dennoch ist er selten 100% richtig. Wie der Weißabgleich ideal nach der Aufnahme eingestellt werden kann, werden wir im Tutorial 5 zeigen, in dem es um die digitale Bildbearbeitung nach der Aufnahme geht.</p>



<p><strong>2. Die Brennweite / Das Objektiv</strong></p>



<p>Wenn wir als Fotografenteam ein Objekt fotografieren, verwenden wir in 99% aller Fälle ein älteres Makroobjektiv mit einer Brennweite von 60mm. Dies entspricht einem ganz leichten Teleobjektiv bzw. auch einer sogenannten Normalbrennweite, die bei Vollformat 50mm entspricht. Dies entspricht grob dem Blickwinkel unserer Augen. Es gibt auch 90mm oder 100mm Makroobjektive, die wir aber ungern nutzen, weil sie zu teleartig sind und den Nachteil haben, dadurch weniger Schärfentiefe zu haben. Das ist letztlich auch Geschmacksache.<br></p>



<p>Makroobjektive haben nicht nur den Vorteil, dass sie uns Nahaufnahmen machen lassen, sie verzerren auch<br>nicht die Ränder eines Bildes. Das bedeutet Gegenstände und Reproduktionen werden so wiedergegeben,<br>wie sie sind. Gerade Linien bleiben gerade.<br>Je nach verwendetem Bildsensor wie Vollformat, APS-C, Micro 4/3 ändern sich die Zahlenangaben der Brennweiten. Gilt im Vollformat 50mm als Normalobjektiv, so ist dies bei APS-C ein 35mm Objektiv und bei Micro 4/3 25mm. Vollformat bedeutet, der Sensor hat eine Größe von 24 x 36mm, APS-C Sensoren sind nur halb so groß, also 25.1×16.7 mm und Micro 4/3 hat Sensoren der Größe 18 mm × 13.5 mm. Je größer der Sensor, desto besser ist die Bildqualität. Für eine Vertiefung des Themas „Welche Kamera mit welchem Sensor ist für mich die beste?“ empfehlen wir den Besuch im Fachhandel.<br>Bei Architekturaufnahmen von Museumsräumen empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv zu verwenden, das eine Brennweite von mindesten 24mm bei Vollformat hat. Oder mindestens 16mm bei APS-C und 12mm bei Micro 4/3</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<title>Objektfotografie (Folge 1) &#8211; &#8222;Von grob bis fein&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2022 10:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Objektfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara. Die Objektfotografie ist ein zentraler Bestandteil der Sammlungsdokumentation in einem Museum. Das Video-Tutorial „Objektfotografie &#8211; von grob bis fein“ zeigt, was bei Aufnahmen von Museumsobjekten zu beachten ist und wie mit einfachen Mitteln gute Objektfotos gemacht werden können. Im einführenden Basismodul „Objektfotografie &#8211; <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/01/31/objektfotografie-folge-1-von-grob-bis-fein/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara.</em></p>



<p><br>Die Objektfotografie ist ein zentraler Bestandteil der Sammlungsdokumentation in einem Museum. Das Video-Tutorial „Objektfotografie &#8211; von grob bis fein“ zeigt, was bei Aufnahmen von Museumsobjekten zu beachten ist und wie mit einfachen Mitteln gute Objektfotos gemacht werden können. Im einführenden Basismodul „Objektfotografie &#8211; von grob bis fein“ fotografieren wir ein typisches Museumsobjekt mit verschiedenen Kameras und Lichtquellen, geben dazu<br>einfache Ratschläge und vergleichen die Resultate.</p>



<p><a href="https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Handreichungen/Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein.pdf" data-type="URL" data-id="https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Handreichungen/Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Skript zum Downloaden.</a></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Objektfotografie Folge 1 - Von grob bis fein." width="1778" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/WF9iUvk--zU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p><strong>Der Hintergund</strong></p>



<p>Bevor wir verschiedene Kameras und Lichtquellen ausprobieren, bauen wir uns eine Hohlkehle aus einem großen, weißen Fotokarton. Die Hohlkehle, ein zwischen Untergrund und Wand gespannter Bogen aus Karton, erlaubt einen Gegenstand aufzustellen, ohne dass im Hintergrund störende Elemente zu erkennen sind. Das Objekt steht somit alleine für sich. Es kann auch ein grauer Karton verwendet werden, was bei hellen Objekten (Porzellan und Glas)<br>von Vorteil sein kann, damit sich diese Gegenstände visuell besser vom Hintergrund trennen. Farbige Hintergründe sind nur sinnvoll, wenn sie für einen konkreten Anlass ausdrücklich gewünscht sind. Grau und Weiss sind zeitlos und machen die Aufnahmen langlebiger.</p>



<p><strong>Das Objekt</strong></p>



<p>Unser Museumsgegenstand ist eine Lötlampe aus dem Depot des Museums im Mönchenkloster, die in der Nachwendezeit auf der örtlichen Müllkippe gefunden wurde. Über die Objektgeschichte ist daher wenig bekannt.</p>



<p><strong>1. Smartphone mit Tageslicht: (Video 2:17 min)</strong></p>



<p>Das Smartphone hat im Alltag oft die Fotokamera abgelöst und weshalb es in unserem Tutorial mitaufgenommen haben. Wir positionieren unseren Aufbau am Fenster, so dass seitlich Tageslicht auf das Objekt fällt. Damit der Gegenstand auf seiner Schattenseite nicht zu dunkel wird, hellen wir diese mit einem Aufheller auf. Das kann ein Stück Styropor sein und wie hier im Film ein Schuhkarton, dessen eine Seite mit Aluminiumfolie und dessen andere Seite mit weißem Papier beklebt ist. Probieren Sie aus, welche Seite passender aufhellt. Das Praktische an einer Schuhschachtel ist: Sie steht auch von alleine. <br>Die Auflösung des Bildes ist noch etwas rauh und pixelig, siehe Vergrößerung unten rechts. Der Hintergrund ist vorne und rechts zu hell (papierweiß), was bei der Verwendung als Druckvorlage nicht ideal ist. Entweder wird der Bildrand rundum papierweiß (Freisteller) oder hat rundum einen Bildton. Der Hintergrund ist warmtonig verfärbt, nicht neutral weiß/grau. Das bedeutet, dass auch das Objekt nicht farbgetreu dargestellt wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="771" height="762" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-34-06-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf.png" alt="" class="wp-image-1846" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-34-06-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf.png 771w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-34-06-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-300x296.png 300w" sizes="auto, (max-width: 771px) 100vw, 771px" /><figcaption>© kienzle I oberhammer</figcaption></figure>



<p><strong>2. Smartphone mit Schreibtischlampe: (Video 5:10 min)</strong></p>



<p>Die Schreibtischlampe ist unsere erste „künstliche“ Lichtquelle. Um das Licht der Lampe etwas weicher zu machen, kleben wir vor die Lampe einen Bogen Butterbrotpapier. Direktes Licht würde zu einem zu stark konturierten Schatten führen, der die Form des Objektes überlagert. Damit der Schatten zur Seite fällt, beleuchten wir von der Seite und hellen die Schattenseite des Objektes mit einem Aufheller auf. Licht von vorne führt immer zu unpassenden Schatten. Die Auflösung entspricht der Tageslichtaufnahme. Der Hintergrund ist farblich etwas neutraler, damit auch das Objekt. Es ist insgesamt etwas dunkler wiedergegeben. Der Aufheller vermag die Schattenseite nur minimal aufzuhellen. Dieses Smartphone hat nur ein Objektiv mit einer Brennweite, die leicht weitwinkelig ist. Die Darstellung ist dadurch etwas verzerrt. Besser wäre die Verwendung einer leichten Telebrennweite.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="693" height="700" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-42-45-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf.png" alt="" class="wp-image-1849" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-42-45-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf.png 693w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-42-45-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-297x300.png 297w" sizes="auto, (max-width: 693px) 100vw, 693px" /><figcaption>© kienzle I oberhammer</figcaption></figure>



<p><strong>3. Bridgekamera mit Schreibtischlampe: (Video 7:43 min)</strong></p>



<p>Die hier verwendete Kamera haben wir uns vor Ort im Museum im Mönchenkloster geliehen. Es ist eine Kamera im APS-C Format, mit einem Sensor, der wesentlich größer ist, als der Sensor eines Smartphones. Je größer der Sensor, desto besser ist in der Regel auch die Bildqualität. Wir beleuchten nach wie vor mit der Schreibtischlampe mit Butterbrotpapier, hellen das Bild aber auf der Schattenseite nicht auf. Der weiße Hintergrund verleitet den Belichtungsmesser der Kamera dazu, mehr Helligkeit zu messen, als tatsächlich vorhanden ist. Deshalb stellen wir an der Kamera die Belichtungskorrektur auf +1 und verwenden die Belichtungsautomatik, die alle anderen Einstellungen übernimmt, damit das Objekt nicht zu dunkel wiedergeben wird, Fotografiert wird mit einem Zoomobjektiv bei einer Brennweiteneinstellung im leichten Telebereich (55mm).<br>Die Auflösung des Bildes ist wesentlich besser als beim Smartphone, hier dennoch etwas pixelig, da die<br>Empfindlichkeit der Kamera (ISO) noch sehr hoch ist. Hätten wir ein Stativ verwendet und die Empfindlichkeit auf 100 (ISO) gestellt, wäre die Auflösung feiner. Durch die Verwendung des moderaten Telebereichs der Kamera, wird das Objekt nicht mehr verzerrt dargestellt.<br>Bei APS-C Kameras liegt ein moderates Tele bei 35-55 mm, bei Vollformatkameras bei 50 &#8211; 90 mm. Generell eignen sich besonders Makroobjektive als Festbrennweiten für die Objektfotografie, da sie immer im leichten Telebereich liegen, auch Nahaufnahmen ermöglichen und verzerrungsfrei berechnet sind, was insbesondere bei Reproduktionen eine große Rolle spielt. Ein Blatt Papier soll schließlich nicht rundlich wie ein Kissen aussehen, sondern gerade Kanten haben.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="694" height="663" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-36-02-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-1.png" alt="" class="wp-image-1851" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-36-02-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-1.png 694w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-36-02-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-1-300x287.png 300w" sizes="auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px" /><figcaption>© kienzle I oberhammer</figcaption></figure>



<p><strong>4. Bridgekamera mit indirektem Handblitz (Video 9:38 min)</strong></p>



<p>Wir verwenden nun einen Handblitz, mit dem wir indirekt gegen die Decke blitzen. Die ganze Decke dient damit als Lichtquelle und ermöglicht eine weiche Ausleuchtung des Bildes, ähnlich einer Softbox. In der Praxis arbeiten wir häufig selber auf diese Weise, nur dass wir mit einem stärkeren Studioblitz an die Decke blitzen. Ist die Decke dunkel oder zu hoch, kann auch gegen eine seitliche Wand, ein Stück Styropor/hellen Karton oder durch ein durchsichtiges helles Material (weißer Stoff oder Tyvek) geblitzt werden.<br>Es gibt in der Regel nicht den einen gültigen Weg zur idealen Beleuchtung, sondern viele Möglichkeiten. Als erfahrene Museumsfotografen werden auch wir immer vor neue Herausforderungen gestellt, da die Varianten an Museumsobjekten schier unendlich sind und wir immer wieder neue Wege suchen, ein Objekt passend zu beleuchten. Deshalb ist das Improvisieren und Ausprobieren beim Setzen des Lichtes immer eine gute Idee.<br>Die Auflösung hat sich weiter verbessert, da die Kamera eine weniger pixelige, rauschärmere Empfindlichkeit verwendet hat. Das relativ dunkle, metallene Objekt ist gut beleuchet. Der Weißabgleich bzw. der Farbstich auf dem Hintergrund ist neutraler geworden, wenn auch noch nicht perfekt.<br>Alle Abbildungen in diesem Script sind unbearbeitete JPEGs, wie sie jedes Smartphone, aber auch jede Kamera herstellt. Auf eine weitere Bildbearbeitung haben wir hier noch verzichtet. Der weiße Hintergrund hat meist einen leichten Farbstich, der je nach Monitor etwas anders ausschauen kann. Wie diese Farbstiche zu vermeiden sind, zeigen wir im nächsten Tutorial.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-38-57-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-1.png" alt="" class="wp-image-1850" width="697" height="601" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-38-57-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-1.png 697w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-38-57-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-1-300x259.png 300w" sizes="auto, (max-width: 697px) 100vw, 697px" /><figcaption>© kienzle I oberhammer</figcaption></figure>



<p><strong>5. Vollformatkamera mit professionellen Einstellungen: (Video 11.45 min)</strong></p>



<p>Diese Aufnahme haben wir mit unserer Vollformatkamera mit einem 60mm Makroobjektiv gemacht. Die Empfindlichkeit der Kamera haben wir manuell auf den Basiswert von 100 (ISO) gestellt. Die Blende des Objektivs auf 11, die Verschlußzeit auf eine 1/125 Sekunde. (Das sind unsere manuellen Grundeinstellungen.) Das Blitzlicht kommt von oben durch eine Softbox. (Wir hätten auch einfach gegen die Decke blitzen können.) Die richtige Lichtmenge wird am Blitz nach Kontrolle der ersten Aufnahme am Kameradisplay eingestellt. Damit der zylindrische Körper nicht nur Licht von oben abbekommt, haben wir ihn von vorne aufgehellt, in dem wir ein Styropor nur ganz leicht angewinkelt zwischen das Objekt und die Kamera gehalten haben.<br>Die Auflösung des Bildes ist noch etwas höher geworden. Vor allem erscheint die Materialität der Lötlampe jetzt dank der ausreichenden Beleuchtung in vollem Glanz. Das Metallische der Oberfäche kommt erstmals richtig zur Geltung. Objekt und Hintergrund sind in einem wesentlich kühleren Bildton dargestellt, wenn auch noch nicht gänzlich neutral.<br>Hätten wir unseren Studioblitz schon bei der Aufnahme mit der Kamera mit APS-C Sensor (Bridgekamera) verwendet und statt der Belichtungsautomatik eine manuelle Einstellung vorgenommen, hätten wir ein annähernd ähnlich gutes Foto machen können.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="694" height="636" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-47-59-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf.png" alt="" class="wp-image-1853" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-47-59-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf.png 694w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/01/Screenshot-2022-01-31-at-10-47-59-Script_Tutotial_Folge1_Von-grob-bis-fein-pdf-300x275.png 300w" sizes="auto, (max-width: 694px) 100vw, 694px" /><figcaption>© kienzle I oberhammer</figcaption></figure>



<p><strong>Resümee</strong></p>



<p>Die Aufnahmen mit dem älteren Smartphone sind nur für kleine Abbildungen und wirklich nur im Notfall für den Druck geeignet. Ein moderneres Smartphone mit Teleobjektiv wäre mit Sicherheit geeigneter, da vor allem das Weitwinkelobjektiv für Objektfotos nicht geeignet ist, da es zu verzerrenden Aufnahmen führt. Allerdings läßt sich ein Smartphone nicht mit einem externen Blitz verwenden. Moderne Smartphones hübschen zudem Farben künstlich auf.<br>Die Bridgekamera/APS-C Kamera führt wie die Vollformatkamera zu wesentlich besseren Ergebnissen, vor allem wenn ausreichend Licht vorhanden ist. Ein gut eingesetzter Blitz führt zusammen mit einer geeigneten Brennweite bei Verwendung beider Kamerasysteme immer zu brauchbaren Ergebnissen.</p>



<p><strong>Glossar</strong></p>



<p><em>Brennweite</em> = der Abstand der optischen Mitte des Objektives zum Bildsensor. Je länger der Abstand, desto länger ist die Brennweite. Je länger die Brennweite, desto näher können wir Objekte abbilden. Ferngläser haben immer lange Brennweiten. Je kürzer die Brennweite, desto Weitwinkeliger ist sie, ähnlich einer Panoramaaufnahme, bei der möglichst alles vor der Kamera befindliche abgebildet werden kann. Deshalb eignet sich ein Weitwinkelobjektiv gut für Landschaftsaufnahmen und ein Teleobjektiv für Objekte, die wir nah abbilden wollen. Eine normale Brennweite entspricht dem Blick durch unsere Augen. Wie stark die Tele oder Weitwinkelwirkung eines Objektives ist, hängt auch von der Größe des Bildsensors ab. Deshalb ist die Normalbrennweite im Vollformat 50mm, im APS-C Format 35mm und bei Micro 4/3 25mm.<br><br><em>Bridgekamera</em> = Wir verwenden den Begriff hier, um eine Kamera zu bezeichnen, die zwischen einer Kompaktkamera (Knipse) und einer professionellen Spiegelreflexkamera steht. </p>



<p><em>APS-C Format</em> = ein Bildsensor im Format von 25,1 mm × 16,7 mm<br><br><em>Vollformat (Abk.: FF bzw FX Format)</em> = ein Bildsensor im Format 24 mm × 36 mm<br><br><em>Bildsensor</em> = lichtempfindliche Fläche auf die das Kameraobjektiv nach dem optischen Prinzip (Camera Ob-<br>scura) ein Bild wirft. Der Sensor wandelt das einfallende Licht in elektrische Signale um, aus der der Bildpro-<br>zessor ein digitales Foto generiert, das gespeichert werden kann.<br><br><em>Empfindlichkeit (ISO)</em> = Der Basiswert liegt in der Regel bei 100 und ist als Einstellung immer zu bevorzugen,<br>da das Bild feiner und rauscharm wiedergegeben wird.<br><br><em>Softbox</em> = Eine faltbare Lichtwanne, die ursprünglich punktförmiges (hartes) Licht auf eine größere Fläche<br>verteilt und damit weicher macht.</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<title>Zweites Treffen der AG Digitalisierung Sachsen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2021/11/29/zweites-treffen-der-ag-digitalisierung-sachsen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Projektteam Digitales Sammlungsmanagement SLfM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Nov 2021 15:36:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[AG Digitalisierung Sachsen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach erfolgreicher Termin- und Themenabfrage freuen wir uns, als Termin für das zweite Treffen der AG Digitalisierung Sachsen den 20. Januar 2022, 14.00 bis 16.00 Uhr anzukündigen. Dieses Treffen wird unter dem Thema „Planung von digitalen Erschließungsprojekten“ stehen. Wenn Sie in Ihrem Museum ein solches Projekt erfolgreich Planen und durchführen konnten und gern darüber berichten <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2021/11/29/zweites-treffen-der-ag-digitalisierung-sachsen/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nach erfolgreicher Termin- und Themenabfrage freuen wir uns, als Termin für das zweite Treffen der AG Digitalisierung Sachsen den 20. Januar 2022, 14.00 bis 16.00 Uhr anzukündigen. Dieses Treffen wird unter dem Thema „Planung von digitalen Erschließungsprojekten“ stehen. Wenn Sie in Ihrem Museum ein solches Projekt erfolgreich Planen und durchführen konnten und gern darüber berichten würden, melden Sie sich gern bis 17.12.2021 bei Stefan Zunkel (Stefan.Zunkel@skd.museum). Eine kleine Übersicht der geplanten Themenblöcke sowie die Zugangsdaten werden im neuen Jahr verschickt.</p>



<p>Für alle, die sich noch in diesem Jahr zu der erneuten Schließung der Museen und den wiederbelebten oder neuen digitalen Formaten austauschen oder aber neue Anregungen finden wollen, möchten wir eine kleine Austauschrunde am 07.12.2021 ab 14.00 Uhr anbieten. Es soll ein loses ungezwungenes Zusammenkommen sein, bei dem Teilnehmende sich über Möglichkeiten und Herausforderungen während der erneuten Schließung der Museen besprechen können. Vielleicht auch nur, um zu sehen, dass Sie mit Ihren Aufgaben und neuen Herausforderungen nicht allein sind.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen,sich am 07.12.2021 dieser Runde anzuschließen.</p>
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		<title>Brandenburgische Museen in der Deutschen Digitalen Bibliothek</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2021/11/18/brandenburgische-museen-in-der-deutschen-digitalen-bibliothek/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Nov 2021 12:25:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[DDB]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist ein Internet-Portal, in dem Kultur- und Wissenseinrichtungen – Archive, Bibliotheken, Museen, Denkmalpflege- und Forschungsinstitutionen – ihre Bestände online sichtbar und recherchierbar machen können. Gibt eine Nutzerin oder ein Nutzer in den Suchschlitz der DDB beispielsweise das Wort &#8222;Brandenburg&#8220; ein, so werden über 100 000 Objekte angezeigt, die mit diesem <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2021/11/18/brandenburgische-museen-in-der-deutschen-digitalen-bibliothek/" class="more-link">...</a>]]></description>
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<p></p>



<p></p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<p> Die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/" target="_blank">Deutsche Digitale Bibliothek (DDB)</a> ist ein Internet-Portal, in dem Kultur- und Wissenseinrichtungen – Archive, Bibliotheken, Museen, Denkmalpflege-  und Forschungsinstitutionen  –  ihre Bestände online sichtbar und recherchierbar machen können. Gibt eine Nutzerin oder ein Nutzer in den Suchschlitz der DDB beispielsweise das Wort &#8222;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&amp;query=Brandenburg" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?isThumbnailFiltered=true&amp;query=Brandenburg" target="_blank">Brandenburg</a>&#8220; ein, so werden über 100 000 Objekte angezeigt, die mit diesem Schlagwort verbunden sind. Das sind Digitalisate von Fotografien, Akten, Büchern, Urkunden, Briefen, Gemälden, Grafiken, Münzen und Medaillen. Insgesamt präsentieren momentan deutschlandweit 619 Institutionen über 13 Millionen Objekte in der DDB  – darunter sind auch 233 Museen. Die Zahl der brandenburgischen Museen, die sich mit Daten an der DDB beteiligen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Waren es zunächst nur die &#8222;großen&#8220; Einrichtungen, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten oder das Potsdam Museum, tragen heute 16 Museen aus Brandenburg mehr als 2400 Objekte zum digitalen Wissensnetzwerk bei. </p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="304" height="350" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog2-1.jpg" alt="" class="wp-image-1791" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog2-1.jpg 304w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog2-1-261x300.jpg 261w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption>Registrierte Museen in der DDB (Kartenausschnitt), <a href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/about-us/institutions#map" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/about-us/institutions#map">Link</a></figcaption></figure>
</div>
</div>



<p><strong>Vom Aryballos bis zum Zeltnagel</strong></p>



<p>Die thematische Vielfalt der gezeigten Objekte ist beeindruckend. Sie reicht von einem altgriechischen Salbgefäß, einem <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ?isThumbnailFiltered=true&amp;query=aryballos+p%C3%BCckler&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ?isThumbnailFiltered=true&amp;query=aryballos+p%C3%BCckler&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=H34IKRYECPIMMX4QASTPHGBRF73TGFCZ&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" target="_blank">Aryballos</a>, aus der Sammlung des Fürsten Pückler (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/5TFUZAZJ5ILBY4MFKYQMYNELKVIRTT3E" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/5TFUZAZJ5ILBY4MFKYQMYNELKVIRTT3E" target="_blank">Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz</a>) bis zu den <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN?isThumbnailFiltered=true&amp;query=zeltn%C3%A4gel&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN?isThumbnailFiltered=true&amp;query=zeltn%C3%A4gel&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=J5E2YALCDNSEHUCR4KQTKXOZYJJK7WYN&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=1" target="_blank">Zeltnägeln</a> der letzten Grönlandexpedition von Alfred Wegener (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/I36XE6KCECO5GTDIEP2NPWAJSTP7JP7V" data-type="URL" data-id="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/organization/I36XE6KCECO5GTDIEP2NPWAJSTP7JP7V" target="_blank">Alfred Wegener Museum Zechlinerhütte</a>). Zu den Objektbildern stellen die Museen zahlreiche Informationen, sogenannte Metadaten, zur Verfügung. Dazu gehören neben der Inventarnummer, den Maßen und dem Material, aus dem das Objekt besteht, auch eine Objektbeschreibung, Literaturverweise und natürlich diverse Angaben zur Objektgeschichte. Diese werden hier als Ereignisse bezeichnet. Ein auf ein Objekt bezogenes Ereignis, z. B. seine Herstellung, kann mit bis zu drei Aussagen verbunden werden: &#8222;wann&#8220;, &#8222;wo&#8220; und &#8222;von wem&#8220; wurde das Objekt hergestellt. Diese Ereignisse ermöglichen es, alle Datensätze in der DDB miteinander zu verknüpfen. So lassen sich z. B. alle Objekte herausfiltern, die, wie der Aryballos, in Korinth oder im 7. Jahrhundert vor Christus hergestellt, oder von der Person Fürst Pückler gesammelt wurden. Auf diese Weise entsteht ein gigantisches, immer weiter wachsendes Wissensnetzwerk, zu dem nun auch immer mehr brandenburgische Museen beitragen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1-1024x510.jpg" alt="" class="wp-image-1787" width="778" height="388" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1-1024x510.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1-300x149.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2021/11/Blog1.jpg 1309w" sizes="auto, (max-width: 778px) 100vw, 778px" /></figure>



<p><strong>museum-digital und die DDB</strong></p>



<p>Neben der DDB existiert mit <a rel="noreferrer noopener" href="https://museum-digital.de" data-type="URL" data-id="https://museum-digital.de" target="_blank">museum-digital.de</a> ein zweites großes Internet-Portal in Deutschland, in dem Museen digitale Objektbilder und -informationen präsentieren können. Bei museum-digital veröffentlichen, Stand heute, 751 Museen über eine halbe Million Objekte. Was unterscheidet die beiden Portale eigentlich voneinander und reicht es nicht vielleicht, bei einem der beiden präsent zu sein? Der erste große Unterschied ist, dass die DDB im Grunde &#8222;nur&#8220; Daten von verschiedenen Kulturerbe- und Forschungsinstitutionen einsammelt, die bereits permanent im Internet verfügbar sind. Diese bereits verfügbaren Daten werden in die DDB eingespeist, wobei jeder Datensatz einen Link zu dem ursprünglichen Datensatz des Datengebers enthält. Museum-digital ist solch ein Datengeber. Hier können Museen über einen personalisierten Zugang eigenständig ihre Daten und Bilder einpflegen und bearbeiten und, wenn sie es möchten, über einen Export an die DDB weitergeben. Dieses eigenständige Pflegen der eigenen Daten ist bei der DDB nicht möglich. Museum-digital ist eine vollwertige Inventarisierungssoftware und Präsentationsplattform in einem &#8211; und ein Tor für Museen in die DDB. Dies bedeutet auch, dass die Präsenz in beiden Portalen keine doppelte Datenpflege bedeutet. Man legt seine Daten bei museum-digital an oder importiert sie dort und gibt sie dann an die DDB weiter. Ändern sich Daten bei museum-digital, ist ein neuer Export nötig, mit dem die alten Daten in der DDB überschrieben werden. </p>



<p><strong>Mitmachen</strong></p>



<p>Ist es nun nötig, mit den gleichen Daten zweimal im Internet präsent zu sein? Es schadet auf jeden Fall nicht! Beide Netzwerke profitieren davon, dass viele Institutionen mit vielen Daten mitmachen. Sie unterstützen sich damit gegenseitig dabei, im Internet sichtbarer zu werden. Wer bei der DDB mitmachen möchte, erhält unter <a rel="noreferrer noopener" href="https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/" target="_blank">https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/</a> erste Informationen. Ansprechpartner für Museen ist die <a rel="noreferrer noopener" href="https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/daten-liefern/fachstellen/fachstelle-museum" type="URL" id="https://pro.deutsche-digitale-bibliothek.de/fachstelle-museum" target="_blank">Fachstelle Museen</a> der DDB. </p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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