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	<title>Regional | museum-digital: blog</title>
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	<description>A blog on museum-digital and the broader digitization of museum work.</description>
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		<title>Versuch einer Blaupause zur strategischen Digitalisierung in und von Museen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2026/03/17/versuch-einer-blaupause-zur-strategischen-digitalisierung-in-und-von-museen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2026 17:21:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Diskussionen zu Digitalstrategien gibt es seit Jahren. Wir sollten den Begriff umdrehen und fragen: Was macht strategische Digitalisierung aus? Und welche Methoden, Ziele, Infrastrukturen und Rahmenbedingungen braucht das? Ein Debattenbeitrag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dieser Blog war einmal als Austauschforum gedacht, nicht als Verlautbarungsplattform. Und das sollte er im Idealfall wieder werden. Hier also ein kleiner Debattenbeitrag als Crosspost aus meinem <a href="https://www.jrenslin.de/post/strategische-digitalisierung-im-museum/">persönlichen Blog</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading" id="einleitung">Einleitung</h2>



<p>Diskussionen über die Digitalisierung in Museen werden in Deutschland seit Jahrzehnten geführt. Der Aufbau von Datenbanken zur Bestandserschließung geht in vielen Häusern mindestens bis in die 1990er Jahre zurück. Die Nutzung digitaler Mittel für die Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit in Museen ist seit spätestens Mitte der 2000er Jahre nicht mehr zu vermeiden. Und mit der Verbreitung des World Wide Web wurde klar, dass Interoperabilität und Verknüpfbarkeit in Zukunft relevante Themen sein würden.</p>



<p>Die personelle Infrastruktur der Museen und in breiteren, museumsübergreifenden Infrastrukturen und Institutionen (Museumsverbände, den Landesstellen für Museen, etc.) wurde dementsprechend in den letzten Jahren zunehmend angepasst. Gerade größere Einrichtungen haben heute Social Media Manager, verschiedene Rollen für die digitale Sammlungsarbeit, etc. In Einklang damit gab es seit ca. 2015 den Druck, digitale Strategien in den Museen zu entwickeln. Diese Entwicklungen sind an sich sinnvoll und richtig.</p>



<p>Sie bleibt nichtsdestotrotz unvollständig. Einerseits ist die Museumslandschaft extrem divers, und besonders viele kleinere Einrichtungen haben bis heute keine dezidierte Digitalstrategie. Andererseits greift das Digitale auf alle Lebensbereiche über: Kann es eine Digitalstrategie geben, die nicht eine allgemeine Museumsstrategie darstellt? Und, sollte das im Konkreten für korrekt befunden werden: Wie sorgt man dafür, dass die Strategie auch tatsächlich auf der operativen Ebene verfolgt und umgesetzt wird?</p>



<p>Welchen Nutzen haben die vielen einzelnen Strategien, wenn es keine stringente, übergreifende Strategie gibt? Auf welchem Grund sollen die digitalen Bemühungen gedeihen, wenn es kein passendes Ökotop gibt? Real gibt es auch heute schon eine Fülle von Angeboten für die digitale Arbeit von und in Museen &#8211; Hardware, Infrastrukturen, Austauschforen, Hilfsangebote. Diese strategisch zu sortieren, ein gemeinsames Ziel zu formulieren und Reibungsverluste zu reduzieren, das sollte gerade heute, in Zeiten knapper Kassen, im allgemeinen Interesse sein.</p>



<p>Im Folgenden wird versucht, einen Entwurf für eine derartige Zielvorstellung anhand eines &#8222;digitalen Idealmuseums&#8220; zu skizzieren, wichtige Hürden und Vorschläge für den Umgang und die Überwindung dieser zu benennen. Die hier formulierten Überlegungen stützen sich auf die langjährige praktische Erfahrungen von <a href="https://www.museum-digital.org/"><em>museum-digital</em></a> als offener, kooperativ entwickelter Infrastruktur für die Erschließung, Verwaltung und Publikation von Museumsdaten.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-digitale-idealmuseum">Das Digitale Idealmuseum</h2>



<p>Der zentrale Wissensspeicher des digitalen Idealmuseums ist seine Museumsdatenbank. In dieser werden die Objekte sowie alle standardisierbaren und planbaren Vorgänge im Museum abgebildet und verzeichnet. Hier wird für jedes Objekt und jeden Vorgang eine eindeutige Kennung generiert, mit der diese in allen Tätigkeitsbereichen des Museums klar und eindeutig referenziert werden können.</p>



<p>Zu den vom Museumsteam sauber erfassten Objekt- und Sammlungsdaten gesellen sich automatisch erfasste und in die Datenbank übermittelte Daten von Klimasensoren und aus dem mit QR-Codes kostengünstig umgesetzten Standort-Tracking. Besucherzahlen werden von den in den Ausstellungsräumen eingebauten Lichtschranken automatisch in die Datenbank übermittelt.</p>



<p>Ein Display im Foyer des Museums präsentiert ein Dashboard, in dem Besuchern die Aktivitäten des Museums transparent dargestellt werden. Besucher erhalten einen Überblick über den Fortschritt der Erschließungsarbeit, kommende Veranstaltungen und Ausstellungen werden angekündigt, es gibt eine Liste der neuesten Veröffentlichungen der Mitarbeiter des Museums. Eine Anzeige informiert über die Verfügbarkeit von Plätzen im Museumscafé und von Toiletten.</p>



<p>Die so präsentierten Daten werden direkt aus der Museumsdatenbank bezogen. Ebenso können vollautomatisch Listen und Berichte für Fördermittelgeber, Beirat und Trägerinstitutionen erstellt werden. Mitarbeitende des Museums sehen für sie relevante Aufgaben und Termine aus der Museumsdatenbank automatisch im Kalender auf ihren Endgeräten.</p>



<p>Leihverkehre und Ausstellungen sind in der Datenbank erfasst. Vordrucke für z.B. Leihverträge und eine Übersicht über alle im Rahmen des jeweiligen Vorgangs erstellten Dokumente &#8211; gekennzeichnet mit der durch die Datenbank generierten ID &#8211; können in dieser generiert und eingesehen werden. Über offene Standards wie <a href="https://cidoc.mini.icom.museum/working-groups/documentation-standards/eodem-home/">EODEM</a> können die Objektdaten verliehener Objekte automatisch, schnell und verlustfrei an Leihnehmer übermittelt und in deren Datenbanken übertragen werden.</p>



<p>Die Zusammenarbeit mit externen Kuratierenden, Ausstellungsplanern und Gestaltern wird durch eine feingliedrige Rechteverwaltung und eingeschränkten Zugriff auf die Datenbank vereinfacht. Mit einem Nutzerkonto mit rein lesendem Zugriff erhalten sie Einsicht in die Sammlung und können allgemeine wie ausstellungsspezifische Texte und Objektbeschriftungen direkt aus der Datenbank beziehen &#8211; oder diese direkt in der Datenbank kollaborativ mit den Mitarbeitenden des Hauses erstellen.</p>



<p>Für die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses ist die Museumsdatenbank, nebst einem ggfs. vorhandenen und eng mit ihr verzahntem Digital Asset Management-System, ebenfalls eine zentrale Quelle. Beispielobjekte und Bilder für Social Media-Posts und Newsletter sowie Übersichten über die Arbeit des Hauses finden sich zuallererst in der Datenbank. Gleichzeitig übernimmt eine standardkonforme Speicherung und Publikation einige Aufgaben vollständig: Die Listung von Veranstaltungen und Ausstellungen bei Google geschieht etwa vollautomatisch mithilfe eingebetteter JSON-LD-Metadaten bei der Publikation auf der eigenen Webseite.</p>



<p>Die Publikation der Sammlungsdaten erfolgt vollständig automatisiert. Mit einem einfachen Freigabefeld entscheiden Mitarbeitende, ob ein Datensatz beim einmal täglich automatisch angestoßenen Abgleich der Daten veröffentlicht werden soll oder nicht. Ziel des Abgleichs ist eine einzige primäre Publikationsplattform, etwa die Webseite des Museums. Durch saubere Datenerfassung, die Verwendung von Normdaten und eine eng abgestimmte Synchronisations-Routine kann der Abgleich der Daten ohne weitere menschliche Intervention geschehen.</p>



<p>Die primäre Publikationsplattform dient nicht nur der direkten Ansprache der Öffentlichkeit, sondern auch als Ausgangspunkt für die Weitergabe an fachspezifische Portale wie das <a href="https://www.graphikportal.org/">Graphikportal</a> oder spartenübergreifende wie die <a href="https://www.jrenslin.de/post/strategische-digitalisierung-im-museum/www.deutsche-digitale-bibliothek.de">Deutsche Digitale Bibliothek</a> und <a href="https://www.europeana.eu/">Europeana</a>. Offene Schnittstellen wie <a href="https://www.openarchives.org/pmh/">OAI-PMH</a> und die Verwendung offener, weit verbreiteter Austauschstandards wie <a href="https://www.jrenslin.de/post/strategische-digitalisierung-im-museum/www.lido-schema.org">LIDO</a> ermöglichen eine regelmäßige, vollautomatische Übernahme und Aktualisierung der Daten durch die Portale, ohne zusätzlichen Aufwand für das Personal des Museums.</p>



<p>Eine Publikation unter offenen Lizenzen und das Angebot offener Schnittstellen erlauben eine reibungslose und vielfältige Nachnutzung durch Forschung, Bildung, Kulturvermittlung und die Kreativindustrie. So können neue und vom Museum selbst möglicherweise unvorhergesehene Potentiale geschöpft werden, die dem Museum Reichweite und neue Erkenntnisse bieten können.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Das digitale Idealmuseum existiert in der beschriebenen Form wahrscheinlich noch nirgends. Und das, obwohl die meisten beschriebenen Konzepte und Methoden Jahre und Jahrzehnte alt und in anderen Bereichen wohl etabliert sind. Eine derartige, stringend um einen zentralen Wissensspeicher aufgebaute Struktur wäre beliebig erweiterbar und schon eine partielle Nachbildung der oben beschriebenen Struktur könnte deutliche Arbeitserleichterungen, eine bessere Nachvollziehbarkeit und Krisenfestigkeit für Museen bedeuten.</p>



<p>Im Folgenden werden die grundlegenden organisatorischen Anforderungen für die Etablierung vergleichbarer Strukturen beschrieben. Eine sicher unvollständige Auflistung der realen Hindernisse zur Schaffung einer solchen leitet im Anschluss zum abschließenden Entwurf einer Strategie für eine weitere Verbreitung und Schaffung effizienterer, digitaler Strukturen &#8211; im einzelnen Museum wie darüber hinaus &#8211; über.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="anforderungen">Anforderungen</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>Der zentrale Wissensspeicher des digitalen Idealmuseums ist seine Museumsdatenbank.</strong></em></p>
</blockquote>



<p>Der hier gewählte Begriff der <em>Museumsdatenbank</em> ist gezielt überspitzt. Der in der Wahl des Begriffs formulierte Anspruch, eine zentrale Zusammenführung des Wissens und der Aktivitäten eines Museums zu erreichen, ist aber essentiell. Nur so lässt sich eine wirklich eindeutige und stabile Referenzierbarkeit schaffen. Nur so können skalierbar, abteilungsübergreifend und nachhaltig Übersichten erstellt werden. Und nur so lässt sich zumindest ein Mindestmaß an grundsätzlicher Strukturgleichheit der Daten sicherstellen, das zukünftige Automatisierungen deutlich vereinfacht. Grundsätzlich gilt, dass eine möglichst weitgehende Einschränkung der Zahl verschiedener Anwendungen in einem Museum (wie auch sonst) sowohl für eine einfachere Administration der Systeme als auch für eine bessere Zugänglichkeit für die oft nicht technisch ausgerichteten Mitarbeitenden sorgt.</p>



<p>Eine einzige, zentrale und gemeinsame Datenbank bedeutet, dass alle Mitarbeiter in irgendeiner Form mit demselben System arbeiten. Es bedeutet das oft geforderte <em>Aufbrechen von Informations-Silos</em> und eine zunehmende Transparenz des Arbeitens zwischen den Mitarbeitenden. Auf institutioneller Ebene ist dies lohnend und viel besprochen. Auf persönlicher ist dafür gerade in großen und größeren Museen ein grundlegendes Umdenken nötig. Befürchtungen, dass zunehmende Informationen über den eigenen Zuständigkeitsbereich zu einem verstärkten, uninformierten Hinterfragen der eigenen Entscheidungen führen, können und müssen mit besserer Kommunikation und Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Abteilungen beantwortet werden. Eine effektive Digitalisierung kann nur mit den Mitarbeitenden des Museums und nicht gegen diese geschehen.</p>



<p>Andererseits gibt es getrennte Systeme, bei denen eine Trennung tatsächlich sinnvoll sein kann. Eine enge Integration von Personaldaten, Lohnabrechnungen und Sammlungsdaten ist rechtlich sicherlich problematisch, praktisch nicht von Vorteil und schon an sich dystopisch. Die Verwaltung und Bearbeitung von beliebigen Dokumenten etwa zu einer Ausstellung wird von den jeweils darauf spezialisierten Anwendungen &#8211; Dateimanagern und Office-Anwendungen &#8211; besser und effektiver erledigt, als das mit einer Museumsdatenbank möglich wäre. Eine Anbindung dieser Dokumente an die Datenbank ist aber gerade im Fall von Ausstellungen naheliegend. Welche Arbeitsbereiche es in einem gegebenen Museum gibt und welche tatsächlich logisch grundlegend abgetrennt arbeiten sollen, sollte frühestmöglich besprochen und festgelegt werden.</p>



<p>Zu guter Letzt ist ein Datenbankdesign nötig, das eine Integration der vielen verschiedenen Funktionalitäten ermöglicht. Dies bedeutet einerseits &#8211; auf Ebene der konkreten Datenbank &#8211; das grundlegende Felder für die verschiedenen Entitäten und Prozesse definiert werden müssen. Andererseits erfordert das Ziel der Integration, dass die Datenbanksoftware entweder eine API liefert, Exporte idealerweise in nicht museumsspezifischen Formaten ermöglicht oder die Daten zumindest in einer niedrigschwellig zu nutzenden Form abspeichert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><em><strong>Zu den sauber erfassten Sammlungsdaten [&#8230;]</strong></em></p>
</blockquote>



<p>Die Vollständigkeit und Einheitlichkeit von Sammlungsdaten ist nicht zuletzt durch die in vielen Museen mittlerweile entscheidende Rolle von Digitalisierungsprojekten für die Erschließungsarbeit durchwachsen. Mit der Festlegung allgemeiner, museumsweiter &#8222;Hausregeln&#8220; sowie ggfs. projekt- oder (teil-)sammlungsspezifischer Regeln für die Erschließung lassen sich trotz der Diversität der erfassten Daten grundlegende Erwartungsmaßstäbe definieren, auf deren Basis in der Folge gut weitergearbeitet und automatisiert werden kann. Um allerdings überhaupt sinnvolle und langfristig gültige Regeln zu definieren, braucht es in den Museen ein gutes Verständnis der Relevanz und Logik von Inventarisierung und Erschließung.</p>



<p>Eine besondere Schwierigkeit, sowohl bezüglich der Sauberkeit als auch der Einheitlichkeit der Daten, ergibt sich oft durch projektspezifische Anforderungen an die Erfassung. Die Versuchung, eigene, projektspezifische Datenbanken (oder Excel-Tabellen) zu schaffen, ist groß. Um die vollen Vorzüge der Digitalisierung im Museum zu gewährleisten, sollten solche museumsinternen Sonderwege unbedingt vermieden werden. Eine später immer wieder notwendige Migration der projektspezifischen Daten in die zentrale Datenbank ist teuer und kompliziert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><strong><em>Durch eine eng abgestimmte Synchronisations-Routine, saubere Datenerfassung und die Verwendung von Normdaten kann der Abgleich der Daten ohne weitere menschliche Intervention geschehen.</em></strong></p>
</blockquote>



<p>Eine vollständig automatisierte Weitergabe von Daten aus einem in ein anderes System besteht grundsätzlich aus drei Aspekten. Zuerst müssen die relevanten Daten vom Ursprungssystem ausgespielt werden, dann müssen sie zum gegebenen Zielsystem gelangen, und schließlich müssen sie dort eingelesen werden können. Sowohl das Ursprungssystem als auch das Zielsystem müssen dazu entsprechende Schnittstellen bieten. Dies betrifft die Anbindung externer Datenbanken<sup data-fn="156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db" class="fn"><a href="#156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db" id="156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db-link">1</a></sup> an die zentrale Museumsdatenbank ebenso wie den Abgleich von Daten aus der Datenbank des Hauses mit z.B. dem museumseigenen Online-Katalog oder zwischen jenem und museumsübergreifenden Portalen.</p>



<p>Der mittig liegende Arbeitsschritt des Transportes und ggfs. der Transformation der Daten um sie ins Zielsystem zu integrieren kann dabei &#8211; wie im Fall des automatischen Bezugs von Normdaten z.B. aus der GND meist der Fall &#8211; direkt im Ursprungs- oder Zielsystems integriert sein. Durch die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Systeme ist die Notwendigkeit der Schaffung einer museumsspezifischen Integration oft gegeben und verständlich. Bisher sind es oft Mitarbeiter des Museums, die die Integration händisch durchführen, etwa indem sie Exporte auslösen, Tabellenspalten umbenennen oder Exportdaten vor einer Weitergabe anreichern. Gerade Formatanpassungen und Anreicherungen müssen so bei jeder Aktualisierung der Daten von neuem durchgeführt werden.</p>



<p>Um einen regelmäßigen, automatischen Abgleich zu ermöglichen, muss dieser Arbeitsschritt entweder automatisiert oder in Ex- oder Import (d.h. in Ursprungs- oder Zielsystem) integriert werden. Eine nachhaltige und für Museen langfristig realistisch wartbare <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Integration">Integration</a> verlangt stabile Schnittstellen, da jede Anpassung der Schnittstellen auch eine Anpassung der damit interagierenden Komponenten bedeuten kann.</p>



<p>Da bei jeder Anpassung der Ex- oder Importschnittstellen eine Anpassung museumsspezifischer <a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Integration"> / Anbindungen</a> notwendig sein kann, verlangt e</p>



<p>Die Bereitstellung von Schnittstellen, die händische Formatanpassungen überflüssig machen, ist in vielen Fällen sinnvoller bei der Ursprungs- oder Zielsoftware angesiedelt als in einem nicht vollständig automatisierten Zwischenschritt. Ist die Bereitstellung eines Export- oder Importformats Teil eines der Systeme, so kann eine entsprechende Entwicklung vielen Museen zu gute kommen. Dies setzt allerdings eine museumsübergreifende Einheitlichkeit der Formate &#8211; zumindest innerhalb eines Programms &#8211; voraus, die nicht jede übliche Sammlungsmanagement-Lösung bietet.</p>



<p>Gerade die Weitergabe an nicht museumsspezifisch angepasste Anwendungen und Portale profitiert massiv von eindeutigen, institutions-übergreifend gültigen Referenzierungen von zentralen Begriffen wie etwa Ortsangaben. Diese lassen sich durch die Verwendung übergreifender Terminologien und Normdatenkataloge herstellen. Die Anreicherung von z.B. Ortsangaben mit Normdaten geschieht nicht zuletzt durch die bessere Verfügbarkeit entsprechender Software <em>(wie z.B. <a href="https://openrefine.org/">OpenRefine</a>)</em> derzeit zunehmend manuell im Zwischenschritt. So sehr dies einen Gewinn gegenüber der vollständigen Abwesenheit von Normdatenbezügen darstellen mag, so sehr stellt es bei einer irgendwann nötigen Aktualisierung der Daten Schwierigkeiten dar. Und umso mehr verunmöglicht es eine wirkliche Automatisierung des Datenaustausches.</p>



<p>Um eine Automatisierbarkeit herzustellen, sollten Anreicherungen entweder direkt im Ursprungssystem oder automatisch beim Import ins Zielsystem geschehen. Der Nutzen einer Anreicherung im Ursprungssystem ist offensichtlich &#8211; ist eine Anreicherung im Ursprungssystem schwieriger als eine Anreicherung in einem Zwischenschritt des Datentransfers, sollte primär auf eine Verbesserung des offenbar verbesserungswürdigen Ursprungssystems hingewirkt werden.</p>



<p>Andererseits erlauben es die in vielen Museen verfügbaren Mitarbeiterzahlen oft nicht, eine Anreicherung aller Sammlungsdaten des Hauses in einem realistischen Zeitraum umzusetzen, ohne die Arbeit der Institution zu lähmen. Dies macht einen pragmatischen Umgang mit imperfekten Daten an möglichst zentraler Stelle (und das heißt meist im Zielsystem) sinnvoll.</p>



<p>Selbst ohne zugehörige ID ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zeichenkette &#8222;Berlin&#8220; &#8211; in einem deutschen Museum, das deutschsprachig formulierte Daten in ein primär deutschsprachiges Portal importieren möchte &#8211; die deutsche Hauptstadt bezeichnet extrem hoch. Eine Zuordnung kann hier automatisch auf Basis des Namens geschehen, ohne dass es eine substanzielle Gefahr einer Verfälschung der Daten gäbe. Wäre das Museum in Ohio, oder wäre die Zeichenkette &#8222;Frankfurt&#8220; gäbe es eine deutlich größere Gefahr der Verfälschung. Ein pragmatischer Umgang heißt also einerseits, eindeutige Begriffe zu akzeptieren und wo möglich automatisch passend zuzuordnen. Andererseits heißt es auch, negativ abzuwägen, wo dies angemessen ist. Solche Abwägungen sind aber bei zentralen Portalen mit entsprechender Expertise und Infrastruktur deutlich sinnvoller anzusiedeln als bei jedem einzelnen Museum. Auch, weil manche Abwägungen so nur einmal, statt tausende Male und für jedes Museum neu gemacht werden müssen.</p>



<p>Der generelle Ansatz pragmatischer Abwägungen und einer möglichst starken Automatisierung des Zielsystems ist hier primär am Beispiel des Datenaustauschs mit Portalen beschrieben, gilt aber ebenso für alle anderen Systeme. Und sei es zwischen dem Klimasensoren aus Ursprungssystem und der museumseigenen Datenbank als Ziel.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="realitaeten-und-die-diversitaet-der-hindernisse">Realitäten und die Diversität der Hindernisse</h2>



<p>Alleine in Deutschland gibt es nach <a href="https://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/ifmzm/issue/archive">Zählung des Instituts für Museumsforschung</a> circa 7000 Museen. Von kommunal getragenen Museen zu Privatmuseen, von Kunstmuseen zu Naturkundemuseen, von kleinen Heimatmuseen zu Landes- und Bundesmuseen mit hunderten Mitarbeitern und mehreren Standorten versteckt sich in dieser Zahl eine enorme Spannbreite von verschiedenen Erfahrungen.</p>



<p>Durch die Diversität der Museen, sind notwendigerweise auch die konkret denkbaren Ziele der Digitalisierung in einem konkreten Museum, die Ausgangsbedingungen und Hindernisse divers und schwer zu verallgemeinern. Manche Probleme betreffen alle Arten von Museen, sind aber nicht notwendigerweise in jedem Museum kritisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="kenntnisse">Kenntnisse</h3>



<p>Um von einer groben Gesamtstrategie in konkretere strategische und taktische Erwägungen überleiten zu können, sind eine gute Kenntnis der Ausgangssituation, von Best Practices und die Entwicklung konkreter Ziele und Zwischenziele entscheidend.</p>



<p>Gerade im Fall der Sammlungen können die meisten Museen aber selbst grundlegende, naheliegend erscheinende Fragen nicht exakt beantworten. Besonders die Gesamtzahl der von einem Museum gesammelten Objekte &#8211; so nützlich sie für die Festlegung von Kennzahlen und Meilensteinen wäre &#8211; können die wenigsten exakt beziffern. Über die Jahrzehnte wurden Konvolute entgegengenommen und angekauft und nicht aufgeschlüsselt und einzeln inventarisiert, ein konkretes Sammlungskonzept wurde erst spät oder nie festgelegt und verbindlich niedergeschrieben, die Entscheidung zum Umgang mit Konvolutobjekten (ist eine Zeichenmappe mit 12 lose eingelegten Blättern ein Objekt, ein Objekt mit 12 Unterobjekten, oder 13 Objekte?) hing jahrzehntelang von einzelnen, wechselnden Mitarbeitern ab.</p>



<p>Um also eine Gesamtzahl auch nur schätzen zu können, bedarf es erst einmal Festlegungen zur praktischen Definition des Objekt- und Sammlungsbegriffs innerhalb des Museums. Um zu ermitteln, wie weit die (digitale oder analoge) Inventarisierung der Sammlung fortgeschritten ist, braucht es eine Bestimmung dessen, was als inventarisiert gilt. Es braucht Grundkenntnisse der Inventarisierung und des Sammlungsmanagements. Gerade in Westdeutschland, wo die Museologie als eigenes Studienfach eine eher geringere Bedeutung hat, aber auch allgemein durch Personalfluktuation und die oft große Zahl von fachfremden ehrenamtlich Mitarbeitenden in Museen, gilt es diese regelmäßig zu vermitteln.</p>



<p>Mithilfe von Gesamtzahlen lassen sich <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Performance_indicator">KPI</a>s leichter bestimmen, Meilensteine definieren, und ein leichter Fortschritt projezieren. Es ist also nützlich, Gesamtzahlen auch nur Schätzungsweise festzulegen, auch wenn der schätzungsweise Charakter der Zahlen dabei niemals unerwähnt bleiben sollte. Damit solche Schätzungen einen Nutzen entfalten können, müssen sie aber klar und für die gesamte Institution einsehbar und verbindlich festgelegt werden.</p>



<p>Das Problem fehlender Inventarisierungskenntnisse betrifft primär kleinere Museen. In größeren, oft direkt forschungsorienterten Institutionen gibt es ein artverwandtes Dilemma: Durch die konkreten Anforderungen von Materialgattungen und Projekten ist es hier oft naheliegend, material-, sammlungs- oder projektspezifische Datenbanken oder Datenschemata zu erstellen und Parallelstrukturen zu entwickeln. Aus reiner Forschungsperspektive ergibt dies oft Sinn &#8211; aus Perspektive der nachhaltigen Arbeit in der gesamten Institution verhindert es Transparenz und die Hebung positiver Synergieeffekte. Umso wichtiger sind hier also frühe und verbindliche Absprachen zwischen den Abteilungen oder zwischen Fachabteilung und Mitarbeitenden im Projekt. So können pragmatische Entscheidungen ohne folgende Animositäten getroffen werden, die ihrerseits der Bildung von Synergieeffekten entgegenstehen würden. Auch wenn Pragmatismus oft ein kleines Abweichen von fachlich korrekten Termini benötigt: Gibt es etwa wirklich einen Unterschied zwischen einer Signatur und einer Inventarnummer oder bezeichnen beide Begriffe &#8211; in verschiedenen Disziplinen &#8211; doch dasselbe?</p>



<p>Gerade in kleineren und mittleren Museen ergeben sich weitere Probleme aus der je nach konkreter Person oft stark divergierenden Kenntnis von Erschließungssystemen, starker Personalfluktuation, und der Seltenheit einer schriftlichen Dokumentation der eigenen Arbeitsweise. Statt die Digitalisierung strategisch zu gestalten preschen einzelne motivierte Mitarbeitende voran, etablieren in sich sinnvolle, aber wenig dokumentierte projekt- oder personenspezifische Datenbanken. Durch die fehlende Dokumentation und Einbindung in ein übergeordnetes, geplantes Gesamtsystem müssen diese Datenbanken später entweder mühsam und kostspielig migriert oder verworfen werden. Dies gilt umso mehr, wenn die ursprünglichen Ersteller des Systems nicht mehr zur Verfügung stehen und &#8211; so die Stellen überhaupt nachbesetzt werden &#8211; ihre Nachfolger ein anderes Aufgabenprofil und andere Kenntnissen und Motivationen haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="show-don-t-tell-sichtbarkeit-der-vorteile-eines-strukturierten-arbeitens">Show, don&#8217;t tell &#8211; Sichtbarkeit der Vorteile eines strukturierten Arbeitens</h3>



<p>Digitalisierung kann ohne die Unterstützung derer, die sie primär betrifft, nicht erfolgreich und nachhaltig geschehen. Dies gilt umso mehr für eine strukturierte, nachhaltige Digitalisierung.</p>



<p>Menschen von den Potentialen der Digitalisierung zu überzeugen gelingt am leichtesten, wenn diese einerseits intuitiv, nachvollziehbar und einfach umzusetzen, und Vorzüge andererseits direkt spürbar sind.</p>



<p>Eine einfache, strukturierte und nachhaltige Datenerfassung zu ermöglichen ist eine Aufgabe für Softwareanbieter wie Institutionen. Etablierte Designpatterns wie Drag- and Drop, sinnvolle Vorschläge, oder die Möglichkeit, Eingaben zu wiederholen, können direkt als Teil der Datenbank implementiert werden und die Arbeit deutlich erleichtern. Hemmnisse wie eine fehlende Netzwerkanbindung in denkmalgeschützten Depoträumen liegen in der Verantwortung der Museen selbst oder ihrer Träger. Sie zu beseitigen ist essentiell und fast immer kostentragend &#8211; die durch die Beseitigung derartiger Hemmnisse entfallenden Reibungsverluste (auch bezüglich der Arbeitszeiten) wiegen Investitionen in Netzwerkinfrastruktur fast immer schnell wieder auf &#8211; und Betriebsklima und Akzeptanz von Digitalisierungsmaßnahmen gewinnen deutlich.</p>



<p>Einige Vorzüge der strukturierten und allgemeinverbindlichen Datenerfassung sind ihr inhärent und sofort spürbar. Der Gewinn, wenn über verschiedene Sammlungen hinweg gesucht werden kann, ist merklich und braucht keiner weiteren Erklärung. Wenn in einer Datenbank nach verschiedenen Datenfeldern gefiltert oder sortiert werden kann, ist der Vorteil gegenüber einem analogen Zettelkasten offensichtlich. Die Möglichkeit zur ortsungebundenen Arbeit mit webbasierten Systemen ist sofort einleuchtend.</p>



<p>Aber auch diese Vorteile relativieren sich über die Zeit und zeigen nur einen kleinen Teil der Potentiale auf. Umso wichtiger ist es, frühzeitig auch unerwartete Synergieeffekte zu zeigen. Immer sichtbare Visualisierungen, automatisch erzeugte Berichte, oder frühzeitig implementierte Integrationen und Automatisierungen können hier von großer Hilfe sein. Ob dies direkt als Teil der Benutzeroberfläche eines zentralen Datenbanksystems im Museum umgesetzt werden kann, liegt nicht zuletzt wieder daran, wie sehr die Datenbank an das Museum oder Teilbereiche angepasst ist. Je weiter verbreitet eine Konfiguration oder eine Datenbank, desto leichter lassen sich allgemeingültige Lösungen schaffen und desto kostengünstiger sind sie.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="arbeitskraft">Arbeitskraft</h3>



<p>Das größte und offensichtlichste Hemmnis der Digitalisierung im Museum, das alle Museen betrifft, ist die Verfügbarkeit von Arbeitskraft. Dies betrifft sowohl die inhaltliche Arbeit mit Objekten, Planung von Ausstellung, etc., als auch technische Unterstützung etwa zur Implementation von Integrationen und Automatisierungen.</p>



<p>Dass eine Person nicht hunderttausende Objekte innerhalb eines Jahres bis in ihre Tiefe ergründen und digital erschließen kann, ist offensichtlich. Ein realistischer Umgang mit Erwartungen und ein abgestimmtes Planen von Projekten zur Schaffung von Synergieeffekten (etwa die Beantragung von Projektmitteln zur Erschließung einer Teilsammlung in den Jahren vor der dazu geplanten Ausstellung) sind naheliegend.</p>



<p>Technische Lösungen können die Arbeit deutlich effizienter und nachhaltiger machen. Bestimmte Teilaspekte der Arbeit bleiben zwangsläufig aufwändig, insbesondere Rechercheaufgaben in historischen Quellen.</p>



<p>Andere Aufgaben lassen sich mit technischer Hilfe und der vorausschauenden Entwicklung von Strategien und Infrastrukturen vollständig automatisieren. Gerade Aufgaben der Datenübertragung und Integration von Systemen sind meist wie oben beschrieben inhärent automatisierbar und können den Mitarbeitenden im Museum so nachhaltig abgenommen werden &#8211; solange Datenformate und Schemata stabil gehalten und Prozesse möglichst reibungslos gestaltet sind.</p>



<p>Die Kapazität zur Entwicklung von derartigen Integrationen unterscheidet sich zunehmend zwischen größeren bis großen und kleinen Museen. In Ersteren wurden seit 2015 zunehmend spezifisch für die Digitalisierung Stellen und so oft auch direkt Kapazitäten für die Programmierung von Integrationen geschaffen. Neben der Integration und Automatisierung erfordern die spezifischen Anforderungen größerer Museen &#8211; Koordination zwischen Abteilungen, Vermittlung und Mediation, Schaffung von Akzeptanz gegenüber allgemeinerer Transparenz &#8211; von den für Digitalthemen eingestellten Mitarbeitenden aber oft quasi die Aufgaben von Change Managern.</p>



<p>Kleinere Museen haben oft geringere Anforderungen und vor allem einfachere Strukturen &#8211; die Einbindung und Anzeige der Tageskarte des Museumscafés macht wenig Sinn, wenn es schlicht kein Museumscafé gibt. Bisher verschließen sich selbst leicht umzusetzende Automatisierungen vielen kleineren Museen, weil es keine passenden Ansprechpartner im oder für die Museen gibt. Für die Beauftragung kommerzieller Anbieter fehlen die Mittel, und der Aufbau entsprechender Stellenkontingente und Kapazitäten sind illusorisch. Ob Automatisierungen, die nicht Teil des bestehenden Datenbanksystems sind, geschaffen werden können, hängt allzu oft davon ab, ob sich willige und fähige Freiwillige finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="conclusio-ein-entwurf">Conclusio: Ein Entwurf</h2>



<p>Wie können Museen also, gerade in Zeiten allgemeiner Verunsicherung und wirtschaftlicher Schwierigkeiten, die Vorzüge der Digitalisierung in volleren Zügen genießen, ihr strategisch begegnen, und dabei unterstützt werden?</p>



<p>Zuerst ist ein grundlegendes Bedenken und gemeinsames Erörtern der Rolle der Digitalisierung in den Museen nötig, mit allen potentiell betroffenen Mitarbeitenden &#8211; und das sind im Zweifelsfall schlicht alle. Ein frühes Sammeln der Befürchtungen und &#8211; wichtig &#8211; der Erwartungen und Hoffnungen macht es möglich, diese offen mit unterstützenden Institutionen und Dienstleistern zu besprechen und Lösungen und Umsetzungen früh zu planen.</p>



<p>Die Moderation eines solchen Prozesses erfordert selbst ein gutes Verständnis von digitaler Museumsarbeit. Gibt es in einem gegebenen Museum niemanden, der <em>Museum</em> und <em>Digitales</em> zusammenbringen und den Prozess moderieren kann, so gibt es auch heute schon Angebote der Museumsverbände und vergleichbarer staatlicher Stellen, ihn zu begleiten. Die Bündelung von Expertise in übergreifenden Strukturen macht gerade für kleinere Museen viel Sinn; noch hinken die Kapazitäten den Bedarfen aber oft hinterher.</p>



<p>Die Konkretisierung und Verbindlichmachung von gemeinsam getroffenen Grundannahmen und Zielvorstellungen sowie eine regelmäßige Reflektion und eine Offenheit zur Anpassung dieser, falls sie sich als unrealistisch herausstellen, ist wichtig.</p>



<p>Knapp 75 Jahre nach der Entwicklung der ersten Computer, über 30 Jahre nach dem Beginn des World Wide Web und ca. 20 Jahre nach dem Durchbruch von Smartphones steht so gut wie kein Museum dabei wirklich am Anfang. Zur Kommunikation wird gechattet, Mail ist verbreitet, Sammlungsdaten sind fast überall in irgendeiner Form digital erfasst (ob in einer sich regelmäßig wandelnden Excel-Tabelle oder in einer strukturierten Datenbank; oder in 15 verschiedenen). Die Ausgangssituationen sind dadurch nur diverser geworden, und die Diskussion muss sich vor allem um die Digitalisierung als strukturierten und strukturierenden Prozess und Gelegenheit zur Besserung der Arbeitssituation und Effektivität drehen. Dies erfordert umso mehr Expertise und im Fall von externen Unterstützenden Zeit und Fähigkeit, die Ausgangssituationen angemessen und in die Tiefe zu ergründen.</p>



<p>Ist eine Strategie mit konkreten Zielvorstellungen gefasst, gilt es diese Umzusetzen und dabei auch im Konkreten den gemeinsam festgelegten Vorgehensweisen zu folgen. Verbindlichkeit einzufordern und besprochenes Umzusetzen statt langfristig teurere, aber im konkreten scheinbar naheliegende Sonderwege zu gehen, ist ein Problem das mit der (inhaltlichen wie personellen und räumlichen) Größe eines Museums wächst. Ein Konzept oder eine Zuständigkeit für das Change Management existiert in größeren Häusern oft sinnvollerweise schon. Kapazitäten für die Entwicklung der fast notwendigerweise museumsspezifischen Integrationen bestehen zunehmend, und das Schreiben des oft sehr übersichtlichen Codes von Integrationen lässt sich heute mit KI-Unterstützung weiter vereinfachen.</p>



<p>In kleineren Museen ist der Aufbau eigener Kapazitäten zur Erstellung von Integrationen und Automatisierungen meist unrealistisch, während die Beschäftigung von kommerziellen Dienstleistern die Budgets gerade ehrenamtlich geführter Museen schnell übersteigt. Hier würde eine Bündelung und der Aufbau von geteilten Kapazitäten Sinn machen. Schon eine Person, die organisatorisch bei einem der Museumsverbände (oder vergleichbarer Institutionen von übergreifender Zuständigkeit) angesiedelt wäre, und jeweils für einige Tage in die Museen reist, um neben der Beratung konkrete Automatisierungen und Integrationen zu schaffen, könnte vielen Museen kostengünstig und effektiv helfen.</p>



<p>Besonders in kleineren Museen bleibt das Onboarding neuer Mitarbeiter eine Herausforderung, der durch eine enger integrierte Arbeit der Beschäftigen mit denselben Systemen einerseits und einer verschriftlichen Strategie und der Dokumentation von Arbeitsschritten begegnet werden kann. Auch hier können die Museumsverbände als zentrale Stelle, die die Bedeutung und Logik der Maßnahmen erläutert und konkrete Vor-Ort-Beratung bietet, helfen.</p>



<p>Eine vollständige Automatisierung erfordert dabei aber einerseits die nötigen Grundlagen, die früh genug geplant sein sollten (etwa die Anbindung an Normdaten), und eine ausreichende Kontrolle über die eigenen Anwendungen und Systeme. Bietet die eigene Sammlungsdatenbank etwa schlicht keine dokumentierte offizielle Schnittstelle, so ist das Schaffen einer solchen unter Umständen mit enormen zusätzlichen Aufwänden und absehbarer Instabilität verbunden. Damit Integrationen und Automatisierungen nicht regelmäßig angepasst werden müssen, braucht es eine Stabilität der konfigurierten Datenbankschemata. All diese Aspekte, können, früh bedacht, in der Auswahl und Konzeption von Hard- und Software helfen.</p>



<p>Manche Komponenten entziehen sich zwangsläufig der Kontrolle einer gegebenen Institution &#8211; besonders museumsübergreifende Lösungen und Portale. Bei der Fortentwicklung dieser wäre es wichtig, die Reibungslosigkeit von Integrations- und Importprozessen in den Vordergrund zu stellen, ohne die angestrebte Qualität und Interoperabilität aufzugeben. Dies bedeutet einerseits eine stete Verbesserung der zentralisierten Dienste, die Schaffung naheliegender Autokorrekturlösungen bei Importen, und andererseits einen Willen, Prozesse und Strukturen zu vereinfachen. Korrektur- und Überprüfungsphasen in der Weitergabe zu Portalen machen etwa bei einem ersten Import unbedingt Sinn, sind aber bei Updates strukturell gleich gebliebener Daten eine unnötige Verkomplizierung des Prozesses, die einer vollständigen Automatisierung der Datenweitergabe im Weg steht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="724" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-1024x724.png" alt="Schaubild: Technische Infrastruktur des &quot;digitalen Idealmuseums&quot;" class="wp-image-4643" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-1024x724.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-300x212.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum.png 1123w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Exemplarische Skizze einer strukturierten Digitalinfrastruktur im Museum</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="anhaenge">Anhänge</h2>



<h3 class="wp-block-heading" id="1-roadmap">1: Roadmap</h3>



<ol class="wp-block-list">
<li>Bestandsaufnahme der im Haus bestehenden Kapazitäten und etwaige Einholung externer Beratung und Unterstützung
<ol class="wp-block-list">
<li>Falls nötig: Frühe Schulung bezüglich der Grundsätze eines effektiven Sammlungsmanagements</li>
</ol>
</li>



<li>Bestandsaufnahme der im Haus vorhandenen technischen Systeme und Aufgaben; erster Entwurf einer Übersicht, bei welchen eine Anbindung an einen zentralen Wissensspeicher sinnvoll sein kann</li>



<li>Besprechung in zunehmend größer werdenden Gruppen bis zu einer Vollversammlung der Mitarbeitenden, Ermittlung von Bedarfen, Befürchtungen und Wünschen. Verbindliche Festlegung von Zielen auf taktischer und strategischer Ebene.</li>



<li>Anschaffung, Konfiguration der nötigen Hard- und Software</li>



<li>Schaffung von nachhaltiger Akzeptanz
<ol class="wp-block-list">
<li>Automatisierung und Integration von Systemen auf technischer und prozedualer Ebene</li>



<li>Kontinuierliche Ermittlung und Beseitigung von Hemmnissen</li>
</ol>
</li>



<li>Effektiveres Arbeiten &amp; regelmäßiges Feedback</li>
</ol>



<h3 class="wp-block-heading" id="2-museum-digital">2. museum-digital</h3>



<p>museum-digital ist eine Initiative, die 2009 mit dem Ziel gegründet wurde, Museen zu ermöglichen, ihre Objekte kostenfrei und einfach gemeinsam zu publizieren. Bald zeigte sich, dass viele der teilnehmenden Museen keine dezidierte Sammlungsmanagement-Lösung hatten und die damals noch primär auf die Publikation ausgerichtete Eingabeoberfläche <em>musdb</em> als Ersatz für ein solches nutzten. Entsprechend wurde es &#8211; weiterhin eng mit der Publikation verzahnt &#8211; zu einem vollwertigen Sammlungsmanagement-Tool erweitert. Spätere Angebote beinhalten Tools zur Erstellung digitaler Ausstellungen, Qualitätsschätzung, und mehr.</p>



<p>Die Kombination eines immer hohen Stellenwertes der Publikation und Interoperabilität einerseits, und des Anspruchs möglichst kosteneffektiv zu arbeiten andererseits, erforderte frühe entsprechende Weichenstellungen. So benutzen alle Museen, die mit museum-digital arbeiten, eine gemeinsame Datenstruktur, eine zwar anpassbare, aber grundlegend einheitliche Benutzeroberfläche, und ein gemeinsames Set von kontrollierten, mit Normdateien verknüpften Vokabularen, die zentral für alle Museen gemeinsam angereichert und verbessert werden.</p>



<p>Die Erkenntnis, dass die Kernkompetenz von Museen in der Bewahrung, Beforschung und Vermittlung ihrer Sammlungen und nicht die Kenntnis technischer Details (z.B. von Austauschformaten) ist, führte zu einer frühen Betonung reibungsloser Prozesse: Die oben beschriebenen Automatisierungen zur Erkennung und automatisierten Bereiningung von Importdaten sind schon heute bei museum-digital weitgehend umgesetzt.</p>



<p>Museen können museum-digital nutzen, um ihre Bestände zu publizieren, zu verwalten, oder um beides zu tun. Ist letzteres der Fall, ergibt sich ein deutlich vereinfachtes Bild: Klimasensoren, Lichtschranken, etc. können direkt mit museum-digital verknüpft werden, die Publikation ist &#8211; solange die vom Gesamtsystem vorausgesetzten Qualitätsmaßstäbe eingehalten werden &#8211; immer nur einen Klick entfernt, und ein maschinenlesbarer Zugriff sowohl auf einzelne Datensätze wie für den massenweisen Abruf zum Zwecke der Synchronisation &#8211; etwa durch die Deutsche Digitale Bibliothek &#8211; sind über einfach zugängliche, gut dokumentierte und offene Schnittstellen möglich. Durch die museumsübergreifend einheitlichen Datenstrukturen und Schnittstellen lassen sich für ein Museum geschaffene Anbindungen zudem auch einfach von anderen Museen nachnutzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="724" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital-1024x724.png" alt="Schaubild: Technische Infrastruktur eines Beispielmuseums mit museum-digital" class="wp-image-4644" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital-1024x724.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital-300x212.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2026/03/idealmuseum-museum-digital.png 1123w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Exemplarische Skizze einer strukturierten Digitalinfrastruktur im Museum; vereinfacht mit museum-digital</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="3-die-deutsche-digitale-bibliothek">3. Die Deutsche Digitale Bibliothek</h3>



<p>Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) hat sich seit ihrer Gründung zum zentralen Abschluss im Lebenszyklus von Daten aus der Bestandserschließung in deutschen Kulturerbeeinrichtungen entwickelt. Aus Perspektive der Museen bietet sie einerseits den Anschluss an weitere Kulturerbesparten &#8211; Bibliotheken und Archive &#8211; und andererseits an die Europeana als gesamteuropäische Plattform.</p>



<p>Dadurch, dass sie ein gesamtdeutsches Vorhaben ist, und dass viele Förderprogramme für Digitalisierung eine Datenlieferung an die DDB voraussetzen, bildet die Datenlieferung an die DDB eine vereinende Aufgabe &#8211; und damit einen (wenn auch kleinen) Identifikationspunkt &#8211; für alle, die mit der Digitalisierung in Museen in Deutschland befasst sind.</p>



<p>Schon unabhängig von ihrer konkreten Arbeit ist die Deutsche Digitale Bibliothek damit ein wichtiges strukturierendes Element im übergreifenden Ökosystem der Museumsdigitalisierung. Ihre Existenz bietet einen Fokuspunkt, an dem sich digitale Strategien ausrichten können.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="danke">Danke</h2>



<p>Mein ausdrüklicher Dank gilt den verschiedenen Kollegen, besonders aus den Museumsverbänden, die verschiedene Entwürfe des vorliegenden Papiers gegengelesen und hilfreiche Anmerkungen beigesteuert haben.</p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db"> Im Museum, wie übergreifend etwa die <a href="https://www.dnb.de/EN/Professionell/Standardisierung/GND/gnd_node.html">Gemeinsame Normdatei [GND]</a>, den <a href="https://www.getty.edu/research/tools/vocabularies/aat/">Art and Architecture Thesaurus [AAT]</a> oder <a href="https://www.geonames.org/">geonames</a>. <a href="#156b3e61-1d5a-41f3-8e4d-483961d9e9db-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p></p>
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		<title>Aktualisierung der Nutzungsbedingungen von musdb &#038; museum-digital in Deutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 12:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[museum-digital e.V.]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der letzten Usertagung des museum-digital e.V. war eine anstehende Aktualisierung der Nutzungsbedingungen von musdb und museum-digital für teilnehmende Institutionen und ihre Mitarbeitenden in Deutschland angekündigt worden. Nachdem sich diese durch die technischen Schwierigkeiten des letzten Monats verzögert haben, sollen die neuen Nutzungsbedingungen nun zum Mittwoch, den 14. Januar, eingeführt werden. Bestehende Nutzer werden sie <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2026/01/12/aktualisierung-der-nutzungsbedingungen-von-musdb-museum-digital-in-deutschland/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auf der letzten Usertagung des museum-digital e.V. war eine anstehende Aktualisierung der Nutzungsbedingungen von musdb und museum-digital für teilnehmende Institutionen und ihre Mitarbeitenden in Deutschland angekündigt worden. Nachdem sich diese durch die technischen Schwierigkeiten des letzten Monats verzögert haben, sollen die neuen Nutzungsbedingungen nun zum Mittwoch, den 14. Januar, eingeführt werden. Bestehende Nutzer werden sie beim Login sehen und aufgefordert, sie nach einer gründlichen Lektüre zu akzeptieren (bzw. ihr Konto zu löschen).</p>



<p>Hintergrund der geänderten Nutzungsbedingungen ist primär der Übergang der Trägerschaft der deutschen Instanzen zum <a href="https://verein.museum-digital.de/">museum-digital Deutschland e.V</a>. In diesem Rahmen haben wir mit anwaltlicher Hilfe daran gearbeitet, die Nutzungsbedingungen rechtssicherer und ausführlicher zu gestalten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Im Rahmen der Aktualisierung der Nutzungsbedingungen sind ebenfalls einige technische Neuerungen hinzugekommen &#8211; es muss schließlich auch bei jedem Nutzer festgehalten werden, wer wann welchen Nutzungsbedingungen zugestimmt hat. Eine Liste der Nutzungsbedingungen, zu denen man zugestimmt hat, lässt sich nun entsprechend auf der Seite &#8222;Kontoeinstellungen&#8220; in musdb einsehen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Die aktualisierten Nutzungsbedingungen können jederzeit <a href="https://de.handbook.museum-digital.info/misc/nutzungsbedingungen-musdb-deutschland.html">im Handbuch</a> eingesehen werden.</p>
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		<item>
		<title>KI &#038; Objektbeschreibungen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2025/06/19/ki-objektbeschreibungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Jun 2025 13:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[musdb]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Technik/Design]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Features]]></category>
		<category><![CDATA[Objektbearbeitung (musdb)]]></category>
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					<description><![CDATA[Objektbeschreibungen sind ein großer Gewinn bei der Publikation von Objektdaten. Während Schlagworte, Ortsbezüge und Ereignisse einen detaillierten und uniformen Blick auf die Daten liefern, erlauben Objektbeschreibungen im Idealfall nuanciertere Beschreibungen von Details. Und vor allem bieten sie als Prosatexte eine oft einfacher verständliche, weniger &#8222;datenförmige&#8220; Sicht auf die Objekte, die sowohl im Sinne der Barrierefreiheit <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2025/06/19/ki-objektbeschreibungen/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Objektbeschreibungen sind ein großer Gewinn bei der Publikation von Objektdaten. Während Schlagworte, Ortsbezüge und Ereignisse einen detaillierten und uniformen Blick auf die Daten liefern, erlauben Objektbeschreibungen im Idealfall nuanciertere Beschreibungen von Details. Und vor allem bieten sie als Prosatexte eine oft einfacher verständliche, weniger &#8222;datenförmige&#8220; Sicht auf die Objekte, die sowohl im Sinne der Barrierefreiheit als auch für Suchmaschinen nützlich ist.</p>



<p>In der Praxis ist es vor allem letzterer Punkt, weshalb Objektbeschreibungen bei museum-digital verpflichtend anzugeben sind. Aber oft zeigt sich, dass die tatsächlich erfassten Beschreibungen hinter den &#8222;strukturiert&#8220; erfassten Metadaten zurückbleiben oder beide ausbaufähig sind. Dies ist oft eine Frage der Objektgattung und des fachlichen Hintergrunds. Gerade z.B. bei Druckgrafiken findet man oft eine grandiose Verschlagwortung mit minimalen Prosa-Beschreibungen. Andererseits leidet jeder mal unter einer Schreibblockade, und der ganze Museumsbereich unter einem Mangel von Arbeitskraft und Zeit.</p>



<p>Sind aber die sonstigen Objektdaten gut, und fehlt die Beschreibung &#8211; wie eben oft bei Grafiken &#8211; dann sollte sich doch eigentlich eine brauchbare mithilfe moderner KI formulieren lassen. &#8222;Sprache&#8220; steckt ja wortwörtlich schon im Namen &#8222;Large <em>Language</em> Model&#8220;. Und ist das Erstellen von Prosa-Beschreibungen einfacher, sollte doch eigentlich mehr Zeit und Motivation übrig sein, um die Verschlagwortung zu verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">KI-generierte Beschreibungstexte</h2>



<p>Mit diesen Gedanken startet heute ein Versuch und damit eine neue Funktion in musdb: Klickt man beim Bearbeiten eines Objektes in das Feld &#8222;Objektbeschreibung&#8220;, erscheint ein neu Marker &#8222;Automatisch formulieren&#8220;. Mit einem Klick darauf öffnet sich ein Overlay, in dem nach einer Wartezeit drei Vorschläge für Objektbeschreibungen angeboten werden, generiert auf Basis der bestehenden Objektmetadaten und mithilfe dreier verschiedener Sprachmodelle.</p>



<p>Mit einem ersten Klick auf einen der Vorschläge wird dieser in Gänze sichtbar. Mit einem zweiten Klick öffnet sich der Text in einer Bearbeitungsansicht. Ist er fertig bearbeitet, kann er mit einem Klick in die Datenbank übernommen werden.</p>



<p>Um überhaupt Vorschläge generieren zu können muss der Datensatz angelegt sein und mindestens ein Ereignis und ein Schlagwort haben, wobei die Ergebnisse mit mehr und besseren Metadaten entsprechend besser und zuverlässiger werden. Aufgrund der Abfragemethode sollte man zudem darauf achten, die Objektart als Schlagwort zu erfassen und entsprechend auszuzeichnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gedanken</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Drei Vorschläge</h3>



<p>Eine gewichtige Befürchtung am Anfang der Überlegungen war, dass die Möglichkeit, Objektbeschreibungen maschinell generieren zu lassen mittelfristig zu Nachlässigkeit und dem Akzeptieren falsch generierter Beschreibungen führen könnte. Dabei ist KI zwangsläufig &#8211; bauartbedingt &#8211; unzuverlässig, und ihre Ergebnisse sollten immer (!) noch einmal gegengeprüft werden, bevor man sie veröffentlicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="507" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_96_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Trigger-1024x507.webp" alt="" class="wp-image-4405" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_96_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Trigger-1024x507.webp 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_96_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Trigger-300x148.webp 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_96_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Trigger.webp 1051w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="587" height="516" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_97_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Wartezeit.webp" alt="Während die Objektbeschreibungen generiert werden, erscheint ein Lade-Kreis." class="wp-image-4404" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_97_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Wartezeit.webp 587w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_97_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-Wartezeit-300x264.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 587px) 100vw, 587px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="744" height="688" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_98_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-generieren.webp" alt="" class="wp-image-4403" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_98_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-generieren.webp 744w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_98_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-generieren-300x277.webp 300w" sizes="auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vorschau der Vorschläge. Per Klicken lässt sich der Passendste auswählen.</figcaption></figure>



<p>Um dieser Befürchtung zu begegnen, werden nun eben drei alternative Vorschläge generiert. Um den passendsten zu finden, muss man erst einmal lesen. Das heißt, man muss sich mit den Vorschlägen auseinandersetzen, sodass eine Korrektur eventuell falscher oder verkürzter Stellen deutlich näher liegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="323" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_99_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-cachen-1024x323.webp" alt="Über die Objektübersicht lassen sich die Vorschläge stapelweise vorbereiten." class="wp-image-4402" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_99_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-cachen-1024x323.webp 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_99_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-cachen-300x95.webp 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2025/06/5_99_Objektbeschreibungen-Vorschlaege-cachen.webp 1351w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Das Generieren dauert lange!</h2>



<p>Gerade, wenn man viele Objekte eingibt, dauert das Generieren der Vorschläge derzeit noch zu lange. Im Schnitt braucht die Generierung zwischen 10 und 11 Sekunden. Was bei einem Objekt akzeptabel sein mag, wird bei 50 eine echte Arbeitserschwernis. Andererseits sind die derzeit ausgewählten Modelle (Gemma 2, Gemma 3, Phi4) ein guter Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und guten Vorschlägen. Kleinere, schnellere Modelle haben bei unsern Versuchen keine vergleichbar guten Resultate erzielt.</p>



<p>Um das Tool trotzdem auch bei vielen Objekten effektiv nutzen zu können, kann man die Vorschläge &#8222;vorgenerieren&#8220;. Dazu geht man in die Objektübersicht, klickt auf eine Objekt-Kachel, hält die Maustaste gedrückt und zieht den Mauszeiger zur Seite. Damit öffnet sich die <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2020/01/19/objekte-auswaehlen-schnelle-stapelverarbeitung/">Stapelverarbeitung per Auswahl</a>. Hier gibt es nun eine neue Funktion, eben um Vorschläge zu generieren und zwischenzuspeichern.</p>



<p>Ein guter Workflow wäre also etwa, die Objekte des Tages erst einmal in ihren Metadaten gut zu erfassen, und dann in der Mittagspause die Vorschläge generieren zu lassen. Nach der Mittagspause können diese dann abgearbeitet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kooperation: Hardware &amp; Auswertung</h2>



<p>Wie eingangs erwähnt handelt sich beim neuen Tool erst einmal um einen Versuch, der in Kooperation von digiS, dem Zuse-Institut Berlin und museum-digital entsteht. Durch diese Kooperation können die Beschreibungen auf der Hardware vertrauenswürdiger Partner (nicht OpenAI, sondern dem Zuse-Institut!) generiert werden.</p>



<p>Um die Potentiale und Nutzung des Einsatzes von KI in der Museumsdokumentation &#8211; und spezifisch des vorliegenden Tools &#8211; besser zu verstehen und das Tool weiterzuentwickeln, werden die Anfragen, die Vorschläge und die final abgeschickten Objektbeschreibungen gesammelt und in den nächsten Monaten systematisch ausgewertet (dabei werden Benutzerkennungen pseudonymisiert). Wir berichten!</p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>
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		<title>750000!</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2025/02/13/750000/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Feb 2025 22:49:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Meilenstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit leichter Verspätung hier eine frohe Nachricht: Seit vorgestern, 11.2.2025, sind mehr als 750.000 Objekte über museum-digital:deutschland publiziert!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit leichter Verspätung hier eine frohe Nachricht: Seit vorgestern, 11.2.2025, sind mehr als 750.000 Objekte über <a href="https://nat.museum-digital.de/" data-type="page" data-id="4300">museum-digital:deutschland</a> publiziert!</p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>
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		<title>3D-Digitalisate in md auch für kleine Museen &#8211; Ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/11/19/3d-digitalisate-in-md-auch-fuer-kleine-museen-ein-erfahrungsbericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Nov 2024 12:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[musdb]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[3D]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungsmanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Marleen Schindler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut Bautzen Wenn Exponate aus kleinen Heimatstuben oder umfangreichen städtischen Sammlungen unabhängig von Zeit und Ort von Interessierten bequem von zu Hause gefunden und interaktiv von allen Seiten betrachtet werden können, ist das sicher ein großer Mehrwert für eine nutzerfreundliche Museumslandschaft. Möglich wird das beispielsweise durch <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/11/19/3d-digitalisate-in-md-auch-fuer-kleine-museen-ein-erfahrungsbericht/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Marleen Schindler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a href="https://www.serbski-institut.de/">Sorbischen Institut Bautzen</a></em></p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/nandu.mp4"></video></figure>



<p>Wenn Exponate aus kleinen Heimatstuben oder umfangreichen städtischen Sammlungen unabhängig von Zeit und Ort von Interessierten bequem von zu Hause gefunden und interaktiv von allen Seiten betrachtet werden können, ist das sicher ein großer Mehrwert für eine nutzerfreundliche Museumslandschaft. Möglich wird das beispielsweise durch 3D-Digitalisierung und Veröffentlichung von Objekten über museum-digital. Doch 3D-Projekte schrecken ab, benötigen sie doch oft Zeit und Ressourcen, die in den meisten Museen nicht fest eingeplant sind. Besonders finanzielle Fragen stehen den ersten Schritten auf dem Weg zu 3D-digitalisierten Objekten oft im Wege. Müssen Sie aber nicht!</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Niedrigschwellige 3D-Lösungen</strong></h2>



<p>Inzwischen gibt es gute Lösungen, um mit wenig finanziellem Aufwand 3D-Modelle von Objekten zu erstellen und sie zu veröffentlichen. Ein möglicher Weg soll hier knapp skizziert werden und dabei aufzeigen, dass 3D Technik durch museum-digital niedrigschwellig zugängig ist.</p>



<p>Im Rahmen eines Drittmittelprojektes zur <a href="https://www.serbski-institut.de/projekte-kulturwissenschaften/fotografische-erfassung-und-digitalisierung-der-sammlung-von-lotar-balke/">fotografischen Erfassung der Sammlung von Lotar Balke</a> stand das Sorbische Institut Bautzen vor einem ähnlichen Problem. Etwa 2000 Sorbische Ostereier sollten fotografiert und mit Hilfe von museum-digital Schritt für Schritt dokumentiert werden (<a href="https://brandenburg.museum-digital.de/objects?s=collection:3380">Ostereiersammlung</a>, in Bearbeitung). Die so geschaffenen Metadaten sollen zukünftig in das <a href="https://www.serbski-institut.de/wp-content/uploads/2021/11/2023-01-18_RSK-Konzept.pdf">Sorbische Kulturregister</a> fließen. Die Anschaffung teurer 3D-Technik war im Projekt jedoch nicht vorgesehen. Trotzdem hielten wir es in Hinblick auf die Entwicklungen im Bereich 3D-Digitalisierung für sinnvoll, zumindest einige dreidimensionale Digitalisate anzufertigen und Workflows zu erproben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="477" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-1024x477.jpg" alt="" class="wp-image-4200" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-1024x477.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-300x140.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01-1536x715.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_01.jpg 1882w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Teure Technik – woher nehmen, wenn nicht stehlen?</strong></h2>



<p>Der Markt für 3D-Technik ist in den letzten Jahren stark gewachsen und die verschiedenen angebotenen Geräte reichen über kostengünstige 360 Grad Kameras für Social Media-Anwendungen bis hin zu professionellen Großgeräten für mehrere zehntausend Euro. Die Mitarbeitenden musealer Sammlungen sehen sich damit einem unübersichtlichen Angebot verschiedener Ansätze zur dreidimensionalen Abbildung der physischen Welt gegenüber. Um sich intensiv in die dahinterstehende Technik einzuarbeiten und informierte Entscheidungen zu den eigenen Bedarfen zu fassen, reicht oft die Zeit nicht aus. Trotzdem werden die Anforderungen an die Digitalisierungsvorhaben von Museen und Archiven immer höher.</p>



<p>Umso erfreulicher ist es, dass in urbanen Räumen nach und nach Orte entstehen, die den Zugang zu moderner Technik vereinfachen. Diese Orte laufen oft unter englischen Namen, die auf den Mitmach-Charakter verweisen. So gibt es in Dresden einen <a href="https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace">Makerspace</a>, in Cottbus das <a href="https://www.b-tu.de/colab/">CreativeOpenLab (COLab),</a> in Bautzen den Coworking- und Makerspace Tagwerk. Ihr Ziel ist es, Menschen kostenlos oder für wenig Geld zu ermöglichen, Projekte selbst umzusetzen, für die andernfalls teure Geräte angeschafft werden müssten. Von den Trägerinstitutionen wird ein gemeinsam genutzter Maschinenpark aufgebaut. Das fördert Nachhaltigkeit und Skillsharing im Gegensatz zu individuell angeschaffter Technik.</p>



<p>Im Makerspace der <a href="https://www.slub-dresden.de/">SLUB Dresden</a> gibt es mehrere <a href="https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace/geraetebuchung/3d-objektscanner-artec-eva">3D-Scanner</a>, die nach einer digitalen Arbeitsschutzschulung und einer technischen Einweisung vor Ort von den Nutzer:innen der SLUB kostenlos verwendet werden können. Die technische Einweisung vermittelt wichtige Grundkenntnisse zum Thema 3D-Scan und bietet die Möglichkeit, unter Anleitung eigene Objekte zu scannen und am Computer nachzubearbeiten. Für unsere Ostereier wurde uns der 3D-Scanner Artec Spider empfohlen. Dabei handelt es sich um ein handgehaltenes Gerät, das besonders für kleine Objekte geeignet ist und Details sehr gut abbilden kann. In vier Sitzungen konnten ohne weitere Vorkenntnisse 16 3D-Scans von Sorbischen Ostereiern unterschiedlicher Größe angefertigt werden. Dabei wurde der Scanner zusammen mit dem zugehörigen Drehteller genutzt. Das Ei wurde mit einem Ständer mittig auf dem Teller platziert. Beim Start des Scans beginnt dieser Teller automatisch, sich zu drehen und der Scanner muss nur noch gleichmäßig von oben nach unten bewegt werden. Am Computer kann in Echtzeit nachverfolgt werden, welche Bereiche gerade erfasst werden. </p>



<p>Um ein vollständiges Modell zu erhalten, ist es je nach Objekttyp bei dieser Scanmethode notwendig, mindestens zwei Aufnahmen zu machen und das Objekt zwischendurch auf die zuvor nicht sichtbare Seite zu drehen. So können die zwei Aufnahmen am Computer zu einem kompletten Modell zusammengefügt werden. Die Nachbearbeitung am Computer ist damit unbedingt notwendig und ist im Vergleich zum Scan, der nur etwa fünf Minuten benötigt, relativ zeitaufwändig. Für die Ostereiermodelle wurde eine halbe bis etwa eine Stunde Zeit für die Nachbearbeitung pro Ei benötigt. Danach kann das Modell im benötigten Format exportiert und gespeichert werden.  </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Verarbeitung von 3D-Daten</strong></h2>



<p>Wer noch nie zuvor mit 3D-Dateien gearbeitet hat, steht an dieser Stelle vor einer herausforderungsvollen Frage: welches Dateiformat brauche ich überhaupt? Für den Upload bei museum-digital wird ein .zip-Archiv verwendet. Darunter versteht man ein komprimiertes Dateiformat, in dem mehrere Dateien (wie mit einem Reißverschluss, engl. „zipper“) zusammengefasst werden können. Darin muss mindestens eine obj. Datei enthalten sein. Das „Object“-Format ist derzeit eines der Standard-Formate für 3D-Modelle. Meist werden darin nur die 3D Informationen gespeichert, nicht aber die Oberflächenfarbe des Objektes, die sogenannte Textur. Texturen werden dann separat in Form eines Bildes im .jpeg-Format abgespeichert. Um 3D-Datei und Textur zusammenzubringen bedarf es des Mappings, also einem Vorgang, der das zweidimensionale Bild über das dreidimensionale Objekt legt. Man kann sich das vorstellen, als würde man einen Teig in Frischhaltefolie einpacken. Dazu werden allerdings zusätzliche Informationen benötigt, die separat in einer .mtl-Datei (material template library) gespeichert werden. </p>



<p>Damit die Verarbeitung funktioniert, sind in den Dateien Bezüge zueinander eingeschrieben. Verändert man nachträglich die Dateinamen, ist es wichtig, auch die Bezüge in den Dateien zu ändern. Andernfalls laufen die Befehle ins Leere und man wundert sich, warum man auf einen schwarzen Bildschirm schaut, anstatt das 3D-Modell zu sehen. Das Ändern der Bezüge lässt sich einfach im Texteditor erledigen. Sowohl die .mtl- als auch die .obj-Datei lassen sich damit öffnen. Angezeigt werden dann plain text Informationen, die zwar wenig verständlich, aber menschenlesbar sind. Meist gleich zu Beginn werden die Bezugsdateien ausgezeichnet, deren Namen man einfach ändern kann. Wenn alle Bezüge stimmen, kann das .zip-Archiv erstellt werden. Unter Windows funktioniert das einfach per Rechtsklick und „komprimieren in…“. Das Archiv bekommt automatisch den Namen der ersten ausgewählten Datei und sollte unbedingt mit dem Namen der .obj-Datei übereinstimmen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="846" height="1024" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02-846x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4201" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02-846x1024.jpg 846w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02-248x300.jpg 248w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_02.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 846px) 100vw, 846px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Veröffentlichung mit museum-digital</strong></h2>



<p>Für die Veröffentlichung über museum-digital wird das Objekt wie gewohnt angelegt und mit Basisdaten versehen. Anschließend wird im Reiter „Ansicht“ die Schaltfläche „3D-Objekt“ ausgewählt. Eine Eingabemaske öffnet sich und man erhält die Möglichkeit, eine Datei vom lokalen Speicher auszuwählen. Hierfür sollte das zip-Archiv verwendet werden. Je nach Hardware und Internetverbindung kann es einen Moment dauern, bis der Upload und die Verarbeitung fertiggestellt sind. In jedwedem Fall zeigt sich, wenn man alles richtig gemacht hat, das fertige 3D-Modell vor schwarzem Grund. Es kann in alle Richtungen gedreht und vergrößert werden. So werden es auch die Nutzerinnen und Nutzer von museum-digital sehen. Am linken Seitenrand können außerdem Informationen zum Rechtestatus des Modells eingestellt werden. Ratsam ist auch die Wahl eines geeigneten Vorschaubildes. Der Upload funktioniert ähnlich wie bei herkömmlichen Fotos. Eine einfache Lösung für ein ansprechendes Vorschaubild könnte zum Beispiel ein Screenshot des 3D-Modells im Viewer von museum-digital sein. Fotos des Objektes sind nur dann als Vorschaubild zu empfehlen, wenn sie nicht ohnehin als Ansichten zusätzlich zum Modell zur Verfügung stehen. Ist das hingegen der Fall, kann man das 3D-Modell in der Vorschauansicht nicht deutlich genug von den anderen Fotos unterscheiden, denn es wird dort gemeinsam mit den Fotos angezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="735" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03-1024x735.jpg" alt="" class="wp-image-4202" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03-1024x735.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03-300x215.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/11/Bild_03.jpg 1110w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Last but not least: Vernetzen!</strong></h2>



<p>Wenn das fertige 3D Modell veröffentlicht ist, darf man gern ein bisschen stolz sein – und es unbedingt auch zeigen! Der 3D-Viewer, den museum-digital kostenfrei und niedrigschwellig zur Verfügung stellt, ist ein großer Gewinn, wenn es darum geht, museale Sammlungen digital verfügbar zu machen. Ermutigen Sie gern auch andere Institutionen, die Technik auszuprobieren und geben Sie Ihre Erfahrungen weiter. Natürlich bleiben auch Probleme bei der Erprobung neuer Workflows nicht aus. Bei Fragen oder technischen Herausforderungen steht Ihnen das Team von museum-digital gern unterstützend zur Seite. Auch die Vernetzung mit anderen Institutionen, die bereits 3D-Modelle veröffentlicht haben, kann helfen, Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Damit die Angebote genutzt werden, können Sie Ihre Besucherinnen und Besucher auf Ihre digitalen Angebote aufmerksam machen und zum Stöbern auf Ihren Plattformen einladen.</p>
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		<title>Einladung zur museum-digital Usertagung 2024</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/09/09/einladung-zur-museum-digital-usertagung-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 08:52:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Der museum-digital Deutschland e.V. veranstaltet am 18. Oktober 2024 zum zweiten Mal eine bundesweite museum-digital Usertagung. Sie richtet sich an alle Nutzer:innen von museum-digital. Aber auch Interessierte, die bisher noch nicht mit museum-digital arbeiten sind herzlich eingeladen. Es wird Informationen zu den Neuerungen bei museum-digital geben sowie Projektberichte von aktiven Usern. Die Veranstaltung ist kostenfrei <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/09/09/einladung-zur-museum-digital-usertagung-2024/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der museum-digital Deutschland e.V. veranstaltet am 18. Oktober 2024 zum zweiten Mal eine bundesweite museum-digital Usertagung. Sie richtet sich an alle Nutzer:innen von museum-digital. Aber auch Interessierte, die bisher noch nicht mit museum-digital arbeiten sind herzlich eingeladen. Es wird Informationen zu den Neuerungen bei museum-digital geben sowie Projektberichte von aktiven Usern. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet online statt. Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung für die Mitglieder des Vereins statt. Die Usertagung bietet eine Plattform, bei der Museen ihre Arbeit mit museum-digital vorstellen und sich austauschen können.</p>



<p><strong>Anmeldung&nbsp;&nbsp;&nbsp; </strong>Bitte melden Sie sich an unter: <a href="https://verein.museum-digital.de/anmeldung/">https://verein.museum-digital.de/anmeldung/</a></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Programm</strong></h3>



<p><strong>9.30&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Begrüßung &amp; Einführung</strong></p>



<p><em>Der Verein museum-digital stellt sich vor<br></em>Miriam Anders, Museumsverband Rheinland-Pfalz &amp; Arne Lindemann, Museumsverband Brandenburg</p>



<p><strong>9.45 &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nutzungsmöglichkeiten von museum-digital<br></strong></p>



<p><em>Von Ahnenforschung bis Zeitungsartikel: Museum-digital als Ausgangspunkt für Kooperationen und Recherchen, ein Überblick<br></em>Anne-Katrin Koch, Museumsverband Rheinland-Pfalz &amp; Sarah Wassermann, Museumsverband Brandenburg</p>



<p><em>VORLÄUFIGER TITEL: Der Einsatz von museum-digital im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum<br></em>Jana König &amp; Teresa Schenk<em>, </em>FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum</p>



<p><strong>10.30&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das neue museum-digital Frontend und Ausblick<br></strong>Joshua R. Enslin, Freies Deutsches Hochstift, Hessen</p>



<p><strong>11.00&nbsp;&nbsp;&nbsp; Pause</strong></p>



<p><strong>11.15&nbsp;&nbsp;&nbsp; Projektvorstellungen</strong></p>



<p><em>Neue Biographien auf dem Berlin-Brandenburgischen Künstlerlexikon<br></em>Iris Berndt, Berlin-Brandenburgisches Künstlerlexikon</p>



<p><em>Brandenburg-sammelt: eine regionale Sammlungsseite mit Hilfe der museum-digital-Schnittstelle – die Umsetzung<br></em>Sarah Wassermann, Museumsverband Brandenburg</p>



<p><em>3D-Modelle als Medienobjekte in museum-digital einbinden</em><br>Marleen Schindler, Sorbisches Institut / Museum Sorbische Webstube Drebkau</p>



<p><strong>12.00 &nbsp;&nbsp; Möglichkeiten der Datenmigration<br></strong></p>



<p><em>Voraussetzungen für den Datentransfer von Primus zu museum-digital</em><br>Susanne Opfermann, Landesstelle für Museen Baden-Württemberg</p>



<p><em>VORLÄUFIGER TITEL: museum-digital als Onlinekatalog</em><br>Noreen Klingspor, Landesmuseum Württemberg</p>



<p><em>Datenmigration zu museum-digital im Alliiertenmuseum. Ein Erfahrungsbericht</em><br>Florian Pauls, Alliiertenmuseum Berlin</p>



<p><strong>13.00 &nbsp;&nbsp; Verabschiedung</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Portal schafft neue Zugänge zu Objekten aus museum-digital</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2024 09:48:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[API]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=4113</guid>

					<description><![CDATA[Seit 2012 arbeitet der Museumsverband Brandenburg (MVB) eng mit museum-digital als Objekteingabe- und Veröffentlichungstool für Museen zusammen. In zahlreichen Digitalisierungsprojekten haben wir auf der Grundlage von md zusammen mit den Brandenburger Museen Objekte digitalisiert und veröffentlicht. Mittlerweile sind 133 Museen und über 28.800 Objekte auf https://brandenburg.museum-digital.de/ einsehbar. Eine im Jahr 2022 vom MVB in Kooperation <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/06/06/portal-schafft-neue-zugaenge-zu-objekten-aus-museum-digital/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Seit 2012 arbeitet der Museumsverband Brandenburg (MVB) eng mit museum-digital als Objekteingabe- und Veröffentlichungstool für Museen zusammen. In zahlreichen Digitalisierungsprojekten haben wir auf der Grundlage von md zusammen mit den Brandenburger Museen Objekte digitalisiert und veröffentlicht. Mittlerweile sind 133 Museen und über 28.800 Objekte auf <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/">https://brandenburg.museum-digital.de/</a> einsehbar. </p>



<p>Eine im Jahr 2022 vom MVB in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) durchgeführte Evaluation zeigte jedoch, dass die Digitalisate auf md bisher nur begrenzt landesrelevante Themen abbilden. Im Gesamtblick scheint die digitale Präsentation des brandenburgischen Kulturerbes noch zu sehr ein Flickenteppich der relevanten Fragen und Schwerpunkte der Landesgeschichte und Gegenwart. Es bestand der Wunsch nach der Möglichkeit, anhand einzelner Objekte und Sammlungen überblickshaft Themen herauszustellen und sichtbar zu machen. Auch die Möglichkeit einer niedrigschwelligen, partizipativen Erkundung der Sammlungen wollten wir erproben.</p>



<p>So entstand die Idee eines separaten Portals, in dem diese Möglichkeiten gegeben sind, aber auf die Daten aus museum-digital zurückgegriffen wird. Hierfür bietet md eine Datenschnittstelle (API) an, damit Museen ihre Bestände auf einer eigenen Webpräsenz mit eigener Gestaltung präsentieren können. Mit Hilfe einer Förderung des MWFK und in Zusammenarbeit mit einer Webagentur konnten wir im letzten Jahr die Plattform <a href="http://www.brandenburg-sammelt.de">www.brandenburg-sammelt.de</a> aufbauen, die seit dem 15. April online ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="605" height="503" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-1.jpg" alt="" class="wp-image-4122" style="width:863px;height:auto" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-1.jpg 605w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-1-300x249.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<p><strong>Die Umsetzung</strong></p>



<p>Die Seite bietet verschiedene Zugänge: Die „Heroes“ sind besonders interessante oder kuriose Objekte, die hervorgehoben werden. Ganz wie bei der TV-Show „Dings vom Dach“ können sie näher erkundet und ihre Funktionen erraten werden. Die „Highlight-Sammlungen“ präsentieren stetig wechselnde Beispiele besonderer Sammlungen aus den Museen. Im „Entdecker-Modul“ laden Begriffswolken und Einstiegsfragen zum Erkunden der Sammlungen ein. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sich auch zum Lieblingsgetränk „Cola“ Objekte finden lassen? Und wer wusste, dass es so viele tolle Fotografie-Sammlungen in Brandenburg gibt? So werden assoziative Einstiege ermöglicht und die Nutzer*innen zum Erkunden der Sammlungen angeregt. Darüber hinaus kann man auf einer separaten Seite spezifische Themen erkunden, wie „Spiele und Spielzeug im Wandel der Zeit“ oder „Bräuche in Brandenburg“. Darüber hinaus gibt es auch eine allgemeine Suche, in der über Volltext- oder Schlagwortsuche Objekte aus den Sammlungen gefunden werden können.</p>



<p>Begleitend zur Umsetzung haben wir einen User-Test mit Freiwilligen durchgeführt, um Feedback zur Nutzbarkeit zu erhalten. Die Erkenntnisse fließen in den weiteren Ausbau der Plattform dieses Jahr ein.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="605" height="532" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-2.jpg" alt="" class="wp-image-4124" style="width:808px;height:auto" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-2.jpg 605w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Screenshot-2-300x264.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px" /></figure>



<p><strong>Das Portal als Arbeitstool</strong></p>



<p>Neben der gezielten Aufbereitung der Inhalte ist es ein weiteres Ziel der Plattform, die Museen zur Verbesserung ihrer Metadaten (z.B. ansprechende Abbildungen, interessante Objektbeschreibungen und gute Verknüpfung zu Ereignissen und Schlagworten) zu motivieren. Es ist ein Schlagwort-Marathon geplant, in dem zusammen mit den Museen die Verschlagwortung zu bestimmten Themengebieten verbessert wird. Das schafft zugleich Aufmerksamkeit und Bewusstsein bei den Museen für das Thema allgemein und soll langfristig zu einer besseren Datenqualität führen.</p>



<p>Zudem sollen inhaltliche Fehlstellen aufgezeigt und gezielt angegangen, sowie Kooperationsprojekte gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurden hier sehr gute Erfahrungen mit regionalen Verbundprojekten gemacht. Über die Plattform brandenburg-sammelt.de können solche Verbundthemen nun noch besser präsentiert werden. So wird die Seite in diesem Jahr noch um ein Regionen-Modul ergänzt, in dem die Inhalte bestimmter Themen auf einer Karte strukturiert dargestellt werden können. Hiermit soll die Vernetzung der Museen und die Möglichkeit der Präsentation regionaler Verbünde ausgebaut werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="980" height="878" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/VerwandteObjekte.png" alt="" class="wp-image-4127" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/VerwandteObjekte.png 980w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/VerwandteObjekte-300x269.png 300w" sizes="auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px" /></figure>



<p><strong>Mitmachen und Unterstützen!</strong> </p>



<p>Die Plattform versteht sich als ein gemeinschaftliches Projekt der Museen in Brandenburg, in dem die Ideen und Themenvorschläge aller Beteiligten gefragt sind. Nur wenn brandenburg-sammelt.de in der Bevölkerung bekannt ist, kann diese die Plattform auch aktiv nutzen. Auch hier sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Teilen Sie die Informationen und den Link zu brandenburg-sammelt.de daher gerne und geben Sie uns Feedback. Wir entwickeln die Seite dieses Jahr weiter und freuen uns über Ihre Rückmeldungen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="420" height="437" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig.jpg" alt="" class="wp-image-4139" style="width:100px;height:auto" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig.jpg 420w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Logo-Land-Brandenburg-MWFK_farbig-288x300.jpg 288w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/06/Startseite_-Brandenburg-sammelt-1.png</url><width>600</width><height>284</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Erfahrungen aus Baden-Württemberg mit dem Datentransfer von Primus zu museum-digital</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/05/31/erfahrungen-aus-baden-wuerttemberg-mit-dem-datentransfer-von-primus-zu-museum-digital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Pitzen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 May 2024 11:53:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Importer]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Importe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=4106</guid>

					<description><![CDATA[In Baden-Württemberg nutzen zahlreiche Museen die von der Landesstelle für Museen herausgegebene Inventarisierungssoftware Primus. Nach Ablauf dieses Jahres wird das Tool allerdings nicht mehr von der Landesstelle unterstützt. Entsprechend viele Museen folgen daher unserer Empfehlung und streben den Transfer ihrer Inventardaten nach museum-digital an. Dieser Transfer läuft als Serviceleistung über das Team der Landesstelle für <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/05/31/erfahrungen-aus-baden-wuerttemberg-mit-dem-datentransfer-von-primus-zu-museum-digital/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In Baden-Württemberg nutzen zahlreiche Museen die von der Landesstelle für Museen herausgegebene Inventarisierungssoftware Primus. Nach Ablauf dieses Jahres wird das Tool allerdings nicht mehr von der Landesstelle unterstützt. Entsprechend viele Museen folgen daher unserer Empfehlung und streben den Transfer ihrer Inventardaten nach museum-digital an.</p>



<p>Dieser Transfer läuft als Serviceleistung über das Team der Landesstelle für Museen, wodurch hier mittlerweile einige Erfahrungen dazu vorliegen:</p>



<p>Zu betonen ist, dass der technische Aufwand für den Datenupload zu museum-digital äußerst gering ist. Dank eines speziell für Primus programmierten Parsers können wir selbstständig alle notwendigen Dateien auf einen Server laden. Das klappt so einfach und zuverlässig, dass das Technik-Team von museum-digital in diesen Prozess überhaupt nicht involviert ist.</p>



<p> Die eigentliche Herausforderung für die Landesstelle &#8211; und natürlich für die Museen selbst &#8211; besteht vielmehr in der nachträglichen Qualifizierung der Quelldaten. Denn die Datensätze in Primus sind und waren immer frei editierbar. Hier gab es nie eine Kontrolle des verwendeten Vokabulars oder eine Anbindung an Normdaten. Entsprechend heterogen erweisen sich heute die Datenbestände in Primus, die noch vor einem Upload mit den Anforderungen von museum-digital in Einklang zu bringen sind.</p>



<p>Unter anderem dieser Umstand hat die Landesstelle dazu veranlasst, in diesem Jahr für die nichtstaatlichen Museen im Land das Sonderförderprogramm &#8222;Sammlungsqualifizierung 2024&#8220; in Höhe von 300.000 EUR aufzulegen. Anmeldungen für dieses Programm sind mittlerweile leider nicht mehr möglich.</p>



<p>Näheres zum Thema findet sich auf der <a href="https://www.landesstelle.de/service/inventarisierung/voraussetzungen-in-primus-fuer-den-datentransfer-zu-museum-digital-md/#c434">Homepage</a> der Landesstelle für Museen Baden-Württemberg.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>museum-digital: owl: Body Mass Index ist das 7.800 Objekt online</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/19/museum-digital-westfalen-body-mass-index-ist-das-7-800-objekt-online/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manfred Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Apr 2024 17:16:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ostwestfalen-Lippe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=4093</guid>

					<description><![CDATA[Eine Messscheibe zur Bestimmung des Body Mass Index, unentbehrliches Hilfsmittel zur Gewichtseinordnung und Objekt im Krankenhausmuseum Bielefeld ist das 7.800 online gestellte Exponat in museum-digital: owl. Es geht also voran. Immer mehr öffentliche Museen und Sammlungen arbeiten daran mit, ihre Objektinformationen kostenlos weltweit zu teilen und sichtbar zu machen. 30 Museen Ostwestfalen-Lippe (OWL) sind es <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/19/museum-digital-westfalen-body-mass-index-ist-das-7-800-objekt-online/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine <a href="https://owl.museum-digital.de/object/14126">Messscheibe zur Bestimmung des Body Mass Index</a>, unentbehrliches Hilfsmittel zur Gewichtseinordnung und Objekt im Krankenhausmuseum Bielefeld ist das 7.800 online gestellte Exponat in museum-digital: owl. Es geht also voran. Immer mehr öffentliche Museen und Sammlungen arbeiten daran mit, ihre Objektinformationen kostenlos weltweit zu teilen und sichtbar zu machen. 30 Museen Ostwestfalen-Lippe (OWL) sind es jetzt schon, die mitmachen. Wer Interesse hat, wende sich bitte an die Lokaladministration im LWL-Museumsamt für Westfalen: Manfred Hartmann, E-Mail <a href="mailto:manfred.hartmann@lwl.org">manfred.hartmann@lwl.org</a>, Tel, 0251-591-3296.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>museum-digital: westfalen:  Kleinbildkamera ist das 29.000 Objekt online</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/19/museum-digital-westfalen-kleinbildkamera-ist-das-29-000-objekt-online/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manfred Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Apr 2024 16:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Westfalen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=4086</guid>

					<description><![CDATA[Eine Minolta Hi-MATIC F aus dem Haus der Kamener Stadtgeschichte ist das 29.000 online gestellte Objekt in museum-digital westfalen. Es geht also voran. Immer mehr öffentliche Museen und Sammlungen arbeiten mit, ihre Objektinformationen kostenlos weltweit zu teilen und sichtbar zu machen. 73 Museen in Westfalen (ohne OWL) sind es jetzt schon, die mitmachen. Wer Interesse <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/19/museum-digital-westfalen-kleinbildkamera-ist-das-29-000-objekt-online/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine  <a href="https://westfalen.museum-digital.de/object/35881">Minolta Hi-MATIC F</a> aus dem Haus der Kamener Stadtgeschichte ist das 29.000 online gestellte Objekt in museum-digital westfalen. Es geht also voran. Immer mehr öffentliche Museen und Sammlungen arbeiten mit, ihre Objektinformationen kostenlos weltweit zu teilen und sichtbar zu machen. 73 Museen in Westfalen (ohne OWL) sind es jetzt schon, die mitmachen. Wer Interesse hat, wende sich bitte an die Lokaladministration im LWL-Museumsamt für Westfalen: Manfred Hartmann; E-Mail <a href="mailto:manfred.hartmann@lwl.org">manfred.hartmann@lwl.org</a>, Tel, 0251-591-3296.</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sammlungscoaching im Heimatmuseum Radeburg</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/03/sammlungscoaching-im-heimatmuseum-radeburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Projektteam Digitales Sammlungsmanagement SLfM]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2024 10:44:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungscoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungsmanagement]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=4066</guid>

					<description><![CDATA[Kurzbericht zum Sammlungscoaching der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen am Heimatmuseum Radeburg Das Heimatmuseum Radeburg ist ein kulturgeschichtliches Museum, das in der Stadt Radeburg und der Region verankert ist und zudem als Gedenkort des in Radeburg geborenen Malers und Grafikers Heinrich Zille ein über die unmittelbare Region hinauswirkendes Alleinstellungsmerkmal innehat. Die kulturhistorische Sammlung des Museums umfasst <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/04/03/sammlungscoaching-im-heimatmuseum-radeburg/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2> Kurzbericht zum Sammlungscoaching der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen am Heimatmuseum Radeburg </h2>
<p>Das Heimatmuseum Radeburg ist ein kulturgeschichtliches Museum, das in der Stadt Radeburg und der Region verankert ist und zudem als Gedenkort des in Radeburg geborenen Malers und Grafikers Heinrich Zille ein über die unmittelbare Region hinauswirkendes Alleinstellungsmerkmal innehat. Die kulturhistorische Sammlung des Museums umfasst über 5500 Objekte, darunter Möbel des 19. Jahrhunderts, historische Waffen, Uniformen und Zeugnisse des Schützenwesens, Gegenstände zur Geschichte hiesiger Vereine, Objekte zum Haushalt und Handwerk der Radeburger Bürgerschaft, historische Ansichten der Stadt und eine umfangreiche Zinnsammlung. Hinzu kommen bronzezeitliche Funde zur Lausitzer Kultur sowie zahlreiche Objekte zum Maler und Grafiker Heinrich Zille. </p>
<p>Die um 1900 begonnene Sammlungsarbeit des Hauses erfolgte seit den 1950er und verstärkt ab den 1970er Jahren mit Inventarbüchern und Karteikarten. Dabei kam es teilweise zur Mehrfachvergabe von Inventarnummern oder zur Inventarisierung einzelner Objekte unter verschiedenen Inventarnummern in verschiedenen Inventarbüchern. Die Sammlungsgliederung orientierte sich dabei an der hauseigenen Sammlungsstruktur ohne gängige Gliederungssysteme, wie etwa das System nach Knorr, zu berücksichtigen. Im Jahr 2022 begann das Heimatmuseum museum-digital zu nutzen und einzelne Objekte darüber zu publizieren. </p>
<p>Im Zeitraum vom Juni bis Dezember 2023 wurden wir vom Projektteam der Landesstelle im Rahmen eines Sammlungscoachings unterstützt. Dabei besuchte das Team das Museum regelmäßig und führte mehrere Vor-Ort-Termine durch. Nach einer Analyse der vorhandenen Sammlungsdokumentation und Sichtung des Bestandes wurde eine Festlegung auf eine neue Sammlungsgliederung auf Grundlage der Hessischen Systematik getroffen. Das Projektteam arbeitete die neue Gliederung in Kooperation mit uns aus und nahm Anpassungen an den Bestand und die Sammlungsstruktur vor Ort vor. Die Gliederungsstruktur wurde von ihnen gleichzeitig auf museum-digital angelegt, so dass sie uns für die weitergehende Nutzung der Plattform direkt zur Verfügung steht. </p>
<p>Im Rahmen des Sammlungscoachings wurde auch mit der Fotografie von Objekten, zunächst in der Dauerausstellung, begonnen. Die Bilddateien wurden im Nachgang durch das Team professionell bearbeitet und uns für die weitere Nutzung zur Verfügung gestellt. Einzelne Objekte hat das Projektteam zudem auch auf museum-digital angelegt, womit die Anzahl der publizierten Objekte des Hauses substantiell gestiegen ist. Während des gesamten Zeitraums war es möglich, das Team bei seiner Arbeit zu begleiten und so zahlreiche Tipps und Hinweise zu bekommen, gerade auch im Hinblick auf die Objektfotografie oder die Nutzung geeigneter Bildbearbeitungsprogramme war das sehr wertvoll. Aber auch bei Fragen im Umgang mit museum-digital oder der Handhabung von Objektbeschriftungen wurde Unterstützung geben. </p>
<p>Zum Abschluss des Coachings erhielten wir noch umfangreiches Material, digital und analog, das die Sammlungsgliederung, eine Dokumentationsrichtlinie, ein neues Handout zum Workflow Inventarisierung und eine an das Museum angepasste Schreibanweisung für die Objekterfassung in museum-digital umfasste. Außerdem wurden uns alle bearbeiteten Objektfotos und ein Kit zur Objektbeschriftung übergeben. </p>
<p>Durch die Arbeit des Projektteams Digitales Sammlungsmanagement verfügt das Heimatmuseum Radeburg nun über eine völlig erneuerte, an modernen Anforderungen an die Museumsarbeit ausgerichtete Sammlungsgliederung. Damit wurde ein Grundstock angelegt, der uns die weitere Sammlungsarbeit deutlich erleichtert und einen stark verbesserten Workflow bietet. Außerdem ist so der Umgang mit museum-digital und die Erstellung ansprechender Objektfotografien deutlich erleichtert worden. </p>
<p>Wir können uns bei allen Mitgliedern des Teams für die professionelle und gleichzeitig angenehme und freundliche Arbeit in unserem Haus nur bedanken und empfehlen sie sehr gern weiter!</p>
<p>Radeburg, 01.03.2024<br />
Robert Rösler<br />
Projektmanager Museum Radeburg	</p>
<p> <i> Im Rahmen des Sammlungscoachings fotografierte Objekte des Heimatmuseums Radeburg sind auf Museum-Digital <a href="https://sachsen.museum-digital.de/objects?instnr=149">hier</a> einsehbar. </i> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2024/03/Radeburg_Blogbild_1-scaled.jpeg</url><width>450</width><height>600</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Hilfe zur Selbsthilfe: Sammlungscoachings in Sachsen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2024/01/04/sammlungscoachings-hilfe-zur-selbsthilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Projektteam Digitales Sammlungsmanagement SLfM]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jan 2024 14:15:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungscoaching]]></category>
		<category><![CDATA[Sammlungsmanagement]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=3871</guid>

					<description><![CDATA[Neben den Ausstellungen haben auch die Depots vieler Museen ihren ganz eigenen Charme. Hier lagern oft weitere wichtige Objekten, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden. Einer der Gründe kann die fehlende Dokumentation der vorhandenen Objekte sein. Ein vollständiger Überblick über die hauseigene Sammlung wäre in Bezug auf eben jene Objekte <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2024/01/04/sammlungscoachings-hilfe-zur-selbsthilfe/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Neben den Ausstellungen haben auch die Depots vieler Museen ihren ganz eigenen Charme. Hier lagern oft weitere wichtige Objekten, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Dauerausstellung gezeigt werden.  Einer der Gründe kann die fehlende Dokumentation der vorhandenen Objekte sein. Ein vollständiger Überblick über die hauseigene Sammlung wäre in Bezug auf eben jene Objekte zweifelsohne wünschenswert, jedoch ist die lückenlose Dokumentation der oftmals großen Menge an Objekten eine wahre Herkulesaufgabe. Ihre Bewältigung wird oftmals zusätzlich durch Umbrüche in der Arbeitsweise erschwert. Teilweise lösen Generationen von Museumsmitarbeitern mit unterschiedlichen Herangehensweisen und Prioritäten einander ab. Auch Arbeitsmittel wandeln sich und so ersetzt die digitale Dokumentation immer weiter die analoge. Gerade kleinen Museen mit begrenzten Ressourcen erscheint es in solchen Fällen schwierig wieder zu einem guten und einheitlichen Standard aufzuschließen.</p>



<p>Doch diese Herausforderung müssen sie nicht allein bewältigen: Um Sachsens nichtstaatliche Museen bei der Sammlungsdokumentation – insbesondere im Bereich der Digitalisierung – zu unterstützen, wurde 2019 das Projektteam Digitales Sammlungsmanagement an der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen in Leben gerufen. Ziel des Projektteams ist es, Museen bei der Erschließung, Verwaltung und Öffnung Ihrer Sammlung zu beraten und zu unterstützen. Um dies zu erreichen wurden und werden Handreichungen zu verschiedenen museumsfachlichen Themengebieten erstellt und Fortbildungen durchgeführt. Sowohl vor Ort als auch Online werden die Museen in Theorie und Praxis unterstützt.</p>



<p>Eine besondere Form dieser Unterstützung bietet dabei das Sammlungscoaching. Diese Initiative bietet den Museen seit 2022 eine umfangreiche Möglichkeit zur Evaluation und gegebenenfalls Verbesserung Ihrer Sammlungsdokumentation.  Dabei handelt es sich um ein langfristiges Beratungs- und Unterstützungsangebot, bei dem gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museen die Grundlagen einer professionellen Sammlungsverwaltung – vom Objekteingang bis zur Onlinepublikation – geschaffen wird. Das Erstellen einer Sammlungsgliederung, einer Sammlungsbeschreibung sowie einer Schreibanweisung für die verwendete Datenbank sind ebenso Bestandteil des Coachings wie das Anfertigen von hochwertigen Objektfotografien und die Onlinepublikation ausgewählter Bestände.  Im Jahr 2023 konnte das Sammlungscoaching an sieben Museen erfolgreich umgesetzt werden.</p>



<p>Das Projektteam Digitales Sammlungsmanagement möchte diese Plattform nutzen, um über Ergebnisse der Sammlungscoachings zu informieren und in unregelmäßigen Abständen über häufige Probleme der Dokumentationsarbeit und möglichen Lösungsansätzen zu berichten, die uns in unserer täglichen Arbeit begegnen.</p>



<p>Alle weiteren Informationen und Kontaktangaben zum Projektteam Digitales Sammlungsmanagement der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen finden Sie unter: <a href="https://museumswesen.skd.museum/ueber-uns/projekte/projekt-digitales-sammlungsmanagement/">https://museumswesen.skd.museum/ueber-uns/projekte/projekt-digitales-sammlungsmanagement/</a> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/12/IMG_1995_2.jpg</url><width>600</width><height>381</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Digitalisierung im Wettermuseum Lindenberg &#8211; Bestandserhaltung und Vermittlung</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2023 13:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Themator]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=3927</guid>

					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Ralf Kraak Das Wettermuseum in Lindenberg (Mark) Im Jahr 1905 wurde in Lindenberg (Mark) das Aeronautische Observatorium eröffnet. Damit nahm die Geschichte der Erforschung der freien Atmosphäre, der Aerologie, einen bedeutenden Aufschwung. Das Observatorium erlangte schnell weltweite Bedeutung. Viele grundlegende aerologische Entdeckungen und Entwicklungen gingen von hieraus um die Welt. Das Observatorium <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2023/11/23/digitalisierung-im-wettermuseum-in-lindenberg-bestandserhaltung-und-vermittlung/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Ralf Kraak</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Wettermuseum in Lindenberg (Mark)</strong></h2>



<p>Im Jahr 1905 wurde in Lindenberg (Mark) das Aeronautische Observatorium eröffnet. Damit nahm die Geschichte der Erforschung der freien Atmosphäre, der Aerologie, einen bedeutenden Aufschwung. Das Observatorium erlangte schnell weltweite Bedeutung. Viele grundlegende aerologische Entdeckungen und Entwicklungen gingen von hieraus um die Welt.</p>



<p>Das Observatorium besteht noch bis heute. Es ist eines von nur zwei meteorologischen Forschungs-Observatorien in Deutschland. Der Trägerverein des Wettermuseums wurde 2006 gegründet, ein Jahr nach dem initialen Aufruf auf der 100-Jahr-Feier des Observatoriums. Schwerpunkte der Sammlungen sind historische Instrumente, Dokumente von historischen meteorologischen Ereignissen und meteorologische Fachliteratur, darunter viele Werke vergangener Jahrhunderte sowie Veröffentlichungen zur Geschichte der Meteorologie.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Digitalisierung von Museumsgut</strong></h2>



<p>Um möglichst vieles von dem zu zeigen, was sonst im Depot oder Archiv verborgen bleibt, haben wir uns entschlossen, museum-digital zu nutzen. Seit 2019 nutzt das Wettermuseum museum-digital, um Teile seiner Sammlung zu erfassen und online zu veröffentlichen. Highlights der Sammlung, die auf museum-digital eingesehen werden können sind beispielsweise: </p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p><a href="https://brandenburg.museum-digital.de/objects?&amp;sv=luftfahrerdank" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spendenmarken</a> der 1913 gegründeten Luftfahrerdank GmbH. Sie dienten dazu, Geld für die Unterstützung Hinterbliebener von verunglückten Luftfahrern zu sammeln.</p>



<p><a href="https://brandenburg.museum-digital.de/collection/208" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eine Sammlung historischer Großdrachen</a>, die in der Meteorologie von 1895 bis 1945 im Einsatz waren.</p>



<p>Originale historische <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/collection/3349" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fotos aus den Photogrammetrischen Wolkenvermessungen</a> von 1896/97.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="777" height="1024" data-id="3934" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-777x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3934" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-777x1024.jpg 777w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-228x300.jpg 228w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958-1166x1536.jpg 1166w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ehrungsmarke-fuer-reinhard-suering-79906-922958.jpg 1208w" sizes="auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ehrungsmarke für Reinhard Suering, Wettermuseum / CC BY-NC-SA</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="3936" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3936" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-683x1024.jpg 683w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-200x300.jpg 200w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029-1024x1536.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_26111549029.jpg 1296w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lindenberger Normaldrachen, Wettermuseum/Juliane Werner CC BY-NC-SA</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="835" data-id="3939" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1024x835.jpg" alt="" class="wp-image-3939" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1024x835.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-300x245.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369-1536x1253.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_cirro-stratus-cumulus-nr-972_a-46369.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Cirro-Stratus, Cumulus, Nr. 972, Wettermuseum/FH Potsdam Digitalisierungslabor CC BY-NC-SA</figcaption></figure>
</figure>
</div></div>



<p>Neben den Online-Sammlungen nutzen wir die Möglichkeit der Themen bzw. Online-Ausstellungen, um gezielt Themen aufzuarbeiten und auch einem digitalen Publikum verfügbar zu machen. So kann man in der Online-Ausstellung <a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;tid=2209" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„AEROARCTIC“</a> zum Beispiel mehr über die Geschichte der Arktisfahrt des LZ 127 „Graf Zeppelin“ im Jahr 1931 und die Vorbereitungen dazu erfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Erforschung des Luftmeeres</strong></h2>



<p>Ganz aktuell ist das Themenportal <a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?tid=2650" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Die Erforschung des Luftmeeres“</a> mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur entstanden.</p>



<p>Mit dem Themenportal stellt das Wettermuseum Telegramm- und Briefdokumente einer historischen Akte vor. Ergänzend werden historische Fotos und andere Abbildungen zur Veranschaulichung genutzt. Die Akte wurde im Meteorologisch-Magnetischen Observatorium in Potsdam angelegt und umfasst den Zeitraum von 1893 bis 1904. Sie befindet sich heute im Archiv des Wettermuseums. Die Dokumente befanden sich in einem fragilen und kritischen Zustand. So ging es im Rahmen des geförderten Projektes darum, durch Digitalisierung die Inhalte langfristig zu sichern sowie für Forschung und Vermittlung zugängig zu machen. </p>
</div></div>
</div></div>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="747" height="1024" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-747x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3955" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-747x1024.jpg 747w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-219x300.jpg 219w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889-1121x1536.jpg 1121w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_registrierballonaufstieg-am-windenhaus-in-lindenberg-79908-302889.jpg 1419w" sizes="auto, (max-width: 747px) 100vw, 747px" /></figure>



<p style="font-size:14px"><strong>Registrierballonaufstieg am Windenhaus in Lindenberg</strong><br>Wettermuseum / CC BY-NC-SA</p>
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<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p style="font-size:14px"><strong>Registrierballon-Meteorograph im Weidenkörbchen</strong><br>Wettermuseum / CC BY-NC-SA </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1014" height="1024" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-1014x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3957" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-1014x1024.jpg 1014w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-297x300.jpg 297w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-1520x1536.jpg 1520w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-2027x2048.jpg 2027w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_ballonmeteorograph-79907-443589-120x120.jpg 120w" sizes="auto, (max-width: 1014px) 100vw, 1014px" /></figure>
</div>
</div>



<p>Mit der Online-Ausstellung soll das öffentliche Interesse an dieser einmaligen Entwicklungsphase in der Geschichte der Luftfahrt geweckt werden. Denn Brandenburg und Berlin waren damals bedeutende Akteure sowohl in der weltweiten Entwicklung der Luftfahrt, als auch in der Etablierung der Aerologie als neuer Forschungszweig in der Meteorologie. Bei den Dokumenten handelt es sich vor allem um Abstimmungen zu international koordinierten Ballonaufstiegen. Zwischen 1900 und 1904 sind insgesamt 46 solcher Aufstiege in der Akte dokumentiert, die zum Teil monatlich stattfanden. Mit diesen koordinierten Simultan-Aufstiegen versuchten die Aerologie-Pioniere, die Zustände und Vorgänge in der freien Atmosphäre über größeren Teilen der Nordhalbkugel gleichzeitig in Erfahrung zu bringen. Es wurde versucht, nach dem Muster des Netzes von meteorologischen Boden-Beobachtungsstationen, in der Höhe ein ähnliches Netz zu erstellen. Man hoffte, ein zusammenhängendes Bild von den Prozessen in der erdweiten Atmosphäre zu erhalten, um daraus Gesetzmäßigkeiten abzuleiten, die auch Voraussagen möglich machen würden.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/11/1_aufstieg-eines-drachenballons-in-tegel-80388-204153-1-scaled.jpg</url><width>600</width><height>396</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Tech-Insides: Hinter den Kulissen einer AR-Anwendung</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/07/31/tech-insides-hinter-den-kulissen-einer-ar-anwendung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Museen Brandenburg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jul 2023 08:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
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					<description><![CDATA[ Für die Sonderausstellung “Bühnenwelten. Eine immersive Ausstellung zu Bühnenmodellen” des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) sollte ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung entwickelt werden. Hier soll der Prozess der Anwendungsentwicklung geschildert werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-cover is-light"><span aria-hidden="true" class="wp-block-cover__background has-background-dim"></span><img loading="lazy" decoding="async" width="431" height="304" class="wp-block-cover__image-background wp-image-3766" alt="" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild1.jpg" data-object-fit="cover" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild1.jpg 431w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild1-300x212.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 431px) 100vw, 431px" /><div class="wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-right">Tech-Insides: Hinter den Kulissen</p>



<p class="has-text-align-right">einer AR-Anwendung</p>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-right has-large-font-size"></h2>
</div></div>



<p><em>Ein Beitrag von Catherine Heyart, Julien Letellier, Katrina Rizakova und Elisabeth Thielen</em></p>



<p>Die Forschungsgruppe INKA der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin arbeitet seit 1999 am Schnittpunkt zwischen Informatik und Kultur. INKA steht für Informations- und Kommunikationsanwendungen. Seit über 20 Jahren arbeitet die Gruppe in verschiedenen Drittmittelpro- jekten und mit unterschiedlichen Kooperationspartnern, wie Museen, Konzerthäusern und anderen Kultureinrichtungen. Der Fokus liegt auf dem Schaffen von innovativen Zugängen zu Kultur und kulturellen Inhalten unter der Verwendung moderner Technologien. </p>



<p>Beispielsweise entstand 2019 in Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg anlässlich der Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung eine augmentierte Broschüre sowie augmentierte Postkarten, die 3D-Scans von Objekten verschiedener Brandenburger Museen zeigen. Daran anschließend sollte für die Sonderausstellung &#8222;Bühnenwelten. Eine immersive Ausstellung zu Bühnenmodellen&#8220; des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder) (Februar &#8211; August 2022) ein augmentierter Katalog sowie eine Begleitanwendung zur Nutzung direkt in der Ausstellung entwickelt werden. Grundlage der Anwendung waren die im Kleist-Museum vorhandenen Bühnenmodelle. Hier soll der Prozess der Anwendungsentwicklung geschildert werden.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Eingesetzte Technologien</h2>



<p></p>



<p>Zunächst musste über den Grad der Immersion entschieden werden: Sollen Nutzer:innen noch ihre direkte Umgebung sehen können (<strong>Augmented Reality &#8211; AR</strong>) oder nicht (<strong>Virtual Reality &#8211; VR</strong>)? Während man mit VR in eine andere Welt eintaucht, kann man bei AR noch zusätzlich die Realität und die analogen Bühnenmodelle erleben, während auf dem Bildschirm zusätzliche Inhalte angeboten werden. Wir entschieden uns für eine Augmented-Reality-Anwendung.</p>



<p>Bei der Verwendung von Augmented Reality auf Mobilgeräten gibt es die Unterscheidung zwischen <strong>nativer App</strong>, die aus einem entsprechenden Store heruntergeladen und installiert werden muss, und <strong>webbasiertes AR</strong>, bei dem lediglich eine Website aufgerufen und dieser Zugriff auf die Smartphonekamera gewährt werden muss. Vorteile der nativen Anwendung ist, dass diese ohne Datenverbindung genutzt werden kann. Dagegen kann eine Web-AR-Anwendung ohne Installation einer App verwendet werden, benötigt dafür aber eine Internetverbindung. Da es für die Kataloganwendung und die Museumsanwendung unterschiedliche Anforderungen gab, wurden verschiedene Technologien genutzt. </p>



<p>Für die Museumsanwendung wurde eine native Anwendung gewählt. Um Probleme mit zu alten oder unterschiedlichen Smartphone- und Betriebssystemversionen zu verhindern und auch die Nutzeroberfläche auf eine bestimmte Bildschirmgröße ausrichten zu können, wurden im Museum Geräte mit der Anwendung für die Besucher:innen zur Verfügung gestellt. Nutzer:innen können so alle dasselbe erleben, ohne vorher eine Anwendung über ihre mobilen Daten herunterladen zu müssen. Es kann zudem auf eine regelmäßige Ladung der Geräte geachtet werden und Nutzer:innen müssen nicht fürchten, durch die Kamera-intensive AR-Anwendung den Akku ihres eigenen Smartphones zu entleeren.</p>



<p></p>



<p>Für die Kataloganwendung wurde hingegen eine webbasierte Anwendung gewählt. Diese kann unabhängig von der Ausstellung verwendet werden. Im Katalog soll ein Einblick in die Bühnenmodelle nicht nur in Form von Text und Bild, sondern auch via Augmented Reality möglich sein. Beim Scannen der einzelnen Seiten sollen in AR korrespondierende Bühnenmodelle in 3D zu sehen sein. Die Anwendung soll schnell angewandt werden können, ohne einen aufwändigen Download vorab. Die Anwendung wurde so konzipiert, dass möglichst wenig mobile Daten verbraucht werden. So wurden auf den Seiten des Katalogs eher Modelle mit reduzierter Polygonanzahl verwendet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom analogen Bühnenmodell zur digitalen Erweiterung</h2>



<p>Nun wurden von einigen Bühnenmodellen 3D-Modelle erstellt. Diese dienen dazu, Aspekte darzustellen, welche die Besucher:innen sonst nicht zu sehen bekommen würden. In einigen Fällen, wie z.B. im Kata- log, entsteht aus einem 2D-Bild mittels AR ein 3D-Modell, welches von unterschiedlichen Winkeln betrachtet werden kann. In der Ausstellung gibt es wiederum animierte 3D-Modelle, welche den Besucher:innen vorführen, wie sich die Bühnenmodelle während einer Vorführung verändern würden. Zur Umsetzung wurden die Techniken<strong> Box-Modellierung </strong>und <strong>Photogrammetrie</strong> genutzt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="432" height="109" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild4.jpg" alt="" class="wp-image-3804" style="width:540px;height:136px" title="1. Meshes 2. Faces 3. Edges 4. Vertices" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild4.jpg 432w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild4-300x76.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption class="wp-element-caption">Box-Modellierung</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Box-Modellierung eignet sich am besten für statische Objekte, wie zum Beispiel Architektur und Möbel. Mithilfe einer Software, in der einfache geometrische Grundformen platziert werden, erstellt man ein Modell. Die Geometrie eines solchen Objekts in einer 3D-Software wird Mesh genannt und ist unterteilt in einzelne Polygone (Vielecke), die wiederum aus Kanten und schließlich Punkten bestehen.</p>



<p>Anhand eines Referenzbildes werden diese Polygone und deren Punkte mit unterschiedlichen digitalen Werkzeugen verändert – verformt, unterteilt oder verschoben –, bis schließlich die gewünschte Geometrie entsteht. Dieses Verfahren schafft viel Freiheit für Aussehen und Aufbau der Modelle. Sie können komplexe oder einfache Geometrien haben. In unserem Fall sind es bevorzugt kleine Datenmengen und unabhängige Teile, um diese später einzeln animieren zu können. </p>



<p>Der Nachteil dieses Verfahrens ist der hohe Aufwand, da jedes Detail per Hand gebaut werden und auf viele Details geachtet werden muss, um fotorealistisch zu wirken. Während der Phase der Geometrieerstellung sind die Objekte noch farblos und werden anschließend texturiert &#8211; sie bekommen Farbe und Struktur. Hierzu werden unterschiedliche Bilder gesammelt und so Texturen erstellt. Sollen die Objekte animiert werden, müssen die zu animierenden Teile Frame für Frame – einzelne Bilder aus einer Animationssequenz – manipuliert werden. Spielt man diese Manipulationen später nacheinander ab, so entsteht eine flüssige Animation.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="642" height="291" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild3.jpg" alt="" class="wp-image-3801" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild3.jpg 642w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/07/TechInsides_Bild3-300x136.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 642px) 100vw, 642px" /><figcaption class="wp-element-caption">Photogrammetrie | Berechnung anhand von 1529 Fotos</figcaption></figure>
</div>


<p>Bei der Photogrammetrie werden erst aus unterschiedlichen Winkeln ganz viele Fotos des Bühnenmodells gemacht, welche anschließend mittels einer photogrammetrischen Software zu einem 3D-Modell zusammengefasst werden. In diesem Prozess werden die Geometrie (d.h. die Form) und die Textur (d.h. die Farbe und Muster) gleichzeitig erstellt. Das Vorgehen mit Photogrammetrie hat den Vorteil, dass sehr detaillierte und realitätsgetreue Modelle entstehen. Diese Art von Modellen eignet sich deswegen gut dazu, ein Gefühl von Immersion zu vermitteln. Photogrammetrisch erstellte Modelle haben jedoch den Nachteil, dass es sich um eine einzige zusammenhängende Geometrie handelt und sie sich somit nicht gut dazu eignen, animiert zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ausblick</h2>



<p>Aktuell ist für die Entwicklung der beschriebenen Anwendungen noch sehr viel technisches Know-How erforderlich. In den letzten Jahren hat es allerdings vermehrt Bestrebungen gegeben, diesen Prozess zu vereinfachen und auch Nutzer:innen ohne Programmierkenntnisse über ein Autorensystem zugänglich zu machen. Der Prozess ist vergleichbar mit der Erstellung einer einfachen persönlichen Website: Vor 20 Jahren war dies noch ein komplizierter Prozess, heutzutage kann jede:r mithilfe von Autorensystemen eigene Websites erstellen.</p>



<p>Verschiedene Prototypen solcher Autorensysteme wurden im Rahmen zahlreicher Forschungsprojekte der HTW Berlin bereits entwickelt und kontinuierlich erweitert. Die Augmentierungen im Katalog des Kleist-Museums können bereits durch Anwender:innen ohne Programmierkenntnisse zusammengestellt und getestet werden.</p>



<p>Anders sieht es jedoch bei der hier beschriebenen Ausstellungsanwendung aus. Diese bietet viele Interaktionen und Animationen, die sich bisher nur schwer ohne Programmierkenntnisse verwirklichen lassen. Eine wichtige Forschungsaufgabe besteht daher weiterhin in der Konzipierung von modernen Benutzungsschnittstellen und Werkzeugen für unterschiedliche Anwender:innen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Aktualisierte Fassung der DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/02/27/aktualisierte-fassung-der-dfg-praxisregeln-zur-digitalisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Joshua Ramon Enslin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Feb 2023 23:47:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.museum-digital.org/?p=3617</guid>

					<description><![CDATA[In der letzten Woche wurde eine aktualisierte Fassung der DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung veröffentlicht. Die Praxisregeln werden in vielen Förderlinien für Digitalisierungsprojekte als Maßstab für die im Projekt geplanten Maßnahmen verwendet und dürften deshalb für viele Museen von Interesse sein. Die Praxisregeln sind unter Creative Commons Attribution 4.0 International lizensiert und finden sich unter https://zenodo.org/record/7435724. Siehe: <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2023/02/27/aktualisierte-fassung-der-dfg-praxisregeln-zur-digitalisierung/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In der letzten Woche wurde eine aktualisierte Fassung der DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung veröffentlicht. Die Praxisregeln werden in vielen Förderlinien für Digitalisierungsprojekte als Maßstab für die im Projekt geplanten Maßnahmen verwendet und dürften deshalb für viele Museen von Interesse sein.</p>



<div class="wp-block-pdfjsblock-pdfjs-embed pdfjs-wrapper"><div class="pdfjs-fullscreen"><a href="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/pdfjs-viewer-shortcode/pdfjs/web/viewer.php?file=https%3A%2F%2Fblog.museum-digital.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F02%2FDFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf&#038;attachment_id=3618&#038;dButton=true&#038;pButton=true&#038;oButton=false&#038;sButton=true&#038;editButtons=true&#038;v=3.0.3&#038;_wpnonce=a1283251dd#zoom=0&#038;pagemode=none"  aria-label="PDF als Vollbild öffnen">View Fullscreen</a></div><a href="#pdfjs-viewer-skip" class="screen-reader-text">Zum PDF-Inhalt springen</a><div role="region" aria-label="PDF-Anzeiger" id="pdfjs-viewer-skip"><iframe width="100%" height="800" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/pdfjs-viewer-shortcode/pdfjs/web/viewer.php?file=https%3A%2F%2Fblog.museum-digital.org%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F02%2FDFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf&#038;attachment_id=3618&#038;dButton=true&#038;pButton=true&#038;oButton=false&#038;sButton=true&#038;editButtons=true&#038;v=3.0.3&#038;_wpnonce=a1283251dd#zoom=0&#038;pagemode=none" title="PDF-Dokument: DFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf" aria-label="PDF-Dokument: DFG_Praxisregeln_Digitalisierung_Aktualisierte_Fassung2022.pdf" class="pdfjs-iframe" tabindex="0" loading="lazy" style="max-width: 100%;"></iframe></div></div>



<p>Die Praxisregeln sind unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode">Creative Commons Attribution 4.0 International</a> lizensiert und finden sich unter https://zenodo.org/record/7435724. Siehe: Altenhöner, Reinhard, Berger, Andreas, Bracht, Christian, Klimpel, Paul, Meyer, Sebastian, Neuburger, Andreas, Stäcker, Thomas, &amp; Stein, Regine. (2023). DFG-Praxisregeln &#8222;Digitalisierung&#8220;. Aktualisierte Fassung 2022. Zenodo. <a href="https://doi.org/10.5281/zenodo.7435724">https://doi.org/10.5281/zenodo.7435724</a> </p>



<div class="wp-block-cgb-cc-by message-body" style="background-color:white;color:black"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/plugins/creative-commons/includes/images/by.png" alt="CC" width="88" height="31"/><p><span class="cc-cgb-name">This content</span> is licensed under a <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">Creative Commons Attribution 4.0 International license.</a> <span class="cc-cgb-text"></span></p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Das 100. Museum in sachsen.museum-digital</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2023/01/16/das-100-museum-in-sachsen-museum-digital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Projektteam Digitales Sammlungsmanagement SLfM]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2023 12:23:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Glas]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendstil]]></category>
		<category><![CDATA[Meilenstein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Entwicklung Weißwassers ist aufs Engste mit der Glasindustrie verwoben. Als 1866/67 die Bahnstrecke Berlin-Görlitz eröffnet wurde, war der kleine Flecken in der Standesherrschaft Muskau plötzlich mit dem ganzen Land verbunden. Da zudem in der nahen Umgebung Ton, Quarzsand, Holz und Kohle &#8211; die natürlichen Ressourcen für die Glasproduktion &#8211; zur Verfügung standen, begann man <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2023/01/16/das-100-museum-in-sachsen-museum-digital/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Entwicklung Weißwassers ist aufs Engste mit der Glasindustrie verwoben. Als 1866/67 die Bahnstrecke Berlin-Görlitz eröffnet wurde, war der kleine Flecken in der Standesherrschaft Muskau plötzlich mit dem ganzen Land verbunden. Da zudem in der nahen Umgebung Ton, Quarzsand, Holz und Kohle &#8211; die natürlichen Ressourcen für die Glasproduktion &#8211; zur Verfügung standen, begann man die Herstellung in Weißwasser anzusiedeln. Binnen einer Generation entstanden elf Glashütten und fünf Glasraffinerien. Um 1900 waren etwa 75 % der Einwohner in der Glasindustrie beschäftigt. Aus dem ehemaligen Dorf wurde binnen kurzer Zeit das europäische Zentrum der Glasherstellung.</p>



<p>Heute produziert lediglich noch ein Unternehmen Glas. Der Großteil der Hütten schloss in der Nachwendezeit. So entstand der Wunsch, das Wissen über die Glasherstellung zu bewahren und die Geschichte der Weißwasseraner Glasproduktion zu dokumentieren. Durch das Engagement des 1993 gegründeten Fördervereins konnte eine umfangreiche Sammlung an Gläsern, Dokumenten und Werkzeugen zusammengestellt werden und 1996 das „Glasmuseum Weißwasser“ in der früheren Villa der Unternehmerfamilie Gelsdorf eröffnet werden.<br>Zu sehen ist hier Lausitzer Glas des 19. und 20. Jahrhunderts mit einem Sammlungsschwerpunkt zu Prof. Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) und den Designern der „Werkstatt für Glasgestaltung“, eine Sammlung von Diartet- und Arsallgläsern, sowie Glas für Wissenschaft und Technik. Ergänzt wird die Schau durch historische Werkplätze und Werkzeuge zu Glasherstellung, Glasverarbeitung und Glasveredelung.</p>



<p>Eine Abteilung des Glasmuseums Weißwasser widmet sich den sogenannten „Arsall“-Gläsern. Diese haben in einem speziellen Verfahren ein mehrfarbiges Dekor erhalten. Solche Gläser wurden ab 1918 in den Vereinigten Lausitzer Glaswerken Weißwasser (VLG) hergestellt, die die Warenbezeichnung „Arsall“ als geschütztes Warenzeichen eintragen ließen. „Arsall“ setzt sich aus den Wörtern Ars (lat. Kunst) und allemande (franz. deutsch) zusammen.</p>



<p>Hergestellt wurden diese Gläser aus einem meist mehrfach farbig überfangenen Glas, bei dem das gewünschte Motiv durch Säure herausgeätzt wird. Der Glaskörper wurde mit zwei dünneren Schichten farbigen Glases überzogen, auf die dann mit dem Pinsel das Motiv mittels eines säurefesten Lacks manuell aufgetragen wurde. Die bemalten Gläser kamen dann für 1 bis 2 Stunden in ein Ätzbad aus einer Kombination von Fluss- und Schwefelsäure, wobei die unbemalten Flächen teilweise abgeätzt wurden. Anschließend entfernte man den Lack im heißen Wasserbad und die gewollten Motive traten hervor. Dieser Vorgang wurde je nach gewünschtem Motiv und angestrebter Farbnuance wiederholt.</p>



<p>In der Herstellungstechnik, wie auch in der Wahl der Motive, lehnten sich die Arsall-Gläser an die Arbeiten des französischen Glasdesigners Émile Gallés (1846-1904) an. Dieser entwickelte in der Hochzeit des Jugendstils die beschriebene Technik. Mit den zugewanderten Glaskünstlern Nicolas Rigot und seinen drei Schwägern hielt diese Technik 1918 auch in Weißwasser Einzug. Rigot stammte aus Elsass-Lothringen und wurde dort mit der Technik vertraut. Unter seiner Leitung entstand in der VLG eine eigene Abteilung für Arsall-Gläser. Hier produzierte man in erster Linie Vasen, aber auch Lampen und Kelchgläser. Wie bei den Gläsern Émile Gallés diente die heimische Flora als wichtigste Dekorvorlage; gelegentlich wurden auch heimische Landschaftsmotive verwendet.<br>Mit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren und dem Geschmackswandel &#8211; der Jugendstil wurde von neuen Gestaltungsideen wie dem Deutschen Werkbund abgelöst -, ging die Nachfrage nach Arsall-Gläsern zurück. 1929 stellten die Vereinigten Lausitzer Glaswerke deren Produktion ein.</p>



<p>2018 begann die digitale Inventarisierung des Sammlungsbestands am Glasmuseum. Die Arsall-Gläser waren das erste Konvolut das, mit der Unterstützung zweier Studentinnen der HTWK Leipzig, in die Datenbank Faust eingepflegt wurde.<br>Es lag nahe die Teilnahme an museum-digital mit diesem Teil der Sammlung zu beginnen.</p>
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		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2023/01/DSC1921-Kopie.jpg</url><width>397</width><height>600</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam auf dem Weg in die digitale Welt &#8211; Ein Verbundprojekt der Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 12:41:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Doris Patzer (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Arne Lindemann (Museumsverband Brandenburg) Die Museumslandschaft des Landkreises Potsdam-Mittelmark ist im brandenburgischen Vergleich eine besondere. Mit 43 Museen hat sie zum einen die höchste Dichte an Museen. Dabei handelt es sich zu knapp zwei Dritteln um vereinsgetragene Einrichtungen. Zum anderen sind die Museen sehr jung, meist aus <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/07/05/gemeinsam-auf-dem-weg-in-die-digitale-welt-ein-verbundprojekt-der-museen-im-landkreis-potsdam-mittelmark/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Doris Patzer (Lkr. Potsdam-Mittelmark) und Arne Lindemann (Museumsverband Brandenburg)</em></p>



<p>Die Museumslandschaft des <a href="https://web.archive.org/web/20201202072310/https://www.potsdam-mittelmark.de/nc/de/freizeit-tourismus/reisefuehrer/museen/" type="URL" id="https://www.potsdam-mittelmark.de/nc/de/freizeit-tourismus/reisefuehrer/museen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Landkreises Potsdam-Mittelmark</a> ist im brandenburgischen Vergleich eine besondere. Mit 43 Museen hat sie zum einen die höchste Dichte an Museen. Dabei handelt es sich zu knapp zwei Dritteln um vereinsgetragene Einrichtungen. Zum anderen sind die Museen sehr jung, meist aus ehrenamtlichem Engagement in den 1990er Jahren gegründet, und sie widmen sich weniger der breiten Lokalgeschichte, sondern sammeln oft zu Spezialthemen.</p>



<p><strong>Profilschärfung auf Landkreisebene</strong></p>



<p>Im Jahr 2020 haben sich 23 dieser Museen für ein Digitalisierungsprojekt zusammengetan. Initiator war der Landkreis, der schon seit vielen Jahren die Vernetzung der Museen in Potsdam-Mittelmark fördert und konzeptionelle Impulse setzt. Grundlage dafür ist die im Jahr 2011 entwickelte Museumskonzeption, die der Landkreis in Kooperation mit dem Museumsverband Brandenburg verfasste. Die Konzeption zielt darauf, auf Basis der Sammlungsbestände der Museen, übergreifende Schwerpunktthemen herauszuarbeiten, um das museale Profil der Museumslandschaft zu schärfen und Potenziale für eine abgestimmte Weiterentwicklung der Sammlungen zu schaffen. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" data-id="3309" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-3309" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-1024x681.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-1536x1022.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Jerusalemraum_blau-2048x1362.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="3306" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/3-Reckahn_-_Herrenhaus_08.jpg" alt="" class="wp-image-3306" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/3-Reckahn_-_Herrenhaus_08.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/3-Reckahn_-_Herrenhaus_08-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3308" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-3308" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-1024x576.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-300x169.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-1536x864.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Spargelmuseum2_2018-2048x1152.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="968" height="648" data-id="3307" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Loewig-Haus-3_1.jpg" alt="" class="wp-image-3307" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Loewig-Haus-3_1.jpg 968w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Loewig-Haus-3_1-300x201.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 968px) 100vw, 968px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) Bischofresidenz Burg Ziesar; 2) Rochow-Museum Reckahn; 3) Spargelmuseum Beelitz; 4) Roger-Loewig-Haus Bad Belzig (© Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt)</figcaption></figure>



<p>Dafür wurden die vielfältigen Spezialthemen der Museen zu den Schwerpunkten: „Kreativität in der Region“, „Zuhause und unterwegs“, „Grenzüberschreitungen und Mobilität“, „Obst- und Gemüsegarten vor den Toren der Großstadt“ und „Landmarken“ gebündelt. Mit der Digitalisierung von Teilbeständen aus den Museen sollte nun diese Museumskonzeption fortgeschrieben werden. Finanziert wurde das Projekt über die Digitalisierungsförderung des <a rel="noreferrer noopener" href="https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/" data-type="URL" data-id="https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/" target="_blank">Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur</a>. Antragsteller und Koordinator des Projekts war der Landkreis, der bei der Durchführung vom Museumsverband Unterstützung erhielt.</p>



<p><strong>Vom Auftaktworkshop in die Praxis</strong></p>



<p>Das Projekt startete mit einem ganztägigen Workshop, auf dem diskutiert wurde, ob die 2011 benannten Schwerpunktthemen weiterhin Gültigkeit besitzen bzw. welche Themen hinzugekommen sind oder an Relevanz verloren haben. Dann ging es darum, dazu aussagekräftige Objekte aus der eigenen Sammlung zu identifizieren. Dies war ein nicht immer leichtes Unterfangen, galt es doch, Allgemeines auf Konkretes herunterzubrechen. Letztendlich benannte jedes Museum fünf bis zehn Objekte, die es zu digitalisieren und für die Veröffentlichung vorzubereiten galt. Ein Kurzseminar führte im Rahmen des Auftaktworkshops in die Grundlagen der Objektfotografie ein. Ein kleiner Schreibworkshop beschäftigte sich mit der Frage, wie ein griffiger Objekttext für das Internet aussieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3305" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-1024x768.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-300x225.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-1536x1152.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/1656059291728-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Auftaktworkschop zum Projekt im Februar 2020 in Werder (Havel), CC0</figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in das <a href="https://nat.museum-digital.de/" data-type="URL" data-id="https://nat.museum-digital.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Museumsportal museum-digital.de</a>, in das die Objektbilder- und Daten eingepflegt werden sollten. Hier ging es darum, welche Metadaten und Bildformate für die Objektpräsentation erforderlich sind. Bei der praktischen Umsetzung, die ungefähr ein halbes Jahr in Anspruch nahm, unterstützten Expertinnen und Experten die Museen: bei der Objektfotografie die Fotografin Kerstin Weßlau (Langerwisch) und der Fotograf Wolfgang Lorenz (Lehnin) sowie bei der Erstellung der Objektdaten und -texte die Digitalisierungsfachfrau Anja Schnapka (Potsdam). Letztendlich wurden knapp 200 Objekte digitalisiert und in <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/" data-type="URL" data-id="https://brandenburg.museum-digital.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">museum-digital</a> erfasst.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="842" data-id="3321" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1024x842.jpg" alt="" class="wp-image-3321" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1024x842.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-300x247.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741-1536x1263.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Oelgemaelde-blick-auf-baumgartenbruecke-von-hannah-schreiber-de-grahl-45741.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ölgemälde &#8222;Blick auf Baumgartenbrücke&#8220; von Hannah Schreiber-de Grahl, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62571"><br>Herkunft/Rechte: Museum der Havelländischen Malerkolonie / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="950" data-id="3318" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1024x950.jpg" alt="" class="wp-image-3318" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1024x950.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-300x278.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783-1536x1424.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/anker-fuer-vakuum-strangpresse-44783.jpg 1900w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Anker für Vakuum-Strangpresse, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=60914"><br>Herkunft/Rechte: Ziegeleimuseum Glindow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="653" data-id="3314" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-1024x653.jpg" alt="" class="wp-image-3314" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-1024x653.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875-300x191.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/tafelgemaelde-zur-gruendung-des-klosters-lehnin-44875.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Tafelgemälde zur Gründung des Klosters Lehnin (Siboldlegende), <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61194"><br>Herkunft/Rechte: Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin Museum im Zisterzienserkloster Lehnin / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="3312" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-3312" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023-1024x683.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pferdemoorschuh-44023.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Pferdemoorschuh, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59145"><br>Herkunft/Rechte: Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="3311" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-3311" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026-1024x683.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/ruebenpresse-44026.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zuckerrübenpresse, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59148"><br>Herkunft/Rechte: Heimatstube und Kulturscheune Kähnsdorf / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="3316" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-3316" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1024x682.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-300x200.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801-1536x1024.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/berlinfahrkoffer-von-emilie-schultze-44801.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Berlinfahrkoffer von &#8222;Emilie Schultze&#8220;, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=60954"><br>Herkunft/Rechte: Stadtmuseum Werder (Havel) +++IN PLANUNG+++ / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="819" data-id="3317" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1024x819.jpg" alt="" class="wp-image-3317" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1024x819.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-300x240.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854-1536x1229.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/stacheldraht-vom-grenzgebiet-mit-papierblume-45854.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Stacheldraht vom Grenzgebiet mit Papierblume, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62756"><br>Herkunft/Rechte: Museumsprojekt Kleinmachnow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="758" data-id="3320" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-1024x758.jpg" alt="" class="wp-image-3320" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-1024x758.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226-300x222.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Schmetterlingskasten, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61780"><br>Herkunft/Rechte: Schulmuseum Reckahn / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1024" data-id="3322" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-800x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3322" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-800x1024.jpg 800w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-234x300.jpg 234w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236-1199x1536.jpg 1199w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schuhmacherwerkzeug-im-regal-44236.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schumacherwerkzeug, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=59668"><br>Herkunft/Rechte: Heimatmuseum der Stadt Ziesar / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="898" height="1024" data-id="3310" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-898x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3310" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-898x1024.jpg 898w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749-263x300.jpg 263w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/flach-halbwebstuhl-19-jahrhundert-45749.jpg 1052w" sizes="auto, (max-width: 898px) 100vw, 898px" /><figcaption>Flach-Halbwebstuhl, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62584"><br>Herkunft/Rechte: Handweberei „Henni Jaensch-Zeymer“ / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="668" data-id="3319" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-1024x668.jpg" alt="" class="wp-image-3319" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-1024x668.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-300x196.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452-1536x1002.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/einsteins-sommerhaus-45452.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zeichnung Einsteins Sommerhaus, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62064"><br>Herkunft/Rechte: Initiativkreis Albert-Einstein-Haus Caputh e.V. im Bürgerhaus Caputh / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="767" height="1024" data-id="3323" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-767x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3323" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-767x1024.jpg 767w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-225x300.jpg 225w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905-1150x1536.jpg 1150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/portraetbild-christian-morgenstern-44905.jpg 1498w" sizes="auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px" /><figcaption>Portraitbild Christian Morgensternvon Anna Gestrich, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61258"><br>Herkunft/Rechte: Christian Morgenstern Literaturmuseum / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="682" height="1024" data-id="3313" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-682x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3313" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-682x1024.jpg 682w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-200x300.jpg 200w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665-1024x1536.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/kugelwaschmaschine-45665.jpg 1333w" sizes="auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px" /><figcaption>Kugelwaschmaschine Scando, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=62502"><br>Herkunft/Rechte: Heimatmuseum Stadt Teltow / Kerstin Weßlau (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="816" data-id="3315" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864-1024x816.jpg" alt="" class="wp-image-3315" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864-1024x816.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864-300x239.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/gemaelde-maerkische-landschaft-44864.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gemälde Märkische Landschaften von Roger Loewig, <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=61149"><br>Herkunft/Rechte: Wolfgang Woizick / Wolfgang Lorenz (CC BY-NC-SA)</a></figcaption></figure>
</figure>



<p><strong>Gemeinsame</strong> <strong>Online-Ausstellung</strong></p>



<p>Den Abschluss des Projekts bildete die digitale Ausstellung „<a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;tid=1024" data-type="URL" data-id="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?&amp;tid=1024" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Posthorn, Pinsel, Prinzenapfel – Museen im Landkreis Potsdam-Mittelmark</a>“. Die mit dem Ausstellungsmodul von museum-digital erstellte Schau führt die digitalisierten Objekte unter den vorher miteinander diskutierten Schwerpunktthemen zusammen. Auf diese Weise ist eine pointierte Gesamtschau zur Geschichte des Landkreises entstanden, die die Vielfalt der Museen abbildet aber auch gleichzeitig den einzelnen Museen Raum gibt, sich selbst zu präsentieren. Positiver und gewollter Nebeneffekt ist, dass durch die gemeinsame Präsentation die Sichtbarkeit der Museen im Internet gefördert wird. Die Ausstellung kann zukünftig mit neuen Themen und Objekten erweitert werden. Sie ist damit ein stets aktuelles Abbild der lebendigen Museumslandschaft Potsdam-Mittelmark.</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-thumbnail><url>https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/schmetterlingskasten-eines-potsdamer-lehrers-45226.jpg</url><width>600</width><height>444</height></post-thumbnail>	</item>
		<item>
		<title>Archivalien zur Industriegeschichte digitalisieren und sichtbar machen</title>
		<link>https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 13:35:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Regional (Deutschland)]]></category>
		<category><![CDATA[Technik/Design]]></category>
		<category><![CDATA[Industriegeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag des Museumsverbands des Landes Brandenburg e. V. Das Land Brandenburg ist ein Land der Industriekultur. Zahlreiche Technik- und Industriemuseen, aber auch Stadt- und Regionalmuseen, erzählen in ihren Ausstellungen und museumspädagogischen Angeboten über die industrielle Entwicklung des Landes seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben eindrucksvollen Denkmälern und Objekten, bewahren die Museen oft <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/23/archivalien-zur-industriegeschichte-digitalisieren-und-sichtbar-machen/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag des Museumsverbands des Landes Brandenburg e. V.</em></p>



<p>Das Land Brandenburg ist ein Land der Industriekultur. Zahlreiche Technik- und Industriemuseen, aber auch Stadt- und Regionalmuseen, erzählen in ihren Ausstellungen und museumspädagogischen Angeboten über die industrielle Entwicklung des Landes seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben eindrucksvollen Denkmälern und Objekten, bewahren die Museen oft umfangreiche archivalische Bestände der brandenburgischen Industriegeschichte. Hierzu gehören Dokumente, Briefwechsel, Fotos, Konstruktionspläne, Brigadetagebücher, Filme, Töne usw..</p>



<p><strong>Mehr als 6500 digitalisierte Archivalien</strong></p>



<p>Eine erste zusammenfassende <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.museen-brandenburg.de/fileadmin/Publikationen/Schriftgut_Technik_2012_End.pdf" target="_blank"><strong>Übersicht zu den Beständen von 20 Museen</strong></a> gab der Museumsverband im Jahr 2012 heraus. Diese Übersicht bot einen ersten Einblick in die Vielfalt und den Umfang der Überlieferung, zeigte aber auch, dass die archivgerechte Ordnung und Strukturierung der Bestände, ihre sachgerechte Lagerung sowie ihre Erfassung noch in den Anfängen steckte. In den folgenden Jahren bemühten sich die Museen punktuell um eine Verbesserung der Lage. Damit die Archivalien aber langfristig erhalten, sichtbar und nutzbar sind, fehlt nach wie vor in vielen Museen die archivgerechte Ordnung, Strukturierung und digitale Erfassung der Bestände sowie eine flächendeckende Übersicht darüber, zu welchen Industriezweigen und Betrieben eine Überlieferung in den Museen vorhanden ist.</p>



<p>Das im Jahr 2021 vom Museumsverband Brandenburg durchgeführte Verbund-Digitalisierungs-Projekt „Industriearchive digitalisieren und sichtbar machen“ hat hierfür nun eine nachhaltige Basis geschaffen. An dem Projekt beteiligten sich 21 Museen. Es wurden über 6500 Archivalien digitalisiert sowie neue Features für die Erfassung, Präsentation und Datenweitergabe von Archivalien in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.museum-digital.de" data-type="URL" data-id="https://www.museum-digital.de" target="_blank">museum-digital.de</a> entwickelt und implementiert sowie eine Visualisierung der Archivalien mit dem <a rel="noreferrer noopener" href="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" data-type="URL" data-id="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" target="_blank">Vikus-Viewer der FH-Potsdam</a> veröffentlicht. Darüber hinaus fand für die Projektteilnehmer*innen &nbsp;ein Workshop zum Umgang mit Archivalien statt. Das Projekt wurde in enger Kooperation mit dem <a rel="noreferrer noopener" href="https://bb-wa.de/" data-type="URL" data-id="https://bb-wa.de/" target="_blank">Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv</a> und der Landesfachstelle für <a href="https://www.fh-potsdam.de/hochschule-karriere/organisation/assoziierte-einrichtungen/landesfachstelle-archive-und-oeffentliche-bibliotheken-brandenburg" data-type="URL" data-id="https://www.fh-potsdam.de/hochschule-karriere/organisation/assoziierte-einrichtungen/landesfachstelle-archive-und-oeffentliche-bibliotheken-brandenburg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archive und Öffentliche Bibliotheken Brandenburg</a> durchgeführt.</p>



<p><strong>Digitalisierung</strong></p>



<p>Die archivalische Überlieferung zur brandenburgischen Industriegeschichte in den Museen ist sehr heterogen. Dies bezieht sich sowohl auf den Umfang als auch auf die Bestandsart, die von großformatige Plänen und Karten über Flyer und Kataloge, gebundenes Schriftgut wie Musterbücher, Betriebschroniken oder Brigadetagebücher, Fotografien, Betriebszeitschriften bis hin zu Videos und Tönen reicht. Ziel des Projekts war es, möglichst jede Bestandsart exemplarisch zu digitalisieren, was auch gelungen ist. Ein Schwerpunkt stellten dabei Karten und Pläne dar, die wegen ihrer meist großen Formate Museen bei der Digitalisierung vor Probleme stellen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="741" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-1024x741.jpg" alt="" class="wp-image-3095" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-1024x741.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-300x217.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-1536x1112.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/0029-2048x1483.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Technische Zeichnung, Stahlgittermast (Mast 17) auf dem Funkerberg Königs Wusterhausen, Sende und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen, CC BY-NC</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="737" data-id="3094" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-1024x737.jpg" alt="" class="wp-image-3094" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-1024x737.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-300x216.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/lfc0007-1536x1105.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="649" data-id="3093" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1024x649.jpg" alt="" class="wp-image-3093" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1024x649.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-300x190.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-1536x974.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/pwb0003-2048x1298.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) Technische Zeichnung, Rückspiegel eines Motorollers, VEB Industriewerke Ludwigsfelde, Museum für Stadt und Techik Ludwigsfelde, CC BY-NC-SA; 2) Bauplan, Zweiflammrohrkessel,  VEB Brauerei und Hefefabrik Pritzwalk, Museumsfabrik Pritzwalk, CC BY-NC</figcaption></figure>



<p>Die Digitalisierung wurde in der Regel über externe Fachfirmen organisiert. Zwei Museen realisierten die Digitalisierung hausintern. Bei der Patentpapierfabrik Hohenofen lagen bereits Digitalisate von teilweise stark beschädigten Plänen vor, deren Lesbarkeit durch die Schäden (dunkle Auflagerungen, Falzmarken, Deformationen und Verfärbungen) stark beeinträchtigt war. Exemplarisch wurde hier erprobt, wie solche Pläne digital wieder aufbereitet werden können.</p>



<p><strong>Neue Funktionen in museum-digital</strong></p>



<p>Die Plattform <a rel="noreferrer noopener" href="https://nat.museum-digital.de/" data-type="URL" data-id="https://nat.museum-digital.de/" target="_blank">museum-digital.de</a> hat sich inzwischen als der zentrale Präsentationsort von Kulturgut brandenburgischer Museen entwickelt. Immer mehr Museen entschließen sich außerdem dazu, museum-digital auch als Inventarisierungssoftware zu nutzen. Der Fokus der Plattform auf museale Objektbestände machte bisher die Erfassung und Präsentation archivalischer Bestände schwierig, vor allem wenn es um die Gliederung von Beständen (Tektonik), das Erfassen zusammenhängender Konvolute oder die Präsentation mehrseitigen Schriftguts ging. Im Zuge des Projekts konnte museum-digital in diese Richtung weiter ertüchtigt werden. Zum einen ist es nun mit der Hierarchisierung von Sammlungen möglich Tektoniken abzubilden. Eine neue Funktion ermöglicht das Verschlagworten von Sammlungen, womit eine <a href="https://ex.musdig.org/industriearchive-brandenburg" data-type="URL" data-id="https://ex.musdig.org/industriearchive-brandenburg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">museumsübergreifende&nbsp; Auflistung von Archivbeständen in einer Art Findbuch</a> möglich ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="461" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1024x461.png" alt="" class="wp-image-3288" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1024x461.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-300x135.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg-1536x692.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-14-42-29-Objekte-Raster-Seite-1-museum-digital-brandenburg.png 1605w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;Findbuch&#8220; zur Industriegeschichte Brandenburgs auf museum-digital</figcaption></figure>



<p>Zum anderen wurde mit <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/03/16/iiif-und-museum-digital/" data-type="URL" data-id="https://blog.museum-digital.org/de/2022/03/16/iiif-und-museum-digital/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mirador ein IIIF-Viewer implementiert</a>, der das „Durchblättern“ <a href="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=92951" data-type="URL" data-id="https://brandenburg.museum-digital.de/singleimage?imagenr=92951" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehrseitiger Dokumente</a> wie z. B. Betriebszeitungen, Musterbücher, gebundene Betriebschroniken oder anderes mehrseitiges Schriftgut&nbsp; am Bildschirm wesentlich komfortabler macht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="473" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1024x473.png" alt="" class="wp-image-3290" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1024x473.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-300x139.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg-1536x710.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-21-38-Betriebschronik-des-VEB-Plastverarbeitungswerk-Staaken-1962-1987-Museum-und-Galerie-Falkensee-Ressource-museum-digital-brandenburg.png 1798w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mirador-Viewer</figcaption></figure>



<p>Damit zukünftig Daten an das <a href="https://www.archivportal-d.de/" data-type="URL" data-id="https://www.archivportal-d.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Archivportal-D</a>&nbsp; weitergegeben werden können, können Daten aus museum-digital nun im passenden Format ausgegeben werde. Eine EAD-Schnittstelle folgt.</p>



<p><strong>Visualisierung mit dem Vikus Viewer</strong></p>



<p>Die Präsentation archivalischer Bestände erscheint auf Grund des meist unspektakulären Erscheinungsbilds der Archivalien wenig attraktiv. Mit dem vom UCLAB der FH-Potsdam entwickelten <a href="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" data-type="URL" data-id="https://vikusviewer.fh-potsdam.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vikus Viewer</a> existiert seit 2018 eine <a href="https://github.com/cpietsch/vikus-viewer" data-type="URL" data-id="https://github.com/cpietsch/vikus-viewer" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Open Source-Lösung</a>, die hier Abhilfe schafft. Ein Teil der im Projekt digitalisierten Bestände (550 Digitalisate) wurde mit dem <a href="http://industriearchive.museen-brandenburg.de" data-type="URL" data-id="http://industriearchive.museen-brandenburg.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Vikus Viewer visualisiert</a>. Die chronologisch geordneten Archivalien lassen sich hier intuitiv nach Schlagworten (Orten, Industriezweigen, Bestandsart) filtern und das alles in sehr ansprechender Art und Weise.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3293" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3293" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1024x576.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-300x169.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband-1536x864.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-25-33-museumsverband.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" data-id="3294" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1024x576.png" alt="" class="wp-image-3294" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1024x576.png 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-300x169.png 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1-1536x864.png 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-23-at-15-26-05-museumsverband-1.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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</figure>



<p><strong>Ausblick</strong></p>



<p>Die Verbund-Digitalisierungsprojekte des Museumsverbands sollen Grundlagen für eine eigenständige Bestandsdigitalisierung in den Museen schaffen. Ein wesentliches Element des Industriearchive-Projekts war neben der exemplarischen Digitalisierung der Teilbestände die Erstellung der Gutachten zur Bestandsentwicklung, aus denen bereits erste neue Förderprojekte hervorgegangen sind. Die digitalisierten Bestände sind bei museum-digital erfasst und speisen bereits das digitale „Findbuch“ zur Industriegeschichte Brandenburgs auf museum-digital. Die Museen sind eingeladen, weitere zu diesem Thema gehörende Bestände zu digitalisieren und das Findbuch sukzessive zu erweitern. Auch der Vikus Viewer ist nicht als abgeschlossenes Projekt gedacht. Weitere Bestände können hier mit Unterstützung des Museumsverbands hochgeladen werden mit dem Ziel, einen repräsentativen Querschnitt über die Archivbestände zur Industriegeschichte in brandenburgischen Museen zu zeigen.</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<item>
		<title>Objektfotografie (Folge 4) &#8211; Reproduktion von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien usw.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 07:46:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Objektfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Reproduktion]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara. In unserem vierten Filmmodul erklären wir, wie Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Drucke und Fotografien reproduziert werden können. Das Aufnahmewerkzeug ist eine digitale Kamera mit Standard- oder moderaten Teleobjektiv, das möglichst auch eine Makrofunktion hat. Eine Festbrennweite ist dabei immer einem Zoom vorzuziehen. Wichtig ist, <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/07/objektfotografie-folge-4-reproduktion-von-gemaelden-zeichnungen-fotografien-usw/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Das Skript zum Video-Tutorial von Ronka Oberhammer, Lorenz Kienzle und Omar Akahara.</em></p>



<p>In unserem vierten Filmmodul erklären wir, wie Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Drucke und Fotografien reproduziert werden können. Das Aufnahmewerkzeug ist eine digitale Kamera mit Standard- oder moderaten Teleobjektiv, das möglichst auch eine Makrofunktion hat. Eine Festbrennweite ist dabei immer einem Zoom vorzuziehen. Wichtig ist, dass das Objektiv wenig bis gar nicht verzeichnet, also gerade Linien auch am Rand der Aufnahme gerade und nicht kissen- oder tonnenförmig wiedergegeben werden. Fotografiert wird mit Blende 8 bis 11, damit alles bis in die Ecken scharf gezeichnet wird. Weiteres Zubehör: Staffelei, Reprosäule oder Aufhängung an einer Wand, Wasserwaage, Drahtauslöser,<br>Papierunterlage, 2 Stative, 2 Blitz- oder Dauerlichtlampen, Belichtungsmesser, Farbkarte.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="Objektfotografie #4 - Reproduktion von Gemälden, Zeichnungen, Fotografien usw." width="1778" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/qA0354jtvdo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
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<p><strong>1. Positionierung des Bildes:</strong><br>Das Gemälde muss parallel zur Kamera an die Wand gehängt oder auf eine Staffelei gestellt werden, deren Stehwinkel auf 90° gestellt werden kann. (Alternativ kann ein kleines Gemälde auch auf den Fuß einer Reprosäule gelegt werden. Dazu später mehr.) Dabei muss darauf geachtet werden, dass links und rechts ausreichend Platz für die Beleuchtung vorhanden ist.</p>



<p><strong>2.  Die Beleuchtung:</strong><br>Es können Blitz- oder Fotolampen verwendet werden. Vor- und Nachteile: Blitzlicht ist in der Regel ein »sauberes« Licht, genauso Halogenlicht, das korrekte Farben erzeugt. Billige LED Lampen sind nicht zu empfehlen, da sie Farben falsch wiedergeben könnten. Bei der Verwendung von Fotolampen ist ein stabiles Stativ wichtig, damit die Reproduktionen bei längeren Belichtungen scharf werden.</p>



<p>Lichtwinkel 45°: Wir bauen zunächst zwei Blitzköpfe mit Reflektoren (oder Fotolampen) auf, die genau im 45° Winkel zu dem Gemälde stehen müssen. Wichtig ist dabei, dass sie genügend Abstand vom Bild haben, damit das Bild gleichmäßig beleuchtet wird. Es sollten mindestens 150 &#8211; 200 cm Abstand sein. Der 45° Winkel entsteht, wenn von der Bildmitte z.B. 200 cm je nach rechts und nach links gemessen wird und dann im 90° Winkel der gleiche Abstand nach vorne. Dort werden die Lampen dann idealerweise aufgestellt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="834" height="467" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3102" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 834w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-48-36-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-300x168.png 300w" sizes="auto, (max-width: 834px) 100vw, 834px" /></figure>



<p><br>Lampenhöhe auf Bildmitte: Dann messen wir die (vertikale) Höhe der Bildmitte vom Boden aus, bringen unsere Lampen auf die gleiche Höhe und stellen sie horizontal ins Wasser (mit Hilfe einer Wasserwaage oder nach Augenmaß). Idealerweise ist die Mitte des Leuchtmittels oder der Blitzröhre dann genau auf Höhe der Bildmitte.<br><br>Kontrolle: Die richtige Postion der Beleuchtung kann von der Mitte des zu reproduzierenden Bildes aus<br>kontrolliert werden, indem wir von dort aus je zu einer Lampe schauen. Das Leuchmittel/die Blitzröhre sollte sich idealerweise in der Mitte des Reflektors befinden. Minimale Abweichungen sind nicht schlimm, aber je genauer alles eingestellt ist, desto gleichmäßiger ist die Beleuchtung des Gemäldes.</p>



<p><strong>3. Belichtungsmessung:</strong><br>Steht das Licht in der korrekten Höhe mit dem richtigen Abstand und Winkel, messen wir an allen vier<br>Ecken des Bildes mit einem Blitzbelichtungsmesser, ob das Bild tatsächlich gleichmäßig beleuchtet wird.<br>Das Licht sollte überall gleich stark sein (Abweichungen von einer 1/10 Blende sind ok). Der Blitz wird dabei so eingestellt, dass wir in der Basis ISO (in der Regel 100 ISO) mit Blende 8 &#8211; 11 fotografieren können. Bei Dauerlicht (Fotolampen) wird die Belichtungszeit so gewählt, dass wir in der Basis ISO auf einen Blendenwert zwischen Blende 8 und 11 kommen. Sind die Fotolampen identisch (gleiche Wattzahl) oder die beiden identischen Blitzlampen ggf. auf die gleiche Lichtstärke eingestellt, kann auf eine Belichtungsmessung verzichtet werden. Die ideale Belichtung können wir dann dem Histogramm entnehmen. (Filmtutorial #2)</p>



<p><strong>4. Kamera aufbauen:</strong><br>Die Kamera wird auf einem Stativ befestigt und parallel und zentral zum Bild gestellt. Dabei hilft meist ein Zollstock oder eine Linie im Bodenbelag sowie die eingebaute Wasserwaage in der Kamera. Wir bringen die Kamera also parallel (zum Gemälde), mittig und möglichst formatfüllend in Position. Die vorher gemessene Mitte des Gemäldes befindet sich auf gleicher Höhe wie das Objektiv der Kamera. Alle Linien vom Rand des Gemäldes verlaufen parallel zum Sucherbild der Kamera. Manchmal befinden sich Gemälde auch in verzogenen Rahmen, dann muss dies vermittelt werden.</p>



<p><strong>5. Fotografieren:</strong><br>(a) Neben das Bild legen wir eine Farbkarte oder/und Graukarte. Noch besser ist es, diese ganz mittig auf<br>dem Bild zu positionieren, um den Weißableich zu ermitteln. (Dazu später mehr.) Nachdem alles eingestellt ist, lösen wir die Kamera auf den gemessenen Einstellungen aus und fotografieren dabei möglichst im RAW Modus, da nur hier der Weißabgleich am Computer eingestellt werden kann. Bei Kunstlicht ist es unbedingt nötig den Selbstauslöser oder einen Fernauslöser zu verwenden, da das Bild nicht verwackeln darf.<br>(b) Wir belichten zur Sicherheit auch eine halbe oder drittel Blende über und unter dem gemessenen Wert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="213" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3104" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 748w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-02-at-15-54-35-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-300x85.png 300w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /></figure>



<p></p>



<p><strong>6. Die Farbkarte</strong><br>Hier abgebildet ist eine standardisierte Farbkarte, die wir bei der Reproduktion mitfotografiert haben, um<br>eine Referenz für die richtigen Farben und die richtige Helligkeit zu bekommen.</p>



<p>Helligkeit: Wir können anhand der Karte feststellen, ob unsere Reproduktion richtig belichtet wurde.<br>Dazu wählen wir von unseren drei Belichtungen die aus, die der Helligkeit der Karte am ehesten entspricht. Am besten ist dies auf der Farbkarte am rechten unteren Schwarzton und dem dunklen Braunton daneben zu erkennen.<br><br>Weißabgleich: Wir sehen unten links unsere Reproduktion mit dem automatischen Weißabgleich der Kamera. Das Bild hat einen Cyan Stich. Wenn wir nun wie empfohlen im RAW Modus fotografiert haben, können wir im RAW Entwickler (Photoshop, Lightroom etc.) mit der Pipette im Entwicklungs- oder Grundeinstellungsmodul einen benutzerdefinierten Weißabgleich durchführen. Dafür gehen wir mit der Pipette auf das weisse Feld der Farbkarte und erhalten so einen neutralen Weißabgleich. Das rechte Bild ist jetzt farbneutraler, der Cyanstich ist verschwunden. Es gibt auch spezielle Graukarten, die nur für den Weißabgleich verwendet werden können und noch genauer sind.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="813" height="808" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin.jpg" alt="" class="wp-image-3107" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin.jpg 813w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin-300x298.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Lenin-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 813px) 100vw, 813px" /><figcaption>Abbildung: Günther Brendel, Lenin, 1968/70 (Öl auf Hartfaser) Maße: 84.0 x 59.0 cm</figcaption></figure>



<p>Wir sehen hier, wie sich die Werte von Temperatur und Tonung des RAW Bildes zwischen dem automatischen und dem manuellen Weißabgleich verändert haben. Für einen noch präziseren Weißabgleich sollte die Farbkarte mittig über das Gemälde gehalten werden. Der dort ermittelte Weißabgleich wird dann auf die nachfolgenden Aufnahme übertragen. Er besteht aus den oben angezeigten Werten aus Temperatur und Tonung, kann kopiert oder auch manuell übertragen werden.</p>



<p><strong>7. Das Kameraprofil</strong><br>Jede Kamera hat hinterlegte Farbprofile, die u.a. die Sättigung und den Kontrast des Bildes beeinflussen.<br>Wir empfehlen, möglichst immer das herstellereigene Standard Profil auszuwählen. In der Regel kann das auch noch nach der Aufnahme im Entwicklungsmodul eingestellt werden. Die Profile von Adobe sind bezüglich der Farbtreue den Profilen von Nikon, Fuji und Canon unterlegen. Empfehlenswert sind folgende herstellerabhängige Einstellungen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Nikon Kamera Standard</li><li>Fuji PROVIA/Standard</li><li>Canon Camera Standard</li></ul>



<p><strong>Reproduktion von Aquarellen/ Zeichnungen und Drucken/Fotografien mit einer Reprosäule</strong></p>



<p>1. Positionierung des Bildes:<br>Alles was sich auf losen Blättern befindet muss zum Reproduzieren liegen. Um diese »Flachware« zu reproduzieren, eignet sich eine Reprosäule. Die Reprosäule sollte zu beiden Seiten genug Platz für die Beleuchtung haben. Wir legen das Bild auf das Grundbrett der Reprosäule, das wir zuvor mit einem neutralen Karton abdecken können.</p>



<p>2. Die Beleuchtung:<br>Auch hier sollte das Bild mit Licht aus einem Winkel von 45° beleuchtet werden. Die Lampen werden in einem Abstand von z.B. je 150cm von der Bildmitte gemessen links und rechts der Reprosäule aufgestellt. Dann bringen wir die Lampen auf eine Höhe von 150 cm und schwenken sie im 45° Winkel Richtung Bild. Dazu kann eine Wasserwaage mit 45° Anzeige verwendet werden oder alles auf Sicht eingestellt werden. Siehe auch Kontrolle auf Seite 2.</p>



<p>3. Belichtungsmessung: (siehe Seite 2)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="524" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3108" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 748w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-31-30-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-300x210.png 300w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /></figure>



<p></p>



<p>4. Kamera aufbauen:<br>Die Kamera wird an der Reprosäule so angebracht, dass sie genau im Wasser steht. Dafür halten wir eine<br>Wasserwaage über den gesamten Filterring des Objektivs und messen einmal von links nach rechts in der<br>Achse des Lichts und dann von vorne nach hinten. Zur Kontrolle sollte auch das Grundbrett der Reprosäule mitgemessen werden. Steht die Reprosäule auf einer schiefen Fläche und die Wasserblase der Waage ist nicht ganz mittig in der Libelle, muss die Kamera daran angepasst werden. Dabei helfen meist die Markierungen der Libelle. Die Kamera wird außerdem so eingestellt, dass die Reproduktion wieder möglichst formatfüllend aufgenommen werden kann.<br><br>5. Fotografieren: (siehe Seite 2)<br><br>6. Die Farbkarte (siehe Seite 2-3 und unten)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="787" height="844" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png" alt="" class="wp-image-3109" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf.png 787w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/Screenshot-2022-06-03-at-12-33-12-Script_Tutorial_Folge4_Reproduktionen.pdf-280x300.png 280w" sizes="auto, (max-width: 787px) 100vw, 787px" /></figure>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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		<title>Der romantische Blick auf die Mühle. Digitalsierung eines Objektkonvoluts einer mühlenbegeisterten Sammlerin.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[AG Brandenburgische Museen digital]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jun 2022 13:12:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
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		<category><![CDATA[Mühlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Beitrag von Alexandra Majorov für die Historische Mühle von Sanssouci, Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe der Parks und Schlösser gehörende Historische Mühle von Sanssouci betreibt die Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. im Auftrag der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG). Aufgabe des Vereins ist es, historische Mühlen als technisches Kulturgut zu erhalten sowie Mühleneigentümer <a href="https://blog.museum-digital.org/de/2022/06/02/der-romantische-blick-auf-die-muehle-digitalsierung-eines-objektkonvoluts-einer-muehlenbegeisterten-sammlerin/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Ein Beitrag von Alexandra Majorov für die Historische Mühle von Sanssouci, Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.</em></p>



<p>Die zum UNESCO-Weltkulturerbe der Parks und Schlösser gehörende <a href="https://www.historische-muehle-potsdam.de/" data-type="URL" data-id="https://www.historische-muehle-potsdam.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Historische Mühle von Sanssouci</a> betreibt die <a href="https://www.historische-muehle-potsdam.de/" data-type="URL" data-id="https://www.historische-muehle-potsdam.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.</a> im Auftrag der <a href="https://www.spsg.de/startseite/" data-type="URL" data-id="https://www.spsg.de/startseite/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)</a>. Aufgabe des Vereins ist es, historische Mühlen als technisches Kulturgut zu erhalten sowie Mühleneigentümer fachlich zu vertreten und zu beraten. Hierzu gehört die Weitergabe von handwerklichem Wissen und Fertigkeiten im Umgang mit historischen Mühlen unterschiedlicher Nutzungsarten.</p>



<p>Neben den technischen Gegenständen besitzt die Mühlenvereinigung seit Sommer 2020 ein Konvolut an kulturhistorischen Gegenständen, die zum größten Teil aus dem Besitz einer mühlenbegeisterten Berlinerin stammen. Die verschiedenen Objekte bilden die Mühle jenseits ihrer Funktion als Maschine und der damit verbundenen harten Arbeit ab. Die Mühle wird als Landschaftselement mit einem verklärten Blick gesehen. Das idyllische Bild eines ländlichen Lebens entsteht und spiegelt die Faszination von Mühlen wider.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="660" data-id="3066" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-1_Durchbruchschale-mit-Historischer-Muehle-1024x660.jpg" alt="" class="wp-image-3066" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-1_Durchbruchschale-mit-Historischer-Muehle-1024x660.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-1_Durchbruchschale-mit-Historischer-Muehle-300x193.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-1_Durchbruchschale-mit-Historischer-Muehle-1536x990.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-1_Durchbruchschale-mit-Historischer-Muehle-2048x1319.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="964" height="1024" data-id="3064" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-2_Becher-mit-Fotografie-der-Historischen-Muehle-von-Max-Baur-964x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3064" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-2_Becher-mit-Fotografie-der-Historischen-Muehle-von-Max-Baur-964x1024.jpg 964w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-2_Becher-mit-Fotografie-der-Historischen-Muehle-von-Max-Baur-283x300.jpg 283w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-2_Becher-mit-Fotografie-der-Historischen-Muehle-von-Max-Baur-1447x1536.jpg 1447w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-2_Becher-mit-Fotografie-der-Historischen-Muehle-von-Max-Baur.jpg 1909w" sizes="auto, (max-width: 964px) 100vw, 964px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="743" data-id="3065" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-3_Eckige-Sammeltasse-mit-Historischer-Muehle-1024x743.jpg" alt="" class="wp-image-3065" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-3_Eckige-Sammeltasse-mit-Historischer-Muehle-1024x743.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-3_Eckige-Sammeltasse-mit-Historischer-Muehle-300x218.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-3_Eckige-Sammeltasse-mit-Historischer-Muehle-1536x1115.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/a_Fotos-3_Eckige-Sammeltasse-mit-Historischer-Muehle.jpg 1828w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) Durchbruchschale mit Historischer Mühle, 2) Becher mit Fotografie der Historischen Mühle von Max Baur, 3) Eckige Sammeltasse mit Historischer Mühle</figcaption></figure>



<p>Als die Historische Mühle im Herbst 2020 coronabedingt geschlossen werden musste, startete das Digitalisierungsprojekt zu den romantischen Mühlenobjekten. Die neuen Gegenstände wurden fotografiert und in <a rel="noreferrer noopener" href="https://brandenburg.museum-digital.de/collection/3386" data-type="URL" data-id="https://brandenburg.museum-digital.de/collection/3386" target="_blank">museum-digital.de</a> eingepflegt, um auch bei geschlossenem Museum einen Einblick in die komplette „Romantik-Sammlung“ zu geben. Eine Auswahl des Konvoluts wird seit der Wiedereröffnung im Frühjahr 2021 in der kulturgeschichtlichen Abteilung des Mühlenmuseums ausgestellt. Zusätzlich können Besucher:innen die <a href="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?tid=1847" data-type="URL" data-id="https://themator.museum-digital.de/ausgabe/showthema.php?tid=1847" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Online-Ausstellung „Romantischer Blick auf die Mühlen“</a> und die Sammlung über einen QR-Code bei museum-digital einsehen.</p>



<p>Die meisten der Objekte entstammen einer touristischen Massenproduktion, die an die Vorstellung aus der Zeit der Romantik anknüpft. Die handwerkliche Mühle in ländlicher Idylle ist das Thema, das Klischees bedient und sowohl in der bildenden Kunst als auch in der Musik und der Literatur seit dem 19. Jahrhundert mit der Mühle in Verbindung gebracht wird. Die Mühle wird nicht als Maschine gezeigt und ist ohne einen Ortsbezug.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3069" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3069" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-1_Galeriewindmuehle-in-sommerlicher-Landschaft-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="818" data-id="3068" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-2_Magnet-mit-Segelwindmuehle-Menorca-1024x818.jpg" alt="" class="wp-image-3068" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-2_Magnet-mit-Segelwindmuehle-Menorca-1024x818.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-2_Magnet-mit-Segelwindmuehle-Menorca-300x240.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-2_Magnet-mit-Segelwindmuehle-Menorca.jpg 1459w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="732" height="1024" data-id="3067" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-3_Kokerwindmuehle-mit-gelben-Fluegeln-732x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3067" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-3_Kokerwindmuehle-mit-gelben-Fluegeln-732x1024.jpg 732w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-3_Kokerwindmuehle-mit-gelben-Fluegeln-215x300.jpg 215w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/b_Fotos-3_Kokerwindmuehle-mit-gelben-Fluegeln.jpg 906w" sizes="auto, (max-width: 732px) 100vw, 732px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) Galeriewindmühle in sommerlicher Landschaft, 2) Magnet mit Segelwindmühle Menorca, 3) Kokerwindmühle mit gelben Flügeln</figcaption></figure>



<p>Als Archetypus erscheinen Holländer- und Bockwindmühlen. Gelegentlich sind es Galerieholländermühlen, bei denen für die Bedienung des Sterzes bzw. zum Erreichen der Mühlenflügel eine Galerie dient. </p>



<p>Die Bockwindmühle ist entwicklungsgeschichtlich der älteste Mühlentyp im europäischen Raum. Hier sitzt der gesamte Mühlenkörper auf dem Bock und wird mit Hilfe des Sterzes komplett um die eigene Achse in den Wind gedreht.</p>



<p>Die abgebildete Segelwindmühlen aus dem Mittelmeerraum bilden eine eigene Kategorie der Souvenirs, die die Sehnsucht nach der Ferne und dem Süden darstellte. Sie sind in Griechenland, Spanien, Portugal und Nordafrika verbreitet, wo der konstanten Küstenwinde kein Drehen der Flügel nötig ist.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3070" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3070" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-1_Bockwindmuehle-Viktoria.jpg 1678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1018" height="1024" data-id="3072" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel-1018x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3072" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel-1018x1024.jpg 1018w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel-298x300.jpg 298w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel-1528x1536.jpg 1528w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-2_Segelwindmuehle-mit-Mann-und-Esel.jpg 1625w" sizes="auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1007" data-id="3071" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-3_Eckiger-Aschenbecher-mit-Galeriehollaendermuehle-in-Aurich-1024x1007.jpg" alt="" class="wp-image-3071" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-3_Eckiger-Aschenbecher-mit-Galeriehollaendermuehle-in-Aurich-1024x1007.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-3_Eckiger-Aschenbecher-mit-Galeriehollaendermuehle-in-Aurich-300x295.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-3_Eckiger-Aschenbecher-mit-Galeriehollaendermuehle-in-Aurich-1536x1510.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/c_Fotos-3_Eckiger-Aschenbecher-mit-Galeriehollaendermuehle-in-Aurich.jpg 1908w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption">1) <em>Bockwindmühle „Viktoria“, 2) Segelwindmühle mit Mann und Esel. 3) Eckiger Aschenbecher mit Galerieholländermühle in Aurich</em></figcaption></figure>



<p>Auffällig sind die Farben des Mühlensouvenirs, die häufig in blau und weiß gehalten sind. Das sogenannte „Delfter Blau“ wird seit dem 17. Jahrhundert in der Stadt Delft (Provinz Südholland zwischen Den Haag und Rotterdam) hergestellt. Es handelt sich um Töpferware, die eine günstigere Version des echten chinesischen Porzellans darstellen sollte. Delfter Ware wird aus Ton gefertigt, der nach dem Brennen mit einer Zinnglasur überzogen wird. Obwohl es kein echtes Porzellan ist, erlangte Delfter Ware unnachahmliche Beliebtheit. Zwischen 1600 und 1800 war Delft einer der wichtigsten Steingut-Produzenten in Europa – die Delfter Ware war beliebt und wurde von reichen Familien auf der ganzen Welt gesammelt.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="3074" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-1_Hollaendermuehle-mit-drehbaren-Fluegeln-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3074" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-1_Hollaendermuehle-mit-drehbaren-Fluegeln-768x1024.jpg 768w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-1_Hollaendermuehle-mit-drehbaren-Fluegeln-225x300.jpg 225w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-1_Hollaendermuehle-mit-drehbaren-Fluegeln-1152x1536.jpg 1152w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-1_Hollaendermuehle-mit-drehbaren-Fluegeln.jpg 1411w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="3073" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-2_Kerzenstaender-mit-Hollaendermuehle-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3073" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-2_Kerzenstaender-mit-Hollaendermuehle-768x1024.jpg 768w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-2_Kerzenstaender-mit-Hollaendermuehle-225x300.jpg 225w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-2_Kerzenstaender-mit-Hollaendermuehle-1152x1536.jpg 1152w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-2_Kerzenstaender-mit-Hollaendermuehle.jpg 1507w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="3075" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3075" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-768x1024.jpg 768w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-225x300.jpg 225w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-1152x1536.jpg 1152w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-1536x2048.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/d_Fotos-3_Vase-mit-drei-Paar-Darstellungen-von-Muehlen-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption"><em>1) Holländermühle mit drehbaren Flügeln, 2) Kerzenständer mit Holländermühle, 3) Vase mit drei Paar-Darstellungen von Mühlen</em></figcaption></figure>



<p>Es ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der Flügelstellung im Mühlensouvenir wohl hinter das ästhetische Erscheinungsbild tritt. Nach alter Tradition der Mühlensprache kann der Müller durch Stellung der Flügel im ruhenden Zustand verschiedene Aussagen treffen, auch wenn die einzelnen Signalvereinbarungen je nach Ort stark voneinander abweichen.</p>



<p>Die in den Objekten überwiegende Schere im Andreaskreuz entspricht der Aussage: „Die Mühle ist nicht betriebsbereit.“ Diese Flügelstellung ohne Segel hatte bei einem heraufziehenden Gewitter den praktischen Zweck, die Gefahr von Blitzeinschlägen zu minimieren. Die senkrechte Stellung bedeutet bei Flügeln ohne Segeln eine lange Arbeitspause oder das Ende der Tagesarbeit. Waren die Segel in der senkrechten Stellung mit Tuch bespannt, signalisierte der Müller fehlendes Mahlgut; ein möglicher Kunde konnte sofort bedient werden.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-11 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3076" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3076" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-1_Muehle-mit-Kirche-und-Segelschiffen.jpg 1973w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3078" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3078" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-2_Galeriewindmuehle-in-idyllischer-Bauernszene-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3077" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3077" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/e_Fotos-3_Dueppeler-Galeriemuehle.jpg 1979w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption"><em>1) Mühle mit Kirche und Segelschiffen, 2) Galeriewindmühle in idyllischer Bauernszene, 3) Düppeler Galeriemühle</em></figcaption></figure>



<p>Mit dieser Trivialisierung und Reduzierung des Mühlenhandwerks reihen sich die Sammlungsobjekte in die Kategorie des Souvenirs ein. Der Begriff – aus dem Französischen ‚se souvenir‘: „sich erinnern“ – bürgerte sich erst im 19. Jahrhundert als Synonym für Reiseandenken ein. Ihren Ursprung haben die Reisemitbringsel bei den Pilgern und Kaufleuten im Mittelalter, als Reisen viele Gefahren in sich barg. Sie brachten Steine, Wässerchen oder Öle von heiligen Orten mit sich. Wer es sich leisten konnte, kaufte kostbare Reliquien.</p>



<p>Kunstgegenstände und Bücher brachten die europäischen Adligen von ihren Bildungsreisen seit dem 16. Jahrhundert für ihre Sammlungen mit. Erst der technische Fortschritt ermöglichte die Entwicklung des internationalen Tourismus: Der Grundstein für die Reiseleidenschaft der Gesellschaft wurde mit der Eisenbahn, später dann mit dem Auto und dem Flugzeug gelegt.</p>



<p>Das hatte Auswirkung auf die Reiseandenken. &nbsp;Sie wurden zur Massenware, bei der die Preise und somit der Materialwert der Erinnerungsstücke sanken. Die stilisierten Andenken reduzieren den Ort auf das vermeintlich Charakteristische. Die Auswahl an Souvenirobjekten erweiterte sich hingegen: Dosen, Becher, Schlüsselanhänger, Wandteller, Bekleidung, Regenschirme, Figuren und vieles mehr können Reisende heutzutage als Erinnerungsstück erwerben.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-12 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3079" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3079" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-2_Porzellan-Klompen-mit-Historischer-Muehle-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="3081" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3081" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle-683x1024.jpg 683w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle-200x300.jpg 200w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle-1024x1536.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle-1365x2048.jpg 1365w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-3_Flaschenoeffner-Dueppeler-Galeriewindmuehle.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="544" height="1024" data-id="3080" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-4_Anhaenger-der-Windmuehle-Solvang-544x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3080" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-4_Anhaenger-der-Windmuehle-Solvang-544x1024.jpg 544w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-4_Anhaenger-der-Windmuehle-Solvang-160x300.jpg 160w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-4_Anhaenger-der-Windmuehle-Solvang-817x1536.jpg 817w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/f_Fotos-4_Anhaenger-der-Windmuehle-Solvang.jpg 839w" sizes="auto, (max-width: 544px) 100vw, 544px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption"><em>1) Porzellan-Klompen mit Historischer Mühle, 2) Flaschenöffner Düppeler Galeriewindmühle, 3) Anhänger der Windmühle Solvang</em></figcaption></figure>



<p>Und obwohl die meisten Objekte wie Gebrauchsgegenstände daherkommen, werden die wenigsten von ihnen wirklich genutzt. So findet sich die Mühle als romantisiertes Objekt auf Tellern, Tassen oder gar Topflappen wieder. Die Mühlensouvenirs stellen sich im kulturhistorischen Kontext auf besondere Weise in die Reihe der Reiseandenken: Sie verkörpern zum einen das Vergessen der eigentlichen Aufgabe einer Mühle als Produktions- und Arbeitsstätte für das tägliche Brot. Zum anderen wird sie aus einer „einfachen Mühle“ in die Sphäre der Kultur gehoben, indem sie auf idyllisch-nostalgische Weise für den Tourismus freigegeben wird.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-13 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3084" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3084" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-1_Topflappen-mit-zwei-Hollaendermuehlen-2048x2048.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="735" height="1024" data-id="3085" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-735x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3085" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-735x1024.jpg 735w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-215x300.jpg 215w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-1103x1536.jpg 1103w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-1471x2048.jpg 1471w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-2_Mehltuete-Maerkische-Mehle-mit-Historischer-Muehle-scaled.jpg 1838w" sizes="auto, (max-width: 735px) 100vw, 735px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="3083" src="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3083" srcset="https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle-1024x1024.jpg 1024w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle-300x300.jpg 300w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle-150x150.jpg 150w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle-1536x1536.jpg 1536w, https://blog.museum-digital.org/wp-content/uploads/2022/06/g_Fotos-3_Streichholzschachtel-mit-Historischer-Muehle.jpg 1931w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption"><em>1) Topflappen mit zwei Holländermühlen, 2) Mehltüte „Märkische Mehle“ mit Historischer Mühle, 3) Streichholzschachtel mit Historischer Mühle</em>, illustriert von Heike Isenmann (Mal- und Zeichenschule Kunstgriff.23)</figcaption></figure>



<p>Alle Abbildungen: Historische Mühle von Sanssouci, Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. / Majorov, Alexandra [CC BY-NC-SA]</p>



<p><em>Der Blogbeitrag ist Teil der Reihe <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20210725004314/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/netzwerke/ag-brandenburgische-museen-digital/" target="_blank">„Brandenburgische Museen digital“</a> und wird redaktionell vom Museumsverband des Landes Brandenburg e.V. betreut. <a rel="noreferrer noopener" href="https://web.archive.org/web/20190430143519/https://www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/" target="_blank">www.museen-brandenburg.de/aktivitaeten/projekte/digitalisierung/</a></em></p>
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