Im letzten Monat haben wir bei museum-digital den (auf technischer Seite) wahrscheinlich größten Schritt der letzten Jahre gemacht: Wir haben die ungarische Instanz in viele Teil-Instanzen aufgespalten und unsere kontrollierten Vokabulare in eine Datenbank zusammengeführt. Damit konnten wir eine globale Instanz einrichten, die zumindest im Bezug auf Suchfunktionen und Verschlagwortung vollständig mehrsprachig funktionieren kann. Einen Blogeintrag bleiben wir leider erst einmal schuldig, aber auch abseits dessen entwickelt sich museum-digital fort.

Damit es nicht untergeht, sollen hier zwei neue, zusätzliche Optionen zur Benutzung des Resolvers besprochen werden. Beide sind aber auch beim Aufrufen des Resolvers ohne weitere Parameter dokumentiert.

„Einfache“ Beacon-(Konkordanz-)Listen

Eine traditionelle Beacon-Datei besteht neben ihrem „Kopf“ aus einer Liste, grob gemäß CSV, in auf der einen Seite eines Trennzeichens jeweils eine ID aus einem Repositorium aufgelistet wird, und auf der anderen Seite des Trennzeichens die ID derselben Entität in einem anderen Repositorium. Mittlerweile ist eine alternative Form dazugekommen, in der nur noch die IDs verfügbarer Einträge aus dem „Quell-Repositorium“ (etwa die GND) aufgelistet werden, und in der der „Kopf“ der Datei Auskunft über eine URL gibt, die auf den richtigen Eintrag im lokalen Repositorium (hier eine Instanz von museum-digital), der über die ID im Quell-Repositorium aufgerufen werden kann, verweist.

Eine solche Liste kann nun über das Anfügen des GET-Parameters „beaconHideLocal“ eingetragen werden. https://global.museum-digital.org/resolver/actor/gnd gibt eine Liste aller Akteure, die sowohl in der Gemeinsamen Normdatei (GND) als auch bei museum-digital erfasst sind, mit beiden IDs zurück. https://global.museum-digital.org/resolver/actor/gnd?beaconHideLocal=1 gibt im Gegensatz dazu eine „einfache“ Beacon-Datei zurück, die alle GND-IDs auflistet, die Entsprechungen in museum-digital haben.

„No-Referral“: Text statt Weiterleitungen

Ein weiterer kleiner Zusatz ist das Hinzufügen einer Option, um Suchen nach einer ID direkt die URL, auf die weitergeleitet werden würde als Text zu bekommen. Je nach benutzter Programmiersprache kann so das automatische Arbeiten mit dem Resolver wesentlich erleichtert werden.

Ein Beispiel: Ruft man https://global.museum-digital.org/resolver/place/geonames/2950159 auf, wird man auf des Ortes weitergeleitet, der bei Geonames die ID 2950159 trägt (das ist Berlin). Diese Weiterleitung geschieht über HTTP-Header. Möchte man aber eigentlich nur die URL, auf die man weitergeleitet würde, erfahren, kann man jetzt https://global.museum-digital.org/resolver/place/geonames/2950159?noReferral=1 aufrufen und erhält nur diese als Text.